Beiträge von tricky

    Es braucht keine Überempfindlichkeit, wie ich meine.

    Das ist in Deiner Kirche nicht anders. Weshalb beschäftigst Du Dich mit dem Problem in einer fremden Kirche anstatt in Deiner eigenen?

    Doch, das ist in meiner Kirche fundamental anders! In meiner Kirche sind eingesegnete Prediger nicht Mittler oder Stellvertreter Gottes.

    Der Rest ist Whatabaoutism und unangebracht. Ich beschäftige mich mit dem Problem in meiner Kirche genauso.

    Zitat

    Das adventistische Predigt- und Amtsverständnis gründet sich auf dem reformatorischen Prinzip des Priestertums aller Gläubigen und ist stark kongregationalistisch sowie demokratisch geprägt. Es unterscheidet sich grundlegend vom sakramentalen Amtsverständnis etwa der römisch-katholischen Kirche oder der Neuapostolischen Kirche.

    Kannst es ja mal googeln, wenn es dich interessiert.


    Das hat mit dem Berichtgeheimnis nichts zu tun, wird dies aufgehoben, dann ist die Beichte weg.

    ?? wird dies aufgehoben? Von wem? Die Beichte weg? Was heißt das?


    Und es hat auch nichts mit Deiner Unterstellung zu tun, dass die RKK meint über dem Gesetz zu stehen.

    Der Pfarrer von dem ich dir berichtet habe hat sich aus meiner Sicht mit dem theoretischen (er hat es ja nicht erlebt!) Weigern des Anzeigens einer Straftat (in dem hypotetischen Fall ging es um Mord) aus meiner Sicht über das staatliche Gesetz gestellt. Und die Frage ist, ob das beim Beichten von anderem gesetzwidrigem Handeln auch so ist? Das wäre nämlich eine Ursache für das Verschleppen und Vertuschen von so gelagerten Fällen.

    Ich meine, dass beispielsweise die Ärzteschaft bei Missbrauch und Gewalt gegenüber Kindern/Jugendlichen auch von ihrem hippokratischen Eid entbunden ist. Nur als anderes Beispiel.

    Gegenfrage, was meinst Du ist die RKK? Denkst Du das sind Menschen von einem anderen Stern oder Überbleibsel aus vergangenen Jahrhunderten?

    Das erzählte Beispiel von dem Pfarrer in der Bibelrunde wirkte auf mich so, also wie ein Überbleibsel. Wenn ich einen mir gebeichteten Mord nicht anzeige, sollte es nicht der Täter von sich aus tun, dann ist das ... was?


    Gut, dass Du dies erwartetst, passiert aber nicht.

    Na wenn du das besser weißt, dann ist es ja ok für dich.


    Auf der Seite sind pdf, die man öffnen kann. Da musst Du noch Mal schauen.

    Hab's sogar extra gegoogelt, es kommt immer nur die gleiche Seite in der man nichts anklicken kann. Was mache ich falsch?

    EDIT: Mein Cookie-Blocker war schuld, jetzt geht die Seite.

    Es geht doch im Endeffekt um Fehlverhalten im kirchlichen Bereich. Personen, die sich als von Gott berufen fühlen und auch als das darstellen, als Mittler Gottes. Ich habe dazu einige Zitate aus dem Internet zusammengesammelt:

    Mykath

    Zitat

    Das katholische Selbstverständnis des Priesters basiert auf der theologischen Überzeugung, dass das Weihepriestertum eine wesensmäßige und nicht nur graduelle Veränderung des Menschen bewirkt. Der Priester versteht sich nicht als bloßer Funktionär oder Gemeindemanager, sondern als sakramentaler Mittler zwischen Gott und den Menschen.

    Leopoldinum Heiligenkreuz

    Zitat

    Der Kern der Identität: Der Priester handelt bei der Erfüllung seiner wesentlichen Aufgaben in der Person Christi, des Hauptes der Kirche.


    Ich denke es gibt noch viel mehr und sollten die zwei Zitate hier falsch sein und berichtigt werden können, dann bitte ich um das Zitieren der richtigen Stelle zum offiziellen Selbstverständnis des Priesters in der RKK. Franz Xaver Essers "Zepter" sei hier noch gar nicht erwähnt, das betrifft eher eine andere theologische Frage (Fragen dazu bitte nur per PN).

