Beiträge von Junker

    Kolosser 1
    15 Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor aller Schöpfung. 16 Denn in ihm wurde alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Mächte oder Gewalten; es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen. 17 Und er ist vor allem, und es besteht alles in ihm. 18 Und er ist das Haupt des Leibes, nämlich der Gemeinde. Er ist der Anfang, der Erstgeborene von den Toten, auf dass er in allem der Erste sei. 19 Denn es hat Gott gefallen, alle Fülle in ihm wohnen zu lassen 20 und durch ihn alles zu versöhnen zu ihm hin, es sei auf Erden oder im Himmel, indem er Frieden machte durch sein Blut am Kreuz. (LU17)

    Ich denke, dass der Kontext von Kolosser 1,15-20 zeigt, dass auch Vers 17 von Christus spricht und nicht vom Vater, denn die Verse 18ff zeigen klar, wer mit dem "er ist vor allem" gemeint ist. Wenn aber Christus vor "allem" war, dann bezieht sich das auf wirklich alles, ausgenommen "einen", ihm selbst. Man kann eigentlich nur von Gott sagen, dass er "vor allem" existierte. Dieselbe Aussage wird hier aber auf Christus bezogen. Darum streiten Zeugen Jehovas auch ab, dass Vers 17 Christus meint, sie meinen, es wäre der Vater.

    Da kann ich mir auch einen Hund zulegen und den Hundesohn nennen.

    Mit so einem Vergleich spekuliert man aber, wie groß der Unterschied zwischen einem geschaffenen Wesen (z. B. einem Erzengel) und Gott ist. Kann Gott ein Wesen erschaffen, dass ihm nahezu oder ganz gleich ist? Warum sollte einem Allmächtigen das nicht möglich sein? Wenn also Gott die ganze Fülle seiner Gottheit in ein geschaffenes Wesen hineinlegen möchte, um ihn dann seinen Sohn zu nennen, dann würde er das auch können.

    Zusammengefasst lässt sich aus der Bibel ableiten, dass ein Christ erkennen kann, dass sein Glaube fest genug ist, wenn er eine innere Gewissheit durch den Heiligen Geist hat, wenn er die Früchte des Geistes in seinem Leben sieht, wenn er durch Prüfungen hindurch standhaft bleibt, wenn sein Glaube sich in guten Werken zeigt, wenn er Liebe zu anderen Menschen praktiziert und wenn er beständig in Christus bleibt.

    Sieh mal einer an. Die Maschine ist doch wofür zu gebrauchen.

    Nur weil sie ihn Sohn nennen, ist er noch lange nicht der Sohn, sondern doch bloß ein Engel. Nur weil sie sagen, er ist auch ein Gott, ist er noch lange nicht Gott.

    Das ist schon klar, so sehen es die restlichen Christen außerhalb der Zeugen Jehovas.
    Aber auf Deine Maria-Auslegung bezogen, kannst Du mit diesem Verständnis der Zeugen Jehovas nicht belegen, dass der präexistente Christus kein geschaffener Engel gewesen sein könnte. Denn wenn ein geschaffener Engel (Michael) der monogene Sohn Gottes wäre (was man zuerst widerlegen müsste, dass dies so sein könnte), dann könnte er auch durch den Heiligen Geist die Engelgestalt verlieren und in Maria als Mensch geboren werden. Warum sollte das nicht möglich sein - rein theoretisch?

    Junker, hier irrst Du. Soweit ich die Lehre der ZJ kenne, war Jesus vor seiner Menschwerdung der Engel Michael. Da Engel als Söhne Gottes bezeichnet werden, siehe Hiob, wurde auch dieser Engel als Sohn Gottes bezeichnet. - "Sohn Gottes" ist demnach nur ein Titel. Mit dem christlichen Verständnis von "Sohn Gottes" hat das nichts zu tun.

    Die ZJs schreiben so dazu:
    Da Engel Geschöpfe sind, die nicht heiraten und sich nicht fortpflanzen, wurden sie von Jehova durch seinen erstgeborenen Sohn, den „Anfang der Schöpfung Gottes“, einzeln erschaffen (Mat 22:30; Off 3:14). „Durch ihn [diesen Erstgeborenen, das „WORT“] sind alle anderen Dinge in den Himmeln ..., die unsichtbaren ..., erschaffen worden ... Auch ist er vor allen anderen Dingen, und durch ihn sind alle anderen Dinge gemacht worden, um zu bestehen“ (Kol 1:15-17; Joh 1:1-3). Die Engel wurden, lange bevor der Mensch ins Dasein kam, erschaffen, denn als Gott „die Erde gründete“, jubelten „die Morgensterne miteinander ... und alle Söhne Gottes [begannen] beifällig zu jauchzen“ (Hi 38:4-7).
    https://www.jw.org/de/bibliothek/…%C3%B6pfe,4%2D7).

