Beiträge von wilmaed

    "Biogenetische Grundprinzip" Haeckels,

    Darum geht es mir nicht bzw so hab ich das auch nicht gemeint. Dich hat anscheinend das Wort embryonal getriggered.



    Zitat

    meide Populärwissenschaftliches


    Hat ja auch immer jeder Vollzugriff auf sündteure Volltext-Datenbanken von Fachartikeln.


    Aber egal.


    Hiermit verlasse ich das Forum. Lebt wohl.

    ich nehem an, du hast das irgendwio gelesen

    zB hier: Evolution, Springer Verlag, ISBN 978-3-642-39695-3, Seite 347

    https://www.springerprofessional.de/en/evolution/4144380


    Zitat

    Bei ursprünglichen Wassertieren sandte der Vagus seine Äste zu den Kiemenarterien, die die Bauch- und die Rückenaorta
    verbanden. Jeder Ast des Vagus verknüpfte so das Gehirn direkt und unmittelbar mit der Kiemenarterie, sein vierter Ast stand konkret mit der sechsten Arterie in Verbindung. Während der Phylogenese der Wirbeltiere haben sich die Kiemenarterien allerdings bis zur Unkenntlichkeit verändert, was mit einer wesentlichen Veränderung der Kiemenbögen selbst einherging (aus den Kiemenbögen entwickelten sich die Kiefer, das Zungenbein und die Gehörknöchelchen).


    Aus der sechsten Arterie wurde so bei den Säugetieren eine arterielle Verbindung, der sogenannte Ductus arteriosus, der sich in der Nähe des Herzens befindet; der vierte Ast des Vagus, der heutzutage den Kehlkopf (Larynx) innerviert*,

    liegt stets hinter der ehemaligen sechsten Arterie, also hinter dem Ductus arteriosus. Daher führt dieser Nerv vom Gehirn aus nach hinten, windet sich unter dem Ductus hindurch und kehrt nach vorne zurück, um den Larynx zu inner-

    vieren.

    Zudem ist Embryologie nicht Entwicklungsgeschichte

    Darauf wollte ich nicht hinaus.


    Es soll erklären, warum es Menschen gibt, bei denen dieser Nerv manchmal keinen Umweg macht:


    Zitat

    A nonrecurrent laryngeal nerve is present on the right side in less than 1% of humans, and is associated with abnormal arterial supply to the right forelimb (Sanders et al. 1983; Toniato et al. 2004).


    If the major artery to the right forelimb develops directly from the dorsal aorta distal to the left subclavian artery, there is no remnant fourth aortic arch (normally the right subclavian artery) to pull the nerve down into the chest, and the nerve can take a direct path from the brainstem to the larynx, although the nerve is still recurrent on the left side in these individuals.


    A nonrecurrent laryngeal nerve on the left is extremely rare (0.04%) and is always associated with situs inversus (Toniato et al. 2004), in which the normal bilateral asymmetries in the internal organs are reversed left to right.


    https://bioone.org/journals/ac…0.4202/app.2011.0019.full


    Was deine Frage nach den Fossilien betrifft, bitte ich dich, die Videos von Prof. Veith anzuschauen.


    Na geh ...

    Und wo ist der Beweis, dass es sich nun um eine NEUE Art

    Das meinte ich mit: Kreationisten unterscheiden zwischen Mikro- und Makroevolution.


    Makro: eine neue Tierart.


    Jede Veränderung innerhalb einer Population ist Evolution.


    nicht um eine neue Variante?

    Das ist Evolution.


    Und mit genügend Zeit sind die Unterschiede zwischen den Populationen so groß, dass eine Paarung nicht mehr möglich ist.



    nicht um genetische Variation?

    betrifft die gesamte Population. Und das ist Evolution.



    nicht um eine genetisch bedingte ("krankhafte") Veränderung?

    Nennt sich Evolution.


    Warum soll ein Schöpfer diesen Umweg einbauen? Ein Umweg, der nicht notwendig ist, da es Menschen gibt, die auch prima so leben können (siehe Post oben).


    Wie erklärt ein Kreationist, dass es keine versteinerten Fossilien von heute lebenden (rezente) Tierarten gibt?

    Vielleicht kannst du deinen Gedanken etwas näher ausführen.

    Kreationisten behaupten, es gibt nur Mikroevolution. Können aber nicht wissenschaftlich begründen, warum es die Grenze "Evolution ja, aber keine neue Tierart" geben soll.



    EIN Mensch oder Wissenschaftler jemals so etwas wie Evolution beobachtet hat.

    Hier ein Pflanzenbeispiel:


    Zitat

    Die Forscher beobachteten die Pflanzen daraufhin über fünf Jahre und zählten jedes Jahr die Anzahl an Pflanzen und die verschiedenen Pflanzenarten, welche die Parzellen besiedelten.


    Sie kamen zu dem Ergebnis, dass sich die beiden Pflanzenpopulationen (mit und ohne Insektizid) im Laufe des Experiments auseinander evolvierten und die Veränderungen sich schneller etablierten, als die Forscher angenommen hatten.


    Bereits nach fünf Jahren entdeckten die Wissenschaftler signifikante Unterschiede in der Zusammensetzung der Populationen.


    https://www.pflanzenforschung.…ution-zum-beobachten-2009


    Hier ein Tierbeispiel:

    Zitat

    Die Entstehung einer neuen Art ist in der Natur selten direkt zu beobachten. Jetzt hatten Biologen die Gelegenheit, der Evolution direkt auf die Finger zu schauen. Sie konnten die Aufspaltung einer Fischart in zwei neue Arten "live" in einem westafrikanischen See mitverfolgen.



    https://sciencev1.orf.at/news/15821.html



    Nenne mir doch bitte die Erklärung, die die Evolutionisten bezüglich dieser Frage haben.

    Zum rückläufigen Kehlkopfnerv:


    Fische haben keinen Hals und ihr Herz ist direkt unterhalb vom Kopf. Sie haben zwar keinen Kehlkopf, aber es gibt einen ähnlichen Nerv, der zum 6. Kiemenbogen führt.

    Verlängert sich im Lauf der Evolution der obere Teil der Wirbelsäule zu einem Hals, dann wandert das Herz in den Brustkorb hinab und zieht die großen Blutgefäße hinterher.

    Bei manchen Menschen fehlt die rechte Arteria subclavia, die embryonal den rechten Kehlkopfnerven in Richtung Brustkorb dehnt und verlängert. Damit behält der Nerv seinen ursprünglichen, direkten, kurzen Verlauf: nur ein paar cm.

    für die es nicht den geringsten stichhaltigen Beweise gibt

    Evolution ist beobachtbar.


    Kreationisten unterscheiden deshalb zwischen Mikro- und Makroevolution. Können aber nicht belegen, warum es eine unüberwindbare Grenze geben soll.


    Und die Evolutionstheorie erklärt alle Fakten, die wir haben: Warum gibt es keine versteinerten Fossilien von heute lebenden (rezenten) Tierarten? Warum gibt es Fossilien, die es nur in bestimmten Erdschichten gibt (Leitfossilien), die noch dazu unterschiedlich datiert werden? Warum macht der rückläufige Kehlkopfnerv, den es bei Landwirbeltieren gibt, einen Umweg über das Herz (bei der Giraffe 5 Meter)?


    All solche Fragen kann die Evolutionstheorie beantworten. Zu der es in der Wissenschaft keine Alternative gibt.

    nicht an wortwörtliche 7 Tage der Schöpfung glaube?

    Wenn die Genesis Mythologie ist (bzw ein Teil davon), ergeben sich für manche Christen theologische Probleme.


    Wenn Parasiten, Krankheiten und der Tod vor Adam und Eva existierten: dann war das Gottes Absicht und nicht die Bestrafung (weil Eva auf die listige Schlange hörte und von der Frucht naschte).


    Der Tod ist die Strafe für die Sünde. Aber wenn die Sünde nicht stattfand: was ist dann Sünde? Und wofür starb Jesus?


    Jesus persönlich erwähnt Noah und die Sintflut: wenn das nicht wörtlich zu verstehen ist, was dann sonst nicht?

    Ungewollte Kinder wurden nach der Geburt einfach entsorgt.

    Abgewiesene Kinder wurden allerdings oft nicht getötet, sondern ausgesetzt und konnten von jedermann als Sklaven aufgezogen werden.


