Beiträge von Jacob der Suchende

    Gott nutzt die weltlichen Instanzen für seine Pläne sowie zum Schutz seines Volkes.

    Aber das ist wiederum kein Gebot an Gläubige, um Gewalt anzuwenden.

    Das ist überhaupt keine Erklärung, sie genügt nicht den biblischen Aussagen und steht denen im Widerspruch.


    Nach Rö 13 ist die exekutive Macht (nach Elberfelder):

    - "von Gott angeordnet"

    - "dir zum Guten"

    - "sie trägt das Schwert nicht umsonst, denn sie ist Gottes Dienerin"

    - "entrichtet ihr auch Steuern; denn es sind Gottes Diener, die eben hierzu fortwährend beschäftigt sind."


    Und das entspricht voll und ganz dem Strafgesetz im alten Israel: wer ganz schwere Vergehen beging, wurde mittels Gottes Ligitimation und Gebot hart (mit Tod) bestraft, also eine Gewaltanwendung.

    Wenn dies mit der Anwendung von Gewalt oder Zwang verbunden wäre, würde ich davon Abstand nehmen.

    In diesem Sinne können wir unsere Polizei entlassen, sie mögen stattdessen Landschaftsgärtner werden. Was passiert dann?


    Du willst und musst zwar nicht vor einem Verbrecher abdrücken, aber das machen andere für dich (in äußerst dringenden Fällen natürlich), damit du in aller Ruhe Beiträge im Forum schreiben darfst.


    Warum gab es in Israel Strafgebote (inkl. Todesstrafe)? Warum musste Gott diese Gewalt anordnen? Selbstverständlich für die Abschottung des Unheiligen von der normalen zivilen Welt.

    Niemand sichert und durch Unrecht das Leben. Gott allein ist es, der uns sicher wohnen lässt und dazu die Umstände, wie sie nun einmal sind, nutzt.

    Rö 13.3 Denn die Regenten sind nicht ein Schrecken für das gute Werk, sondern für das böse. Willst du dich aber vor der [staatlichen] Macht nicht fürchten, so tue das Gute, und du wirst Lob von ihr haben; 13.4 denn sie ist Gottes Dienerin, dir zum Guten. Wenn du aber das Böse tust, so fürchte dich, denn sie trägt das Schwert nicht umsonst, denn sie ist Gottes Dienerin, eine Rächerin zur Strafe für den, der Böses tut.


    Mit anderen Worten: Gott legitimiert der Obrigkeit die Nutzung eines Schwertes (Waffe) für die Aufrechterhaltung der Ordnung. Und natürlich kann diese Obrigkeit aus Christen bestehen. Die Nutzung einer Waffe gegen die Verbrecher (bzw. im rechtsstaatlichen Sinne) ist erlaubt.

    Ich möchte hier mal ein ganz großes Lob aussprechen für die aktuelle Studienanleitung Standardausgabe mit Lehrerteil zum Hebräerbrief! Dieses anspruchsvolle Heft ist wirklich sehr gut und tief(er)gehend und bringt wirklich anspruchsvolle Lektionen, die zum Teil schon sehr hoch theologisch sind!

    Dem stimme ich ganz zu. Bei uns haben sich auch die Gesprächsleiter immer sehr gut vorbereitet, den Inhalt des Heftes deutlich vertiefend, sodass man in der Lektion gut erkannt hat, dass man manche Zusammenhänge bisher doch nicht ganz verstanden hat, und diese wurden in der Lektion gut erörtert.

    In den letzten Quartals war ich besonders vom Studium des Buches Jesaja angetan, also freue ich mich auf Hesekiel und natürlich die Psalmen. Aber natürlich auch auf Johannesevangelium, wo die Liebe und Göttlichkeit Jesu besonders zum Ausdruck gebracht werden.

    Und ich betone auch hier nochmals,


    dass ich die Russlandsdeutsche nicht als meine Feinde sehe!!!

    Die meisten Russlandsdeutsche sind ganz normale Deutsche, mit deutscher Staatsangehörigkeit und keinem russischen Pass. Dabei haben viele dieser Familien auch Verwandte, die dort geblieben sind. Ein Krieg D gegen R wäre ein totales Unding, die Menschen werden ja nicht dadurch Feinde, weil sie zum Dienst alternativlos verpflichtet werden.


    Ich denke und hoffe, dass D soweit nicht kommt. Ich glaube auch, dass NATO militärisch nicht intervenieren wird und Putin das weiss und es ausnutzt, um schon bald zum Ziel zu kommen.


    Was Putin gerade tut - ist ausnahmslos hässlich.

    Übrigens, ich bin in meinem Leben und auf meine überaus zahlreichen Geschäftsreisen einmal ausgeraubt worden, 2008 in Moskau auf der Twerskaya. Soweit ich mich erinnre war das der große Putin, der Bekämpfer der Banden, schon einige zeit an der Macht.


    Typische Beispiele aus den Neunzigern:


    - Du wirst von einer Gruppe angehalten und gezwungen, deine (einzige - wegen Armut) Kleidung auszuziehen und abzugeben.


