Rom hat ein Schreiben an das Volk Gottes verfasst

  • Synode: Gemeinsamen Schreiben an das Volk Gottes - Vatican News
    Die Teilnehmenden der Welt-Bischofssynode im Vatikan haben am Mittwochnachmittag über ein gemeinsames Schreiben an das Volk Gottes abgestimmt. Vatican ...
    www.vaticannews.va

    Es handelt sich um eines der Dokumente, die im Rahmen der Weltsynode entstanden sind und wohl von vielen Gläubigen erwartet wurde.

    "Die Tiefe der Menschenseele birgt unergründliche Kräfte, weil Gott selbst in ihr wohnt." - Franz von Assisi

  • “Er teile die „Sorge über die inzwischen zahlreichen konkreten Schritte, mit denen sich große Teile dieser Ortskirche immer weiter vom gemeinsamen Weg der Weltkirche zu entfernen drohen“, schreibt das Kirchenoberhaupt in einem persönlichen Brief vom 10. November an vier deutsche Katholikinnen, darunter zwei Theologieprofessorinnen, der WELT vorliegt.“

    https://www.welt.de/politik/deutsc…-entfernen.html

    "Die Tiefe der Menschenseele birgt unergründliche Kräfte, weil Gott selbst in ihr wohnt." - Franz von Assisi

  • “Er teile die „Sorge über die inzwischen zahlreichen konkreten Schritte, mit denen sich große Teile dieser Ortskirche immer weiter vom gemeinsamen Weg der Weltkirche zu entfernen drohen“,

    Meint er damit das gleiche wie unser Präsident ...."Mission"?

    Zitat: „Anstatt das ,Heil‘ in immer neuen Gremien zu suchen und in einer gewissen Selbstbezogenheit die immer gleichen Themen zu erörtern“, lade er dazu ein, „sich zu öffnen und hinauszugehen, um unseren Brüdern und Schwestern zu begegnen, besonders jenen, die an den Schwellen unserer Kirchentüren, auf den Straßen, in den Gefängnissen, in den Krankenhäusern, auf den Plätzen und in den Städten zu finden sind“.

    Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Joh. 3,16

  • Hier habe ich mal den Brief von Franziskus rauskopiert:


    „Aus dem Vatikan, am 10. November 2023


    Sehr geehrte Frau Prof. Westerhorstmann, sehr geehrte Frau Prof. Schlosser, sehr geehrte Frau Prof. Gerl-Falkovitz, sehr geehrte Frau Schmidt,

    für Ihr freundliches Schreiben vom 6. November danke ich Ihnen. Sie wenden sich an mich mit Ihren Bedenken angesichts der aktuellen Entwicklungen der Kirche in Deutschland. Auch ich teile diese Sorge über die inzwischen zahlreichen konkreten Schritte, mit denen sich große Teile dieser Ortskirche immer weiter vom gemeinsamen Weg der Weltkirche zu entfernen drohen. Dazu gehört zweifelsohne auch die von Ihnen angesprochene Konstituierung des Synodalen Ausschusses, der die Einführung eines Beratungs- und Entscheidungsgremiums vorbereiten soll, das in der im entsprechenden Beschlusstext umrissenen Form mit der sakramentalen Struktur der katholischen Kirche nicht in Einklang zu bringen ist
    und dessen Einrichtung vom Heiligen Stuhl daher mit Schreiben vom 16. Januar
    2023, das ich in spezifischer Form approbiert habe, untersagt wurde. Anstatt das „Heil" in immer neuen Gremien zu suchen und in einer gewissen Selbstbezogenheit die immer gleichen Themen zu erörtern, wollte ich in meinem „Brief an das pilgernde Volk Gottes in Deutschland" die Notwendigkeit des Gebets, der Buße und der Anbetung in Erinnerung rufen und einladen, sich zu öffnen und hinauszugehen, um unseren Brüdern und Schwestern zu begegnen, besonders jenen, die an den Schwellen unserer Kirchentüren, auf den Straßen, in den Gefängnissen, in den Krankenhäusern, auf den Plätzen und in den Städten zu
    finden sind" (Nr.8). Ich bin überzeugt: dort wird der Herr uns den Weg zeigen. Für Ihr theologisches und philosophisches Wirken und für Ihr Glaubenszeugnis danke ich Ihnen. Der Herr segne Sie und die selige Jungfrau
    Maria behüte Sie. Bitte beten Sie weiterhin für mich und für unser gemeinsames
    Anliegen der Einheit.
    Im Herrn verbunden
    Franziskus“

