Können wir die Versiegelung durch den Heiligen Geist verlieren?

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    • Kann ein Erretteter wieder verloren gehen? - Teil 3

      benSalomo schrieb:

      Darby lehrte noch eine Reihe weiterer Irrlehren, die Du ja hier auch schon zum Besten gegeben hast, wie z. B. ........ die Unverlierbarkeit des Heils usw.
      Am schwierigsten zu beurteilen ist wohl der Punkt: Die Unverlierbarkeit des Heils .
      Hier verweise ich auf das Kapitel 13. Kann ein Erretteter wieder verloren geh
      en? aus dem Buch von Erwin W. Lutzer: "Einig in der Wahrheit? Grundlegende Kontroversen in der Geschichte des Christentums", ISBN: 3-89436-204-9, Christliche Verlagsgesellschaft mbH, Dillenburg, 2006
      (Ein Buch, das für manchen Teilnehmer dieses Forums dringendst zu empfehlen wäre, v.a. wegen der darinnen dargestellten verschiedenen nebeneinander existierenden Glaubensüberzeugungen; in diesem Buch kann man auch gut christliche Toleranz lernen!)

      Es geht um die Frage: "
      Kann ein Erretteter wieder verloren gehen? (Ab hier: Zitate aus diesem Buch: 18 Seiten 249 - 266)
      Du bist also errettet und wiedergeboren und hast die Gewissheit, dass Christus dein Retter ist.
      Kannst du je das Heil verlieren? ... Einige Christen pflegen einen Glauben, den man "ewige Sicherheit" nennt, und andere bezeichnen das, als eine "Lehre aus der Hölle", welche die Christen in einen todbringenden Schlaf fleischlicher Sicherheit wiege. ... Manch einer sagt: Der freie Wille, der Christus annahm, ist auch frei, Christus wieder zu verwerfen. Arminianismus ist (in der angelsächsischen Welt) der Name, der am häufigsten fällt, wenn jemand die Überzeugung vertritt, ein Erretteter könne verloren gehen. Arminius selbst hat diese Lehre nicht explixit gelehrt, sondern sagte man könne die Frage vorläufig noch offen lassen. ...
      John Wesley, der von Arminius sehr stark geprägt war und die Freiheit des Willens betonte, äußerte sich eindeutiger. Er war der festen Überzeugung, ein Geretteter könne in die Hölle kommen. ...
      Die Methodisten glauben entsprechend der Lehre von John Wesley, dass Gott genügend Gnade darreiche, um im Glauben zu beharren, aber dass es an uns liege, ob wir diese Gnade annehmen oder nicht. Wir können uns jederzeit gegen Gott entscheiden und verlorengehen.
      Aber an welchem Punkt überschreitet ein Mensch die Linie und verliert sein Heil? ..."
      Meiner Meinung nach ist folgender Satz auf Seite 251 des o.g. Buches entscheidend:
      "Wenn wir das Heil jedesmal verlören, wenn wir sündigten, wäre die Frohe Botschaft eine schlechte Botschaft, die uns nichts als Unsicherheit und Angst einflößen könnte. Wir könnten des Heils nie gewiss werden.
      Die meisten Armininianer...sagen, dass man das Heil verliert, wenn man mutwillig sündigt,...und sich...weigert die Sünde zu bekennen und damit im Ungehorsam verharrt.. ... Es ist anzunehmen, dass man also mutwillig sündigen kann, ohne sein Heil zu verlieren, wenn man die Sünde wieder bekennt. ...
      Die dritte Gruppe glaubt, dass das bewusste Verwerfen des Sohnes Gottes und Verachten des Blutes Christi,...die eine große Sünde [ist], die den Gläubigen des Heils beraubt. "
      Zu fragen ist aber: "wo beginnt willkürliche Sünde? Wann ist der Tatbestand der Verleugnung Christi erfüllt? ..." Nun wird auf Seite 252 auf Hebräer 6,1-6 hingewiesen. "Hier heißt es, man könne sich nicht "wiederum zur Buße erneuern". ... Ja, Gläubige können abfallen, aber die Frage ist, was der Schreiber unter "abfallen" verstand. Meinte er damit abfallen und in die Hölle fahren? Der Zusammenhang zeigt, dass er das nicht gemeint haben kann. Er verwendet hier den gleichen Ausdruck, der in Kapitel 3,12 für die Kinder Israel steht, die in der Wüste fielen. Ihr "Abfallen" besiegelte nicht ihr ewiges Geschick, sondern war eine diesseitige Züchtigung und brachte Verlust von Segen. ... Ja, Gläubige können abfallen, aber nicht zur ewigen Verdammnis.
      Ein ebenso umstrittener Abschnitt ist Hebräer 10,26-31: Wenn wir weiter sündigen, nachdem wir Erkenntnis der Wahrheit erlangt haben, können wir nichts anderes erwareten, als ein furchtbares Gericht." Auf Seite 255 wird auf das einflußreiche Buch von Robert Shank Life in the Son (Leben in dem Sohn) hingewiesen, der behauptet:
      "1.Nur diejenigen, die im Gehorsam und Glauben verharren, werden errettet. 2. Einige Gläubige fallen ab und sind darum verloren. Der Autor unterstreicht Dutzende von Versen im NT, die die Errettung mit fortdauernder Hingabe verknüpfen." (So z.B. Joh.8,51/ Kol.1,23) "Hier und an unzähligen anderern Stellen scheint das ewige Leben der Bedingung fortgesetzten Gehorsams unterstellt zu sein."
      Modernere Calvinisten erklärten: "Bleiben, gehorchen, festhalten - das sind Dinge, die notwendig seien, um Segen zu empfangen, aber leider seien einige Christen fleischlich und kämen nie zu einem geistlichen Leben des Gehorsams. Diese würden Gottes Züchtigung erfahren und..."wie durchs Feuer" errettet werden. ... Aber auch diese seien errettet und blieben es auch. (Dieser Meinung schließe ich mich an! NC) Die Anhänger dieser Sicht betonen "ewige Sicherheit": Ein wahrer Gläubiger bleibe errettet, was auch geschehe." folgt Te.4

