Warum greift Gott (scheinbar) nicht ein?

  • Warum ließ Gott Hananias und Saphira sterben?

    Warum ließ Gott soviel Trübsal für Paulus und die anderen Apostel zu?

    Warum ließ Gott zu, dass der Jünger Stephanus getötet wurde?

    Warum ließ Gott den Ephaproditus erkranken, der nach Aussage von Paulus fast gestorben wäre?


    Dazu Römer 8,29:

    "Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind."

  • An Bemo:


    Insofern, als das der Tod der beiden einen Nutzen für die Gemeinde hatte, denn der mutwillige Betrug war offensichtlich in den Augen Gottes ein schweres Vergehen und hätte - wäre er ungeahndet geblieben - der jungen Gemeinschaft geschadet, da - wie Paulus schreibt - ein wenig Sauerteig den ganzen Teig durchsäuern kann. Die Gläubigen mussten aber ein Vorbild für alle anderen Menschen sein.

    Dieses abschreckende Ereignis sollte die übrige Gemeinde davor bewahren, sich auf diese Weise zu versündigen.


    1. Korinther 10,11

    "1 Ich will euch aber, Brüder und Schwestern, nicht in Unwissenheit darüber lassen, dass unsre Väter alle unter der Wolke gewesen und alle durchs Meer gegangen sind;

    2 und sind alle auf Mose getauft worden in der Wolke und im Meer,

    3 und haben alle dieselbe geistliche Speise gegessen

    4 und haben alle denselben geistlichen Trank getrunken; denn sie tranken von dem geistlichen Felsen, der ihnen folgte; der Fels aber war Christus.

    5 Doch an den meisten von ihnen hatte Gott kein Wohlgefallen, denn sie sind in der Wüste umgekommen.

    6 Das ist aber geschehen uns zum Vorbild, dass wir nicht am Bösen unsre Lust haben, wie jene sie hatten.

    7 So werdet nicht Götzendiener, wie einige von ihnen es wurden, wie geschrieben steht (2. Mose 32,6): »Das Volk setzte sich nieder, um zu essen und zu trinken, und sie standen auf, um zu spielen.«

    8 Auch lasst uns nicht Hurerei treiben, wie etliche von ihnen Hurerei trieben: Und an einem einzigen Tag kamen dreiundzwanzigtausend um.

    9 Lasst uns auch nicht Christus versuchen, wie etliche von ihnen taten und wurden von den Schlangen umgebracht.

    10 Murrt auch nicht, wie etliche von ihnen murrten und wurden umgebracht durch den Verderber.

    11 Dies widerfuhr ihnen als ein Vorbild. Es ist aber geschrieben uns zur Warnung, auf die das Ende der Zeiten gekommen ist.

    12 Darum, wer meint, er stehe, soll zusehen, dass er nicht falle.

    13 Bisher hat euch nur menschliche Versuchung getroffen. Aber Gott ist treu, der euch nicht versuchen lässt über eure Kraft, sondern macht, dass die Versuchung so ein Ende nimmt, dass ihr's ertragen könnt."


    Manche Gläubigen nehmen diese Ereignisse als Ausrede, um ihr eigenes Scheitern zu rechtfertigen, statt daraus zu lernen (vor allem diejenigen, die meinen, dass wir nach wie vor Sünder wären und bleiben, bis der Herr Jesus wiederkommt....). Aber Paulus macht deutlich, dass sie dazu aufgeschrieben sind, damit wir daraus lernen und eben NICHT dieselben Fehler begehen und das Heil am Ende verlieren. Gottes Ziel ist schließlich, dass die Gemeinde der Gläubigen rein und untadelig vor ihm steht und von aller Sünde und Befleckung gereinigt wird. Der Tod von hannanias und Saphira war eine sehr strenge Maßnahme von Gott, um die Gemeinde zu züchtigen, damit sie nichtdenselben Fehler begeht, wie jene.


    Darum heißt es in Hebräer 12,4-11:

    4Ihr habt noch nicht bis aufs Blut widerstanden im Kampf gegen die Sünde

    5und habt den Trost vergessen, der zu euch redet wie zu Kindern (Spr 3,11-12): »Mein Sohn, achte nicht gering die Zucht des Herrn und verzage nicht, wenn du von ihm gestraft wirst.

    6Denn

    wen der Herr lieb hat, den züchtigt er, und er schlägt jeden Sohn, den er annimmt.«

    7Es dient zu eurer Erziehung, wenn ihr dulden müsst. Wie mit Kindern geht Gott mit euch um. Denn wo ist ein Sohn, den der Vater nicht züchtigt?

    8Seid ihr aber ohne Züchtigung, die doch alle erfahren haben, so seid ihr Ausgestoßene und nicht Kinder.

    9Wenn unsre leiblichen Väter uns gezüchtigt haben und wir sie doch geachtet haben, sollten wir uns dann nicht viel mehr unterordnen dem Vater der Geister, damit wir leben?

    10Denn jene haben uns gezüchtigt wenige Tage nach ihrem Gutdünken, dieser aber tut es zu unserm Besten, auf dass wir an seiner Heiligkeit Anteil erlangen.