    Wenn wir das voraussetzen und dann Berichte lesen wie:

    Heute habe ich übrigens mit einem Bruder in der Gemeinde gesprochen, der zweieinhalb jahre in einem Klosterinternat war (ca. 1963), bis er es nicht mehr ausgehalten hat (weg von Zuhause, strenge Regeln). Er sprach davon, dass er "alle die" kennt, die jetzt beschuldigt sind. Er hat aber keinerlei solche Erfahrungen machen oder beobachten müssen. Mein Schwager hat an anderem Ort in einem Konvikt (ab ca. 1970) schlechte Erfahrung gemacht. Das Erleben ist also individuell.

    dann müssen wir dazu wissen, dass das Verschweigen von Missbrauchsfällen und das Vertuschen (und somit Verlängern) dieser Missbräuche ein systemimmanentes Problem zu sein scheint. Deshalb auch meine Fragen oben, die möglicherweise aufgrund der vorübergehenden Sperre des Themas unbehandelt geblieben sind:

    Das wäre eben auch ein wichtiges Thema. Wird das angezeigt? Und da sind wir bei der Praxis die Beichtgeheimnisses. Auch Priester und Geistliche der RKK gehen zur Beichte, richtig? Zeigt ein Beichtvater beim Bericht aus seiner Beichtabnahme über so ein Verhalten und über solche Gedanken seiner Beichtschüler den an, der ihm das gebeichtet hat? Ich war mal in einem Bibelkreis in meiner lokalen RKK, hab im Forum eh darüber berichtet. Da hat der Pfarrer gesagt: "Wenn mir jemand einen Mord gesteht im Beichtstuhl, dann gilt auch dafür das Beichtgeheimnis, von mir erfährt das niemand, ABER er erteilt dem Beichtenden keine Absolution, sondern erst wenn dieser selbst zur Polizei geht".

    Genau dieses Verhalten wird doch auch bei gebeichteter Pädokriminalität erwartet, oder? Und das ist dann aus meiner Sicht ein Strukturproblem, ein systemimmanentes. Das gilt es hier zu besprechen und nicht zu sagen "Hier gibt es nichts zu sehen, bitte weitergehen".

    Ich erwarte auch in meiner Gemeinde, dass kriminelles Verhalten, das im Rahmen eines diakonischen Gesprächs geführt wird, von einem der beiden, die das Gespräch führen, angezeigt wird. Man kann sagen "Wenn du damit nicht zur Polizei gehst, dann gehe ich", aber es muss aufgezeigt und angegangen werden.

    Konkrete Frage dazu: Was ist innerhalb der RKK stärker, die Einhaltung des Beichtgeheimnisses, oder die bürgerliche Pflicht eine gebeichtete Straftat zur staatlichen Anzeige zu bringen? Versteht die RKK sich als mächtiger und höher verpflichtet als der bürgerlichen Gesetze?

    Gleiches kann man allen stellen, die diakonische Gespräche führen, die grundsätzlich einer Verschwiegenheit unterliegen. Wie weit geht diese Verschwiegenheit und was wiegt hier höher, der Täter- oder der Opferschutz?

    Gibt es klare biblische Grundsätze, die wir anwenden können um diese Frage zu klären?

    Mir fällt spontan ein:

    Röm 13/1 Jedermann ordne sich den Obrigkeiten unter, die über ihn gesetzt sind; denn es gibt keine Obrigkeit, die nicht von Gott wäre; die bestehenden Obrigkeiten aber sind von Gott eingesetzt.

    Wenn also das Gesetz der Obrigkeit nicht den göttlichen Gesetzen und Richtlinien widerspricht (und das tut es im Fall von Pädokriminalität meines Wissens nach nicht!), dann ist die Obrigkeit anzuerkennen. Tun das die Konfessionen inklusive der mengenmäßig größten, oder berufen sie sich auf eine höhere Berufung/Autorität? Wenn ja, wie kann man diese gut und fest biblisch begründen?

    Ich erwarte also von meiner Konfession, dass ein im Rahmen der kirchlichen Tätigkeiten erkanntes, mutmaßlich pädokriminelles Verhalten, polizeilich angezeigt wird. Würde da jemand von euch Einspruch erheben?


    Zitat aus einem Wikipedia Artikel dazu

    Zitat

    Kardinal Schönborn nannte im März 2011 beispielsweise Zahlen für den österreichischen Bereich: Es gab damals rund 499 mutmaßliche Opfer, wobei 125 Fälle zur Anzeige gebracht wurden (wobei nicht alle diese Anzeigen direkt und ausschließlich durch die Kirchenleitung selbst erfolgten, sondern auch durch Betroffene oder Dritte).

    Die Kirchenleitung kann ja nur zur Anzeige bringen, was sie weiß - aber was sie weiß müsste sie immer zur Anzeige bringen.


