Umgang mit Drogen: Alkohol, Nikotin...

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Umgang mit Drogen: Alkohol, Nikotin...

      Als ich neulich in einem Getränkesupermarkt einkaufen war, sah ich auch die Alkoholabteilung: 1,5-Literflaschen hochprozentigen Wodka, Cognac, Whiskey (Jack Daniels-Flaschen), Rumflaschen, Schnaps aller Art. Damit hätte ich mich umbringen können. 2 Wodkaflaschen und ich bin tot, denn 6 Promille Alkohol im Blut sind schon tödlich, also 6 Tropfen pro Liter Blut. Man kann sich an einem Abend umbringen oder schleichend über viele Jahre hinweg. Es ist klar, dass Problem ist der Mißbrauch, aber die Grenzen sind fließend und manch einer ist an das Cognacglas am Abend schon gewöhnt oder an die vielen Biere. 10 Millionen alkoholgefährdete Männer und Frauen gibt es allein in Deutschland - Tendenz steigend.
      Beim Rauchen muß man das statistische Risiko berücksichtigen. Wenn ich jeden Tag zwei Schachteln Zigaretten rauche, ist die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass ich vorzeitig an Lungenkrebs sterbe (oder eine andere Krebssorte macht sich breit). Ich kann mit 40 Jahren als Nichtraucher an Lungenkrebs sterben oder so alt wie Altbundeskanzler Helmut Schmidt werden, obwohl ich rauche. Als Raucher lebe ich aber gefährlich (ich kann auch Blasenkrebs bekommen oder Krebs im Mund- und Rachenbereich, was sehr grausam ist).
      In Zeiten des Internets gibt es zusätzliche Suchtgefahren: Internetpornographiesucht z.B. nimmt zu. Diese Droge ist ebenso wie Alkohol überall jederzeit in Unmengen verfügbar. Dann gibt es noch Ecstasy, Koks, LSD, Cannabis usw. usf.

      Alles dies destabilisiert die Psyche und beschädigt mehr und mehr die persönliche Beziehung zu Gott. Beim Rauchen weiß ich nicht. Gibt es auch katholische Priester, die Zigaretten rauchen ? Beim Rauchen behält man wenigstens vorerst noch einen "klaren Kopf", was man beim Alkohol ja nicht sagen kann. Die Sucht bindet mich auf jeden Fall und macht mich nicht frei. Durch die Erfüllung der Sucht, die nach mehr und mehr verlangt durch Dosissteigerung und sich nie zufrieden gibt, werde ich nicht glücklich. Im Gegenteil: Die Pforten der Hölle öffnen sich und saugen mich hinab in die Kammer der Schrecken.

      Manche behaupten, dass der Glaube an Jesus Christus eine "Ersatzdroge" ist. Aber ich kenne selbst einen Alkoholiker, der durch seinen Glauben an Gott von seiner Sucht frei kam und psychisch stabilisiert ist. Gut er nimmt auch Medikamente. Aber ich habe seinen Arztbrief gelesen und da steht ausdrücklich drin wie wichtig sein Glaube für seine psychische Stabilität und seine Gesundung ist. Ich meine nicht, dass Religion eine Droge ist, das hat damit nichts zu tun. Wir alle kennen Karl Marx "Opium für das Volk", angeblich betäubt sich ein Teil der Arbeiterklasse mit Religion um das ausbeuterische kapitalistische System ertragen zu können. Das meine ich allerdings nicht. Ich sehe das anders als Karl Marx (der wie Darwin an Gott verzweifelte angesichts des Leidens in der Welt). Es geht um eine tiefe Sehnsucht des Menschen und nach seinem Bedürfnis "hinter unsere Welt zu blicken", Sinn zu erfahren.
    • Jede Sucht ist ein Suchen, nach sich selbst, nach seiner wahren Identität, wer bin ich, woher komme ich, wo gehe ich hin. Wo ist mein Ursprung, im Grunde sucht man nach seinen wahren Leben, das Gott ist.
      Hat man sich in Gott und im Glauben an Christus gefunden, dann ist man angekommen und das Suchen hört auf, weil man sich gefunden hat.

