Beiträge von Junker

    da frage ich mich, welchen Unterschied die Dreieinigkeitsfrage macht? Um was geht's also praktisch? Die Form der Anbetung? Und um was noch?

    Hat die Dreieinigkeitsfrage irgendeinen Einfluss auf die uns allen gebotene Nächstenliebe?

    Ob die Dreieinigkeitsfrage einen Einfluss auf die uns gebotene Nächstenliebe hat, lässt sich nicht allgemein mit einem Ja oder Nein beantworten. Denn es hängt vom Menschen selbst ab, ob er darin irgendeine höhere oder vollkommene Form der Liebe oder auch des Opfers sehen kann oder will. Also beispielsweise dass der Dreieinige-Gott sozusagen selbst, unsere Sünden, durch die 2. Person der Gottheit, auf sich genommen hat, selbst aufs Kreuz gestiegen ist, für Menschen die vor allem gesündigt haben und völlig unwürdig waren so ein Opfer gebracht wurde, ein Dreieiniger-Gott der den irdischen Tod des Sünders durchlitten hat, um so Würmchen wie uns zu retten.
    Wenn er - der Vater, der Sohn und der Hl. Geist, uns Unwürdigen ein solches Maß an Liebe und Wert gegeben hat, er unser trauriges Haupt aus den Staub unser Schuld emporhob (gemeinsam, nicht nur einer allein) und sagte, ich liebe dich, ich vergebe dir, ich will, dass du mein Kind bist, dass du für ewig dort bist, wo auch ich bin, dann hat diese Dreieinigkeit einen Einfluss auf die Liebe zu unseren Nächsten, denn wir werden eine Ahnung davon bekommen, welche unendliche Liebe Gott uns wirklich gezeigt hat. Nicht eine Liebe der Verurteilung, sondern eine Liebe des Aufrichtens, des Erbarmens, des über alle Schuld und Unvollkommenheit Hinwegsehens, und zwar der ganze Gott und nicht nur ein Teil davon. Wie könnten wir dann den nicht lieben, der vom ganzen Gott mit solch einer bedingungslosen und selbstaufopfernden Liebe geliebt wird?

    Aber für die, die das nicht sehen können, wird es keinen Unterschied machen, ob sie nun Gott als dreieinig sehen oder nicht. Eine Entschuldigung unseren Nächsten nicht zu lieben wie uns selbst, wird es vor Gott für uns niemals geben. Jeder wird nach seinem Maß gemessen und nach diesem Maß Vergebung erhalten.

    Auch 1. Korinther 8,6a) („Wir aber wissen, dass es nur einen Gott gibt, den Vater” – NLB) wird zusammen mit Johannes 17,3 („Der allein wahre Gott”) als Hauptargumente gegen die Lehre der Dreieinigkeit vorgebracht! Dabei aber sollte auch noch der zweite Teil des Verses aus 1. Kor. 8,6 betrachtet werden! Bleiben wir bei der Neues Leben Bibel (NLB)-Übersetzung: „Und es gibt nur einen Herrn, Jesus Christus, durch den Gott alles erschaffen hat” – 1. Korinther 8,6b) – NLB) ==> hier wird Jesus auch als Schöpfer („[der] alles erschaffen hat”) bezeichnet, also ist Jesus Christus auch Gott!

    1Kor 8,5 Denn wenn es auch sogenannte Götter gibt im Himmel oder auf Erden - wie es ja viele Götter und viele Herren gibt -,
    8,6 so ist doch für uns ein Gott, der Vater, von dem alle Dinge sind und wir auf ihn hin, und ein Herr, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind und wir durch ihn.

