Hos 6,6 Denn ich habe Lust an der Liebe und nicht am Opfer, an der Erkenntnis Gottes und nicht am Brandopfer.
Sehr interessant. Da steht übrigens:
"Kommt, wir wollen WIEDER umkehren zum HERRN (hebr. JHWH)! Er hat uns zerrissen, er wird uns auch heilen; er hat uns geschlagen, er wird uns auch verbinden! Nach zwei Tagen wird er uns lebendig machen, am dritten Tag wird er uns aufrichten, dass wir vor ihm leben. So lasst uns ihn erkennen, ja, eifrig trachten nach der Erkenntnis des HERRN (hebr. JHWH)! Sein Hervorgehen ist so sicher wie das Licht des Morgens, und er wird zu uns kommen wie ein Regenguss, wie ein Spätregen, der das Land benetzt!"
Was soll ich mit dir tun, Ephraim? Was soll ich mit dir tun, Juda? Eure Liebe ist so flüchtig wie eine Morgenwolke, ja, wie der Tau, der früh vergeht! Darum habe ich sie behauen durch die Propheten, sie getötet durch die Worte meines Mundes, dass deine Gerichte seien wie ein Licht, das aufgeht. Denn an Liebe habe ich Wohlgefallen und nicht am Opfer, an der Gotteserkenntnis mehr als an Brandopfern. Sie aber haben wie Adam den Bund übertreten; dort sind sie mir untreu geworden.
Gilead ist eine Stadt von Übeltätern, voller Blutspuren; gleich lauernden Straßenräubern ist die Bande der Priester: Am Weg nach Sichem morden sie; ja, Schandtaten haben sie begangen! Im Haus Israel habe ich Schauderhaftes gesehen; dort treibt Ephraim Hurerei, befleckt sich Israel. Auch dir, Juda, ist eine Ernte bestimmt, wenn ich das Geschick meines Volkes wenden werde! (Hosea 6,1-11)
Die Opfer OHNE Gotteserkenntnis sind nichts wert, steht da. Das ist immerzu Konsens im Alten Testament. Ebenso sind auch unsere religiösen Handlungen, Feste, Gebete, Zeremonien usw. nichts wert ohne Gotteserkenntnis. Sie sind leblos und hohl.
Ganz einfache, vollkommen einleuchtende Sache und unmissverständlich in der gesamten Bibel dargelegt.
Deshalb ist z.B. auch dieses moderne Ausspielen von "Glaube vs. Religion" irreführend: Leute sagen: "Glaubt an Jesus! Lasst die Religion!" Jesus hat nirgendwo etwas gegen die Religion gesagt; er hat selbst religiöse Zeichen zur Wiederholung gestiftet (Taufe und Abendmahl); [das ist Religion: Wiederholung]. Jesus sagte bzw. zeigte aber ganz klar: Ohne Gotteserkenntnis ist das alles nichts wert!
Gott weiß sehr wohl, dass wir Religion brauchen; wir sind zutiefst religiöse Wesen. Und wenn wir es dann noch mit Ihm sind - Halleluja! Dann ist es eine Freude und Wonne! Die Lieder, die gemeinsame Liturgie, die Gebete, die Stille, alldas ist eine Freude.