    11Jede Züchtigung aber, wenn sie da ist, scheint uns nicht Freude, sondern Schmerz zu sein; danach aber bringt sie als Frucht denen, die dadurch geübt sind, Frieden und Gerechtigkeit."


    Ich hoffe, dass dies deine Frage beantwortet.

  • Gott greift nicht ein ?


    Einerseits ist es unglaublich erstaunlich, dass es überhaupt den Planeten Erde gibt mit einer unfassbar hauchdünnen Atmosphäre, der Leben trägt. Ausserhalb der Erdatmosphäre gibt es kein Leben mehr. Das Weltall ist leer und kalt. Die Sonne verbrennt alles in ihrer Nähe. Aber gerade die Sonne ist auch unsere Heizung und stellt der Erde beständig Energie zur Verfügung. Von diesen Sonnensystemen gibt es allein in unserer Milchstraße Hunderte Milliarden. Das Schöpfungswerk ist unfassbar gigantisch. Das bekannte Universum beherbergt Hunderte Milliarden Galaxien. Unsere Nachbargalaxie ist Andromeda, größer als unsere Milchstraße.

    Der Raum zwischen den Galaxien ist kalt und leer und ohne Leben. Dieser Raum ist nicht starr, sondern durchaus flexibel, schlägt Wellen und krümmt sich. Wenn im Weltraum unterwegs ist, kann in ein Loch "hineinfallen", ein "Black Hole" und auf Nimmerwiedersehen verschwinden. Aber genau genommen wird alles und jedes im Universum wieder verwendet und nichts verschwendet. Nichts stirbt wirklich, alles wird nur beständig transformiert. Womöglich ist unser Universum in eine übergeordnete Wirklichkeit eingebettet. Die Bibel verweist darauf, denn Gott ist kein Geschöpf unseres Universums. Aber gerade deshalb kann Gott "eingreifen" und dabei muss Gott sich nicht an die Naturgesetze unseres Universums halten. Es kann etwas geschehen, was nach unseren Naturgesetzen unmöglich ist. Gottes Eingreifen ist wie eine Ergänzung im Geschehen und schmiegt sich harmonisch in den Ablauf ein. Manchmal greift Gott ein, oftmals auch nicht. Dann lässt Gott den Dingen seinen Lauf. Tatsache ist, dass Krankheit, Leid und Tod nicht Gottes Wille sind. Gott hat für uns eine andere Zukunft vorgesehen.


    Hinter der Frage ob Gott eingreift steht auch die Frage der Schuldzuweisung gegenüber Gott. Gott hätte Schuld und sei verantwortlich, wenn beispielsweise ein Kind im Strassenverkehr totgefahren wird. Aber das stimmt nicht. Gott trifft keine Schuld. Oft wird behauptet, Gott hätte das Leben eines jungen Menschen vorzeitig beendet, das Leben eines Kindes genommen, weil es Gottes Wille sei. Aber das stimmt nicht. Der Tod ist ein Feind Gottes.

  • Der Vorwurf vieler Menschen lautet eher, warum Gott den Tod/das Leid einer Person nicht verhindert hat (was er, wenn er hätTe können, da er allmächtig ist)?

  • Hinter der Frage ob Gott eingreift steht auch die Frage der Schuldzuweisung gegenüber Gott.

    Nicht zwingend.

    Götter könnten eingreifen, auch wenn sie nicht Schuld an dem Unglück sind.


    wenn beispielsweise ein Kind im Strassenverkehr totgefahren wird.


    Bei einer schweren Verletzung könnte er es heilen.

    Oder könnte über hungernde Menschen Manna regnen lassen.

  • Hier werden Antworten auf diese und andere kritische Fragen von Menschen über Gott vorgeschlagen:


    http://www.yios.info/gott-und-leid

    https://www.yios.info/gottes-ziel


    Kurz:

    Gott möchte, dass wir unsere Verantwortung für den Zustand dieser Welt verstehen, dass wir die Auswirkung unseres selbstsüchtigen Handelns begreifen und ZU IHM UMKEHREN!

    DESHALB glaube ich, dass Gott manches Leid bewusst zulässt. Er könnte es ja schließlich zu jeder Zeit verhindern.

    Aber es bringt nichts, wenn man die Hand des Kindes von der Herdplatte wegzieht, wenn das Kind nicht von selbst begreift, dass die Herdplatte heiß ist und sie immer wieder anfassen will.


    Gleichzeitig gibt Gott denen, die ihn lieben und die ihm vertrauen, auch Zusagen, wie etwa, dass er uns versorgt, uns beschützt und uns in der Not hilft. Zum anderen kann erfahrenes Leid auch ein Mittel der Zucht sein, um Gläubige wieder auf den rechten Weg zurückzubringen. Denn Gott erzieht jeden, den er liebt, zu dessen Nutzen und nicht zu seinem Verderben, um ihn vor Schlimmerem - nämlich dem Tod zu bewahren, der jeden Menschen erwartet, wenn er ohne Gott lebt und sich nicht mit ihm versöhnen lässt.


