Beiträge von Daniels

    "Heute stehen wir vor der Schwierigkeit, dass wir noch immer keine gemeinsame Sicht des Ziels der Ökumene haben ... Jede Kirche hat ihre eigene Vorstellung von der Einheit ihrer Kirche und steht deshalb in der Versuchung, diese Vorstellung auch auf das Ziel der Ökumene zu übertragen. ...

    Es kann in der Ökumene aber nicht darum gehen, dass man dem Partner etwas aufdrängen will.

    Man muss vielmehr im Dialog herausfinden, was uns gemeinsam ist." So der Schweizer Kurienkardinal Kurt Koch, Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen zum "Badischen Tagblatt", zitiert aus kath.ch.

    Diese Aussage für sich genommen finde ich ausgesprochen vernünftig.

    Deutsche, die auch nur simple Fragen zur Bibel und zum Christentum beantworten können, scheinen inzwischen rar zu sein.


    In der Quiz-Sendung "Gefragt - gejagt" fragte jüngst der Quizmaster: "Geben ist seliger denn Nehmen" hieß es erstmals in welchem weltberühmten Buch?

    Antwort der Schlagersängerin Michelle: Weiter.

    In solchen Augenblicken bin ich immer leicht frustriert.

    Die knapp über 30 Jahre alte Jane Marczewski erlangte große Aufmerksamkeit dadurch, dass sie trotz einer schweren Krebserkrankung in einer bekannten Casting-Show auftrat. Ich hatte hier im Forum ein Motto wiedergegeben, mit dem sie kurz nach ihrem Auftritt viele Menschen nachdenklich gemacht hat: "You can't wait until life is not hard anymore, before you decide to be happy."


    Wer etwas genauer im Web sucht, stellt fest, dass Jane Marczewski eine sehr engagierte Christin war, christliche Jugendarbeit war anscheinend ihr Schwerpunkt und eine große Begabung von ihr. Die verlinkte Aufnahme einer Gedenkfeier nach Ihrem Tod offenbart eine ziemlich eine spannende Persönlichkeit. Sie war keineswegs einfach ein nettes, bescheidenes Fräulein, das sich im Jugendliche bemühte, sondern zugleich frech bis zur Anmaßung. Die Berichte in dem Video vor allem in der zweiten Videohälfte von ihrem Vater und vom Pastor, dessen Predigt, sind am aufschlussreichsten, teilweise auch sehr witzig. Meines Erachtens eine gute Predigt. Alles freilich auf Englisch.


    Video

    Für die Ungeduldigen:
    Link direkt zur Predigt im Video.

    Hier vielleicht noch die ungeschnittene Audition von Nightbirde. (7:32) Lohnend, weil man sie sprechen hört, eben auch obiges Zitat. Wer genau zuhört, wird mindestens noch eine Aussage von ihr entdecken, die es wert wäre, sie sich an den Spiegel zu heften. Na? Welche ich wohl meine?


    "You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy."

    Jane Kristen Marczewski


    Jane Kristen Marczewski (* 29. Dezember 1990 – 19. Februar 2022) war eine US-amerikanische Singer-Songwriterin, die unter dem Künstlernamen Nightbride auftrat. 2021 trat sie trotz einer ernsten Krebserkrankung mit einem von ihr selbst geschriebenen Lied in einer Casting-Show auf. Ihr Lied mit der Refrain-Zeile "It's ok.", ihre Ausstrahlung und das was sie sagte, hat viele Menschen erstaunt und gerührt. Als der Simon Cowell, der Haupt-Juror, sie nach ihrer Darbietung sichtlich bewegt darauf ansprach, wie beinahe beiläufig sie berichtet habe, was sie durchmacht und wie positiv sie trotzdem wirke, reagierte sie mit dem oben wiedergegebenen Satz, auf Deutsch: "Du kannst nicht erst darauf warten, dass das Leben nicht mehr hart ist, bevor du dich entscheidest, glücklich / froh zu sein."

    Aus dem englischen Wikipedia-Artikel über Jane Kristen Marczewski kann man schließen, dass sie christlich erzogen wurde, in ihrer Jugend in Gemeinden aktiv war, sie hat später ein einer christlichen Universität studiert und dort einen Abschluß in Marketing Communications gemacht.


    Der initiale Auftritt bei "American's Got Talent"


    Zur Erläuterung: Jeder der Juroren und auch die Männer am Bühneneinlaß haben genau einmal pro Staffel die Möglichkeit, einen Bewerber nach dessen Auftritt durch den "Golden Buzzer" unabhängig von den folgenden Zwischenrunden direkt für die Endrunde zu qualifizieren.

    Von seinen Compliance Review Committees hat Ted Wilson das zuständige angewiesen, Guidelines für STA - Bibelillustratoren auszuarbeiten : Man möge in Hinkunft striktest - den Regenbogen bei der Noah Geschichte weglassen, er könnte in Richtung LGTB missverstanden werden - -

    Off Topic:

    Da muss ich spontan daran denken, dass ich mal einen Flugblatt erstellt hatte, das Menschen aus der Gemeindenachbarschaft, zu einem Tag der Offenen Tür in die Adventgemeinde einladen sollte.

    Merkwürdige Zufälle brachten mich auf eine unkonventionelle Gestaltungsidee und außerdem hatte ich das Foto des Gemeindehauses auf der Rückseite des Flugblattes mit einem sorgfältig auf andere, schon vorgegebene Farben, versehenen Regenbogenverlauf verfremdet. Eine sehr nette, aber auch in diesem Fall sehr konventionelle Dame aus der Gemeinde, mokierte sich, warum man das Foto nicht so nehme, wie es eben aussieht, ohne diese Farben.

    Leider hatte ich keine Lust den Anwesenden, darunter allein drei Pastoren, meine verwinkelten Gedanken zu erklären, bekam ich ja auch keinen Cent dafür. Mein Hintergedanke war genau, dass die Regenbogenfarben ein Anknüpfungspunkt für eine Erläuterung gegenüber Besuchern und ein symbolischer Hinweis darauf wäre, dass diese Gemeinde ein Ort ist, an welchem der Bund mit Gott bewusst ausgedrückt wird. Ich war an dem Tag zu depressiv drauf, um meine Arbeit auch nur mit einem Wort zu verteidigen.

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    Diese Luftballons waren von jemand anderem gewissermaßen schon vorgegeben, und ich habe den Regenbogen aus exakt den Farben dieser Ballons zusammengesetzt.

    Übrigens war dies die Vorderseite.


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    Es ging mir um eine bewusste Verfremdung, die Aufmerksamkeit und Fragen provoziert. Deswegen war ich auch gegen ein Faltblatt. "Schon wieder einer dieser Pizzadienste." Und ich wollte das Querformat. Ein normales Foto hätte, vermutete ich, bei einer großen Zahl der Nachbarn nur ein "Kenn ich" ausgelöst und dann noch die Bewegungen, mit denen sie das lästige, schnell eingeordnete Stück Papier entsorgen. Der in den Augen der Gemeinde provokante Text hätte die Leute da abgeholt, wo viele von ihnen stehen, bei ihrer Skepsis gegenüber freikirchlichen Gemeinden. "Das ist doch auch nur wieder so eine Sekte. Die glauben vermutlich auch noch an den Weihnachtsmann."

    Der Zufall, wie ich -- zugegeben auch nach einer Art Gebet -- auf die Gestaltungsidee für die Vorderseite kam, war sehr sonderbar. Ich glaube, ich habe davon vor einer ziemlichen Weile hier schon einmal erzählt. Ich geriet auf eine Webseite mit einer Fotogalerie, die aus technischen Gründen bei mir quasi fehlerhaft dargestellt wurde und habe sie eine ziemliche Weile fasziniert beobachtet und über das Gesehene nachgedacht.

    Am Ende wurde ein teilweise hässliches Faltblatt verteilt, das ich widerwillig angefertig habe, und die Veranstaltung hatte ein geringes Echo.

    Auf einen scherzhaften Vorschlag hin, wie man einen Telefonmarketing-Anruf kontern könnte, habe ich die Idee wie folgt spontan ausgemalt:


    Peter Olsson präsentiert sich unter anderem auf Facebook als Sänger. Der Mann ist nicht berühmt, aber musikalisch recht vielseitig und öfters, scheint mir, liefert er nahezu perfekt ab. Ich habe mir schon sehr viele seiner Lieder angehört.