      Es gibt viele Süchte außer Alkohol und Drogen, Essen, Kaufsucht, es gibt auch Sucht nach Anerkennung, nach Liebe, Gefallsucht, Arbeitssucht und vieles mehr.
      Nicht nur äußere Süchte, sondern auch geistige Süchte, aber im Grunde ist es immer die Sehnsucht nach Gott, wenn sie auch oft abgelehnt wird.
    • Alkohol ist Zellgift, der zerstört die Zellmembran, woran Zelle kaputt geht. Deswegen benutzt ja auch so gerne Alkohol als Desinfektionsmittel.

      Problem ist aber vor allem das, dass es bei einem nach langem Alkoholkonsum noch keine Sucht kommt, die Gesundheitsfolgen kommen natürlich immer dazu, bei einem anderen kann es schon nach einem Gas passieren und dann ist es für die Person die Höhle los. Die Persönlichkeit ändert sich, die Ehen gehen meistens kaputt, die Leute landen auf die Straßen, die haben kein Leben mehr!!! alles was sie dann noch erwartet ist ein Alkoholabhängiges qualvolles Leben, ohne Zukunft.

      Ich denke es ist genug Gründe da um es sich ganz gut mit dem Alkohol zu überlegen.
      Gruß
      Sunlight
    • Wenn ich hier aufzählen würde, was einen so schädigt... wäre die Liste lang, denn es kann einfach alles sein, was man so tun kann. Im Übermaß oder im Mangel!

      Schaut man sich den Verfall der Gesellschaft mit den nicht mehr vorhandenen Werten an, geht die Liste ins Unermessliche.
      Es ist zu einfach zu sagen: Bäääh die blöden Drogen! Nein! So geht das nicht.
      Ist es so verwunderlich, wenn eine Person in einer hohen Stellung mit zu großer Verantwortung bei 50 Std-Woche am Kokain bedient, um durch zu halten?
      Kann man es verstehen, wenn ein engagierter Lehrer bei überfüllten Klassen abends seinen Alkohol trinkt, um abzuschalten?
      Was lernen Kinder, wenn ihnen dieser Suchtmittelkonsum so leicht überall begegnet?
      Nicht zu unterschätzen ist auch der Missbrauch an Medikamenten und Psychopharmaka. Die werden wahllos verschrieben, ich weiß das aus eigener Erfahrung. Schnell rutscht man da in ein Netz der Abhängigkeit. Weil niemand mehr Zeit hat, den Gründen nachzuforschen. Weil Ärzte ihren Patienten nur 7 Minuten im Schnitt zuhören können. Weil man leistungsfähig sein muss in Schule, Beruf und Studium.

      Dies ist die Geschichte einer Gesellschaft, die fällt und während sie fällt, sagt sie, um sich zu beruhigen, immer wieder: Bis hierhin liefs noch ganz gut. Bis hierhin liefs noch ganz gut. Aber wichtig ist nicht nur der Fall... Sondern die Landung!
      Und wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat.
      Gott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibt der bleibt in Gott und Gott in ihm
      1. Johannes 4, 16
    • Ich denke wir machen es uns sehr einfach, wenn wir immer bezüglich Drogen, Süchten etc. auf "die da draussen" mit dem Finger zeigen. Wenn´s um diese Themen bei uns geht kommt meist immer der Alkohol zur Sprache und wir können uns aufregen (zumal wir dann ja kaum selbst betroffen sind). Wie siehts aber mit Arbeitssucht aus? Fleiss ist ja auch bei uns eine Tugend und wir sind immer hoch erfreut wenn einer in der Arbeit für die Gemeinde aufgeht. Was ist aber wenn das plötzlich zum Selbstzweck wird und derjenige/diejenige tatsächlich ein Workaholic ist und sich in der Arbeit (dann meistens nicht nur in der Gemeindearbeit sondern allgemein) aufreibt? Was ist wenn jemand zwanghaft bei allem und jedem zwanghaft abcheckt ob das was er ist auch tatsächlich 150 %ig gesund ist und plötzlich das essen gar nicht mehr geniessen kann? Was ist mit Bulimie oder magersüchtigen Mädels bei uns? Werden die überhaupt bemerkt? Die Leute die Internetsüchtig sind. Und und und....