      Der Herr ist gut in dessen Dienst wir stehn!” (Lied aus dem Evangelischen Gesangbuch)

      LIED: Der Herr ist gut, in dessen Dienst wir stehn = Melodie!

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    • Gibt es Unverlierbarkeit des Heils? Kann ein Erretteter wieder verloren gehen? (Teil 2) Antwort auf BenSalomo Teil 4!

      benSalomo schrieb:

      Darby lehrte noch eine Reihe weiterer Irrlehren, die Du ja hier auch schon zum Besten gegeben hast, wie z. B. ......die Unverlierbarkeit des Heils usw.
      "Alle Calvinisten glauben, dass die wahrhaft Erretteten nie verloren gehen, aber sie sind verschiedener Ansicht darüber, wie weit ein Gläubiger abfallen könne. ...
      Charles Hodge (ein berühmter amerikanischer Theologe des 19.Jahrhunderts) ging so weit, dass er sagte: " Es besteht die beständige Gefahr des Fallens... Weder Gemeindeglieder noch Erwählte können errettet werden, wenn sie nicht in Heiligkeit verharren und sie können nicht in Heiligkeit verharren, ohne beständige Wachsamkeit und Anstrengung."...
      Gibt es Abschnitte, die ausdrücklich lehren, dass alle wahren Gläubigen errettet werden? ...
      Ein jeder, der durch das Blut Christi erlöst worden ist, wird mit Sicherheit errettet werden. ... Die Heiligen werden in der Gnade beharren bis ans Ende. Man verweist zum Beleg immer wieder auf eine Reihe von Abschnitten: z.B. auf Joh.10,27-29 "...sie gehen nicht verloren ewiglich..." Der Vater und der Sohn sind wohl fähig, die Schafe zu bewahren, da sie größer sind als jeder Feind, der sie verderben möchte. An dieser Stelle lohnt es sich, die Worte von J.N. Darby zu lesen. Sie stammen aus einem Brief, mit dem er einem Freund auf die Frage nach dem neuerlichen Aufkommen des Glaubens an den freien Willen antwortete: Dieses neuerliche Aufbrechen der Lehre vom freien Willen unterstützt die Anmaßung des natürlichen Menschen, er sei nicht ganz und gar verloren; denn daruf läuft eine solche Lehre letztlich hinaus. Alle, die der Sünde nie wirklich tief überführt worden sind, alle, bei denen solche Überführung nur auf krassen greifbaren Sünden beruht, glauben mehr oder weniger an den freien Willen, aber das verändert den ganzen Gedanken des Christentums vollständig und es pervertiert es gänzlich. Wenn Christus gekommen ist, zu retten was verloren ist, dann hat freier Wille keinen Platz mehr. (Dieser Aussage(auf S.265/266 unter Anmerkung 4.) stimme ich, NC. zu!) ...
      Christus sagte ausdrücklich: "Dies ist der Wille dessen, der mich gesandt hat, dass ich von allem, was er mir gegeben hat, nichts verliere, sondern es auferwecke am letzten Tage" (Joh.6,39) [M.E. ein eindeutiges Wort Jesu für die Allversöhnung, wie im Evangelium auch Joh.10,16 + Joh.12,32]
