Beiträge von Jacob der Suchende

    Welche missionarische Projekte habt ihr oder eure Gemeinde in den letzten 5 Jahren durchgeführt, wo ihr sagen würdet, mit einem relativ guten Erfolg?


    Was finden heute die Menschen ansprechend, und was abstossend?


    Sind die Menschen heute trotz Gebet, Fleiß und der Wirkung des Heiligen Geistes einfach unerreichbar geworden? Oder lassen sich doch erfolgreiche Wege erkennen, die Menschen langsam zu überzeugen?

    Mich würde interessieren, wie unsere Pastoren arbeiten:


    - Was sind ihre Haupttätigkeiten (prozentual), die die meiste Zeit schlucken?


    - Kann man sich oft selber (die Art der) Arbeit aussuchen, oder wird sie grösstenteils vorgegeben?


    - Wieviele Stunden investiert man in die Arbeit wöchentlich (insbesondere die Arbeit, die nicht frei wählbar ist)?


    - Gibt es Momente, wo ein Pastor weniger zu tun hat? Was macht er dann?


    - Gehort es zu der Arbeit (und Verantwortung) der Pastoren, missionarische Tatigkeiten zu initiieren, wenn die Gemeinde passiv wird?


    - Betrachtet ein Pastor die Aktivitaten in christlichen Austauschforen als Teil seiner Arbeit, fur die er bezahlt wird?

    Mich interessiert, ob hier im Forum jemand Erfahrung gemacht hat, mit einem erfolgreichen Entzug. Ob es direkt beim ersten Mal geklappt hat. Was euch geholfen hat etc.

    Ich musste auch schon mit Süchten kämpfen, und leider verschwindet die Lust nicht unbedingt für immer, manchmal erscheint sie plötzlich zurück, besonders genau in diesen Situationen, wo man daran wieder denken muss.


    Zum Beispiel mit Computerspielen habe ich bestimmt über 10 mal versucht, und letztendlich geschafft.


    Jedes mal, wenn ich der Versuchung nachgab, war der Gedanke (eine Ausrede), die Sache sei doch nicht so schlimm. Du musst wirklich 100% überzeugt sein, dass deine Sucht eine Sünde ist die du loswerden musst - erst dann wirst du sie los. Schau mehr auf Jesus: was hat es Ihn gekostet, als Mensch bei jeder Versuchung den Sieg zu erlangen. Ohne diesen Sieg wären wir für immer verloren. Deine Sucht mag zwar nicht schwach sein, aber bei weitem nicht so stark wie die Versuchungen, denen Jesus ausgesetzt war. Wie gesagt, schaue mehr auf Ihn, damit du Lust entwickelst, trotz Schwierigkeiten und Versuchungen dennoch sich für das Richtige zu entscheiden.

    Mich hat aber immer gewurmt, dass ich die Mathematik nur im notwendigen Maß verstanden hatte. Ich sehne mich danach, sie mit Geduld zu begreifen

    Begreifen bedeutet - wie weit mochtest du dich da vertiefen, dass es dich zufriedenstellt? Und in welchem Schwerpunkt?


    Statistik 2 und 3 wird so abstrakt und komplex, dass du dich nicht mehr vertiefen willst, es sei denn es wäre dein einzig Studium, dann musst du halt durch. Intetessanter ist die Mathematik der Aktuare, da lernst du die angewandte Statistik z. B. im Versicherungsumfeld.

    Das Studium an sich ist nicht verkehrt, aber die Motivation dahinter sollte wohl begründet sein.

    Ich habe als Jugendlicher zu viele Hobbies gehabt, aber sehr wenig Zeit, wegen Schulaufgaben und Sportaktivitäten. Später keine Zeit wegen Studium und Bibelstudium. Später keine Zeit wegen Familie, Kinder, Gartenarbeit... Ich beschloss, 10 Kinder zu haben, damit jedes Einzelne eins meiner Hobbies zur Vollendung bringen kann. Aber für 10 Kinder habe ich keine Zeit, und die Hobbies kann man sowieso nicht weiter vererben.


    Irgendwann hat man so wenig Zeit, dass man sich auf das Notwendige konzentriert und sich bei jedem Hobby fragt, welchen Nutzen es für die Zukunft haben wird. Natürlich darf man auch ein paar Hobbies als Freude haben (ich meine insbesondere wenn die Hobbies nützlich sind), aber damit ist zeitlich Schluss.