    Interessant auch folgendes Zitat aus dem Wikipedia Artikel:

    Zitat

    Die Auswirkungen der Affäre Groër führten 1996 zur Gründung einer Ombudsstelle der Erzdiözese Wien für Opfer von Gewalt und sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche. Deren Leiter war anfangs Helmut Schüller, der selber Schüler bei Groër gewesen war und seinerzeit keinen Missbrauch wahrgenommen hatte. Als Ombudsmann forderte er Regeln für den Umgang mit sexuellem Missbrauch in der Kirche, die zwar formuliert, aber nicht landesweit etabliert wurden. 2005 beendete Schüller seine Arbeit als Ombudsmann. Sein Ziel sei immer gewesen, dass ein Nicht-Priester die Ombudsstelle leite. Ansonsten sei er „bezüglich der Realität der Kirche“ in dieser Zeit nüchterner geworden.[51] Schüllers Nachfolger war bis 2008 der Wiener Kinder- und Jugendpsychiater Max Friedrich, seit Anfang 2009 leitet der psychiatrische Facharzt und Hochschullehrer Johannes Wancata die Ombudsstelle.[52] Nach Wien richteten auch die anderen Diözesen Ombudsstellen ein. Im Februar 2010 äußerte der ehemalige Wiener Ombudsmann Schüller in einem Interview Zweifel, ob die Ombudsstellen überall „von den Verantwortlichen offensiv gewollt“ seien. Er forderte nach wie vor landesweit gültige Regeln und Standards für den Umgang mit Missbrauchsfällen.

    Helmut Schüller, der bei vielen Katholiken und Protestanten Anerkennnung genießt (zurecht, wie ich meine), meint, dass ein Nicht-Priester die Ombundsstelle leiten solle. Warum? Wir müssten ihn hier fragen können... - und man käme womöglich auf das theologische Verständnis des Priesters zu sprechen, das in Konflikt steht mit der Aufarbeitung solcher Fälle.


    Christel

    Zahlen und Fakten beauftragte-missbrauch.de

    Hast Du dafür eine Erklärung?

    Ich kann mit dem Link nichts anfangen, ich kann da nichts lesen, es erscheint nur eine Seite, mit einem ?Screenshot? . Bekommt man diese Zahlen und Fakten irgendwo?

    Hm, ja wie schon irgendwo von mir geschrieben: Das Forum ist grundsätzlich aufgrund seiner geschichtlichen Breite und Weite schon etwas, das groß genug für alle hier ist. Gerade wo es nicht so viele schreibende, registrierte Benutzer gibt. Natürlich werden Themen aus adventistischer Sicht betrachtet und auch eingebracht (nicht immer von STA!). Der Blick von anderen ist aber willkommen, genauso wie der Blick von Adventisten hier auf die Sichtweisen und Auslegungen von anderen Konfessionen (bspw. RKK od. ZJ-Themen). Das alles ohne sich gegenseitig in die Haare zu bekommen, ich versteh schon, dass das manchmal herausfordernd ist, aber es geht, wir haben das in zigtausend Beiträgen bewiesen. Da wo es nicht ging haben wir so gut es geht moderierend eingegriffen.

    Warum also nicht einfach gemeinsam über die Themen, die uns bewegen sprechen? Ohne Bewertung der Person, die schreibt. Die Bewertung macht man wahrscheinlich innerlich sowieso, unweigerlich - aber sie sich gegenseitig öffentlich auszurichten, das soll hier keinen Platz haben. Wenn es sein muss, wie gesagt im direkten Kontakt, auch das bietet das Forum:

    Frauen und Männer haben die gleichen Rechte, die gleichen Pflichten, die gleichen Aufgaben und die gleichen Freiheiten.

    Das finde ich sehr gut!

    Auch nur darüber nachzudenken, dass es anders sein könnte, käme bei uns niemandem in den Sinn.

    Sehr gut. Auf politischer Ebene waren Teile der Schweiz im Vergleich zu Resteuropa sehr lange hintennach beim Frauenstimmrecht. Gut, dass das in den christlichen Gemeinden (immer schon?) anders ist.

    Bei uns STA in Österreich kenne ich die ersten Predigten von Frauen aus den 1990er Jahren. Es war glaube es war nie wirklich verboten, aber es ist andererseits auch einfach fast nie vorgekommen. Wenn ich die Predigteinteilung der österreichischen Gemeinden so durchschaue, dann sind wir da auch bei einem niedrigen einstelligen %-Anteil.

