Beiträge von conradi

    Um diese Verheißung Satans einzulösen, arbeiten alle darauf hin. Führend sind diesbezüglich die USA und China.

    Solche Zitate erinnern etwas an Hexenjagden. Schon die erste Eisenbahn mit einer Dampflock im Jahr 1825 wurde als Teufelszeug verdächtigt und von religiösen Phantasten als Eingriff in die göttliche Ordnung verstanden.

    1. Mose 1;28 ist da aber eindeutig.

    Dazu hat Rolf Pöhler einen bemerkenswerten Aufsatz geschrieben: Historische und kritische Überlegungen zur historisch-kritischen Methode

    Darin stellt er zunächst fest, dass es die "HKM" als Solches nicht gibt sondern es ein weites Spektrum mit unterschiedlichsten Zugängen gibt. Er zitiert den Theologen Hans Heinz wie folgt: “Eine historische Erforschung der Bibel darf nicht nur, sie muss sogar betrieben werden ... Auch das Wort ‘kritisch’ (vom griech. krinein = unterscheiden, prüfen) hat nicht von Haus aus einen negativen Beigeschmack. Ein Urteil fällen heißt nicht, etwas zu zerstören. Wenn Geschichte nicht zu Geschichten werden soll, muss sie immer kritisch betrieben werden.”vZehn Jahre später fügte er hinzu: “Wer die Bibel kritisch betrachtet, ... will sich ein zutreffendes Urteil über den Inhalt und die Überlieferung der Bibel schaffen. Da die Bibel ja über weite Strecken Quellencharakter hat ... ist eine solche Betrachtung sicherlich auch gerechtfertigt.” Quelle Spes Christiana, Band 12, 2001, 140-162

    Die pauschale Ablehnung historisch-kritischer Überlegungen zu Bibel kommt aus einer fundamentalistisch geprägten Wissenschaftsfeindlichkeit heraus. Das ist für mich eine geistige Engführung die der Fülle und Weite des Evangeliums und der Offenbarung Gottes entgegensteht.

    In den Bibelgesprächen höre ich in diesem Zusammenhang ganz oft viel an Verurteilung "Das Volk Israel ist untreu geworden, hat Götzendienst betrieben" und so vieles mehr. Kaum jemand kennt nur ansatzweise das Alltagsleben und deren Zwänge in den Jahrhunderten der Bronze und Eisenzeit in Palästina, keiner kennt wirklich die Rituale und sozialen Befindlichkeiten, die Art des Zusammenlebens etc. daher sind solche Urteile mehr als anmaßend. Zudem weicht die Darstellung der Geschichte im Buch Josua vom Buch der Richter ab, da gibt es einige Widersprüche. Archäologische Ausgrabungen können bislang kaum Ereignisse aus dem Buch Josua nachweisen.

    Manchmal habe ich Momente, in denen ich mir denke, vielleicht hat er sich auch endlich von uns abgewendet, wenn ich mir das hier so anschaue, aber letztlich glaube ich seinem Wort, dass er seine Kinder nicht aufgeben wird.

    Die Bergpredigt ist da radikal eindeutig. Jene die im Sinn der Menschlichkeit handeln haben eine ewige Verheißung, unabhängig davon ob und wie sie glauben

    Ich finde es jedenfalls nicht lustig, wenn sta-forum nicht wirklich zeigt, was STA eigentlich bedeutet.

    Dieses Forum ist eben keine "Echokammer" oder "Echoblase" wie z.b. bei den vielen Kommentare unter den Videos der privaten Missionswerke im Umfeld der STA oder aus Fürstenfeld. Die weltweite STA Kirche mit ihren Universitäten unterschiedlicher Ausrichtung bei vielen theologischen und pastoralen Themen ist da viel weiter und bunter.

    Lukas 16:
    "Und als er im Totenreich seine Augen erhob, da er Qualen litt, sieht er den Abraham von ferne und Lazarus in seinem Schoß. Und er rief und sprach: Vater Abraham, erbarme dich über mich und sende Lazarus, dass er die Spitze seines Fingers ins Wasser tauche und meine Zunge kühle; denn ich leide Pein in dieser Flamme!. Abraham aber sprach: Sohn, bedenke, dass du dein Gutes empfangen hast in deinem Leben und Lazarus gleichermaßen das Böse; nun wird er getröstet, du aber wirst gepeinigt. Und zu alledem ist zwischen uns und euch eine große Kluft befestigt, sodass die, welche von hier zu euch hinübersteigen wollen, es nicht können, noch die, welche von dort zu uns herüberkommen wollen."

