Beiträge von Neo-Apostel

    Hallo, melde mich nach längerer Pause wieder zurück.

    Am letzten Freitag erhielt ich eine Mail von einer neuen Initiative, überschrieben:

    Eine kurze Geschichte der Musik in Bibel und Adventgeschichte und daraus folgend eine Stellungnahme zum neuen Gemeindeliederbuch glauben, hoffen, singen! Als Kontaktadresse wurde angegeben: redaktion@machtdermusik.de. Der fünfseitige Artikel, der einen Überblick über die Geschichte incl. Stellungnahme gibt, wurde von 8 bekannten Adventisten unterzeichnet, darunter auch von den Predigern Nicola Taubert und Olaf Schröer. Neue Beiträge sollen in Zukunft auf machtdermusik.de angeboten werden. Da in dem neuen Liederbuch sinngemäß etwa ein Viertel der Lieder charismatisch oder untauglich für den ehrfurchtsvollen Gottesdienst seien, wird empfohlen entweder das Alte Liederbuch (Wir loben Gott) oder das neue österreichische Liederbuch "Singt unserm Gott" zu benutzen. Dies zu Eurer Information. Sicherlich wird es hierbei noch viel Konfliktstoff geben.

    Neo-Apostel

    Zum Glück gibt es zu Babylon auch noch das Gegenstück, nämlich die Gemeinde der Übrigen, die weder dem Katholizismus noch dem abgefallenen Protestantismus oder dem Heidentum angehören. Durch den Lauten Ruf werden auch viele Gläubige aus den Gemeinschaften, die zu Babylon gehören, herausgerufen werden und sich mit den Übrigen verbinden. Babylon vergrößert sich auch immer mehr, indem ihre Führerschaft die Menschenmassen verführt und auch zu den Königen geht, um diese für ihre Sache zu gewinnen. Zuletzt wird es tatsächlich nur noch ein Großbabylon aus fast allen Menschen geben, die sich Babylon anschließen oder für Babylon entscheiden, und auf der anderen Seite werden die Gottgetreuen, die 144.000 und Übrigen stehen. Neutralität wird es nicht mehr geben, denn entweder nimmt man das Malzeichen des Tieres an oder das Siegel Gottes. Direkt vor Jesu Wiederkunft wird aber Babylon geteilt und die Führerschaft von den Volksmassen "verbrannt" und den politischen Kräften (den 10 Hörnern) gehasst und verurteilt werden (vgl. Offb. 17:15-17).

    In Offenbarung 16:19 zerfällt die große Stadt "Babylon" in der 7. Plage in drei Teile. Welches sind die drei Teile? Dafür gibt es 2 Erklärungen. In der vorausgehenden Plage werden drei Symbole beschrieben, worauf sich die "drei Teile" der großen Stadt beziehen können, was auch im adventistischen Bibelkommentar auf Babylon bezogen wird.
    In Offb. 16:13 sind es der Drache, das Tier und der falsche Prophet. Das Tier (vgl. das Meertier aus Offb. 13:1ff) symbolisiert den Katholizismus, der falsche Prophet (vgl. das zweihörnige Tier in Offb. 13:11ff - und vgl. Offb. 13:14 mit Offb. 19:20, die Zeichen vor dem Tier tat sowohl das zweihörnige Tier als auch der "falsche Prophet", sie sind identisch) den Protestantismus, und der Drache das Heidentum (nach Offb. 12:9 symbolisiert der Drache in 1. Linie Satan und in 2. Linie das Heidentum (hier das heidn. Rom), das er als irdisches Werkzeug missbrauchte, um Christus zu töten - da aus allen drei Mündern dieser Symbole unreine Geister oder Teufelsgeister kommen, muss auch der Drache in dem Zusammenhang von Offb. 16:13f eine irdische Macht sein, die ebenfalls vom Teufel als Werkzeug benutzt wird). Babylon aus diesen drei Teilen bestehend meint besonders die Führerschaft des Katholizismus, des Protestantismus und des Heidentums, da sie über die Könige auf Erden herrschen (vgl. Offb. 17:18). In diesem Sinne legt es auch der ABC auf. Allerdings gibt es noch eine andere Deutung des dreigeteilten Babylons: Nach Offb. 16:15.16 bricht die große "Koalition" Babylon, die man als Großbabylon bezeichnen könnte, auseinander: Die Menschenmassen, die Babylon (geistliche Führerschaft) unterstützt haben und die politischen Mächte (10 Hörner, UNO, die Macht und Kraft dem Tier gaben Offb. 17:13) wenden sich gegen die Hure Babylon und verbrennen sie. Diese Dreiteilung Großbabylons bestände also aus den angeschlossenen Menschenmassen, den politischen Führern und der religiösen Führerschaft Babylons, die in der 7. Plage auseinanderfällt. Und bereits in der 6. Plage vertrocknet bereits der "Euphrat" (Offb. 16:12), der auf die Menschenmassen hinweist, d. h. hier verliert Babylon bereits die Unterstützung durch die Völkermassen. Dass Babylon (Verwirrung) durch die Führerschaft des Katholizismus, Protestantismus und Heidentums symbolisiert wird, ist einleuchtend, ob das Auseinanderfallen in der 7. Plage in drei Teile sich auf die drei religiösen Elemente oder die drei Hauptgruppen (Volksmasse, politische Machthaber und religiöse Führer) bezieht, ist sicherlich von untergeordneter Bedeutung.

    Zitat von BWgter: Mit anderen Worten:

    Zitat

    Unsere Kirche ist so aufgebaut, dass für die einzelnen Sachgebiete bestimmte Ebenen der Kirche zuständig sind. Wer Mitglied der Kirche wird, kann nur die lokale Gemeinde entscheiden. Wenn die Gemeinde jemanden aufnimmt, dann kann auch die GK mit ihrer gesamten Autorität nichts daran ändern, so sieht die Verfassung unserer Kirche es vor. Und eben in dieser Aufzählung ist ausdrücklich genannt, dass für Fragen der Ordination die Verbände zuständig sind - genauso wie Ortsgemeinden es für Fragen der Mitgliedschaft sind.
    Nimmt man diese Working Policy ernst, ist jede Einmischung der GK in Fragen der Ordination ein Verfassungsbruch.

