Beiträge von Bemo

    Hallo DonDomi

    Ich habe ein paar Fragen zur Kirchengeschichte der NAK in Deutschland:

    Welche Ursachen gibt es für die vergleichsweise hohe Mitgliederzahl in Deutschland? 310 000 ist schon sehr beachtlich.

    Gibt es innerhalb der NAK Instituitionen die systematisch die eigene Kirchengeschichte aufarbeiten? Gibt es da Veröffentlichungen?

    Gibt es NAK-eigene Literatur zur NAK während des dritten Reichs und der DDR?


    Besten Dank im voraus!

    In einer Welt, in der die Mehrheit immer!!!!! falsch lag

    Ich höre diese "Phrase" nun schon seit gut drei Jahren und sie erschließt sich mir nicht - es ist für mich einfach plumpe Polemik. Und ich verstehe nicht, warum diejenigen, die sich als letzte verbliebene "Denker" verstehen, diese Rhetorik nicht durchschauen und sie übernehmen.

    Warum wird nicht verstanden, wie man durch dieses "Narrativ" von der irrenden, großen Mehrheit selbst gefangen genommen wird von einer irrenden, kleinen Minderheit? Welchen Sinn macht es, gegen eine irrende Mehrheit zu aggitieren, wenn die Minderheit genauso irrt? Das ist in meinen Augen eine unnötige - zerstörerische - Polarisierung der Debatte. Und wenn jetzt kommt: Die Mehrheit polarisiert doch! Alles klar, als Christ gilt: Du sollst Böses nicht mit Bösen vergelten. Wenn dich als Christ also die Polemik der Mehrheit stört, dann solltest du nicht mit gleichen Mitteln reagieren, ansonsten irrst du nämlich genauso.

    Wie die Mehrheitsverhältnisse liegen, ist außerdem vollkommen irrelevant wenn es um "Wahrheit" geht. Die Mehrheit kann recht haben, muss aber nicht. Die Minderheit kann recht haben, muss aber nicht.

    Dazu kommt noch die Frage des Bezugspunktes: Auf was bezieht sich denn meine Berechnung der Mehr- und Minderheit? Je nach dem, wo ich da ansetze irrt also eine bestimmte Gruppe von Menschen? Bin ich konform mit der Mehrheit in Deutschland, dann irre ich? Bin ich konform mit der Mehrheit auf einer Querdenker-Demo, irre ich dann auch? Irrt Deutschland nicht, wenn es nicht konform mit den Mehrheiten dieser Welt (China, Indien, Afrika?) ist?

    Ich verstehe wirklich nicht, wie man diese Rhetorik so gedankenlos übernehmen kann... wird denn nicht gemerkt, dass dadurch eine Opferrolle kreiert wird, durch die man manipuliert wird und/oder andere manipuliert?

    Zu deiner ersten Frage: Das ist eine gute Frage. Da muss ich noch etwas drüber nachdenken. Was denkst du, welche Instanz Bildern ihren Sinn gibt?

    Zu deiner zweiten Frage: Es sind einfach meine Gedanken zu deinen aufgeworfenen Fragen. Ob sie "offizielle" christliche Lehre sind weiß ich nicht.

    Die Bibel ist kein Programmier-Code sondern Literatur. Die Vergleiche, die du anführst, sind sinnbildlich zu verstehen und nicht naturwissenschaftlich.


    Wenn vom Morgenstern die Rede ist geht es nicht um den Planeten an sich, sondern um die Schönheit des Moments, wenn du in der Dunkelheit den leuchtenden Sternenhimmel betrachtest - also um etwas Emontionales, würde ich sagen.


    Wenn von Jesus als Licht der Welt geschrieben steht, dann geht es da nicht um Wellenlängen, Glühbürnen oder Taschenlampen, sondern um "Erleuchtung", Erkenntnis, Hoffnung und Orientierung.