    Michael
    (Mịchael) [„Wer ist wie Gott?“].

    1. Der einzige heilige Engel, der außer Gabriel in der Bibel mit Namen erwähnt wird, und der einzige, der „Erzengel“ genannt wird (Jud 9). Der Name taucht zum ersten Mal im 10. Kapitel des Buches Daniel auf, wo Michael als „einer der ersten Fürsten“ bezeichnet wird. Michael kam einem weniger bedeutenden Engel zu Hilfe, dem der „Fürst des königlichen Reiches Persien“ Widerstand leistete. Michael wird ‘der Fürst des Volkes Daniels’ genannt, „der große Fürst, der zugunsten der Söhne ... [des] Volkes [Daniels] steht“ (Da 10:13, 20, 21; 12:1). Das lässt erkennen, dass Michael der Engel war, der die Israeliten durch die Wildnis führte (2Mo 23:20, 21, 23; 32:34; 33:2). Diese Schlussfolgerung wird durch die Tatsache gestützt, dass „der Erzengel Michael mit dem Teufel uneins wurde und sich mit ihm wegen des Leibes Mose auseinandersetzte“ (Jud 9).

    Die Aussagen der Bibel zeigen, dass sich der Name Michael auf Gottes Sohn bezog, bevor er den Himmel verließ, um Jesus Christus zu werden, und ebenso nach seiner Rückkehr.
    https://www.jw.org/de/bibliothek/…20R%C3%BCckkehr.

    Man sieht also, dass sie "Michael" als Engel und als den erstgeborenen Sohn Gottes sehen, und zwar schon bevor andere Engel geschaffen wurden.

    So nun erkläre mir mal einer, was das Ganze soll? Wieso so umständlich, wenn doch Jesus nur ein Engel war.

    Hatte Gott den Engel Gabriel einfach so auf die Erde gesandt, dann hätte Gott dies mit dem Engel Michael genau so machen können.

    Es wäre viel einfacher gewesen. Die ganze Geschichte mit der Kindheit hätte man sich auch sparen können. Zur Erde kommen, drei Jahre predigen, Jünger machen, Erkenntnis, fertig.

    Der Vorgang der Menschwerdung des Sohnes Gottes, mittels Maria, hat ja nicht damit zu tun, ob er nun zuvor ein geschaffener Engel war oder nicht.
    Nach den Zeugen Jehovas war Michael ein geschaffener Engel, aber zugleich auch der monogene Sohn Gottes. Also kein anderer Himmelengel war in diesem Sinn Gottes Sohn, wie es dieser vermeintliche Erzengel Michael war. Daher konnte auch kein anderer Engel diese Position einnehmen und mittels Maria geboren werden, um uns zu erlösen.
    Dein Maria-Beispiel hilft uns daher wohl nicht zu klären, ob Jesus Christus in seiner Präexistenz ein geschaffener Engel Gottes war oder nicht.

    Hallo Junker,

    es wäre ja auch kein echter Glaube, wenn wir unseren Charakter nicht ändern würden und demzufolge versuchen, ähnlicher wie Christus zu werden und die Sünde zu meiden.

    Aber Du wirst dann schon auch darüber nachdenken, hoffe ich, ob "Sünde" doch noch eine Rolle spielt für Christen, damit niemand meint, er hätten den echten Glauben (der ihm juristisch für gerecht erklärt), obwohl er in bewussten Präsens-Sünden lebt.

    Die Bible Study Guide Teachers Edition machrdie jetzige SS -Betrachtung zu einer "Heiligsprechungserklärung "Millers (Seite 250) (Nein, dies soll keinerlei Urteil über / gegen Miller sein , über seine Sendung, seinen Charakter, ,ihn als heilsgeschichliches Werkzeug Gottes - - ) .

    Ich würde annehmen, dass man eben der Linie von Ellen White folgt, wie sie es in The Great Controversy machte, indem man Miller und Luther, ect., außerordentlich lobt und ihre negativen Erscheinungen fast komplett ausblendet. Dadurch entsteht sowas wie eine Verklärung oder sozusagen eine Heiligsprechung dieser Personen und man will den Lesern suggerieren, dass man sich eben auf die Besten der Besten beruft in seiner Lehre und somit selbst heilig ist und die reine Himmelslehre hat.

    Ich glaube, dass das Thema um die Sünde durch den Glauben an unseren Erlöser Jesus Christus kein Thema mehr ist.