    Heute habe ich mal wieder etwas in seiner Facebook-Seite gestöbert, und bin dort auf seine Cover-Version von Leonard Cohens "Halleluja" gestoßen. Olsson hat zwar auch einen Youtube-Account, dort findet man aber nur sehr, sehr wenige seiner Interpretationen, daher hier der Link zu Facebook:


    https://www.facebook.com/10005…01/videos/267318047304000


    Merkwürdigerweise ist mir heute unter einigen seiner Videos bei Facebook untergekommen, dass ihn jemand "pastor Peter Olsson" nennt. Ich habe keine Ahnung, was das zu bedeuten hat, ob es einfach ein Spitzname ist. Allerdings lächelt er öfters in seinen Videos verdächtig christlich. Ganz sicher ist, dass er schon lange singt, und ich meine nicht einen Kirchenchor. Eines seiner Musikvideos das mir besonders gefällt und das ausnahmsweise auch auf Youtube zu finden ist, wäre das folgende:


    PS: Meine Lieblingszeile daraus: "I try to say the things straight between love and hate […]." Genau das versuche ich auch, es ist eine nur schwer zu bewältigende Gratwanderung, die Wahrheit zu sagen und sie deutlich zu sagen, ohne irrationale Widerstände heraufzubeschwören, ohne andere zu verletzen u. dgl. m.; aber es ist eben auch keine Lösung, ständig um den heißen Brei herum zu reden bis jede Kritik oder Klarstellung wie ein Lob oder vages Gerede wirkt. das heißt bis sich alle scheinbar einig sind, wohlgemerkt nur scheinbar.

    A, Das Problem der sehr einseitigen, jahrhundertelangen Indoktrination von Kanzel und Beichststuhl und gemeindepublikationen und Propaganda der notwendigen (grausamen) Umerziehungstherapien - ist wohl gar keines ?

    Natürlich ist das ein Problem; aber ich meine, dass man nicht mit prinzipiell gleichen Mitteln dagegen wirken sollte. Also auf autoritäre Verdammungen nicht mit moralischer Diffamierung von jedem und allen reagieren sollte, der nicht jeder Forderung irgendwelcher Berufshomosexueller rückhaltlos zustimmt.

    Zum Beispiel nervt mich und es ist auch nicht gerade originell, wenn auf nahezu jede Kritik an gesellschaftlichen oder politischen Forderungen oder Ansichten einzelner Homosexueller sofort ad hominem geantwortet wird und jedem sofort und völlig aus der Luft gegriffen Homophobie unterstellt wird. Wenn ich zum Beispiel Zweifel an irgendwelchen derzeitigen Lehren der Adventisten haben sollte, dann bin ich ja auch nicht gleich adventistophob oder Satanist.

    Ein Witz über Kohls angeblich nicht besonders guten Englischkenntnisse, älter, aber auch heute noch recht drollig.


    Man kann über die Auswüchse des Gender lachen und den Kopf schütteln. Allerdings wäre es geschickter sich zu fragen, warum es überhaupt zu diesen Auswüchsen kam. Und das hat viel mit uns zu resp. der Gesellschaft zu tun, wie wir mit solchen Menschen umgehen. Das sieht man z.B. auch in diesem Forum, wenn es um Themen wie Homosexualität, Menschen die nicht der Norm entsprechen etc. geht und vor allem wie man diesen Menschen umzugehen hat.

    Bisher bin ich mit Homosexuellen und anderen Außenseitern immer hervorragend ausgekommen, und sie in der Regel auch mit mir.

    Inzwischen denke ich darüber nach Homosexuellen, wenn sie Opfergetue und anmaßenden Unterstellungen aggressiv argumentieren, hart und zur Not auch nahezu beleidigend zu antworten. Ich habe alle faschistoiden Anmaßungen und Volkserziehungsallüren unter der Maske von Opfergetue satt. Es gibt bei mir keinen Bonus für Homosexuelle, wenn jemand Mist redet oder frech und anmaßend bis beleidigend wird, gibt es in Zukunft vielleicht Kontra, knallhart, ohne besondere Rücksicht oder übertriebene Freundlichkeit.