    Da gibt es plötzlich eine Totenreich, der längst verstorbene Abraham ist dort plötzlich ein Mittler, da findet sich beim "nicht Herüberkommen" eine etwas loste Anlehnung an der damals bekannten griechischen Mythologie. Wenn Jesus selbst solche Bilder gebraucht um eine wichtige Botschaft zu vermitteln, können doch heute Filme mit ähnlichen Fiktionen nicht plötzlich eine spiritistische Verführung sein. Die unbedacht und sehr pauschal angewendete "Spiritismus Keule" mancher Prediger in der Adventgemeinde erinnert mich ab und zu an mittelalterlichen Hexenjagden. Da werden ganze Berufsstände von Film bis Medien von der Kanzel herab einem unfairen Generalverdacht ausgesetzt.

    Ich glaube wir haben hier eine Verantwortung Alternativen zu suchen. Auch wenn man die Berührung mit verschiedenen Themen nicht verhindern kann, es bleibt trotzdem falsch......oder würdest du deinen Kindern erlauben, Kekse zu essen, wenn im Rezept 50g Hundekacke verarbeitet wurde?

    Ich bin auch mit Märchenbüchern aufgewachsen. Aus mir ist dennoch keine Esoterik drin geworden. Auch meinen Kindern hat es nicht geschadet. Sehnsùchtig wurde damals der nächste Band von Harry Potter erwartet. In Englisch erschien er früher. Daher hat mein Sohn ihn in Englisch gelesen.

    Darin zeigt sich eine unterschwellige Feindseligkeit ("Hundekacke") gegenüber Kunst im Allgemeinen, dazu gehören eben auch Märchen, mancher evangelikaler Fundamentalisten. Jesus selbst hat Gleichnisse erzählt, deren viele, alle fiktiv. Beim Gleichnis vom reichen Mann und armen Lazarus dringt Jesus sogar in mystische "Unterwelten" ein, dort erleidet der Reiche seine Qualen. Erzieherisch steckt in den Harry Potter Filmen viel an Gutem, ich empfinde die unterstellte Verbindung zu Gewaltexzessen in manchen Schulen mit diesen Filmen als besonders bösartig.

    Egal wie gut die Politik der Frau Kahr sein mag (was ich auch bezweifle, weil ich Planwirtschaft ablehne) ist es in meinen Augen untragbar, jemanden zu wählen, der sich Kommunist nennt.

    Sie bzw ihre Partei ist in einer demokratischen Wahl gewählt worden. Sie betreibt doch keine Planwirtschaft (dieser Vorhalt ist, wenn man sich nur etwas mit Grazer Stadtpolitik beschäftigt, absurd) sondern organisiert ihre Stadt innerhalb üblichen marktwirtschaftlichen Möglichkeiten sehr gut obwohl ihr Vorgänger, ein ÖVP Bürgermeister, extrem viel an Schulden für diese Stadt hinterlassen hat. Vor allem hat sie hohe Sympathiewerte, dass hat sie sich durch ihr ehrliches soziales Engagement überaus hart erarbeitet. Sie hat eine unter Politikern seltene Eigenschaft, sie lebt dass tagtäglich vor was sie sagt. Nach wie vor spendet sie den Großteil ihres Bürgermeistergehalts für soziale Zwecke, sie behält für sich ca. 3000 Euro monatlich. Ihre Partei hat sich seit Jahrzehnten in der Stadt vorbildlich für die Wohnprobleme benachteiligter gesellschaftlicher Schichten engagiert. Die Sprechtage ihrer Vertreter sind im Gegensatz zu Politikern anderer Parteien sehr stark frequentiert.

    is dahin hatte die ägyptische Prinzessin Hatschepsut Mose als ihren Sohn adoptiert. Der Name, der Mose gegeben wurde, ist ägyptischen Ursprungs und bedeutet „Sohn von“ oder „geboren von“, wie es in den Namen Ah-mose („Sohn von Akh“) oder Thut-mose („Sohn von Thoth“) zum Ausdruck kommt. Sein Name wird daher im Hebräischen als Moscheh wiedergegeben, nämlich „herausgezogen“. Sein Leben wurde auf wundersame Weise verschont, als er aus dem Fluss „herausgezogen“ wurde.