    - Du wirst von einer Gruppe angehalten und ohne Grund geschlagen.


    - Die "Polizisten" fahren spät abends in der Stadt rum und suchen sich Jugendliche, um ihnen die Verbrechen anzuhängen.

    Das Argument hat die gleiche Qualität wie wenn ein ewiggestriger Jung- oder Altnazi davon spricht, dass Hitler die Arbeitslosigkeit besiegt hätte, z.B. durch den Autobahnbau (und die Waffenindustrie).

    Arbeitslosigkeit könnte in der Tat jeder gute Politiker besiegen. Wenn aber im Land verschiedene Mafiosen die Journalisten und Politiker töten und bestechen, und ebenso den Ministern und dem Präsidenten drohen, kannst du nur dann wirklich regieren, wenn du selber ein hochangesehener Mafiose bist. Wie ich schon sagte, die Demokratie funktioniert dort nicht, wo die exekutive Gewalt in der Korruption versunken ist.

    Warum wollen so viele in den Westen und Amerika und keiner zurück in das Goldene Russland???

    Nicht wegen Diktatur und Meinungsfreiheit, sondern wegen Armut und schlechten beruflichen Perspektiven. In Deutschland angekommen, fühlten wir uns mit der Grundsicherung wie Reiche.

    Mit Angst und Missbrauch seines Militärs Regiert Putin und seine "Oberschicht"!

    So einfach ist das nicht. Demokratie umfasst weit mehr, als die "Demokratisierung" (aussen)politischer Spielchen des Präsidenten. Die Verfassungs-gebenden und -ausführenden Organe müssen funktionieren, die aus Millionen Menschen bestehen. Und wenn sie korrupt und käuflich sind (oft aus Angst vor Kriminellen), dann funktioniert die ganze Gesellschaft nicht mehr demokratisch. Und Putin zieht ja nicht (und kann auch nicht) überall die Fäden. Die Gefängnisse sind voll mit Jugendlichen und Teenagern, weil man durch kriminelle Handlungen leichtes Geld verdienen kann. Was konkret meinst du also unter Demokratie und wie willst du das dort erreichen?


    Vor Putin gab es in Russland unzählige kleinere und grössere Banden. Mit Putins Diktatur sind diese weit zurückgegangen, und auch die Zahl der Oligarchen geht zurück. Ich habe Kontakte dorthin, die Gesellschaft hat sich in den letzten 20 Jahren positiv geändert, junge Menschen gehen arbeiten und haben Lebenssinn. Auf den Strassen ist es viel ruhiger geworden.


    Nein, ich "himmel" den Putin nicht an, beurteile die Situation dort aber ganz realistisch. Bevor du theoretisierst, fahre für mehrere Jahre hin und lerne die Menschen gut kennen.

    Seine Position und sein System basiert ja auf der Unfreiheit .

    Muss es aktuell auch. Wie möchtest du ein freies System, gleich dem Westen, installieren, wenn Korruption und Gesetzlosigkeit die Menschen derart geprägt haben, dass sie gar nicht anders können?


    Zunächst müsste sich die Wirtschaft und das private Leben stabilisieren, die grosse Armut verschwinden und Perspektiven entstehen. Wen juckt es, was "Freiheit" ist, wenn die Grundbedürfnisse bei weitem unerfüllt bleiben? Ich habe damals die 90 Jahre dort erlebt - der Zerfall der Infrastruktur, mehrere Monate nacheinander kein Lohn, Lebensmittelpreise ganz oben, draussen Gewalt und Angst... Wir haben uns auf die Abende gefreut, vor dem alten Fernseher mit Milch und Weissbrot zu verbringen.


    Dann übernimmt Putin diese Mühlhalde und muss das Zerstörte wieder renovieren.. Wie, wenn nicht auf diktatorischem Weg? Und ja, er ist ein Diktator und hat sich in seine Macht und die Aufgabe, das Land wieder aufzubauen, verliebt, und traut dies keinem anderen zu. Würde es uns an seiner Stelle viel anders ergehen?


    Das westliche System funktioniert, weil jeder so tickt und mitmacht. Jeder macht mit, weil es für den eigenen Nutzen vorteilhaft ist, weil der Mensch in diesem System aufwächst und so geprägt wird. In Russland denken die Menschen teilweise anders und pfeifen auf das System.

    Aber Russland hat noch nie ein NATO Land angegriffen, oder? Aus diesem Grund gibt's ja auch die NATO.

    Jetzt logisch gedacht: Russland scheut ja den Krieg mit Ukraine nicht, erst recht nicht, sollte Ukraine dem NATO beitreten. Der Konflikt Russland-Ukraine beginnt mit dem offiziellen Wunsch zum NATO Beitritt in 2014, gefolgt von der sofortigen Annexion Krims. Es ist offensichtlich, dass Putin den süd-westlichen Raum strategisch stark (gegen NATO) haben will.


    aber wie machst du das anders? Du rüstest nicht auf, unterdrückst die Meinungsfreiheit, gibst brav Ruhe und störst keine Kreise von Russland? Was ist denn die Alternative zu Aufrüstung gegen eine Atommacht mit offensichtlichen Expansionsplänen?

