Beiträge von HeimoW

    Wenn alles vorherbestimmt wäre, und das ist die Voraussetzung für Prophezeiungen

    Diese Annahme ist (bereits) nicht korrekt.


    Wenn man etwas voraussieht ist es deshalb nicht vorausbestimmt.

    Triviales Beispiel - Du siehst aus einiger Entfernung auf einer eingleisigen Bahnstrecke zwei Züge aufeinander zufahren. Du siehst den Unfall "voraus", er war aber nicht vorherbestimmt, sondern bewirkt durch (irgend)einen Fehler.

    Mir scheint für dich sind nur diejenigen objektiv, die deine Ansichten teilen, eine ganz schön verquere Ansicht.

    bzw. "objektiv" sind nur die, die eine verquere Ansicht propagieren...

    Liebe Forumsteilnehmer, wie sollen wir mit den grausamen Stellen im Alten Testament umgehen?

    Ich bin auch immer wieder von den Texten, wie dem historischen Hintergrund - oder auch dem gegenwärtigen Geschehen überrascht und betroffen.


    Meine Entscheidung ist: Sie akzeptieren und wo nötig unser "Gottesbild" korrigieren.


    Es geht völlig an der Offenbarung Gottes in der Schrift, wie auch in der Weltgeschichte, vorbei Gott auf einen "lieben Gott" zu reduzieren, der keiner Fliege was zu Leid tun kann und will.

    Was Gott "will" möchte ich hier nicht überlegen - aber was er tut ist sehr klar, er übt Gericht, direkt und indirekt, zeitlich wie endzeitlich. Das gefällt uns nicht und wird in der Verkündigung oft ausgespart - vielleicht weil in früheren Zeiten überbetont.


    Ich habe kürzlich einen interessanten Text dazu gelesen:

    "Es hat sich die Überzeugung breit gemacht, dass Evangelium einfach heißen würde, dass Gott alle Menschen lieb hat und ihnen alles vergibt, was sie tun. Wenn sich im Übrigen die Meinungen über dies oder das ändern, soll sich Gott anpassen. Paulus erklärt sein Evangelium den Römern ganz anders und beginnt mit der ausführlichen Darlegung des Zornes Gottes, vor dem wir gerettet werden müssen. Es geht im Evangelium nämlich nicht um ein noch bequemeres Leben, sondern um die ewige Versöhnung mit Gott."


    Norbert Chmelar:

    Mir ist bewusst, dass das gerade Deinem Gottesbild massiv widerspricht, wo Du doch eine Allversöhnung propagierst. Aber konsequent zu Ende gedacht musst Du entweder Dein Gottesbild ändern und Dinge wie Allversöhnung verwerfen, oder Du musst einen großen Teil der Heiligen Schrift verwerfen und die Realität sehr selektiv wahrnehmen oder verleugnen.

    Alternativ, die Allmacht und uneingeschränkte Herrschaft Gottes negieren.

    Günter Bechly – Zweifel an Darwin - YouTube


    Dr. Günter Bechly ist Paläontologe und hat in Tübingen über die Stammesgeschichte der Libellen promoviert. Seit 1999 war er Kurator für Bernstein und Insekten am Naturkundemuseum Stuttgart, acht fossile Insektenarten sind nach ihm benannt. Im Darwin-Jahr 2009 war er Projektleiter für die Sonderausstellung »Evolution – Der Fluss des Lebens«.


    Die Lehre Darwins wiegt schwerer als sämtliche Kritik von Kreationisten und Intelligent-Design-Anhängern: So lautete die Botschaft einer Waage in dieser Ausstellung – auf der einen Seite Darwins »Über die Entstehung der Arten«, auf der anderen Seite Bücher von Kritikern mit ihren vermeintlich dünnen Argumenten.


    Bechly selbst hatte diese Idee, er bestellte die Bücher für die Umsetzung. Und schaute aus Neugier hinein. Er wunderte sich: Keine hanebüchenen, religiös verbrämten und pseudowissenschaftlichen Argumente, sondern berechtigte Anfragen und hohe fachliche Qualität. Nicht fundamentalistische Eiferer wetterten da gegen eine feindliche Theorie, sondern kundige Wissenschaftler führten gewichtige Belege gegen eine natürliche Entstehung des Lebens und seiner Baupläne ins Feld.


    Günter Bechly kam ins Fragen, machte sich auf die Suche nach Pro und Kontra. Wurde konfrontiert mit der Voreingenommenheit auf der eigenen Seite, auf der Seite der als objektiv geltenden Wissenschaft.