    Du kannst ChatGPT ja mal fragen, ob es das beste Kennzeichen für echten Glauben ist (also für den Glauben, durch den man gerechtfertigt werden kann), wenn man pausenlos sündigt.

    Jakobus 2,18: "Es wird aber jemand sagen: Du hast Glauben, und ich habe Werke. Zeige mir deinen Glauben ohne Werke, und ich werde dir aus meinen Werken den Glauben zeigen!" (ELB)
    Römer 2,6-7: "Der einem jeden nach seinen Werken geben wird: Ewiges Leben denen, die mit Ausdauer in guten Werken nach Herrlichkeit, Ehre und Unvergänglichkeit suchen." (ELB)
    1. Korinther 6,9-10: "Irrt euch nicht! Weder Unzüchtige noch Götzendiener, noch Ehebrecher, noch Lustknaben, noch Knabenschänder, 10 noch Diebe, noch Habsüchtige, noch Trunkenbolde, noch Lästerer, noch Räuber werden das Reich Gottes erben." (ELB)
    Matthäus 7,23: "Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, die ihr das Gesetz übertretet!" (LU)

    Diese "letzten" Plagen sind schon sind seit tausenden Jahren da, es hat nur noch nicht alle getroffen.

    Die Aussage "letzten" kommt in Offb 15,1 vor.
    Wie sollen sie als die "letzten" sieben Plagen bezeichnet werden, wenn sie schon "seit tausenden Jahren" da sind, also vielleicht schon bevor die Offenbarung so um 100 n. Chr. geschrieben wurde?
    Sieht man sich die Offenbarung an, dann werden dort eine Reihe von Plagen beschrieben. In diesem Offenbarungskontext nehmen die sieben letzten Plagen offenbar den letzten Teil der Plagen ein. Also auf ein "seit tausenden Jahren" scheint dies alles nicht zu passen.

    Das ist bedauerlich, obwohl wir meines Erachtens doch im NT eindeutige Beweise haben, wonach die Gemeinde Jesu vor dem Beginn der (7 Jahre dauernden) Großen Trübsalszeit (Daniel 9:27/ Matthäus 24:21) vom Herrn in den Himmel entrückt wird:

    „Denn Gott hat uns nicht zum Zorn bestimmt!” (1.Thessalonicher 5:9)
    „Jesus, der uns errettet von dem kommenden Zorn!” (1.Thessalonicher 1:10)
    „...nur offenbart er (= der kommende Antichrist ) sich nicht, bis der, welcher jetzt zurückhält (= die Gemeinde Jesu), aus dem Weg ist!” (2.Thessalonicher 2:7)
    siehe auch noch: Lukas 21:36/ Römer 5:9/ Offenbarung 3:10/ Offenbarung 4:1/ Johannes 14:2-3 ...

    Die Adventisten glauben doch auch nicht, dass die lebenden Heiligen hier auf der Erde vom Zorn Gottes oder der Versuchung über den Erdkreis (Offb 3,10) getroffen werden. Sie denken, dass sie in dieser Zeit der letzten Plagen beschützt sind von Gott. Warum soll das nicht möglich sein?
    Und in der Zeit der letzten Plage/Posaune kommt Jesus und die Heiligen werden verwandelt und mit den auferstandenen Toten gemeinsam, in einem Augenblick den Herrn entgegengerückt auf die Wolke. Das ist klare biblische Lehre.

    Der Herr Katechet hat da fleissig mitverurteilt !

    Und hat er das auch mal biblisch begründet, außer mit der Onan-Geschichte? Also z. B. mit 1 Kor 7,4: "Die Frau verfügt nicht über ihren eigenen Leib, sondern der Mann; ebenso aber verfügt auch der Mann nicht über seinen eigenen Leib, sondern die Frau."

    Für Christen sollte ohnehin nichts als Sünde gelten, was nicht durch die Bibel klar untersagt wurde. Sonst macht man sich noch der Sünde der Menschenhörigkeit schuldig (falls man die als verwerflich ansieht und ein "sola scriptura" für richtig hält).

    Hebräer 1:4, »Jesus Christus ist so viel höher als die Engel!« – „Und das ist gewisslich wahr!”

    Hebräer 1,5: "Denn zu welchem Engel hat Gott jemals gesagt: »Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt«? Und wiederum: »Ich werde sein Vater sein und er wird mein Sohn sein«?"
    Was ist die Antwort auf diese Frage: Zu keinem Engel hat er das jemals gesagt!

    Um dieses Prinzip geht es auch, dass jemand beispielsweise etwas gegen sein Gewissen tut, obwohl es objektiv keine Sünde ist. Und mit objektiv würde ich jetzt sagen: Gott hat das so festgelegt. Ist es dann Sünde?

