Beiträge von James Gabriel

    Lieber James, was ist dann Dein Weg? Der Weg - Johannes 14,6 - mit Jesus?

    Oh, da haben wir wohl ein bisserl aneinander vorbei geredet. ^^


    Meine Entscheidung hat nicht's daran geändert, welchen Platz Jesus in meinem Leben einnimmt. Obendrein hab' ich keinen Führerschein. Das wär' nicht so gut, Jesus während der Fahrt, irgendwo in der Mitte des Weges, aus dem Auto zu "kicken". Auto würde wohl im Graben landen, ich könnte verletzt werden, unbeteiligte Passanten, andere Autofahrer könnten verletzt werden.


    Zu den 5 G des christlichen Glaubens (Gottes Wort - Gebet - Gemeinschaft - Glauben bekennen - Gehorsam) gehört aber auch, dass man sich einer Gemeinde anschließen solle:
    Gemeinschaft mit anderen Christen

    Mann, Mann, Mann, Norbert...

    Als "Technik-Begeisterter" fühl' ich mich ein bisserl zur Frage gedrängt, ob es zu den christlichen 5G auch 'nen' WLAN-Router dazu gibt? 8o


    Ja, Gemeinschaft ist gut. Als schmerzhaft erlebte ich sie auch, da es sich oft "durch" Gemeinschaft zeigte, dass es für Viele von uns schwierig scheint, an die Güte zu glauben, die Gott vielleicht noch nicht offensichtlich werden ließ, aber uns bereits in's Herz gelegt hat. Geschwister waren eher bereit zu glauben, dass ihre wahre Natur ihren schlimmsten Befürchtungen und Gedanken entspricht.


    Merkwürdigerweise setzten Menschen der Entdeckung, was Gott ihnen Gutes in's Herz gelegt hat, mehr Widerstand und Ablehnung

    entgegen, als der Entdeckung ihrer "dunklen Schatten". Offensichtlich ist es verstörender herauszufinden, dass Gott bereits einen edlen Samen in das Herz gesetzt hat, als festzustellen, dass man ein Haufen Unrat ist.


    Das ist nicht fein, wenn Du siehst, dass Mitmenschen im Glauben sind, sie wären doch nur armselige und begrenzte Persönlichkeiten, hätten zu wenig Glauben, seien durch Sünde mit Krankheit bestraft, wären inneren (gedanklichen) Konflikten (hilflos) bedingt durch den Teufel ausgesetzt die man nur "weg-beten" kann, hätten zu wenig Bibel gelesen oder sonst was...


    Dieser Glaube ist manchen in Fleisch und Blut übergegangen, dass sie sich fast gar nicht mehr vorstellen konnten, ohne dieser Annahme auszukommen. Könnten sie ihre von Gott verliehene Schönheit und Würde akzeptieren, wären sie wohl in der Lage "Berge zu versetzen", auch wenn ein Teil des "Selbst" weiß, dass wir bedürftige Wesen sind. Manchmal klingt "Gemeinschaft" fast schon zynisch, wenn Menschen sich "in Gemeinschaft" selbst oder gegenseitig verdammen, im Weg stehen, sich den Glauben absprechen.


    Warum beschäftigt sich Gemeinschaft manchmal so intensiv mit den Schattenseiten der menschlichen Natur?

    Warum begegnet sich "Gemeinschaft" oftmals mit dem Blick eines "Klinikers" - eines Sigmund Freud, wenn man so will - welcher im Wesentlich (noch) auf die "krankhaften" Aspekte der menschlichen Natur fixiert ist?


    Das "Diagnostic and Statistical Manual Of Mental Disorders" (Handbuch zur Statik und Diagnostik mentaler Störungen), die heilige Schrift, der Psychotherapeuten und Neurologen kennt einige hunderte Probleme und Erkrankungen. Wenn wir Probleme in Kategorien einteilen, können wir sie leichter erforschen und -so zumindest die Erwartung- auf die wissenschaftlich und ökonomisch beste Weiße "heilen".


    Häufig widmen wir dem Schutzpanzer aus Ängsten, Verwirrung, Aggression und Verzweiflung, der Sünde oder unserem Tun so viel Aufmerksamkeit, dass man komplett vergisst, wer wir eigentlich in Gott sind.


    Nelson Mandela war 27 Jahre lang im Gefängnis, erlebte Qual und Folter. In einem TV-Bericht z.Z. als er freigelassen wurde, wirkte er davon

    ungebrochen - Sein Gesicht ungebrochen von Folter und Unmenschlichkeit, strahlte eine derartige Würde, Anmut und Mitgefühl aus. Derselbe Geist tritt uns auch in Kindern entgegen, von welchen Gott sagte, dass Er es gut findet und uns unterstützt, dass wir werden/glauben wie sie.


