Kindertaufe

  • Ich hatte gerade neulich ein Gespräch mit einer jungen Katholikin, die ihr Kind taufen lassen will. Als ich erzählte, dass wir unsere nicht als Kinder taufen ließen, aber christlich erzogen haben und diese sich jetzt als Erwachsene taufen lassen, musste ich erstmal erklären, was die Taufe überhaupt bedeutet.

    Die Menschen taufen doch kaum aus studierter Überzeugung, sondern weil es so üblich ist und irgendwie dazu gehört oder noch wegen der späteren Konfirmationsgeschenke in guter Erinnerung geblieben ist.

    Mich würde wirklich interessieren wie die Statistik aussähe und wieviele Menschen überhaupt begreifen, was die Taufe ist. Kommt wohl auch sehr auf die Pastoren an, die eine Gemeinde "leiten".

    Als ich mich mit 16 taufen ließ, hab ich auch nicht 100% alle Theologie, die die Taufe umfasst begriffen.

  • Die Menschen taufen doch kaum aus studierter Überzeugung, sondern weil es so üblich ist

    Das ist richtig und ein Erbe aus der Zeit, als das eben noch flächendeckend üblich war.

    Dementsprechend wird das heute zunehmend überdacht und viele Eltern (rk und ev) taufen die Kinder nicht mehr, sondern sagen,

    die sollen das später mal selbst entscheiden. Das passiert ALLES bereits.

    Natürlich wirst du zur genüge auch noch solche finden, die das einfach machen, weil "man das so macht" oder weil Taufe/ Kirche halt schön is (ebenso wie bei Hochzeiten). Ja, gibt es alles.


    Zum Ablauf betreffs einer Taufe:

    der Pfarrer spricht mit den Eltern (getauft, konfimiert/ gefirmt) und es ist vorausgesetzt, dass die Kinder im christlichen Glauben erzogen werden.

    Dies wird ebenfalls am Tauftag - vor versammelter Gemeinde - den Eltern nochmals gesagt.


    Sprich: Wenn es dort Unwissenheit gibt, dann liegt das erstmal nicht an der Kirche. Die Kirche informiert darüber, was diese Sachen sollen und bedeuten.

    Wenn du einer solchen Katholikin begegnest, dann ist das natürlich kümmerlich, aber es ist - offen gestanden - IHR Problem.

    Es gibt auch eine nicht zu bezwingende Ignoranz von Menschen. Die hören das, was man sagt, und sind, als hätten sie es nie gehört.

    Das wird heutzutage übrigens immer schlimmer. Man spricht und denkt sich ne Woche später: Meine Güte. Hast du überhaupt zugehört?

    Vielleicht schreien gewisse Prediger deshalb so, weil sie es anders nicht mehr ins Hirn der Leute kriegen ...


    Diese Ignoranz von Menschen hindert aber zunächst nicht, die Kinder aufzunehmen, und das hat Gründe,

    die nicht nur mit Kirchenfinanzen zusammenhängen, sondern mit einem Verständnis von Kirche.


    Diese Situationen, die man heute noch unter Landeskirchlern erlebt, sind Relikte aus einer Zeit, als Landeskirche noch Norm war.

    Das ändert sich gerade, aber dieser Prozess dauert eine Weile.


    Es wird diese Kirchen irgendwann so nicht mehr geben. Momentan wird das noch vom Staat mit gehalten,

    weil der Staat die Kirchen WILL. Denn sie sind maßgebliche Werte- und Kulturträger -und vermittler.

    Auch wenn viele heute sagen, das sei doch Quatsch, aber sie sind es immernoch.

    Und wenn irgendwo das Unglück geschieht, dann gehen die Leute in ne Kirche.

    Sie gehen nicht in die Turnhalle, wo der Humanistische Verband seine Jugendweihen feiert und sie gehen auch nicht in die Freikirche,

    denn die ist viel zu speziell und abgegrenzt in der Regel, sondern die Leute gehen in die Kirchen (katholisch oder evangelisch).

    Jene Kirchen, die so mies sind, die nur unser Geld wollen, die nur Handlanger der Politik sind, usw. In jene Kirchen gehen die Leute dann.


    Warum? Weil wir wissen, wie man sowas macht. Weil wir jahrhunderte Erfahrung darin haben, Geburt, Liebe/ Ehe, Trauer und Tod zu begleiten und zu gestalten. Weil es dazu (noch) kaum Alternativen gibt.


    In einer Reportage sagte die Moderatorin im Gespräch zu einer Religionswissenschaftlerin:

    "Wofür braucht man das eigentlich noch? Dann bestattet man seine Leute halt selbst und macht eine Veranstaltung dazu!"

    Die Religionswissenschaftlerin erwiderte: "Damit tun sie sich keinen Gefallen, glauben Sie mir! Sie wissen nicht, was das bedeutet, sowas zu tun und den Rahmen dafür selbst zu gestalten. Sie brauchen dafür die Erfahrung von Menschen, von Gemeinschaften, die sowas tun können, die eine Sprache dafür haben, die eine Liturgie dafür haben, die das schon lange machen! Sie können nicht einfach nen Loch buddeln und den Verstorbenen dort reinlegen und das wars halt ..."


    Die Alternativen gewinnen auch immer mehr an Erfahrung und irgendwann wird das anders dominiert sein.

    Aber aktuell ist es noch so: wir dominieren.

    Kann man sich drüber aufregen, aber so ist es halt.

  • Es hat zwar nichts mit der Taufe zu tun: Aber gehen nicht die Menschen dorthin, wo sie sich Hilfe erhoffen? In Krisensituationen sucht man doch Ort, Menschen, Gruppierungen auf die einem Halt geben können und da geht man in der Regel an einen Ort, Person oder Institution die man kennt. Ich stelle das ja auch bei uns fest, da gibt es Menschen, die kommen Jahrelang nicht und wenn sie ein grösseres Problem haben, dann sind sie plötzlich wieder im Gottesdienst, die gehen dann nicht in eine RKK oder Evangelische Kirche, die kennen sie zu wenig. Man kann diese "Regenschirm" Mentalität verurteilen aber es kann ja auch sein, dass man erkennt, das der Glaube eben mehr als ein Notschirm ist. Ich stehe ja des öfteren an der Türe und ich freue mich immer wenn ich jemanden sehe, der schon lange nicht mehr im Gottesdienst war. Klar ich freue mich über jeden der kommt, aber es ist ein wenig wie beim verlorenen Sohn, bei "Rückkehrern" freue ich mich immer besonders und es ist mir dann auch egal, warum die plötzlich wieder in den Gottesdienst kommen.


    Bezüglich Taufe: Man kann lange sagen, die Kindestaufe sei Quatsch, aber bei den meisten, die christlich erzogen wurden, bleibt dann doch etwas hängen. Was das Einzelne daraus macht, das ist jedem selbst überlassen.

  • Man kann diese "Regenschirm" Mentalität verurteilen

    Ich sehe das mittlerweile so: Ja, dann komm unter den Regenschirm.

    Diese Leute gehören auch dazu. Was soll ich denn ständig beurteilen oder kritisieren, ob und wie gläubig einer ist oder ob er bleibt oder wiederkommt, oder sonstwas.


    Unser Anliegen ist ein anderes: das Evangelium zu vermitteln. Unter diese "Masse" fallen auch jene, die dann eben so sind und leben,

    und halt nur für den Regenschirm kommen. Dann lass se doch.


    aber bei den meisten, die christlich erzogen wurden, bleibt dann doch etwas hängen.

    Allerdings.

  • ... mir ging es um Deine Aussage der Erbsünde!

    Wenn jesus Mensch war dann wird er die auch geerbt haben..... !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!?????????????

    Versuch es mal in diese Richtung zu denken...

    Deswegen hat ja die RKK das Dogma von der Erbsündenfreiheit der Gottesmutter Maria – biblisch aus Lukas 1,28 („Du bist voll(er) der Gnade!” sagte der Erzengel Gabriel (laut Vulgata-Bibelübersetzung!) zu Maria von Nazareth und wollte damit ausdrücken dass JAHWEH Maria als einzigen Menschen von der Erbsünde bewahrt habe, damit auch von menschlicher Mutter-Seite Jesus als Mensch vollkommen von der Erbsünde frei sein konnte!) abgeleitet!