      Es ist einfach nicht statthaft, etwas anderes anzunehmen, als dass Gott seinem Sohn alle Bitten gewährt (siehe Joh.11,42). Bedenken wir, dass, wenn wir lesen, dass er ausdrücklich den Vater darum bat, dass keiner von denen, die der Vater ihm gegegeben hatte, verloren gehen möchte (Joh.17,11-12). Damit wir nicht wieder einwenden, der Wille des Menschen stehe über dem Willen Gottes[Nein! Gerade anders herum ist es: Gottes Willen steht über dem [freien] Willen des Menschen!(1.Tim.2,4)], weshalb er ihn vereiteln könne, sagte der Herr: "Dieses redete Jesus und...sprach:...auf dass er allen, die du ihm gegeben, ewiges Leben gebe" (Joh.17,1-2). Seine Gewalt erstreckt sich über jeden Menschen. Daher hat er die Macht, den Erwählten das ewige Leben zu geben. ... Der Heilige Geist ist sowohl das Unterpfand (Eph.1,14) als auch das Siegel (Eph.4,30) der kommenden Erlösung. ... Gott...kann diejenigen, die er erwählt und für die Christus mit seinem Blut bezahlt hat, nicht verwerfen. Da er das Werk in den Seinen begonnen hat, wird er es auch vollenden. Die Untreue des Menschen kann Gottes ewigen Vorsatz[und dieser ist: >>Gott will, dass alle Menschen gerettet werden!<<(1.Timotheus 2,4) Anmerkung von NC ] nicht vereiteln. ...
      Kann jemand wissen, ob er zum rettenden Glauben gekommen ist? Johannes lehrte in seinem Brief, dass man es wissen kann: "Dies habe ich euch geschrieben, auf dass ihr wisset, dass ihr ewiges Leben habt, die ihr glaubet an den Namen des Sohnes Gottes" (1.Jo.5,13). Gewiss wird Gott uns, wenn er uns detaillierte Offenbarung gegeben hat, über eine so wichtige Frage nicht im Ungewissen lassen. Es geht um Verdammnis oder Herrlichkeit, Hölle oder Himmel. ... Augustin...leugnete aber..., dass man Gewissheit haben könne über die persönliche Errettung. Am Konzil von Trient...1546 statuierte die Katholische Kirche, Gott werde die nicht verlassen, die er einmal gerechtfertigt habe, "wenn er nicht zuerst von ihnen verlassen worden ist".
      Ein Beispiel wäre eine Todsünde, die zum Verlust des Heils führt...Aber die Frage ist noch immer offen: Wie kann ich selbst wissen, ob ich zu den sicher Erretteten gehöre? Es gibt drei Zeugen, durch die wir erkennen können, wo wir stehen. Der erste sind die Verheißungen Christi. Er hat gesagt, dass alle, die an ihn glauben, ewiges Leben haben. Glauben heißt sich auf Christus verlassen. ... Das Werk Christi am Kreuz war sein stellvertretendes Opfer für Sünder. Ohne dieses Opfer kann niemand errettet werden. (Dem stimme ich voll und ganz zu, NC) ...
      Zweitens muss der Glaube allein auf Christus ruhen. ...
      Der zweite Zeuge ist der Heilige Geist. "Der Geist selbst zeugt mit unserem Geiste, dass wir Kinder Gottes sind" (Rölm.8,16).Der Heilige Geist wirkt nicht nur die Wiedergeburt, sondern er zieht auch in den Gläubigen ein und wohnt in ihm. ...Damit beginnt ein Prozess geistlichen Wachstums. Ein stilles Bewusstsein der Gegenwart des Heiligen Geistes begleitet gewöhnlich den Empfang des Heils. Eine innere Gewissheit kommt ins Herz.
      Schließlich kommt als drittes Zeichen die Frucht eines neuen Lebens." (aus: Einig in der Wahrheit?)
      Der Herr ist gut in dessen Dienst wir stehn!” (Lied aus dem Evangelischen Gesangbuch)