    Hallo zusammen,

    es ist manchmal nur ein Satz:

    Gepredigt & Gesprochen haben zwei unserer Schwestern, die erst vor wenigen Tagen von einer Hilfsmission aus diesem Land zurückkehrten.

    was manche vielleicht als selbstverständlich sehen und es in Gemeinschaften inkl. Frauenordination natürlich gibt: Frauen als Prediger. Bitte abgesehen vom Thema Frauenordination betrachten! Es soll in diesem Thema hier rein um das Predigen gehen! Bei uns, zumindest also in Österreich, sind Frauen als Prediger am Sabbat noch sehr selten. Zu selten? Wir hatten im vergangenen Jahr 1-2 Predigten von Frauen. Woran liegt das? Empfinden sich Frauen selbst nicht als so geeignet dafür, oder gibt es doch noch einen Druck im Hintergrund, der sagt: Das Predigen überlasst mal schön den Männern. Irgendwie geistert da möglicherweise auch noch der Text von Paulus umher:

    1. Korinther 14,34 Eure Frauen sollen in den Gemeinden schweigen; denn es ist ihnen nicht gestattet zu reden, sondern sie sollen sich unterordnen, wie es auch das Gesetz sagt.

    Was sind eure Erfahrungen mit Predigten von Frauen in den Gemeinden, sind da andere Themenschwerpunkte? Wie geht eure Gemeinde damit um? Oft ist es ja so, dass Frauen, wenn sie stark im Fokus (auch in der Politik od. wirtschaftlicher Führungsposition bspw.) stehen nach komplett anderen Maßstäben gemessen werden als Männer, da geht es oft um das Aussehen und andere unwichtige Äußerlichkeiten.

    viele Grüße

    tricky

    Also wir haben, wie schon gefühlte 1000de Male vorher in der Sabbatschule heute den Text aus 1. Mo 3 besprochen:

    14 Da sprach Gott der Herr zur Schlange: Weil du dies getan hast, so sollst du verflucht sein mehr als alles Vieh und mehr als alle Tiere des Feldes!Auf deinem Bauch sollst du kriechen und Staub sollst du fressen dein Leben lang! 15 Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen: Er wird dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen.


    Meiner Logik entzieht sich generell das Wirken Gottes mit den Menschen. Wenn ich vorher schon weiß, dass die fallen und sich gegen mich entscheiden, warum erschaffe ich sie dann? Das Wechselspiel zwischen Schlange (dem Tier) und Satan, der den Kampf gegen Jesus verliert. Ich frage mich, ob wir im Forum diese Textpassage alle gleich oder anders verstehen. In der Gemeinde intern haben wir da eine große Übereinstimmung.


    Und folgendes ist auch schwierig:

    1 Mo 3/4 Da sprach die Schlange zu der Frau: Keineswegs werdet ihr sterben!

    sie starben nicht sofort, keineswegs war gelogen.


    Gottes Aussage dagegen:

    1 Mo 2/17 aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen sollst du nicht essen; denn an dem Tag, da du davon ißt, mußt du gewißlich sterben!


    "An dem Tag", da du davon isst, musst du gewißtlich sterben. Sie sind ja nicht gestorben. Erklärungsversuche:

    -) Gott hat ein Opfer gebracht wovon dann die Felle (1 Mo 3,21) gemacht wurden. Die Tiere, von denen die Felle kamen waren stellvertretende Opfer für die Sünde.

    -) Ab dem Tag da du davon isst, musst du sterben. Was durch die eingetretene Vergänglichkeit des Menschen (Alterung, ...) wohl belegt ist. Tot ist man erst, wenn dieser Prozess des Sterbens abgeschlossen ist.

    Wie erklärt ihr euch die Aussage Gottes mit "an dem Tag"...?

    Den Umgang wie mit einem Koran im Islam sehe ich persönlich bei der Bibel nicht. Für die hat das Buch oder diese Schrift manchmal eine viel wichtigere Bedeutung. So war das Drucken der Fahne von Saudi Arabien auf Fußbälle (die man ja bekanntlich mit dem Fuß tritt) streng verboten:

    "Das Drucken der saudi-arabischen Flagge auf einen Fußball ist wegen des heiligen Glaubensbekenntnisses (Schahada) darauf strengstens verboten bzw. verpönt"

    Für mich ist das Buch oder Büchlein, wo die Verse der Bibel drinstehen nur ein Medium. Genauso kann es im Handy in einer App oder auf einem Tablet stehen. Eine persönliche Bibel, die mit Hervorhebungen oä. gekennzeichnet ist, wo viele Seiten und Anmerkungen einen persönlichen Bezug zum Studium und zur Erkenntnis dokumentieren, hat für den Besitzer sicher einen emotionalen Wert. Aber auch nur für ihn.