    Ich möchte diesem biblisch begründbaren Marien-Dogma – im Gegensatz zu dem der »immerwährenden Jungfrau Maria« – nicht unbedingt widersprechen ... auch als Protestant nicht ...!

  • Es gibt auch eine nicht zu bezwingende Ignoranz von Menschen. Die hören das, was man sagt, und sind, als hätten sie es nie gehört.

    Das wird heutzutage übrigens immer schlimmer. Man spricht und denkt sich ne Woche später: Meine Güte. Hast du überhaupt zugehört?

    Das empfinde ich genau auch so und es ist mir unbegreiflich, macht aber auch deutlich, dass es nicht unsere Überzeugungskraft ist oder an irgendwelchen Bemühungen liegt, die Christen meinen tun zu müssen, sondern eben an der Gnade, die Gott dem Menschen gibt. Umso dankbarer darf man sein, wenn da und dort etwas hängen bleibt, auf das ein Mensch weiter aufbauen kann.

    Es ist auf jeden Fall ein wichtiger Schritt, dass ein Mensch sich bewusst für die Nachfolge entscheidet und begreift, was der Unterschied zwischen Geschöpf und Gotteskindschaft ist. Eine Erwachsenentaufe bezeugt halt diesen Schritt von Seiten des Täuflings aus und wirkt eben auch auf diesen in ganz anderer Weise zurück. So hab ich das jedenfalls erlebt, denn ich bin ja quasi sowohl als Kind, als auch in Eigenentscheidung getauft worden.

    Interessant aber der Mechanismus, der eintritt, wenn die eigentlich nicht wirklich Gläubigen Leute die Traditionen verteidigen anfangen. Selbst wenn man diese gar nicht angreift.

    Was mich interessieren würde ist, ob es ein wirklich schlagkräftiges Argument gegen eine Taufe gibt, die der Vater dem Kind "gibt" oder wenn der Täufling keiner bestimmten Kirche beitreten möchte, weil er sich verschiedenen Kirchen und ihrer positiven Elemente verbunden fühlt. Im Grunde ist Gemeinschaft auch Freundschaften mit Gläubigen doch ebenbürtig zu einer Beheimatung in nur einer Kirche, oder?

    Nachdem es viele Leute gibt, die auch außerhalb der Kirchen, an Gott und Jesus glauben, muss es doch auch möglich sein diese als eigene "Gruppe" zu sehen. Hauptsache die Brüder und Schwestern im Herrn helfen sich und beheimaten sich in Jesus und untereinander, muss ja nicht immer eine Form haben.

  • Ich möchte diesem biblisch begründbaren Marien-Dogma – im Gegensatz zu dem der »immerwährenden Jungfrau Maria« – nicht unbedingt widersprechen ... auch als Protestant nicht ...!

    Aber Du erkennst schon das man vieles hinbiegen und erklären kann... aber wozu?

    Ist es nicht einfach dahin wieder zu kommen für jeden Gläubigen wo die Apostel waren....wer will mich richten...außer Jesus?

    Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Joh. 3,16

  • Nachdem es viele Leute gibt, die auch außerhalb der Kirchen, an Gott und Jesus glauben, muss es doch auch möglich sein diese als eigene "Gruppe" zu sehen. Hauptsache die Brüder und Schwestern im Herrn helfen sich und beheimaten sich in Jesus und untereinander, muss ja nicht immer eine Form haben.

    Natürlich geht das.

    Mein Großvater war aus der ev. Kirche ausgetreten, als Frauen darin zu predigen anfingen, denn das sei ja nicht "biblisch".

    Er hatte einen eigenen Kreis mit Gleichgesinnten und die haben sich regelmäßig getroffen, Bibel gelesen, Lieder gesungen, usw.

    Hauskreisgemeinde halt. So ca. 6-8 Leute etwa.


    Kann man alles machen. Wir leben doch in einem freien Land.