      Wir sollten nicht immer auf die da draussen zeigen. Sucht ist auch in der Gemeinde ein Thema und zwar eines das weitgehend ziemlich tabuisiert wird. Es ist sicher richtig auf die Schädlichkeit von Alkohol und Nikotin hinzuweisen (ja lieber Adriano, Zigaretten etc. sind ein reines Gift ohne jeden Nutzen, noch nicht mal das bisschen Nutzen was in Wein drinsteckt - und nebenbei bemerkt genauso gut in Traubensaft und bei dem sind dann die negativen Folgen nicht vorhanden - hat Nikotin. Rauchen führt zu nichts ausser Raucherbein, Lungenkrebs und mit Verlaub es macht einsam, denn einen Raucher zu küssen ist in etwa so erotisch wie eine Mülltonne zu küssen. Das sage nicht nur ich oder die Wirtschaft - warum gerade die denn, die profitiert doch davon nur - das sagt jeder Arzt, selbst die die einem Wein als gesundheitsfördernd andrehen). Aber wir täten gut daran uns der Wahrheit zu stellen: es gibt genug Adventisten die auch süchtig sind, aber das verschweigt man dann doch lieber und schießt sich auf die Trinker ein....
    • Sucht ist ein sehr großes Problem, vorallem in unserer heutigen Zeit des totalen Leistungsdrucks. Sucht wird häufig als Ventil benutzt, um seine Probleme zumindest für eine kurze Zeit zu vergessen und der Überforderung zu entfliehen.

      Mit Suchtkranken zu arbeiten ist eine große Herausforderung, denn die Entzugssymptomatik ist nicht ohne. Immer wieder kommt es zu Rückfällen vorallem was den Alkohol betrifft.

      Probleme treiben einen in die Sucht und da kann uns nur Gott helfen herauszufinden! Wenn man es immer wieder alleine versucht, dann wird man rückfällig.
      Fürchte dich nicht, ich stehe dir bei! Hab keine Angst, ich bin dein Gott! Ich mache dich stark, ich helfe dir, ich schütze dich mit meiner siegreichen Hand! Jesaja 41, 10 adventistslogosmiley142
    • @Daniela:
      Hallo Daniela,Du hast vollkommen recht,nicht alleine versuchen.Andere Gläubige-in der Gemeinde ansprechen.Und sich immer bewußt sein:unser Helfer ist GOTT.
      Ein Beispiel:Ein erfahrener Bruder klagte in der Brüderstunde,dass er nicht vom Rauchen loskomme.Gegenfrage eines anderen Bruders:Hast Du dafür schon zu GOTT gebetet?
      Der Raucher tat dies,in der Gebetsstunde und auch allein zu Hause.
      Ab sofort rauchte er nicht mehr!
      Das kann natürlich nicht generell im Ergebnis so schnell sein.Aber unbestritten:Gebet ist nötig.
    • @binich: Ja ohne Gebet geht's schon mal gar nicht. Wir müssen lernen Gott ALLE unsere Probleme anzuvertrauen und damit meine ich vorallem mich. Häufig versucht man sich da alleine durchzuschlagen und wundert sich warums nicht klappt, aber Gott ist unser Vater, zu wem sollen wir gehen, wenn nicht zu Ihm? Und je mehr Leute für einen Beten desto mehr Kraft bekommt man (kenne ich aus eigener Erfahrung). Der größte Schritt ist die Einsicht, dass man überhaupt ein Problem hat und Lösungen schickt Gott einem :)

      Man benötigt auch Menschen, denen man sich anvertrauen kann und die hinter einem stehen. :) Leider gibt es immer noch zu viele Menschen, die die begannen Fehler einem ständig hinter her tragen und mit dem Finger auf einen zeigen. Jeder Mensch verdient eine neue Chance, dies muss ich mir auch immer wieder sagen, denn wie schnell verurteilt man eine Menschen?
      Fürchte dich nicht, ich stehe dir bei! Hab keine Angst, ich bin dein Gott! Ich mache dich stark, ich helfe dir, ich schütze dich mit meiner siegreichen Hand! Jesaja 41, 10 adventistslogosmiley142
    • Daniela schrieb:

      Man benötigt auch Menschen, denen man sich anvertrauen kann und die hinter einem stehen. Leider gibt es immer noch zu viele Menschen, die die begannen Fehler einem ständig hinter her tragen und mit dem Finger auf einen zeigen. Jeder Mensch verdient eine neue Chance, dies muss ich mir auch immer wieder sagen, denn wie schnell verurteilt man eine Menschen?
      Weißt du Daniela,

      viele Menschen haben ein großes Problem mit dem Vergeben. Oder auch nur mit "bereute Fehler in Liebe zudecken". Manchmal hilft ein verständnisvolles Gespräch. Manchmal werden die Fehler anderer leider auch dazu benutzt,um die eigenen Fehler klein zu halten. Denn nur wenn der andere "böser" ist als ich, kann mich mich "gut" fühlen, mag so mancher meinen.

