Beiträge von DonDomi

    Holuwir hat mich eine Zeitlang mit der Frage gequält, was Gott denn persönlich geschaffen habe. Gequält, weil er mit meiner Antwort, Gott habe alles erschaffen nicht einverstanden war und seine Frage immer wieder stellte.

    Es ist krotesk, da behaupten Gläubige, ein Gott habe die Welt erschaffen, weil es so in der Bibel steht. Aber dann sagen sie, so wie es in der Bibel steht war es nicht. Und wenn man dann fragt: Ja wie war es denn dann? Was hat dieser Gott denn nun konkret erschaffen? Dann fühlen sie sich gequält und geben einfach keine Antwort.

    "Alles" ist keine Antwort, denn fast jedes Kind weiß heute, dass alles was auf der Erde wächst und entsteht entweder von selbst entsteht oder von Menschen geschaffen worden ist. Ein Gott wird in die ferne Vergangenheit verschoben, der irgendwelche undefinierbaren Anfänge gelegt hat. Aber welche, danach darf man nicht fragen, siehe oben.

    Die Antowrt ist ganz einfach: Gott hat alles erschaffen, sogar die Naturgesetze, auf die du dich dauernd berufst. Das ist die Aussage der Bibel. Die Bibel sagt nichts über das wie, da steht nur: Gott sprach und es wurde. Alleine diese Aussage der Bibel zeigt eindeutig, dass die Bibel kein wissenschaftliches Buch ist, aber du hast die Frechheit uns gläubigen Menschen vorzuschreiben, dass die Bibel ein wissenschaftliches Buch sei. Vielleicht wurde dir dies mal so gelernt, ich sage dir: Das ist falsch. Du musst nicht an einen Schöpfer Gottes glauben, das sei dir überlassen, aber unterlasse bitte einem gläubigen Menschen vorzuschreiben, wie er die Bibel zu lesen habe und was die Bibel genau ist und wofür man sie verwenden sollte. Dich hat die Bibel nicht zu interessieren, da du sie sowieso als gewöhnliches Buch abtust, also lass es einfach.

    Btw. Der Mensch hat bis heute genau nichts geschaffen, das einzige was der Mensch kann, ist von der Natur zu kopieren und mit dem Baukasten arbeiten, der ihm von Gott gegeben wurde.

    Und so könnten wir auch einen Schöpfungsprozess beobachten und schauen, was nacheinander passiert. Wenn z. B. etwas Irdisches dabei herauskommen soll, dann muss dies ein ganz realer, irdischer, nachvollziehbarer Prozess sein. Ob da jemand wie am Werke ist, lassen wir dabei einmal völlig auße acht. Wir konzentrieren uns ganz auf den Prozess. Wieso kann man dann behaupten, ein solcher Prozess entzöge sich der Wissenschaft?

    So funktioniert Wissenschaft nicht: Du nimmst die Lösung bereits vor, bevor du weisst, wie etwas geschehen ist. Wissenschaft sollte nie etwas ausschliessen, auch keinen Gott. Vor Prozess hat die Wissenschaft keine Ahnung, sie kann gerade mal knapp erklären, wie gewisse Elemente entstanden sein können, aber nicht aus Nichts sondern immer nur aus bereits vorhandenem. Mit viel Aufwand kann man sogar ein paar Moleküle entstehen lassen, aber der Gap zum Leben ist immer noch unendlich gross. Sorry, die Wissenschaft hat keinen Plan, wie Leben entstanden sein könnte, sonst könnte man das ja mittlerweile auch. Und selbst wenn, ändert das nichts an einem Gott. Ich glaube daran, dass Gott all die Naturgesetze geschaffen hat und spätestens da, muss die Wissenschaft passen, weil das nichts mehr mit dem Verständnis der Wissenschaft zu tun hat, das wäre eher Philosophie. Die Wissenschaft kann nur das Vorhandene Beobachten aber nichts, was darüber hinaus geht. Gott geht aber darüber hinaus.

    An dieser letzten Diskussion sieht man einmal mehr sehr gut, warum es enttäuschte Christen, wie Holuwir gibt, die den ganzen Glauben in Frage stellen. Die Bibel wird als wissenschaftliche Grundlage genommen und die Wissenschaft kann nur so lange korrekt sein, wie sie nicht der Bibel widerspricht. Dabei ist die Bibel kein wissenschaftliches Buch und gerade Schöpfungsgeschichte oder auch die Geschichte der Sintflut wurde erst viel später von Menschen niedergeschrieben, zuvor gab es nur die mündliche Überlieferung. Ich glaube man tut gut daran, Wissenschaft und Bibel zu trennen. Die Wissenschaft versucht zu ergründen, wie z.B. die Erde entstanden ist und die Bibel deckt einen ganz anderen Bereich ab, wir würden das heute eher unter Philosophie einordnen. Die Bibel erklärt uns nämlich, wozu wir auf dieser Welt sind, woher wir kommen und wohin die Reise gehen soll. Ich halte gar nichts von diesen verzweifelten Versuchen, Bibel und Wissenschaft in Einklang zu bringen, man kann nur grandios scheitern oder man muss sich ganz wilde Theorien ausdenken.