    Hallo BWgter,
    in dem Zitat aus der Working Policy ist richtig, dass der Verband letztlich bestimmt, welche Person eingesegnet wird. Das bedeutet aber nicht, dass übergeordnete Regelungen nicht beachtet und eingehalten werden müssen. Der Verband kann z. B. nicht beschließen, dass ein 10jähriger Junge oder ein Pfingstprediger, der nicht zur STA-Kirche gehört, eingesegnet wird. Und da die Frage der Frauenordination auf höchster Organisationsebene entschieden ist, kann und darf eine Ordination nur innerhalb des gesteckten Rahmens vor sich gehen. Es gibt übrigens noch andere Kriterien, die die Vereinungung bei dem Anwärter für Ordination zuvor prüft (Familienleben, Umgang mit Geld und dem anderen Geschlecht, Zustimmung der Gemeinden des Bezirks, Haltung zu den STA-Lehren usw). Wenn alles ordnungsgemäß verläuft, müssen diese und andere Punkte zufriedenstellend beantwortet werden. Ansonsten könnte z. B. auch auf Gemeindeebene bezüglich Aufnahme von Gliedern die Gemeinde sagen, wir taufen Huren und Zuhälter, die ihrem "Gewerbe" weiterhin nachgehen etc. Da hat die Vereinigung durchaus ein Wort mitzureden. Sie kann jederzeit eine Gemeindeausschusssitzung beantragen, dieser vorsitzen und dies klären oder im schlimmsten Fall auch eine rebellische Gemeinde ausschließen. Die Gemeinde ist wie auch die höheren Organisationen gehalten, sich der Gemeinschaftsordnung unterzuordnen, sei es das Gemeindehandbuch, oder die Working Policy. Die Working Policy und die klaren Aussagen von EGW habe ich bereits zitiert, die die Vollversammlung der GK als höchste Autorität deklariert und auch das Gemeindehandbuch spricht dessen Verbindlichkeit wie folgt an: "Diese geistgewirkten Worte, der Beschluss der Generalkonferenz von 1877 [Zitat: "Die höchste Autorität unter Gott innerhalb der Siebenten-Tags-Adventisten findet sich in der Willenserklärung der Versammlung der Vertreter der gesamten Gemeinschaft. Sie kommt zum Ausdruck in den Entscheidungen der Generalkonferenz, wenn sie nach ihrer verfassungsmäßigen Ordnung Beschlüsse fasst. Solche Entscheidungen sollten von allen ohne Ausnahme angenommen werden, es sei denn, es kann gezeigt werden, dass sie dem Worte Gottes und der Gewissensfreiheit widersprechen."] und auch die für eine gute Ordnung notwendigen klaren Richtlinien berechtigen nicht nur die Herausgabe dieser Gemeindeordnung, sondern verpflichten uns alle - Prediger wie Gemeindeglieder -, sie zu beachten." (Gemeindeordnung, Ausgabe 2006, S. 30) Wir stehen übrigens mit dieser Regelung in einer guten Tradition, nämlich der neutestamentlichen, die das Apostelkonziel bei strittigen Fragen wie der Beschneidung zusammenrief, und eine Entscheidung traf, die von allen angenommen werden sollte.
    Also darf der Verband wohl entscheiden, ob er Egon Schulte oder Ralf Meier oder gar beide einsegnet - da darf dem Verband keiner reinreden, das entscheidet er -, aber eben nicht Lieschen Müller, weil die übergeordnete Regelung die Einsegnung von Frauen verbietet. Eigentlich ist dies so verständlich, dass man nicht viele Worte verlieren muss - aber einige finden offenbar doch noch irdendetwas, was den Schein von Rechtmäßigkeit besitzt.
    MfG

    Bei Dr. M. Luther ging es um grundlegende biblische Lehren, die zu seiner Zeit nicht mehr beachtet wurden und stattdessen päpstliche Irrtümer blühten.
    Bei der Ordinationsfrage geht es eben nicht um biblische Grundlehren, sondern um Ermessensfragen, wo man geteilter Meinung sein kann - und so etwas kann und darf eine Rebellion nicht rechtfertigen. Hinzu kommt, dass man nicht abwarten will, bis die offiziellen Gremien und eingesetzten Kommissionen zu einer abschließenden Bewertung und Urteil kommen. Viele Jahrzehnte ging es ohne Ordination der Frauen und auch Gott gab Ellen White kein Licht darüber. Und jetzt wird voreilig rebelliert und die Einheit und Ordnung der Weltarbeitsgemeinschaft zerstört. Übrigens wurde nach der Wahl der von Sandra Roberts von den GK-Beamten ein Statement herausgegeben, das noch einmal darauf hinwies, dass Schw. Roberts in den höheren Organisationen (Division und GK) nicht als Vorsteherin anerkannt werden wird. Nun hat aber dem entgegengesetzt die Nordamerikanische Division sie Ende Oktober als Vorsteherin anerkannt und ihr Sitz und Stimme in der Division gegeben unter großem Applaus - und der anwesende Br. Wilson konnte dagegen nichts unternehmen. Die Haupt- und Mutterdivision ist damit jetzt ebenso im Aufstand gegen die GK wie die Südostkalifornische Vereinigung und ein unheilbarer Schaden ist entstanden, was mit Sicherheit weitere Abspaltungen und großen Streit verursachen wird. GK kontra NAD in aller Öffentlichkeit. Die Sichtung kommt nun in volle Fahrt und jeder STA muss sich entscheiden, auf welcher Seite er steht.
    MfG

    Hallo Stephan Zöllner,

    Wenn wir nicht als Einsiedler wohnen wollen und in einer Gemeinschaft als Glied sein möchten, müssen wir uns in Ermessensfragen den Mehrheitsbeschlüssen unterordnen. Weder in der Politik noch in der Religion oder in Vereinen kann jeder nach seiner persönlichen Auffassung handeln, sondern muss die Rahmenbedingungen und Ordnungen akzeptieren. Bei der Frauenordination geht es nicht um ein Gebot der Bibel, denn wir finden nirgends eine Aufforderung, Frauen einzusegnen. Es gibt verschiedene Argumentationen, die sich alle auf die Bibel berufen, aber eine eindeutige Aussage und schon gar nicht ein ausdrückliches Gebot kann angeführt werden. Deshalb ist es auch keine Gewissens- sondern Ermessensangelegenheit. Außerdem wird der Einzelne zu nichts gezwungen. Jeder kann seine persönliche Meinung haben und diese auch zum Ausdruck bringen, sie aber nicht anderen aufzwingen wollen. In Ermessensfragen, die das religiöse Leben einer Gemeinschaft betreffen, haben die gewählten Vertreter oder auch das höchste Gremium wie die Vollversammlung das Recht und sogar die Pflicht, eine Entscheidung zu treffen, um Unordnung und Spaltung vorzubeugen.
    MfG

    Offensichtlich kennen einige STA ihre eigene Ordnung nicht, deshalb ein paar Hinweise.

