Beiträge von Wopros90

    Noch ein Wort zu Satan:


    Ich glaube, ihm geht es nicht darum, die Gesellschaft zu spalten, sondern die Menschen dazu zu bringen, sich gegen Gott und seine Ordnung aufzulehnen und in diesem Zusammenhang auch alle, die sich nach Gott richten, zu bekämpfen. Satans Problem ist nach meinem Verständnis nicht Ordnung an sich, sondern Ordnung, die von Gott kommt. Denn Gottes Gebote vorsätzlich und freiwillig zu befolgen, bedeutet, Gott als Schöpfer anzuerkennen. Aber genau das möchte Satan verhindern, da er selbst sich diese Stellung zuspricht (eben famit versuchte er auch Eva, als er versprach, sie würde sein "wie Gott").

    Nein, Petra. das hat nichts mit Überheblichkeit zu tun, sondern bedeutet, dass ich keinen Sinn darin sehe, über diese Frage zu streiten, wenn man um jeden preis an der eigenen Position festhalten will. Ich habe schließlich auch hinreichend Bibelzitate dazu gepostet, um meine Sicht zu untermauern und bin auf diejenigen, die du zitiert hast, eingegangen.

    Hier geht es um etwas persönliches, nämlich unsere Beziehung zu Gott und in diesem Zusammenhang um unserem Lebenswandel als geistliche Menschen und Kinder Gottes. Ich habe versucht, die praktischen Auswirkungen unserer Einstellung zu verdeutlichen, die aus meiner Sicht der Grund sind, weshalb es vielen Gläubigen (noch) nicht gelingt, gemäß ihrer Berufung zu leben.


    Und die Aufforderung, sündlos bzw. untadelig zu leben, hat nichts mit der spezifischen Lehre einer Gemeinde zu tun, sondern entspringt (wie ich die anhand sämtlicher Aussagen aus dem Neuen Testament dargelegt habe) Gottes Wort selbst.


    Zu 2. Chronik habe ich bereits geschrieben, dass dieses Zitat aus einer Zeit stammt, wo das Vollkommene in Jesus Christus noch nicht offenbart war. Demzufolge gab es bis dato auch keinen Menschen, der von sich sagen konnte, dass er ohne Sünde sei. Die neue / zweite Schöpfung kam schließlich erst durch den Herrn Jesus. Seit dem kann man dieses Bibelzitat nicht mehr als Begründung bzw. Ausrede heranziehen. Das solltest du unbedingt unterscheiden lernen.

    Wie gesagt: Was man sich selbst einredet, hat immer Auswirkungen auf das eigene Handeln.


    in Lukas 17,3 geht es um Vergebung. Diese Aussage des Herrn Jesus beweist nicht, dass ein Bruder zum Sündigen verdammt wäre, sondern dass derjenige, an dem sich der Bruder schuldig macht, bereit sein sollte, zu verzeihen.


    Es bleibt dabei: Gott gab uns seinen Geist, der uns befähigt, genauso sündlos und vollkommen (im Sinne der Liebe) zu leben, wie Jesus es uns vorgelebt hat. Es ist in meine Augen auch wenig zielführend, darüber zu diskutieren, ob dies möglich ist oder nicht. Es geht darum, von ganzem Herzen danach zu streben, dem Sohn in allem gleich zu werden und nicht darum, Fehler durch irgendwelche Bibelzitate zu entschuldigen bzw. zu rechtfertigen.

    Wenn ich in etwas versage, indem ich nicht gemäß dem Willen Gottes handle, dann schließe ich daraus nicht, dass ich es nicht besser könnte, sondern dass ich an irgendeiner Stelle micht nicht mehr habe vom Geist Gottes leiten lassen. Deshalb heißt es, dass ein jeder sich selbst aufrichtig prüfen sollte. Dann kann Gott ihm zeigen, worin die wahre Ursache liegt und wie es gelingen kann, zu überwinden.


    Zu deiner Frage:

    Ich bemühe mich, alle Menschen in diesem Forum zu lieben. Liebe bedeutet, manches ertragen und aushalten zu können. An anderer Stelle kann Liebe bedeuten, einander zurechtzuweisen. Ich habe bekannt, dass mir das an manchen Stellen nicht gelungen ist, weil ich mich habe zu unnützen Wortgefechten hinreißen lassen. Doch damit bin ich kein Beweis, dass das, was Gott über uns schreibt, nicht möglich wäre. Es zeigt lediglich, dass ich aufgefordert bin, künftig besser auf die Stimme Gottes zu achten, um rechtzeitig zu erkennen, wie ich mich im Sinne Gottes verhalten sollte.