    Mein Bruder hat Statistik studiert und arbeitet heute in der Versicherungsbranche. Das meiste vom Studium hat er schon vergessen, weil das Gelernte keine Anwendung findet. An deiner Stelle fände ich es schade, mehrere Jahre in ein Studium zu investieren, was du dann eh vergisst, wenn du dich woanders spezialisierst.

    Bevor ich mich zu Gott bekannte, hatte ich neben meinem Beruf ein Fernstudium der Mathematik angefangen aus Interesse, nicht um damit ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Jetzt, da ich angefangen habe, die Bibel zu lesen, nimmt das Bibelstudium sämtliche Freizeit ein (und ich liebe es), so dass es mein altes Hobby des Studiums vollständig verdrängt.


    Aktuell hadere ich mit mir, ob ich jemals wieder dem Studium Raum geben soll, weil "Stellt euer ganzes Leben Gott zur Verfügung. Es soll ein lebendiges und heiliges Opfer sein, das ihm gefällt." Römer 12,1

    Deine Situation ähnelt meiner damals, als ich mit Mathestudium begann und kurz danach mich taufen liess und viel Zeit dem Bibelstudium widmete.


    Je älter ich werde, desto kritischer blicke ich auf meine Aktivitäten und Hobbies zurück. Es gibt im Leben viel Nützliches und Notwendiges zu tun, aber nur relativ wenig Zeit. Je früher man das versteht, desto besser.


    Viele Menschen erreichen die von Gott gesetzten Ziele nicht, die Gaben werden nicht in vollem Maße entfaltet - weil man die Zeit falsch investiert hat.

    Wenn wir anfangen, den Zehnten haargenau auf den Cent zu berechnen, macht es uns dann nicht in dem Moment zu Pharisäern, die das Gesetz zu 100 % erfüllen möchten, ohne ein Mü abzuweichen?

    Wir sprechen hier bisher nicht über die Verzehntung von Cents, sondern von ziemlich hohen Summen.


    Das Problem der Pharisäer war nicht ihr Gehorsam gegenüber Gesetz, sondern der Legalismus und fehlende Barmherzigkeit.


    Die Prinzipien des Gesetzes bleiben nach Jesus bestehen und ihre Anwendung sogar verstärkt (vgl. Bergpredigt). In diesem Quartal sprechen wir in den Sabbatlektionen über die Haushalterschaft (d. h. Gottes Gaben aller Art für Gott und Menschen einsetzen).

    Und bitte, was heisst "Brutto" für einen (auch) ESt - Pflichtigen ? Vom Umsatz ?? - - Da schaue Dir einmal an, was zum Schaffen und Erhalten einer Erwerbsquelle an Ausbildung, Fortbildung, Betriebsmittel, Versicherung - - notwendig ist

    Ich versuche das zu verstehen. Beispiel: ein Israelit gibt von seinem Ertrag den Zehnten ab. Dann erwirbt er fur einen Teil von dem Rest noch mehr Land, was schliesslich zu noch mehr Ertrag in Folgejahren führt. Ist es nun richtig oder überflüssig gewesen, dass jener Teil der Gelder fur die Erwerbssteigerung verzehntet wurde?

    Was meint ihr, ist es heute schwerer den Zehnten zu geben als damals, wenn man durchschnittliche Lebensverhältnisse vergleicht?


    Heute haben wir mit zusatzlichen - dazu ziemlich hohen - Lebenskosten zu tun, die es damals so nicht gab: Krankenversicherung, Kraftfahrzeug, Miete/Darlehen. Es sind Dinge, die zwar enorm die Lebensqualität steigern, auf die man grösstenteils unmöglich verzichten kann.


    Kann man auch annehmen, dass wir gewohnt sind, uns mit anderen (Nichtchristen) und ihrem Lebensstill zu vergleichen, oft "unnötige" Kosten generieren und dadurch Schwierigkeiten mit dem Zehnten haben?

    Dass man endgültig aus der Existenz verschwinden könne, gilt als ausgeschlossen, wenn man wie Jesus biblisch gesehen von der Unsterblichkeit der Seele (Matthäus 10,28/ 1. Samuel 28 u.a) ausgeht!

    Mt 10,28 sagt genau das Gegenteil: Gott ist imstande, eine Seele fur immer zu zerstören (in der Hölle).