    Aus einem Vortrag über den Ursprung der Bibel und die Weitergabe von Texten und Manuskripten habe ich erfahren, dass die jüdische Bibel beim Abschreiben immer genau kontrolliert wurde, sollte sich ein Abschreibfehler od. eine Unstimmigkeit beim Kopieren ergeben haben, wurde das betroffene Schriftstück nicht etwa verbrannt, sondern aus Ehrfurcht vor dem enthaltenen Wort in einer sogenannten Geniza aufbewahrt und schlußendlich beerdigt.

    Eine Dankbarkeit gegenüber einem Buch kenne ich persönlich nicht, eher eine Dankbarkeit dem gegenüber, der es erstellt hat.

    Die neunzehnte Glaubensaussage enthält die Worte: ›Die Erlösung ist vollständig aus Gnade und nicht aus Werken.‹ Dies schließt jeden Aspekt der Erlösung ein – von ihrem Anfang bis zu ihrem Ende.

    Diese Auffassungen waren jedoch in den nahezu 160 Jahren seit der offiziellen Gründung der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten nicht frei von Kontroversen und unterschiedlichen Auslegungen.

    Frage: Sehe ich das so richtig?

    Der Glaubensaussage aus dem Glaubenspunkt stimme ich voll zu. Mir fehlt allerdings der geschichtliche Kontext und die Entwicklung in der es zu dieser uns jetzt vorliegenden Formulierung kam.

    Die Erfüllung des Glaubenspunkts mit Leben wird in jedem Christen, der Werke vollbringt, ein Gedankenspiel auslösen, wenn er über sich selbst reflektiert. Mach ich das jetzt, weil ich gläubig bin, oder mach ich es "damit" ich gläubig bin. Und persönlich kann ich sagen, dass das eine in das andere überfliest. Manches macht man, weil man weiß, dass es jetzt das richtige zu tun ist und maches macht man einfach - ohne nachzudenken.

    Und diesbezüglich ist möglicherweise von "Kontroversen" und unterschiedlichen Auslegungen die Rede. Was man bei sich selbst sieht, was man bei anderen Glaubensbrüdern und -schwestern sieht. All das kann zu Konflikten in der Auffassung führen.

    Kannst du dem Glaubenspunkt zustimmen Katechon ?

    Meine Zweifel beseitigt das aber nicht.

    Ist dein Zweifel ein inhaltlicher, also ein textkritischer, oder ist es ein quellenkritischer? Die Christenheit hat sich auf die Bibel in ihrer Form festgelegt, apokryphe Zusätze werden als das gekennzeichnet was sie sind.

    Was also genau stört dich an der Offenbarung? Zur Auslegung selbst und zur Deutung gibt es ja zig verschiedene Ansätze und Varianten, das sei mal dahingestellt.

    Ok, also für alle nochmal, die sich schwertun damit zu erkennen wozu dieses Thema ist. Lest euch meinen Beitrag von 2018! durch. Den ersten Beitrag in diesem Thema. Und alle, die empört sind, sollten sich danach nochmal fragen, ob das Thema eigentlich nicht recht klar eingengrenzt ist. Dass manche im Forum immer wieder durch Argumente wie "Aber in der RKK werden Kinder missbraucht" ihre eigenen weniger sachlich argumentierbaren Argumente gegen eine Katholikin zu untermauern versuchen, das hat was von einem ärmlichen Charakterzug, sorry.

    Ich finde schon den Titel dieser Diskussion völlig deplatziert. Ich dachte immer, ich sei in einem christlichen Forum. Wo ist da die Nächstenliebe?

    Die Medien sind und waren immer wieder voll von dem Thema, wenn so ein Fall wieder publik wurde. Das in einem christlichen Forum zu besprechen drängt sich meiner Meinung nach fast auf. Vielleicht auch um klarzustellen, geradezustellen oder eben die Systematik des Missbrauchs zu verstehen und im besten Fall im eigenen Umfeld Maßnahmen zu schaffen um solch pädokriminelles Verhalten raschest zu bemerken (Meldestellen oä.) und zu verhindern bzw. die Täter der weltlichen Justiz zuzuführen, statt sie einfach nur zu Versetzen (was leider oft passiert ist).

    Ich habe nicht das Gefühl, dass ich angefragt werde, weil man sich von mir Informationen erhofft. Woher sollte ich die haben außer aus den öffentlich für alle zugänglichen Quellen? Auch habe ich nie in kirchlichen Kreisen Missbrauch erfahren. Ich kenne noch nicht Mal jemanden pesönlich, der das erlebt hat.

