Ist der Mensch von vorherein gut oder böse?

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      Norbert Chmelar schrieb:

      Sollte man dies alles nur rein symbolisch und nicht real sehen, wie Du wohl anzudeuten scheinst?
      Keineswegs. Wovon ich schrieb, ist real, und zwar so, dass man es selbst auch sehen und wahrnehmen kann, und nicht etwa ein ferner, vergangener Ort, den man ersehnt wie den Teneriffa-Urlaub.

      Norbert Chmelar schrieb:

      Ein Oxford-Professor hat tatsächlich den Garten Eden an der Grenze zwischen Irak und Iran gefunden,
      Die Region kann man natürlich finden, weil es erzählerisch in der Geografie eingebettet ist.
      DEN Garten Eden kann man nicht finden, denn der Garten Eden ist die Natur schlichtweg. Er ist auch nicht mit einem Spaceshuttle in den Himmel geflogen, wie manche denken, oder bei der Sintflut geschwemmt worden, sondern er ist vor unseren Augen; wir sehen aber das, was daraus geworden ist.

      Norbert Chmelar schrieb:

      Warum sollten wir uns das alles nur einbilden und nicht real erwarten?
      Wie gesagt: es ist keine Einbildung.
      Und es ist ein Unterschied, ob ich man Dinge für wahr hält oder sie für historische Fakten hält.
      Gleichsam etwas nicht für einen historischen Fakt zu halten, bedeutet nicht, dass man es für Einbildungen oder Hirngespinste hält.

      Wäre es historisch, Norbert, dann könnte ich sagen: "Das ist Adams Sache. Geht mich doch nichts an."
      Weil es aber die Erzählung des Menschen ist, geht es mich an.

      Es ist leider ein dummer Irrtum, der sich bis heute hält, dass man Symbole, Metaphern und Erzählungen für minderwertiger hält. Dabei sind sie so real wie der Mauerfall; sie haben nur eine andere Ebene.

      Ob wir noch in paradiesischen Zuständen leben könnten, ist hinfällige Spekulation; in meinen Augen nicht.
      Dass wir einmal in der Neuen Welt leben werden, glaube ich.
      Auch hier haben wir keine historischen Tatsachenberichte, sondern Metaphern. Die Offenbarung erzählt uns nicht, wie es inventarisiert ist, sondern diese Maße, die Zahlen, die Bäume, die Quellen, wollen etwas ausdrücken.
      Wenn die Stadt Gottes wie ein Quader ist, zwölf Stadien mal zwölf Stadien, dann meint das keine Architektur, sondern: alles ist der Himmel und alles ist in Gott. Das solltest gerade DU doch wissen, der du an die Versöhnung glaubst.
      Und wir müssen uns auch nicht in der Schlange an einem Baum anstellen, von dem wir dann essen müssen, um gereinigt zu werden; das sind Bilder.

      Es wäre doch Götzendienst, wenn wir die Heilung durch eine Frucht oder irgendeine Materie oder einen Gegenstand bekämen ... Es sind Bilder.

      Die Engel werden auch nicht übersäht sein mit Augen, wie es in der Offenbarung beschrieben ist; wie widerlich wäre das denn?
      Sondern es heißt: sie sind voller Licht.

      Wir können noch lange so weitermachen ... Was sind genau die "historischen" Fakten?
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      Mal was anderes:

      Kann man denn nicht einfach "Gott" sagen?
      Das ist doch keine Herabwürdigung.

      Jahweh, Jehova und jetzt Elohim, und wer weiß was noch alles kommt?
      Jedesmal googeln, und man kommt dann doch zu keinem eindeutigen Ergebnis, weil die Namen viel zu umständlich erklärt werden.