    Was könnte die Alternative zum gemeinschaftlichen Tunnelblick auf menschliche Begrenztheit und pathologische Formen der Verwirrung sein?


    Wie alle Ozeane letztendlich nur einen Geschmack haben, nämlich nach Salz, so schmeckt auch der Geist Gottes letztlich nur nach einem: Freiheit.


    Und so wie alle Ozeane nach Salz schmecken, so sollen die von Dir angeführten "fünf G's" letztlich nach dem Geist Gottes schmecken. Ich bin dankbar, dass es die Menschen gut mit mir meinten, mir zu Essen gaben. Das mir ein "G" des "evangelikalen 5-G(änge)menüs" nicht schmeckte, daran sind freilich nicht die Köche schuld.


    Einfach nicht mein Geschmack, nicht "der" Geschmack. Und wenn Dir von einem Geschmack schlecht wird, dann kommt Dir nicht nur der

    Gang hoch, sondern das ganze Menü - oder zumindest das, was Du bereits davon gegessen hast. Womit wir wieder beim "Russelsch'en Paradox" wären, dass ich bereits in Beitrag #269 erwähnte:

    "Wer nach Bologna kommt, isst Tortellini. Wer nach Catanzaro weiterfährt, isst keine Tortellini."


    Ich wünsch' Dir einen feinen Tag und schick' Dir liebe Grüße nach Schorndorf!

    Hallo Norbert,


    bezüglich Deiner Anmerkung ("was für eine gotterbärmliche katholische Heuchelei") bzgl. dem "G'schichtl" bei meiner Taufe;
    Beeindruckend, wenn Menschen sich so leidenschaftlich aufregen können. :D


    Find' ich weniger. Ich seh' das mehr als etwas zum Schmunzeln. Wahrscheinlich hatte es weniger mit Heuchelei zu tun, lag wohl mehr an dem Priester. Ein erzkonservativer Monsignore der alten Schule, der das 2. Vatikanische Konzil nicht ganz verkraftet hat. :D


    Hochzeitsgesellschaften durften in der Kirche nicht applaudieren, etc... Da gibt's einige Anekdoten, harmloser Unsinn, über den man lächeln kann. Das waren halt so seine Eigenheiten, wer hat die nicht?


    Hast Du mit 14 Jahren (= Termin der Firmung!) bereits erkannt dass es im Katholizismus 16 Irrlehren gibt?

    Nein.
    Wahrscheinlich hab' ich nicht mal gewusst, dass es ein Wort wie "Irrlehren" gibt. Einerseits war's einfach das Alter. Mit 14 hatte ich wenig Bock auf Sonntags früh aufstehen, Firmung oder Messdienern. Da waren andere Dinge interessanter. Andererseits warf der Religionsunterricht manchmal Fragen auf. Einfache Fragen, wie: Warum lernen wir, dass Jesus der einzige Weg ist, doch singen wir im Gottesdienst: "Oh Maria, Miterlöserin aller Gnaden". Wir hatten noch diese monatliche Beichten. Ein unsinniger Zwang, der schon auch dazu geführt hat, dass ich eine gewisse Abneigung gegen Kirchen entwickelt habe.

    Nachdem Du Jesus angenommen hast, hast Du dich da irgendeiner Kirche angeschlossen?

    Nein.


    Falls nein, warum nicht?

    Wegen dem berühmten Russell'schen Paradox.
    Nicht das von Bertrand Russell, seines Zeichens Engländer, sondern das von Bernardo Russell, den man auf der zweiten Silbe betont, und der Bologneser war.
    Sein Paradox: "Wer nach Bologna kommt, isst Tortellini. Wer nach Catanzaro weiterfährt, isst keine Tortellini." :D



    Das freikirchliche Ambiente ist halt nicht so mein Geschmack. War eine interessante Erfahrung. Es ist einfach nicht meins. Mit Glaubensthemen, Lehren, Dogmatik und Christentum habe ich mittlerweile abgeschlossen, nicht wegen irgendeinen Ambiente, es ist halt einfach nicht "mein" Weg.

    Der Massenmörder und Katholik Adolf Hitler wurde nie exkommuniziert! Dagegen unser armer Martin Luther ist bis heute noch im Kirchenbann

    Servus Norbert,
    dazu möchte ich Dir gerne einen Beitrag schreiben:


    Hitler hat sehr eng mit den beiden Landeskirchen zusammengearbeitet. Pius hegte große Sympathie für Deutschland, Hitler für den Vatikan, man wurde "Konkordats-Partner“. Die Geistlichen Deutschlands versprachen Hitler mittels "religiöser Propaganda" die Gläubigen auf Parteilinie zu halten. „Die Juden sind Christusmörder!“ – Das hatten die Gläubigen zu denken, abgeleitet durch Bibelauslegungen, aber auch aus Luther‘s Antisemitismus.