    Man erwartet/verlangt da wohl eher, dass ich mich entrüste. Dass ich mich in Stammtischmanier über die Priester, die Bischöfe, den Papst eschauffiere. Doch, die ich kenne, haben auch keinen missbraucht. Also weshalb sollte ich?

    Wie sollst du Informationen geben zu etwas was du selbst nicht erlebt hast?

    Gut, dass du diesen Missbrauch nie erfahren hast!

    Wo du aus meiner Sicht ein Problem damit hast ist, dass du dir den Schuh des Vorwurfs anziehst. Und vielleicht liegt das auch in der Auffassung der RKK begründet. Wer das wirklich ernst nimmt mit dem Glauben bei euch, und sorry das sind sicher nicht alle, der versteht "Wir sind Kirche" eventuell etwas zu extrem. Wenn über einen Geistlichen berichtet wird, der sich an jemandem pädokriminell vergangen hat, und das dann in der Zeitung steht oder sonstwo, dann sind doch nicht alle Gläubigen in der RKK schuldig oder böse. Die sind dann doch zumeist selbst zurecht entsetzt, auch die, die mit dem zu tun hatten, der der Täter war. Da haben wir doch zig Interviews von den Pfarren gesehen, wo die Leute sagten: "Das hätten wir von dem nie gedacht". Und genau da setzt mein Thema an. Wie erkennt man sowas, wo meldet sich ein Opfer und wird gehört? In der RKK wurden die Opfer sehr lange und sehr oft eben nicht gehört. Dieser Missstand gehört beseitigt, ich denke da sind wir uns einig.

    Wie ist es also mit "Wir sind Kirche". Bin ich wirklich für alles verantwortlich, was in meiner Kirche/Gemeinschaft ohne mein Zutun geschieht? Fürs Positive gern, fürs Negative aber nicht? Für beides nicht. Was ohne mein Zutun geschieht...wie soll man das verantworten?

    Und das als Symptom, wo ich beschreiben wollte, dass Missbrauch keine Konfession kennt, sondern auch in anderen Bereichen stattfindet, wo Verantwortliche sich um Schutzbefohlene kümmern, da wird dann ernsthaft gefragt, ob SOS Kinderdorf eine katholische Einrichtung ist. Ich meine, wurde da nur kurz nachgedacht über das Argument, oder einfach ein Reflex ausgelöst? Sowas ist ärgerlich.

    Wie weit geht es also mit "Wir sind Konfession"?, wenn in meiner Konfession etwas schief läuft? Vielleicht müssen wir uns das in einem extra Thema fragen, aber ist der Zugehörigkeits- und Gemeinsamschuldig-Gedanke bei der RKK höher als bei anderen?

    Mir ist auch nicht ganz klar, was man hier genau besprechen will. Und bei der aktuellen Konstellation (eine Katholikin, der Rest protestantisch) läuft es darauf hinaus, dass diese eine Katholikin gegen lauter Protestanten anschreibt.

    Auch du hast von mir die Erlaubnis dir den ersten Beitrag dieses Themas durchzulesen und dann nochmal zu fragen. Niemand will eine Katholikin mobben und dass es darauf hinaus läuft ist meiner Meinung nach auch dem Verhalten beiderseits geschuldet. Niemand hat jemanden gebeten sich einen Missbrauchsvorwurf umzuhängen! Aber das wurde aktiv getan, genauso das "Argumentieren" mit "Aber ihr in der RKK, da war doch was mit Missbrauch, bitte halte die Klappe". Ein armseliges und bedauernswertes Verhalten in diesem Fall. Aber ja, weil manche das nicht von sich selbst entfernt betrachten können soll man so ein Thema mit den Anliegen des Themas am besten gleich gar nicht beginnen. Halte ich nicht für richtig.

    2. ja, religiöse Gemeinschaften haben ein Problem und eine Anfälligkeit dafür, generell was Macht und Missbrauch betrifft (nicht nur sexuell); ich denke nicht, dass das in "jedem Sportverein" genauso ist; man kann das "gesamtgesellschaftliche Problem" vom "religionsgemeinschaftlichen Problem" schon differenzieren, wenn man das will; muss man nicht (man kann auch sagen, die Grundmuster sind überall gleich), aber man kann es; aber dann müsste man das sachlich auseinander-diskutieren; es gibt das im Judentum, im Christentum, im Islam, im ach so beliebten Buddhismus, im Hinduismus, im Zoroastrismus, etc.pp.