    Nicht zu vergessen, kann Leiden und Sterben eines Gläubigen auch zur Verherrlichung des Vaters dienen, so, wie Jesus und die Apostel auch gelitten haben, um des Glaubens und um der Wahrheit willen. Dies ist aber kein Grund, zu wehklagen, wie der Herr uns zu verstehen gibt, sondern ein Grund zu jubeln und sich zu freuen.


    Wir sollten uns in jedem Falle - wie das Buch Hiob uns mahnt - hüten, Gott etwas zu unterstellen, was nicht den Tatsachen entspricht. Gott kann viele Gründe haben, weshalb er Leid über Menschen kommen lässt. Was jedoch sicher ist, ist, dass alles, was in dieser Welt geschieht, uns zu Gott führen soll, damit wir GERETTET werden und nicht verloren gehen!


  • Bei einer schweren Verletzung könnte er es heilen.

    Oder könnte über hungernde Menschen Manna regnen lassen.

    Ich denke Gott möchte manchem Menschen ein quälendes "Leben" ersparen...

    Den Kindern gehört das Himmelreich!!!

    Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Joh. 3,16

  • wenn man die Hand des Kindes von der Herdplatte wegzieht, wenn das Kind nicht von selbst begreift, dass die Herdplatte heiß ist und sie immer wieder anfassen will.

    Und wenn das Kind während eines Erdbebens erschlagen wird? Oder ist der Mensch prinzipiell immer schuld?

  • Weil es zur Würde des Menschen gehört, freie, eigene Entscheidungen treffen zu können.

    OK, das denke ich auch, aber hat das nicht nur sehr indírekt mit meinem Titel zu tun? Meinen Ansatz bezog ich auf zugelassenes LEID, das geht evtl aus dem Titel nicht hervor, sorry. Warum lässt Gott das Leiden von z.B. Opfern des Holocausts oder des 11. Septembers zu? Oder Warum greift Gott nicht eiin?, vgl meinen obigen Vorschlag an den Moderator - sofern du mit ihm einverstanden bist(?)

    Gott kann sowenig einen Amokläufer aufhalten Leid zu verursachen, wie auch nicht Erdogan ins Gewissen reden, wenn dieser aus Angst vor möglichem Machtverlust Kriegsleute nach Nordsyrien schickt.


    Kriegstreiber und /oder herrschsüchtige korrupte Diktatoren hatten und haben nur ihr Wohl, ihre Macht im Sinn und dienen dem Mammon und nicht Gott.


    Mt 6,24 Niemand kann zwei Herren dienen: Entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird an dem einen hängen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.


    Gott hat keinen Einfluss auf gott-loses Handeln. Ein Amokläufer ist in jenem Moment wo er gezielt oder wahllos Menschen umbringt einzig und allein unter dem Machteinfluss Gottes Widersacher. (wie es soweit gekommen ist, hat verschiedene Ursachen, aber wenn kein terroristischer Hintergrund, dann hat sich im Laufe der Zeit etwas das Frustfass zum Überlaufen gebracht.

  • Gott könnte sehr wohl eingreifen und er greift auch ein, wenn es um den Schutz seiner Kinder geht.

    Auch greift er sehr wohl auch ein, wenn es darum geht, dass die "Täter" gewarnt werden, sieh die Geschichte von Pontius Pilatus

    https://www.bibelkommentare.de/lexikon/4232/pontius-pilatus , auch Judas wurde von Jesus gewarnt.


    Heute denke ich oft, ob meine Beziehung zu Gott so eng ist, dass ich höre, was er mir sagt und mich vor etwas Bösem bewahren kann. Es gab viele Juden , die rechtzeitig alles stehen und liegen ließen, um ins Ausland zu flüchten. Viele waren gewarnt , aber glaubten dass noch alles alles gut gehen würde, wenn sie still und durchhalten würden.


    Warum in der Bibel Gott als letzte Instanz, auch dem Bösen Leben zum Handeln gibt, das hat einen so umfassenden Grund, der außerhalb unseres Denkens nur dann wohl sichtbar wird, wenn diese Erdgeschichte vorbei ist. Ich verstehe aber, dass ihm als Lebenserhalter zugeschrieben wird aktiv zu sein. Der Tod ist letztendlich ein Segen, weil er das Böse begrenzt.


    Wo der Sinn im zugelassenen Leid ist, kann maximal jeder für sein eigenes Leid ergründen versuchen. Die Logotherapie von Viktor Frankl ist aus diesen Fragen heraus auch entstanden. https://de.wikipedia.org/wiki/Viktor_Frankl


    Gott als einzig gute "Existenz" (nur Gott ist gut, sagt Jesus) ist für unser Denken doch nur in der Hingabe Jesus ein bisschen zu begreifen, nicht mit unseren eigenen Maßstäben zu bewerten.

  • An Wilmaed:


    Warum hat Gott das Kind, das David mit Batseba im Ehebruch gezeugt hat, sterben lassen?

    Konnte es etwas dafür?


    Warum Gott Kinder im Erdbeben umkommen lässt, kann nur er allein dir beantworten.