    Wie kann man 1. Korinther 8,6 verstehen?
    1. Man könnte den Vers im subordinarischen Sinn verstehen. Also dass es innerhalb der einen Gottheit eine hierarchische Struktur gibt, die auch darauf hinweist, dass diese drei nicht wesensgleich sind. Das Wort theos hätte hier eine Bedeutung "der Höchste", unter den Gott-Personen. D. h. der Vater wäre der Gott/Höchste im Gott der drei Personen. Man unterscheidest also den "Dreieinigen-Gott" und den "Gott unter den drei Personen".
    2. Es könnte auch eine Abwandlung des subordinarischen Sinns darunter verstanden werden. Indem bei der Gottheit zwar alle drei Personen wesensgleich wären, aber die Rollen unterschiedlich sind. Das lateinische Wort persona, hatte ursprünglich die Bedeutung von "Maske", später dann von "Rolle" (im antiken Theater). Jede Person hätte damit eine Rolle innerhalb eines wesensgleichen Gottes. 1Kor 8,6 scheint genau diese Rolle des Vaters anzusprechen, er hat die Rolle dessen: "von dem alle Dinge sind". Man könnte sagen, der Vater nimmt die Rolle es Ursächlichen ein, alles kommt von ihm. Während Jesus dabei die Rolle dessen einnimmt, durch den hindurch alles ist. Alles kommt vom Vater, wird aber erst durch das Wirken des Sohnes hindurch. Ohne das 1. kann das 2. nicht sein. Damit übernimmt der Vater die Rolle des Höchsten, innerhalb der dreieinigen, wesensgleichen Gottheit. Er ist sozusagen der Gott, im dreieinigen Gott, also der Höchste im Drei-Höchsten. Nicht vom Wesen her, sondern nur von der Aufgabenrolle her.
    3. Man könnte den Text ganz einfach so lesen, dass es "einen" Gott gibt, den Vater, "von" dem alle Dinge sind. So wie man sagen könnte: Es gibt "einen" Menschen, von dem alle Autos abstammen. Das bedeutet nicht, dass es nicht noch einen anderen Menschen geben kann. Und man könnte im trinitarischen Sinn dann den Satz leicht abgewandelt fortsetzen und sagen: "Einen Gott, von dem alle Dinge sind ..... und es gibt einen Gott, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind".
    Dass bei 1Kor 8,6 vor Christus nicht "Gott" steht, sondern "Herr", muss nicht bedeuten, dass Christus nicht neben dem Herrentitel (den Paulus hier aus einem bestimmten Grund hervorheben wollte), nicht zugleich auch Gott ist. Also: "Ein Gott, der Vater, von dem alles ist und ein (derselbe) Dreieinige-Gott, durch den alles ist." Jesus Christus ist nicht der Gott "von" dem alles ist, sondern durch den alles ist. Es gibt daher nur einen Gott, den Vater, von dem alles ist. Diese Aussage schließt aber nicht aus, dass es noch eine zweite und dritte Person im dreieinigen Gott gibt, die ebenfalls der dreieinige Gott sind, nur "von" ihnen kommt nicht alles, das kommt nur vom Vater.

      

    Da Jesus in Johannes 17:3 unmissverständlich lehrte, dass der Vater im Himmel ALLEIN WAHRER Gott ist, und wer dies erkannt hat, ewiges Leben geschenkt bekommt, dann ist doch jegliche Diskussion über eine Dreieinigkeit Gottes vollkommen überflüssig.

    Stell dir einen dreiblättrigen Klee vor. Auf einem Blatt seht Vater, auf einem Sohn und auf einem Hl. Geist. Alle haben aber auch etwas gemeinsam, sagen wir das sind die Wurzel und der Stängel. Fragt man nun einen Beobachte, wie viele Pflanzen er sieht, wenn er auf diesen Klee blickt, was wird er sagen? Er wird sagen: Ich sehe nur eine Pflanze. Aber ist nicht dieses eine Kleeblatt eine andere Pflanze wie das andere Blatt, könne man dann fragen? Nein, wir er sagen, es ist nur eine einzige Pflanze und nicht drei, ich sehe das ganz genau. So kann man die Dreieinigkeitslehre verstehen, es gibt nur eine Pflanze … „Gott“, also nur einen Gott, aber die eine Pflanze hat drei Blätter, mit jeweils seinen eigenen Fingerabdruck, also mit seiner eigenen Persönlichkeit. Kein Blatt ist exakt so wie das andere und doch sind sie eine einzige Pflanze, die in allem vollkommen harmoniert.
    Dann sagt das eine Blatt zum anderen: Du bist Gott, der einzig wahre Gott. Das andere Blatt sagt: Ja, das stimmt, aber du bist auch derselbe einzige Gott. Und das dritte Blatt sagt: Wir sind alle drei der eine und einzige Gott, weil außerhalb von dieser einen Pflanze – die Gott heißt –, keine weitere Pflanze mehr ist.

    Nach diesem Verständnis stimmt also die Aussage Jesu, dass der Vater der allein/einzig wahre Gott ist. Ohne damit aber gesagt zu haben, dass der Sohn und der Hl. Geist nicht ebenso dieser einzig wahre Gott sind. Jeder dieser Drei, könnte zum anderen dasselbe sagen, wie Jesus es zu seinem Vater sagte.
    Aber der Vater wird nicht sagen: Ich bin auch der Sohn oder der Hl. Geist. Und der Sohn wird nicht sagen: Ich bin auch der Vater und der Hl. Geist. Und der Hl. Geist wird auch nicht sagen, dass er einer der beiden anderen ist. Ein Gott, in drei Persönlichkeiten. So könnte man die Dreieinigkeitslehre verstehen.

    Ich schreibe das nicht, damit du das glauben sollst. Aber viele verstehen nicht, wie man solche Aussagen wie bei Johannes 17,3 mit der Dreieinigkeitslehre in Übereinstimmung sehen kann. Darum meine kleinen Zeilen, um dieses Verständnis nahvollziehen zu können.
    Und damit lass ichs auch schon wieder -
    alles Liebe dir.

    ▶️ 1 Joh 5,17: ... Denn hier in diesem Vers 17 spricht ja Johannes nur davon, dass »Jedes Unrecht Sünde ist«! Dann aber fügt er im Sinne seines 16. Verses doch noch wieder hinzu: „aber es gibt Sünde, die nicht zum Tod führt.” – also nun doch ein Unterschied "Todsünde" – "lässliche Sünde" (= Sünde, die nicht zum Tod führt) ?