    Der Verlagschef von „Der Stürmer“ – Julius Streicher – beteuerte bei seinem Gerichtsprozess, er hätte im guten Glauben „das“ gemacht, was Luther schon längst eingefordert hätte:


    "Antisemitischen Schriften gibt es in Deutschland doch schon seit Jahrhunderten! Würde Luther noch leben, er säße heute statt mir auf der Anklagebank.
    Mein Buch von Luther (Juden und ihre Lügen) hat man beschlagnahmt. Die Juden, so sagt Luther, wären Ottergezücht und man solle ihre Synagogen niederbrennen.“


    Ich habe im damaligen Taufregister der Stadtpfarre Braunau am Inn nachgeschaut. Adolf Hitler wurde am Gedenktag der Hildegund von Neuss, am 20. 04. 1889 getauft:



    Im Katholizismus gibt es keine Möglichkeit, um eine Taufe für „ungültig“ zu erklären. Die Möglichkeit "aus-zu-treten" oder nach Erfüllung bestimmter Kriterien exkommuniziert zu werden besteht. Der Irrsinn beruht darauf, dass ein Martin Luther oder ein Joseph Goebbels bestimmte Kriterien erfüllt haben, um exkommuniziert zu werden: Luther, für das Verleihen der Priesterweihe, Goebbels, weil er eine evangelische Frau heiratete.


    Mach‘s gut, Norbert! :wink:

    Nachdem ich das Wort "Gebildeter" benutzt habe, antworte ich mal auf diese Frage, die ja eigentlich gar keine wirkliche Frage ist....

    Danke für Deine Antwort, ich wollte damit nicht direkt Dich ansprechen, weil Du ein Wort benutzt hast. Stimmt, ist wohl eine "virtuelle" Frage in einem Internet-Forum. :D
    Da wären wir wieder bei Vorurteile... Ich empfinde, dass Du Menschen und ihre Anliegen aus Deiner emotionalen Perspektive oder aus dem Verletzt-Sein heraus beurteilst. Denk' mal an Lot, von dem hätt' sich auch keiner gedacht, dass er zu den Gerechten gezählt wird. Abraham wusste Bescheid, weil er ihm kannte. Soviel zu Deiner Perspektive aus "Reden und Handeln".


    Verständlich, dass Du so reagierst. Lassen wir es gut sein.

    Woher kommt das eigentlich, dass mancher Christ den "gebildeten" Menschen oder einen "intelligenten" Menschen (was für blöde Klassifizierungen) kritisch, ja manchmal fast schon feindselig-abweisend gegenübersteht?Die Menschen haben sich ihre "Intelligenz" nicht ausgesucht und wenn Jemand "gebildet" erscheint, warum einen Menschen auf eine bestimmte Eigenschaft reduzieren und dann auf seinen Charakter schließen? Ich weiß nicht, es scheint so oberflächlich und vorverurteilend, Wörter wie "Gebildeter" erscheinen mir so Schubladen-Denken behaftet. Es gibt immer zwei Seiten einer Medaille: Redet mal mit einen Menschen, den ihr für (hoch)intelligent haltet. Die sind häufig den Vorurteilen ausgesetzt, dass sie arrogant wären (ohne es zu sein oder diesen Eindruck vermitteln zu wollen), haben Probleme in der Schule (weil sie anecken oder sich langweilen), werden als "Besserwisser" abgestempelt, bekommen oft keine Hilfe, im Gegenteil: "Hilf' Dir selbst, wenn Du so schlau bist", sehen sich oft zu hohen Erwartungen ihrer Mitmenschen ausgesetzt, werden komplett falsch eingeschätzt, vorverurteilt und abgestempelt. Es wird ihnen nachgesagt, sie sehen ihre eigene Fehler nicht, dabei sind die meisten extrem selbstkritisch. Aus "Intelligenz" ergeben sich oft soziale Konflikte - Das Umfeld versteht es nicht und der Betroffene auch nicht, der Mensch will ja niemanden etwas tun. Es ist sicher nicht einfach, sich ständig der Feindseligkeit mancher Menschen ausgesetzt zu sehen, die sich verständlicherweise von "intelligenten" Menschen angegriffen fühlen können.


    Mal die andere Seite zu sehen oder sich einzufühlen, wäre vielleicht passender, anstatt zu wettern und Vorurteile zu nähren...

