Matthäus 25,46

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    • Matthäus 25,46

      „Und diese werden hingehen in die ewige Pein, die Gerechten aber in das ewige Leben“ (Matthäus 25,46).

      Wie die meisten hier wissen glaube ich nicht an eine entgültige Vernichtung, aber auch nur sehr ungern an eine ewige "Hölle".

      Meine Gedanken:
      Bei diesem Bibelvers steht m.E. eindeutig "ewig" für "für immer", wenn man davon ausgeht, daß das ewige Leben für immer ist, dann wäre es sehr unwahrscheinlich, daß für ewige Pein ein begrenzter Zeitraum gemeint ist?
      Pein ist etwas fühlbares.
      Wenn jemand vernichtet ist, fühlt er nichts mehr, also auch keine Pein.
    • King James Bibel:
      45 Then shall he answer them, saying, Verily I say unto you, Inasmuch as ye did it not to one of the least of these, ye did it not to me.
      46 And these shall go away into everlasting punishment: but the righteous into life eternal.
      Genfer Übersetzung:
      45 Darauf wird er ihnen antworten: ›Ich sage euch: Was immer ihr an einem meiner Brüder zu tun versäumt habt – und wäre er noch so gering geachtet gewesen – , das habt ihr mir gegenüber versäumt.‹
      46 So werden sie an ´den Ort` der ewigen Strafe gehen, die Gerechten aber werden ins ewige Leben eingehen.«
      Schlachter 2000:
      45 Dann wird er ihnen antworten: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr einem dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr mir auch nicht getan!
      46 Und sie werden in die ewige Strafe hingehen, die Gerechten aber in das ewige Leben.
      ElberfelderBibel:
      45 Dann wird er ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch, was11 ihr einem dieser Geringsten nicht getan habt, habt ihr auch mir nicht getan.46 Und diese werden hingehen zur ewigen Strafe, die Gerechten aber in das ewige Leben.
      Lutherbibel 2017:
      45 Dann wird er ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr nicht getan habt einem von diesen Geringsten, das habt ihr mir auch nicht getan.
      46 Und sie werden hingehen: diese zur ewigen Strafe, aber die Gerechten in das ewige Leben.
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Yppsi schrieb:

      Pein ist etwas fühlbares.
      Wenn jemand vernichtet ist, fühlt er nichts mehr, also auch keine Pein.
      Hallo Yppsi,

      richtig, der Text redet von einem ewigen Vorwurf, Schuldgefühl. Man hat nämlich Gott im Leben versäumt oder abgelehnt.
      Deshalb sind Pauschalaussagen zum Gericht verfehlt. Einfach nur die "Auslöschung der Ungläubigen" ist zu kurz gegriffen.

      Was allgemein unter "Hölle" verstanden wird, existiert so in der Bibel ja gar nicht.
      Man stellt sich unter Hölle den Ort vor, wo der Frevler - von Gott getrennt - vom Teufel gefoltert wird. Die Bilder kommen aus der Beschreibung des Feuersees.
      Der Feuersee ist aber nicht der Machtbereich des Teufels, sondern das Ende des Teufels. Das ist ein großer Fehler, der sich allgemein etabliert hat.

      Die Qual und Pein, das Zähneknirschen, von der Jesus zumeist spricht, ist Selbsterkenntnis ("die Sünde bringt ihre eigene Strafe mit sich"; "wir werden alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Gottes")
      Für manche ist das "zu wenig" Strafe. Sie möchten gerne ihre Fantasien in diesen Bildern ausleben und den Gegner quälen. Lass das deren Sache sein.
      Und das will ich sagen, wenn mein Tag kommt:
      Ich danke Dir, mein Herr, ich danke Dir für alles.
    • Johannes 17,3 Dies aber ist das ewige Leben, daß sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesum Christum, erkennen.

      Nach diesem Vers müsste die äonische Pein eine Lebenszeit der Nichterkenntnis und des Herumirrens sein. Äonisches Leben muss nicht wortwörtlich "ewige dauerndes Leben" bedeuten, aber es kann bedeuten, dass der jenige sein Leben lebt, ohne ständig den nahenden Tod vor Augen zu haben. Hätte Jesus sein Leben schützen wollen, aus Angst vor dem Tod, also dem Lebensende, so wäre er gar nicht ans Kreuz gegangen, sondern hätte alles in seiner Macht stehende getan, um seinen Tod zu verhindern. So wie ja auch Petrus ihn mit dem Schwert beschützen wollte.