      LIED: Der Herr ist gut, in dessen Dienst wir stehn = Melodie!

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    • Können wir die Versiegelung durch den Heiligen Geist verlieren?

      Können wir die Versiegelung durch den Heiligen Geist verlieren?
      Der Herr ist gut in dessen Dienst wir stehn!” (Lied aus dem Evangelischen Gesangbuch)

      LIED: Der Herr ist gut, in dessen Dienst wir stehn = Melodie!
    • Wir .. s i n d .. versiegelt mit dem Geist und können diese Versiegelung nie mehr verlieren!

      Das will ich gerne versuchen!

      In 2Kor 1,22 lesen wir:er hat uns auch versiegelt und das Unterpfand des Geistes in unsere Herzen gegeben.” (Schlachter 2000)
      Die Gute Nachricht Bibel übersetzt so: „Er hat seinen Geist in unser Herz gegeben als Anzahlung auf das ewige Leben!” Wenn der Heilige Geist die Anzahlung für das ewige Leben ist, so können wir darauf vertrauen, dass wir nicht verloren gehen können! Christus wird unser Heil vollenden! Wir können meiner Meinung nach „das Geld der Anzahlung" durch den Heiligen Geist nicht mehr zurückzahlen, wenn wir mit dem H.G. versiegelt worden sind. Es „ist Gottes sicheres Pfand” (Hoffnung für Alle-Bibelübersetzung) für das ewige Leben!

      ... und weiter in Eph 1,13 steht: „In ihm seid auch ihr, die ihr das Wort der Wahrheit, das Evangelium eurer Rettung, vernommen habt, in ihm seid ihr als Glaubende auch versiegelt worden durch den Geist der Verheissung, den Heiligen Geist.” (Zürcher Bibel).

      ... und dann wird uns in Eph 4,30 noch gesagt: „Und betrübt nicht den Heiligen Geist Gottes, mit dem ihr versiegelt seid für den Tag der Erlösung” (Luther 2017)----> kann man also womöglich nun doch die Versiegelung durch den Heiligen Geist verlieren? wie es es in diesem Thread-Thema gefragt wurde, wenn wir den Heiligen Geist und damit auch Jesus Christus betrüben?
      Hier gibt uns die Gute Nachricht Bibel - Übersetzung von Eph 4,30 die Antwort: „Beleidigt nicht durch euer Verhalten den Heiligen Geist! Er ist wie ein Siegel, das Gott euch aufgedrückt hat, und er verbürgt euch die endgültige Erlösung.===> Für mich bedeutet das, dass wenn wir mit dem H.G. versiegelt worden sind, wir nicht mehr vom Glauben abfallen können, denn selbst wenn wir den H.G. beleidigen sollten, so ist Jesus auch für diese Sünde für uns gestorben!
      Leider gibt es aber auch Christen, welche behaupten, dass selbst die mit dem H.G. Versiegelten wieder abfallen könn(t)en; deshalb habe ich diese Frage hier ins Forum gestellt.
      Bin gespannt auf die weiteren Diskussionen...

      PS: In diesem Zusammenhang sollte man auch die Sünde wider den Heiligen Geist betrachten - wobei ich nicht glaube dass ein Christ überhaupt in der Lage ist diese Sünde wider den Geist zu begehen!
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    • Versiegelung mit dem Hl.Geist bedeutet doch in Wahrheit, dass nurmehr auf den Hl.Geist Gottes in sich gehört wird, der Satan keinen Zugang zum von ihm erlösten Tempel mehr hat. Paulus nennt solche GEISTLICH GESINNTE, das Gegenteil davon sind fleischlich Gesinnte.