    Da ist man wohl einem literarischen Roman von Frederik Hetmann, Mose- die Entdeckung Gottes "aufgesessen" Das ist reine Fiktion und historisch nicht belegt, passt wohl in evangelikal- fundamentalistisch geprägte Geschichtsphantasien

    Wo gibt uns Jesus das als "Zeichen"?


    Umweltkatastrophen in hoher Zahl gab es erst seit der Zeit der Industrialisierung und der Überchemisierung der Landwirtschaft!

    Es gibt nach Math. 24 nur ein einziges Zeichen für das Ende. die Wolke bei der Wiederkunft. Alles andere findet seit der Endzeit statt, die eigentlich bereits mit der Sendung des hl. Geistes begonnen hat. Umweltkatastrophen haben schon die Römer mit ihrem Raubbau an Wäldern etc. verursacht, schlimmere als wir heute erleben

    Wir haben die Kultur entwickelt, nicht über andere zu reden, sondern unsere Fehler und was wir verbessern können...

    Ich habe ja allgemein formuliert, meiner Erfahrung nach, die sicher begrenzt sein mag, wird auch nur seltener Alkohol- oder Tabakkonsum genauso wie der Lebensstil am Ruhetag von angehenden "Täuflingen" im "üblichen sozialen Gefüge" einer Adventgemeinde kritischer angesprochen und getadelt als zum Beispiel der Umgang mit Mitmenschen an Hand der Bergpredigt.

    Das wird an der Begebenheit mit dem reichen Jüngling so deutlich. Der hat alle Gebote gehalten, auch den Sabbat und es hat trotzdem nicht gereicht.

    Neulich in einem Bibelgespräch (Sabbatschule) von Teilnehmern etwas unbewusst heraus gerutschte aber so typische "adventistische" Feststellungen: "der Unterschied zu den "Anderen?" Sonntag, Rauchen und Alkohol- keine Spur dabei von der hohen Ethik der Bergpredigt.......

    Lies Ester 3,1–14 und Offenbarung 12,14–17 und 13,15. Welche Parallelen zwischen diesen Abschnitten findest du? Inwiefern gleicht Johannes’ Beschreibung von Gottes Gemeinde der Übrigen der Beschreibung des Volkes Gottes von Haman?

    Da wird im SS Heft ständig Stress mit Bezügen zur Offenbarung aufgebaut. Das Buch Ester wird, so weit mir bekannt ist, im Neuen Testament nie zitiert. Bei Ester ging es um eine kollektive Vernichtung eines Volkes. Die "Gemeinde der Übrigen" lässt sich aber nicht auf bestimmte Völker und damit auf bestimmte Glaubensgemeinschaften reduzieren. Jon Paulien (Theologe von Loma Linda, früher Andrews) hat diese Problematik in einem Vortrag so ab Minute 35 eindrucksvoll beschrieben und damit der Auslegung vom "historischen Adventismus" eine Absage erteilt. //http://www.youtube.com/watch?v=oYEULHYyLbI

    Nun, es wurden die Ostgoten immerhin 538 aus Rom vertrieben und so konnte Papst Vigilius in Rom einziehen und die Herrschaft über die Stadt übernehmen, auch wenn dann später die Ostgoten Rom wieder zurückerobert hatten.

    Norbert, das höre ich auch immer wieder von adventistischen Predigern, vorwiegend ausgebildet in Bogenhofen. Nur es ist grundfalsch und für die Begründung für dieses Jahr 538 durch adventistische "Experten" mehr als peinlich. Papst Vigilius wurde im März 537 in Rom (!) trotz Belagerung zum Papst gewählt. Zudem vergisst man dabei völlig, dass auch die Goten Christen waren und bis zu Vigilius die Papstwahl bestimmt haben, also hatte das Papsttum ohnehin keine Unterbrechung im 6. Jahrhundert, es verlagerte sich nur der Einfluss auf die Papstwahl von den Goten in Ravenna zum spätrömischen Kaiser nach Konstantinopel . Aber erklär dass einmal einem traditionellen Adventisten, da beißt man ähnlich wie bei den Zeugen Jehovas beim Jahr 1914 auf Granit. Dort wird die Geschichte genauso in irrationaler Weise angepasst.