    Kein Christ stellt die Naturgesetze in Frage!

    Aber sicher doch. Naturgesetze schließen z. B. Schöpfung von Himmelskörpern aus, denn sie wirken absichtslos gemäß ihrer eigenen Kausalität, völlig unbeeinflusst und beeinflussbar von außen.

    Du bist so etwas von festgefahren, dass du sogar weisst, was alle Christen glauben und wie sie mit Naturgesetzen, Urknalltheorie, Evolution etc. umgehen. Dabei kennst du nur gerade das Glaubensbild deiner ehemaligen Kirche.

    Also habe ist Geist Nichtmateriell und warum soll dann Geist nicht einfach so existieren?

    Wenn Geist ein Sammelbegriff für das Nicht-Materielle im Menschen ist, ein Sammelbegriff für Hoffnung, Furcht, Wissen, Freude usw., wie können diese einfach so, also außerhalb des Menschen existieren? Ich kann dir nicht folgen.

    Deine Definition von Geist hat so gar nichts mit den Eigenschaften eines Gottes gemein. Für dich hat Geist nur etwas mit dem Menschen zu tun, und so kannst du dich natürlich immer rausreden, dass das nur mit Materie existiert. Du machst es dir sehr einfach und ja da bin ich raus, weil es hat so gar nichts mit einem möglichen Schöpfer zu tun, wo wir die ganze Zeit darüber diskutieren. Es ist also ein riesiges Durcheinander von deiner Seite und da bin ich raus.

    Warum schreibt die Lektion, dass auf Grund des Verweises auf Hos.2;13. Paulus nur die zeremoniellen Sabbate meint?

    Ich könnte mir vorstellen, dass es einfacher ist sich auf eine Bibel abzustützen, die keine Widersprüche in sich hat. Allerdings gibt es in der Bibel einige Widersprüche und ich glaube, es wäre besser, wenn man diese auch als Widerspruch stehen lässt, oder man könnte sich fragen, warum es die gibt. Meistens haben sie nämlich mit der damaligen Zeit zu tun. Was 1000Jahre früher wichtig und richtig war, ist es 1000Jahre später vielleicht nicht mehr. In diesem Fall würde es zu viel weniger Diskussionen führen, wenn man sich diesen Widerspruch bewusst ist und sich zum Beispiel bewusst für den Sabbat entscheidet. Allerdings verliert man dann natürlich eine gewisse Exklusivität, allerdings frage ich mich ernsthaft, wozu soll eine Exklusivität gut sein? Sollte man sich nicht viel mehr freuen, dass ganz viele andere Christen das gleiche Ziel verfolgen und aus der Unterschiedlichkeit eine Stärke macht anstatt sich zu "bekämpfen"

    Es ist genau umgekehrt! Nicht Materie ermöglicht den Geist, sondern der Geist [= Gott, denn »Gott ist Geist!« – Joh 4,24 ) ermöglichte erst die Materie!

    Das wird behauptet, irrtümlich, denn niemand kann erklären wie Geist ohne Materie, also ohne Gedankenspeicher, funktionieren kann. Alles was wir auf Erden als Geist ansehen, basiert auf Materie. Alles, wirklich alles. Dass es anders wäre, können wir zwar verbal behaupten, aber es entspricht keiner Wirklichkeit.

    Niemand kann erklären, wie der Urknall funktioniert (um bei der Naturwissenschaft zu bleiben) und trotzdem ist er immer noch Lehrmeinung. Vielleicht kommt die Menschheit resp. die Wissenschaft dem Ursprung noch etwas näher, aber ich bezweifle, dass man es sich jemals erklären kann und selbst wenn, schliesst das Gott noch lange nicht aus. Ich benötige keinen Gott, um Naturwissenschaft zu erklären und trotzdem finde ich es spannend, wenn selbst Atheisten, wie Stephen Hawkings erklären, dass ohne eine äussere "Energie" die Urknalltheorie nicht funktioniert. Ganz anders trittst du hier im Forum auf, du behauptest einfach etwas und wirfst dann allen gläubigen Menschen vor, sie würden etwas behaupten, dass der Wirklichkeit nicht entsprichst und merkst dabei nicht, dass du das genau gleiche auch tust. Mir scheint es, dass du von einem extrem ins andere gerutscht bist.

    man kann ewigs weiter diskutieren, am Ende muss man sich entscheiden, ob es schon immer Energie gab ( Stichwort String Theorie) oder ob es so etwas wie ein Schöpfer gibt.