    Dein Argument bezüglich des Vater-Unser-Gebets erschließt sich mir ebenfalls nicht. Zunächst einmal hat Jesus selbst dieses Gebet gelehrt, der bekanntlich ohne Sünde war. Zum anderen ist auch dieser Vers kein Grund zu Annahme, dass ein Gläubiger zwangsläufig sündigen muss. Es soll vielmehr die Bitte an Gott zum Ausdruck bringen, uns gnädig zu sein, wenn wir (doch mal) sein Gebot übertreten, gleichwie auch wir anderen Menschen vergeben sollen, die an uns schuldig werden. Das Vater-Unser ist ja keine Liturgie, die man (wie in der Landeskirche) immer und immer wieder runterbetet. Wenn man jeden Tag beten muss "Vergib mir dies oder das", dann sollte man sich fragen, was da schief läuft?

    Gottes Gnade soll uns schließlich helfen, zur Vollkommenheit bzw. völligen Mannesreife, wie es heißt, zu gelangen und uns nicht suggerieren, dass wir ein Leben lang Sünder wären, die täglich Vergebung in Anspruch nehmen müssten, weil sie es nicht schaffen, zu überwinden.

    Umgekehrt gebe ich dir den Rat, die Beiträge von Sonnenschein und Pfingstrosen zu lesen. Letztlich ist es deine Entscheidung, was du glaubst. Doch was immer du glaubst, es wird Einfluss auf dein Leben haben. Dazu ist es nicht nötig, ein Prophet zu sein, sondern es ist eine Erfahrung, die sich immer und immer wieder in meinem Leben und im Leben vieler anderer Gläubigen bestätigt hat. Wenn ich mich für einen Sünder halte (egal, ob "begnadigt" oder nicht), werde ich es sehr viel schwerer haben, die Laster in meinem Leben zu überwinden.

    Du kannst es weiterhin für "Quatsch" oder "Unsinn" halten. Das ist dir überlassen. Aber ich sage dir, dass genau das eintreten wird.


    Zu deiner Frage, was das sündige Fleisch im Zusammenhang mit Jesus betrifft, habe ich dir bereits geantwortet.

    Jesus hatte genauso Anteil Fleisch und Blut wie wir. Er hatte demnach einen genauso mit Schwachheiten behafteten Leib, wie jeder andere Mensch. Der Unterschied zu uns ist jedoch, dass Jesus sich nicht hat vom Fleisch (d.h. den sündigen Trieben) hat leiten lassen, sondern vom Geist Gottes, durch den er allen Versuchungen widerstehen konnte. Und eben hierdurch hat er uns ein Beispiel gegeben, dem wir nachfolgen können, da wir denselben Geist vom Vater empfangen haben, wie ihn unser Herr und Bruder Jesus hatte. Deshalb "kannte Jesus keine Sünde" und insofern war "keine Sünde in ihm". Er hat sich von Anfang an durch die Kraft und Führung des Heiligen Geistes rein erhalten. Und wir können dies ebenso, wenn wir uns beständig von Gottes Geist leiten lassen.

    Wusstet ihr, dass manche Juden heutzutage auch dem Herrn Jesus Antisemitismus vorwerfen, weil er einige Juden als Satanskinder bezeichnet hat (siehe Johannes 8)?


    Verblüffend, nicht wahr?....

    Heute hatte ich eine Kundin, die berichtete, dass ihr Mann trotz zweifacher Impfung an Corona erkrankt ist (mit Symptomen - wie sie mir nach mehrfacher Nachfrage meinerseits geschildert hat). Aus Israel soll es wohl ähnliche Berichte geben, was ich jedoch nicht nachgeprüft habe.


    Da ich kein Medizinier bin, habe ich mich verwundert gefragt, wie das möglich ist, wenn doch diese vermeintliche "Schutz"-Impfung angeblich eine Neuinfektion mit akuten Beschwerden verhindern soll?

    Petra,


    ich verschwende nicht weiter meine Zeit damit, um mit dir und anderen über diese Frage zu debattieren. Soll jeder tun, wie er glaubt. Wenn du dich für eine Sünderin hältst, dann ist das so. Ich lese in der Schrift nichts davon, dass ein Gläubiger gleichzeitig ein Sünder ist. Wenn dies doch der Fall ist, dann stimmt aus meiner Sicht etwas nicht.


    Wenn deine Kirche dir das beibringt, dann würde ich mir die Frage stellen, ob das die richtige geistliche Heimat ist, um im Glauben und im Leben voranzukommen.