    Für mich hat Ellen White Großartiges geleistet und ich erachte sie als von Gott inspiriert... Dennoch stelle ich so manches in Frage oder äußere Kritik.

    Mir geht es etwa genau so. Die "Kritik" ist dann bei mir eine Sammlung von offenen Themen/Textabschnitten, die darauf warten, irgendwann vielleicht beantwortet zu werden.

    Mir ging es bei "kritik-resistent" vor allem um den letzten (Frage-)Satz: "Erfüllen sie damit nicht bereits ein Kennzeichen aus Offenbarung 12,17, dass Satan Krieg gegen die Gemeinde der Übrigen führt?

    Ich verstehe das Zitat (Thomas Eißner) so, dass er NICHT von der Kritik spricht, die man als gesunder Forschender zum Ziel des besseren Verständnisses zwangsläufig anwendet. Ihm geht es um ein Hinterfragen der prophetischen Authorität von Ellen White mit dem Ziel, sie zu negieren. Die prophetische Authorität von Ellen White ist bei den Adventisten eine anerkannte Tatsache und wird nicht hinterfragt (das ist keine Kritik-Resistenz). Wer proaktiv die prophetische Authorität von Ellen White bekämpft, ist in diesem Fall - auch wenn unbewußt - ein Werkzeug Satans.

    Bemerkung: Nicht einmal der Prophet Jesaja wird den Ansprüchen gerecht, die von einigen konservativen Siebenten-Tags-Adventisten (oder aber Nörglern/Gegnern) an Ellen White postuliert werden.

    Das sehe ich auch so. Im Prinzip sehe ich die Grundsatzfrage gar nicht die um Ellen White, sondern um das korrekte Verständnis der Inspiration, auch der biblischen. Diese Frage stellt man in manchen christlichen Kreisen nicht so offensichtlich und ehrlich gegenüber der Bibel. Man nimmt viele Dinge als selbstverständlich an, die Fehler negiert man allesamt oder sie werden als Abschreibartefakte gedeutet, oder gar "nicht-inspiriert". Was nicht verstanden wurde, wird stehen gelassen oder aus der Fülle möglicher Puzzlestücke (die gibt es um so mehr, je weiter zurück die Zeit liegt) eine passende Antwort konstruiert. Manche Kritiker wenden dann oft nicht dieselbe Meßlatte an, wenn sie Ellen White kritisieren. Die Bibel "kritisieren" scheint weniger interessant zu sein.

    Das "elitäre Selbstverständnis" der Kirche der STA - wie jegliches in einer anderen Denomination ebenso - kritisiere ich, denn dazu haben sie allesamt im Laufe ihres Daseins zu viel "Dreck am Stecken" angesammelt. - Keine dieser Kirchen ist DIE alleinige von Gott eingesetzte Endzeitgemeinde. - Gott wirkt (in diesen Kirchen), das stelle ich nicht in Frage; aber deswegen kann daraus noch kein elitäres bzw. exklusives Selbstverständnis abgeleitet werden

    Ich bin auch der Meinung, dass Gott in anderen Kirchen wirkt. Er könnte sich in diesen Kirchen auch prophetisch offenbaren. Einen "besonderen" Unterschied der Adventisten zu anderen Kirchen sehe ich jedoch. Das Wort "elitär" finde ich unpassend, es schafft in unserem Denken sofort eine Relation "besser als / höher als", was hier auf den Sachverhalt nicht zutrifft. Den "besonderen" Unterschied der Adventisten sehe ich darin, dass die Offenbarung Gottes (durch die Person von Ellen White) nicht nur die Gemeinde am Rande berührt und beeinflusst, sondern die Gemeinde ist auf dem Fundament dieser Offenbarung gegründet, die Offenbarung durchdringt buchstäblich alle Facetten des adventistischen Glaubens. Man könnte minimalistisch sagen: Gott hat bei der Abstimmung über jeden Glaubenspunkt mitgewirkt. Und diese Tatsache ist nun mal wirklich außergewöhnlich und macht dadurch die Adventgemeinde zu etwas besonderem. Als Analogie sehe ich das Zeugnis des christlichen Glaubens im ersten Jahrhundert. Man sah diesen Glauben nicht als "einen von vielen", die leibhaftige Präsenz Jesu hat diesen "neuen Glauben" ins Leben gerufen und authoritativ bestätigt.