      Röm 8,6 Denn fleischlich gesinnt sein ist der Tod, doch geistlich gesinnt sein ist Leben und Friede.

      Der Irrglaube, dass man schon dann mit dem Hl.Geist versiegelt sei wenn man bezeuge "man habe sich zum Glauben an Jesus Christus bekehrt" ist weit verbreitet. Ob jemand wahrhaftig mit dem Hl.Geist versiegelt ist, erkennt man, erkennt der himmlische Vater an der jeweiligen den Lehren Christi angepassten Gesinnung = geistlich wie Paulus erklärt. Galater 5,22/23

      Galater 5,22 Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, 23 Sanftmut, Keuschheit; gegen all dies steht kein Gesetz.


      24 Die aber Christus Jesus angehören, die haben ihr Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Begierden. 25 Wenn wir im Geist leben, so lasst uns auch im Geist wandeln.
      Dies wird leider oft ausser Acht gelaassen. Vorallem dort wo von der Unverlierbarkeit des Heils, des Hl.Geist gsprochen wird. Sicher ist Gott barmherzig und gnädig und vergibt den stets in alte Verhaltensmuster abtriftenden und gibt ihnen eine neue Chance, die aber nur greift, wenn sie genutzt wird.

      Epheser 4.,30 Und betrübt nicht den Heiligen Geist Gottes, mit dem ihr versiegelt seid für den Tag der Erlösung. 31 Alle Bitterkeit und Grimm und Zorn und Geschrei und Lästerung seien fern von euch samt aller Bosheit. 32 Seid aber untereinander freundlich und herzlich und vergebt einer dem andern, wie auch Gott euch vergeben hat in Christus.
      Wer also den Weg zur Erlösung vom Einfluss des Bösen beschritten hat, und wieder rückfällig geworden ist, hat die Versiegelung entfernt. Dies hiess damals, sie waren auf dem Weg zu nurmehr geistlicher Gesinnung und sind wieder rückfällig geworden, in den unseligen Teil der AT-Gesetzlichkeit abgedriftet, haben versäumt nurmehr Liebe zu leben und darin zu bleiben.

      Gesegnete Grüsse renato

      freudenboten schrieb:

      Jeder Mensch kann sich dem Wirken des Gott-Geistes VERWEIGERN oder Öffnen. Da hat keine Kirche oder Taufe irgendein Monopol auf den Allgegenwärtigen.
      Die Versiegelung ist ein "Weg" Gottes.
      Diese Worte passen meines Erachtens sehr gut zu solcher Erkenntnis von Petrus