    Wenn du der Meinung bist, dass du dein Leben lang bis zur Auferstehung eine Sünderin bleibst, dann brauchst du dich auch nicht zu wundern, wenn du weiterhin sündigen wirst. Das wird 100% auch so geschehen. Du wirst es sehen (auch wenn du meine Worte diesbezüglich als "Quatsch" abtust).


    Sonnenschein und andere haben diesbezüglich sehr wertvolle Gedanken geteilt. Bitte denk einmal darüber nach.


    Mehr habe ich diesbezüglich nicht zu sagen.


    Seele1986:

    Ich halte es prinzipiell für einen verkehrten Ansatz, im Zusammenhang mjt Glauben, von "Verdienen" zu sprechen. Gott wollte von Anfang an, dass die Menschen ihn lieben, und dies durch ihre Treue und Gehorsam gegenüber seinen Geboten zeigen. Auch Jesus ist nicht gekommen, um sich irgendetwas zu "verdienen", sondern um den Willen und die Werke Gottes, seines Vaters, zu tun. Wer versucht, sich irgendetwas bei Gott zu verdienen, hat nicht begriffen, worum es Gott eigtnlich geht, nämlich um Beziehung, die von gegenseitiger Liebe und Vertrauen lebt.



    Dondomi:

    Der Fehler, dass es Menschen gibt, die solche "Heiligen" verehren, liegt nicht bei den Heiligen, sondern bei denen, die sie verehren. Wenn man das Evangelium verstanden hat, dann kommt man eigentlich nicht auf so eine Idee.


    Bezüglich Bogis Kommentar spar ich mir weitere Worte.

    Da ist jede Hoffnung vergebens... (Da hilft nur stehen lassen)

    Ob ich es schaffe oder nicht, braucht nicht deine Sorge zu sein. Die Frage ist, ob du selbst glaubst, dass du es schaffen kannst? Eigentlich ist das gar nicht die entscheidende Frage. Die wichtigste Frage ist: Liebe ich Gott von ganzem Herzen? Denn wenn ich dies tue und beständig danach trachte, ihm in allem zu gefallen, und dementsprechend bereit bin, mich zu jeder zeit seinem Willen unterzuordnen (und mich dabei selbst zu verleugnen), dann wird mir das andere automatisch gelingen.


    Es geht schließlich nicht darum, etwas zu "schaffen", sondern Gott zu erkennen und in Gemeinschaft mit ihm zu leben, jetzt und in Ewigkeit.

    Aber nur weil die Realität nicht dem entspricht, was Gottes Wort sagt, heißt es doch nicht, dass Gottes Wort falsch ist oder dass man seine Erfahrungen diesbezüglich als Entschuldigung (oder "Trost" wie du schreibst) verwenden darf, dass man sündigt.


    Johannes schreibt doch nicht umsonst, dass wir - auch wenn wir sündigen - einen Hohepriester haben, der für uns eintritt. Das ist der Trost, den Gott uns durch den Herrn Jesus gibt. Gleichzeitig aber betont Johannes mehrfach, dass dieser neue Lebenswandel zu unserer Realität werden soll, und dass wir alles, was uns daran hindert, überwinden können, wenn wir darum ringen, anstatt Erklärungen und Ausreden zu suchen, weshalb es nicht funktioniert. So bleiben wir auf der Stelle und kommen nicht weiter.


    ps.:

    Im Beispiel vom Reichen Jüngling geht es um die verkehrte Herzenshaltung des jungen Mannes, der sein Geld/seinen Reichtum mehr liebte als Gott. Wie der Herr Jesus sagt, beginnt alles Böse, das ein Mensch tut, in seinen Gedanken/Herzen. Und genau da fängt auch die Heiligung an. Es geht nicht nur darum, nichts böses mehr zu tun, sondern darum, das Gute/den Willen Gottes von ganzem Herzen tun zu wollen und dem nachzustreben.

    An Petra:


    Je nachdem, in welcher Realität wir leben, wird es sich auf unser Leben auswirken. Wenn ich denke, dass ich nicht sündlos leben kann, dann werde ich zwangsläufig sündigen. Solange ich nicht begreife, dass ich der Sünde tot bin, und durch die Kraft des Heiligen Geistes im Stande bin, das Fleisch zu überwinden, werde ich diese Freiheit in Christus nicht erlangen. Ds ist quasi wie eine selbsterfüllende Prophezeiung. Wenn ich sage, dass ich noch Sünder bin, dann werde ich immer wieder sündigen und dazu immer eine passende Ausrede haben, weil ich ja nicht anders konnte.