    Ich denke, wir sollten es Gott alleine überlassen zu beurteilen, was er uns als Sünde anrechnet - also im Sinn des relativen Maßstabes des Motivs -und was nicht. Wir sollten uns nicht als Reserveschiedsrichter hier auf Erden bzw. in der Gemeinde betätigen, das ist für uns zu kompliziert. Es führt in der Regel eher dazu, dass wir die einen für Sünder halten und die andern (uns selbst?) aber nicht.
    Römer 14,14: Ich weiß und bin überzeugt in dem Herrn Jesus, dass nichts an sich unrein ist; nur dem, der etwas als gemein ansieht, dem ist es unrein ...".
    Matthäus 7,2: "Denn mit welchem Gericht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden, und mit welchem Maß ihr messt, wird euch zugemessen werden."
    Jakobus 2,13: "Denn das Gericht <wird> ohne Barmherzigkeit <sein> gegen den, der nicht Barmherzigkeit geübt hat. Die Barmherzigkeit triumphiert über das Gericht."
    Matthäus 15,11: "Nicht was in den Mund hineingeht, verunreinigt den Menschen, sondern was aus dem Mund herausgeht, das verunreinigt den Menschen." Man könnte hier auch sagen: Nicht was ein Mensch tut verunreinigt den Menschen, sondern was er im Herzen hat - und dessen geht der Mund über.

    "Nichts (keine Tat) an sich ist unreine", aber wenn ich es als unrein ansehe, dann wird es mir vor Gott zur Sünde. Unsere Gefahr besteht also gerade dort, wo wir andere als Sünder betrachten, das sollten wir dann selbst nicht tun.

    Es gibt ja bekanntlich drei Überraschungen im Himmel:
    1. Dass welche dort sind, die man dort nicht erwartet hat.
    2. Dass viele fehlen, von denen man gedacht hätte, sie wären dort.
    3. Dass wir selbst dort sind. (Die selbstgerechten Richter werden es am schwersten haben.)

    Matthäus 21,31: "Wer von den beiden hat des Vaters Willen getan? Sie sprachen: Der erste. Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Die Zöllner und Huren kommen eher ins Reich Gottes als ihr." (LU)

    Nochmals zu meinem Posting #188 eien Frage :


    wo wurde erstmals die Regel "Die Bibel legt sich selber aus !" formuliert ? - - Die wweltfeldausgabe schreibt dies im Detail William Miller zu ( !!?? ) - In welchen bibelorentierten Kreisen pocht man noch darauf ?

    Das Prinzip ist sicher nicht ursprünglich Miller zuzuschreiben. Schon bei Luther und der Reformation galt: "Sacra scriptura sui ipsius interpres" (Die Heilige Schrift interpretiert sich selbst).

    Aber dieses Prinzip ist nicht nur der Reformationszeit zuzuschreiben, es entspricht dem bereits antiken Prinzip von Schriftauslegungen, z. B.: "Homerum ex Homero" bzw. "interpretatio Homerum ex Homero", also sinngemäß: Homer wird durch Homer interpretiert.

    "Keckermanns Berufung auf Augustinus ist auch hier allein der Hinweis auf den wirkungsvollen Ursprung der Autorisierung, den eine solche Regel für eine hermeneutica sacra besitzt. Sie besitzt freilich wie alle anderen christlichen hermeneutischen Regeln auch einen nichtchristlichen Hintergrund: „Die Christen haben in ihrer biblischen Exegese sehr weitgehend Gesichtspunkte, Betrachtungsweisen, Techniken angewandt, die von den paganen Grammatikern für die Behandlung Homers (8. Jh.) und anderer Dichter entwickelt worden waren.“97 Mittlerweile scheint das – wenn auch bei unterschiedlicher Nuancierung – unumstritten,98 und auch im Blick auf die jüdische Schrifthermeneutik und ihre Herleitung aus der Homer-Exegese.99 Diese Herkunft gilt auch für das, was irgendwann einmal zur komplexen Parallelstellen-Methode (scriptura scripturae interpres, loca parallela) wurde100 und sich zur concordantia auctorum ausweitete. Ursprünglich paganer Herkunft – interpretatio Homerum ex Homero oder noch allgemeiner poetam ex poeta, 101 später kommt es unter anderem zu speziellen Erweiterungen, die den Kontext ausdehnen, wenn es etwa heißt: exponere Aristotelem per Aristotelem aut per aliquam ex gracis interpretibus102 –, wird Augustinus dieses in der Tat ebenso komplexe wie innovative Vermächtnis der christlichen Nachwelt vermitteln."
    https://fheh.org/wp-content/uploads/2016/07/keckhermld.pdf (Seite 24, 25)