Yppsi also theologisch wurde noch nie von einem Körper wie dem unseren ausgegangen.
Das Essen und Trinken sollte sagen, dass er keine Illusion war, kein Gespenst, sondern Anteil hat an unserer Welt und in sie hineinwirken kann.
Yppsi also theologisch wurde noch nie von einem Körper wie dem unseren ausgegangen.
Das Essen und Trinken sollte sagen, dass er keine Illusion war, kein Gespenst, sondern Anteil hat an unserer Welt und in sie hineinwirken kann.
Yppsi und wer sagte jemals, dass Jesus mit diesem unseren fleischlichen Körper auferstanden sei oder wir damit auferstehen würden? Er erschien plötzlich in Räumen, war an mehreren Orten gleichzeitig und stieg in den Himmel auf.
Das ist, so nennen wir das, der "Auferstehungsleib". Das ist nicht dieser Körper hier.
Yppsi wie ist denn deine Vorstellung? Vielleicht ist die gar nicht so anders.
Weder ins Blaue noch in die Erdatmosphäre, sondern in den Himmel Gottes.
Es ist ein großer Fehler zu denken, die antiken Autoren seien blöde gewesen.
Yppsi ich gebe dir teilweise recht.
Im Gegensatz zu den alten Kulten, wo es hauptsächlich darum ging, was man macht (richtiges Ritual), geht es im Christentum darum, was man denkt und glaubt.
Wenn jemand sagt, Jesus ist der Sohn des lebendigen Gottes, und jemand anderes sagt: ne, der war einfach nur ein Weisheitslehrer und Prophet, dann haben wir hier einen Dissens. Das muss geklärt werden.
Ebenso, wenn jemand sagt, Glaube und Liebe führen zu Gott, und jemand anderes sagt, man muss aber die mosaischen Gesetze halten, dann haben wir ebenfalls einen Dissens.
Da geht es um das richtige Denken und Glauben. Man klärt das, oder man sagt letztlich: Dann gehört ihr nicht zu uns. Ganz einfach.
Ich bin bereits in einer Welt, in der jeder alles mögliche glaubt. In der Gemeinde möchte ich das nicht. Dann kann ich es auch lassen. Dann kann ich auch gehen und für mich privat glauben.
Der Unitarismus in den USA macht das. Da glaubt man einfach irgendwie alles. Das ist ja nett für die, aber da finde ich halt Jesus nicht.
Mal abgesehen davon sind diese ganzen Diskussionen um das richtige Verständnis der Schrift und des Glaubens auch einfach interessant, finde ich. Und es schult das Denken ungemein.
Das muss nichts mit der Verteufelung von anderen zu tun haben. Man kann auch ordentlich darüber reden.
Wenn das Gegenüber auch mit mir ordentlich redet, rede ich auch ordentlich mit ihm. Wenn ich einfach nur verhöhnt werde, gibt es eine entsprechende Antwort, ganz einfach.
Das steht da nicht.
Der Koran KANN uns nichts erlauben. Er ist nicht Gegenstand der Debatte.
Der Koran ist die heilige Schrift einer anderen Religion und hat uns überhaupt nichts zu erlauben oder zu verbieten.
Senfkorn ja, Einwand dazu:
Er redet dort von der Beschneidung, nicht vom Sabbat. Einwand beendet.
Und wieso kann man sich auf den Koran berufen zwecks Sabbatheiligung von Heidenchristen?
Das ist ziemlich wirr, was du hier schreibst. Dieser Judentum-Christentum-Islam-Synkretismus funktioniert nicht.
Senfkorn danke für die PN. Aber in Galater 5 geht es um die Beschneidung, nicht um den Sabbat.
Was redest du da?
Ich kann die Nummern hier nicht sehen. Wo ist das denn?
Senfkorn wo lehnt Paulus ab, dass die Heidenchristen den Sabbat feiern? Und was hat das mit dem Koran zu tun? Muslime feiern keinen Sabbat.
Noch etwas zum Sabbat/Judentum/Heidentum:
Es gab damals am Judentum interessierte Heiden, die den Gottesdienst besuchten und gewisse jüdische Elemente pflegten. Lukas gehörte vermutlich dazu, nimmt man an. Als dann die Botschaft Jesu die Runde machte, fanden viele von denen das, was sie gesucht hatten:
Sie hatten Interesse und Faszination an diesem einen Gott und der eigene Polytheismus war ihnen zuwider. Gleichzeitig aber war ihnen das Judentum mit seinen ganzen volksspezifischen Geboten und Bräuchen auch fremd bzw (Beschneidung) ein Hindernis für den vollständigen Übertritt.
Das waren nicht wenige, wie man heute weiß, und wäre eigentlich ein sehr interessantes Thema. In der Philosophie gab es den Gedanken des einen Gottes schon lange. Es gab aber keine Religion oder Gemeinde dafür. Das waren Suchende. Die sagten: "Ja, im Judentum ist das da... aber Jude werden? Ich weiß nicht recht..."