      Lukas 9,24 Denn wer irgend sein Leben erretten will, wird es verlieren; wer aber irgend sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es erretten.

      Offenbarung 12,11 Und sie haben ihn überwunden um des Blutes des Lammes und um des Wortes ihres Zeugnisses willen, und sie haben ihr Leben nicht geliebt bis zum Tode!

      Da Jesus ja wieder auferstanden ist und nirgendwo auch nur ansatzweise angedeutet wird, dass er dann wieder irgendwann gestorben sei oder sterben werde, geh ich dennoch davon aus, dass das ewige Leben auch ewig dauern werde. Der Begriff äonisch kann dies allein aber nicht aussagen, weil er eben auch beschränkt sein kann. Die äonische Pein als Zeitalter oder Lebenszeit der Gottesferne, kann nur im völligen herunter wirtschaften des eigenen Selbst enden, was schließlich zum Tod und Lebensende führen muss.
      Der Urtext der Bibel ist für alle da : Hebräisches AT und Altgriechisches NT mit englischer Wort für Wort Interlinear Übersetzung.
    • Azatoth schrieb:

      Offenbarung 12,11 Und sie haben ihn überwunden um des Blutes des Lammes und um des Wortes ihres Zeugnisses willen, und sie haben ihr Leben nicht geliebt bis zum Tode!
      Es geht um die Situation als Mose vom Verklärungsberg wieder zum Volk ging und sie um das Kalb tanzten.

      Gott wollte dieses Volk vernichten.
      Woher wusste er das er im Lebensbuch steht,warum war Mose bereit Gott zu sagen ihn aus dem Lebensbuch zu streichen um die anderen zu retten?

      Gottes liebe ist ohne ENDE. Auch wenn wir es nicht verdient haben ist er für SEIN Geschöpf gestorben.

      Mose wusste das er geliebt wird!!! Wenn wir wissen das wir Geliebte sind,werden wir uns nicht mit der Werksgerechtigkeit herumplagen,beschäftigen, sondern werden zusehn wie wir anderen von dieser Liebe mittteilen damit sie den klopfenden Jesus in unser Herz lassen!
      Die Warnung geht an Gläubige ,diesen Jesus festhalten und ihn nicht wieder herauszulassen....

      Lasst die Toten, Tote sein....
    • freudenboten schrieb:

      Wenn man die Lehre der Johannes-Offenbarung über das "Tausendjährige Endgericht" nicht kennt, bleiben viele Aussagen der Evangelien über das Gericht Gottes rätselhaft.
      Wenn man aufrichtig über Worte Jesu nachsinnt, wie Yppsi es getan hat, dann wird vieles klarer, was vielleicht rätselhaft war.

      Ein "tausendjähriges Endgericht" gibt es nicht.
      Und das will ich sagen, wenn mein Tag kommt:
      Ich danke Dir, mein Herr, ich danke Dir für alles.
    • ​Eine endgültige Vernichtung​​ gibt es so wenig wie es eine ewige - im Sinne von unaufhörliche und nie endende - Hölle gibt!

      Yppsi schrieb:

      „Und diese werden hingehen in die ewige Pein, die Gerechten aber in das ewige Leben“ (Matthäus 25,46).

      Wie die meisten hier wissen glaube ich nicht an eine entgültige Vernichtung, aber auch nur sehr ungern an eine ewige "Hölle".

      Meine Gedanken:
      Bei diesem Bibelvers steht m.E. eindeutig "ewig" für "für immer", wenn man davon ausgeht, daß das ewige Leben für immer ist, dann wäre es sehr unwahrscheinlich, daß für ewige Pein ein begrenzter Zeitraum gemeint ist?
      Pein ist etwas fühlbares.
      Wenn jemand vernichtet ist, fühlt er nichts mehr, also auch keine Pein.
      Eine endgültige Vernichtung gibt es so wenig wie es eine ewige - im Sinne von unaufhörliche und nie endende - Hölle gibt! ---> Denn - und ich habe es schon sehr oft hier geschrieben - warum sollte Gott einen Teil seiner aus reiner Liebe geschaffenen Geschöpfe ( - einschließlich des Satans (!)) irgendwann auslöschen, vernichten und zu »NICHTS« machen? Das leuchtet mir beim besten Willen nicht ein! Wer Gott nicht zutraut, dass sein göttlicher Wille, manifestiert in 1. Timotheus 2 ,3.4 („Gott, welcher will, dass alle Menschen gerettet werden”) sich durchsetzen wird, der bestreitet die Allmächtigkeit Gottes!