    Zunächst einmal sind die Bestimmungen der Working Policy (Arbeitsrichtlinien für das Weltfeld) für alle Organisationen der Weltarbeitsgemeinschaft der STA verbindlich. Die Working Policy selbst stellt fest: "B 15 10 Festhalten an den Richtlinien erforderlich - 1. Alle Organisationen in jedem Teil des Weltfeldes sollen an den Arbeitsrichtlinien der Generalkonferenz strikt festhalten. Das Werk in jeder Organisation soll in voller Übereinstimmung gehandhabt werden mit den Richtlinien der Generalkonferenz und denen ihrer jeweiligen Division. Keinerlei Abweichung von diesen Richtlinien soll vorgenommen werden ohne Zustimmung des Exekutivausschusses der Generalkonferenz."
    Wenn dennoch Abweichungen erfolgen, lesen wir weiter: "B 15 15 Beamte und Verwaltungsangestellte sollen in Übereinstimmung mit den Richtlinien arbeiten - Von Beamten und Verwaltungsangestellten wird erwartet, dass sie in Übereinstimmung mit den Arbeitsrichtlinien der Generalkonferenz arbeiten. Solche, die Unfähigkeit an den Tag legen oder Unwilligkeit, ihre Arbeit in Übereinstimmung mit den Richtlinien auszuführen, sollten von ihren jeweiligen rechtmäßigen Dienststellen oder übergeordneten Gremien oder Ausschüssen nicht weiter in ausübender Leiterschaft beschäftigt werden.“
    Die Begründung finden wir zuvor: "B 10 20 Die Generalkonferenz und ihre Divisionen
    3. Die höchste Organisation - Die Generalkonferenz ist die höchste Organisation in der Verwaltung des weltweiten Werkes der Gemeinde, und ist durch ihre Verfassung bevollmächtigt, untergeordnete Organisationen zu bilden, die besondere Interessen in den verschiedenen Gebieten der Welt fördern; daraus geht hervor, dass alle untergeordneten Organisationen und Einrichtungen auf der ganzen Welt die Generalkonferenz in ihrer Vollversammlung als die höchste Autorität unter Gott anerkennen... Während der Zeit zwischen diesen Vollversammlungen, soll der Exekutivausschuss die Körperschaft bilden, die die endgültige Autorität in allen Fragen ist, wo sich unterschiedliche Ansichten entwickeln mögen. Dessen Entscheidungen sollen in solchen strittigen Fragen maßgebend sein. Diese Entscheidungen können aber auch noch einmal überprüft werden auf der Vollversammlung der Generalkonferenz oder auf einer Jahressitzung des Exekutivausschusses (siehe auch B 40 10)." Nachzulesen: (https://www.sta-forum.de/www.bibelschul…ral-Conference-
    of-Seventh-day-Adventists—2005-2006_21970.pdf).
    Die Vollversammlung besitzt die höchste Autorität, dies wird nicht nur von der Working Policy sondern auch von Ellen White deutlich ausgesagt.
    In „Zeugnisse für die Gemeinde“, Band 3, S. 521 lesen wir: „Es wurde mir gezeigt, dass keines Menschen Urteil dem eines anderen unterworfen werden soll.
    Wenn aber das Urteil der Generalkonferenz, welches Gottes höchste Autorität auf Erden ist, ausgeübt wird, dann muss private Unabhängigkeit und persönliches Urteil aufgegeben werden und sich dieser Autorität unterwerfen.“ In gleicher Weise schreibt sie an anderer Stelle: „Wenn jedoch auf einer Generalkonferenz das Urteil der aus allen Teilen des Feldes versammelten Brüder ausgeführt wird, dann dürfen persönliche Unabhängigkeit und persönliches Urteil nicht hartnäckig aufrechterhalten, sondern müssen untergeordnet werden. Nie darf ein Mitarbeiter das beharrliche Aufrechterhalten seiner Unabhängigkeit als Tugend ansehen, wenn sie dem Beschluß der Gesamtgemeinschaft entgegensteht.“ (Zeugnisse für die Gemeinde, Band 9, S. 246)

    Und die Frage der Ordination von Frauen ist sehr wohl eingehend besprochen und auf zwei Vollversammlungen der Generalkonferenz mit einem klaren "Nein" durch die große Mehrheit der Delegierten entschieden worden." Auch auf Anfrage an den GK-Vollzugsausschuss hat dieser diese Beschlüsse bestätigt und ein klares "Nein" ausgesprochen. Was sind da - und das ganz bewußt und trotz Verweis auf die bestehende Ordnung - Zuwiderhandlungen anderes als Rebellion gegen die Gemeinschaftsordnung?

    Und dass ohne eine geltende Ordnung Anarchie und Chaos herrschen, braucht man sicherlich nicht weiter erläutern - stellen wir uns nur einmal die Zustände vor, wenn es in Deutschland keine Straßenverkehrsordnung gäbe und jeder so handelt, wie es ihn recht dünkt.
    MfG

    Offenbar ist einigen Teilnehmern des Forums entgangen, dass es eigentlich gar nicht um die Frauenordination geht, sondern um die die Gültigkeit der Weltgemeinschaftsordnung. Wenn die höchste Instanz der STA - nämlich die Vollversammlung der Delegierten, die alle 5 Jahre stattfindet, als höchstes Gremium einen Beschluss fasst, sind alle untergeordneten Organisationen verpflichtet, diesen einzuhalten. Deshalb hat Br. Wilson und auch der GK-Ausschuss vehement gegen diesen satzungswidrigen Beschluss Einspruch eingelegt und darauf hingewiesen, dass diese "illegale" Vorsteherin in übergeordneten Ausschüssen (Division und GK) nicht als solche anerkannt werden wird. Hier geht es also letzlich um Rebellion gegen eine bestehende Ordnung.
    Über Frauenordination mag man geteilter Meinung sein, aber die Durchsetzung der eigenen Meinung durch rebellisches, satzungswidriges Verhalten kann in keiner Weise beschönigt werden. Wenn dieses Verhalten auf allen Organisationsebenen von der GK bis zur Ortsgemeinde Schule macht, blüht Anarchie und wir können einpacken, weil unser Zeugnis vor der Welt und untereinander nicht mehr glaubwürdig ist.