    Könnten es nicht einfach Sünden sein, die der Mensch nicht bewusst, sondern sogar in guter Absicht begangen hat? Also von der Erkenntnis oder vom Beweggrund her anders von Gott bewertet werden?

    Es ist völlig egal,was Frau White sagte, aber Tatsache ist, dass ihre Aussagen bezüglich Ernährung vor 150 Jahren vielleicht dem damaligen Wissensstand entsprachen, aber heute überholt sind.

    Für viele ist es eben nicht egal was Ellen White schrieb, sie nehmen das sehr genau und das kann gesundheitlich zu schweren Problemen führen. Darum habe ich es hier nochmals geschrieben.

    Wenn man die Aussage von Ellen White liest, dann war die Schlussfolgerung auf reine Pflanzenkost von der Bibel abgeleitet, nicht aus dem damalig medizinischen Wissensstand. Sie machten einfach den kurzen Schluss, dass wir so wie es Adam biblisch vorgeschrieben war, also sich rein pflanzlich zu ernähren, es auch für uns das Beste wäre - wäre es damals gesund gewesen, weil es alle Nährstoffe enthielt, dann müsste es heute ebenso gesund sein und alles Essentielle in ausreichender Menge enthalten.
    Dass sich aber etwas in den Jahrtausenden verändert haben könnte bei den Pflanzeninhaltsstoffen oder vielleicht auch in der Verdauung des Menschen (z. B. wird gesagt, dass bei sehr wenigen, die sehr basisch sind, die Darmbakterien die Vitamin B12 produzieren, in einem Darmbereich vorkommen könnten, wo sie durch den Darm in den Körper aufgenommen werden könnten: ob das stimmt weiß ich nicht), wurde dabei gar nicht bedacht, so weit reichte der Geist damals offenbar nicht und Gott verschwieg Ellen White so etwas Wichtiges (gerade für Säuglinge und Kinder) offenbar auch.

    Ich weiß, Ellen White ist nicht dein Thema, aber für andere schon, darum diese Anmerkung.

    da muss man sich wundern wie Adam und Eva fast 900 Jahre alt wurden und das ganz ohne Fleisch😂 soweit ich weiß wurde erst nach der Sintflut Fleisch gegessen

    Adam lebte wohl viel in der Natur, da ist es klar, dass er ausreichend D3 hatte durch die Sonne. Wir leben meist in Innenräumen oder sind stark bekleidet.
    Bei B12 wissen wir nicht, ob Adam Milch zu sich nahm oder ob es damals pflanzliche Lebensmittel gab die B12 enthielten. Ein Vergleich mit heute ist daher nicht logisch.
    Heute enthalten Pflanzen jedenfalls kein B12, außer sie werden durch Bakterien in die Pflanzen (z. B. im Wurzelbereich) eingebracht, was aber so gut wie nicht der Fall ist. Und Fermentation oder Milchsäuregärung (Sauerkraut), wurde traditionell im Adventismus auch nicht beworben, auch Ellen White schrieb dazu nichts (was wohl das Mindeste gewesen wäre, wenn man die Menschen schon dazu bringen will sich nur noch pflanzlich zu ernähren).

    :Er sagte nämlich in der Vorlesung, Vegetarier seien wegen des B12 - Mangels intellektuell hintennach - - - - - - Zum "Glück" haben meine Eltern dann rechzzeitg damit aufgehört

    Da ich eine Reformadventistin kannte, die mit ihrem Kleinkind, wegen B12-Mangel ins Spital musste, es war sehr gefährlich für das Kind, hier noch ein Auszug aus einer Vegan-Seite. Gerade bei Säuglingen und Kleinkindern kann sich ein Mangel sehr rasch bemerkbar machen und schlimmste Auswirkungen haben. Daher bitte nicht nur Obst, Gemüsen, Nüsse und Getreide zu sich nehmen, wie Ellen White schrieb, sondern unbedingt auf die B12-Versorgung achten, insbesondere auch in der Schwangerschaft und bei Kleinkindern.

    Vitamin B 12 - vegan und munter
    Vitamin B 12 ist ein sehr wichtiges Thema für vegan lebenden Menschen. Anders als diverse reißerische Artikel es gerne propagieren, ist eine vegane Ernährung…
    veganundmunter.com

    »Während erwachsene Menschen aufgrund der Tatsache, dass Vitamin B 12 in der Leber gespeichert wird und dieser Speicher recht groß ist, oft erst nach einigen Jahren veganer Ernährung einen B12-Mangel entwickeln, verfügen Neugeborene über keine nennenswerten Speichermengen.13 Gerade deswegen sind die Auswirkungen eines Mangels für Neugeborene besonders gravierend. Durch die fehlenden aufgefüllten Speicher entwickelt sich ein Mangel rasch. Dieser Mangel erhöht in der Folge das Risiko für Entwicklungsstörungen und Nervenschäden stark.14«

    Abb. 483 Die abgebildeten Lebensmittel enthalten alle Vitamin B12. (Adobe Stock)