    Wenn du nicht sündlos leben kannst, dann mag das auf dich zutreffen. In meinen Augen ist das keine Rechtfertigung, weshalb ein Gläubiger sündigt. Jeder sollte sich die Frage stellen, wie und weshalb es dazu gekommen ist, dass wir dem Fleisch nachgegeben haben. Wenn wir radikal ehrlich sind, dann wird Gott es uns zeigen. Und dann sehen wir, wo wir die schützende Gemeinschaft mit Gott verlassen haben, die uns vor dem Sündigen hätte bewahren können.

    Alles andere ist in meinen Augen eine Ausrede. Es gibt keine einzige Sünde, die ich seit meiner Bekehrung begangen habe, an der ich nicht selbst Anteil habe. Und der Grund war immer derselbe: Ich war nicht mehr in Christus und habe nicht mehr auf den Geist gehört, sondern stattdessem dem Fleisch Raum gegeben, bis es mich fortgerissen hat. Und dann ging alles sehr schnell. Aber im Rückblick habe ich immer wieder bekennen müssen, dass der Fehler bei mir lag und der Grund war nicht, dass ich nicht anders konnte.


    Es geht auch nicht darum, das Fleisch aus eigener Anstrengung zu überwinden oder zu bekämpfen, wie es viele versuchen und gnadenlosn scheitern. Es geht darum, zu verstehen, dass das Fleisch, also der alte Mensch, der noch in unseren Gliedern steckt, mit dem neuen Menschen, der wir nun in Christus sind, streitet. Gleichzeitig dürfen wir wissen, dass wir nicht mehr Knechte der Sünde sind, sondern dass wir selbst entscheiden können, auf wen wir hören.


    Jesus sagte zwar, dass das Fleisch schwach ist, doch er gab seinen Jüngern gleichzeitig Hilfestellung, wie sie trotzdem überwinden können, indem er sie dazu aufforderte, zu beten.

    Man sollte nicht vergessen, dass zu diesem Zeitpunkt der Heilige Geist noch nicht gekommen war.

    Es ist richtig, dass es bis zu Jesus keinen Menschen gab, der ohne Sünde ist. Aus diesem Grund hat Gott den Messias auserwählt und in die Welt gesandt, der das Verlorene wiederherstellen sollte, indem er selbst durch seinen Lebenswandel das vorlebte, was Gottes Ziel für alle Menschen ist.


    Es stimmt, dass wir auf die Erlösung des Fleisches warten. Aber Gott hat uns bereits jetzt alles, was Nötig ist gegeben, damit wir jetzt schon das Fleisch mit allen Leidenschaftenund Lüsten überwinden können. Und ich wiederhole: Es geht! Wenn dies ein unerreichbares Ziel wäre, dann müsste man den Umkehrschluss zulassen, dass man für jede Sünde, die man tut, eine Rechtfertigung hätte, denn schließlich sind wir nicht vollkommen. Und genau das tun die meisten Gläubigen, die Jahrelang in ihren Sünden gefangen sind und nicht davon frei werden. Sie suchen in genau dieser Behauptung die Ursache für ihr Scheitern. Aber die Bibel sagt klipp und klar, dass das nicht die Wahrheit ist und dass jeder Gläubige zu dem neuen Leben frei von jeder Knechtschaft der Sünde fähig ist.


    Dass Jesus im sündigen Fleisch war, kommt durch die Aussage zum Ausdruck, dass er genauso versucht wurde wie wir. Jesus hatte denselben schwachen Leib wie wir, doch er lernte von Anfang an, der Sünde im Geist zu widerstehen. Er kannte keine Sünde, weil er nie selbst aus eigener Übertretung die Erfahrung gemacht hatte (wie Adam) und weil er sich und sein fleischliches Verlangen konsequent verleugnet hat, indem er sich Gottes Willen und dessen Wort unterordnete. Dennoch wusste Jesus ganz genau, was im Menschen ist. Es war sein geistlicher Lebenswandel im Glauben und Gehorsam an Gott, den Vater, der ihn davor bewahrte zu sündigen und nicht die Tatsache – wie manche (insbesondere Vertreter der Gott-Mensch-Hypothese) behaupten, dass er gar nicht hätte sündigen können. Das ist eine fatale Lehre, wie ich meine.