    Es ist verwunderlich, dass auch treue STA hier keinen festen und entschiedenen Standpunkt einnehmen. Deshalb möchte ich auf folgende Aussagen des Gemeindehandbuches hinweisen. Die STA besitzen 28 Glaubenspunkte, und der Prediger ist verpflichtet, den Interessierten gewissenhaft und gründlich mit diesen Lehren vertraut zu machen: "Wer in die Gemeinde aufgenommen werden will, sollte gewissenhaft mit allem vertraut gemacht werden, was mit einer Gemeindezugehörigkeit verbunden ist. Jeder sollte sorgafältig unterrichtet werden, was es heißt Glied am Leibe Christi zu sein." (Gemeindeordnung bzw. Gemeindehandbuch, S. 59, Ausgabe 2006) "Ein Prediger sollte nur dann eine Empfehlung zur Taufe und Aufnahme in die Gemeinde geben, wenn der Taufanwärter durch sein öffentliches Bekenntnis vor der Gemeinde bezeugen kann, dass er gut unterrichtet und für diesen Schritt vorbereitet ist... Die Arbeit des Predigers ist nicht beendet, bevor der Taufanwärter nicht gründlich unterwiesen wurde und er alle Glaubensüberzeugungen und die damit verbundene Lebensweise kennt und anerkennt..." (Ebd. S. 61) "Die Glaubensüberzeugungen (siehe Kapitel 3, Seite 37ff.) wurden auch für den Taufunterricht formuliert. Jeder Taufbewerber sollte sie kennen und in seinem Leben deutlich werden lassen, dass er mit dem übereinstimmt, was Siebenten-Tags-Adventisten lehren..." (Ebd. S. 62) Ab Seite 37 - wie oben bemerkt - finden wir nun diese Lehren, in denen die Täuflinge unterrichtet werden sollen: "18. Die Gabe der Weissagung
    Eine der Gaben des Heiligen Geistes ist die Weissagung. Diese Gabe ist ein Kennzeichen der Gemeinde der Übrigen und hat sich im Dienst von Ellen G. White erwiesen. Die Schriften dieser Botin des Herrn sind eine fortwirkende, bevollmächtigte Stimme der Wahrheit und geben der Gemeinde Trost, Führung, Unterweisung und Zurechtweisung..." (Ebd. S. 44) Im Alternativvorschlag zum Glaubensbekenntnis, das der Taufanwärter vor der Gemeinde bejaht lesen wir: "2. Nimmst du die Lehren der Bibel an, wie sie in den Glaubensüberzeugungen der Siebenten-Tags-Adventisten zum Ausdruck kommen..." (Ebd. S. 64)
    Diesen Aussagen des Gemeindehandbuches gibt es nichts hinzuzufügen außer: "Diese geistgewirkten Worte, der Beschluss der Generalkonferenz von 1877 und auch die für eine gute Ordnung notwendigen klaren Richtlinien berechtigen nicht nur zur Herausgabe dieser Gemeindeordnung, sondern verpflichten uns alle - Prediger wie Gemeindeglieder -, sie zu beachten." (Ebd. S. 30).

    Das große Problem in der Adventgemeinde ist, dass leider viele Prediger gar nicht mehr allen Lehren der STA glauben, manche wurden schon auf der adventistischen Hochschule Friedensau zum Unglauben erzogen. Dies betrifft vor allem Lehren über das Heiligtum, den Antichristen und auch über die Gabe der Weissagung, die sich im Leben und Wirken von Ellen White offenbart hat. Deshalb werden leider viele Taufanwärter nicht mehr oder falsch in diesen Glaubenspunkten unterrichtet. Die Früchte sieht man auch bei vielen Antworten von STA zu dieser Frage. Schade!
    Wer die Bücher von Ellen White unvoreingenommen und demütig liest, wird erkennen, dass diese Worte vom Throne Gottes stammen, gewirkt durch den Heiligen Geist.
    Und warum sollte nicht die STA-Gemeinde wie auch andere Konfessionen und Religionen, Wert darauf legen, das Neuzugänge in ihrer Lehre gründlich unterrichte werden, und auch ein klares Bekenntnis dazu ablegen, wenn sie aufgenommen werden wollen? Dessen brauchen wir uns nicht zu schämen, so wenig - wie andere es auch nicht tun.
    MfG

    Zitat

    Hallo Johannes,
    Daniel 11 ist keineswegs symbolisch, sondern die Vision vom Kampf, wobei sehr wohl ganz konkret einige Machthaber und deren Kämpfe beschrieben werden, wie wir es in Geschichtsbüchern nachlesen können. Da es zur Zeit Daniels weder das Papsttum gab noch die USA, werden widerstreitende Hauptmächte mit Nord- und Südkönig bezeichnet oder - wenn Du so willst - symbolisiert. Der neue Nordkönig, der zur Zeit des Endes im 2. Teil von Vers 40 und folgende erscheint, also in der Zeit ab 1798, kann nicht mehr das Papsttum symbolisieren, so wie es beispielsweise Br. Pippinger deutet. Es werden konkrete Aktionen und gar Namen von Ländern genannt, die es real zur Zeit Daniels gab. Ab 1798 lösten die USA die Herrschaft des Papstes ab, so dass ab der Zeit des Endes als beherrschende Macht nur noch die USA (vgl. Offb. 13:11ff und bes. V. 11 - übt alle Macht des 1. Tieres aus) in Frage kommt. Und da die USA als Nordkönig durch verdeckte Kriegsführung unter falscher Flagge mittels des CIA im Untergrund und geheim agieren, um arabischen Länder und andere zu destabilisieren, und das genau bei den Ländern die Dan. 11:40 bezeichnet, haben wir sehr gute Gründe dies als Erfüllung der Prophetie anzusehen. Und dies um so mehr, wenn wir eine der schwierigsten Aussagen, nämlich über die von Edom, Moab und Ammonitern in V. 41 betrachten. Wir wollen wir das christozentrisch auflösen, obwohl hier ein Symbolcharakter nicht erkennbar ist? Aber ganz einfach wird die Erklärung bei buchstäblicher Deutung: genau diese drei Stämme liegen im Gebiet des heutigen Jordaniens - und Jordanien ist ein Verbündeter von Israel und den USA. Hier sehen wir, wie genau die heutige politische Situation beschrieben wird. Meines Erachtens beginnt die Christozentrik erst mit Vers 44, wo etliche Adventisten die "Gerüchte" auf den Lauten Ruf beziehen und nun als Orientierung nur noch Osten und Norden angegeben werden. Ebenso müssen wir nun "Meer" und "heiliger Berg" auf Völkermeer und Gemeinde Gottes beziehen. Christozentrik ja, aber ab wann? Solange konkrete Länder benannt und vom "Einfallen in die Länder" in diesem Zusammenhang die Rede ist und wir diese genannten Länder dem Nordkönig USA real zuordnen können, warum sollte dies dann symbolisch sein?
    Denke einmal darüber in Ruhe nach.
    Mit freundlichen Grüßen
    Neoapostel