      Apg 5,32 Und wir sind Zeugen dieses Geschehens und mit uns der Heilige Geist, den Gott denen gegeben hat, die ihm gehorchen.
      Wenn man selber und das Umfeld erkennt, dass man sich innerlich positiv verändert hat, also unfähig geworden ist gegen Gottes Willen zu handeln, dann ist erfolgte mit der Versiegelung mittels Hl.Geist die durch Johannes klar erklärte geistliche Neugeburt aus Gott. Dem voraus geht ein Heiligungsprozess.
    • Hebräer 6 (SCH2000)
      1 Darum wollen wir die Anfangsgründe des Wortes von Christus lassen und zur vollen Reife übergehen, wobei wir nicht nochmals den Grund legen mit der Buße von toten Werken und dem Glauben an Gott, 2 mit der Lehre von Waschungen, von der Handauflegung, der Totenauferstehung und dem ewigen Gericht.
      3 Und das wollen wir tun, wenn Gott es zuläßt. 4 Denn es ist unmöglich, die, welche einmal erleuchtet worden sind und die himmlische Gabe geschmeckt haben und Heiligen Geistes teilhaftig geworden sind 5 und das gute Wort Gottes geschmeckt haben, dazu die Kräfte der zukünftigen Weltzeit, 6 und die dann abgefallen sind, wieder zur Buße zu erneuern, da sie für sich selbst den Sohn Gottes wiederum kreuzigen und zum Gespött machen! 7 Denn ein Erdreich, das den Regen trinkt, der sich öfters darüber ergießt, und nützliches Gewächs hervorbringt denen, für die es bebaut wird, empfängt Segen von Gott; 8 dasjenige aber, das Dornen und Disteln trägt, ist untauglich und dem Fluch nahe; es wird am Ende verbrannt.
      9 Wir sind aber überzeugt, ihr Geliebten, daß euer Zustand besser ist und mit der Errettung verbunden ist, obgleich wir so reden. 10 Denn Gott ist nicht ungerecht, daß er euer Werk und die Bemühung in der Liebe vergäße, die ihr für seinen Namen bewiesen habt, indem ihr den Heiligen dientet und noch dient.
      11 Wir wünschen aber, daß jeder von euch denselben Eifer beweise, so daß ihr die Hoffnung mit voller Gewißheit festhaltet bis ans Ende, 12 damit ihr ja nicht träge werdet, sondern Nachfolger derer, die durch Glauben und Geduld die Verheißungen erben.
      13 Denn als Gott dem Abraham die Verheißung gab, schwor er, da er bei keinem Größeren schwören konnte, bei sich selbst 14 und sprach: »Wahrlich, ich will dich reichlich segnen und mächtig mehren!« 15 Und da jener auf diese Weise geduldig wartete, erlangte er die Verheißung.
      16 Denn Menschen schwören ja bei einem Größeren, und für sie ist der Eid das Ende alles Widerspruchs und dient als Bürgschaft. 17 Darum hat Gott, als er den Erben der Verheißung in noch stärkerem Maße beweisen wollte, wie unabänderlich sein Ratschluß ist, sich mit einem Eid verbürgt, 18 damit wir durch zwei unabänderliche Handlungen, in denen Gott unmöglich lügen konnte, eine starke Ermutigung haben, wir, die wir unsere Zuflucht dazu genommen haben, die dargebotene Hoffnung zu ergreifen. 19 Diese [Hoffnung] halten wir fest als einen sicheren und festen Anker der Seele, der auch hineinreicht ins Innere, hinter den Vorhang, 20 wohin Jesus als Vorläufer für uns eingegangen ist, der Hoherpriester in Ewigkeit geworden ist nach der Weise Melchisedeks
    • In Hebräer 6 geht es nicht um Rückfall in AT-"Gesetzlichkeit", denn die war erst eine Erfindung der nachexilischen Rabbinen/Pharisäer zu Jesu Zeit, lange nach dem Propheten Maleachi.

      Im Hebräerbrief geht es gegen den Rückfall in den Tempel-Opferdienst und damit Verleugnung des Opfers/Priesterdienstes Jesu.
    • Der Kern der menschlichen Erlösung ist und bleibt der freie menschliche Wille, der mit dem Willen zur Erkenntnis Gottes und dem Willen zum Gehorsam verbunden ist (vgl. Sprüche 2).

      Aus diesem Grund kann Gott niemand "festhalten", der nach seiner Bekehrung sich von Gott abwenden will.

      "Niemand kann sie aus der Hand Gottes rauben" (Joh 10,29) trifft immer zu, solange der Mensch entschlossen bei Gott bleiben will.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Jacob der Suchende schrieb:

      Der Kern der menschlichen Erlösung ist und bleibt der freie menschliche Wille, der mit dem Willen zur Erkenntnis Gottes und dem Willen zum Gehorsam verbunden ist (vgl. Sprüche 2).

      Aus diesem Grund kann Gott niemand "festhalten", der nach seiner Bekehrung sich von Gott abwenden will.

      "Niemand kann sie aus der Hand Gottes rauben" (Joh 10,29) trifft immer zu, solange der Mensch entschlossen bei Gott bleiben will.
      Gott könnte schon jemanden festhalten, aber das will er explizit nicht.
    • Die katholische wie auch calvinische Lehre betrachten die Versiegelung durch den Geist Gottes als ABGESCHLOSSEN in der "Taufe" oder "Bekehrung". Die "Charismatiker" erfanden gar die "zweite Taufe" (Wiedertaufe) weil die erste keine "wiedergeborenen" Christen hervorbringt.

      Das ist aber nicht der biblische Begriff von Versiegelung durch den allgegenwärtigen Gott-Geist.