    Wir wollen das nicht so hochphilosophisch sehen, sondern die Praxis vor Augen haben :

    Sagt Dir der "Mattersdorfer-Hof" etwas?
    Meine ehemalige Nachbarin, sie ist Adventistin, schleifte mich vor Jahren mal mit. Die jungen, auszubildenden "Gesundheits-Missionare" wussten sich zu benehmen. Das hinterließ einen bleibenden Eindruck. Na, und wenn Jemand beim Abendessen noch Dreck unter den Fingernägeln gehabt hätte? Die wussten halt nicht nur "g'scheit" zu reden, sondern auch wie man am Feld mit den Händen arbeitet. Sicher, bei "Euch draußen" ist es urbaner, da mag man mehr Wert auf Benehmen und korrekte Anreden legen... Bei "uns" hinterlässt halt "da brave Schepfa" (der fleißige Arbeiter) mehr Eindruck, als derjenige der alle 16 Gabeln am Tisch korrekt benennen und verwenden kann...


    Wieweit ist es "Gottes Wille", in Oesterreich nicht zu wissen, mit welchem Titel man wen korrek anredet

    Herr Kurat, Frau Magistra, Herr Oberstudienrat, Frau Revierinspektorin, Herr Titularorganist, Frau Master-Of-Welcome. Der Österreicher und seine Titel, schon eine eigenartige Symbiose. Niederösterreich tut sich da als Spitzenreiter hervor, wenn's um die Vergabe von Titeln geht. Im "Business" und am Wörthersee mag das ja vielleicht weiterhelfen...


    "Vor Gott sind alle gleich" oder auf kärntnerisch: "Bam sch***** san ma olle gleich, jeda kummt nockat auf de Wölt" (Auf der Toilette sind wir alle gleich und jeder kommt nackt auf die Welt). Ich bin froh, dass in unserer Gegend Titeln nicht so wichtig sind, da ist es wurscht, welchen Titel Du hast. die korrekte Anrede lautet "Du". Sei es der Stadtpfarrer, der Bezirkshauptmann, der Amtsarzt, die Polizisten, die Gemeinderäte, der Bürgermeister oder der Bezirksrettungskommandant. Der freundliche Umgang miteinander, öffnet so manche Tür und manches Herz mehr, als zu wissen, wie man wen korrekt anredet.

    Ich kann natürlich auch, wie ein Paulus, mit der "Gewalt" des göttlichen Wortes Gemeinden und Kirchen kritisieren, die "vom rechten Weg" abgerückt sind.
    All diese Gemeinden haben dann das Recht zu sagen: "Und du? Und deine Gemeinde?"

    Das bringt nichts.die Keule hat noch niemanden gut getan und ist auch kein gutes Mittel. Mir ging es weniger um andere christliche Gemeinschaften. In anderen Gemeinschaften kann ich Berührungspunkte finden, Dinge die man teilt. In der eigenen Gemeinde gibt es genug zu wischen, da muss man nicht den Staub bei den Anderen suchen. Ich sprach zum Beispiel von Scientology, das kritisieren dieser Gemeinschaft nur weil sie "Scientology" heißt, wird wenig bringen. Die Lehre ist mir auch ziemlich wurscht, dass muss und werde ich nicht prüfen, doch ich halte es da für angebracht, den Scientologen zu sagen: "Deine Lehre ist eine Lüge, und diese Lüge hat Schaden in Deinen oder meinen Leben angerichtet, weil sie dich gewalttätig hat werden lassen." Dagegen aufzustehen und das Kind beim Namen zu nennen, halte ich für nichts Schlechtes, weil es eben Lehren gibt, die so destruktiv sind, dass sie Menschen, eine ganze Familie und mehr zerstören können.


    Zunächst einmal für diesen Menschen beten.
    Und jemandem, der in sowas gefangen ist, einen Ausweg aufzeigen, soweit möglich.

    Beten ist nie schlecht, manchmal kann man auch den Ausweg nicht aufzeigen, Einfach ziehen lassen, manchmal das Beste, aber nicht immer eine Option. Was anderes als zu sagen: "Es ist Gottes Sache" bleibt einen meist nicht übrig, doch damit ist manchmal nicht geholfen - Der Kopf weiß es, aber auch das Herz?


    Ich halte diese Gemeinschaften für die ursprünglichsten und authentischsten, die es gibt.

    Ja, total. Leben wollte ich dort auch nicht.

    Mit der biblischen Keule und im Namen Gottes gegen andere zu argumentieren, behagt mir äußerst selten

    Nein, dass mag ich auch nicht. Und selbst wenn es "alle" machen, für das was "Alle" tun oder denken, habe ich mich nie sonderlich interessiert, ich mache Gabriel-Sachen. :D
    Ich weiß nicht, ich kann nicht einfach etwas tun, von dem ich nicht überzeugt bin. Das ist so wie mit der Kreativität: Wenn man den gewissen Impuls nicht hat, dann kann man sich auch nicht zum Komponieren oder Malen zwingen. Und "biblisches Keulenschwingen" bringt so oder so nichts, dass sollen die Fundi's machen...