    Ja, das sind die scheinbaren Alternativen. Aber die Antwort ist einfach. Da es nicht möglich, Energie zu erzeugen oder zu vernichten, muss sie ewig sein. Insofern war der Urknall lediglich ein riesiger Umwandlungsprozess, bei dem Energie zu Materie wurde.

    Man kann auch Gott als diese Enerigequelle bezeichnen. Das lustige ist ja, selbst wenn du dich gegen Gott als Energiequelle entscheidest musst du glauben, dass es etwas gibt, das ewig existiert. So gesehen, sind sich der Gaube und die Wissenschaft viel näher als du bisher erahnen konntest. Wenn man natürlich aus einer Glaubensgemeinschaft kommt, die die Bibel als wissenschaftliches Buch betrachtet, so kann ich durchaus verstehen, dass man Gott aus seinen Betrachtungen ausschliesst, aber wenn man die Bibel als das nimmt, für das sie gedacht ist, so haben wissenschaftliche Theorien und Gott durchaus nebeinenander Platz. Schade, dass du diese Möglichkeit auf Grund deiner Erfahrungen einfach so ausschliesst.

    man kann ewigs weiter diskutieren, am Ende muss man sich entscheiden, ob es schon immer Energie gab ( Stichwort String Theorie) oder ob es so etwas wie ein Schöpfer gibt.

    Weshalb das jetzt? Kannst Du das näher erklären?

    Schon, dass unsere Welt physikalisch nachweisbar einen Anfang hatte, ist ein Hinweis auf die Schöpfung. Das materialistische Gegenmodell ging von einem ewigen und statischen Weltall aus. Dies ist nun Geschichte.

    Und egal mit welchen Theorien Atheisten nun ihr materialistisches Weltbild zu retten versuchen, ob mit Multiversen, ewiger Energie, langen langen Zeiträumen, obwohl nach gängiger physikalischer Theorie unsere Zeit erst mit dem Universum entstand..., physikalisch nachweisbar ist nichts davon. Selbst der Urknall ist nicht fassbar. Das naturwissenschaftlich fassbare beginnt erst nach dem Urknall.

    Was ist der Urknall????

    Man muss zwischen Evolutionstheorie und Urknapptheorie unterscheiden. Die Urknalltheorie ergibt sich aus Beobachtungen, der Expansion des Universums und der Allgemeinen Relativitätstheorie Einsteins. Dabei landet man am Ende bei einer Singularität bei der Materie und Engeriedichte unendlich und die Abstände 0 werden. Da aus Nichts aber nicht etwas werden kann, kann man daraus zwei Möglichkeiten ableiten:

    Entweder es gibt etwas, das von Aussen Energie in das System gebracht hat (Man könnte dieses Etwas Gott nennen) oder die Energie war schon immer vorhanden und es gibt eine Art eine Endlosschlaufe (Dies versucht die String-Theorie abzubilden).

    Man kann weder die eine noch die andere Möglichkeit nachweisen, man kann sich nur für eine Entscheiden und diese Glauben.

    Darum geht es bei der Rangordnung oder „Hierarchie“ der Wahrheiten nicht!

    Liebe Christel, wenn der Vatikan ein Staat ist und eigene Gesetze hat, Glaubenssätze vormuliert und der Kirche vorgibt...was ist das dann???

    Welchen Spielraum hat ,Macht hat ein Priester gegenüber einen Bischof...?

    Ein Priester in der RKK hat eine ganz andere Stellung als ein Angestellter Pastor in der STA, dessen Beauftragung alle 5 Jahre auf dem Prüfstand steht!

    Wie oft geschieht es bei den STA, dass einem Priester sein Amt entzogen wird? Und was sind Gründe dafür.