    Pflanzliche Lebensmittel enthalten in der Regel - außer sie sind vergoren oder fermentiert - kein für den Menschen verwertbares Vitamin B12, die Abbildung ist daher irreführend.
    Es wurden Vitamin-B12-Analoga, die chemisch jenem Vitamin B12 das der Körper verwerten kann ähneln, häufig als echtes B12 in Pflanzen (z. B. Spirulina) beworben.
    Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), eine Anstalt öffentlichen Rechts der Bundesrepublik Deutschland, welches die Bundesregierung im Bereich der Lebensmittelsicherheit berät, schreibt zu B12 folgendes (Quelle):
    »Bakteriell vergorene pflanzliche Lebensmittel, etwa Sauerkraut oder auch bestimmte Meeresalgen* oder Shiitake-Pilze können Spuren von Vitamin B12 enthalten; alle anderen herkömmlichen pflanzlichen Lebensmittel enthalten kein Vitamin B12. Eine bedarfsdeckende Versorgung allein mit pflanzlichen Lebensmitteln ist daher für den Menschen nicht möglich. Konkret bedeutet das: Vegan lebende Menschen sollten nach ärztlicher Rücksprache Vitamin B12 supplementieren.«

    * Die AOK schreibt zu Meeresalgen: »Nori und Chlorella-Algen enthalten erhebliche Mengen Vitamin B12 und werden daher als alternative Nährstoffquelle für Veganer angepriesen. Dabei handelt es sich jedoch meist um Formen, die für Menschen nicht oder schlecht verwertbar sind

    Warum betreiben die Menschen heuten diesen Körperkult...

    Ist es nicht eine Art schrei nach Liebe und Anerkennung von Menschen?

    Dabei wissen wir das Gott uns so sehr liebt....

    Viele Menschen glauben ja der Bibel nicht. Aber selbst wenn sie es tun und auch verinnerlicht haben, dass Gott sie liebt, ersetzt Gott nicht die Liebe der Menschen untereinander, das war auch nie seine Absicht. Daher pflegen sich Menschen oder versuchen so lange wie möglich attraktiv zu bleiben, damit sie auf andere auch äußerlich gut wirken und nicht zurückgewiesen werden, ist ja auch im Beruf so. Es kann natürlich auch zum Kult ausarten, dann kann es krankhaft werden.

    Trotz solcher Geschichten wird ja immer noch fleissig die richtige Ernährung gemäss Frau White zelebriert und man meint damit sei man auf dem neuesten Stand bezüglich richtiger Ernährung.

    Ellen White schrieb: "Meat is not essential for health or strength, else the Lord made a mistake when He provided food for Adam and Eve before Counsels on Diet and Foods their fall. All the elements of nutrition are contained in the fruits, vegetables, and grains." —The Review and Herald, May 8, 1883"
    Also: "Fleisch ist für die Gesundheit oder Kraft nicht essentiell, sonst hätte der Herr einen Fehler gemacht, als er Adam und Eva vor ihrem Sündenfall mit Nahrung versorgte. Alle Nährstoffe sind in Obst, Gemüse und Getreide enthalten."

    Das alle Nährstoffe die der Mensch benötigt, in Obst, Gemüse und Getreide enthalten sind, trifft auf das oben angesprochene Vitamin B12 nicht zu. Also das eigene Denken und Prüfen nie vergessen.

    Kurze Zwischenfrage an euch zwei:
    Glaubt ihr an einen physischen (feststofflichen) Körper oder daß die Seele weiterlebt? Vielleicht in einem Astralkörper?

    Theoretisch wäre bei Gott alles möglich, was auch immer man unter einem Astralkörper verstehen kann.
    Persönlich glaube ich, dass Gott bei seiner irdischen Schöpfung alles "sehr gut" gemacht hat, also so wie er es für uns und die Tiere haben wollte. Und das waren eben keine Astralkörper, sondern ein sehr guter physische Körper, in denen die Geschöpfe, mit einem genau angepassten Biotop (eine biologisch-synergetische Wechselwirkung des gegenseitigen Dienens), ihre Fähigkeiten und ihre Freude auch ideal leben und ausdrücken konnten. Daher würde ich davon ausgehen, dass Gott seinen Geschöpfen sicher nicht weniger schenken würde nach einer Auferstehung, als zur Zeit als sie hier auf Erden waren. Würde eine andere Körperart das "sehr gut" der physikalischen Schöpfung aber noch übertreffen, dann könnte ich mir vorstellen, dass Gott diese Körper auch geben würde.

    Ich würde sagen ja, obwohl es dafür wohl kein eindeutiges klares biblisches Zeugnis zu geben scheint ...

    Die Bibel ist bei vielem nicht wirklich klar. Dann wird man auf Grundsätze zurückgreifen müssen, also z. B. was Gott unter Liebe versteht und wie er gegenüber denen handelt, auch nach dem Tod, die er liebt.
    Wenn der Gott der Liebe also auch Tiere liebt, mehr als ein Hundebesitzer seinen Hund, dann würde er sich doch sicher darüber freuen, wenn sein geliebter Hund oder Vogel wieder in vollkommener Gesundheit auferstehen würde und in nun vollkommenen Glück herumhüpfen oder herumflattern könnten.
    Warum also die Bibel über diesen vermeintlichen Liebesakt Gottes gegenüber seinen so sehr geliebten Tieren nichts zu sagen hat, ist dann doch verwunderlich. Wie tröstlich würde es für Menschen sein, wenn sie am Todestag ihrer Tiere wüssten, dass sie nicht für immer verloren sind. Für Gott wäre es ja auch kein Problem viele Welten zu schaffen, wo diese vielen Tiere dann auch leben könnten.

