Ist der Mensch von vorherein gut oder böse?

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    • Seele1986 schrieb:

      Hierzu wollte ich gerne noch was sagen: Dieser Satz hat mit der Frage dieses Threads eigentlich gar nichts zu tun und trägt auch nichts bei.
      Wie alles im Leben ist es eine Sache des Blickwinkels.

      Seele1986 schrieb:

      Es ist einer dieser vielen Sätze, die man so schön zitieren kann. Er steht aus einem bestimmten Grund an dieser Stelle in diesem Gespräch.
      Meiner Meinung nach ist das der Satz, der zu dem Thema absolut passt!


      Seele1986 schrieb:

      Auch macht er das Thema nicht "leichter".
      Das Thema ansich ist tatsächlich nicht schwer: der Mensch trägt beides in sich. Ganz einfach.
      Und bei dieser Aussage trennen sich unsere Geister....
      Wenn Gott nur gut ist,dann kann der Mensch der in Sünde gefallen ist, nicht gut sein!

      Wer das verbreitet oder die möglichkeit ins Auge fasst,sieht es nicht mit den Augen Gottes.
      Durch die Ausgießung des HL Geistes wirkt er in der Welt und versucht jeden,der auf ihn hört zu Gottes Liebe zu ziehen.
      Bin auch der Meinung das ohne eine Liebevolle Erziehung und vermitteln von Regeln,die Menschheit brutaler miteinander umgehen würde als sie es schon tut.
      Allein die Millionen Menschen die umgebracht wurden in der Zeit in der ich lebe!
      Wir sollten mehr auf Jesus schauen und weniger auf die eigene Eitelkeit....
      Wir haben genügend Berichte wie Menschenfeindlich heidnische Religionen gelebt wurden.
    • philoalexandrinus schrieb:

      Der ORG - Schüler, Migrationshintergrund, still, guter Schüler - trennt einem siebenjärigen Mädchen fast den Hals ab - er sei nicht gut draufgewesen, habe einen schlechten Tag gehabt
      Ja, das ist das Böse.
      Und hätte er sich besser betragen, wenn man ihm früh anerzogen hätte, er sei abgrundtief böse?

      Bogi111 schrieb:

      Wenn Gott nur gut ist,dann kann der Mensch der in Sünde gefallen ist, nicht gut sein!
      Doch natürlich. Gott hat uns doch geschaffen.
      Ich spreche auch nicht davon, dass der Mensch vollkommen rein und gut ist (das wäre ja unsinnig), sondern dass er Gutes und Böses in sich trägt.
      Vollkommen rein und gut wäre ebenso falsch wie abgrundtief verdorben und böse.

      Wäre er das eine, könnte er das andere nicht. Das sagte ich nirgendwo.
    • Am Ende der Schulungswochen sagte Gott: "Es war alles sehr gut

      Nach dem Sündenfall der Menschen blieb es aber nicht dabei. Die natürliche Feindschaft gegen das Böse verschwand, der Mensch wurde zu Satans Untertan und Freund. Deshalb setzte Gott die Feindschaft zwischen Mensch und Satan. Was aber verloren ging, war die natürliche Abneigung gegen das Böse. Die Wirkung dieses Mangels: Alle Menschen haben gesündigt. Alle brauchen Erlösing vom Bösen. benSalomo
    • Seele1986 schrieb:

      Ich spreche auch nicht davon, dass der Mensch vollkommen rein und gut ist (das wäre ja unsinnig), sondern dass er Gutes und Böses in sich trägt.
      Als Konstrukteur sehe ich das anders. Der Mensch hat nur den freien Willen!
      Die Wertung was Gut und Böse ist entscheidet der "Konstrukteur", der Schöpfer!!!.
      Wir habe aber auch den Gegenspieler von Gott! Beide buhlen um uns.
      Das macht den Unterschied!
    • Die Frage ist doch: Ist der Mensch von vornherein gut oder böse? Das "oder" muss man weglassen.