    Es steht auch nicht in der Bibel, wie Sohn Gottes zu verstehen ist, wir interpretieren auf Basis von Konsens

    Aber der Konsens muss nicht in der kirlichen Tradition der RRK-Kirchenväter liegen. Adventisten können z.B. intern und demokratisch für sich bestimmen, was unsere Glaubenspunkte aktuell sind. Wir benötigen die RKK-Kirchenväter als Autorität nicht, wir dürfen uns jedoch auf ihre Erkenntnisse berufen und noch einmal der Bibel gegenüberstellen.

    Sauerteig


    ich glaube, du hast nicht ganz verstanden was ich meinte.


    Was soll der Vergleich mit Bahai und Shinchonji bringen? Er zeigt nur, dass es "nach außen" alles gleich aussieht und die STA-Gemeinde sich von vielen anderen Gemeinde (die prophetische Gabe beanspruchen) nicht unterscheiden. Ich habe an keiner Stelle erwähnt, dass die STA-Gemeinde sich besonders hervorheben muss bzw. dass alle Christen nun STA werden sollten. Es ist ganz im Gegenteil: die Suchenden sollten Zugang zu den Lehren nicht über die Kirche (wie dein Argument mit RKK) finden, sollten allein durch das private Studium der Bibel. Als Folge davon, können sie Gott bitten ihnen zu zeigen, in welcher Kirche sie ihm dienen können.


    Obwohl ich fest überzeugt bin, dass Gottes prophetische Gabe sich in der STA Gemeinde durch Ellen White offenbart hat,

    habe ich nie versucht, dies als Grund zu sehen, damit jemand ein STA-Mitglied wird. Ich lehne es ab, dass man sich an einer Kirche orientiert (im Vergleich zu dir: „alle Kirchen müssen sich an Rom orientieren“), sondern die Bibel allein soll die Grundlage des Glaubens sein.


    Auch bin ich nicht der Ansicht, dass man "dann [nicht] auch einem der 1000 anderen nachbiblischen Propheten, die ich hier schon angedeutet habe, folgen sollte." Ein Prophet (in diesem Fall Ellen White) hat für mich nur Autorität und Funktion, wenn ich davon durch persönliches Hinterfragen überzeugt wurde. Niemand muss einem Propheten, sei es richtiger oder falscher Prophet, folgen.

    Ok, ich verstehe den Ansatz: jeder sagt, "Ich gründe eine Kirche" und dann hat er den heiligen Geist. Ohne jede Kontinuität, ohne jeden Zusammenhang. Bei dem Denken komme ich nicht mehr mit.


    Einerseits hat Gott den Menschen einen freien Willen gegeben, eine neue "Gemeinde" zu gründen, auch wenn es gar nicht Gottes Gemeinde ist. Andererseits muss es im Chaos aller möglichen Gemeinden irgendwie eine Ordnung/Struktur geben, damit man erkennt, was denn Gottes Gemeinde ist (weg vom Pluralismus) .


    Aus deinen Posts lässt sich unmissverständlich erkennen, dass allein RKK diesen Anspruch hat, Gottes Gemeinde zu sein, und dass Gott hier alle Gläubigen haben will. Wo sich durch die Sukzession jedes mal die verliehene Autorität zum Ursprung zurück verfolgt werden kann und damit die Kontinuität (der religiösen Vertrauenswürdigkeit und geistlicher Unzertrennbarkeit) gewährleistet ist, scheint es auf den ersten Blick ein überzeugendes Argument zu sein.


    Ich bin auch der Meinung, dass der religiöse Pluralismus eher ein Werk Satans ist. Auf der anderen Seite stellt die Einschränkung (durch staatliche Massnahmen) nur auf eine einzige legitime Kirche ebenso ein Problem dar, denn ohne die Theokratie (mit unmittelbarer Präsenz Gottes) wird die Kirche zu einem starken Werkzeug Satans ausarten, wo der Mensch keine freie Wahl mehr hat. Die religiöse Freiheit muss aber sein, und hier ist eine Lösung zu suchen.