    Auch Fleischprodukten, Eiern und Milch stand er kritisch bis ablehnend gegenüber.

    Ich weiß nicht woher die Nachricht stammt, dass er Milch kritisch oder ablehnend gegenüber stand, das war nur anfänglich so. Kellogg war ein Liebhaber von Joghurt, sowohl oral als auch durch Einläufe. Bekanntlich enthält Joghurt auch Vitamin B12.

    Zitat: "Kellogg ist davon überzeugt, dass Milch die Lebenserwartung des Menschen anheben würde und war damit einer der ersten Befürworter in den USA. Über die Verwendung von Milch kam er schließlich zu seinem Lieblingsprodukt, dem Joghurt.30

    Kellogg hat eine eigene Milchtherapie entwickelt, um die schlimmsten Fälle der Selbstvergiftung des Körpers mit Hilfe von Milch zu stoppen. Er nennt sie The Milk Regimen. Dazu hat er zwei Thesen aufgestellt, die folgendes besagen: “[…] the first essential is that the milk should be taken in large amount, so large as greatly to exceed the needs of the body, and thus fill the alimentary canal with material which will promote the growth of friendly bacteria.”31

    Zudem sei es wichtig, Milch mehrmals täglich zu sich zu nehmen: “A half Pint every half hour is the usual plan. […] It is especially important that a sufficient amount of milk sugar should reach the colon unabsorbed to maintain in the colon a state of acid fermentation, thereby preventing putrefaction and changing the intestinal flora.”32 So könnten die besten Ergebnisse mittels Milchtherapie erzielt werden. 33"

    DIPLOMARBEIT Titel der Diplomarbeit: „The Road to Wellville – John Harvey Kellogg als Roman- und Filmfigur“;
    Verfasser: Christopher Stampfer; Seite 15

    Ich tu mir leichter anzuerkennen, dass die Christuserkenntnis und der Hilferuf/Glaube an Jesus die Heilung bewirkt.
    ........ Jesus heilte auch nicht per Generalheilung aller Kranken im Gebiet soundso.

    Es steht aber auch nicht geschrieben, dass er jemals jemanden abgewiesen hätte, der zu ihm wegen einer Heilung kam, weil sein Glaube zu gering gewesen wäre. Ist das nicht auffällig? Sollte uns das nicht ermutigen, so wie wir sind zu Gott oder Jesus zu kommen und werden wir mit unserer Bitte dann enttäuscht fortgehen müssen, weil er uns wegen unseres Glaubensmangels zurückweist? Sollten wir so denken?
    Lukas 4,40: Als aber die Sonne unterging, brachten alle, die an mancherlei Krankheiten Leidende hatten, sie zu ihm; er aber legte jedem von ihnen die Hände auf und heilte sie.
    Waren diese sicher oft schwer Kranken bzw. Siechen, oder deren Bringer, wirklich alle überzeugte Gläubige, z. B. dass er der Messias war, oder waren sie sich sicher/gläubig, dass er sie heilen würde oder könnte? Das wäre eine unrealistische Annahme. Aber dennoch heilt er »jedem«, der zu ihm gebracht wurde.
    Davon, dass er eine Generalheilung für ganz Israel machte, habe ich nichts geschrieben. Das wäre ein anderes Thema. Es war sinnvoll, dass die Wunder auf Jesus bezogen wurden, darum wurden sie gegeben.

    Schon im Hinkommen und Bitten zu Gott bzw. Jesus liegt ein Segen, ob unser Glaube groß, klein oder vielleicht noch gar nicht vorhanden ist. Der Gott der Liebe weist keinen, der zu ihm kommt und eine aufrichtige Bitte hat, ohne Segen von sich (auch wenn der Segen nicht immer das bringt, was sich der Mensch erwartet hat).
    Damals war es eine besondere Gnadenzeit (ein Gnadenjahr des Herrn), in der Gott viele solche Heilungen wollte, um das Wirken des Messias hervorzuheben, als den, der das Heil für die ganze Menschheit bringt - damals symbolisiert durch die Wunderheilungen, aber für uns im Hinblick auf die ewige Heilung.

    Ich weiss nicht mit was für Menschen zu tun hast.

    Vaterunser: »dein Wille geschehe«
    Ich gehe davon aus, dass dabei auch der Wille Gottes in unserem Tun und Denken gemeint ist, wo Sein Wille geschehen soll.