    Dabei hat aber Ellen White ohnehin erklärt, dass sie die geschichtlichen Daten aus Büchern "übernommen" hat und daher nicht unter "Inspiration" fallen. (siehe Bibelkonferenz Protokolle 1919)

    Was völlig übersehen wird ist die Tatsache, dass durch die Religionspolitik von Kaiser Justinian in Bezug auf das Papsttum die Grundlage für das spätere Schisma um 1040 gelegt wurde. Daher hatte der Papst nie und nimmer 1260 Jahre Macht über alle Bischöfe in der Spätantike und im frühen Mittelalter. Vielmehr kam es ab dem 6. Jahrhundert zu der Ausprägung einer latanischen katholischen Kirche in Rom und einer orthodoxen katholischen Kirche im Osten. Daher ist es meiner Ansicht nach Unsinn zu behaupten, dass in dieser Zeit das Papsttum alle Macht bekam.


    Ja in Bogenhofen bemühen sie neuerdings den Geschichte Studenten Christopher Kramp zu diesem Theme. Der hat dazu in einem Vortrag, typisch für private Evangelisationswerke seiner Art sehr selektiv Daten aus dem Zusammenhang gerissen und unter dem Titel "Glaubt an die Propheten" an einer eigenen Meinungsschnur aufgehängt. Das wird auch in der kommenden Kurzbibelschule in Bogenhofen, wo er als Dozent genau zu diesem Thema engagiert ist so sein, soviel zum "akademischen" Niveau in Bogenhofen.

    Das geschah am Ende der dreieinhalb Zeiten (Dan.7:25/ Offb.13:5) nach 1.260 Jahren, gerechnet ab 538 als das Papsttum politische Macht erhielt, im Februar 1798 als Napoleons General Berthier Papst Pius VI. verhaftete, den Kirchenstaat auflöste und die Römische Republik ausgerufen hatte! Die tödliche Wunde des Papstttums laut Offb.13,3! Darüber herrscht weitestgehende Einigkeit unter protestantisch-en Bibellehrern.

    Das ist eine in der Adventkirche weit verbreitete Verzerrung von Geschichte und sachlich falsch. Ich kenne keinen renommierten protestantischen Bibellehrer der das behauptet. Weder hat das Papsttum genau im Jahr 538 irgend eine neue politische Macht erhalten, ganz im Gegenteil, es musste sich der harten Diktatur vom Kaiser Justinian unterwerfen, noch wurde 1798 das Papsttum tödlich getroffen, Der Kirchenstaat wurde erst 1870 dem Königreich Italien angegliedert und damit aufgelöst, erst ca. 50 Jahre später hat dann ausgerechnet der Faschist Mussolini diesen wieder hergestellt. Die angesprochene "Römische Republik" 1798 war eine sehr kurze, etwa einjährige (!) skurrile Episode, hatte gar nicht die Abschaffung der Kirchenämter im Sinn sondern nur deren demokratische Wahl von der Bevölkerung her, ganz im Sinn der Revolution.

    p.s. : wenn zur Biografie eines Hochrangigen aus dem GK - Kreis in einer offiziellen Drucksache quasi positiv erwähntwird, mit zehn Jahren sei er getauft worden möge mn mit der Polemkik gegen die Kindertaufe - Tertulian : " - ceterum parvulos est dubtndum " etwas vorsichtiger sein -

    Irgendwie erinnere ich mich, dass es vor Jahrzehnten diese Segnungen von neugeborenen Babys im Gottesdienst nicht oder kaum gab. Ich finde in dieser Praxis, die durchaus viel Sinn hat schon, schon eine leise, entfernte Annäherung an die Kindertaufe, wenn auch keine Konsequenzen damit verbunden sind, wie etwa eine automatische Mitgliedschaft in der Kirche und diese Zeremonie viel bescheidener ist.