    Der Unterschied zu uns ist, dass Jesus keine sündige Vergangenheit hatte, sondern von Anfang an aus dem Geist gezeugt und von Gott gelehrt war. Insofern war Jesus von Geburt an heilig. Jesus war so vollkommen als Mensch, wie ein Mensch sein konnte. Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes. Dennoch diente sein ganzes Leben dazu, diese Vollkommenheit durch Versuchungen und Leiden zu festigen bzw. zu vollenden. Wie jeder andere Mensch, lernte auch Jesus dazu. Es war der Vater, von dem Jesus lernte und der ihm in allem half, zu überwinden.

    Ich habe bereits auf Römer 8 und Galater 5 hingewiesen, wo Paulus den Sachverhalt erklärt, dass zwei verschiedene Gesetze in uns streiten. Auch wenn es so ist, dass alte Gewohnheiten und Denkmuster von früher noch in uns sind, so sollen wir im Bewusstsein des neuen, wiedergeborenen Menschen leben, der nichts mehr mit dem alten sündigen von damals mehr zu tun hat.


    In Römer 7 beklagt Paulus nicht seinen persönlichen Kampf, wie einige diesen Abschnitt leider völlig missverstehen, sondern er versetzt sich stellvertretend in die Lage einer Person, die mit genau diesem Kampf zwischen Fleisch und Geist konfrontiert ist, wie ihn viele Gläubige haben, und erklärt anhand dessen, was der geistliche Hintergrund dessen ist (nämlich die zwei Gesetze) und vor allem, wie ein Gläubiger diesen Kampf bestehen kann, nämlich, indem er mit dem Verstand dem Gesetz des Geistes dient (und nicht mehr dem Gesetz der Sünde).


    Mit seiner Aussage, dass jeder, der aus Gott geboren ist, nicht sündigt bzw. nicht sündigen kann, bezieht sich Johannes auf das Hier und Jetzt und NICHT auf die Zukunft oder Auferstehung. Er schreibt an Gläubige in dieser gegenwärtigen Weltzeit und erklärt ihnen, wie und weshalb sie nicht mehr sündigen sollen.


    Teilhaber göttlicher Natur zu sein hat nicht das geringste mit der physische Beschaffenheit des geistlichen Leibes zu tun, von dem Paulus in 1. Korinther 15 spricht. Auch Jesus bestand nach seiner Auferstehung ganz offfensichtlich noch aus Fleisch und Blut. Er war eben kein Geist. Es heißt zwar, dass der zeite Mensch ein lebendig machender Geist geworden ist, jedoch ist auch dies in geistlicher und nicht in physischer Hinsicht zu verstehen. Wir sollten es Gott überlassen, welchen Leib wir in der Auferstehung erhalten werden. Diese Frage ist für uns momentan aus meiner Sicht unerheblich.



    Insofern denke ich, dass DU irrst!


    Die Wiedergeburt im Geist findet bereits hier auf Erden statt. Die leibliche Auferstehung/Verwandlung ist ein weiterer Schritt, der uns vom sündigen Fleisch erlöst. Doch jetzt wir sollen bereits jetzt schon leben, als wären wir neue, auferstandene Menschen.


    Insofern ist ein Gläubiger, der sich von seinen Sünden bekehrt und den Heiligen Geist empfangen hat, ein wiedergeborener Mensch, was sich von da an in seinem Lebenswandel widerspiegeln sollte.

    Jeder, der das nicht versteht bzw. akzeptiert, hindert sich und andere Gläubige daran, zu dieser neuen Wirklichkeit zu finden. Und das Ergebnis sehen wir leider am Zustand des Leibes Christi. Und ein entscheidener Grund dafür ist, dass den Gläubigen das Bewusstsein fehlt, wer sie in Christus sind.


    Wenn wir wiedergeboren sind, sind bzw. haben wir nicht mehr die alte Persönlichkeit, die wir früher einmal waren. Wir sind nicht mehr Fleisch, sondern Geist – ein Geist mit Gott. Das ist unsere neue Realität als Kinder Gottes. Dies gilt es zu verinnerlichen und gemäß dieser neuen Identität zu leben.


    So können wir die Sünde überwinden.

    Ja, das ist meine Auslegung /Sicht des Verses. Umgekehrt müsste man, wenn man behauptet, dass Johannes (nicht Paulus) mit seiner Aussage einen wiedergeborenen Gläubigen meint, schließen, dass ein Kind Gottes prinzipiell sündigt und lügt, wenn er behaupte, dass er dies nicht täte (auch wenn viele Gläubige nach wievor sündigen, was wiederum - wie ich schrieb - Ursachen hat, d.h. nicht den "Normalzustand" darstellt). Das wäre aber ein völliger Widerspruch zu den weiteren Aussagen des Johannes, wo er die Gläubigen zu einem sündenlosen/heiligen Leben aufruft.