      Du bist aber auf dem besten Weg unterwegs. Wirf die Sorgen auf den Herrn, er wird nicht zulassen, dass du Wankend wirst. Und Gott sagt: Wenn deine Sünden auch rot wie Scharlach sind, weiß wie Schnee will ich sie werden lassen.

      Freuen wir uns, dass Gott nicht nachtragend ist. Denn seine Güte und Gnade brauchen wir. Menschen sind nicht so großzügig wie Gott. Geben wir auch solchen Menschen die Chance, die Liebe Gottes kennenzulernen. Vielleicht brauchen die gerade diese Personen, die heute eventuell noch mit dem Finger auf dich zeigen.

      Liebe Grüße

      Nachtperle
    • Was jetzt Sucht und Gemeinde angeht: Ich bedauere, das so viele Geschwister zuerst da sind mit dem Finger darauf zu zeigen (da schau her der Bruder/Schwester trinkt, raucht etc. etc., ja warum läßt die Gemeinde das zu?), aber so wenige wenn´s darum geht den Betroffenen zu helfen... Auch bei uns ist manchmal der Splitter im Auge des anderen viel wichtiger als der Wald von Balken in unseren eigenen...
    • Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) weist darauf hin, dass Männer nicht mehr als 20 und Frauen nicht mehr als zehn Gramm Alkohol pro Tag aufnehmen sollten. Zehn Gramm Alkohol steckten in einem „Drink“, zum Beispiel ein Glas Bier, Wein oder Schnaps. Würde diese Menge nicht überschritten, wären zahlreiche Krebsfälle vermeidbar. Bei Männern könnten 90 Prozent und bei Frauen 50 Prozent der alkoholbedingten Krebskrankheiten und Krebstodesfälle verhindert werden. Das seien etwa 720.000 Krankheits- und 430.000 Todesfälle weltweit. Zur Krebsprävention wäre es also am besten, gar keinen Alkohol zu trinken.
      Dieses Fazit zögen die Autoren einer aktuellen Übersichtsarbeit. Sie fassten Ergebnisse von Meta-Analysen zu den Krebskrankheiten zusammen, für die Alkohol als Risikofaktor gelte. Im Vergleich zum Verzicht oder zu gelegentlichem Trinken sei starkes Trinken mit einem besonders hohen Risiko für Mund-, Rachen- und Speiseröhrenkrebs verbunden: Täglich vier oder mehr Drinks erhöhten das Risiko um 400 Prozent. Das Risiko für Kehlkopfkrebs sei etwa um 150 Prozent, das für Dickdarm- und Brustkrebs um 50 Prozent und für Bauchspeicheldrüsenkrebs um 20 Prozent erhöht. Auch bei geringem Alkoholkonsum von einem Drink pro Tag sei das Risiko für bestimmte Krebskrankheiten höher, und zwar um 20 bis 30 Prozent für Mund-, Rachen- und Speiseröhrenkrebs. Das Risiko für Leberkrebs wäre ebenfalls erhöht.
      Bei allen untersuchten Krebslokalisationen bestehe eine Dosis-Wirkungsbeziehung: Je mehr getrunken werde, desto höher steige das Risiko. Das Brustkrebsrisiko beispielsweise steige pro zehn Gramm Alkohol pro Tag um jeweils sieben Prozent.
      (C) & Quelle
      stanet.ch/apd/news/3110.html
      Ich diskutiere nicht! Das Leben ist viel zu kurz dafür ...