    Bereits im Jahre 2001 erfuhr der ehemalige NATO-Oberbefehlshaber General Wesley Clark von einem Stabsmitglied im Pentagon, dass Syrien eines von mehreren Ländern war, die auf der "Abschussliste" der USa standen. Prof. Chossudowski berichtet darüber wie folgt: "Die Destabilisierung Syriens und des Libanons als souveräne Staaten steht seit mindestens zehn Jahren auf der Tagesordnung der Allianz aus USA, NATO und Israel. Das Vorgehen gegen Syrien ist Teil einer langfristigen militärischen Planung, die aus einer Abfolge einzelner Militäroperationen besteht. Nach Angaben des früheren NATO-Oberbefehlshabers General Wesley Clark hatte das Pentagon den Irak, Libyen, Syrien und den Libanon eindeutig als Ziele einer USA-NATO-Intervention im Visier: »[Der] Fünf-Jahres-Kriegführungs-Plan [schloss] insgesamt sieben Länder ein – als Erstes den Irak, dann Syrien, den Libanon, Libyen, den Iran, Somalia und den Sudan.« (Hochrangiger Pentagon-Vertreter, zitiert von General Wesley Clark) In seinem Buch Winning Modern Wars schreibt Wesley Clark (auf S. 130) Folgendes: »Im November hatte eines der hochrangigen Stabsmitglieder im Pentagon Zeit für ein kurzes Gespräch. Ja, wir bereiten immer noch ein Vorgehen gegen den Irak vor, sagte er. Aber da war noch mehr. Das [Vorgehen gegen den Irak] wurde als Teil einer fünfjährigen Kriegführung diskutiert, fuhr er fort, insgesamt gehe es gegen sieben Länder. Als Erstes gegen den Irak, dann gegen Syrien, den Libanon, Libyen, den Iran, Somalia und den Sudan... Mit diesem Vorgehen soll der syrische Staat destabilisiert und über die verdeckte Unterstützung eines bewaffneten Aufstandes unter Einbeziehung islamischer Milizen ein »Regimewechsel« durchgesetzt werden. Die Berichte über zivile Todesopfer dienen dabei als Vorwand und Rechtfertigung für eine Intervention aus humanitären Gründen nach dem Prinzip der »Schutzverantwortung «“ Dies schrieb Prof. Chossudowski bereits 2011.
    Interessant ist, dass einige der Länder, die auf der Liste der USA standen in Dan. 11:40ff genannt werden: Libyen, Kusch=Sudan, auch Ägypten (obwohl dies noch nicht auf der Liste, wohl aber bereits in der biblischen Prophetie genannt wird) aufgezählt werden, und sich diese Prophezeiung durch die USA erfüllt hat, die als "Nordkönig" geschildert wird.
    Von daher ist auch der Syrienkrieg (der Nordkönig fällt in viele Länder ein) für uns Christen ein Signal, sich auf die baldige Wiederkunft Jesu vorzubereiten.

    Zitat von Heimo: Wo ist Gott, wenn nicht im Allerheiligsten?

    Da Jesus einerseits bereits als Hoherpriester zur Rechten des Thrones der Majestät im Himmel sitzt zur Zeit des Paulus nach Hebr. 8:1 und andererseits nach Dan. 7:13 erst zum Alten gebracht wird ins Allerheiligste zum Untersuchungsgericht, das 1844 am Ende der 2300 Abend-Morgen begann (Dan. 8:14), ergibt sich daraus, dass Jesus zuvor in einer anderen Abteilung, dem Heiligen, gedient hat (vgl. auch Offb. 1:12 sieben goldene Leuchter, Offb. 8:3 goldenes Räuchergefäß - Geräte aus dem Heiligen und beim Räuchergefäß wurde das Räucherwerk "vor dem Thron" [des Vater] gebracht). Da Jesus aber seit seiner Himmelfahrt vor dem Thron als Fürsprecher diente, muss auch der Vater mit dem Thron zuvor in der Abteilung des Heiligen gewesen sein. Ein Hinweis für die Beweglichkeit des Thrones vom Heiligen zum Allerheiligsten finden wir in Dan. 7:9 wo von Rädern die Rede ist. Und zusätzlich ist im gleichen Vers - und hier geht es eindeutung um das Untersuchungsgericht nach den 2300 Jahren - der Hinweis zu finden, dass die Throne [erst] dann in dieser Abteilung aufgestellt wurden.
    Gegenwart Gottes ist im himmlischen Heiligtum also auch im "Heiligen" möglich, hier gibt es Unterschiede zwischen dem Typos und Antitypos.
    MfG
    Neo-Apostel

    NEIN!


    Lieber HugoTobler,
    es ist bedauerlich, dass Du und auch andere nur emotional und unlogisch antworten nach dem Motto: was nicht sein darf, kann nicht sein.
    Solange der Mensch und auch eine Glaubensgemeinschaft Entscheidungsfreiheit besitzen, kann jeder und jede Gemeinschaft von Gott abfallen und ein Teil des geistlichen Babylons werden. Ansonsten dürfte Gott weder die Juden noch die katholische Kirche und auch nicht die abgefallenen Protestanten verwerfen.
    Und wenn STA in vielen Ländern verschiedene Formen der Mitgliedschaft mit Kirchen, die zu Babylon zählen, eingehen, sind sie logischerweise ein Teil des Vereins Babylon, wie es auch in der Weltfeldlektion der STA richtig stand. Wir dürfen unsere Emotionen nicht über den Verstand, den Gott uns geschenkt hat und wider alle Logik setzen, in solch einem Fall können wir aufrichtige und denkende Menschen nicht überzeugen.
    Wir müssen die Fakten zur Kenntnis nehmen und uns fragen, was möchte Gott, wie wir uns in einer solchen Situation verhalten sollen. In der Bibel und bei Ellen White finden wir darauf gute Antworten - ob sie mit unserem Wollen übereinstimmen ist eine ganz andere Frage. Leider gehen die meisten Menschen, wie Christus es deutlich aussprach, den breiten und bequemen Weg der Masse. Das Problem ist nur, dass wir das himmlische Ziel nicht erreichen, da dieser Weg in die Verdammnis führt.
    Wer einst in der Ewigkeit leben möchte, muss sich gründlich mit den Tatsachen auseinandersetzen und nach Gottes Willen fragen. Im Übrigen gibt es auch Zitate, wo Ellen White selber sagt, dass wir eine Schwester des gefallenen Babylon werden können, und dass der Laodizeazustand vor Gott nicht besser ist als der in Babylon.
    MfG
    Neo-Apostel