      Der Mensch ist zunächst einmal unwissend. Der Säugling weiß nichts, sondern äußert reinen Lebensdurst, wozu die Natur ihn treibt.
      Dass es eine verfluchte Natur ist, in der Selbsterhaltung und Lebenskampf leiten, das ist richtig; deshalb ist die Selbstverneinung, von der Jesus sprach, ja auch keine natürliche Anlage, sondern eine Erkenntnis durch den Heiligen Geist.
      Des Menschen Dichten und Trachten ist böse von Jugend auf, sagt Gott. Er muss unterscheiden können.
      Der Säugling, der dem Zwilling beim Stillen die Brust neidet, ist nicht böse oder "erbsündig", sondern das ist naturgeleiteter Selbsterhaltungstrieb und Narzissmus.
      Zum Bösen muss Erkenntnis von Gut und Böse und Unterscheidung vorhanden sein; davon erzählt die Genesis ja.

      Der Mensch kann das empfinden, verstehen und erkennen, aber regieren kann er es nicht.
      Wir haben übrigens sehr wohl eine natürliche Abneigung gegen das Böse, das reicht aber nicht, um sich zu zähmen oder gar gut zu sein. Die Abneigung betrifft vor allem erstmal das Böse und Üble, das uns oder unserem nahen Kreis widerfährt.
      Ethik wird erzogen, ist uns aber auch eingegeben. Deshalb konnte Paulus sagen, die Heiden hätten das Gesetz im Gewissen wirkend gehabt (wenn sie es denn hatten).

      Menschen können im Geiste Christi handeln, ohne ihn zu kennen; natürlich können sie das. Das Evangelium aber ist so viel mehr.
      Es geht ja nicht allein um das "Wieder-fähig-machen", damit wir in den Garten spazieren können; das versuchten andere auch. Wir können es nicht.
      Sondern was das Evangelium zeigt, ist Gottes Wesen!

      Wir sollen doch nicht in aller Welt verkündigen, damit die Leute wissen "Du schaffst es doch zu Gott!", oder "Dir werden deine Fehler vergeben!"; auch Vergebung gibt es in anderen Religionen, bei manchen sogar terminlich festgelegte Vergebungsfeste - wie praktisch.

      Es gibt einen Satz, den gibt es in keiner anderen Lehre, in keiner Religion oder Philosophie: Gott ist Liebe.
      Er hat alles hingegeben. Seinen geliebten Sohn, und dieser Sohn sich freiwillig, denn er ist einträchtig mit dem Vater.

      Dass Gott Liebe ist, das versteht der Mensch nicht ohne den Geist Christi, denn wir sehen eine verfluchte Welt und erahnen ein böses, irrationales Innenleben, das stets dem Bösen zugeneigt ist.
      Was nicht von dieser Welt ist, was sich nicht erkennen lässt, das hat er uns gelehrt, gezeigt und entzündet.

      Und er sagt, das ist Befreiung. Wen der Sohn frei macht, der ist wirklich frei.
    • Bogi111 schrieb:

      Die Wertung was Gut und Böse ist entscheidet der "Konstrukteur", der Schöpfer!!!.
      Wir habe aber auch den Gegenspieler von Gott! Beide buhlen um uns.
      Du bist doch in der Lage, gut und böse zu erkennen und zu unterscheiden, Bogi, oder bist du das nicht? Wie Gott unser Leben dann bewertet, ist etwas anderes, davon sprachen wir doch nicht.

      Hast du Böses in dir und kannst Böses denken, fühlen, reden und tun? Ja.
      Hast du Gutes in dir und kannst Gutes denken, fühlen, reden und tun? Ja.

      Das ist der Mensch.
    • Seele1986 schrieb:

      Du bist doch in der Lage, gut und böse zu erkennen und zu unterscheiden, Bogi, oder bist du das nicht?
      Das ist eine schwierige Frage. Ich versuche meine Entscheidungen nach Regeln die mir anerzogen und vermittelt wurden, nach Richtig oder Falsch zu entscheiden.
      Ob es Gut oder Böse ist, entscheiden die Menschen und Gott!
      Damit muss ich leben wie auch Paulus sagt.

      Roemer 7
      18Denn ich weiß, daß in mir, das ist in meinem Fleische, wohnt nichts Gutes.
      Wollen habe ich wohl, aber vollbringen das Gute finde ich nicht.
      19Denn das Gute, das ich will, das tue ich nicht; sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich.
      20So ich aber tue, was ich nicht will, so tue ich dasselbe nicht; sondern die Sünde, die in mir wohnt.…
    • ​Also doch : »Zwei Seelen wohnen ach in meiner Brust!«​ ?

      Seele1986 schrieb:

      Bogi111 schrieb:

      Die Wertung was Gut und Böse ist entscheidet der "Konstrukteur", der Schöpfer!!!.
      Hast du Böses in dir und kannst Böses denken, fühlen, reden und tun? Ja.
      Hast du Gutes in dir und kannst Gutes denken, fühlen, reden und tun? Ja.

      Das ist der Mensch.
      Also doch : »Zwei Seelen wohnen ach in meiner Brust!« ?

      Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust, Die eine will sich von der andern trennen; Die eine hält, in derber Liebeslust, Sich an die Welt mit klammernden Organen; Die andere hebt gewaltsam sich vom Dust (= Staub) Zu den Gefilden hoher Ahnen.
      (Faust I, Vers 1112 1117)
    • @Bogi111

      worum es mir geht, ist ein ausgeglichener Blick.
      Eigentlich bin ich aus dem Stalle desjenigen, der den Menschen als absolut verdammt und hilflos böse ansah: nämlich Martin Luther.

      Ich wundere mich, denn so wie ich die adventistische Lehre bislang verstanden habe, ist sie vorsichtiger mit dem Begriff Erbsünde und der totalen Verdammnis.
      Luther hat sich hier, meiner Ansicht nach, übernommen, denn er wollte die Erlösung durch Christus hochhalten; wäre auf diese Weise gar nicht nötig gewesen, in meinen Augen.

      Die Lehre, der Mensch sei abgrundtief böse und werde allein durch Gottes Geist erst gut, stimmt mit der Realität nicht überein, und so lese ich es auch nicht in der Bibel.
      Alles Gute ist von Gott, das steht außer Frage, aber wie gesagt findet man Menschen, die bereits tun, was sie noch gar nicht erkannt haben.

      Auch nach dem Sündenfall bleibt, dass wir seine Geschöpfe sind und er uns liebt. Sein Geist ging mit den Menschen mit, als sie Eden verlassen mussten; oder mit wem sprach Kain?
      Die Engel mit den Flammenschwertern bedeuten auch ein Nichterkennen. Wir haben den Zugang zum Garten nicht mehr. Wir sind verblendet. Die natürliche Harmonie mit Gott besteht nicht mehr.
      Aber dennoch haben wir Gutes in uns, Fähigkeiten, Kreativität, Liebesfähigkeit, Offenherzigkeit. So hat er uns doch geschaffen.
    • Seele1986 schrieb:

      Auch nach dem Sündenfall bleibt, dass wir seine Geschöpfe sind und er uns liebt. Sein Geist ging mit den Menschen mit, als sie Eden verlassen mussten; oder mit wem sprach Kain?
      Simon wir sprechen nicht über Gott sondern sein Geschöpf.....

      Seele1986 schrieb:

      Aber dennoch haben wir Gutes in uns, Fähigkeiten, Kreativität, Liebesfähigkeit, Offenherzigkeit. So hat er uns doch geschaffen.
      Warum sprach dann Jesus von einer Neugeburt? Im Glauben an Ihn und der Hilfe des HL Geistes.

      Mit dem Mund kann ich loben und fluchen ja verletzen.
      Mit der Hand kann ich segnen,streicheln und töten...
      Es liegt nicht an unseren unglaublichen Fähigkeiten.
    • Bogi111 schrieb:

      Es liegt nicht an unseren unglaublichen Fähigkeiten.
      Das habe ich auch nie gesagt, Bogi ...

      Aber anders als entweder - oder, schwarz - weiß, können hier einige nicht und du gehörst wohl dazu.

      Ich sprach nicht von unseren unglaublichen Fähigkeiten. Ich habe noch nicht mal den Satz gesagt "Der Mensch ist gut", geschweige, dass wir uns selbst dazu machen ...
    • Seele1986 schrieb:

      Aber anders als entweder - oder, schwarz - weiß, können hier einige nicht und du gehörst wohl dazu.
      Ein bisschen schwanger gibt es bei mir nicht, als Techniker.
      Entweder läuft ein Motor oder nicht.... :D
      Gibt es zwischen Gut und Böse eine Alternative???
      Gerettet sein oder sterben....?
    • Bogi111 schrieb:

      Gibt es zwischen Gut und Böse eine Alternative???
      Das war doch gar nicht das Thema, Bogi ...

      Sondern ich sagte, dass der Mensch beides in sich trägt. Schlichte, einfache, erfahrbare Realität ist das ...

      Dass Gott allein gut ist, dass er alleine richten wird, dass er das Böse auslöschen wird, alldas ist ein anderes Thema.

      Du bist Techniker und Konstrukteur, ich habs verstanden. Wir sind aber keine Maschinen.
    • Seele1986 schrieb:

      Wir sind verblendet. Die natürliche Harmonie mit Gott besteht nicht mehr.
      Aber dennoch haben wir Gutes in uns, Fähigkeiten, Kreativität, Liebesfähigkeit, Offenherzigkeit. So hat er uns doch geschaffen.
      Ich muss daran denken, dass die wirklich bösen Dinge, die Menschen angetan werden, von Menschen gemacht werden , denen die Empathie fehlt und das wäre laut Wiki ein Mangel an Selbstwahrnehmung.
      Grundlage der Empathie ist die Selbstwahrnehmung – je offener eine Person für ihre eigenen Emotionen ist, desto besser kann sie auch die Gefühle anderer deuten.
      Ich frage mich, ob dem Menschen die Selbstwahrnehmung abhanden gekommen ist, weil ihm die Beziehung zu Gott abhanden gekommen ist, dessen Ebenbild wir eigentlich sein sollten.
      Umgekehrt, versuchen wir wahr zu nehmen, wie Gott ist und verbinden uns wieder mit ihm,
      dann kommt auch das Gute zutage, das wir eigentlich widerspiegeln sollten?

      Für mich ist es logischer, dass der Mensch weder gut noch böse ist , sondern einfach ein Geschöpf, dass nehmen muss, um zu leben und zu geben. Die Verhältnisse und das Vorbild eine große Rolle für unser "Selbst " spielt, was die Bibel mit "Trachten" ausdrückt.
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Pfingstrosen schrieb:

      Ich frage mich, ob dem Menschen die Selbstwahrnehmung abhanden gekommen ist, weil ihm die Beziehung zu Gott abhanden gekommen ist, dessen Ebenbild wir eigentlich sein sollten.
      Ja, das hast du sehr gut ausgedrückt.
      Die Szene in Eden skizziert ja, wie alle Beziehung gestört wird. Dort steht ja nicht einfach plakativ: Und Gott sagte: "Böser Junge, du böser Junge!", sondern zuerst sind Adam und Eva "alleine", verbergen sich, bedecken sich:
      die Worte für "Kleid, Bedeckung" haben im Hebräischen die selbe Wurzel wie "leugnen, ausnehmen, verbergen, abwenden" (b-g-b);
      die Worte listig und nackt sind ähnlich: arùm und aróm.
      Die Disharmonie betrifft alles, nicht nur Gott - Mensch, sondern auch Mann und Frau, Mensch und Natur.

      Das wird in Eden auf wunderbare Weise erzählt.

      Pfingstrosen schrieb:

      Für mich ist es logischer, dass der Mensch weder gut noch böse ist ,
      Als Säugling erstmal nicht, aber mit der Zeit sehr wohl, Pfingstrosen.
      Und man kann kaum übersehen, wie böse der Mensch sein kann; undzwar aus sich heraus, aus seinem Herzen, und sogar noch Lust daran hat. Das lässt sich nicht abschieben oder verlagern.

      Luther sagte mal, der Mensch sei ein gezäumtes Pferd, das entweder von Gott oder vom Teufel geritten werde. - Die Bibel schreibt sowas nicht. In der Bibel ist der Mensch verantwortlich.
      "Der Teufel war`s!" ist keine Entschuldigung, die gelten wird. In Eden schon nicht und heute auch nicht.
    • Lothar60 schrieb:

      Nehmen wir Armin Schreiner. Von seinem Auto aus entdeckt er 1996 in einem Ort in Deutschland das 7jährige Mädchen Natalie Astner auf dem Schulweg. In einem Sekundenbruchteil trifft Armin Schreiner eine mörderische Entscheidung. Er hält mit dem Auto an, entführt das Schulmädchen, fährt mit ihr in den Wald, vergewaltigt und ermordet sie. Die Gutachter halten den Kindesmörder nicht für psychisch gestört. Daher kommt er in den regulären Strafvollzug. Seit 20 Jahren sitzt er im Gefängnis ohne Aussicht auf vorzeitige Haftentlassung wegen besonderer Schwere der Schuld.

      Seele1986 schrieb:

      philoalexandrinus schrieb:

      Der ORG - Schüler, Migrationshintergrund, still, guter Schüler - trennt einem siebenjärigen Mädchen fast den Hals ab - er sei nicht gut draufgewesen, habe einen schlechten Tag gehabt
      Ja, das ist das Böse.Und hätte er sich besser betragen, wenn man ihm früh anerzogen hätte, er sei abgrundtief böse?
      So selten -nicht zu beachtende Einzelfälle! - ist das NICHT! Ich warte schon mit grossem Interesse auf den Mordprozess des Wiener Tennagers und hoffe, dass dabei auch ein MRT vorgelegt wird (Wie schaut sein Nucleus amygdalae in seinem Gehirn aus ? -Die eigentümliche Gefühlskälte!???).

      Im "Adventist Review" stand zur Zeit des Golfkrieges eine Begebenheit: Da sassen eine Reihe STA beisammen, schauten im TV und freuten sich über jeden Treffer einer US - Rakete in einer Stadt da unten. Dann wurde ihnen auf einmal bewusst: Da werden ja auch Glaubensgeschwister getötet! - Nein, bitte, auch andere, viele andere Menschen!

      Es prüfe sich jeder nun selbst, wie positiv er einen Raketentreffer wahrnimmt, der - die anderen! trifft und tötet!
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
    • Seele1986 schrieb:

      Luther sagte mal, der Mensch sei ein gezäumtes Pferd, das entweder von Gott oder vom Teufel geritten werde
      Das meine ich auch mit dem , dass wir erstmal gar nichts sind und wohin wir uns wenden, zu unserem Selbst wird.

      Ich glaube auch sicher daran, dass es stimmt, wenn davon gesprochen wird, das Geister in verschiedener Weise den Mensch als Behausung benutzen.
      Ich denke , dass man das auch ganz gut nachvollziehen kann, wenn man selbst mal von einer Sache, einem Gedanken, einem Wollen...ganz belegt wird. Das Gefühl, dass man gar nicht man selbst ist, das kennt jeder.
      Um ein realistisches Bild von sich selbst zu bekommen, finde ich es behindernd, wenn der Mensch glaubt , dass er gut ist.
      Er vergisst, dass er nicht nur Gutes mit seinem Tun bewirkt, selbst wenn man es gut meint, kann es schädlich für jemanden sein.
      Der Teufel schenkt uns viel Aufmerksamkeit und wenn es heißt, dass er umhergeht , wie ein brüllender Löwe oder
      "2Kor 11,14 Und das ist auch kein Wunder; denn er selbst, der Satan, verstellt sich als Engel des Lichts.", dann wohl zu dem Zwecke unsere Aufmerksamkeit zu bekommen und Raum in uns zu finden, um zerstörerisch zu wirken.
      Je mehr er Raum findet, desto böser wird ein Mensch. Und es gibt leider Menschen, die daran Gefallen finden.

      Pfingstrosen schrieb:

      Für mich ist es logischer, dass der Mensch weder gut noch böse ist , sondern einfach ein Geschöpf
      Vielleicht hätte ich besser Gefäß schreiben sollen.
      Das Ego (das zum Selbsterhalt die Triebe befriedigen möchte) ist für mich ein noch geistig toter Mensch( gleich einem instinktgeleiteten Tier)
      Gott schenkt deshalb ein anderes Bewusstsein und macht erst lebendig. Ob von da an die Entscheidungsphase erst beginnt....?
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!