    Ich würde vorziehen, Russland lieber als einen starken Partner zu haben. Russland ist daran wegen eigenem Wirtschaftswachstum interessiert, und der Westen ist an den Bodenschätzen dort interessiert. Ukraine muss nicht zum NATO - wozu? Ich bin der Meinung, dass das Hauptproblem dort beginnt, wo die Amis überall (in NATO Ländern) ihre Raketen stationieren dürfen, bzw. sie haben sehr stark über das alles das Sagen. Im Grunde handelt es sich um die Expandierung militärischer Macht der USA unter dem Deckmantel NATO.

    Lettland, Litauen und Estland wären längst überrannt, wären sie nicht Mitglieder der NATO. Und diese sind bereits sehr nahe an Moskau dran. Wo ist das Problem, wenn die Ukraine auch NATO Mitglied ist? Was ändert sich?

    Ich würde sagen, der Unterschied ist, dass die Russen Zugang zum Schwarzen Meer benötigen, aus diesem Grund die angestrebte Annexion von Donezk und Luhansk. Die Russen haben eine starke Flotte, mit jede Menge atomares Zeug ausgestattet. Bei den sonstigen genannten Staaten hat man dagegen den nördlichen Meereszugang.

    Außerdem werden in sämtlichen Übersetzungen manche Aussagen tendenziös wiedergegeben, obwohl ein anderer Sinn ebenso begründbar wäre, wie der Kommentar der REV an etlichen Stellen beweist.

    Frage zu "Neutralität" : wer gibt dir die Sicherheit, dass die Kommentare in der hier genannten "Ein Gott" Bibel allesamt neutral sind und auch dem aktuellen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnis entsprechen?


    Glaubst du, dass Gott erst im 21 Jhd. es endlich geschafft hat, den Menschen die "korrekte" Übersetzung anzubieten, von der ev. dein ewiges Leben abhängt? Für mich persönlich kann ich sagen, dass das Erkennen Jesu als Gott nicht das Resultat mancher "passenden" Übersetzungen ist, sondern eine tiefe inhaltliche Analyse, die von der Wahl einer allgemein gesehen guten Übersetzung ziemlich unabhängig ist. Ich bin fest der Überzeugung, dass eine gut ausgearbeitete Dogmatik sich nicht so sehr auf die gewählte Übersetzung, sondern auf das Erkennen und Ausarbeiten biblischer Zusammenhänge stützt. Wäre das erste so entscheidend, würde Gott dafür sorgen, dass die alten Sprachen bei uns bis heute lebendig bleiben.


    Man beachte: im Gegensatz zu "dir" benötigen die Adventisten keine neue Bibel, um die ursprüngliche Einrichtung und ewige Gültigkeit des Sabbatgebots zu begründen.

    Oder ein Kontinent, damit auch der australische Koala es nach Nordafrika schafft.


    Viele Tiere sind extrem empfindlich, was ihre Umweltbedingungen angeht. Besitzer von Terrarien können ein Lied davon singen ...

    Ich denke, so wie der Mensch die Lebenskraft nach der Sintflut immer weiter verloren hat, so auch die Tiere - was bedeutet, dass sie anfangs für die Verbreitung auf der ganzen Erde ausreichend Physik besassen.


    Mich interessiert, ob es wissenschaftlich möglich wäre, dass nach der Sintflut das Wasser zunächst so weit zurück gegangen ist, dass auf der Erde trockene Korridore zwischen den Kontinenten sich gebildet haben? Oder könnte es sein, dass die Kontinente erst deutlich später sich entgültig voneinander getrennt haben? Denn wenn es eine globale Sintflut gab, musste alles unter dem Wasser stehen. Später konnte das Wasser in die Erde und Atmosphäre ausweichen.

    Also ich hatte "die andere Seite" bisher nicht als Anhänger der Evolutionstheorie verstanden


    Genau so ist es!

    Die Evolutionstheorie schließt normalerweise auch die Urknalltheorie mit ein.

    Ahh komm, als ob ein Millionen-Jahre Evolutionswissenschaftler ohne den Urknall nicht mehr Evolutionstheoretiker wäre. Vom Thema Urknall war hier von Anfang an keine Rede, und selbstverständlich weiss ich, dass du dich ein gläubiger Mensch nennst.


    Mein obiger Beitrag richtet sich somit immer noch an dich und andere, die die Evolution in Millionenjahren vertreten. Habt ihr euch überhaupt darüber Gedanken gemacht, wie man die ersten Kapiteln der Bibel bibelkonform "symbolisieren" kann (Fragen wurden hier bereits gestellt) ?

    So sehr ich die Bücher von Ellen White mag, aber die prognostizierte Einhaltung des Sonntags und das Gegenstück dazu, die Einhaltung des Sabbats gehen doch stark in Richtung Werksreligion, man muss etwas tun um vor Gott gerecht zu werden. Das ist nicht das Evangelium.

    Siehst du die Institution der Ehe, zusammen mit dem Sabbat bei der Schöpfung eingeführt, ebenso Richtung Werksreligion tendierend?