    Und:


    Zitat

    Der tatsächliche Stellenwert des Tötungsrechts eines römischen Vaters über seine Töchter und Söhne ist in der Forschung aber umstritten. Tötungen heranwachsender oder erwachsener Kinder sind nur in 15 Fällen überliefert. Nahezu alle davon können aber zugleich oder vorrangig auf andere Rechtsgrundlagen zurückgeführt werden, so dass das ius vitae necisque möglicherweise keine reale Rechtsnorm war, sondern eine eher allegorisch zu verstehende Betonung der häuslichen Macht des Familienvaters.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Kindst%C3%B6tung

    Da Du den Urknall mit einer Explosion verwechselst,

    Wobei ich hier noch anmerken möchte, dass die Urknall-Theorie nicht den "Knall" an sich beschreibt, sondern nur die Zeit danach:


    Zitat

    Urknalltheorien beschreiben nicht den Urknall selbst, sondern das frühe Universum in seiner zeitlichen Entwicklung nach dem Urknall: von einem Zeitpunkt mehr als eine Planck-Zeit (etwa 10−43 Sekunden) nach dem Urknall bis etwa 300.000 bis 400.000 Jahre später, als sich stabile Atome bilden konnten und das Universum durchsichtig wurde.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Urknall

    Einstein war auch Pantheist

    Auf die Frage, ob er ein Pantheist ist: "ich bin kein Atheist. Ob ich ein Pantheist bin, kann ich nicht beantworten".


    Zitat

    It is not a question I can answer simply with yes or no. I am not an Atheist. I do not know if I can define myself as a Pantheist.


    https://en.wikipedia.org/wiki/…ert_Einstein#Personal_God

    Einstein sich einen persönlichen Gott menschenartig vorstellte

    Nö. Das ist nicht das Merkmal eines "personal god" und das wusste er auch.


    Das Konzept von einem persönlichen Gott kann er nicht ernst nehmen:


    Zitat

    It seems to me that the idea of a personal God is an anthropological concept which I cannot take seriously

    Die Bibel beinhaltet kindliche Legenden:


    Zitat

    the Bible a collection of honourable, but still primitive legends which are nevertheless pretty childish

    Pantheismus.

    Die Welt ist mit Gott ident.


    Es gibt auch noch den Panentheismus: die Welt ist Gott und noch ein wenig mehr


    Zitat

    Das bedeutet, aus Sicht des Panentheismus ist die Welt in Gott enthalten, Gott selbst übersteigt die Welt jedoch. Darin unterscheidet sich die panentheistische von der pantheistischen Auffassung, die Gott als identisch mit der Welt betrachtet.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Panentheismus


    Lässt sich übrigens auch im Judentum finden. Natürlich abseits vom Mainstream:


    Zitat

    the panentheistic conception of God can be found among certain mystical Jewish tradition


    https://en.wikipedia.org/wiki/Panentheism#Judaism

    Mit Wissenschaft hat das, was dort betrieben wird absolut nichts zu tun!

    Sie sind wissenschaftsfeindlich.

    Sie zitieren zB Wissenschaftler so, dass sich die Aussage verändert. Und lassen gerne Gegenargumente unterm Tisch fallen.

    Jein.

    Naja:


    Zitat

    According to Buddhist teaching, the Buddha refused to answer questions about the origins of the Earth. As a result, Buddhists do not tend to focus on questions that they cannot answer.



    https://www.bbc.co.uk/bitesize/guides/zt2tb9q/revision/3

    Aber damit sind wir hier eh off topic ...


    Weshalb der Urknall der Bibel widersprechen soll, habe ich nicht herausgefunden!


    Junge-Erde-Kreationisten sind nicht von der Idee begeistert, dass die Welt ~14 Milliarden Jahre alt ist. Mit einem Alte-Erde-Kreationismus lässt sich das vereinbaren.

    Hätte nicht genauso die Vorstellung einer ewigen Erde weltweit auftauchen können?


    Eine ewige Welt gibt es zB im Hinduismus:


    Zitat

    Das indische Weltbild ist seit den Upanishaden von Elementen geprägt, die sich – in unterschiedlich modifizierter Form – bis heute erhalten haben. Dazu gehört der Glaube an die Anfangs- und Endlosigkeit des Weltprozesses


    https://de.wikipedia.org/wiki/Ewigkeit_der_Welt#Hinduismus


    Buddha war es egal, wie die Welt entstand und hat sich auch nicht näher dazu geäußert.