    Schließlich fand er für sich das, was er am wenigsten wollte, was er zuvor verachtete: den christlichen Glauben. Er ging mit seinen Zweifeln an die Öffentlichkeit, wurde zum Störfaktor und musste seinen Job aufgeben.

    Wie soll man das nennen?

    Die Bibel ans eigene Weltbild anpassen?

    Ich habe nur ein Zitat gebracht - ohne Bewertung


    Allerdings, jede Übersetzung balanciert zwischen Texttreue und Verständlichkeit, Ich kenne Menschen mit relativ hoher formaler Bildung, die jedoch kaum einen Schachtelsatz (wie sie typischerweise z.B. bei Paulus - bzw. im Griechischen allgemein - zu finden sind) sinnerfassend lesen können.

    Was Begriffe betrifft, ist uns hier denke ich, bewusst, dass die hebräische Sprache einen deutlich anderen (kleineren) Wortschatz hat (damit Worte mit weiter Bedeutung) und durch das Hinein-Interpunktieren der Vokale (zum Teil nach der Interpretation des Zusammenhangs) ergibt sich noch ein zusätzlicher Faktor für Unterschiede im Verständnis bzw. der Übersetzung.



    ...
    "Er antwortete ihm: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit deinem ganzen Denken." (Matthäus 22,37)

    Unter Berücksichtigung der Anthropologie des AT (Herz=Verstand, Seele (nepesh) wörtlich Kehle - hat aber viele Bedeutungen) könnte man den Text so formulieren:

    "Der HERR ist unser Gott, der HERR allein! Und du sollst den HERRN, deinen Gott, außerordentlich lieben mit deinem ganzen Denken und mit deiner ganzen Person."

    Siehst du und genau diese Art zusammen zu erwähnen, was nicht zusammen gehört, ist die neue Art Menschen zu diskreditieren.

    Wir wollen aber nicht übersehen, dass ursprünglich Du mit Deinem einseitigen Beispiel die Reaktion von Bogi ausgelöst hast.


    Nüchtern betrachtet: Deine Diskreditierung der Ukrainer führte zur Diskreditierung der "Wissenden"....



    Denk doch mal nach. Man muss definitiv viel differenzierter miteinander umgehen, sonst ist man nur Handlanger für Satans persönliche Spaltungsstrategien,

    Was Du tust ist "Differenzierung" mit dem Verbreiteten einseitiger Propaganda eines kriegerischen Aggressors zu verwechseln.


    Du behauptest nur eine Seite darstellen zu müssen, weil wir die andere ohnedies kennen... Aber das ist eben nicht "differenziert" und abgewogen.



    Und dann so etwas zu schreiben ist geradezu tragikomisch:

    ...ist man nur Handlanger für Satans persönliche Spaltungsstrategien,

    Wer spaltet hier durch das Einbringen problematischer Vereinfachungen, oder gar Fehlmeldungen?

    Das deutsche Volk ist in der Mehrheit gegen Waffenlieferungen

    Bitte belege das!


    Soweit mir bekannt ist es andersrum, wobei in den Gebieten der Ex-DDR die Mehrheit dagegen ist, insgesamt aber dafür.

    Die jüngeren sind auch eher dagegen - was mich nicht wundert, die haben den Eisernen Vorhang und die Sowjetdiktatur (Einmarsch in Ungarn und in der Tschechoslowakei) nicht erlebt.


    Dazu eine Grafik, die sich "nur" auf die Panzerlieferung bezieht:


    "Die Presse" von heute, "feuilleton" Seite 25 :


    Ist interessant, aber hinter einer Bezahlschranke, also nur für Abonnenten zugänglich.


    "Die Geschichte der Bibelübersetzungen ist voll aufregender Debatten, und der anglikanische Priester John Barton, ein emeritierter Oxford-Theologe, hat darüber mit „The Word“ ein sehr erhellendes Buch geschrieben (bisher nur auf Englisch bestellbar).

    ...