    • Wie einige Internetmedien berichten ist nun eine über Jahre andauernde Fälschung von wissenschaftlichen Berichten zur Wirkung von Alkohol. Die Rede ist hier vom amerikanischen Weinforscher Dr. Dipak, sowie der Universität Conneticut. Den Berichten zur Folge wurden Jahre lang Ergebnisse verfälscht und manipuliert um dem Wein und Bier positive Wirkung auf die Gesundheit zuzusprechen. Das Bekanntwerden dieser Tatsache führte dazu, daß die Universität sich vom Wissenschaftler getrennt hat.

      Daß dies aufgedeckt wurde wird wahrscheinlich keine besonders große Auswirkungen haben. Zu gern hatten Menschen solch pseudowissenschaftliche Aussagen gesehen und gehört, denn damit lässt sich der eigene Alkoholkonsum rechtfertigen.

      Bericht 1

      Bericht 2

      Bericht 3
      Ich diskutiere nicht! Das Leben ist viel zu kurz dafür ...

    • Das sind alamierende Zahlen.

      Leider ist es ja so, dass die Menschen das erst wahrhaben wollen und eventuell auf Alkohol und Nikotin verzichten, wenn es zu spät ist. Ich höre immer wieder, "sterben musst du mit und ohne Alkohol". Ist es dann wirklich so weit, würden sie jedes Opfer bringen, um den Krebs zu besiegen.

      Alleine schon, wenn man dieses Zeugs nicht nur verniedlicht, sondern sogar als Gut und als Belohnung hinstellt, muss man sich wundern. "a gutes Zigaretterl", oder ein "feines Schlückchen"

      ***
    • Flower.Child schrieb:


      [...] Webseite eines Adventisten aus der Adventgemeinde Grevenbroich mittels Google-Suche gefunden.
      [...]


      Danke für den Hinweis. Der Text ist nicht uninteressant; aber ich muss sagen, dass ich die Argumentation in dem Text stellenweise für schlecht halte. Der Vortragsredner sagte beispielsweise: "Der sündlose Sohn Gottes inmitten einer angeheiterten oder gar betrunkenen Hochzeitsgesellschaft ist unvorstellbar." Ich finde dieser Satz ist eine Beleidigung für klar denkende Menschen und schlicht eine unvernünftige oder bewußt verlogene Argumentation.

      Ich vermute, der Redner merkt schon gar nicht mehr, dass er voreingenommen argumentiert. (Mal abgesehen von dem typisch adventistischen Herumgeeier um Wein und unvergorenen Traubensaft.) Der Redner hatte allem Anschein nach von Vornherein eine feste Einstellung zu dem Thema und legt daher vieles willkürlich so aus, dass eben herauszukommen scheint, was er auf alle Fälle belegen wollte.

      Anderes Beispiel aus diesem Vortrag: "Nach 2. Petr. 1:6 zählt zu den christlichen Tugenden auch die 'Mäßigkeit'. Diese Wortform in der Lutherbibel führt aber leicht irre. Das griechische Wort im Grundtext wird folgendermaßen übersetzt: Enthaltsamkeit (Elberfelder), Selbstbeherrschung (Menge), Entsagung (Allioli). Das bedeutet: Zu den christlichen Tugenden gehört die Enthaltsamkeit, der Verzicht auf schädliche Dinge; heute bezeichnen wir dies in der Alkoholfrage als 'Abstinenz'." Ich glaube nicht, das dies in Täuschungsabsicht geäußert wurde; wäre dies so, würde ich es Demagogie nennen. Der Redner stellt fest, dass ein Wort aus 2. Petr 1, 6 so übersetzt wird:

      [table='Elberfelder, Menge, Allioli'][*]Enthaltsamkeit [*]Selbstbeherrschung[*]Entsagung[*][/table]
      Was schließt der Redner daraus? Dies: "Das bedeutet: Zu den christlichen Tugenden gehört die Enthaltsamkeit, der Verzicht auf schädliche Dinge; heute bezeichnen wir dies in der Alkoholfrage als 'Abstinenz'." Das ist nichts anderes als eine unzulässige Schlußfolgerung; Menge, ein penibler, gewissenhafter Altphilologe übersetzte eben "Selbstbeherrschung", das heißt es ist nicht eindeutig von Enthaltsamkeit die Rede. Da der Redner aber schon lange bevor er seine Argumente zusammensuchte, genau wußte, was dabei herauskommen muß, schließt er, was er schließen möchte. Auf ... komm heraus, und das ist auch der Geist, wenn man verfälscht.