    Auch Vers 6 bestätigt meine These.


    Auch wenn der Brief an eine bestimmte Personengruppe adressiert ist, spricht Johannes erst einmal von den Grundlagen des Glaubens. Er spricht von Gemeinschaft zwischen Gott und den Menschen durch Jesus Christus.

    Dann stellt er heraus, dass diese Gemeinschaft von einem Lebenswandel im "Licht" (in Abgrenzung zum früheren Leben "in Finsternis") gekennzeichnet ist.

    Um in diese Gemeinschaft mit Gott hinein zu kommen, braucht es Schulderkenntnis und Umkehr. Deshalb erklärt Johannes, dass Gott bereit ist, jedem, der seinen verlorenen Zustand erkennt und seine Sünden bekennt, zu vergeben und ihn davon zu reinigen. Auf diese Weise tritt ein Mensch aus dem Zustand des Sünders in die Gemeinschaft mit Gott, d.h. von der Finsternis ins Licht.


    Dann fügt er hinzu, dass es eine Lüge wäre, wenn jemand leugnet, dass er gesündigt habe, da jeder (außer Jesus) gesündigt hat. Das Bekenntnis der Schuld und die damit verbundene Notwendigkeit, von neuem geboren zu werden, ist somit Voraussetzung, um Gemeinschaft mit Gott haben zu können.


    Außerem gab es auch in den römischen Gemeinden falsche judaistische Lehrer, die versuchten, die Gläubigen zu verführe (wie auch in der Gemeinde in Galatien oder Kolossae u.a.).


    Ich empfehle dir, Römer 8 und Galaterbrief 5 zu studieren. Dort erklärt Paulus, dass es durch die Neugeburt im Geist zwei Gesetze gibt, die in unseren Gliedern streiten. Das Gesetz des Fleisches bzw. der Sünde und das Gesetz des Geistes. Man könnte auch sagen "Der alte vs. der neue Mensch". Durch den Heiligen Geist befähigt uns Gott, das Fleisch (d.h. die alten sündhaften Gewohnheiten udn Gesinnungen) zu überwinden. Voraussetzung ist, dass wir uns vom Geist leiten lassen (im Geist wandeln) und ihm gehorsam sind, indem wir den alten Menschen verleugnen/kreuzigen/töten und im Bewusstsein des neuen Menschen als Heilige und Kinder Gottes leben.

    Unser Fleisch (d.h. der alte Mensch) ist durch die Sünde in der Welt verdorben worden. Durch die Wiedergeburt lässt Gott nun seinen Geist in uns wohnen, der uns nach seinem Bilde umgestaltet. Wir sind daher nicht mehr der alte Mensch, auch wenn die sündigen Neigungen des alten Menschen manchmal noch zum Vorschein kommen. Doch im Gegensatz zu früher stehen wir nicht mehr unter der Macht der Sünde und sind auch nicht mehr gezwungen, dem Fleisch gehorsam zu sein und dessen Werke zu vollbringen.


    Paulus schreibt: Wir sind abgewaschen, gereinigt, gerechtfertigt. Wir sind mit Christus gekreuzigt, mit ihm gestorben. Wir sollen uns der Sünde für TOT halten. Wir sollen nichts mehr mit dem alten Menschen zu tun haben. Es ist Vergangenheit.

    Nun sind wir eine neue Schöpfung. Nun lebt Christus in uns. Nun wachsen wir hin zum Bilde des Sohnes Gottes, um ihm in jeder Hinsicht gleich zu werden.


    Es stimmt, dass wir Jesus als Fürsprecher benötigen. Doch Johannes schreibt dazu, dass wir dessen bewusst sein sollen, für den Fall, dass ein Gläubiger doch (mal) sündigt, damit derjenige nicht glaubt, dass er sein Heil deshalb sofort verliert. Zugleich aber sagt Johannes, dass die Gläubigen NICHT sündigen sollen (siehe Kapitel 2,1).


    Für mich ist klar, dass Gott will, dass wir als seine Kinder nicht mehr sündigen. Dafür ist es nötig, dass wir alles, was mit dem alten sündigen Menschen zu tun hat, radikal kreuzigen/verleugnen und zu jeder Zeit mit Christus verbunden bleiben.

    Dann kann dies aus meiner Sicht gelingen.

    "Ihr aber, Brüder und Schwestern, seid zur Freiheit berufen. Allein seht zu, dass ihr durch die Freiheit nicht dem Fleisch Raum gebt, sondern durch die Liebe diene einer dem andern."

