Beiträge von Seele1986

    "Sehen" bedeutet vor allem "erkennen". Das Wort ist zwar nicht "daát", sondern "raáh" (sehen, besehen, erscheinen), meint aber letztlich ähnliches.

    Ich habe zwar vorher schon von dir gehört, sagt Hiob, nun aber habe ich dich erkannt/gesehen, nun aber bist du mir erschienen.

    Das ist ja bei ganz vielen Menschen so: sie wissen von Gott, sind darin unterrichtet, sind vielleicht sogar ganz fromm, wie Hiob. Man hat ein gutes Leben (das sei jedem gegönnt), ist fromm und tut Gutes. Alles wunderbar. Das wird ja auch honoriert: Gott sagt zu Satan: "Hast du meinen Hiob gesehen?! Er ist fromm!"

    Wirklich "sehen/erkennen" tut er ihn aber erst in der Krise, in der Katastrophe. Dort fängt er auch an, wirklich mit ihm zu reden und dort redet er mit ihm so wirklich zum ersten Mal.

    Die ganze Unterhaltung mit den Freunden bildet das auch ab: ganz viele weise Worte, ganz viel Theorie, Theologie und Hörensagen. Auch das ist nicht per se schlecht und falsch, da stehen sehr weise Sätze in den Reden der Freunde. Aber das bringt erstens Hiob alles nichts, zweitens wird es ganz schnell zur Anmaßung. Wenn wir "Theologie treiben" müssen wir vorsichtig sein; wir meinen sehr bald, wir wüssten, was Gott will und warum, wieso, weshalb dieses und jenes so geschieht ...

    Die wirkliche Erfahrung und Erkenntnis kann aber nur Hiob allein mit Gott machen.

    Eines sollte uns aber klar sein, daß aus göttlicher Sicht nichts zufällig, unabsichtlich oder unerwartet geschieht. Sondern daß alles göttliches Konzept ist. Mit Alles meine ich auch Alles. Ausnahmslos.

    Interessant.

    Wenn die biblischen Autoren alles auf Gott beziehen und sagen: "Er hat das befohlen!", dann sagst du: Das waren deren (falsche) Vorstellungen von Gott, das haben sie ihm in den Mund gelegt!"

    Über eine 2 Mio Jahre währende natürliche Evolution aus affenähnlichen Vorfahren oder direkte Erschaffung eines ersten Menschenpaares?

    In der Bibel beginnt die Geschichte zwischen Gott und dem denkenden Menschen. Wie es genau war, weiß ich nicht. Wie auch Gott zu Hiob spricht: "Wo warst du, als ich die Erde gründete?"

    Ich lasse denen, denen ihre affenähnlichen Vorfahren wichtig sind, sie gerne.

    So ist es! JAHWEH (JHWH) ist Gott, der Schöpfer des Himmels und der Erde.

    Du, Stella, aber teilst wie Renato, diesen EINEN GOTT auf in JH und WH – in Justice Heavan* vs Warrior Hell★, Himmel gegen Hölle, Licht gegen Finsternis

    Das hatte mir Renato per PN auch mal geschrieben.

    Was ist das überhaupt für eine Lesart? Justice Heaven & Warrior Hell sind Englisch. Was ist das für ein Humbug?

    Und waren doch versklavt worden von Ägyptens Pharaonen und zur Zwangsarbeit gezwungen!

    Genau, und manche der Hebräer wollten zurück in diese Knechtschaft. Warum beachtet man denn diese Sätze, dass manche zurück wollten, und nicht die Beschreibungen zuvor, dass das Volk versklavt war und zum HERRN schrie, wie es ja auch schon zuvor Abraham vorausverkündet worden war (1Mo 15,13-14) ?

    Dann hätten jene, die zurück wollten, ja umkehren können. Wieso texten sie Mose damit voll? Mose und unzählige andere wollten raus und mit dem Herrn gehen.

    So fürchtet nun den HERRN und dient ihm aufrichtig und in Wahrheit, und tut die Götter von euch hinweg, denen eure Väter jenseits des Stromes und in Ägypten gedient haben, und dient dem HERRN! Wenn es euch aber nicht gefällt, dem HERRN zu dienen, so erwählt euch heute, wem ihr dienen wollt: den Göttern, denen eure Väter jenseits des Stromes gedient haben, oder den Göttern der Amoriter, in deren Land ihr wohnt. Ich aber und mein Haus, wir wollen dem HERRN dienen!