    Beide Systeme: Ein Hierarchisches wie auch ein Demokratisches System haben vor und Nachteile. In der Politik ist das System mit einem Alleinherrscher das effizienteste, aber es ist auch das gefährlichste, da alle Entscheide von einer oder wenigen Personen abhängt. Ein demokratisches hat dieses Problem nicht, dafür sind demokratische Systeme wenig geeignete für schnelle Reformen. Gerade in Freikirchen, wo der Grossteil der Gläubigen in Drittweltländern zu Hause sind, sind Veränderungen mit einem demokratischen System kaum möglich, da eben auch kulturelle Gegebenheiten Entscheide stark beeinflussen und diese sind gerade in Afrika noch total anders und für uns teilweise nicht mehr vorstellbar.

    Dass Geist unabhängig von Körpern, unabhängig von Materie existieren könnte, ist doch wissenschaftlich längst widerlegt, denn Geist benötigt unabdingbar Materie als Codespeicher.

    Die Wissenschaft interessiert sich gar nicht für solche Fragen. Spätestens Descartes hat sich Gedanken gemacht warum er wirklich existiert und in dieser Überlegung benötigt er keine Materie, es reicht, dass er Denken kann. Egal was man sich unter Denken vorstellt.

    Vielleicht sollte man ganz andere Beispiel wählen. Z.B. Du hast von einem Freund absichtlich ein Kind getötet und der Freund sagt dir: Ich vergebe dir, bin immer noch dein Freund und liebe dich von ganzem Herzen. Ja, es ist ein brutales Beispiel, aber so gross ist die Liebe Gottes.

    Unsterblichkeit, sein wie Gott, nahezu allmächtig und allwissend. Dazu braucht es Gott nicht. Der kann abhauen. Den braucht keiner mehr. Die Menschheit erschafft sich ihr eigenes Paradies. Das ist die aktuelle Hybris des Zeitgeistes.

    Vielleicht ist das deine Wahrnehmung. Ich teile die gar nicht. Es gibt einige wenige, die es sich auf Kosten der Mehrheit sehr gut gehen lässt. Die Mehrheit der Menschen muss immer noch jede Tag schauen, dass sie das nötige zum Leben haben. Und ja, in unserer westlichen Wert lassen es sich viele gut gehen. Das ist aber nichts Schlimmes, schlimm darin ist, dass sie dabei Gott nicht mitnehmen und sich je länger je mehr von den christlichen Werten verabschieden. Aber die Nachfolge Jesu bedeutet nicht, dass man keine Freude am Leben mehr haben darf und alles nur negativ sehen soll. Diese pessimistische Einstellung und allen andern Mitmenschen Bosheit zu unterstellen ist ebenso ein Zeitgeist, vor allem in unserer westlichen Wert und dieser Zeitgeist ist ebenso schlimm, weil er darin endet, dass jeder nur noch für sich schaut.

    Paulus hat begriffen, was dem Willen des allein wahren Gottes, dem himmlischen Vater entspricht. Sündenfrei leben alle Menschen, denen es nie -mehr- in den Sinn käme, boshaft über seine Mitmenschen zu reden, oder jemanden des eigenen Vorteils Willen zu verleumden.

    Wenn du alle Verse von Römer 8 liest und nicht nur den 2., so wird ganz schnell klar, dass der Grund, der Befreiung der Sünde, das Opfer, das Jesus für uns gebracht hat, ist. Diese Verse haben nichts mit einem sündenfreien Leben zu tun. Sondern streichen eben die Gnade hervor, durch die wir bei Jesus und Gott sein können. Wir können uns nur bestmöglich benühen, aber der Schlüssel ist das Opfer Jesu, welches auch die Kernbotschaft der Christenheit ist.

    Liebe Christel, im Gegensatz zu Dir würdige ich -seit meinem Ja zum Leben nach Jesus Christus vom Bösen erlösenden Lehren - den enormen Einsatz von Paulus, Menschen ein nurmehr gottgefälliges, von einstiger allfälliger Sündenknechtschaft vollkommen befreites Leben IN CHRISTUS zu ermöglichen.

    Einfach, dass du es verstehst, ich glaube dir gerne, dass du durch Jesus ein erlöstes Leben führen kannst und das geht vielen Christen so. Noch beruhigender ist es jedoch zu wissen, dass selbst wenn man immer noch sündig von Jesus geliebt wird und sich seine Fehler wieder vergeben lassen kann und eine neue Chance kriegt. Das ist so viel mehr Wert, als der irrigen Meinung zu folgen, nur wenn man sündlos wird, wird man von Gott angenommen. Eine Gemeinde kann einem da ungemein helfen und der Gottesdienst dient neben der Gemeinschaft auch dazu, um neue Impulse zu bekommen, wo man eben noch an sich zu arbeiten hat. Manchmal kriegt man aber auch einfach nur Trost, Kraft etc. und all dies im Wissen, dass eine Gemeinde nie perfekt ist.