      Ich muß leider sagen, dass ich solche Argumentationen von der Kanzel immer wieder mal höre; auch von STA-Predigern. (Letzthin habe ich in einer anderen Kirche auch so eine Predigt gehört: Um die Glaubensvorstellungen zu rechtfertigen, wird man phantasievoll, raffiniert, kleinlich und spitzfindig; aber um Glaubenszweifel zu widerlegen, argumentiert man zur gleichen Zeit mit phantasielosen, groben, simplen Schwarz-Weiß-Argumenten.)

      Trotzdem danke ich Flower.Child für den Hinweis auf den Text.

      Grüße
      Daniels
      Im übrigen trinke ich privat so gut wie keinen Alkohol und habe nicht einen Tropfen Alkohol im Haus, nur wenn man mich dazu drängt oder ich mal so etwas wie Herzrasen habe, trinke ich gelegentlich -- eher mit Skepzis -- ein Bier.
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Daniels ()

    • 2. Petrus 1, 6

      Nach 2. Petr. 1:6 zählt zu den christlichen Tugenden auch die 'Mäßigkeit'. Diese Wortform in der Lutherbibel führt aber leicht irre. Das griechische Wort im Grundtext wird folgendermaßen übersetzt: Enthaltsamkeit (Elberfelder), Selbstbeherrschung (Menge), Entsagung (Allioli). Das bedeutet: Zu den christlichen Tugenden gehört die Enthaltsamkeit, der Verzicht auf schädliche Dinge; heute bezeichnen wir dies in der Alkoholfrage als 'Abstinenz'.

      Ich hab' mal nachgeguckt, wie andere renommierte Bibelübersetzungen 2. Petr 1, 6 wiedergeben.

      [table='Welche Bibel, übersetzt wie'][*]Schlachter 2000[*][...] in der Erkenntnis aber die Selbstbeherrschung, in der Selbstbeherrschung aber das standhafte Ausharren, im standhaften Ausharren aber die Gottesfurcht, [...][*]Neue Genfer Übersetzung [*][...] zur Erkenntnis Selbstbeherrschung, zur Selbstbeherrschung Standhaftigkeit, zur Standhaftigkeit Ehrfurcht vor Gott, [...][*][/table]
      "Prüft alles und, was gut ist,
      das behaltet. Aber was böse ist,
      darauf lasst euch nicht ein..."

      1. Thessalonicher 5, 21.22

      "Wähle das Leben, damit du lebst."
      5. Mose 30, 19
    • Ich vermute, der Redner merkt schon gar nicht mehr, dass er voreingenommen argumentiert. (Mal abgesehen von dem typisch adventistischen Herumgeeier um Wein und unvergorenen Traubensaft.) Der Redner hatte allem Anschein nach von Vornherein eine feste Einstellung zu dem Thema und legt daher vieles willkürlich so aus, dass eben herauszukommen scheint, was er auf alle Fälle belegen wollte.

      Anderes Beispiel aus diesem Vortrag: "Nach 2. Petr. 1:6 zählt zu den christlichen Tugenden auch die 'Mäßigkeit'. Diese Wortform in der Lutherbibel führt ab

      Damit wären wir dann doch mitten in der Diskussion.

      Jesus wird mit Sicherheit keine Sauferei gefördert haben, dass passt überhaupt nicht zu dem Charakter unseres Heilandes.
      Sicherlich hat jeder eine andere Sichtweise darüber, was ein guter Charakter ist oder was zu Jesus passen würde; glücklicherweise lässt uns da die Bibel aber nicht im Stich:

      Daniel 1,8
      Daniel aber nahm sich in seinem Herzen vor, sich mit der feinen Speise des Königs und mit dem Wein, den er trank nicht zu verunreinigen; er erbat sich vom obersten Kämmerer, dass er sich nicht verunreinigen müsse.

      Diese Bibelstelle ist doch recht leicht zu verstehen, warum sollte also Wein etwas Gutes sein?