    Da antwortete das Volk und sprach: Das sei ferne von uns, dass wir den HERRN verlassen und anderen Göttern dienen! Denn der HERR, unser Gott, ist es, der uns und unsere Väter aus dem Land Ägypten, aus dem Haus der Knechtschaft, herausgeführt hat, und er hat vor unseren Augen diese großen Zeichen getan und uns behütet auf dem ganzen Weg, den wir gegangen sind, und unter allen Völkern, durch deren Mitte wir hindurchgezogen sind. Und der HERR hat alle Völker vor uns her ausgetrieben, ja auch die Amoriter, die im Land wohnten. Auch wir wollen dem HERRN dienen, denn er ist unser Gott! (Josua 24,14-18)

    Nicht alles HERR oder HERRN im AT bezieht sich auf Jahwe. Je nachdem kann es sich ja klar auf El Elyon dem Höchsten, beziehen. An dern Früchten kann man erkennen, wer jeweils gemeint ist

    Ja ja, ich verstehe schon, worauf du hinauswillst.

    Das bedeutet aber, dass der gleiche "HERR" einmal so und einmal so redet und tut; denn es ist ja von ein und demselben in den Bibeltexten die Rede. Da steht ja nicht "Jahwe sagte ... aber El gebot ihnen ..." - das ist ja EIN Gott, von dem uns da erzählt wird.

    Das, was du da sagst, ist im Bibeltext selber nicht zu finden. Und Jesus und die Apostel sagen das ja auch nicht; sie beziehen sich schlichtweg auf Gott, den Schöpfer des Himmels und der Erde. Paulus rekuriert ja sogar auf Adam, dessen Erschaffung wir in der Genesis nachlesen können, und Jesus rekuriert auf Mose und die Propheten. Es heißt ja über ihn "einen Propheten wie Mose wird Gott der Herr erwecken aus eurer Mitte" (Apg 3,22; 7,37)

    Wenn Mose der Knecht eines schlechten Gottes war, warum wird dann mit Jesus ein "Prophet wie er" gesendet?

    Das ist vollkommen Kraut und Rüben, was du da erzählst.

    Ah, dann ging Jahwe trotzdem noch alle Erstgeburten in Aegypten zu töten,

    Ja, weil der Pharao die Hebräer ja nicht gehen ließ, sondern immer wieder zuerst sagte: "Gut", und sich dann verweigerte. Ist ja alles da nachzulesen.

    Eine solche Gesinnung, Falschheit und Unbarmherzigkeit zerstört irgendwann den Fortbestand eines Volkes (die Erstgeborenen). Das kann man immer wieder in der Geschichte sehen.

    Hast du mal Aufnahmen gesehen, wie Hitler die hübschen Wangen der deutschen Jungs und Mädchen tätschelte - diese Kinder, die er dann in den Krieg und in den Tod schicken will?! Dieser schlechte Geist hat nicht nur das Leben jüdischer Menschen vernichtet, es zerstört ja das Leben des eigenen Volkes auch.

    Tötungsgesetze für dies und das und Kriegstreiberei brachte kein Unrecht und Unheil unter und durch dazu genötigte Israeligen?

    Natürlich, Krieg bringt immer Unheil. Die Juden beklagen bis heute in ihrer Pessachliturige den Tod der Ägypter im Meer und träufeln drei Tropfen Wein auf den Teller als Zeichen für das Blut der Ägypter. Es hätte nicht sein müssen.

    Genauso kann man auch die Kanaaniter beklagen, die ihre Kinder dem Moloch opferten, oder (wie im Beispiel oben) die Deutschen, deren Seele vom Nationalsozialismus vergiftet wurde. Die Bösen sind beklagenswerter als die Opfer!

    Ebenso sah auch Jesus den Judas an und war "tief betrübt", heißt es da. Er litt darunter. Und dieser Judas fand keinen Rückweg mehr, er ging daran selbst zugrunde.

    Im Gegensatz dazu verwandelte Jahwe als angebliches Zeichen er sei Gott Abrahams......iin stinkiges Blut worin die Fische starben.