    Im Grunde genommen ist es jedermanns Recht für sich zu entscheiden, ob er das Wirken des ihm begegnenden Menschen als "Irrlehre" und schädliche Beeinflussung beurteilt.
    Es gibt einige Menschen, zu denen ich keinen Kontakt suche.Das habe ich für mich so entschieden, nachdem Verhalten zu Verletzungen geführt hat und ich über den Widerspruch zwischen ihrem Reden und Tun nicht mehr nachdenken möchte

    Natürlich, es kann Jeder frei entscheiden. Da haben wir auch Möglichkeiten zu entscheiden, sowie sich ein anderer Mensch dazu entscheiden könnte, Dir den Vorwurf zu machen das Du unversöhnlich wärst, oder Dein Reden und Tun nicht stimmen, weil Du nicht die Vergebung gesucht hast und mit ihm z.B, darüber geredet hast, dass Du verletzt bist. und lieber "geurteilt" hast. Vielleicht hast auch Du andere Menschen verletzt, oder ihnen Unrecht getan, die Dich darauf verletzt haben? Vielleicht fühlst Du dich im Recht, weil Du verletzt bist, der Schmerz ist ja echt, tust aber Unrecht? Du hast das für Dich so beurteilt und das passt ja...


    Da kann man sagen: "Ich seh' das so oder so". Man kann es frei und unterschiedlich (für sich selbst) beurteilen.



    Wie sieht es aber mit richtig destruktiven Lehren und deren Folgen aus? Wenn ein "Ich seh' das so" nicht reicht, oder es eindeutig ist, dass Jemand einer Irrlehre aufsitzt und deshalb schlimme Dinge tut? Was, wenn man nicht die Möglichkeit hat den Menschen bequem aus den Weg zu gehen, weil man keine Lust hat, sondern den Folgen einer destruktiven Lehre ausgesetzt ist, und man dagegen nichts tun oder machen kann?

    Es ist ganz einfach: wenn man was hört oder sieht, was man für falsch und destruktiv hält, dann kann man das sagen.
    Man sagt dann "Ich sehe das so".

    Wenn es im Bezug auf Gemeinschaften, Menschen oder Lehren so einfach ist, warum spricht die Bibel dann von einer klaren Distanz zu Irrlehren? Wozu der Aufruf "Habt Acht auf die Lehre und auf Euch selbst" -
    Und damit sind gewiss nicht die verschiedenen Lehren der heutigen Gemeinden gemeint, sondern die klare Botschaft, die die Christen zu den Lebzeiten des Paulus hatten, die "Lehre von Christus", wie das die Schrift nennt. Warum spricht die Bibel von gesunder und destruktiver Lehre? Warum kommt eine Zeit, in der Menschen die gesunde Lehre nicht ertragen? Warum geht die Bibel sogar so weit, dass sie sagt: Einen sektiererischen Menschen weiße ab?


    Damit meine ich nicht, dass wir jetzt durch die Gegend laufen sollten und sagen sollten: "Irrlehren da, Irrlehren dort, Sektierer da, Sektierer dort, ich sondere mich von Jenen, die ich für Sekten-Anhänger halte ab."
    Ich würde und möchte auch niemanden das Wort "Irrlehre" an den Kopf knallen,


    Meine Frage ist: Ist es tatsächlich immer so einfach, dass ein "Ich seh' das so" ausreichend ist? Im menschlichen Umgang miteinander ja - Manchmal... , Wie schaut's da im Geistlichen aus?

    Morgen Norbert,

    Nachdem ganzen Hin und Her zwischen Bogi und James - wo ich verzweifelt einen Sinn suchte, aber keinen fand (!!!

    Jeder Tag bringt Möglichkeiten. Nichts ist dem Zufall überlassen und jede Begegnung hat ihren Sinn. Jeder Mensch zeigt uns etwas und bedeutet entweder eine liebevolle Bereicherung oder eine wichtige Lehre. Jede Begegnung mit einem Menschen bewirkt etwas, verändert etwas, bewegt. Auch wenn Begegnungen manchmal "unschön" sind, ob uns der Mensch in dieser Begegnung Schimpfwörter an den Kopf knallt, schlecht über uns redet, uns anlügt oder hinterhältig ist und uns jedes Wort im Mund umdreht: Es ist auch eine Chance, sich anzustrengen um ehrlich die positiven Aspekte des Gegenübers zu sehen und diese zu ermutigen. Manchmal kann man sich ausreden, wenn beide ehrlich und einsichtig sind, Und manchmal findet man keinen gemeinsamen Weg mehr und dann ist es gut, sich aus dem Weg zu gehen.