    Von daher passen beide von dir angesprochenen Vergleiche auch zusammen: Der Blick in den Sternenhimmel kann einen Menschen so erfassen, dass es in ihm Erleuchtung bewirkt:

    Gotteserkenntnis - wie groß das alles ist

    Selbsterkenntnis - wie klein ich eigentlich bin

    Betrachtet man Jesus, kommt man auf's gleiche - und dann wird ein Schuh draus.

    DonDomi

    Würdest du sagen, Polygamie ist keine Sünde, wenn sich alle Partner lieben, ohne Eifersucht und Neid?

    Rein theoretisch ja. Die Praxis jedoch zeigt, dass das nicht geht, ohne dass jemand zu kurz kommt. Btw. Wenn man die Bibel anschaut, gab es durchaus Gottesmänner die polygamisch lebten: Jakob zum Beispiel.

    Ja, das ist eben das Problem: Theorie (hohe, universelle Ideale!) und Praxis (sündige Menschen!). Deswegen kam ja "das Gesetz" hinzu. Auch du wirst nicht sagen, dass es keine Gesetze für das menschliche Miteinander braucht. Die Frage ist daher für mich nicht: Liebe oder Gesetz, sondern Liebe und welches Gesetz. Die Liebe - die über allen schwebt - stellt hier wohl keiner in Frage. Es geht doch viel mehr um die relevante Praxis für in Sünde gefallene Menschen bzw. Gläubige.

    DonDomi

    Ich finde deine Einschätzung irgendwie verdreht. Neben dem Sabbatthema sind viele andere Themen (nach 10 Jahren) ebenso "durch" - aber trotzdem offen. Wenn schon für Themen momentan andere Regeln gelten, dann für die Dreieinigkeit und Corona. Das sind Ausnahmen, die wir aber nicht zur Regel machen (können und wollen). Und weil wir diese Ausnahmen nicht zur Regel machen, wird dein Eindruck verstärkt, dass für das Thema Sabbat bei Adventisten andere Regeln gelten?


    Und ich sehe es momentan auch nicht so, dass sich dieser Thread im Kreis dreht, da wir nun auch die katholische Perspektive dazu bekommen haben.

    Und ehrlich gesagt, wenn es nur darum gehen würde, ein Thema vollständig argumentativ abzuhandeln um es dann am Ende zu schliessen, dann bräuchten wir garkein Forum, denn alles was es dazu zu sagen gibt, gibt es bereits in der Literatur. Ein Forum lebt aber von der persönlichen Auseinandersetzung mit dem Thema, der eigenen Formulierung der Argumente und dem zwischenmenschlichen Austausch.

    Atze

    Wo hat der Westen einstimmig geschrien, dass Butscha ein Genozid war?


    Meine ersten Google-Treffer zeigen mir Artikel an, wo Selenskyj zitiert wird und dies behauptet.


    Scheinbar schreit der Westen dies nicht laut genug. Zu mir ist jedenfalls nichts durchgedrungen.

    Die Versuchung Jesu in der Wüste ist ein Beispiel von mehreren für folgendes: Da wo Israel - ferner der Mensch - scheiterte, siegte Jesus. Das ist ein Gedankengang, der sich durch das gesamte NT zieht - Evangelien und Briefe.


    Diesen Gedankengang kann man nun ganz unterschiedlich in die eigene Soteriologie integrieren...

    Kann jemand zur Sünde versucht werden der nicht sündigen kann....und welchen Sinn hätte es gehabt Jesus wie in der Wüste oder noch gar am Kreuz zur Sünde verführen zu wollen wenn er doch so oder so nicht hätte sündigen können?


    Macht keinen Sinn, muss es aber auch nicht. Deine Argumentation impliziert, dass der Teufel rational agieren würde, aber tut er das? Vielleicht irrte der Teufel auch und ging fälschlicherweise davon aus, dass man Jesus erfolgreich versuchen könne - vielleicht zweifelte er an der "Unversuchbarkeit" Jesu und hat's einfach mal probiert? Der Teufel ist ja alles andere als Unfehlbar.


