Hallo Seeadler.
Ich wollte jetzt nicht unbedingt meine Auslegung von den 7 Posaunen in diesen Thread schreiben, weil es einen eigenen Thread für die 7 Posaunen schon gibt. Du hast natürlich in deiner Art viele rechnerische Überlegungen und Parallelen aufgezeigt wie man die Zeiten in der 5. und 6. Posaune verstehen kann.
Je nachdem wie ich Zeit bekomme, werde ich meine Auslegungen der Posaunen einmal in den zugehörigen Thread schreiben, wo ich persönlich die Zahlen dort eher geistlich statt buchstäblich verstehe. Und ich will das wenigsten ein wenig erklären.
Vor den 7 Posaunen gibt es in Offenbarung 8 eine Einführungsvision der Posaunen und es ist wichtig diese zu beachten. Zusätzlich findet man Parallelen in der 6.Posaunen dazu wieder.
Offenbarung 8:3
3 Und ein anderer Engel kam und stellte sich an den Altar, der hatte eine goldene Räucherpfanne; und ihm wurde viel Räucherwerk gegeben, damit er es mitsamt den Gebeten aller Heiligen auf den goldenen Altar gäbe, der vor dem Throne ist.
Offenbarung 9:13
13 Und der sechste Engel posaunte, und ich hörte eine Stimme aus den vier Hörnern des goldenen Altars, der vor Gott steht,
Eine goldene Räucherpfanne, ein goldener Altar, Räucherwerk an diesem goldenen Altar... Um was geht es hier? Hier wird der Versöhnungstag dargestellt. Nur einmal im Jahr ging der Hohepriester zu diesem goldenen Altar mit einer goldenen Räucherpfanne um Räucherwerk zu verbreiten und das war nur am Versöhnungstag, sonst nie. Also befinden wir uns zeitlich gesehen, nach der Heiligtumslehre, in der Zeit von 1844 und danach wenn es um die Posaunen geht.
Jetzt wenden vielleicht einige ein und sagen, dass das Posaunenfest 10 Tage vor dem Versöhnungstag war und dort auch aufhörte. Am Versöhnungstag gab es keine Posaunen mehr. Dazu sage ich, dass das nur teilweise stimmt. Erstens erfüllt sich die Botschaft des Posaunenfestes (Gericht und Befreiung mit der letzten Posaune) erst am Versöhnungstag und zweitens gab es immer im Sabbatjahr und Jubeljahr (3.Mose 25:9) am Versöhnungstag Posaunenschall. Ruhe für das Land und Erlösung für die Sklaven sind hier die Kernbotschaften. Deshalb gehören für mich die 7 Posaunen in die Zeit ab 1844, dem himmlischen Versöhnungstag.
Zusätzlich erkennt man, dass die 5.Posaune und 6.Posaunen eine gewisse Beziehung zueinander haben. Hier geht es um eine Entwicklung, da die Heuschrecken praktisch eine Metamorphose (Verwandlung) durchmachen. Diese Metamorphose ist jedoch nicht in der 5.Posaune abgeschlossen sondern sie geht in der 6.Posaune weiter. Also handelt es sich hier um Geschehnisse und Prozesse in den Posaunen. In diesem ganzen Prozess gibt es eben eine Zeit wo die Menschen nur gequält und nicht umgebracht werden und diese dauert 5 Monate an und deshalb finde ich den Gedanken von der Menschheitsgeneration gar nicht so weit hergeholt. Nach dieser Generation hört diese Quälerei auf und eine richtige Verfolgung mit töten fängt an von Seiten dieser Tiere, die sich dann soweit entwickelt haben, dass sie das überhaupt umsetzen können.
Ein wichtiger Aspekt dabei ist, dass diese mutantenähnliche Tiere bloß mit den Schwänzen in der 5. Posaune die Menschen quälen und ihr Gift ist wie Skorpionengift. Ein Skorpionenstich tötet einen nicht tut aber unheimlich weh. Ab der 6. Posaune jedoch haben diese Tiere sich soweit entwickelt, dass sie mit ihren Mäulern Menschen töten. Außerdem haben ihre Schwänze Köpfe bekommen die jetzt Schlangengift besitzen. Ein Schlangenbiss ist im Gegensatz zu Skorpionengift tödlich. Ein wichtiger Text um diese Symbolik zu verstehen ist Jesaja 9:13-14.
Jesaja 9:13-14
14 Und Jahwe wird aus Israel Haupt und Schwanz, Palmzweig und Binse ausrotten an einem Tage.
15 Der Älteste und Angesehene, er ist das Haupt; und der Prophet, der Lüge lehrt, er ist der Schwanz.
Aus dem ganzen Kontext her heraus plus Offenbarung 10:7 wo uns gesagt wird, dass es nach 1844 keinen "chronos" (Zeitraum = keine bestimmte, prophetische, rechnerische Zeit) mehr geben wird, komme ich zur Schlussfolgerung, dass man die 150 Tage, in der 5.Posaune, als eine geistliche Botschaft verstehen sollte und man sie nicht rechnerisch bewerten darf. Das gilt dann natürlich auch für die Zeit in der 6.Posaune.
Deine vielen Funde in der Geschichte sind sehr interessant und basieren z.T. auch auf die alte Auslegung unserer Pioniere jedoch habe ich, wegen den oben genannten Argumenten, Probleme dem zu zustimmen. Aber das ist bei uns ja nichts neues. "grins" 

LG Jonajim