    (Galater 5,13)


    "Freiheit" ist nichts wert, wenn man sie nicht für das Gute nutzt (d.h. um den Willen Gottes zu tun und seinem Bruder/seine Schwester zu lieben), sondern sie für stattdessen selbstsüchtige Zwecke missbraucht.


    Insofern hat JüngerJesu recht. Oft meint man Gott zu dienen, aber in Wahrheit dient man sich nur selbst bzw. seinem eigenen Ego. Jesus stellte nie sich selbst oder seine "eigene Weisheit" in den Mittelpunkt, sondern gab Gott, seinem Vater, von dem alles kam, was Jesus hatte, in jeder Hinsicht die Ehre. Er missbrauchte seine Freiheit niemals zum eigenen Vorteil, sondern suchte beständig das, was dem anderen dient.


    Freiheit ist gut und wertvoll. Aber das wichtigste ist die Liebe.

    Für alle, die gern ihre (wertvolle) Zeit mit der Erörterung medizinischer Fragen verbringen und die Meinung des Prof. Walther Veith, zu dem es hier einen separaten Thread gibt, nicht völlig ablehnen, ein aus meiner Sicht nicht uninteressantes Video:



    (nur so als Ergänzung. Es gibt aus meiner Sicht wichtigeres....)

    An Petra:


    Die Formulierung, dass wir "begnadigte Sünder" seien, kenne ich bislang nur aus der Evangelischen Kirche.

    Und diese Behauptung trifft nur insofern zu, als dass wir bis zu dem Zeitpunkt unsere Bekehrung Sünder waren, und durch die Annahme des Opfers unseres Herrn Jesus aus Gnade errettet sind, d.h. dass Gott uns die Zusage schenkt, dass uns unsere Schuld vergeben ist.


    Auch wenn die völlige Wiederherstellung erst in der Auferstehung geschieht, so sind wir schon jetzt eine neue Schöpfung (siehe 2. Korinther 5). Das ist die geistliche Wirklichkeit, in der wir leben sollen, so, als wäre dies bereits geschehen. Deshalb kann man die Aussagen des Apostels Johannes auch als absolut betrachten. Er spicht nicht von etwas künftigem, sondern will ausdrücken, dass ein sündloses Leben bereits jetzt schon für uns Realität sein soll udn werden kann. Genau das hat Jesus vorgelebt. Wir müssen nicht auf die Erlösung unseres sündigen Leibes warten. Auch Jesus war im sündigen Fleisch, und hat in diesem die Sünde überwunden.


    Ich weiß außerdem nicht, von welchem Geistleib du sprichst. In 1. Korinther 15 ist von einem >geistlichen< Leib die Rede. Das bedeutet meines Erachtens nicht, dass wir Geister sein werden, auch wenn Jesus sagt, dass wir in der Auferstehung wie die Engel sein werden. Das ist ein Thema für sich.


    Wiedergeburt und "Neuzeugung"/"Neuschöpfung" drückt für mich dasselbe aus. Paulus schreibt lediglich, dass wir uns vom Heiligen Geist von Tag zu Tag in unserer Gesinnung erneuert lassen müssen. Das schließt nach meinem Verständnis aber nicht ein, dass wir dazu verdammt sind, weiterhin zu sündigen, sondern es geht darum, zu lernen, auf Gottes Stimme hören zu lernen und ihm gehorsam zu sein. Auch Jesus hat durch Leiden Gehorsam gelernt und wurde durch sie vollendet. Auch bei Jesus war es offensichtlich ein lebenslanger Prozess der Heiligung, der ihn zunehmend vollkommen machte.


    Eine weiter Frage, die du aufwirfst, ist, worin die sündigen Handlungen des Menschen begründet sind. Damit verbunden ist die Frage, ob Menschen, die (noch) nicht wiedergeboren sind, prinzipiell zu nichts Gutem imstande sind? Einerseits schreibt Paulus, dass im sündigen Fleisch "nichts Gutes" wohnt. Andererseits sagt er in Römer 2, dass es Heiden gibt, die offensichtlich von Natur aus das Gesetz Gottes befolgen. Wie geht das, wenn sie doch alle von Grund auf verdorben wären, und zu nichts Gutem fähig? Kann man diese Aussage also verallgemeinern?

    Sind sie alle gleich schlecht, auch wenn sie alle schuldig sind?


    Ganz unabhängig davon braucht es, so dagt es Jesus, eine völlige Neuschöpfung, gezeugt aus dem Geist, und nicht nur eine "Veränderung" des Bestehenden. Der alte sündhafte Mensch muss sterben , damit der neue, zum heiligen und gerchten Leben berufe Mensch als Kind Gottes auferstehen kann. Dies drückt die Taufe symbolisch aus. Deshalb kann man auch das Besprengen unmündiger Personen mit Wasser aus meiner Sicht nicht als "Taufe" bezeichnen.