    "Die Tiefe der Menschenseele birgt unergründliche Kräfte, weil Gott selbst in ihr wohnt." - Franz von Assisi

  • “Er teile die „Sorge über die inzwischen zahlreichen konkreten Schritte, mit denen sich große Teile dieser Ortskirche immer weiter vom gemeinsamen Weg der Weltkirche zu entfernen drohen“,

    Meint er damit das gleiche wie unser Präsident ...."Mission"?

    Zitat: „Anstatt das ,Heil‘ in immer neuen Gremien zu suchen und in einer gewissen Selbstbezogenheit die immer gleichen Themen zu erörtern“, lade er dazu ein, „sich zu öffnen und hinauszugehen, um unseren Brüdern und Schwestern zu begegnen, besonders jenen, die an den Schwellen unserer Kirchentüren, auf den Straßen, in den Gefängnissen, in den Krankenhäusern, auf den Plätzen und in den Städten zu finden sind“.

    Der Papst hatte mal sinngemäß gesagt, dass es ums Zuhören lernen geht und man so die bestehenden Gremien gestalten sollte - und nicht die Bürokratie aufblähen, indem man neue „synodale“ Gremien aufbaut

    "Die Tiefe der Menschenseele birgt unergründliche Kräfte, weil Gott selbst in ihr wohnt." - Franz von Assisi

  • Der Papst hatte mal sinngemäß gesagt, dass es ums Zuhören lernen geht und man so die bestehenden Gremien gestalten sollte - und nicht die Bürokratie aufblähen, indem man neue „synodale“ Gremien aufbaut

    Wenn sich aber alle vom Geist Gottes leiten ließen, wäre das kein Problem...

    Der Geist Gottes wirkt in den Gemeinden, dort wird der Mensch "Neugeboren" und dort lernt er die Nächstenliebe...oder auch nicht...!!!

    Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Joh. 3,16

  • Interessant dass der Papst ausgerechnet am evang. Martinstag, dem 10. November (!) seinen Brief verfasst hatte!

    Franziskus hatte doch vor gar nicht allzulanger Zeit zum sog. "Synodalen Weg" der DBK + des ZDK sinngemäß gesagt, „Es gibt in Deutschland bereits eine Evangelische Kirche, wir brauchen keine zweite!”

    Auf den Papst ist Verlass! Die konservativen deutschen Katholiken können sich darauf verlassen: Nichts Neues aus Rom! Es bleibt schön Alles beim Alten! Keine Reformen! »ROMA LOCUTA – CAUSA FINITA!«

  • Rom hat eine Menge gesagt. Es entbehrt für mich nicht einer gewissen Ironie, dass ausgerechnet die Vertreter des Aufeinanderhörens auf Taub schalten, wenn Rom etwas sagt.

    Normalerweise hat sich die katholische Kirche immer als Familie verstanden. Der synodale Weg hat zum Papst eher eine formal-rechtliche Beziehung: solange er Kirchenrechtlich nicht durchgreift, können wir den Mann ignorieren.

    Dennoch wird der Papst immer klarer und wenn Deutschland weiter macht wie bisher wird es wohl eine Trennung geben. Das kann man nüchtern-sachlich betrachten.

    "Die Tiefe der Menschenseele birgt unergründliche Kräfte, weil Gott selbst in ihr wohnt." - Franz von Assisi

  • Interessant dass der Papst ausgerechnet am evang. Martinstag, dem 10. November (!) seinen Brief verfasst hatte!

    Ist der Gedenktag von Papst Leo, seinem Vorgänger. Und wie man liest auch der Tag, an dem der Synodale Ausschuss - der von Rom untersagt wurde - errichtet wird.