    Und Neue, die sich taufen lassen wollen, werden dann eben im Fluss oder im See getauft,

    wenn zwei heiraten wollen (vom offiziellen Standesamt mal abgesehen) tun sie das innerhalb dieses Kreises; kein Kirchengebäude halt, sondern Hauskreis (oder man mietet halt Kirchenräume, geht ja auch).

    Wenn einer aus der Gemeinschaft stirbt, bestatten die Leute ihn selbst. MUSS ja nicht die Kirche machen (in der ist man ja eh nicht mehr).


    Natürlich kann man das machen, Pfingstrosen. Machen auch manche so.

    Wer hindert einen daran? Heutzutage kein Thema mehr.

    Letztlich sind ja quasi einige freikirchliche Richtungen genau so entstanden.


    Wenn du bei deinen 6-8 Freunden bleibst, kannst du das so weiterführen.

    Wenn das 20, 30, 50, 80, 100, 200, 300 werden, dann musst du wieder organisieren und strukturieren, Regeln festschreiben,

    "Mitgliedschaft" regeln, Bekenntnis?, Ausschlussgründe?, Verbandsgröße?, Kooperationen?, Erziehung/ Kinder/ Nachwuchs?, etc.

    Und schwups: hast du eine Kirche mit allem drum und dran,

    und schwups: hast du Macht, mit allem drum und dran.


    Expandiert das nicht und man bleibt bei seinen 6-8 Leuten (mein Opa und seine Leute waren alles alte Männer und Frauen, die Kinder alle groß; die haben das für sich gemacht), stagniert das in theologischen Detaildiskussionen, Altersstarrsinn und stirbt letztlich irgendwann aus.

    Genau das ist mit seinem Kreis passiert: die sind alle tot mittlerweile.

    Natürlich kann man sagen: Hauptsache, mich hat´s erfüllt!


    Kann man alles so machen. Für wen es das Richtige ist.

  • Die zweite Adventbewegung nach dem 22.10.1844 wollte ursprünglich auch keine Kirche werden, sondern eine "christliche Sammlungsbewegung" bleiben. Aber ab 1860 - nach mehr als 1½ Jahrzehnten war man gezwungen sich als Verein zu organisieren, da oft Missionszelte geklaut wurden etc. 3 Jahre später wurde man dann 1863 eine offizielle Kirche der Siebenten-Tages-Adventisten, die 11 Jahre später bereits so groß in den USA war, dass man es wagte 1874 erste Missionare nach Europa zu senden.

    Heute – 148 Jahre später – ist man synodal-presbyterianisch (mehr oder weniger demokratisch) strukturiert mit einem starken Präsident, der aber offensichtlich die Kirchenstrukturen zentralisieren will und der nun leider offensichtlich nicht zu den reformerischen adventistischen Kräften gehört und eher zu den Strukturen des 19. Jahrhunderts zurückkehren will mit einer alle 5 Jahren tagenden mächtigen Generalkonferenz, die einheitliche Glaubenspunkte und Strukturen festlegt, welche keine Abweichungen (wie z.B. eine von den Landesverbänden zugelassene Frauenordination!) zulassen will!


    Mit etwa 22 Millionen getauften Mitgliedern zählt man zu den 7 größten christlichen Kirchen weltweit ... mit enormen Wachstum in Afrika und Asien aber schrumpfenden Zahlen in Nord-Amerika und Europa... (Im großen und ganzen könnte man von einer Erfolgsgeschichte in diesen benahe 160 Jahren adventistischer Kirchengeschichte sprechen!)

  • Keineswegs nur aus der Familientradition :