    Von daher halte ich die Versuchung Jesu in Wüste für kein gutes Argument für die eine oder andere Seite.

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    wie können sie dann unterschiedliches lehren? Ist der heilige Geist ein Spaßvogel? :)

    Dir ist klar, dass dies das Argument sehr vieler Nichtchristen, Atheisten und auch Muslime gegenüber dem Christentum, der Bibel und der Kirche generell ist, oder?


    Wie kann da verschiedenes sein? Wie kann man bezüglich einer Sache zu verschiedenen Betrachtungen

    Und wenn es diese Einheit gäbe, dann wäre es wieder eine gleichgeschaltete, autoritäre Sekte - und das wollen sie ja auch nicht :wacko:

    Mein Posting mit der auch erlebten Schreckherrschaft der Roten Armee /GPU / - - von 1945 - 1955 ( ! ) habe ich nicht ausgelassen - - - , die Prager Ktastrophe, die Ungarn Revolte ("Freies Geleit" für Pal Maeter "Friedensgesprächen" - gleich festgenommen, erschossen - -

    Es ist wirklich Perlen ....ist schon komisch wenn hier die "Friedenskämpfer" auftreten ist gleich Unfrieden zu spüren...stelle Dir diese Leute in der Gemeinde vor...

    Manche schießen mit Raketen, andre sticheln die ganze Zeit mit scheinheiligen Worten....

    Am Ende kommt dasselbe heraus.

    Kannst du das bitte näher erläutern, bevor jemand auf die Idee kommt, das wäre ein unangemessener Vergleich?

    Maria gilt katholischerseits als Urbild der Kirche: Mutter Kirche, durch die Menschen zu Christus geführt werden: „Seine Mutter spricht zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut!“

    (Joh 2,5)

    Insofern ergibt sich hier eine, vielleicht nachvollziehbare, Beziehung.

    Wo verortest du in dieser Beziehung das Lehramt? Eher auf Seiten der "Mutter Kirche" oder auf Seiten der "Diener"?

    Ist es nicht so, dass das Lehramt erklärt, was er (Jesus) sagt?

    Wopros90

    Hab ein wenig Geduld. Wenn hier keine Adventisten antworten, dann kann das verschiedene Gründe haben.


    Ich würde das Phänomen der Nahtoderfahrung den Träumen zuordnen, die sich aus unserer kulturellen Prägung und den Abläufen in unseren Gehirn in dieser speziellen Situation ergeben.


    Wenn wir nachts träumen "erleben" wir mitunter auch Dinge, die sich mit der Bibel nicht vereinbaren lassen.


    Wenn sich Nahtoderfahrungen bei unterschiedlichen Menschen ähneln, würde ich es auf ähnliche Prozesse im Gehirn zurückführen - ich bin aber nur Laie auf dem Gebiet, eigentlich weiß ich garnichts darüber.


    Auf die Frage, was Adventisten tun sollten, wenn ihre Lehrauffassungen durch diese Erfahrungen widerlegt werden würden, kann ich dir nur eine Gegenfrage stellen: Was würdest du tun, wenn dir der dreieinige Gott oder der Heilige Geist als Person in deiner Nahtoderscheinung erscheint? Wäre das ein Grund, deine Ansicht dazu zu ändern?


    Abgesehen davon erscheinen in NTE in anderen Kulturen auch deren Geister und Götter - was hältst du davon? Ich würde sowas für Träume mit kultureller Prägung halten. Wenn Jesus der einzige Weg ist, Gott nur einer und alles andere Heidentum, wie erklärst du dir diese NTE? Es müssten doch alle bei dem einen Schöpfer landen?

    Ich glaube es geht garnicht darum ob Ehelosigkeit gut oder schlecht ist, sondern ob man sie zur Voraussetzung für ein kirchliches Amt machen darf (laut Bibel).