Judas - Freund oder Feind?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Römer 11,20 im Zusammenhang mit den Versen 17 - 27!

      Neu

      freudenboten schrieb:

      Römer 11:20.

      Darin bestand der Hochmut der römischen Kirchenväter:
      Der Vers 20 gehört im Zusammenhang mit den Versen 17 - 24 /26.27 betrachtet!

      Das Bild vom Ölbaum
      17 Wenn nun einige von den Zweigen ausgebrochen wurden, du aber, der du ein wilder Ölzweig bist, in den Ölbaum eingepfropft wurdest und Anteil bekommen hast an der Wurzel und dem Saft des Ölbaums,
      18 so rühme dich nicht gegenüber den Zweigen. Rühmst du dich aber, so sollst du wissen: Nicht du trägst die Wurzel, sondern die Wurzel trägt dich.
      19 Nun wirst du sagen: Die Zweige sind ausgebrochen worden, damit ich eingepfropft werde.
      20 Ganz recht! Sie wurden ausgebrochen um ihres Unglaubens willen; du aber stehst fest durch den Glauben. Sei nicht überheblich, sondern fürchte dich!
      21 Hat Gott die natürlichen Zweige nicht verschont, wird er auch dich nicht verschonen.
      22 Darum sieh die Güte und die Strenge Gottes: die Strenge gegenüber denen, die gefallen sind, die Güte Gottes aber dir gegenüber, sofern du in der Güte bleibst; sonst wirst auch du abgehauen werden.
      23 Jene aber, sofern sie nicht im Unglauben bleiben, werden eingepfropft werden; denn Gott vermag sie wieder einzupfropfen.
      24 Denn wenn du aus dem Ölbaum, der von Natur aus wild war, abgehauen und wider die Natur in den edlen Ölbaum eingepfropft worden bist, um wie viel mehr werden die natürlichen Zweige wieder eingepfropft werden in ihren eigenen Ölbaum.


      Auslegung:

      Vers 17: „du aber, der du ein wilder Ölzweig bist” : Die „Heiden” gehörten ursprünglich nicht zum "Heiligen Volk" ---> siehe Eph.2,12 („ausgeschlossen vom Bürgerrecht Israels”). Aber aus "reiner Gnade" (Eph. 2,5) sind auch die Heiden „in den Ölbaum eingepfropft worden”! (Vers 17 b)

      Vers 18: Jede "Überheblichkeit" („so rühme dich nicht”) der Heidenchristen gegenüber „den ausgebrochen Zweigen” ( Vers 17) also gegenüber den Juden (---> siehe auch Vers 20), „denen die Kindschaft und die Herrlichkeit und die Bundesschlüsse und das Gesetz und der Gottesdienst und die Verheißungen gehören” (Rom.9,4), ist "Sünde"! ---> Das haben - und da hast Du freudenboten vollkommen Recht - die römischen Kirchenväter nicht erkannt, oder wollten es nicht erkennen! ---> aus dieser "Nicht-Erkenntnis" entwickelte sich die "faule Wurzel" des Antijudaismus/Antisemitismus! Aber, „die Wurzel” des Judentums trägt das Christentum, denn „das Heil kommt von den Juden!” (Joh.4,22), sagt Jesus. ---> Vom „Saft des Ölbaums” Israel (Vers 17) leben auch wir Christen! (---> siehe z.B. die 10 Gebote + die Psalmen!)

      Vers 19: Ja, „die Zweige sind ausgebrochen worden”. ---> sichtbar geworden in der weltweiten Zerstreuung der Juden seit 70/135 n.Chr.

      Vers 20: wegen „ihres Unglaubens willen” - weil sie „nicht an IHN - Jesus - glauben wollten!” (Joh.12,37-39)

      Vers 21: Wenn Gott die Juden („die natürlichen Zweige”) wegen ihres Unglauben nicht verschont hat, so kann dies auch uns Heidenchristen passieren, wenn wir vom Glauben abfallen, denn „das Gericht beginnt am Hause Gottes” (1Petr 4,17).

      Vers 22: „die Güte und die Strenge Gottes” ziehen sich durch die ganze Bibel und durch die Heilsgeschichte; man kann diese auch als »Gnade und Gericht « bezeichnen. Wir sollen in seiner - in Gottes - Güte und Gnade und im Glauben bleiben, damit es uns nicht auch so ergehen möge wie den Juden!

      Vers 23: Aber die Juden werden von Gott wieder „eingepfropft werden”, wenn sie nicht länger im Unglauben verharren! ---> am besten sieht man dies in der v.a. seit 1948 stärker werdenden Bewegung der Messianischen Juden! Also von Juden, die an Jesus als ihrem - dem jüdischen Messias glauben! ---> kann man hierin theologisch-heilsgeschichtlich nicht bereits erste Spuren des verheißenen "Spätregen" (Spr 16,15/ Joe 2,23 / Jak 5,7) erkennen?

      Vers 24: Dass diese "Einpropfung" „der natürlichen Zweige” - also der Juden - geschehen wird, ist durchgehende biblische Prophetie von Altem bis zum Neuen Testament! ---> und so zieht schließlich Paulus in Römer 11,26f. dann auch dieses - für den „alten Ölbaum” Israel herrliche Fazit: „Und so wird ganz Israel gerettet werden, wie geschrieben steht (Jesaja 59,20; Jeremia 31,33): »Es wird kommen aus Zion der Erlöser; der wird abwenden alle Gottlosigkeit von Jakob.
      27 Und dies ist mein Bund mit ihnen, wenn ich ihre Sünden wegnehmen werde.«”

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • Neu

      Norbert Chmelar schrieb:

      Vers 23: Aber die Juden werden von Gott wieder „eingepfropft werden”, wenn sie nicht länger im Unglauben verharren! --
      Es ist doch eigentlich klar was Paulus sagt..
      Galater 3
      27Denn wieviel euer auf Christum getauft sind, die haben Christum angezogen.
      28Hier ist kein Jude noch Grieche, hier ist kein Knecht noch Freier, hier ist kein Mann noch Weib;
      denn ihr seid allzumal einer in Christo Jesu.
      29Seid ihr aber Christi, so seid ihr ja Abrahams Same und nach der Verheißung Erben.
    • Neu

      Norbert Chmelar schrieb:

      freudenboten schrieb:

      Römer 11:20.

      Darin bestand der Hochmut der römischen Kirchenväter:
      Der Vers 20 gehört im Zusammenhang mit den Versen 17 - 24 /26.27 betrachtet!
      Das Bild vom Ölbaum
      17 Wenn nun einige von den Zweigen ausgebrochen wurden, du aber, der du ein wilder Ölzweig bist, in den Ölbaum eingepfropft wurdest und Anteil bekommen hast an der Wurzel und dem Saft des Ölbaums,
      18 so rühme dich nicht gegenüber den Zweigen. Rühmst du dich aber, so sollst du wissen: Nicht du trägst die Wurzel, sondern die Wurzel trägt dich.
      19 Nun wirst du sagen: Die Zweige sind ausgebrochen worden, damit ich eingepfropft werde.
      20 Ganz recht! Sie wurden ausgebrochen um ihres Unglaubens willen; du aber stehst fest durch den Glauben. Sei nicht überheblich, sondern fürchte dich!
      21 Hat Gott die natürlichen Zweige nicht verschont, wird er auch dich nicht verschonen.
      22 Darum sieh die Güte und die Strenge Gottes: die Strenge gegenüber denen, die gefallen sind, die Güte Gottes aber dir gegenüber, sofern du in der Güte bleibst; sonst wirst auch du abgehauen werden.
      23 Jene aber, sofern sie nicht im Unglauben bleiben, werden eingepfropft werden; denn Gott vermag sie wieder einzupfropfen.
      24 Denn wenn du aus dem Ölbaum, der von Natur aus wild war, abgehauen und wider die Natur in den edlen Ölbaum eingepfropft worden bist, um wie viel mehr werden die natürlichen Zweige wieder eingepfropft werden in ihren eigenen Ölbaum.

      Auslegung: Vers 17: „du aber, der du ein wilder Ölzweig bist” : Die „Heiden” gehörten ursprünglich nicht zum "Heiligen Volk" ---> siehe Eph.2,12 („ausgeschlossen vom Bürgerrecht IIsraels”). Aber aus "reiner Gnade" (Eph. 2,5) sind auch die Heiden „in den Ölbaum eingepfropft worden”! (Vers 17 b)

      Vers 18: Jede "Überheblichkeit" („so rühme dich nicht”) der Heidenchristen gegenüber „den ausgebrochen Zweigen” ( Vers 17) also gegenüber den Juden (---> siehe auch Vers 20), „denen die Kindschaft und die Herrlichkeit und die Bundesschlüsse und das Gesetz und der Gottesdienst und die Verheißungen gehören” (Rom.9,4), ist "Sünde"! ---> Das haben - und da hast Du freudenboten vollkommen Recht - die römischen Kirchenväter nicht erkannt, oder wollten es nicht erkennen! ---> aus dieser "Nicht-Erkenntnis" entwickelte sich die "faule Wurzel" des Antijudaismus/Antisemitismus! Aber, „die Wurzel” des Judentums trägt das Christentum, denn „das Heil kommt von den Juden!” (Joh.4,22), sagt Jesus. ---> Vom „Saft des Ölbaums” Israel (Vers 17) leben auch wir Christen! (---> siehe z.B. die 10 Gebote + die Psalmen!)

      Vers 19: Ja, „die Zweige sind ausgebrochen worden”. ---> sichtbar geworden in der weltweiten Zerstreuung der Juden seit 70/135 n.Chr.

      Vers 20: wegen „ihres Unglaubens willen” - weil sie „nicht an IHN - Jesus - glauben wollten!” (Joh.12,37-39)

      Vers 21: Wenn Gott die Juden („die natürlichen Zweige”) wegen ihres Unglauben nicht verschont hat, so kann dies auch uns Heidenchristen passieren, wenn wir vom Glauben abfallen, denn „das Gericht beginnt am Hause Gottes” (1Petr 4,17).

      Vers 22: „die Güte und die Strenge Gottes” ziehen sich durch die ganze Bibel und durch die Heilsgeschichte; man kann diese auch als »Gnade und Gericht « bezeichnen. Wir sollen in seiner - in Gottes - Güte und Gnade und im Glauben bleiben, damit es uns nicht auch so ergehen möge wie den Juden!

      Vers 23: Aber die Juden werden von Gott wieder „eingepfropft werden”, wenn sie nicht länger im Unglauben verharren! ---> am besten sieht man dies in der v.a. seit 1948 stärker werdenden Bewegung der Messianischen Juden! Also von Juden, die an Jesus als ihrem - dem jüdischen Messias glauben! ---> kann man hierin theologisch-heilsgeschichtlich nicht bereits erste Spuren des verheißenen "Spätregen" (Spr 16,15/ Joe 2,23 / Jak 5,7) erkennen?

      Vers 24: Dass diese "Einpropfung" „der natürlichen Zweige” - also der Juden - geschehen wird, ist durchgehende biblische Prophetie von Altem bis zum Neuen Testament! ---> und so zieht schließlich Paulus in Römer 11,26f. dann auch dieses - für den „alten Ölbaum” Israel herrliche Fazit: „Und so wird ganz Israel gerettet werden, wie geschrieben steht (Jesaja 59,20; Jeremia 31,33): »Es wird kommen aus Zion der Erlöser; der wird abwenden alle Gottlosigkeit von Jakob.
      27 Und dies ist mein Bund mit ihnen, wenn ich ihre Sünden wegnehmen werde.«”
      Spätestens seit 1798/1844 (On the Restoration of the Jews, M. E. Noah) kehren Juden um zu Jesus. Siehe Mendelssohn-Bartholdy!