    Zitat von HugoTobler: "Wer da behauptet, die Gemeinden der Siebenten-Tags-Adventisten seien Bbylon oder ein Teil Babylons, tun besser daran, zu Hause zu bleiben.
    Sie sollten innehalten und darüber nachdenken, welche Botschaft wir in dieser Zeit zu verkündigen haben."
    Lieber HugoTobler,
    bei Zitaten von Ellen White müssen wir immer den Zusammenhang beachten. Dazu schreibt Ellen White: „Im Zusammenhang mit den Zeugnissen bleibt nichts unbeachtet und nichts wird verworfen. Besonders aber müssen Zeitpunkt und Ort berücksichtigt werden. Nichts darf zur unrechten Zeit geschehen. Einige Angelegenheiten müssen noch zurückgehalten werden, weil einige Personen einen unpassenden Gebrauch von dem erteilten Licht machen würden. Jede kleinste Kleinigkeit ist wichtig und muss zu gegebener Zeit ins Blickfeld gerückt werden.“ (Ausgewählte Botschaften, Band 1, S. 57)
    Die STA Gemeinde besitzt wie alle Kirchen die freie Wahl der Entscheidung. Was die Frage anbelangt: Ob die STA zu Babylon werden können, so müssen wir dies aus mehren Gründen bejahen. Das 1. Argument ist die freie Wahl.
    2. spielen die logischen Gründe eine wesentliche Rolle auch bei der Frage über Babylon. - So begründet Ellen White ihre Aussagen gegen die, die die STA damals als Babylon titulierten und dadurch die STA in viele Stücke zerfallen würde, wie folgt: „Dafür gibt es auch nicht den geringsten logischen Grund (engl. least consistency = Folgerichtigkeit); es gibt nicht den geringsten Beweis (engl. least evidence), dass so etwas geschehen wird.“ (2 SM 68f; Maranatha, S. 203)
    Wenn wir also nach logischen Gründen suchen, so besteht heute eine ganz andere geschichtliche Konstellation als zur Zeit Ellen Whites.
    Zum Beispiel sind heute die STA in über 40 Ländern in ökumenischen Bündnissen und anderen Kirchenzusammenschlüssen involviert. Von der GK angefangen über Divisionen und Verbänden bis zu lokalen Gemeinden. Die Weltfeldlektion hat in einer Ausgabe ganz richtig argumentiert: „Jede Kirche ist Teil des modernen Babylons, wenn sie sich mit Kirchen verbindet, die unbiblische Lehren verkündigen.“ (STA, englische Weltfeld-Sabbatschullektion, Lehrer Ausgabe, IV/96, S. 82) Und dies ist auch ganz logisch: wenn ich Mitglied in einem Verein bin (z.B. ACK oder VEF), den wir zu Babylon zählen, dann bin ich ein Teil dieses Vereines und damit ein Teil des modernen Babylons. Heute gibt es also den logischen Grund, warum man die STA als ein Teil des modernen Babylons bezeichnen kann. Der Zusammenhang, die Logik und auch die freie Willensentscheidung müssen immer berücksichtigt werden.
    Allerdings ist mir auch kein Zitat von Ellen White bekannt, dass die STA in jedem Fall ein Teil Babylons werden. Andererseits gibt es Zitate von ihr, die in diese Richtung deuten, nur eines will ich zitieren: „Mir wurde gezeigt, dass der Geist der Welt die Gemeinde schnell durchsäuert.
    Ihr folgt dem gleichen Pfad wie das alte Israel. Es besteht das gleiche Abfallen von eurer heiligen Berufung als Gottes abgesondertes Volk. Ihr habt Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis. Eure Eintracht mit den Ungläubigen hat das Mißfallen des Herrn hervorgerufen. Ihr erkennt nicht, was zu eurem Frieden dient und bald ist es vor euren Augen verborgen. Eure Mißachtung, dem Licht zu folgen, wird euch in eine weitaus ungünstigere Stellung bringen als die Juden, über die Christus ein Wehe aussprach.“ (Ellen G. White, 5T 75/76)
    Durch die ökumenischen Verbindungen und angenommenen charismatischen Methoden (Willow Creek, Alpha-Kurs) sowie falsche Gemeindewachstumskonzepte nach Christian Schwarz, stehen die STA leider heute da, was Ellen White schon im obigen Zitat andeutet.
    Wir dürfen deshalb keine falsche Selbstsicherheit praktizieren, nach dem Motto: uns als STA kann ja nicht passieren! Die Laodizeabotschaft sollte bedacht werden.
    MfG
    Neo Apostel

    Auch gibt es unter Adventisten viele Gläubige, die eine bestimmte Vorstellung vom Babylon haben. Offiziell kenne ich von adventistischen Theologen die Außerungen darüber jedoch nicht.

    Die Weltfeldlektionen der Generalkonferenz der STA geben die offizielle Meinung der STA über ihre Lehren wieder. Deswegen werden diese Sabbatschullektionen auch von mehreren Fachleuten, Bibellehrern usw. vor Herausgabe geprüft. Ebenso ist der Adventistische Bibelkommentar schon ein wichtiges Dokument über die offiziellen Lehren der STA. In diesen beiden Quellen finden wir folgende Aussagen (3 mögen genügen):
    Die deutsche Weltfeld-Sabbatschullektion I/1994, S. 140: „Babylon` (Offb. 14:8) fasst die dreifache religiöse Union der letzten Zeit zusammen (das Papsttum, den abgefallenen Protestantismus und den Spiritismus), die Gottes Wahrheit und Gottes Volk bekämpft (Siehe Offb. 13; 16,13). Jede Kirche, die unbiblische Glaubenslehren lehrt, ist ein Teil des modernen ´Babylon`.“

    Im adventistischen Bibelkommentar, der in der Sabbatschullektion zitiert wird, lesen wir (ABC VII, 830): „Der Name Babylon wird in der Offenbarung für alle abtrünnigen religiösen Organisationen und deren Führerschaft gebraucht - vom Altertum an bis an die letzte Zeit.“ (entn.: Sabbatschullektion II/80 S. 68)

    Und im ABC VII, S. 852 heißt es: „Die Töchter dieser ´Mutter‘ stellen demnach die verschiedenen religiösen Organisationen innerhalb des abgefallenen Protestantismus dar.“ (entn.: Sabbatschullektion 3/89, S. 70).

    Es gibt auch etliche Aussagen, die den Begriff "Babylon" erklären und natürlich direkte Deutungen zu der Hure Babylon in Offenb. 17 und 18 usw.