    Ja eh, aber wir sind Christen oder? Haben wir nicht den Anspruch es besser zu wissen, zu machen und im Endeffekt zu sein. Nicht aus uns und von uns selbst, sondern WEIL wir erlöst sind von Jesus! Also kümmern wir uns um das bei uns, sehen wir hin, was bei uns abgeht und erkennen wir was wir noch tun können um sowas zu verhindern? Woran liegt es denn, dass sowas lange unerkannt und verheimlicht bleibt? Und werden die Schuldigen auch weltlichen Gerichten zugeführt? Ich habe das die KI mal gefragt: Wie viele rechtskräftige Urteile gibt es von Geistlichen in kirchlichen Einrichtungen, die an die Behörden ausgeliefert wurden? Steht das in einem Verhältnis zu den Missbrauchstaten und zu den Entschädigungen, die gezahlt wurden?

    Wie gesagt: worüber will man hier sprechen? Dass die RKK das getan hat? - Ja, hat sie.

    Ist das ein Systemproblem in dieser Kirche? - Ja, ist es (siehe meinen Beitrag oben).

    Wenn das also so ist, warum fragt sich jemand "Worüber will man hier sprechen"? Ich wollte es ansprechen, analysieren, den Grund herausfinden (so man das kann, ja, das kann man hinterfragen) und vor allem erkennen woraus das entsteht, also in erster LInie nicht die Pädokriminalität, sondern das Handling solcher Fälle. Wie geht man damit richtig um, entsteht es in unheiligen Konstellationen der Autorität und des Naheverhältnisses? Was gibt es für Stellen für ein Reporting?

    Dass es für biliige Resentiments gegen die RKK und womöglich sogar Mitglieder im Forum verwendet wird, wie gesagt, das finde ich arm und bedauernswert.

    Ich glaube schon. Ich kenne mich da nicht aus.

    Hast du da Quellen für?

    Das wäre eben auch ein wichtiges Thema. Wird das angezeigt? Und da sind wir bei der Praxis die Beichtgeheimnisses. Auch Priester und Geistliche der RKK gehen zur Beichte, richtig? Zeigt ein Beichtvater beim Bericht aus seiner Beichtabnahme über so ein Verhalten und über solche Gedanken seiner Beichtschüler den an, der ihm das gebeichtet hat? Ich war mal in einem Bibelkreis in meiner lokalen RKK, hab im Forum eh darüber berichtet. Da hat der Pfarrer gesagt: "Wenn mir jemand einen Mord gesteht im Beichtstuhl, dann gilt auch dafür das Beichtgeheimnis, von mir erfährt das niemand, ABER er erteilt dem Beichtenden keine Absolution, sondern erst wenn dieser selbst zur Polizei geht".

    Genau dieses Verhalten wird doch auch bei gebeichteter Pädokriminalität erwartet, oder? Und das ist dann aus meiner Sicht ein Strukturproblem, ein systemimmanentes. Das gilt es hier zu besprechen und nicht zu sagen "Hier gibt es nichts zu sehen, bitte weitergehen".

    Ich erwarte auch in meiner Gemeinde, dass kriminelles Verhalten, das im Rahmen eines diakonischen Gesprächs geführt wird, von einem der beiden, die das Gespräch führen, angezeigt wird. Man kann sagen "Wenn du damit nicht zur Polizei gehst, dann gehe ich", aber es muss aufgezeigt und angegangen werden.

    Wenn ihr so ein Thema zur Evangelischen Kirche machen würdet, würde ich zwar wohl sehr lange "Ja, das stimmt!" sagen, aber irgendwann würde ich auch erwidern: "Hört mal, das gibt es aber bei euch auch!" - Das ist ja wohl normal.

    Ich habe zwar diesen Feuereifer für meine kirchliche Institution nicht, aber das ist bei Katholiken anders, wie du weißt. Christel kämpft für ihre Kirche. Das tust du für die STA übrigens auch, Bogi.

    Woher kommt dieser Feuereifer für meine Kirche und nicht für meinen Herrn Jesus? (extrem betrachtet) Man kann schon feuereifern für seine Kirche, finde ich ok, aber warum wenn da was schief läuft das im Feuereifer dann unter den Tisch gekehrt werden muss und man im Endeffekt damit Jesus verrät, das sehe ich nicht ein. Meine Loyalität gilt in erster und vorderster Linie Jesus und nicht meiner Kirche. Meine Kirche erlöst mich ja auch nicht, sondern nur er!

    Ich finde es unglaublich, dass eine SED Nachfolgepartei Koalitionspartner findet.