    Es muss immer wieder zumindest ein Grud für das Selbstständige im deutschen - deutschsprachigen Raum der STA erwähnt werden : Die "Getaufte Christengemeinde" in Vohwinkel im Rheinland hielt eine Hoffnung der nahen Wiederkunft ( Dokument aus 1848 !) und der Sabbatfeier (1856 !) ja, auch des Abendmahls und der Taufe und des Sabbatgottesdienstes und des eigenen ( !! ) Liederbuches und des Gemeindeausschusses und der Konventikel - - -und der "Lebensreform" ( !! ) aufrecht. Sie wusste um ihre geografisch - räumliche Beschränktheit, schloss sich auch deshalb auf den Rat einer Frau (Amelia Bormann ??) den SDA, von denen sie gehört hatten, an und lud dazu Erzberger aus Bern ein- - Von der kleinen Gemeinde gingen zumindest aus den Familien Drinhaus, Wegener und Dörner ( ? ) und Brückmann (und Eigenbrodts Familie) ein oder mehrere Prediger dann "hinaus" - -


    diese so etablierte Eigenständigkeit wirkt bis dato ( ! ) nach. Sie wurde mehrmals von Daniel Heinz und einmal von Erich Baumgartner in wissenschaftlichen, kirchenhistorischen Druckwerken angesprochen - -

  • Expandiert das nicht und man bleibt bei seinen 6-8 Leuten (mein Opa und seine Leute waren alles alte Männer und Frauen, die Kinder alle groß; die haben das für sich gemacht), stagniert das in theologischen Detaildiskussionen, Altersstarrsinn und stirbt letztlich irgendwann aus.

    Genau das ist mit seinem Kreis passiert: die sind alle tot mittlerweile.

    Natürlich kann man sagen: Hauptsache, mich hat´s erfüllt!


    Kann man alles so machen. Für wen es das Richtige ist.

    Ich denke aber die Zeit hat sich mittlerweile wirklich sehr geändert und ich gehe davon aus, dass es sich um eine Vorbereitungszeit auf das Kommen Jesu handelt, das dementsprechend Entwicklung voraussetzt und die kann , so wie ich es beobachte, oft besser stattfinden kann, wenn nicht eine ganze Gemeinde voller Besserwisser, gelegentlich auch abstoßender Heuchler und Organisation, die nur sich selbst vertritt,im Wege stehen. Man kann schon auch argumentieren, dass auch die Auseinandersetzung mit diesen Irrtümern wichtig ist, aber gerade junge Leute haben sicher keinen Grund mehr( soziale Bindung wie früher) sich das anzutun.

    Klingt schlimm, oder? Ist natürlich auch überspitzt. Du hast absolut recht damit, dass es nicht gerade fruchtbar ist, wenn Christen sich selbst nur mit ihrer Christlichkeit bedienen wollen, aber es war immerschon so, dass Gott Menschen hinzufügt und nicht Organsationen und die Art wie evangelisiert wird, ist ja offensichtlich auch in den Kirchen, denen die Menschen davonlaufen, erfolgreich. Auch wenn sie Kinder in die Gemeinschaft hinein taufen. Alles ist im Wandel und ich freue mich echt auch auf die kommende Zeit, denn man kann ja davon ausgehen, dass Jesus seine Herde aus allen Ställen ruft;-)

  • Genau aus diesem Grund sind Hauskreise und Kleingruppen sehr wichtig. Sie fördern Vertrauen und Zusammenhalt.

    Was unsere Jugendlichen benötigen sind bessere Vorbilder, denen sie folgen können.

    Es ist unsere Verantwortung, als Männer mit geistlicher Vollmacht solche Vorbilder zu sein.

    Zac Poonen

  • aber gerade junge Leute haben sicher keinen Grund mehr( soziale Bindung wie früher) sich das anzutun.

    Klingt schlimm, oder?

    Nein, ist vollkommen verständlich.


    Ich verstehe Kritik und auch den Überdruss den Kirchen gegenüber voll und ganz.

    Ich denke ganz oft genauso wie die Leute heute.

    Gleichzeitig versuche ich, beide Seiten zu sehen und sehe auch, dass ich in eine Geschichte eingebunden bin, aus der ich nicht einfach heraus kann.


    Ich komme aus dieser Kulturgeschichte, ob ich das mag oder nicht,

    und dieses "Christentum", das ich mir selbst manchmal gerne ausmale, existiert nicht.

    Es existiert nur in meinem Kopf und ich nehme es mit mir.


    Bestensfalls ist das eine gute Reflexionsfläche,

    schlechtestenfalls projiziert man Erwartungen auf andere, die man selbst gar nicht erfüllen kann.

    Da muss man immer mit achtgeben.