    Diese Warnung vor denen, die »Gottes Wort verfälschen« sollte uns Christen warnen auf die heutigen Sekten zu hören

    Beurteilen ist wichtig, nichts was wir leichtsinnig einfach Gott überlassen könnten. Gott selbst ruft uns auf, zu prüfen, zu beurteilen. Vor dem Verurteilen sollten wir uns hüten. Beurteilen ist nichts negatives, der Mensch ist manchmal zu stolz und nimmt jede Form von Beurteilung persönlich. Beim Beurteilen geht es auch nicht darum, dass wir andere Glaubensgemeinschaften oder zum Beispiel "esoterische Wege" verurteilen, beim beurteilen geht es darum, in richtig oder falsch zu unterscheiden. Wenn wir nicht beurteilen, wie sollten wir dann wissen, was Wahrheit und was Lüge ist? Was gesund und was giftig ist? Es gibt unzählige Arten von Beeren, gleich ob Erdbeere oder die Beeren der Tollkirsche. Was wäre wenn wir die Beeren nicht beurteilen?


    Martin Luther sagte: "Ich will keine Visionen haben, sondern allein an dem Wort Gottes hängen.“ Es geht weniger um "Sekten", bestimme Glaubensgemeinschaften oder Sonderlehren. Auch sollten wir uns nicht von Zeichen und Wundern die falsche Propheten wirken, beeinflussen lassen. Das da oder dort "etwas geschieht" beweist, grob gesprochen, noch gar nichts. Eine schwere Bibel mit ausgestreckten Armen stundenlang zu halten, ist kein Kriterium für Wahrheit. Ein ägyptischer Hofzauberer, der vor Moses "Wunder" wirkt, beweist mit seinem "Wunder" nicht, dass er in Wahrheit wandelt oder Wahrheit lehrt. Das Beurteilen, zu dem wir durch die Bibel ermuntert werden, bedeutet, aus Liebe heraus und auf der Grundlage von Gottes Wort zu prüfen, was Gottes Wege sind. Der beste Weg, sich vor Unwahrheiten, falschen Propheten und falschen Lehren zu schützen, ist die Wahrheit zu kennen. Die Wahrheit soll uns nicht dazu dienen, dass wir andere oder deren Lehren verurteilen, sondern das wir beurteilen können, was Wahrheit ist. Wenn zwei Menschen unterschiedliche, einander widersprechende Aussagen über ein und dieselbe Sache machen, wie können dann beide recht haben? Werden nicht gerade durch die Widersprüche alle, die die Wahrheit ehrlich suchen, die sich Fragen nach der Wahrheit, nach Gott, nach einem gottgefälligen Leben, nach Liebe und wahrem Glauben stellen, zu einer Entscheidung aufgerufen?

    Guten Morgen,


    hab' erst jetzt gesehen, dass Du deinen Beitrag um ein paar Punkte erweitert hast, auf die ich Dir noch schnell antworten möchte.


    So viel Fantasie besitze ich nicht, aber das was Du schreibst oder vermutest das lese ich....

    Zwischen lesen und verstehen besteht ein großer Unterschied. Und Deine Fantasie reichte bis jetzt immer aus, um Jemanden das Wort im Mund umzudrehen, zu unterstellen, Dich rauszuwinden versuchen.


    Was Du daraus machst ist schon seltsam....

    Ich habe gar nichts daraus gemacht. Das ist eine nicht ernst zunehmende Unterstellung von Dir.
    Wie hätte ich auch was daraus machen können, wenn Du erst in Beitrag 133 gesagt hast, was Du meinst?


    ___
    Bogi, Du versuchst Dich nach allen Seiten hin rauszuwinden, unterstellst, verdrehst, schiebst alles auf den Anderen, übernimmst keinerlei Verantwortung und hast auch kein Bewusstsein für Dein unchristliches Verhalten, besitzt auch die Dreistigkeit zu behaupten, dass ein Anderer etwas Seltsames gemacht hat. Das ist ein sehr primitives Niveau.


    Was Du tust ist offensichtlich, man kann es in den letzten Beiträgen nachlesen. Darauf habe ich keine Lust, Du möchtest auf keinen grünen Zweig kommen und ich habe kein Interesse an Deinem Kindergarten-Theater. dass in abwechselnden Antworten von uns im Endeffekt eh' nur den ganzen Thread zumüllt.


    Daher halte ich es für angebracht, Dich zukünftig zu ignorieren, um solche Situationen zu vermeiden, von denen wir Beide nichts haben und die den Glauben auch nicht dienlich sind.

    Sollte ein Spass sein...mit LSD.

    Der im Endeffekt wieder mal auf Worte, gleich ob Du es Geschwätz, Sprache, Wortwahl oder Rede-Gewandheit nennst, abzielt... Also, was willst Du damit sagen? Erklär' mir bitte den Witz, ich versteh' ihm nicht und würde auch gerne darüber lachen.


    Im Übrigen hast Du mir noch immer nicht erklärt, was Deine Aussage mit "Wir sind ja nicht schwach und brauchen kein Unrecht erleiden" zu bedeuten hat. Ein Mann mit Deiner Lebenserfahrung und so einen enormen geistlichen Wissen und Erfahrungsschatz, müsste eigentlich wissen, dass solche Aussagen nicht besonders tugendhaft wirken,vor allem nicht wenn ein doppeldeutiges Zwinkern dahinter steht...