    "Die Tiefe der Menschenseele birgt unergründliche Kräfte, weil Gott selbst in ihr wohnt." - Franz von Assisi

  • “Der Vatikan will Reformbestrebungen der katholischen Kirche in Deutschland stoppen: In einer offiziellen Note hat Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin den deutschen Bischöfen mitgeteilt, welche Themen nicht verhandelbar seien.“

    https://katholisch.de/artikel/48977-…alitaet-stoppen

    "Die Tiefe der Menschenseele birgt unergründliche Kräfte, weil Gott selbst in ihr wohnt." - Franz von Assisi

  • “Er teile die „Sorge über die inzwischen zahlreichen konkreten Schritte, mit denen sich große Teile dieser Ortskirche immer weiter vom gemeinsamen Weg der Weltkirche zu entfernen drohen“,

    Meint er damit das gleiche wie unser Präsident ...."Mission"?

    Zitat: „Anstatt das ,Heil‘ in immer neuen Gremien zu suchen und in einer gewissen Selbstbezogenheit die immer gleichen Themen zu erörtern“, lade er dazu ein, „sich zu öffnen und hinauszugehen, um unseren Brüdern und Schwestern zu begegnen, besonders jenen, die an den Schwellen unserer Kirchentüren, auf den Straßen, in den Gefängnissen, in den Krankenhäusern, auf den Plätzen und in den Städten zu finden sind“.

    Der Papst hatte mal sinngemäß gesagt, dass es ums Zuhören lernen geht und man so die bestehenden Gremien gestalten sollte - und nicht die Bürokratie aufblähen, indem man neue „synodale“ Gremien aufbaut

    Bei den Gremien geht es aber um beraten und zuhören.

    Wenn der Papst sagt "nicht verhandelbar", dann sagt er damit, dass er nicht zuhören will.

    Vielleicht, weil die Ablehnung der Frauenordination historisch wie theologisch auf schwachen Füßen steht.

  • Wenn der Papst sagt "nicht verhandelbar", dann sagt er damit, dass er nicht zuhören will.

    Vielleicht, weil die Ablehnung der Frauenordination historisch wie theologisch auf schwachen Füßen steht.

    Liebe Christel, das ist eben die Crux mit der katholischen Kirche! Dass eben auch die Jahrtausende alte Tradition zur christlichen Lehre, Theologie und zur Bibel hinzukommt. Denn die Päpste seit Johannes Paul II stimmen darin überein: „Jesus hat nur Männer in den Zwölferkreis der Apostel berufen und keine Frau! Daher kann es keine geweihten Ämter für Frauen in der Kirche geben! Das glaubte unsere Kirche so seit Jahrhunderten, das gehört somit zu unserer Tradition und kann daher nicht geändert werden!” ➡ ein typisches Argument für »ROMA LOCUTA – CAUSA FINITA!« auch wenn 100 mal die Ablehnung der Frauenordination historisch wie theologisch auf schwachen Füßen steht.

  • Es gibt Frauen auch in hohen Ämtern in der kath. Kirche.

    Allein die Weiheämter sind reine Männerclubs.

    Doch Mara Magdalena wird als Apostelin der Apostel bezeichnet. Es gab die Apostelin Junia und die Diakonin Phöbe. Auch wenn der Zwölferkreis männlich war, so gab es doch in der frühen Kirche Frauen in solchen Ämtern. Es gibt keinen wirklich theologischen Grund, um Frauen den Zugang zu Weiheämtern zu verwehren.

    Allein wenn ich die Macht hätte weiß ich nicht, ob ich es ändern würde. Denn die Gefahr einer Spaltung ist nicht zu leugnen. Aber gesprochen muss darüber werden.

  • Doch Mara Magdalena wird als Apostelin der Apostel bezeichnet. Es gab die Apostelin Junia und die Diakonin Phöbe. Auch wenn der Zwölferkreis männlich war, so gab es doch in der frühen Kirche Frauen in solchen Ämtern.

    Maria von Magdala war auch die erste Auferstehungszeugin (!) und ist daher wohl auch die erste Evangelistin der Christenheit und der Weltgeschichte gewesen!

    Es gibt keinen wirklich theologischen Grund, um Frauen den Zugang zu Weiheämtern zu verwehren.

    Das sehe ich auch so! Außerdem kennt auch die Kurie im Vatikan und der Papst den o.g. theologischen Befund! Es wird ja leider so sein, dass es hier rein um "kirchenmachtpolitische Dinge" geht

    Allein wenn ich die Macht hätte weiß ich nicht, ob ich es ändern würde.