Das Christentum war deren Sonnenaufgang sozusagen. Endlich gab es dafür etwas, was die Philosophie alleine nicht bieten konnte.
So sehen wir auch zahlreiche der alten Kirchenväter, die Philosophen waren und im Evangelium endlich das fanden, was sie gesucht hatten. Justin der Märtyrer erzählt das, Pseudoclemens erzählt das, Hermias der Philosoph erzählt das, Mathetes erzählt das, Minucius Felix auch ein Stück weit, später Augustinus usw.
Senfkorn was du da schreibst, steht nicht in der Bibel, sondern sind deine Ansichten, die ich für vollkommen unsinnig halte.
Was ist erst durch den Koran möglich? Der Koran gehört nicht in diese Debatte.
Ich hoffe sehr, dass langsam ganz viele Menschen aufwachen und unmissverständlich klarmachen, dass sie sich vom Koran nichts sagen lassen, undzwar ganz unmissverständlich. Das wäre mir sehr lieb.
Wenn man sozusagen strukturiert einen "Ablauf" haben will zu der Frage, dann ist er folgendermaßen:
Mit Gottes Sohn, dem Messias, werden alle Völker gerufen. Aber nicht, jüdisch zu werden, sondern in der Gemeinschaft mit Gott zu leben. Ausgehend von Juda/Israel, ja, weil es das Volk ist, das den einen wahren Gott bekennt, aber das Judentum ist nicht das Ziel dieser Geschichte. Das Ziel ist die Versöhnung mit Gott.
Diese Versöhnung gilt ALLEN, Juden wie Heiden. Alle können in der Gemeinde Jesu zusammenkommen, die Mauer ist durchbrochen.
Die christliche Gemeinde ist kein Judentum2.0, sondern die Gemeinde Gottes aus allen Völkern.
Die ersten Judenchristen pflegten natürlich ihre Bräuche. Ebenso pflegten Heidenchristen ihre Kultur. Wo diese Kultur dem Evangelium nicht entgegenstand, war das kein Problem. Wenn es ihm entgegenstand, musste es geklärt und abgelegt werden.
Aller Kult und alle Feste wurden auf Christus als dessen Sinn und Erfüllung gedeutet. Das Neue war nicht ein modifiziertes Judentum oder Heidentum, sondern das Neue war Christus.
Aufgrund der Befindlichkeiten einigte man sich auf gewisse Mindestkompromisse (Apostelkonzil), die aber bei Paulus selbst zB gar keine Erwähnung mehr finden.
Wir schauen dort dem Entstehung-und Klärungsprozess zu. Da ist gar nichts "klar", wie hier manche meinen, außer eins: wir sind in Christus oder nicht. Das ist das A und O, sowohl für Paulus wie auch für Petrus, Johannes, Jakobus usw.
Unser "Gesetz" ist: Liebe Gott und deinen Nächsten wie dich selbst, in Gedanken, Worten und Taten. So werden wir Christi Gebot erfüllen.
"Eingepfropft in Israel" heißt nicht, Judentum abgewandelt nachzumachen, sondern "uns gilt die Verheißung Gottes wie ihnen, nämlich dass er uns alle zu sich ruft".
Die Idee, Jesus wollte quasi ein "ursprüngliches Israel" aufbauen und rief die Leute zum ursprünglichen Judentum, ist FALSCH. Jesus rief zum Vater.
Ferner ist es keine Devise, die Bibel möglichst widerspruchsfrei zu lesen, sondern man muss das lesen, was sie erzählt: eine Geschichte, einen Weg Gottes mit den Menschen, MIT allen Brüchen, Widersprüchen und Veränderungen, die das beinhaltet.
Senfkorn ne, Jesus war kein Christ. Jesus ist der Christus...
"Zur Freiheit hat uns Christus berufen" gilt nur für Heidenchristen und nicht für Judenchristen?
Also Judenchristen sollen die Freiheit in Christus nicht haben?
Senfkorn natürlich muss man das etwas trennen.
Es ging um Leute, die behaupteten, man müsse sich beschneiden lassen, um ein "echter Messiasnachfolger" zu sein. Das klärt Paulus auf.
Dass Juden beschnitten sind und ihre Kinder beschneiden lassen, ist klar. Es ging um die Frage, ob alle das tun müssen, damit sie Anteil an Christus haben.
Es wird häufig als "Gesetz Mose" bezeichnet, das stimmt. Um darzustellen, dass es an das Volk gebunden ist und noch nicht das letzte Wort Gottes.
Im Römerbrief wird es aber sehr umfassend als "Gesetz Gottes" dargestellt und sehr ausführlich behandelt.
Wenn du sagst "die Gebote der Tora halten, wie sie da stehen", gehört da noch ein bisschen mehr zu als "Sabbat halten und kein Schwein essen".
Deshalb die Frage: wie machst du das und wie sieht das in deinem Alltag aus?
Dass Liebe etc. wichtiger sind, setze ich sowieso voraus.