    Die Verwandlung des Nilwassers in Blut war ein Zeichen, das sich auf die Ermordung der hebräischen Erstgeborenen durch den Pharao bezog. Zudem richteten sich die Plagen gegen einen jeweiligen ägyptischen Gott und zeigten, dass die Götter der Ägypter keine Macht haben, und dass Unrecht Unheil über Volk und Land bringt.

    Wie Jesus es auch sagte: Die Sünde bringt ihre Strafe mit sich.

    Andererseits gibt es auch :

    4. Mose 6:6 Alle Tage, an denen er sich für Jehova abgesondert hält, darf er zu keiner toten Seele kommen.

    Das Beweist; Seelen sind nicht immer lebendig

    Das zeigt zunächst einmal die Sprache und das Denken der Menschen damals:

    "Tote Seele" (nephesch meth) ist eine Bezeichnung für ein hier beendetes Leben; man hat sein Leben ausgehaucht. In der Schiffahrtssprache sprach man damals, wenn man Tote geborgen hat, von z.B. "fünf Seelen" (wenn es fünf Tote waren).

    Das Denken im frühen Israel war: der Mensch lebt hier seine Tage, stirbt hoffentlich kinderreich, alt und "lebenssatt", und wird dann "zu seinen Vätern versammelt".

    Später kam der Gedanke hinzu, dass die Seele des Menschen in den Scheol geht, wo er in einem "Dämmerzustand" verharrt und auf die Auferstehung wartet.

    Und dann kam Jesus, der zu Martha, die auf die Auferstehung am jüngsten Tage vertraute, sagte: "ICH BIN die Auferstehung und das Leben - wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt."

    Damit wir nicht aneinander vorbeireden, sollten wir uns auf die Definition von Geist einigen. Ich verstehe darunter Gedanken, Denken, also etwas, was ein Gehirn u. a. produziert. Und du?

    Geist ist der Lebensodem, den Gott den Menschen gegeben hat:

    der Staub kehrt zur Erde zurück, so wie er gewesen ist, und der Geist (ruach) zu Gott, der ihn gegeben hat. (Pred 12,7)

    Als aber Ananias diese Worte hörte, fiel er hin und verschied (grch. ekpsycho). Die jüngeren Männer aber standen auf, hüllten ihn ein und trugen ihn hinaus und begruben ihn ...

    Petrus aber sprach zu ihr (Saphira): Was ist es, dass ihr übereingekommen seid, den Geist des Herrn zu versuchen? Siehe, die Füße derer, die deinen Mann begraben haben, sind an der Tür, und sie werden dich hinaustragen. Sie fiel aber sogleich zu seinen Füßen nieder und verschied (grch. ekpsycho). Als aber die Jünglinge hereinkamen, fanden sie sie tot (grch. nekros); und sie trugen sie hinaus und begruben (grch. thapto) sie bei ihrem Mann. Und große Furcht kam über die ganze Versammlung und über alle, die dies hörten. (Apg 5,5.9-11)


    Es ist vollkommen okay zu sagen: Will ich alles nicht hören! Finde ich nicht gut. - Steht jedem frei. Aber wenn wir über Bibeltexte sprechen, dann bitte beim Wort bleiben.

    Dass Geist unabhängig von Körpern, unabhängig von Materie existieren könnte, ist doch wissenschaftlich längst widerlegt, denn Geist benötigt unabdingbar Materie als Codespeicher.

    Wie soll denn die Wissenschaft widerlegen, dass Geist unabhängig von Materie existieren kann?

    Meinst du, Gott lässt sich von der Naturwissenschaft sagen, was für ihn geht und was nicht? Und welchen Körper/welche Materie hatte Jesus, als er mehreren Menschen erschien, plötzlich im geschlossenen Raum stand, mit ihnen aß und trank, aber auch in den Himmel enthoben wurde?

    Warum sitzen lauter Christen heute dieser "wissenschaftlichen" Argumentationsweise auf und passen dann den Glauben der Wissenschaft an?

    Naturwissenschaftlich geht das nicht, da hat die Naturwissenschaft vollkommen recht. Das ist aber nicht unser Thema. Unser Thema ist der lebendige Gott, der Herr aller Natur und der Welt. Und wir beten: "Wie im Himmel, so auf Erden", und nicht: "Wie auf der Erde, so auch im Himmel".