      „Der Wein macht zum Spötter, das starke Getränk macht wild, und keiner, der sich damit berauscht, wird weise.“ (Sprüche 20,1)

      „Schau nicht darauf, wie der Wein rötlich schimmert, wie er im Becher perlt! Er gleitet leicht hinunter; zuletzt aber beißt er wie eine Schlange und sticht wie eine Otter!“ (Sprüche 23,31-32)

      So spricht der HERR: Gleich als wenn man Most in der Traube findet und spricht: "Verderbe es nicht, denn es ist ein Segen darin!", also will ich um meiner Knechte willen tun, daß ich es nicht alles verderbe, (Jesaja 65,8)


      Würde Jesus Alkoholkonsum fördern, wenn unser Leib ein Tempel des heiligen Geistes wäre?
      „Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des in euch wohnenden heiligen Geistes ist, den ihr von Gott empfangen habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört?“ (1. Korinther 6,19)

      „Ich sage aber: Wandelt im Geist, so werdet ihr die Lust des Fleisches nicht vollbringen. … Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, welche sind: Ehebruch, Unzucht, Unreinheit, Zügellosigkeit; Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Streit, Eifersucht, Zorn, Selbstsucht, Zwietracht, Parteiungen; Neid, Mord, Trunkenheit, Gelage und dergleichen, wovon ich euch voraussage, wie ich schon zuvor gesagt habe, dass die, welche solche Dinge tun, das Reich Gottes nicht erben werden. … Die aber Christus angehören, die haben das Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Lüsten. Wenn wir im Geist leben, so lasst uns auch im Geist wandeln.“ (Galater 5,16-25)
    • Ich fühle mich ohne Drogen viel besser.

      Bei mir ist es so: Ich rauche nicht und spare dadurch sehr viel Geld (bin auch weniger oft krank und erkältet ungeachtet des 94jährigen Zigarettenrauchers Helmut Schmidt, der ja eher von der Statistik her ein "Ausreisser ist", genauso wie ein Nichtraucher, der in jungen Jahren an Lungenkrebs stirbt, denn die Statistik und Wahrscheinlichkeitsrechnung sagt unzweifelhaft, dass Rauchen das Risiko erhöht, vorzeitig schwer zu erkranken, ein Raucherbein zu bekommen oder einen Schlaganfall, ja sogar Blasenkrebs !) und ich trinke niemals Alkohol, weil ich Alkohol nicht vertrage (Alkohol ist krebsfördernd und schwächt den Herzmuskel sowie das Gehirn). Es gibt ungefähr 10 Prozent der Bevölkerung, die Alkohol nicht vertragen. Ein Problem ist es allerdings, wenn man beruflich zu Betriebsfeiern eingeladen wird, an denen reichlich Alkohol angeboten wird und erwartet wird dass man mittrinkt ("Einer geht, einer passt noch rein !"), etwa Kümmerling, Malteserkreuz Aquavit, Bommerlunder mit Pflaume, Teqila mit Zitrone, Jim Bean Whisky usw. "Blau" und "voll wie eine Haubitze" verlässt man dann spät nachts das Lokal und wie kommt man nach Hause ? in Deutschland gibt es ein Millionenheer von Alkoholikern und viele profitieren finanziell von dieser Tatsache. Der Besizer und Franchisenehmer des EDEKA-Ladens nahe meiner Wohnung um die Ecke ist der "reinste Drogenhändler": Sein Alkoholangebot umfasst ein 100 Meter langes Regal, man kann alle Liköre, Schnäpse und auch Wodka günstig kaufen. Beinahe ebenso lang ist sein Regal zu Tabakwaren aller Art. Man kann sich mit billigen und teuren Zigaretten, Roth Händle ohne Filter, Gauloises, Zigarrenkisten aller Art, Pfeifentabaken usw. eindecken. Neulich kaufte eine Kundinvor mir zwei Stangen Marlboro für zusammen 96 Euro, dazu eine Flache Wodka Jelzin und einen Cognac- damit ist das Wochenende wohl gerettet. Es gibt zunehmend immer mehr Menschen, die sich allein daheim betrinken, sogar über Weihnachten.

      Also für mich sind die Blausäure haltigen Zigaretten ebenso "Rattengift" wie der Alkohol. Ich kannte einen Medizinprofessor, der dem Alkohol nahe stand. Er sagte einmal zu mir: "Cognac ist immer gut !" und schenkte mir reichlich ein, um einen vorübergehenden Schwächeanfall zu kurieren (ich habe niedrigen Blutdruck).

      Ich fühle mich ohne Drogen viel besser.