    PS: ich wage mal die Prognose, dass es offiziell noch mindestens zwanzig Jahre dauern wird in der Römisch-Katholischen Kirche bis man Frauen zum Priesteramt zulassen wird ...

  • PS: ich wage mal die Prognose, dass es offiziell noch mindestens zwanzig Jahre dauern wird in der Römisch-Katholischen Kirche bis man Frauen zum Priesteramt zulassen wird ...

    Die Gebiete, in denen die römische Kirche floriert (Lateinamerika, Afrika) wollen keine Zulassung von Frauen, sondern sie wollen die gute alte, fest bestehende römisch-katholische Kirche.

    Man darf nicht ständig von Deutschland auf die Welt schließen. Deutschland interessiert nicht so sehr.

    Die religiöse Situation in Deutschland ist eine Vollkatastrophe, wie es sie kaum woanders in der westlichen Welt gibt:

    die USA sind total religiös; Großbritannien steht treu zu ihrer Anglikanischen Kirche;

    die skandinavischen Länder leben ziemlich unkompliziert mit ihren lutherischen Volkskirchen (in Dänemark und Island sind es sogar noch offizielle Staatskirchen);

    die Schweiz hat ein unglaublich reiches reformiertes und philosophisches Angebot in den Medien (es gehört zur Kultur, zu Bildung und Ton, über solche Dinge zu wissen und sich auszutauschen);

    Frankreich ist zwar total laizistisch, hat aber ein ganz starkes kirchliches Leben (vor allem katholisch; den letzten Papstbesuch in Frankreich mal gesehen?);

    Spanien, Portugal und Italien sind katholisch; das gehört zu denen wie das Blut in ihren Adern;

    Polen ist zutiefst katholisch; die anderen Oststaaten und Griechenland sind orthodox, die sowieso ganz anders ticken als wir im Westen ...


    Deutschland ist nicht das "Bild der westlich-säkularen Welt" (so klingt das immer, wenn man sich hier Talkshows anguckt), sondern Deutschland ist eigentlich ziemlich alleine mit seiner Art und Weise und seiner Verfassung.

  • Doch Mara Magdalena wird als Apostelin der Apostel bezeichnet.

    Das Franziskus 2016 diese alte Bezeichnung wieder verwendete und sogar ihr Gedenktag (22. Juli) in den Rang eines "Festes" gehoben wurde - was sie liturgisch den Aposteln gleichsetzt - hätte schon ein bisschen mehr erwarten lassen. Aber es scheint schwierig zu sein sich Frauen in Weiheämtern "vorstellen" zu können. Man wird sehen, wie Kirche in Deutschland darauf reagiert, da sich ja auch beim 1. Teil der Weltsynode noch nicht wirklich viel an Reformen zu tun scheint.

    Einmal editiert, zuletzt von Junker (23. Dezember 2023 um 20:28)

  • Man darf nicht ständig von Deutschland auf die Welt schließen. Deutschland interessiert nicht so sehr.

    Das glaube ich nicht, das Deutschland den Vatikan nicht so sehr interessiert. Ich möchte sehen, was da im Vatikan los wäre, wenn Deutschland seinen eigenen Weg gehen würde ohne groß Rücksicht zu nehmen auf den Papst. Deutschland war für die Katholische Kirche nie eine Nebensächlichkeit.
    In vielen Teilen der Welt wünscht man sich Reformen in der Katholischen Kirche, wenn Deutschland da aus der Reihe geht, könnte das eine Initialzündung für so manch anderes Land sein.

    Die religiöse Situation in Deutschland ist eine Vollkatastrophe, wie es sie kaum woanders in der westlichen Welt gibt:

    Was soll in Deutschland eine "Vollkatastrophe" sein? Sie sprechen viele Themen an, die schon lange in der Kirche diskutiert werden und versuchen eben etwas Bewegung in diese verfahrene Situation zu bringen. Ich denke das ist ihr gutes Recht, sonst hätte man ihnen das alles schon längst verboten.

    3 Mal editiert, zuletzt von Junker (23. Dezember 2023 um 20:41)