  • Bestensfalls ist das eine gute Reflexionsfläche,

    schlechtestenfalls projiziert man Erwartungen auf andere, die man selbst gar nicht erfüllen kann.

    Da muss man immer mit achtgeben.

    Das ist wahr.Erwartungen sind ja auch oft der Grund warum alte Leute auf junge zugehen und meinen, dass sie das Recht hätten ihre Kritik los zu werden, auch wenn sie keinerlei Beziehung zu dem jungen Menschen pflegen.

    Man müsste meinen, dass meine Generation aus diesen schlechten Erfahrungen gelernt hätten, aber es kommt leider immernoch vor, dass man die Begleitung ins Christenleben eben falsch versteht. Deshalb ist das alles schön gemeint, wenn die Erwachsenen zum Beispiel bei der Kindertaufe dazu aufgerufen werden, dass sie die Kinder christlich erziehen sollen, aber doch anscheinend zu wenig besprochen, was und wie die Begleitung aussehen soll.

    Aus der Praxis aber sieht man, dass es gut ist, wenn man für die Kinder und Jugendlichen immer ein Ohr hat. Die Ohren fehlen, das Zuhören, Mentoren,auch die christozentrische Verkündigung und Inhalte des Evangeliums scheinen ja zu fehlen, auch im Religionsunterricht. Was da bei Umfragen für eine Unkenntnis herrscht, das ist echt erschreckend.

    dieses "Christentum", das ich mir selbst manchmal gerne ausmale, existiert nicht.

    Es wäre ja schon ein Fortschritt, wenn die Betonung zu 99 %darauf gelegt würde, dass man Nähe zu Gott braucht und ersehnen darf.

    Der übrig bleibende Prozentpunkt ergibt sich dann von selbst......;-)

  • Dies ist nun der Argumente eines aus der beaknnten Gruppe der Apologetik :


    Da denke ich und schaue ich in einer Etymologie der deutschen Sprache :


    "Taufe " - / "taufen" - - - - - was schon Wulfila so oder so übersetzt hat ( ! ) - - Tiefe, eintauchen, tief eintauchen - - im Bergbau "teufen" - -

  • Ich habe lediglich aus einer Etymologie die Enstehung / Herkunft des deutschen Kunstwortes "Taufe" heraus zitiert - - - es soll sich schonm uin Wulfilas Bibel gefunden haben- -


    (Im Enghlischen heisst es ja mit einem Lehnwort "baptism"


    (Das von der" Teufe" iim Untertagbergbau wusste ich sowieso - - )

  • Expandiert das nicht und man bleibt bei seinen 6-8 Leuten (mein Opa und seine Leute waren alles alte Männer und Frauen, die Kinder alle groß; die haben das für sich gemacht), stagniert das in theologischen Detaildiskussionen, Altersstarrsinn und stirbt letztlich irgendwann aus.

    Genau das ist mit seinem Kreis passiert: die sind alle tot mittlerweile.

    Natürlich kann man sagen: Hauptsache, mich hat´s erfüllt!


    Kann man alles so machen. Für wen es das Richtige ist.


    Kann man sicherlich. Der Grundgedanke von Kirche oder Gemeinde sollte aber schon sein, dass man das, was man von den voherigen Generationen ererbt hat, auch an spätere Generationen weiter gibt.


    Das Lied, dass es mir als Kind vedeutlicht hat war der damals moderne Song:


    Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt, fährt durch das Meer der Zeit.

    Das Ziel, das ihm die Richtung weist, heißt Gottes Ewigkeit.

    Das Schiff, es fährt vom Sturm bedroht durch Angst, Not und Gefahr,

    Verzweiflung, Hoffnung, Kampf und Sieg, so fährt es Jahr um Jahr.

    Und immer wieder fragt man sich: Wird denn das Schiff bestehn?

    Erreicht es wohl das große Ziel? Wird es nicht untergehn?
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  • :):) Solange der Herrr Jesus seine GEMEINDE und sein Stellvertreter der Heilige Geist seine KIRCHE leitet, solange wird „das Schiff, das sich Gemeinde nennt, nicht untergehn!” :):)