    Kurz zusammengefasst:


    - In Christus sind wir schon JETZT neue Kraturen, Heilige, Gottes Kinder, vollkommen und können durch den beständigen Wandel im Geist die sündhaften Handlungen des Fleisches überwinden (lernen)

    - In der Auferstehung folgt schließlich die Erlösung des irdischen Leibes


    So sehe ich das.

    Vergessen wir dabei nicht, dass dieses Schreiben, aus dem hier alle so munter zitieren, lediglich eine "Empfehlung" des Papstes ist.


    Sie ist nicht gewichtiger als die Meinung anderer "Christen".

    (außer vielleicht für Katholiken)


    Nur so am Rande...

    Für mich ist die Sache ganz klar:


    In 1.Johannes 1,8 geht es um eine allgemeingültige Aussage, dass jeder Mensch (außer Jesus) mehr oder weniger gesündigt (und damit die Herrlichkeit Gottes verloren) hat. Er bedarf also der Vergebung und damit der Erlösung.

    Daran erinnert Johannes, damit sich niemand einbilde, er könne behaupten, er habe keine Vergebung nötig bzw. für ihn gälte dies nicht (wie etwa die pharisäischen Juden, die meinten, aus dem Befolgen ihrer Gesetzesvorschriften gerechtfertigt werden zu können).


    Im zweiten Kapitel mahnt Johannes die Gläubigen, NICHT zu sündigen. Gleichzeitig erinnert er sie daran, dass Jesu Opfer auch für künftige Sünden reicht.


    In den folgenden Kapiteln beschreibt Johannes klar und deutlich, dass die neue Schöpfung in Christus zu einem vollkommenen, heiligen, tadellosen Lebenswandel berufen ist. Man kann die Aussage "nicht sündigen" auch als gewohnheitsmäßiges Sündigen verstehen. Im hebräerbrief ist zudem noch von mutwilliger Sünde die Rede. Ich meine, dass dies alles zusammenhängt.


    Es ändert aber nichts an der prinzipiellen Aussage des Johannes, dass die neue Schöpfung (eigentlich) nicht sündigen sollte. Das ist das Ziel und sollte das beständige Bestreben jedes Gläubigen sein. Es wäre ja auch irrsinnig, wenn dies weiterhin ganz natürlich wäre, dass Gläubige sündigen. Dass dies faktisch leider geschieht, hat Ursachen.


    Wer also trotz Bekehrung und Wiedergeburt dennoch sündigt, sollte sich prüfen, weshalb er dies tut.

    Ich behaupte (und kann aus eigener Erfahrung bestätigen), dass es meistens, um nicht zu sagen IMMER eine freiwillige Entscheidung ist. Wenn man radikal ehrlich und demütig zu sich selbst ist, dann wird man erkennen, dass es in Wahrheit keinen Grund gibt, zu sündigen, außer, man will es. Oft ist der Grund, dass man nicht mehr in Christus ist bzw. sich nicht mehr vom Geist leiten lässt, sondern von seinem Verstand, von Stolz oder anderen selbstsüchtigen Motiven.


    Aktuell besprechen wir in der Versammlung das Thema "Wer bin ich in Christus". Da geht es genau darum, wie wir in Christus bleiben, d.h. im Geist wandeln und damit ein konsequent geheiligtes und sündenloses Leben führen, zu dem wir von Gott durch Jesus Christus berufen sind.


    Insofern steht die Aussage in 1. Johannes 1,8 in meinen Augen in keinem Widerspruch zu den übrigen Aussagen, dass ein Gläubiger nicht sündigt.

    Kann man nach gerade mal einem Jahr, seit dem es diesen Impfstoff gibt, überhaupt schon "Langzeitfolgen" beurteilen? Ich verbinde damit Folgewirkungen nach etlichen Jahren.


    Wie gesagt: Es interessiert mich nur am Rande.

    An Kerygma:


    Deine Frage war, ob wir als Gläubige keine Sünder mehr sind?


    Im esten Augenblick hatte ich darüber nachgedacht, ob die Frage ernst gemeint ist.

    Aber unabhängig davon möchte ich dir ernsthaft darauf antworten.


    Sag bitte:

    Kannst du mir eine Bibelstelle im neuen Testament nennen, wo die Apostel die Gläubigen als "Sünder" bezeichnen?