    Als Adventisten brauchen wir uns auch nicht zu schämen, dass wir die Wahrheit erkannt haben und besitzen. D. h. aber nicht, dass wir schon alle Erkenntnisse haben und über jedes Detail Bescheid wissen. Aber - um dies an einigen Beispielen festzumachen - wir können zu einhundert Prozent sagen, dass der biblische Ruhetag der Sabbat und nicht der Sonntag ist, dass es keine unsterbliche Seele gibt, dass Glaubenstaufe richtig und Säuglingstaufe falsch ist. Wir dürfen nicht in das ökumenische Fahrwasser geraten, wonach es keine objektive Wahrheit mehr gibt und alle Kirche die Wahrheit - trotz ekklatanter Widersprüche - besitzen. Es gibt nur eine Wahrheit! - Nämlich die biblische.
    Und als Adventisten dürfen wir Gott dankbar sein, dass sich die Gabe der Weissagung im Leben und Wirken von Ellen White offenbart hat, wir also eine echte Prophetin haben dürfen, die unter Geistesleitung für die Wahrheit eingetreten ist. Dadurch hat Jesus uns ein besonderes Zeugnis geschenkt, um Irrtümer zu entlarven und die Wahrheit zu bestärken.
    Wir danken Gott für diese Klarheit. Dennoch stellen wir leider fest, dass selbst viele STA nicht mehr an diese 28 fundamentalen Lehren glauben und zum Teil nicht mehr die biblischen Standards betreffs Heiligung einhält. Und leider hat sich auch die STA-Gemeinschaft in Deutschland und vielen andern Ländern der nationalen Ökumene oder "Babylon" angeschlossen und in Kirchenbündnisse verwickelt, so dass sie ihrer eigen Lehre untreu und damit zu einem Teil des modernen Babylons geworden sind. - Leider wollen viele STA diese klare Logik nicht einsehen! (Wenn ich in einem babylonischen Verein Mitglied bin, bin ich ein Teil davon!)

    Andererseits gibt es viele aufrichtige und treue Christen in allen Kirchen, die nach ihrer Erkenntnis leben und denen wir echtes Christsein nicht absprechen. Wenn selbst Ellen White schon zu ihrer Zeit sagen musste, dass nicht einer von 20 (oder gar 100) STA bereit war für Jesu Kommen, so sieht es heute sicherlich noch schlechter aus, und wir werden uns sicherlich wundern, wer einst auf der neuen Erde sein wird und wer nicht.
    Aber wir müssen auseinanderhalten, wie jemand gemäß seiner Erkenntnis lebt und demgemäß von Gott angenommen oder verworfen wird, aber anderseits genau wissen, was Wahrheit ist und darin gegründet sein.
    MfG

    Diesbezüglich stelle ich fest, dass Du alle meine bisher sehr biblisch dargelegten Argumente gegen eine Sündenübertragung auf die Opfertiere und damit verbunden die Übertragung der Sünden des Volkes auf das Heiligtum und über diesen Weg auch dessen Verunreinigung im täglichen Dienst offensichtlich nicht wahrhaben willst.

    Mehrere Male habe ich schon die biblischen Begründungen, die für eine Übertragung der Sünden auf das biblische Heiligtum sprechen, aufgeführt und will mich nicht noch einmal wiederholen. Diese biblische Sicht wurde ebenso von herausragenden adventistischen Lehrern wie Andreasen oder Haskell und vielen anderen so geglaubt und gelehrt. Auch die jüdische Tradition bestätigt diese Sicht, wenngleich diese nicht inspiriert ist und deshalb in etlichen Bereichen verschiedene, teils widersprüchliche, Aussagen enthält. Und für uns, die wir Ellen White als echte Prophetin anerkennen, besitzen wir sogar noch das inspirierte prophetische Wort, dass ebenfalls die adventistische Sicht bestätigt. Für mich persönlich ist der biblische Bericht klar und logisch, wenngleich manche Details nicht ausdrücklich niedergelegt sind, und das Wort von Ellen White als echter Prophetin schenkt mir noch die zusätzliche Gewissheit, auf dem richtigen Wege zu sein. Leider missachtest Du diese Zeugen der Heiligtumslehre und stellst Deine persönliche Sicht dagegen. Damit stehst Du auf sehr dünnem Eis und ich möchte nicht mit Dir und Deiner Argumentation tauschen.
    MfG

    Seit Ende Januar studiere ich dieses Thema. Ich bin von eurer Lehre entsetzt und tief traurig. Ihr beruft euch auf den Geist der Weissagung und habt dann aber die Lehre "das Tägliche - Heidentum" von E. White verworfen. Wovon die meisten Adventisten nichts Wissen.
    Es gibt nicht einmal eine offizielle Erklärung, wie man von Daniel 8 auf den gr. Versöhnungstag kommt.Hier haben sich die Verantwortlichen nur auf die menschlichen Visionen verlassen. Was für eine Tragödie.
    Diese Lehre vom Untersuchungsgericht ist sehr verwirrend, es bringt die Gläubigen durcheinander und kann den Menschen die Möglichkeit der Versöhnung mit Gott nehmen. Ich lehne ich euren" Geist der Weissagung" den ihr selbst verworfen habt, ab.
    Gruß

    Noch eine letzte Antwort von mir.
    Deine Argumentation zeigt leider wiederholt, dass Du anscheinend nicht richtig über STA informiert bist. Die Heiligtumslehre stammt nicht von Ellen White, sondern wurde beispielsweise von William Miller hinsichtlich Daniel 8:14 verkündigt, von Hiram Edson erklärt und von anderen Adventpionieren gelehrt. Es gibt auch offizielle adventistische Bücher, die Daniel 8 erklären. Und es ist völlig falsch, dass man sich bei der Heiligtumslehre auf Visionen verlassen hätte. Diese Visionen waren später nur eine eine Bestätigung der vorhanden Lehre. Bevor man etwas brüsk ablehnt, sollte man doch mit Bescheidenheit erst einmal prüfen. Und wenn gute biblische Gründe angeführt werden, ist es gut, nicht vorschnell zu urteilen. Auch haben die STA den "Geist der Weissagung" nicht verworfen, wenngleich es etliche gibt, aber das kann man nicht verallgemeinern. Wir werden auch nur in einem demütigen Geist - das gilt uns allen - die Wahrheit erkennen können.
    MfG

    Asael war Mittel zum Zweck der Sühnung, nicht des Gerichts

    Auf dem Bock Asael wird Sühnung vollzogen. Sühnung heißt: Der Preis der Schuld wird bezahlt!!.(nicht Kreditverlängerung) Hier noch hinein zu interpretieren, dass Asael noch von den bereuten Sünden, noch die Schuld tragen muss, die dann erst in den1000 Jahren des Gerichts nicht ausgetilgt werden können,ist absurt.