    Für mich als Adventist ist die Frage relativ einfach zu beantworten. Die Protestanten bzw. die Miller-Bewegung haben einen "Cut" zu den alten Strukturen gemacht und eine neue Kirche (STA) unter der Führung des Heiligen Geistes gegründet. Bestätigt ist die Wirkung Gottes hier durch das priphetische Amt von Ellen White. Für mich war es von aüsserrster Wichtigkeit zu untersuchen, wie Ellen White gelebt hat, was sie geschrieben hat, und wie Hunderte von Zeugen (darunter viele solche, die sie ihr ganzes Leben lang begleitet haben) ihren prophetischen Dienst (durch mündliche/schriftliche Weitergabe) bestätigt haben. Das Ergebnis dieser meiner Untersuchung war, dass Gott tatsächlich im 19 Jhd. eine unikale Gemeinde mit einem besonderen Endzeit-Auftrag gegründet hat. Gott nutzt die Gemeinde, damit jeder Mensch den Willes Gottes erkennt und danach lebt, und auch wichtige biblische Lehren versteht. Wer aufrichtig sucht, wird finden.

    Interessant. Was sind notwendige Änderungen?

    Bischöfe können gewaltig irren. Besonders wenn jemand nicht wiedergeboren ist und deshalb zu fruchtbarer geistlicher Arbeit unfähig ist, weil er nicht mit Christus zusammenarbeitet, wird das Ergebnis (in Lehre, Organisationsentscheidungen, im sozialen Leben) entsprechend mager ausfallen. Jesus sagte, dass man "sie" an ihren Früchten erkennen wird. Wir beide kennen die Frucht der RKK in vielen zeitlichen Abschnitten. Die notwendigen Änderungen musst du bzw. "ihr" selber erkennen, dafür sind die geistlichen Gaben für das Verstehen, Hinterfragen und Umsetzen des Wortes da, jeder trägt die Verantwortung.

    Wenn aber Christus schon sagte, wir sollen nicht darauf achten, was die Autoritäten tun (Anm. von mir: weil sie eben schwache Menschen, bzw. Sünder sind), aber sehr wohl auf das, was sie auslegen, kann es dann richtig sein, nicht mehr auf die Lehre zu hören, sondern auf das Tun zu schauen?

    Wir sollten sehr wohl darauf achten, was Authoritäten tun (getan haben), ihre Entscheidungen hinterfragen und selber Entscheidungen treffen bzw. das Alte revidieren. Alle sind Sünder, aber die einen arbeiten mit Gott zusammen, die anderen nicht.

    Haben sich Strukturen geändert?

    Solche Strukturen wie in der RKK sind nicht biblisch. Niemand ist (auch nicht per apostolischer Sukzession) von Gott autorisiert, ein geistliches Amt zu besetzen, der selber nicht den Geist Jesu besitzt. Sich auf das Prinzip der Weitergabe der Autorität zu berufen ist klarer Machtmissbrauch.


    Wer an solche bedingungslose fortlaufende Gesetzmässigkeit der Weitergabe der religiösen Autorität glaubt, wird für antichristliche Entwicklungen und notwendige Änderungen blind. Folglich ist es verständlich, dass man auch das Potenzial negiert, RKK könne antichristlich werden.

    Genauer, er ist der mächtigste Zweig.

    Und er reicht bis in den Stamm hinein...


    Während Ihr, sorry, doch es ist wahr, nur die Abzweigung, der Abzweigung, der Abzweigung. der ... seid.

    Das ist doch so belanglos.


    Jesus verwarf völlig die judische religiöse "Elite" der damaligen Zeit, weil sie den Messias verwarf und fruchtlos blieb. Jesus hat Seine Nachfolger neu organisiert und den 12 Aposteln die höchste religiöse Autorität übertragen.

    Was der Bibeltext selbst sagt ist eben,

    - dass es viele Antichristusse gibt

    - dass sich diese Stellen bei Johannes selbst erstmal auf die Gnostiker bezogen

    - dass das Tier aus der Offenbarung bei Johannes selbst das Römische Imperium und der römische Kaiser ist

    Aus meiner Sicht ist das unvollständig, was der Bibeltext sagt:


    "dass es viele Antichristusse gibt": Ja, aber es gibt mindestens einen (DEN) ultimativen Antichristus, der alle Antichristusse überragt, weil er historisch und eschatologisch eine besondere Rolle hat, nach adventistischer Auslegung sowohl in Daniel und in Offenbarung bemerksenswert "ausführlich" beschrieben.


    "dass sich diese Stellen bei Johannes selbst erstmal auf die Gnostiker bezogen": Ja, und?


    "dass das Tier aus der Offenbarung bei Johannes selbst das Römische Imperium und der römische Kaiser ist": Ja, und das kleine Horn auf diesem Tier symbolisiert das Papstum in seiner antichristlichen Rolle.