    Persönlich vertraue ich schon darauf, dass es viele Christen gibt, die auch ein weitgehend sündenfreies Leben führen - wo man sagen kann, dass der Wille Gottes dort geschieht -, von seltenen Ausrutscher jetzt mal abgesehen (gemäß der eigenen Erkenntnis). Zumindest sollen wir ja die anderen höher achten als uns selbst und nicht Ankläger der Brüder sein. Und ich traue den Menschen schon zu, dass sie mit der Hilfe Gottes ihr altes Leben begraben haben und den Willen Gottes leben.

    Mit was für Menschen du zu tun hast: Oft ist es nicht so, dass man allen Gemeindegliedern nachweisen könnte, dass sie ständig sündigen, das scheint mir eher eine Vermutung zu sein, vielleicht weil man von sich auf andere schließt.
    Mir gefällt immer die Aussage von Heinrich Zille: »Das Unglück ist, daß jeder denkt, der andere ist wie er, und dabei übersieht, daß es auch anständige Menschen gibt.«

    Aber mit dem, was wir unter "Lepra" ="Aussatz" lernen und sehen und zu behndlen versuchen, hat dies nichts zu tun !"

    Und warum nicht?
    Sind die Aussagen zum griechischen Begriff lepras in der Bibel wirklich so genau beschrieben, dass man vollumfänglich ausschließen kann, dass es sich dabei u. a. auch um Lepra gehandelt haben könnte? Und worum hätte es sich dabei sonst gehandelt, damit ein Ausschluss aus den Dörfern gerechtfertigt war (sicher nicht nur um Schuppenflechte)?

    -) Um welche Krankheit hat es sich gehandelt? War es Lepra?

    Man kann nicht mit Sicherheit sagen, ob das griechische Wort leproi (von lepros bzw. lepra), dasselbe bedeuten muss, wie das heutige medizinische Wort Lepra.

    Hier ein Auszug aus Wikipedia: 
    Die hebräische Bezeichnung Zaraat (oder Ṣaarʿat) umschreibt im Buch Leviticus (im 13. und 14. Kapitel) leichtere Hauterkrankungen. Ob es sich dabei um Lepra handelt, ist fraglich.[18] Ob in der Bibel überhaupt von Lepra berichtet wird, ist nach wie vor strittig (siehe oben). Zu der bekannten Erzählung aus den Evangelien gehört die Heilung eines Aussätzigen.

    Man nimmt an, dass aufgrund des unvollständigen medizinischen Wissens viele Hautkrankheiten früher unter Begriffen wie Lepra oder „Aussatz“ zusammengefasst wurden, da man nicht streng zwischen den verschiedenen Hauterkrankungen wie z. B. Lupus (Schmetterlingsflechte) oder Psoriasis (Schuppenflechte) unterscheiden konnte. Woran ein in Überlieferungen erwähnter Aussätziger tatsächlich erkrankt war, kann daher fast nie mit Sicherheit festgestellt werden.

    Die Elberfelder Studienbibel schreibt zu lepra:
    »Aussatz« umfasste in biblischer Zeit mehrere Hautkrankheiten, z. T. auch die damals noch unheilbare Lepra.

    In Theologisches Wörterbuch zum NT (Kohlhammer, Bd. IV, S. 240) steht zu lepra, lepros:
    Ob freilich im AT und NT die Krankheit gemeint ist, die wir heute als Lepra bezeichnen, muß fraglich sein.

    -) Waren es 9 Juden und 1 Samariter, kann man das irgendwie dem Text entnehmen?

    Ich denke nicht, dass im Bibeltext ein gesicherter Hinweis steht, dass 9 von den Aussätzigen, Juden waren.

    Edition C - Bibelkommentar (Bd. 2, S. 354) :
    Übrigens erfahren wir erst hier, daß die Gruppe der zehn Aussätzigen aus Juden und Samaritanern bestand. Ob es neun Juden und ein Samaritaner waren, wie fast alle Ausleger annehmen, ist nicht ganz sicher.

    Da Du wohl eine Predigt eines Adventisten gehört hast, ist anzunehmen, dass er sich dabei bei Ellen White kundig gemacht hat, die häufig Überlieferungstraditionen in ihren Auslegungen gefolgt ist. Sie schrieb: And this man was a stranger; the other nine were Jews. {3T 179.2} (Und dieser Mann war ein Fremder; die anderen neun waren Juden.)

    -) Wie lange dauerte die Reise der 10 Aussätzigen zu den Priestern? Gab es Priester, also solche, die dich auch gesundschreiben können, nur in Jerusalem, oder waren die über ganz Israel verteilt, bspw. in den Synagogen?