    Ich akzeptiere auch keine Regenbogenfahnen auf staatlichen und sonstigen öffentlichen Gebäuden, ideologische Symbole, wie gut sie auch immer gemeint sein könnten, haben dort überhaupt nichts zu suchen, sondern das sind Aktionen, die von einer massiven moralischen Arroganz und Anmaßung zeugen und den Staat und das Gemeinwesen zu einem untergeordneten Werkzeug beliebiger persönlicher Ansichten oder gruppeneigener Selbstdarstellungswünsche herabwürdigen.

    (PS: Vielleicht hätte ich doch auch heute eine blutdurcksenkende Pille einwerfen sollen.)

    (und nein, nicht die Homosexuellen sind ein Problem sondern die Normalos)

    Das ist eine zugespitzte Aussage, die ich für viel zu einfach halte als dass sie die Situation angemessen beschriebe.


    Das klingt außerdem so, als ginge es darum Schuldige zu finden; ich glaube allerdings, dass es nichts bringt nach einer schuldigen Fraktion zu suchen. Letztlich laufen komplexe Interaktionen ab, an denen viele von ganz verschiedenen Positionen aus beteiligt sind.

    TRAURIG, daß ein so intelligenter Mensch, wie Wolf Schneider Atheist ist!

    Ich weiß nicht, ob das eine Frage der Intelligenz ist. Wolf Schneider ist ein recht nüchtern und skeptisch argumentierender Mann, soweit ich es mitbekommen habe.


    Vor einigen Jahren hatte die Lebensgefährtin einer bekannten TV-Journalistin einen Buchbestseller, sie hatte über "ihren Burnout" geschrieben. Mich hat das ziemlich genervt, weil sie auch sonst in ihren Sachbüchern Dinge als besondere Erkenntnisse oder außergewöhnliche Erlebnisse verkaufte, die mir und vielen anderen schon lange klar waren. Ihren Büchern wurde, wohl weil sie selber als Journalistin und zeitweise Pressesprecherin von Wolfgang Clemens in dem Medien und zur Politik hin gut vernetzt war, eine meines Erachtens übergroße Aufmerksamkeit zuteil. Daher war ich erleichtert und hoch erfreut, als Wolf Schneider, ohne ihren Namen zu nennen, in einer Talkshow mit der für ihn typischen Klarheit einmal beiläufig sinngemäß bemerkte: "Manche Leute haben einen Burnout, was ja eine depressive Erkrankung ist, der sie so sehr lähmt, dass sie sich umgehend hinsetzen und einen Bestseller schreiben." Wolf Schneider war diesfalls der einzige, den ich hörte, der genau in meinem Sinne anmerkte, dass diese Kaiserin nackt ist.

    Wolf Schneiders stilistische Empfehlungen für Predigten

    Ganz ohne von Wolf Schneiders Anstoß habe ich ab und zu überlegt, ein Buch schreiben, das von einem Punkt ausgeht, der sehr zu seinen Ausführungen passt. Erläutern will ich das nicht, weil man manche geistigen Kinder nur gebären kann, wenn man ihnen Zeit lässt, im Dunkeln zu wachsen.


    Gendern sei Wichtigtuerei, so Wolf Schneider. Auch wenn mancher Jüngere den Namen nicht kennen mag; Wolf Schneider ist nicht irgendwer, sondern einer der wirkmächtigsten Sprachlehrer der jüngeren Zeit.

    https://www.bz-berlin.de/deuts…dern-ist-fuer-wichtigtuer


    Die Stellungnahme Wolf Schneiders wird nur kurz wiedergegeben, leider hat er sich -- allem Anschein nach aus Altersgründen -- und vermutlich wegen altersbedingter gesundheitlicher Einschränkungen weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen.

    Schneider ist mir immer durch eine nüchternen, klaren, unbestechlichen Verstand aufgefallen. Zuletzt hatte er gegen 2010 ein Video-Blog bei der Süddeutschen Zeitung, dessen Beiträge leider nicht mehr oder schwer zu finden sind. Gefunden habe ich eben auf die Schnelle nur den folgenden sprachkritischen Beitrag aus dieser Video-Reihe:


    "Speak Schneider! (2): Liebe Deutschlehrer!"


    Einige Interviews und eine kurze Rede Schneiders -- eher aus seine späten Jahren -- versammelt die folgende Video-Liste bei Youtube: