Judas - Freund oder Feind?

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    • Ich denke, Judas war nicht schlechter als die anderen Jünger, die Jesus verließen/verleugneten. Petrus, der bei der Verhaftung das Schwert zog, verleugnete Jesus danach.

      Judas war wohl mutiger und hatte, im Unterschied zu den Anderen, einen eigenen Plan. Er musste wissen, dass Jesus übermenschliche Kräfte hatte und sich befreien konnte. Nebenbei wollte er sich "bereichern"/die Gelegenheit ausnützen.

      Dabei ließ er leider den "Plan Gottes" Jesaja 53:10.f. außer acht und machte sich zum Handlanger der Gegner Jesu.

      Nach Jesu Tod hätte er aber, wie Petrus, zur Umkehr (Metanoia) finden können, nicht zur Verzweiflung.

      Tod und Auferstehung Jesu rufen den Menschen zum GLAUBEN, nicht zur Verzweiflung.
    • Norbert Chmelar schrieb:

      ----> damit macht man es sich meiner Meinung nach aber zu einfach!
      Damit macht man sich es vor allem deshalb zu einfach, weil Lukas hier nicht seine Meinung oder einen Rückschluss darlegt, sondern Petrus zitiert, von dem er seine Aussage entweder selber hat, oder sich zumindest rückversicherte. Die Historisch Kritische Methode neigt dazu, die Texte rein literarisch zu betrachten, um zu fragen, warum der Autor den Text wie komponiert hat. Nach realen und somit abgebildenten Hintergründen fragt sie eher nicht. Ich will nicht behaupten, dass das die Agenda dieser Methode ist, aber das fällt mir halt relativ häufig auf, bei Vertretern diese Methode.

      HeimoW schrieb:

      Im Übrigen kann ich mit dem Versuch Judas zu heroisieren indem man unterstellt er wollte Jesus in falsch verstandener Weise zum Handeln "motivieren" wenig anfangen. Die Schrift ist zu dem Thema sehr klar: "Und nach dem Bissen fuhr dann der Satan in ihn" (Joh 13,27) - darüber hinaus benötige ich kein "erklärendes" Motiv.
      Ich seh darin keine Heroisierung. Aus weltlicher Sicht mag das natürlich so scheinen, aber man muss auch die innerbiblischen Zusammenhänge sehen. Auch Petrus wollte Jesus mit dem Schwert verteidigen und ihn daran hindern seinen Weg zu gehen (Matthäus 26,51-54 ; Matthäus 16,21-23). Und als was bezeichnet Jesus Petrus darauf hin ? Als Satan, der nicht auf das was Gottes ist sinnt, sondern was der Menschen ist.
      Der Urtext der Bibel ist für alle da : Hebräisches AT und Altgriechisches NT mit englischer Wort für Wort Interlinear Übersetzung.
    • Unter den zwölf Aposteln gab es einen Verräter. Judas wurde nicht wegen, sondern trotz seiner Charakterfehler aufgenommen. Er wurde mit den Jüngern verbunden, damit er durch die Unterweisung und das Vorbild Christi lernen konnte, was einen christlichen Charakter ausmacht. Auf diese Weise sollte er dahin geführt werden, seine Fehler einzusehen, sie zu bereuen und mit Hilfe der göttlichen Gnade Gottes seine „Seele durch den Gehorsam gegen[über der] Wahrheit ... [zu] reinigen“. 1.Petrus 1,22 (EB). Aber Judas wandelte nicht in dem Licht, das ihm so gnädig schien. Indem er der Sünde frönte, lud er die Versuchungen Satans ein. Siehe Johannes 12,4.6. Seine schlechten Wesenszüge wurden vorherrschend. Er überließ finsteren Mächten die Herrschaft über sein Denken. Er wurde wütend, wenn seine Fehler getadelt wurden, und so wurde er [schließlich] dazu gebracht, das furchtbare Verbrechen, seinen Meister zu verraten, zu begehen. Siehe Johannes 13,2; Matthäus 26,24.25. In ähnlicher Weise hassen alle, die unter einem frommen Mantel Böses hegen und pflegen, diejenigen, die ihren Frieden stören, indem sie ihren sündigen Wandel verurteilen. Wenn sich ihnen eine günstige Gelegenheit bietet, werden sie — wie Judas — diejenigen verraten, die versucht haben, sie zu ihrem Besten zurechtzuweisen. {CS 315.3}

      Judas wußte, wie sehr sie darauf aus waren, Jesum zu greifen, und erbot sich seinen Herrn für einige Silberlinge an die Priester und Hauptleute zu verraten. Die Liebe zum Gelde brachte ihn soweit, daß er seinen Herrn in die Hände seiner bittersten Feinde überlieferte. Der Satan wirkte durch Judas, und während der ergreifenden Szene des letzten Mahles legte der Verräter Pläne, seinen Herrn zu verraten. Mit rührender Traurigkeit sagte Jesu zu seinen Jüngern, daß sie sich alle in jener Nacht an ihm ärgern würden. Aber mit großem Eifer behauptete Petrus, daß, wenn sie sich auch alle an ihm ärgerten, er sich nicht ärgern würde. Jesus sprach zu Petrus: „Siehe, der Satanas hat euer begehrt, daß er euch möchte sichten wie den Weizen; ich aber habe für dich gebeten, daß dein Glaube nicht aufhöre, und wenn du dich dermaleinst bekehrst, so stärke deine Brüder.“ {EG 156.1}

      Gott trägt in seiner Gnade und Langmut Geduld mit den Verstockten und Untreuen. Unter den erwählten Aposteln des Herrn befand sich Judas, der Verräter. Sollten wir uns deshalb wundern oder entmutigt sein, daß es Treulose unter seinen Arbeitern heutigen Tages gibt? Wenn er, der die Herzen kannte, einen tragen konnte, von dem er wußte, daß er ihn verraten würde, mit welcher Geduld sollten wir dann solche tragen, die Fehler haben? {FA 502.2}

      Unter denen, die vorgaben Christi Nachfolger zu sein, hat es jederzeit zwei Gruppen gegeben. Während die eine das Leben des Heilandes erforscht und sich ernstlich bemüht, jeden ihrer Fehler zu verbessern und ihrem Vorbilde ähnlich zu werden, scheut die andere die klaren, praktischen Wahrheiten, die ihre Irrtümer bloßstellen. Selbst in ihrer besten Verfassung bestand die Gemeinde nicht nur aus wahren, reinen und aufrichtigen Seelen. Unser Heiland lehrte, daß die, welche sich willig der Sünde hingeben, nicht in die Gemeinde aufgenommen werden sollen; dennoch verband er sich mit Männern fehlerhaften Charakters und gewährte ihnen den Nutzen seiner Lehren und seines Beispiels, damit sie Gelegenheit hätten, ihre Fehler zu erkennen und zu berichtigen. Unter den zwölf Aposteln befand sich ein Verräter. Judas wurde nicht wegen, sondern trotz seiner Charakterfehler aufgenommen. Er wurde als Jünger berufen, damit er durch Christi Lehre und Vorbild lernte, worin ein christlicher Charakter besteht. Auf diese Weise sollte er seine Fehler erkennen, Buße tun und mit Hilfe der göttlichen Gnade seine Seele reinigen „im Gehorsam der Wahrheit“. Aber Judas wandelte nicht in dem Licht, das ihm so gnädig schien; er gab der Sünde nach und forderte dadurch die Versuchungen Satans heraus. Seine bösen Charakterzüge gewannen die Oberhand. Er ließ sich von den Mächten der Finsternis leiten, wurde zornig, wenn man seine Fehler tadelte, und gelangte auf diese Weise dahin, den furchtbaren Verrat an seinem Meister zu begehen. So hassen alle, die unter dem Schein eines gottseligen Wesens das Böse lieben, diejenigen, die ihren Frieden stören und dadurch ihren sündhaften Lebenswandel verurteilen. Bietet sich ihnen eine günstige Gelegenheit, so werden sie, wie auch Judas, die verraten, die versucht haben, sie zu ihrem Besten zurechtzuweisen. {GK 43.2}
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Im Grunde genommen unterscheidet man sich von Judas nur, wenn man sich als der Sünder sieht, der man ist und nicht meint eigenen Plänen und seien sie noch so christlich, nachzugehen, Auch keiner Kirchenpolitik zu folgen, sondern einzig zu tun, was einem der Herr aufträgt.
      Es wäre interessant zu sehen, was dann in den Gemeinden passieren würde.
      Im täglichen Leben kenne ich beide Situationen.
      Das Handeln aus eigener Kraft und das Warten auf den Auftrag.
      Es ist unvergleichlich schöner genau im Plan Gottes zu handeln und sein Wirken zu sehen.

      Im übertragenen Sinn, nimmt man sich das "Leben" aus Gott, wenn man den eigenen Plänen folgt.
      Was bei manchen dann dazu führt, dass sie meinen ihre eigene Gerechtigkeit zur Schau tragen zu müssen.

      Ich glaube Judas war letzten Endes nicht schlechter als wir alle, aber er hat seine Vorstellung vom Herrn mehr geliebt als den Herrn selbst.
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • freudenboten schrieb:

      Also ich denke, hier wird einiges "hineininterpretiert" von E. White "selbst".
      Ich denke sie hat das sehr gut erklärt was Jesus wollte!

      Gott jedem Sünder ein Angebot macht. Das es letztendlich an uns liegt diese Gnade nicht anzunehmen.

      Darin liegt die Gefahr, wenn wir uns von Jesus entfernen....und unsere Vorstellung von Erlösung praktizieren...
    • Ein "Verleugner" wird "Kirchengründer"!

      Danke, Pfingstrosen für die ausführlichen Zitate von Ellen G. White! Ja, das hat sie, wie ich finde, gut dargestellt. Motive und Handeln des Apostels Judas Ischkarioth.

      Pfingstrosen schrieb:

      Mit rührender Traurigkeit sagte Jesu zu seinen Jüngern, daß sie sich alle in jener Nacht an ihm ärgern würden. Aber mit großem Eifer behauptete Petrus, daß, wenn sie sich auch alle an ihm ärgerten, er sich nicht ärgern würde. Jesus sprach zu Petrus: „Siehe, der Satanas hat euer begehrt, daß er euch möchte sichten wie den Weizen; ich aber habe für dich gebeten, daß dein Glaube nicht aufhöre, und wenn du dich dermaleinst bekehrst, so stärke deine Brüder.“ {EG 156.1}

      Gott trägt in seiner Gnade und Langmut Geduld mit den Verstockten und Untreuen. Unter den erwählten Aposteln des Herrn befand sich Judas, der Verräter. Sollten wir uns deshalb wundern oder entmutigt sein, daß es Treulose unter seinen Arbeitern heutigen Tages gibt? Wenn er, der die Herzen kannte, einen tragen konnte, von dem er wußte, daß er ihn verraten würde, mit welcher Geduld sollten wir dann solche tragen, die Fehler haben? {FA 502.2}
      Ja, alle Apostel haben auf die eine oder andere Art sich an ihrem Meister "geärgert" bzw. eigentlich ja Jesus "geärgert".
      • Judas Ischkarioth hat IHN verraten!
      • Simon Petrus hat IHN dreimal verleugnet!
      • Und die anderen 10 Aposteln haben IHN verlassen! (Nun gut, Jesu "Lieblingsjünger" Johannes Zebedäus war dann in den schwersten Stunden des irdischen Lebens Jesu wieder bei seinem Meister und hat mit Maria von Nazareth unter dem Kreuz ausgeharrt.)
      Ist es nicht erstaunlich, dass ausgerechnet Petrus, der seinen Herrn verleugnet hatte, derjenige sein sollte , der die christliche Kirche als „der Fels der Kirche” (Matth.16,18) aufbauen sollte? Und zu Petrus sagte Jesus die Worte: „... stärke deine Brüder!” (Lukas 22,32).
      ===> Diese beiden Bibelstellen waren Grund genug für die Römisch-Katholische Kirche dadurch das Petrusamt als erstes unter vielen christlichen Ämtern (neben Ältesten (= griech. Presbyter), Bischöfen (= griech. Episkopoken), Lehrern und Diakonen) einzurichten.
      ---> Ein "Verleugner" wird "Kirchengründer", nachdem er sich wieder bekehrt hatte und sein Glaube („Du, Jesus von Nazareth, bist der Christus - der Messias! Des lebendigen Gottes Sohn!” - Matth.16,16) nicht aufgehört hatte!
    • Bogi111 schrieb:

      freudenboten schrieb:

      Also ich denke, hier wird einiges "hineininterpretiert" von E. White "selbst".
      Ich denke sie hat das sehr gut erklärt was Jesus wollte!
      Gott jedem Sünder ein Angebot macht. Das es letztendlich an uns liegt diese Gnade nicht anzunehmen.

      Darin liegt die Gefahr, wenn wir uns von Jesus entfernen....und unsere Vorstellung von Erlösung praktizieren...
      Die Beweggründe des Judas wurden von E. White NICHT zutreffend dargestellt.
    • freudenboten schrieb:

      Die Beweggründe des Judas wurden von E. White NICHT zutreffend dargestellt.
      Eigentlich kann man auch nur spekulieren, aber E. White kommt über eine recht stereotype S/W Denke nicht hinaus. Für sie gibt es nur gut oder böse (ich beziehe mich nur auf die obigen Zitate). Judas zum einzigen Halunken unter den restlichen 11 Helden zu machen, verkennt überhaupt, wie Gott erwählt. Niemand von den Apostel hat sich zuvor erst mal als Saubermann erwiesen. Und als Krönung kommt dann nach der Pharisäer Paulus hinzu. Judas Tod war keine Bestrafung durch Gottes Hand. Ich stehe weiterhin zu der Aussage, die ich vor Jahren hier auf Seit 1 geschrieben habe. Judas Tod war eine Folge seines Willens. Er hat die Gnade nicht verstanden. Er war ein Mensch der Vergeltung. Er wollte Vergeltung für die Besatzer, deren Vertreibung oder Vernichtung er sich wünschte. So jemand kann sich auch selber keine Fehler vergeben und ist zu Stolz für Gottes Gnade oder das Opfer und Geschenk eines Freundes.
      Der Urtext der Bibel ist für alle da : Hebräisches AT und Altgriechisches NT mit englischer Wort für Wort Interlinear Übersetzung.
    • freudenboten schrieb:

      Die Beweggründe des Judas wurden von E. White NICHT zutreffend dargestellt.
      Hieraus habe ich vermutlich das rausgelesen was sie sagen wollte? Vermutlich kannte sie auch ihre Gemeinde sehr gut....

      Pfingstrosen schrieb:

      Gott trägt in seiner Gnade und Langmut Geduld mit den Verstockten und Untreuen. Unter den erwählten Aposteln des Herrn befand sich Judas, der Verräter. Sollten wir uns deshalb wundern oder entmutigt sein, daß es Treulose unter seinen Arbeitern heutigen Tages gibt? Wenn er, der die Herzen kannte, einen tragen konnte, von dem er wußte, daß er ihn verraten würde, mit welcher Geduld sollten wir dann solche tragen, die Fehler haben? {FA 502.2}
      Wenn er, der die Herzen kannte, einen tragen konnte, von dem er wußte, daß er ihn verraten würde, mit welcher Geduld sollten wir dann solche tragen, die Fehler haben!
      Das ist für mich der entscheidende Satz! Das geht nur wenn ich in der Gemeinschaft Jesu und seiner Gemeinde bleibe und sie nicht zerstöre!
      Alles andere hat jeder selbst zu verantworten.
    • freudenboten schrieb:

      Judas beging nicht Selbstmord, weil er treulos war sondern enttäuscht und verzweifelt. Er dachte wie Kain: "Meine Sünde ist zu groß..."

      Er erwartete ein "irdisches" Königreich Jesu.

      E. White ging es hingegen um Zurechtbringen ihrer Mitarbeiter/-innen.
      Das stimmt sicher auch, dass hier ein Erziehen und Lernen aus der fatalen Fehlhaltung von Judas gelernt werden soll und an der Art wie Jesus mit Judas umging.
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Bei Judas erscheint das Handeln wie vorhergesehen und lange schon bekannt....

      15 Und in diesen Tagen trat Petrus auf unter den Brüdern – es war aber eine Menge beisammen von etwa hundertzwanzig – und sprach:
      16 Ihr Männer, liebe Brüder, es musste das Wort der Schrift erfüllt werden, das der Heilige Geist durch den Mund Davids vorausgesagt hat über Judas, der denen den Weg zeigte, die Jesus gefangen nahmen;
      17 denn er wurde zu uns gezählt und hatte Anteil am gleichen Dienst.Apostelgeschichte 1

      Ob Jesus deshalb so anders reagiert hat, als bei dem Verrat von Petrus, den er ermutigt nch der Bekehrung die Brüder zu stärken?
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • freudenboten schrieb:

      E. White ging es hingegen um Zurechtbringen ihrer Mitarbeiter/-innen.
      So lange es noch geht sollte man es versuchen?
      Judas hatte eine Mission! Ich maße es mir nicht an die Worte Jesu zu bewerten....
      Matth.26
      20 Und am Abend setzte er sich zu Tisch mit den Zwölfen.
      21 Und als sie aßen, sprach er: Wahrlich, ich sage euch: Einer unter euch wird mich verraten.
      22 Und sie wurden sehr betrübt und fingen an, jeder einzeln, ihn zu fragen: Herr, bin ich's?
      23 Er antwortete und sprach: Der die Hand mit mir in die Schüssel taucht, der wird mich verraten.
      Es wussten alle wer der Veräter war!!! keiner hat IHN abgehalten,es war keine Gemeinschaft....
      24 Der Menschensohn geht zwar dahin, wie von ihm geschrieben steht; doch weh dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird! Es wäre für diesen Menschen besser, wenn er nie geboren wäre.
      Wenn sich Judas an diese Worte erinnert hat???
      25 Da antwortete Judas, der ihn verriet, und sprach: Bin ich's, Rabbi? Er sprach zu ihm: Du sagst es.
      Welch eine Frage von Judas? Für mich einfach dreist....
      Trotz Jesu Antwort hat er sein Ding durchgezogen.... Er war bereit für seinen Auftrag zu sterben...
    • Es geht nicht um die Frage, ob Gott seinen Plan durchführte sondern, ob Judas die Gnade Gottes hätte annehmen können. Das hätte er, wie jeder andere, Trotz seines Verrats.. ALLE Jünger waren Sünder "und ermangelten der Ruhmes..." (Römerbrief)

      Gott benutzt auch (trotzdem) die ungerechten Taten seiner Feinde, um seine Gerechtigkeit zum Sieg zu bringen.
    • Bogi111 schrieb:

      25 Da antwortete Judas, der ihn verriet, und sprach: Bin ich's, Rabbi? Er sprach zu ihm: Du sagst es.
      Welch eine Frage von Judas? Für mich einfach dreist....
      Ich denke, da missverstehst du, was die ganze Szene uns offenbaren will.

      Es geht nicht um die Dreistigkeit von Judas´ Frage (Jesus ist kein Götze), sondern um Herzensoffenbarung und Selbst-erkenntnis.
      Mit seiner Nachfrage offenbart er sich (und uns);
      die Frage "Bin ich´s, Rabbi?" ist auch für uns Leser und Leserinnen, die wir ihm ja nachfolgen.
      Jesu Antwort: Du sagst es.

      Die Bibel ist ein Buch, dass nicht nur wir lesen, sondern die Bibel liest uns auch.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)