      Taufe/Bekehrung des Einzelnen bezw. Tod/Auferstehung Christi sind der Beginn des WEGES der Versiegelung.

      Der Begriff Siegel stammt von den Sieben Sabbaten/Samstagen, welche die Israeliten von Ägypten zum Gottes-Offenbarungsberg UNTERWEGS waren.

      So bedeuten die Versiegelten in Offb. 7 die AT-Jakobskinder, welche bis Pfingsten Apg. 2 "versiegelt wurden. Danach folgt die "unzählbare Schar aus allen Völkern", welche in Offb. 14 durch die Wiederkunft/Auferstehung/Entrückung versiegelt und am Thron Gottes versammelt werden.
    • Hebräer 6,4-6 verkündet eine falsche Lehre! Widerspricht dem Gesamtzeugnis der Schrift!

      tricky schrieb:

      Hebräer 6 (SCH2000)
      1 Darum wollen wir die Anfangsgründe des Wortes von Christus lassen und zur vollen Reife übergehen, wobei wir nicht nochmals den Grund legen mit der Buße von toten Werken und dem Glauben an Gott, 2 mit der Lehre von Waschungen, von der Handauflegung, der Totenauferstehung und dem ewigen Gericht.
      3 Und das wollen wir tun, wenn Gott es zuläßt. 4 Denn es ist unmöglich, die, welche einmal erleuchtet worden sind und die himmlische Gabe geschmeckt haben und Heiligen Geistes teilhaftig geworden sind 5 und das gute Wort Gottes geschmeckt haben, dazu die Kräfte der zukünftigen Weltzeit, 6 und die dann abgefallen sind, wieder zur Buße zu erneuern, da sie für sich selbst den Sohn Gottes wiederum kreuzigen und zum Gespött machen!
      Hebräer 6,4-6 wird von Christen die sagen dass man die Versiegelung durch den Heilige Geist wieder verlieren könne, immer gerne als Argument angeführt.
      Es widerspricht aber der Lehre Jesu und der Lehre Luthers „dass das ganze Leben der Gläubigen Buße ist.” Hebr.6,4ff.widerspricht zudem dem Gesamtzeugnis der Schrift!

      Man findet HIER und HIER Gegenargumente gegen Hebr.6,4ff. wie z.B. :
      "Wenn wir das Heil jedesmal verlören, wenn wir sündigten, wäre die Frohe Botschaft eine schlechte Botschaft, die uns nichts als Unsicherheit und Angst einflößen könnte. Wir könnten des Heils nie gewiss werden.
      Die meisten Armininianer...sagen, dass man das Heil verliert, wenn man mutwillig sündigt,...und sich...weigert die Sünde zu bekennen und damit im Ungehorsam verharrt.. ... Es ist anzunehmen, dass man also mutwillig sündigen kann, ohne sein Heil zu verlieren, wenn man die Sünde wieder bekennt. ... (zitiert in: Erwin W. Lutzer: "Einig in der Wahrheit? Grundlegende Kontroversen in der Geschichte des Christentums", ISBN: 3-89436-204-9, Christliche Verlagsgesellschaft mbH, Dillenburg, 2006 auf Seite 251)

      So sehe ich es auch! Hier liegt der Verfasser des Hebräerbriefes falsch! Hebr.6,4-6 ist somit ein Wort, das „Christum nicht treibet!” (Martin Luther) Buße ist immer möglich!
      Der Herr ist gut in dessen Dienst wir stehn!” (Lied aus dem Evangelischen Gesangbuch)

      LIED: Der Herr ist gut, in dessen Dienst wir stehn = Melodie!

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • Hebr. 6:4.ff.

      "Treibt Christus", weil er an jesusgläubige Juden ("Hebräer" steht im Titel) gerichtet ist, welche in Gefahr waren, zum AT-Opfer zurückzukehren und das einmalige/endgültige Opfer Jesu zu verleugnen/verlieren.
      In ähnlicher Gefahr sind "Gnostizisten", welche die Menschwerdung des Ewigen in Jesus u. s. w. leugnen
      Sie "haben kein Opfer mehr für ihre Sünden".
      Es geht bei "mutwillig" also nicht um "menschliche Schwachheit".