Zu mir spricht kein Gott. Ich begegne nur Menschen, die von sich sagen, ein Gott spräche zu ihnen und ich solle glauben, was dieser durch sie vermitteln lässt. Aber ich glaube ihnen nicht, denn sagen kann das jeder, belegen nicht. Das was sie sagen stammt von Menschen, nicht von einem Gott. Auch die Schöpfungslehre haben sich Menschen ausgedacht. Heute sehen wir, dass es ganz anders war.
Vielleicht solltest du mal darüber nachdenken, dass es neben deinen negativen Erlebnissen bezüglich Glauben, auch eine andere Umgangsform mit der Schöpfungslehre gibt. Ich nehme dich als einen Menschen wahr, der negative Erlebnisse im Glauben gemacht hat und darum vom Kreationismus ins völlige Gegenteil umgeschwenkt ist. Was gleich geblieben ist: Ist das Absolute in deinem Verständnis: Früher gab es nur die Bibel, in der für alle Fragen die Antworten zu finden waren, heute findest du alle Antworten in der Wissenschaft. Ich persönlich glaube, dass man bei beiden Sichtweisen früher oder später enttäuscht wird. Wissenschaft ist das ein und der Glaube ist etwas ganz anderes. Die beiden Dinge haben sehr wenig gemeinsam, aber wenn man Wissenschaft für Glaubensfragen nutzt, so kommt es nicht gut, ebensowenig kommt es gut, wenn man den Glauben zur Beantwortung von wissenschaftlichen Fragen nutzt. Der Glaube beantwortet den Sinn des Lebens und die Wissenschaft, wie das Leben versucht zu ergründen, wie das Leben entstanden ist. Beides hat nebeneinander Platz und kann sich wunderbar ergänzen.