    Der Bock für Asasel wurde eben nicht geopfert und sein Blut wurde nicht zur Entsühnung des Heiligtum verwendet, aber das Blut des unschuldigen Bockes reinigte das Heiligtum von allen Verunreinigungen des Volkes Israel. Durch das Blut der Sündopfer wurde die Sünde der Israeliten symbolisch auf das Heiligtum übertragen und nur durch Blut konnte es gereinigt werden, denn "ohne Blutvergießen geschieht keine Vergebung". Der Bock Asasel hat keine Sündenschuld bezahlt für den Sünder und konnte auch keine Vergebung für die Israeliten bewirken. Aber der Anteil der Schuld Satans für den Christus nicht aufkam, war mit allen Sünden verbunden. Für diese Sünden gibt es keine Vergebung, deshalb wurde der Bock Asasel auch nicht geschlachtet, sondern lebendig aus dem Lager geführt, nachdem der Hohepriester all diese Sünden auf ihn bekannt und symbolisch gelegt hatte. Der Bock Asasel hatte also keinerlei Anteil an der Entsündigung durch Blut im Heiligtum.

    Nach eurer Theorie muss Satan, bevor er in den Feuersee kommt, alle Sünden, vor allem die bereuten und doch nicht vergebenen Sünden,der Israeliten tragen. Nach Ellen White, sollen erst die bereuten Sünden in den 1000 Jahren des Gerichts ausgetilgt werden.- Also dann wenn es das Himmlische Heiligtum gar nicht mehr gibt. Von einem Austilgen aus den Büchern lese ich nicht in der Schrift.(Vielleicht könntest du mir die Stelle zeigen)

    Du sprichst oft von den "bereuten" Sünden (auch bei den 1000 Jahren) - wo schreibt Ellen White in diesem Zusammenhang davon", könntest Du mir bitte die Quelle angeben? Und wieso soll es das himmlische Heiligtum auch nach den 1000 Jahren nicht mehr geben? Wie kommst Du darauf?

    Was das Austilgen anbelangt: Zunächst kann man aus dem Lebensbuch ausgetilgt werden: 2. Mo. 32f; 5. Mo. 29:19. Dann kann auch Sünde ausgetilgt werden: Jer. 18:23.
    Im Untersuchungsgericht werden die "Bücher" aufgetan (Dan. 7:10), die unseren Lebensbericht enthalten, auch als "Gedenkbuch" (Maleachi 3:16) bezeichnet. Hier geht es um die Gläubigen wie in Mal. 3 geschrieben steht, wie Petrus es bestätigt (1. Petr. 4:17) und Daniel selbst erklärt (Dan. 7:22). In dieser brenzligen Situation erscheint Jesus Christus als der Menschensohn beim Vater (Dan. 7:13), um als Hohepriester und Fürsprecher zu unsern Gunsten zu sprechen und sein Blut für uns in die Waagschaale zu werfen, damit wir im Lebensbuch stehen bleiben (Offb. 3:5, vor dem Vater und den Engeln bekennt Jesus sich zu uns). Die verzeichneten Sünden werden dann ausgetilgt und in das Meer der Vergessenheit geworfen (Micha 7:19). Wozu werden noch "Bücher" der Gläubigen bei Gericht aufgetan, wenn doch schon alles entschieden ist bei Lebzeiten?

    Hier sage ich, dass aus diesem Grund auch die Lehre von einem Untersuchungsgericht nicht biblisch ist. Im Gegenteil, sie nimmt die wunderbare Vergebung, die zur Versöhnung mit Gott führt, weg. Haben auch einige eurer Pioniere erkannt - und daraufhin die Lehre verworfen

    Das Untersuchungsgericht ist biblisch, denn die Bibel berichtet davon, wie ich oben ausführte und Dir schon zuvor erklärt hatte. Und die wunderbare Vergebung wird dadurch erst richtig klar.
    Allerdings habe ich bei Dir den Eindruck, dass Du klare Aussagen der Schrift wegen Deiner vorgefassten Meinung einfach nicht anerkennen willst und deshalb mag dies zu diesem Thema genügen.
    MfG

    Dieses anmaßende und arrogante Denken anderen Gläubigen gegenüber finde ich in der Schrift bei den Pharisäer. Die Adventgemeinde sollte weniger auf die anderen herrablassend blicken und mehr ihre eigenen Lehren unter der Führung des Heiligen Geistes (nicht der Geist der Weissagung)studieren. Leider habt ihr die falschen Lehren eurer Kirche noch nicht reformiert.

    Es hat nichts mit Anmaßung zu tun, wenn die richtigen Lehren verkündigt werden und man von der Richtigkeit überzeugt ist. Dass Du als Nicht-STA dies von Deiner Warte so siehst, kann ich zwar verstehen, aber ist Deine harte Beurteilung nicht etwas voreilig und unausgewogen? Die Frage des Täglichen und andere Randthemen, sind Nebenthemen, wo man zum Teil durchaus verschiedener Meinung sein kann, es kommt auf die biblische Begründung an. Aber alle adventistischen Lehren (die 28 fundamentalen Glaubenslehren) sind von der Bibel her klar begründbar. Dass eine echte Prophetin die richtigen Lehren bestätigt, ist doch selbstverständlich.

    Was Miller anbelangt, hatte er keine visionellen Botschaften, sondern seine Überzeugung aufgrund sehr gründlichen Bibelstudiums gewonnen. Die 2. Engelsbotschaft über den Fall Babylons wurde 1844 auch nicht von Ellen White, sondern von Charles Fitch verkündigt.
    MfG

    Dies steht nicht in der Schrift, wenn es heißt: ALLE SÜNDEN
    Es müsste dann doch irgendwo stehen, dass Asael etwas fortträgt, dass die Sühnung nicht erlangte, obwohl der Sünder sie suchte,(Bezahlung der Schuld)....oder nur einen Teil........es steht aber ALLE
    Es steht auch nicht: Nur die versehentlich begangenen Sünden. Nein alle Missetat, alle Übertretungen

    In meinen Darlegungen hatte ich darauf hingewiesen, dass bei allen Sünden eine Mitschuld bei dem Urheber und Anstifter der Sünde, nämlich Satan, besteht. Also muss "alle Sünden" kein Widerspruch sein. Aber wie löst Du das Problem, dass auch der Bock für Jahwe, des Volks Sündopfer: "soll also versöhnen das Heiligtum von der Unreinigkeit der Kinder Israel und von ihrer Übertretung in allen ihren Sünden... Und wenn er vollbracht hat das Versöhnen des Heiligtums und der Hütte des Stifts und des Altars, so soll er den lebendigen Bock herzubringen..." (3. Mose 16:16.20) für alle ihre Sünden aufkam? Und was machen wir mit dem Text in Hebräer 9:22, dass ohne Blutvergießen keine Vergebung geschieht - so hatte also der lebende Bock Asasel hinsichtlich Sündenvergebung kein Anteil? Da ist das Aufteilen der Verantwortung für alle Sünden schon eine gute und plausible Erklärungsmöglichkeit für den scheinbaren Widerspruch.
    MfG