    Wenn man annimmt, dass Jesus sich zum einen, an die Vorgaben des Alten Testaments hielt, dann muss man annehmen, dass er nach 3. Mose 13 und 14 vorgehen wollte. Dabei war der Hohepriester sowohl für die Erklärung von Unrein, als auch für die von Geheilten, für Rein, zuständig. Somit mussten sie nach Jerusalem gehen.
    Auffällig ist aber, dass Jesus, im Gegensatz zu Mt 8,4; Mk 1,44; Lk 5,14 (wo immer nur "dem" Priester steht, dem man sich zeigen soll), bei Lukas 17,14 »zeigt euch den Priestern« sagte. Interessant ist hier die Aussage aus Wikipedia: »Dass von mehreren Priestern gesprochen wird, deutet vielleicht darauf hin, dass Juden und Samariter verschiedene Priester hatten.«
    Lukas 17,14: Und als er <sie> sah, sprach er zu ihnen: Geht hin und zeigt euch den Priestern! Und es geschah, während sie hingingen, wurden sie gereinigt. (ELB)
    Das könnte darauf hinweisen, dass Jesus zum anderen, auch nicht nur an die Vorgabe des ATs dachte, sondern auch an die menschennahe Praxis damals, dass es nämlich zwei Heiligtümer gab, nämlich aus das der Samaritaner, am Berg Garizim.
    Denn da es sich bei dem Dorf mit den zehn Aussätzigen evtl. um die Gegend oder das Umfeld von Samaria handelt (Lk 17,11), wäre es nicht unvernünftig, wenn die Geheilten sich auch den samaritanischen Priestern zeigten, denn diese sollten ja auch die Heilung bestätigen, damit sich die Aussätzigen auch bei den Samaritern wieder frei bewegen konnten. Zudem wäre es sinnvoll, wenn sie sowohl bei den jüdischen, als auch bei den samaritanischen Priestern, Zeugnis über die Heilung durch Jesu ablegen würden. Und Jesus sagte ja zu allen zehn: »zeigt euch den Priestern«. Er sagte das nicht nur zu den/dem samaritanischen Geheilten.
    Dass damit Priester vor Ort gemeint waren, denen sie sich zeigen sollten, denke ich nicht. Normal waren für solche Fälle sicher nur die, oder genauer gesagt der jeweilige Hohepriester in Jerusalem oder Garizim zuständig.
    Wie lange der Fußmarsch dauerte, finde ich nicht so entscheidend. 50 km geht man wohl in 2 Tagen, also 2 Tage hin und 2 Tage wieder zurück. Das ist doch sicher lohnenswert, wenn man bedenkt, dass man damit wieder völlig in die Gemeinschaft der Menschen aufgenommen werden konnte.

    -) Wodurch wurden die anderen 9 Aussätzigen geheilt? War es bei Ihnen auch ihr Glaube, der sie gerettet hat?

    Ich denke generell nicht, dass nur völlig Gläubige an Jesus, von Jesus geheilt wurden, wie dies häufig in Predigten zu hören ist. Dies trieft meiner Ansicht nach auf bestimmte Fälle zu, bei denen Jesus den Glauben betonte, aber nicht auf alle.
    In Matthäus 4,23 steht: Und er zog in ganz Galiläa umher, lehrte in ihren Synagogen und predigte das Evangelium des Reiches und heilte jede Krankheit und jedes Gebrechen unter dem Volk.
    Das weist für mich darauf hin, dass er nicht nur heilte, wenn jemand streng an ihm als Messias glaubte oder sehr stark im Glauben war. Sondern wenn die Menschen kamen oder gebracht wurde, dann war die Gnade Gottes so groß, dass er selbst die heilten, die keinen wirklichen Glauben hatten. Wenn sie kamen (oder zu ihm gebraucht wurden oder er sie fand), dann heilte er sie, denn wie sonst könnte Mt 4,23 sonst stimmen? Oder waren alle schon gläubig an ihm? Ich denke nicht.

    -) Wie bewertet ihr die Dankbarkeit des Samariters?

    Lukas 17,19: Und er sprach zu ihm: Steh auf und geh hin! Dein Glaube hat dich gerettet.

    Das »gerettet« weißt für mich nicht auf das »geheilt« hin, sondern darauf, dass dieser Samariter Jesus offenbar als den Messias anerkannte, an ihm glaubte und daher in einem erlösten Zustand war, ihm waren die Sünden wohl vergeben worden. Dieser Glaube ist mMn nicht die Bedingung für die Heilung vom Aussatz gewesen, sondern für seine Erlösung.

    weil jener ja Gefallen daran fand massenweise zu töten oder töten zu lassen

    Also ich sehe jetzt nicht, dass jemand, der ein Todesurteil fällen muss, automatisch auch Gefallen am Tod dieses Menschen hat. Das scheint mir eine emotionale Vermutung von Dir zu sein. Die biblische Selbstbezeugung Gottes sieht es offenbar anders:
    Hesekiel 18,23: Sollte ich wirklich Gefallen haben am Tod des Gottlosen, spricht der Herr, HERR, nicht <vielmehr> daran, dass er von seinen Wegen umkehrt und lebt?

    Also ich empfand die (im Nachhinein erkannt) offenbar gezielt auf mich abgestimmten Prüfungssituationen während dem Läuterungsprozess als befreiend, erleichternd, höchst erfreuend. Dieser begann als ich die Führung meines Lebens Jesus Christus anvertraute.

    Es ist gut, wenn man den Läuterungsprozess (evtl. auch während er stattfindet - und nicht nur im Nachhinein), als befreiend und erfreulich sehen kann, denn alles was Gott tut, auch wenn daraus Schmerzen und Verluste entstehen, können als Gnadenakte Gottes an uns gesehen werden.