    Ist es nicht auch unglaublich, dass eine Partei im Geiste der NSDAP in Deutschland so viele Stimmen bekommt?

    Insgesamt scheint es so als ob die Wähler (im Fall der AFD sehr viele Nicht-Wähler) immer mehr die Extreme haben wollen. Ob sie mit den Folgen ihrer Wahl dann auch leben können, wir werden es leider sehen.


    In Wien gibt es übrigens schon seit 1919 den gemeinnützigen Wohnbau. Hunderttausende Wiener können dadurch leistbar wohnen. So etwas ähnliches sollen sie halt in Berlin machen, wenn sie verhindern wollen, dass der Turbokapitalismus weiter die Gesellschaft spaltet. Man hat in Wien keine Konfiskation betrieben, sondern eine Kombination aus strenger Regulierung, gezieltem Grundstückskauf auf dem freien Markt und progressiver Besteuerung angestrengt. Das war halt vor 100 Jahren auch "leichter" zu machen, trotzdem ein Modell wie dieses ist besser als München es macht, wo es Wohnkostenzuschüsse gibt, was den Mietmarkt nicht bremst, sondern fördert.


    Ich nehme zur Kenntnis, dass man das Thema mit dir nicht zivilisiert besprechen kann, auch gut.

    Soweit ich weiß, bist Du Adventist. Weshalb beschäftigt Du Dich mit dem Missbrauch in der Katholischen Kirche?

    Weil es ein gesellschaftliches Problem ist und ein kirchliches :"ein System, das solche Taten schützt" (Zitat von dem Bischof oben). Noch dazu betrieben von einer Organisation, die sich dem Christentum zugehörig sieht. Ich kann da als Christ nicht wegschauen, genauso wie ich als Bürger nicht wegschaue, wenn in SOS Kinderdörfern Kinder missbraucht, misshandelt oder sonstwas werden. Es interessiert mich wie es dazu kommt, noch dazu in dem Ausmaß, ich schaue hin, nicht weg.

    Das ledigliche Hinschauen und eine Meinung bilden scheint bei dir aber gleich einem Angriff zu sein. Das ist es bei mir nicht. Lies dir mal meinen ersten Beitrag dazu durch, den ich in diesem Thema erstellt habe. Ich habe niemanden verurteilt oder mich besser dargestellt, es geht lediglich darum zu verstehen wie es zu so etwas kommt und im Endeffekt darum, dass es hoffentlich durch die richtigen Maßnahmen bei mir, in meiner Umgebung nicht geschieht - oder in sehr kleinem Ausmaß und schnell wieder abgestellt wird.

    Dass sich das die Kollegen von Hr. Paal auch gedacht haben bzw. sich niemals so etwas von ihm gedacht haben, das ist leider auch Fakt. Sollen wir da jetzt sagen: Das sollen sich die Künstler unter sich ausmachen?

    Tricky, von einem Moderatoren erwarte ich eine gewisse Neutralität.

    Für mich gibt es bei Missbrauch keine Neutralität, man kann da nicht daneben stehen und sagen: Ja, das geht mich nichts an. Da sollen sich die Opfer an die kircheninternen Stellen wenden, die jahrelang nichts gemacht haben, oftmals lediglich mit Versetzungen von Tätern, die dann woanders weiter Missbrauch getrieben haben.

    Ein Darstellen der Fakten, ein Aufarbeiten innerhalb der RKK, ein Hinschauen und die Ursachen in den Prinzipien eines System zu sehen und zu besprechen das alles ist kein Urteilen oder ein über jemand anderen stellen. Ich kann da nur von mir sprechen, aber das hat ja noch nie funktioniert, dass man sich einbildet was besseres zu sein. Aber das Ziel zu haben etwas besser zu machen aufgrund von Missständen woanders. Das lass ich mir nicht verbieten.

    tricky , meine Aussage "Weshalb geschieht das nicht?", richtete sich nicht an die STA, sondern an Bogi111, der das liebend gern gegen die Kath. Kirche vorbringt und weiter bohrte und schließlich an Katechon .

    Dass auch bei Euch, da was in Bewegung geraten ist, dies hat mir längst philoalexandrinus erzählt.

    Und was haben wir jetzt davon? Wir wissen "es geschieht", also was du schreibst von "Weshalb geschieht das nicht?" stimmt nicht.

    Ich weiß immer noch nicht, warum das Unglück bei anderen Konfessionen hilft oder nicht hilft beim Betrachten der Systematik (wie ich sie aufzeigte) anhand von Zitaten der Bischöfe bzw. des Papstes.