    Lieber Bogi,


    Du musst mich nicht absichtlich falsch verstehen oder etwas in meinen Mund legen, was ich nicht gesagt habe.


    Wie kommt es das ein Psalm bei Dir diese Fantasie oder Vermutung zulässt?

    Diese Vermutung existiert nur in Deinem Kopf.
    Nein, dem ist nicht so. Fakt ist, dass es nicht um den Psalm sondern um Deine Aussage mit den "Schwachen" ging.


    Bitte bleibe sachlich, weiche nicht aus - Das sind Deine Aussagen hier im Forum und nicht ein Psalm der eine Fantasie oder eine Vermutung bei mir zulässt., Bogi, meist merke ich mir, was mir Menschen erzählen oder sagen.


    Thema: Sabbatgebot noch gültig - Beitrag 3621 - 14. Juni 2019 - Zitat:

    Mein leben lang bin ich Außenseiter, und kranker Sünder.

    Meine Fantasie... :D
    An Fantasie mangelt es Dir nicht, wohl aber an Argumenten die der Wahrheit entsprechen.


    Wie kommst Du darauf das ich mich lustig mache,in dem ich unsere Situation als "konfortabel" ansehe?

    Ich habe Dich nach Deinen Beweggründen für Deine Aussage gefragt und nicht behauptet, Du würdest Dich lustig machen.
    Warum weichst Du meiner Frage aus?


    Den Psalm habe ich hineingestellt, weil es zum ektionsthema dieser Woche gehört....

    Die Wahrheit ist, dass Du mir mit ein paar Versen daraus geantwortet hast, wo keiner den Zusammenhang versteht...


    Wenn Du Fragen hast dann Frage,Vermutungen bringen nichts.

    Ich habe gefragt, ob Du was sagen möchtest.
    Ein paar Beiträge zuvor, wolltest Du doch sicher was sagen mit der Unterstellung von Drogenkonsum und der daraus resultierender Schwatzhaftigkeit ? Und, möchtest Du?

    Ich würd ihn dir mit der Post schicken, aber ich hab nur einen. Dann hätte ich den Zusammenhang wieder verloren ...

    Ich möchte keinesfalls, dass ihr euch verliert - Zwischen Euch besteht ein untrennbarer Zusammenhang, anders als bei Schneeflocken da besteht nur ein loser Zusammenhang...


    Apropos Zusammenhang:
    Wahrheit im biblischen Sinne kann auch Geist sein. In Jesus ist sie Wirklichkeit, die man selbst erleben und erfahren kann. Wenn Paulus von der "Wahrheit Jesu in seinem Herzen" spricht, dann spricht er wohl von einer Wirklichkeit, die nicht durch Lehre oder Worte vermittelt wird. Manchmal spricht er von Wahrheit im Sinne von heilsamer Lehre, also Worte (der Schrift) die der Geist eingehaucht hat.


    "Heilige sie in Deiner Wahrheit" - "Dein Wort ist Wahrheit“. Diese Wahrheit weißt weniger auf einen objektiven Sachverhalt hin, sie zeigt, dass sie die Wirklichkeit in sich trägt – Die Wahrheit als erfahrbare Wirklichkeit in Jesus und Wahrheit als Richtigkeit (im Wort). Diese Wahrheit sind keine geistlosen Texte, sie ist kein totes Schrift-Konzept, dass lebendige Wesen trocken hinnehmen müssen: Die Wahrheit Jesu ist lebendig erfahrbar, aus dieser Lebendigkeit, die sich auf Geist und Wahrheit stützt, folgt der Ruf: Dein Wort ist Wahrheit.

    Ich bin mal grad unterwegs: den Zusammenhang suchen ...

    Wenn Du dich auf den Weg machst, könntest Du mir bitte ein Eis mitbringen?
    Ich war den Zusammenhang schon suchen, nichts gefunden... Hoffe, Du hast mehr Glück.


    Wir sind ja nicht schwach und brauchen kein Unrecht erleiden....

    Die Wahrheit in Person sagt was anderes über Dich und mich, die Schwachen aus. Du weißt selbst, dass das nicht die Wahrheit ist, schon des öfteren, zuletzt vor ein paar Wochen hast Du noch erzählt, Du wärst ein Außenseiter gewesen, hättest viel Ablehnung erfahren, und einiges mehr. Hast Du gelogen?


    Falls es ein Scherz gewesen sein sollte, dass ist nicht witzig, weil viele unserer Brüder und Schwestern Unrecht und Schlimmeres erfahren haben, weil sie an Jesus glaubten. Möchtest Du dich darüber lustig machen?