    Aber eine Prüfung kann auch so verstanden werden, dass sie nur nötig wurde, weil wir zuvor nicht auf die Stimme Gottes gehört haben und uns in eine falsche Richtung bewegt haben. Diese Korrekturmaßnahme Gottes kann als Prüfung bzw. als eine grundsätzlich nicht notwendig gewesene Erziehungs- oder Läuterungsmaßnahme - hin in die richtige Richtung - gesehen werden. Und da dies leider oft mit Verlusten oder Schmerzen verbunden ist, die wir uns hätten sparen können und sollen, wenn wir zuvor den richtigen Weg gewählt hätten, wäre es besser, wenn Gott uns so führt (durch eifriges Gebet darum und Verständnis - im Sinn des Vaterunsers -, wohin uns sonst der Weg führt: in die Prüfung), dass wir im Gebet rechtzeitig einen Ausweg oder ein Vorbeugen bzgl. einer sonst kommenden (Gnaden-)Prüfung bei Gott suchen sollten.

    Von einer Regel kann man abweichen, wenn es sinnvoll ist.
    "Durch die Aussage von zwei oder drei Zeugen wird jede Sache entschieden."
    Das vereinfacht die Sache in 90% der Fälle. Wobei sich auch zwei oder drei falsche Zeugen finden lassen.

    Doch was ist, wenn es nur einen Zeugen gibt? - Dann kann so ein Gebot Täter schützen.

    Wenn Paulus von Zeugen spricht, dann meint er grundsätzlich wohl glaubwürdige Zeugen, denn natürlich wäre eine Entscheidung durch zwei oder drei - oder auch hundert - falsche Zeugen, nicht rechtsgültig entscheidbar. Denn sobald sich zeigt, dass sie alle falsche Zeugen waren, vielleicht bestochen oder parteiisch, müsste ein darauf gefälltes Urteil in Revision gehen.

    Und selbst wenn der eine Zeuge grundsätzlich (weil unparteiisch, nicht bestochen und nicht wirr) glaubwürdig wäre, kann es doch eine einseitige Betrachtung geben (vielleicht wurden auch wichtige Details nicht genau wahrgenommen), weil der Zeuge es vielleicht nur aus einer eingeschränkten Perspektive sah. Dies kann durch die Befragung von noch einem oder (besser) zwei weiteren (glaubwürdigen) Zeugen, meist so objektiviert werden, dass ein besseres bzw. abgerundetes Gesamtbild entsteht. Daher ist die Zeugenregelung, mit zwei oder (besser) drei Zeugen, um ein Urteil sicher fällen zu können, durchaus sinnvoll und könnte eine feste Norm bzw. ein Gebot sein, das vielleicht in den meisten Fällen (Durchschnittswert) einen deutlichen Zugewinn an Rechtssicherheit bei Prozessen bringt, als es schaden würde, wenn man immer wieder mit nur einem Zeugen arbeiten würde. Man könnte sage: Besser es geht ein Straftäter einmal frei aus - wenn zu wenig Zeugen da sind -, als dass man jemanden zu Unrecht verurteilt; Rechtssicherheit vor Verurteilung.

    Wird aus dieser üblichen Regel ein Gebot, dann entsteht ein Problem. Ein Gebot, insbesondere Gottesgebot lässt nämlich keinerlei Ausnahmen zu. Von einer Regel kann man abweichen, wenn es sinnvoll ist.

    Gebote Gottes aus dem AT (oder überhaupt) sind nie ein Problem (so könnte man Deine Aussage interpretieren), sondern sie dienen der Sicherung von Recht. Es ist daher natürlich, wenn Paulus dieses von Gott (im AT) gegebene Gebot hoch einschätzt und auch für die Gemeinde in Korinth angewandt wissen möchte.
    Wenn ein Jude - wie Paulus - ein Gebot aus dem AT zitieren/verwenden, dann sicher nicht, weil er ein (evtl. heute noch verbindliches) Gebot zu einer unverbindlichen Regel herabstufen will. Eine Umwandlung von Geboten, zur Unverbindlichkeit (also zu Regeln), gibt für mich seine Aussage von 2 Kor 13,1 nicht her, weil ich keine Klause in seiner Aussage sehe, die dies anzeigen würde. Und dieses Zeugengebot, war im AT eben ein Gebot und keine Regel, von der man nach einer empfundenen Notwendigkeit abweichen konnte. Daher würde ich es auch bei Paulus als die Fortführung eines festen Gebotes sehen und nicht als Regel.

    Vorwurf:
    3 Denn ihr verlangt einen Beweis dafür, dass durch mich Christus spricht

    Ja sicher spricht Christus durch Paulus. Wichtig war mir nur, dass eben die Aussage von Christus, bei Matthäus 18,16, noch auf die Zeit vor der Kreuzigung und damit innerhalb der Zeit der umfassenden Gültigkeit aller Gebote der Thora gemacht wurde. Paulus hingegen machte seine Aussage über 20 Jahre nach der Kreuzigung und nach dem Ende des Alten Bundes. Daher ist die Aussage von Paulus über die zwei oder drei Zeugen so interessant für das christliche Zeitalter.