    "Und wie steht es um die „Seele“? Schon das griechische Wort „Psyche“ kann auch „Leben“ meinen, genauer verkörpertes Leben. An der hebräischen Basis ist das Spektrum breiter, erstreckt sich auf „Körper“ und „Person“ (wie auch wir sagen: „Ich habe im Wald keine Seele getroffen“). Das machen sich heutige Übersetzer zunutze: Sie streichen die Seele ganz – weil ein Dualismus von Geist und Materie nicht in unser physikalisches Weltbild passe und die Menschen angeblich nicht mehr daran glauben. Man sieht: Es geht beim Übersetzen der Bibel oft um viel, viel mehr als um Kürbis oder Efeu."

    aber wenn Du meinst ohne Gesprächslogik auszukommen...

    Heimo, was ist für Dich ein Gesprächslogik?

    • Erkennbar eingehen auf das, was man "beantwortet".
    • Sein Bestes geben, um richtig verstanden zu werden
    • Logische und stichhaltige (stringente) Argumentation
    • Soweit notwendig, prüfbare Belege oder Quellen anzugeben
    • Keine endlose Wiederholung bereits "abgehandelter" Argumente

    Russland hat die Neutralität der Ukraine verlangt, um eine Pufferzone zwischen sich und der Nato zu haben. Hat das je jemand ernst genommen? War das unannehmbar oder zuwenigstens verhandlungsfähig?

    Warum soll Russland und nicht die Mehrheit der ukrainischen Bevölkerung darüber entscheiden ob sie "neutral" sein will?


    Fremdbestimmung durch einen benachbarten autoritären Staat ist nicht "verhandlungsfähig".

    findet entsprechende Aussagen in unserer ganz normalen Presse.

    Ja, weil bei uns - im Gegensatz zur Russischen Föderation - Presse- und Meinungsfreiheit gilt.


    Nicht jede "Aussage" in der "ganz normalen Presse" ist korrekt. Wie auch hier manch abstruses Posting zu finden ist, das kein Zeugnis für Weitblick oder Geschichtskenntnis ist, aber für Meinungsfreiheit.

    Was daran ist unlogisch, unglaubwürdig und unwissenschaftlich?

    Ziemlich alles

    Würdest du bitte ein wenig konkreter werden in Bezug auf meinen Beitrag #421?

    Ich war ganz konkret:

    Es gibt eine Fülle von Phänomenen, hinter denen man vor 100 Jahren nichts sah und heute kennt man in vielen Fällen Phänomene, die als Ursache betrachtet werden. Das impliziert auch, dass wir (angenommen es gibt die Erde noch) in 100 Jahren Dinge "sehen" werden, die uns heute noch unbekannt oder verborgen sind.

    Als meine Eltern in die Schule gingen war genau das was Du beschreibst nicht bekannt / bewusst. Denke nur an die Quantentheorie. Selbst was meine Generation in der Schule gelernt hat, entspricht nicht dem heutigen Modell - wo man ganz andere Vorstellungen hat über den Aufbau eines Moleküls (übrigens war das mal wissenschaftlich betrachtete das kleinste mögliche Teilchen!).

    Und niemand weiß, was uns noch erwartet an "Erkenntnissen" oder besser Erklärungsversuchen.


    Und somit ist Dein:

    "Das läuft alles von allein, ohne Planung, ohne Steuerung."

    bestenfalls eine Annahme, aber weder "wissenschaftlich" noch "logisch" und glaubwürdig. Es ist einfach die Annahme, was wir nicht sheen gibt es nicht. Die Wissenschaft postuliert aber z.B. "Dunkle Materie" - also etwas das weder gesehen, noch beschrieben noch erklärt werden kann, um ein Denkmodell aufrechtzuerhalten.


    Wikipedia: "Ihre Existenz wird postuliert, weil im Standardmodell der Kosmologie nur so die Bewegung der sichtbaren Materie erklärt werden kann..."


    Ich postuliere Gott, weil nur so erklärt werden kann was ich erlebt habe. Wo ist der Unterschied?



    Aber die, die an Gott glauben sind ja die "Unwissenschaftlichen" Ungebildeten - da glaubt man besser an "dunkle Materie". Komisch, oder?

    Was daran ist unlogisch, unglaubwürdig und unwissenschaftlich?

    Ziemlich alles weil, nur wenn wir nichts dahinter "sehen" ist dennoch nicht gewährleistet, dass nicht etwas dahinter ist.


    Es gibt eine Fülle von Phänomenen, hinter denen man vor 100 Jahren nichts sah und heute kennt man in vielen Fällen Phänomene, die als Ursache betrachtet werden. Das impliziert auch, dass wir (angenommen es gibt die Erde noch) in 100 Jahren Dinge "sehen" werden, die uns heute noch unbekannt oder verborgen sind.