    Möchtest Du Deinen Mitmenschen etwas sagen? Dann bitte direkt und nicht unterschwellig, Du weißt was ich meine... ;)


    Geht das, dass wir wieder zur Tagesordnung übergehen, und uns wieder auf Simon's Frage: "Was ist Wahrheit" konzentrieren?

    Wie wärs mit dem..

    So wahr als ich lebe, spricht der Herr: Ich habe keinen Gefallen am Tode der Gottlosen, sondern dass sich der Gottlose bekehre von seinem Wesen und lebe.
    (Hesekiel 33,11)


    Psalm 9 spricht mich weniger an, kann mich nicht darüber freuen und fröhlich sein, und Gott dafür loben, wenn meine "Feinde" zurückweichen müssten. Ich bin kein König, habe kein Land und Leute zu verteidigen oder befinde mich im Kriegszustand mit Völker. Ich empfinde keine Dankbarkeit oder Freude, wenn "Feinde" gestürzt sind und vor dem Herrn umgekommen sind. Außerdem gibt es keinen Menschen den ich als "Feind" betrachte - Und wenn ich ernsthafte "Feinde" hätte, würde ich in meiner Bedrängnis keine Lust auf Genugtuung haben und mich am Tode anderer erfreuen.

    Oder hast du schon mal eine Belohnung bekommen, weil du bei Rot gehalten hast?

    Ja, ich durfte am Leben bleiben, weil mich kein Auto bei der Ampelkreuzung über den Haufen fahren konnte.
    Deine Frage war 'ne Steilvorlage. :P


    Im Prinzip hat Israel das erste umfängliche Rechtssystem entwickelt.

    Ja, der Ausschnitt aus 2. Mose 21 zum Beispiel trägt es gut erkennbar im Namen: Zivilrecht, Sklavenrecht, Todestrafe. Die 10 Gebote quasi eine Einleitung zu dem eigentlichen Gesetz, zum Rechtssystem, dass Zivilrecht, genauso wie Verordnungen für die Priester enthält oder "Hygiene-Gesetze". Mose schließt für den "Bündnispartner Israel" als Vertreter des Volkes mit dem Gesetzgeber Gott einen Vertrag, mit einem gültigen Rechtssystem. Jesus hat einen neuen Bund geschaffen, der Alte bleibt davon unberührt, weil er sich auch nicht durch Jesus reformieren kann. Der Neue Bund sollte den Alten Bund ersetzen. Die 10 Gebote bleiben davon unberührt - Warum? ,Es sind moralische Grundwerte.


    Meinst Du, dass man das blaue Ibiza auf Ibiza auch moralisch verwerflich fand?
    Warum halten die Brasilianer genauso wie die entlegensten Eskimo-Völker Diebstahl für eine moralisch-verwerfliche Tatsache?
    Warum verkloppen die Hindus nicht die Buddhisten, weil es. o.k. für sie ist - Sie haben ja nix mit dem Alten Bund am Hut.
    Durfte Israel vor dem Bündnis lügen, stehlen, töten, weil es (noch) nicht in einem Text geschrieben steht?


    Moralische Grundwerte sind ja nicht durch irgendeinen Bund, Religion, Kultur, Sprache, etc... aufgehoben, diese gelten für alle Menschen, unabhängig von irgendwelchen Bündnissen, unabhängig von Kultur, Sprache oder Herkunft. Dadurch haben die Menschen Erkenntnis von den grundsätzlichen moralischen Werten und sind mit ihrem Gewissen verantwortlich für ihr Handeln. Gemäß dem eigenen Wissen und Gewissen wird Gott die Menschen richten, unabhängig davon, ob sie die Bibel als ihren Maßstab anerkannt haben oder nicht.

    Die stehen da niedergeschrieben; die machen selbst noch gar nichts deutlich, außer die Übertretung und damit die Erkenntnis der Sünde.

    Ja, da bin ich ganz bei Dir. Sie wurden gegeben, um uns zu überführen. Sie sollen uns überzeugen, dass wir tatsächlich Sünder sind: "Durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde" (Römer 3,20). Man braucht eine gerade Linie, um eine krumme Linie zu entlarven. Die Gebote sind Gottes gerade Linie, man stellt sich daneben und sieht, wie krumm man selbst ist. So gesehen, ist das Gebot auch ein ersterer Schritt auf dem Weg zur Errettung, weil der Weg "im neuen Bund" direkt zum Kreuz (über)führt. Man könnte sagen, die Gebote sind wie ein Spiegel, man sieht Schmutz, aber er wäscht den Schmutz nicht weg.


    Jesus fasste wie Du schon gesagt hast, die 10. Gebote zusammen, als Er sagte: "Gott über alles lieben und unseren Nächsten wie uns selbst." Niemand außer Jesus, hat dieses "Gebot" je gehalten.