    Gott zeigt: ich werde die Erde wie den Himmel machen! Und mit Sicherheit nicht: Ich werde den Himmel wie die Erde machen.

    Danke, von dieser Welt haben wir nun wirklich genug!

    Hos 6,6 Denn ich habe Lust an der Liebe und nicht am Opfer, an der Erkenntnis Gottes und nicht am Brandopfer.

    Sehr interessant. Da steht übrigens:

    "Kommt, wir wollen WIEDER umkehren zum HERRN (hebr. JHWH)! Er hat uns zerrissen, er wird uns auch heilen; er hat uns geschlagen, er wird uns auch verbinden! Nach zwei Tagen wird er uns lebendig machen, am dritten Tag wird er uns aufrichten, dass wir vor ihm leben. So lasst uns ihn erkennen, ja, eifrig trachten nach der Erkenntnis des HERRN (hebr. JHWH)! Sein Hervorgehen ist so sicher wie das Licht des Morgens, und er wird zu uns kommen wie ein Regenguss, wie ein Spätregen, der das Land benetzt!"

    Was soll ich mit dir tun, Ephraim? Was soll ich mit dir tun, Juda? Eure Liebe ist so flüchtig wie eine Morgenwolke, ja, wie der Tau, der früh vergeht! Darum habe ich sie behauen durch die Propheten, sie getötet durch die Worte meines Mundes, dass deine Gerichte seien wie ein Licht, das aufgeht. Denn an Liebe habe ich Wohlgefallen und nicht am Opfer, an der Gotteserkenntnis mehr als an Brandopfern. Sie aber haben wie Adam den Bund übertreten; dort sind sie mir untreu geworden.

    Gilead ist eine Stadt von Übeltätern, voller Blutspuren; gleich lauernden Straßenräubern ist die Bande der Priester: Am Weg nach Sichem morden sie; ja, Schandtaten haben sie begangen! Im Haus Israel habe ich Schauderhaftes gesehen; dort treibt Ephraim Hurerei, befleckt sich Israel. Auch dir, Juda, ist eine Ernte bestimmt, wenn ich das Geschick meines Volkes wenden werde! (Hosea 6,1-11)


    Die Opfer OHNE Gotteserkenntnis sind nichts wert, steht da. Das ist immerzu Konsens im Alten Testament. Ebenso sind auch unsere religiösen Handlungen, Feste, Gebete, Zeremonien usw. nichts wert ohne Gotteserkenntnis. Sie sind leblos und hohl.

    Ganz einfache, vollkommen einleuchtende Sache und unmissverständlich in der gesamten Bibel dargelegt.

    Deshalb ist z.B. auch dieses moderne Ausspielen von "Glaube vs. Religion" irreführend: Leute sagen: "Glaubt an Jesus! Lasst die Religion!" Jesus hat nirgendwo etwas gegen die Religion gesagt; er hat selbst religiöse Zeichen zur Wiederholung gestiftet (Taufe und Abendmahl); [das ist Religion: Wiederholung]. Jesus sagte bzw. zeigte aber ganz klar: Ohne Gotteserkenntnis ist das alles nichts wert!

    Gott weiß sehr wohl, dass wir Religion brauchen; wir sind zutiefst religiöse Wesen. Und wenn wir es dann noch mit Ihm sind - Halleluja! Dann ist es eine Freude und Wonne! Die Lieder, die gemeinsame Liturgie, die Gebete, die Stille, alldas ist eine Freude.

    Du darfst gerne auch lesen,

    Habe ich.

    Dass Jesus auch unser Sühneopfer ist, ist biblische, paulinische Lehre. Des Weiteren hat sein Tod noch viele andere Aspekte, auch jene, die du ausführst. Es hat mehrere Aspekte zugleich.

    Ich schreibe das jetzt zum x-ten Mal: SOWOHL-ALS-AUCH, nicht ENTWEDER-ODER!

    Es ist alldas gleichzeitig. Ebenso ist auch das Abendmahl vieles, die Taufe vieles, usw.; in der ganzen Bibel geht das so, es hat vielfältige Bedeutungsdimensionen.