      Das griechische Wort »aionios«, welches gemeinhin mit »ewig« übersetzt wird, kann vom Gesamtzeugnis der Schrift her gesehen stets und immer nur auf „einen begrenzten Zeitraum” hin ausgelegt werden! ---> Denn auch das sogenannte »Ewige Leben« ist - wegen Offb.22,2 („Bäume des Lebens und Blätter die zur Heilung dienen”) eben nicht für immer, da man auch auf der Neuen Erde nur »äonenlanges« Leben erhält und nach einer bestimmten Zeit wieder vom Lebensbaum des Paradieses essen muss, um weiterzuleben! ---> Denn nur so kann auch im neuen Himmel und der neuen Erde der Unterschied zwischen DEM EWIGEN SCHÖPFER und seinen Geschöpfen zum Ausdruck gebracht werden.
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Denn auch das sogenannte »Ewige Leben« ist - wegen Offb.22,2 („Bäume des Lebens und Blätter die zur Heilung dienen”)
      Ganz Recht, Norbert. Das Essen vom Baum des Lebens soll uns sagen, dass wir das ewige Leben nicht aus uns oder als eine Gesetzmäßigkeit haben, sondern wir zehren aus Gott, aus seinem Leben.
      Und das will ich sagen, wenn mein Tag kommt:
      Ich danke Dir, mein Herr, ich danke Dir für alles.
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Das griechische Wort »aionios«, welches gemeinhin mit »ewig« übersetzt wird, kann vom Gesamtzeugnis der Schrift her gesehen stets und immer nur auf „einen begrenzten Zeitraum” hin ausgelegt werden! ---> Denn auch das sogenannte »Ewige Leben« ist - wegen Offb.22,2 („Bäume des Lebens und Blätter die zur Heilung dienen”) eben nicht für immer, da man auch auf der Neuen Erde nur »äonenlanges« Leben erhält und nach einer bestimmten Zeit wieder vom Lebensbaum des Paradieses essen muss, um weiterzuleben! ---> Denn nur so kann auch im neuen Himmel und der neuen Erde der Unterschied zwischen DEM EWIGEN SCHÖPFER und seinen Geschöpfen zum Ausdruck gebracht werden.
      Das ganze spielchen verstehe ich nur im Zusammenhang mit Satans Opposition!

      Ich denke Gott hat lange Geduld gehabt mit Satan und seinen Anhängern. Das Blut aber der Unschuldigen schreit zu Himmel; Gesechtigkeit walten zu lassen. Da ein Gott der Liebe einen Neuanfang angekündet hat,ist für Satan und die Feinde Gottes kein Platz mehr da.
      Warum sollte er Geschöpfe, die sich gegen ihn stellen,weiterleben lassen,gegen ihren Willen!

      Durch die Sintflut und andere Vernichtungen hat Gott gezeigt das er dazu fähig ist. Also wozu diese Spekulationen???
    • Also ich verstehe AION=OLAM wie Jesus es gebrauchte als WELT/SCHÖPFUNG.

      Die Griechen (Platon/Aristoteles) beschränkten es auf "zeitliche Ausdehnung/Dimension", wie wir "ewig" gebrauchen.

      Manchmal bezeichnet OLAM/AION UNVERGÄNGLICHE WELT, wie vor dem Sündenfall oder nach der ZWEITEN SCHÖPFUNG (Offb. 21). Manchmal bezeichnet es DIESE VERGÄNGLICHE WELT.

      In der Bibel wird "ewig" NICHT rein zeitlich verwendet sondern "weltgebunden": vergänglich oder unvergänglich.

      Nur auf die wahre Gottheit (Jhwh)/HErr) wird es als anfangslos/endlos angewendet.

      Also müssen wir beim Lesen/Verstehen beachten, WER oder WAS als ewig bezeichnet wird. Außerdem müssen wir fragen, ob es sich auf die "Zeit" vor dem Sündenfall, danach, oder auf "neue Himmel/neue Erde" bezieht.

      Jedenfalls wird es in der "neuen Schöpfung" keinen Tod, keine Vergänglichkeit, keinen Satan/Anhänger mehr geben.
    • Verzeihung, ich habe jetzt lkeine Zeit, um in Konkordanzen zu wühlen : Aber gibt es nicht in den biblischen Texten zwei Versionen ?

      "aiwn" - eine lange Zeit, eine Epoche ( z. B." to nyn aiwn")

      und aiwn twn aiwnwn - überstezt mit dem deutschen "von Ewigkeit zu Ewigkeit" ??
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -