Beiträge von Nogo

    also ich hätte kein Problem damit, einem Mann die Füße zu waschen und wer als Mann sexuelle Begehrlichkeiten dabei empfindet, einer Frau die Füße zu waschen, der hat ja auch ein Problem mit den bei uns üblichen freundschaftlichen Umarmungen zum Segenwünschen nach dem Abendmahl.


    Bei uns in der Gemeinde gibt es einen Raum, wo Ehepaare sich gegenseitig die Füße waschen können. Das empfinde ich aber als "nicht im Sinne des Erfinders", denn als Paar sollte man sich ja im Alltag gegenseitig sowieso dienen.


    Was mich etwas stört beim Abendmahl in der Adventgemeinde: das "sakramenthafte". Es wird nur symbolisch ein Häppchen Brot gereicht und ein Schluck Traubensaft genommen, statt wirklich miteinander zu essen. Es werden Voraussetzungen aufgestellt ("nur erwachsen getaufte").


    Ich wünsche Euch auch allen gesegnete Tage

    Wenn du das anders siehst, kannst du gerne dein Verständnis der Vereinbarkeit von Bibel und ET hier vertiefen. Danke.

    Also ich hatte "die andere Seite" bisher nicht als Anhänger der Evolutionstheorie verstanden... und eben auch nicht als Ungläubige, warum ja die Stichworte "gelogen" und "Märchenbuch" sie auf die Palme bringen.


    Ich hatte es so verstanden, dass es neben dem wortwörtlichen und zahlengebundenen (24hx6Tage) Verständnis Raum geben soll für die an einen Schöpfergott glaubende Christen, die die wortwörtliche und zahlengebundene Lesart der Genesis für unwahrscheinlich halten.


    Melden sich solche Menschen hier zu Wort, werden sie aber direkt zu Anhängern der Evolutionstheorie gestempelt.


    Die von mir ursprünglich gestellten Fragen, hat mir aber von der Fraktion wortwörtlich noch niemand beantwortet....

    Was hat das eine mit dem anderen zu tun?

    Überlege mal, was ich damit gemeint haben könnte? Was gehört alles zu Schöpfung, wenn man an einen Gott als Schöpfer glaubt.

    Und wer hat gesagt, dass alle, die mit dem klassischen Kreationismus nicht übereinstimmen _nicht_ an einen Schöpfer glauben und die Beziehung zu ihm _nicht_ wollen?


    (Schrieb ich schon, ich weiß; aber keine Reaktion)

    Noch ein anderer Gedanke: wenn man die Bibel als vollumfängliche und wissenschaftliche (im Sinne der Datierung durch Geschlechtsregister) Beschreibung der Vergangenheit unserer Erde sieht:

    Wo kommen dann die anderen, sehr alten Kulturen auf unserer Erde / auf anderen Kontinenten her und wo die anderen Ethnien?


    Vielleicht hat Gott anders geschaffen als wir denken? Vielleicht mehrfach und wir haben nur den Bericht in der Bibel, der unsere Region betrifft?


    Es ist ja nicht so, dass wenn man dem klassischen Kreationismus nicht anhängt, man Gott die Allmacht oder gar die Existenz anspricht....

    Mal noch ein anderer Aspekt:

    Wenn ich von einem wörtlichen Bericht in der Bibel ausgehe und das Erdalter auf < 10000 Jahre festlege:

    Was ist mit Amerikanischen Kuturen wie den Maya, die ca. 3000 Jahre alt sind, und sicher schon vorher in diesen Gebieten gelebt haben.

    Wie kommen sie dahin?

    Welche Rolle spielen sie in der Bibel bzw sind die Menschen dieser Zeit / dieses Gebiets unwichtig / unerreicht und deswegen "verloren"?

    Meiner Meinung nach kann man diese Fragen mit der Bibel nicht erklären. Im Gegenteil, wenn man die Genesis bis und mit Sintflut wortwörtlich nimmt, tun sich bei der Beantwortung dieser Frage mit der Bibel Widersprüche auf. Ich habe auf solche Fragen bisher noch nie eine für mich zufriedenstellende Antwort von Kreationisten bekommen.

    d.h. es gibt keine Antwort aus der Bibel, aber man soll diese Tatsachen auch nicht als Widerspruch zum Schöpfungsbericht sehen, weil dieser nicht wörtlich zu verstehen ist?

    Darf ich nochmal auf 2 meiner Ausgangsfragen zurückkommen...?


    1) Wie erklären sich die vielen unterschiedlichen Ethnien, die wir auf der Erde haben und wann sind diese nach biblischem Bericht entstanden?


    2) Gab es zur Schöpfung / vor der Sintflut noch einen zusammenhängenden Urkontinent, wann teilte er sich und wie / wann erfolgte die Besiedlung der heute nicht mehr mit Eurasien verbundenen Gebiete (zB Australien)?

    Ich bin mir nicht sicher, ob es das Thema schon einmal gab. Gefunden habe ich nichts. Falls doch, kann die Frage geschlossen werden.


    Wenn wir die Schöpfung und die Sintflut als Tatsachen annehmen, dann stammen alle Menschen von einer Familie ab und einem Ort (ich glaube irgendwo im heutigen Iran/Armenien/Türkei).


    1) Wie erklären sich die vielen unterschiedlichen Ethnien, die wir auf der Erde haben und wann sind diese nach biblischem Bericht entstanden?


    2) Gab es zur Schöpfung / vor der Sintflut noch einen zusammenhängenden Urkontinent, wann teilte er sich und wie / wann erfolgte die Besiedlung der heute nicht mehr mit Eurasien verbundenen Gebiete (zB Australien)?


    3) Sind die Dinosaurier mit der Sintflut ausgestorben und warum kamen sie vor der Sintflut den Menschen nicht in die Quere?


    Vielen Dank für Eure Gedanken zu meinen Fragezeichen :)

    Mir wurde ja gesagt, dass J nicht so viel essen darf, weil da auch die Impulskontrolle fehlt und Übergewicht droht. Lustig ist trotzdem, dass er jedes Mal (heute war es Murgh Palak - Hühnerfleisch mit Spinat und Knoblauch Currysauce) was anderes bestellt. Da komm ich mir fast ein bisschen autistisch vor, weil ich quasi immer das gleiche bestelle, weil mir das halt schmeckt. Warum ist man als Autist so experimentierfreudig? Oder ist es egal was, Hauptsache nach Programm und genug?

    Wow! Das ist wirklich ungewöhnlich.... Autisten neigen eher dazu, beim Gewohnten zu bleiben und sie tun sich mit zu viel Auswahl unglaublich schwer. Denn das bringt ja die Last mit sich, sich falsch entscheiden zu können. Wenn wir bestellen bekommt J nur 3 Pizzen zur Auswahl und nie die ganze Liste. Sonst könnten wir nie anrufen ;)


    Was auch mal wieder zeigt: kennst Du einen Autisten, dann kennst Du _einen_ Autisten.

    Will heißen: Schlüsse auf andere Autisten liegen oft daneben.



    Mit der Unbestimmtheit in zeitlichen Abläufen umzugehen, ist für Autisten sehr schwer. Manchmal hilft es, Vorgaben zu machen bzw Regelungen zu treffen

    1) Ich weiß nicht, wann das Essen kommt. Ich _vermute_ es dauert zwischen 30 Minuten und einer Stunde.

    2) Du kannst in 30 Minuten bei mir nachfragen. Ist das Essen dann nicht da, kannst Du 20 Minuten später wieder fragen

    3) Sollte das Essen eintreffen, werde ich Dich informieren, sobald ich kann. D.h. dann, wenn ich bezahlt und das Essen in die Küche gestellt habe


    (Früher hätte ich "sofort" gesagt. Sofort heißt aber bei Autisten tatsächlich sofort und das heißt dann, wenn der Bote geklingelt hat nich bevor man ihm aufgemacht hat :yeah:)


    Auch bei solchen Situationen hilft es zu besprechen, was die Lieferzeit verzögern könnte. Autisten tun sich schwer, alleine die Perspektive zu wechseln und dran zu denken, dass viele Menschen gleichzeitig bestellen, dass Stau / Umleitung sein könnte oder was auch immer


    Ich hoffe, das Essen war lecker... :)

    Falls ich noch etwas sagen kann, würde ich gerne sagen "Ich weiß, dass mein Erlöser lebt "


    Falls es zum Singen reicht "Solang mein Jesus lebt..."


    Habt ihr den Abschied von Philipp Mickenbecker gesehen? So viele Freunde und Lieder wären toll.

    Für Deinen Kollegen würde ich eine "Social story" empfehlen. Die könnt ihr zusammen schreiben/bebildern und sie hilft ihm, die "richtigen" / von ihm erwarteten Entscheidungen zu treffen.


    https://www.autism.org.uk/advi…-comic-strip-coversations


    Wichtig ist auch zu verstehen, dass Autisten Abläufe haben, die sich automatisiert haben. D.h. wenn Dein Kollege feststellt, dass er Hunger hat (was bei Autisten durchaus der Zeitpunkt kurz vor dem Verhungern sein kann; sie sind meist nicht gut darin, ihren Körper wahrzunehmen), startet das "Programm" ESSEN BESORGEN und da hast Du einen festen Platz drin und es sind keine anderen Wege vorgesehen. Muss das Programm unterbrochen werden, brauchen Autisten einen festen Zeitpunkt zur Fortsetzung, weil das im Speicher bleibt und ihre Ressourcen frisst und sie sich immer wieder selbst sagen müssen, wann es weitergeht.

    Social stories sind da ein gutes Mittel, um neue, alternative Handlungsweisen zu etablieren und ihm einen Ausweg aus dem Dilemma (stören oder verhungern) zu zeigen.


    Ich finde es super, was Du alles für Deinen Kollegen machst und dass Du Dich für seine Besonderheiten und Bedürfnisse interessierst. So einen Kollegen wünsche ich mir für meinen J auch mal :love:

    Ja und nein. Manche sind überempathisch, bei manchen fehlt zumindest anscheinend die Empathie.

    Ja und Nein - ist auch meine Antwort, daher muss man genauer differenzieren: schaue HIER.

    Etwas später Einstieg, aber da ich seit 16 Jahren mit meinem autistischen Sohn zusammenlebe, kann ich euch sagen, dass es nicht an der Empathie fehlt.


    Es fehlt an der Fähigkeit zum Perspektivwechsel. Gelingt dieser mit oder ohne Unterstützung sind Autisten durchaus empathisch.


    Mein Sohn hat sehr lange gebraucht, um einzusehen, dass Kinder, die nicht sprechen können, sich durch Schreien äußern müssen (Schreien ist für ihn durch seine akustische Empfindsamkeit ein körperlich schmerzhafter Vorgang).

    Seitdem behandelt er sie aber mit großer Rücksicht.


    Anekdote am Rande: als wir neulich unterwegs waren und von einem Mitbürger übel angeschrien wurden, meinte Sohnemann: "Dem fehlt bestimmt gerade die Fähigkeit zu sprechen"

    Liebe Moderatoren,

    Ich muss euch mal ein dickes Lob aussprechen! :thumbup:

    Klasse, wie viel Zeit und Mühe ihr darauf verwendet, auf Fake, Vermutungen und Verschwörungstheorien in diesem Forum zu reagieren und die Sachen gerade zu rücken.

    Ich bewundere Eure Geduld und Euren Einsatz :). Für das zeitweise Abrutschen in Ironie oder Sarkasmus habt ihr mein vollstes Verständnis. Es ist einfach unsäglich, was für Sachen manche Menschen mit einem prophetischen Sendungsbewusstsein penetrant verbreiten....

    Hallo liebes Forum,


    ein Thema, wo ich seit Jahren gedanklich nicht wirklich auf einen grünen Zweig komme, ist die Nächstenliebe.


    Klar ist, dass vom Volk Gottes (10 Gebote) und von Jesusnachfolgern Taten und Unterlassungen gefordert wird. So weit, so gut. Nicht immer leicht, aber doch mit Gottes Hilfe (weitgehend) umsetzbar.


    Wenn ich aber zB den 1. Johannesbrief lese, dann hört sich die Forderung nach Nächstenliebe auch oder eher nach einer Emotion an. Die Begründung ist klar, weil ich Gott liebe, der meinen Nächsten ja genauso liebt wie mich.


    Schwer tu ich mir damit trotzdem. Jemanden, der mir unsympathisch / unbekannt / feindlich ist, emotional lieben? Ist das die Forderung? Und wie geht das?


    Danke für Euren Input...

    Johannes 13, 10

    Jesus erwiderte:" Wer gebadet hat, braucht sich - ausgenommen die Füße - nicht zu waschen, um völlig rein zu sein...."


    Könnte das ein Hinweis darauf sein, dass nur Getaufte an der Fußwaschung und damit logischerweise am Abendmahl teilnehmen sollten?

    Oder was war der Sinn dieses Hinweises?

    Ich will Dich ja nicht abwerben, aber in der Evangelischen Kirche reicht das Bekenntnis zum Apostolicum, da dort alle wesentlichen Punkte der christlichen Lehre enthalten sind.


    Da kommt im Normalfall niemand auf die Idee, in Deinem Privatleben rum zu schnüffeln.


    Wenn eine bestimmte Kirche Dich nicht haben möchte, solltest Du Dir einfach eine andere suchen. Oder Du hältst nach einer Adventgemeinde Ausschau, die zu einer anderen Vereinigung gehört. Geht doch bestimmt auch, oder?

    Hallo Babylonier,


    Die "Zwickmühle" besteht für mich darin, dass ich keine andere Kirche kenne, deren Grundüberzeugungen so gut zu meinen Glaubensüberzeugungen passen wie die der Adventisten. Der Sabbat zB ist für mich wahr und richtig.


    "Erschwerend" hinzu kommt, dass uns die Bibel ja grade anhält, nicht auf die Menschen und Menschengemachtes zu schauen, sondern auf Jesus. Das versuche ich und es gelingt mir meist ganz gut.


    Das bekommen aber nicht alle hin. Und es tut mir weh, wenn dann Leute nicht getauft werden oder gehen, weil man sich über Lebensstilfragen nicht einig wird.

    Oder wenn mein Teenie unsere Gemeinde als "verlogenen Haufen" wahrnimmt (womit sie in diesem Fall leider auch noch richtig lag ||).


    Oder erkläre einer engagierten 14Jährigen mal, warum es keine Frauenordination gibt bei Katholiken und Adventisten....

    Es sind die Millionen Geimpften, die obwohl gleich ansteckend, ihre Viren verschleudern, weil die meisten sich jetzt schon wieder verhalten, als wäre nie etwas gewesen.

    Wäre mir neu, dass Geimpfte in D/Ö keine Masken mehr tragen und keinen Abstand einhalten müssen.

    Und ja, offenbar werden auch die Geimpften durchseucht. Sie landen aber in den seltensten Fällen auf Intensiv und sind damit nicht "das Problem "