    In der von mir besuchten Gemeinde gibt es eine imWort Gruppe. Der Vorteil ist die Konzentration auf einen Bibelabschnitt, es geht tatsächlich um das "Wort" selbst. Es gibt kaum Ablenkung durch Paralleltexte, die in der Weltfeld ohnehin oft zu kurz zitiert werden. Die verbreitete Methode "Die Bibel legt sich selbst aus" kommt in der Gesprächsrunde daher kaum zur Anwendung, dass ist ein Vorteil. Die beiliegenden Texte im Heft sind allerdings theologisch schwach, zum Teil irreführend, etwas an die Weltfeldausgabe angepasst. Nur spielen sie während des Gesprächs eigentlich keine Rolle. Zudem ermuntert mich die Konzentration auf einen Text verschiedenen Bibelkommentare auch bekannter Theologen außerhalb der Adventgemeinde zu lesen und daraus viel Gewinnbringendes kennen zu lernen, bzw auch bei "Adventist Today" oder Spectrum zu recherchieren. So neulich bei dem Kapitel über die Opferung von Isaak. Da waren die Ausführungen von Søren Kierkegaard oder Eugen Drewermann sehr hilfreich gegenüber der etwas blumigen Auslegung aus Patriachen und Prohpeten bei der der Mensch letzen Endes zum Spielball von Akteuren im Universum degradiert wird.

    Wenn der Vatikan sagt, was die Lehre ist, und man fragt ihn danach, ob er dies oder das gesagt habe, dann sagt der Vatikan: Ja, haben wir.

    Katholische Theologen und Institute an deren Universitäten decken ein sehr breites Feld in unterschiedlichsten Richtungen ab, dieses geht zuweilen viel tiefer und beschäftigt sich zuweilen intensiv mit aktuellen philosophischen und gesellschaftlichen Denkrichtungen. Dagegen wirken Freikirchen meist oberflächig mit ihrem etwas typischen Weiß-Schwarz Denken. In der Adventkirche hat sich schon durch namhafte Theologen eine Theologie mit durchaus wissenschaftlichen Anspruch entwickelt, siehe Friedensaue, Loma Linda, Andrews, etc die allerdings nicht selten in einem Spannungsverhältnis zu Kirchenleitung steht. Manche Publikationen davon finden in der allgemeine theologischen Szene ab und zu Beachtung. Allerdings fehlt nach wie vor eine kritische und wissenschaftliche Aufarbeitung der Schriften von E.G.White. George Knight hat in dieser Richtung mögliche Ansatzpunkte in seinen Büchern, vor allem im Letzen publiziert, vor allem die Protokolle zur Bibelkonferenz 1919 geben da nachdenkliche Einblicke. In diesem Zusammenhang bremst leider das von der GKK eingerichtete Bibelforschungsinstitut (BRI), deren Theologen glänzten bislang nicht mit wissenschaftlicher Qualität und sind Reformen sehr resistent. Typischer Weise finden sich in ihrem Team immer wieder Theologen aus Bogenhofen.

    Was genau meinst du mit "Aufarbeitung"? Es gibt gewiss kein anderes Volk als Adventisten, das ihre Schriften die meiste Zeit liest, und einige scheinen ihre Werke ziemlich gut (wirklich sehr gut) zu kennen. Wieviele von ihnen haben sich von ihrer Meinung gegenüber prophetischer Gabe dieser Frau verarbschiedet? Ich kenne bisher persönlich niemand.

    Da gibt es bekannte Gegenbeispiele in der Geschichte der theologischen Entwicklung der Adventgemeinde. Laut einem Vortrag von Gerhard Pfandl war Walter Rea ein nahezu fanatischer Anhänger ihrer Schriften, dann schrieb er das Buch "THe White Lie!" Zu dem Thema allgemein hat George Knight das Buch "Ellen Whites Nachleben" geschrieben, wo vor allem die historischen Daten aus dem "Großen Kampf" kritisch hinterfragt und relativiert werden. Diese sind nach Erkenntnissen der heutigen Kirchengeschichte auf weiten Stecken nicht mehr haltbar.

    Nur Bogenhofen schert da etwas aus indem sie heuer Christoper Kramp als Dozent bei ihren Kurzbibelschulen zu diesem Problemfeld einladen. Dieser verdreht an sich bekannte Fakten der Papstgeschichte mit naiven und irrationalen Interpretationen um die fragwürdigen historischen Angaben im Buch "Der große Kampf" irgendwie zu rechtfertigen. Das ist kein Ruhmesblatt für ein theologisches Seminar.