Sacharja 5: Bedeutung der 7. Vision - "Die Frau in der Tonne"

  • Hallo Allerseits,


    beim Studieren des Buches Sacharjas bin ich mit bei der Deutung der 7. Vision ( "Die Frau in der Tonne") nicht ganz sicher.


    Was denkt ihr ist hiermit gemeint:



    Was bedeutet diese Vision?
    Was ist ihre Aussage/Auslegung?


    Was symbolisiert die Frau in der Tonne und was die Frauen die die Tonne wegfliegen nach Schinar/Babylon?
    Was haben die Storchenflügel für eine Bedeutung?
    Was bedeutet die Tonne und der Blei-Deckel?
    Wozu einen Tempel in Schinar/Babylon für die Tonne mit der Frau bauen?


    Vielleicht könnt ihr mir bei ein-zwei Fragen helfen. Danke!

    Lg, franz


    ps: Sacharja wirkte ab 520 v.Chr. und war ein Prophet (u.a. für den Tempelbau in Jerusalem) nach der babylonischen Gefangenschaft...
    Zeitgenossen: Prophet Haggai. Hohepriester Jesschua/Jousa und Statthalter Serubbabel.
    .


    »Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei!« (Johannes 8:36)


    »Ich (Jesus) bin gekommen, damit sie das Leben haben und volle Genüge!« (Johannes 10:10b)

  • Kann es sein das damit der Kath.Kirche gemeint ist, die Hure (die Frau) und das auch in den Engelsbotschaften (Flügel) darauf hingewiesen wird. Die Gott und Gesetzlosigkeit der Welt.
    Einfach mal grob angerissen bzw. eine Möglichkeit in diese Richtung.

  • In dieser Version ist das abgefallene Juda gemeint und dessen falsche Propheten und gesetzlose Hirten. Nebukadnezar hat im Zuge der Zerstörung Jerusalems die armen Leute des Volkes zurückgelassen, aber die aus der Oberschicht führte er nach Babylon. In der Offenbarung wiederum wird zweimal auf die Bildhaftigkeit dieser Vision Bezug genommen, dass in der Zukunft (von Johannes aus gesehen) etwas ähnliches wiederum geschehen wird. Das ist Offenbarung 13, wenn die Frau in die Wüste flieht, und Offenbarung 20, wenn der Satan im Abgrund für 1000 Jahre eingeschlossen wird.

  • Am 9. Oktober 2017 hatte ich im Thema "Unverständliche Bibelstellen" den folgenden Beitrag verfasst zu " Frau in der Tonne" - Sacharja 5



    Ich versuche mal in dem Buch von Norbert Lieth über den Propheten Sacharja hierzu etwas nachzulesen -


    MfG
    NCH


    PS: Mein Versuch einer Auslegung: Die Tonne mit der Sünde und der Gottlosigkeit wird "zwischen Himmel und Erde" getragen - wohl von zwei Engeln (Michael + Gabriel?) - symbolische Darstellung des "zwischen Himmel und Erde" hängenden Jesus Christus, der alle diese Sünden (>>"Tonnenschwere" Last für den Sohn Gottes!<<)auf sich genommen hatte. Das sogen. "Haus", das der Sünde gebaut wurde, ist der Körper Jesu Christi, der diese mit seinem Leibe getragen hatte.

  • Der Bezug ist Offb. 12 (nicht 13!)

    Richtig. Danke für die Korrektur.


    Die "reine Frau" in der Wüste spielt auf das Exodusgeschehen an.

    Wieso "rein" ? Die Frau flieht ohne ersichtlichen Grund vom Himmel in die Wüste. Das sieht eher danach aus, als wenn sie freiwillig hinabgestiegen ist, denn im Himmel kommt der eben dort rausgeworfene Satan an sie wohl kaum heran. Die Wüstenwanderung Israels war quasi eine Strafe für ihren Unglauben mit dem Zweck, dass erst die Nächste Generation ins Gelobte Land komme. Außer Wüste sehe ich da keine Gemeinsamkeit. Noch nicht mal die Frau, weil das zwölfstämmige Volk eben nach Jakob/Israel, einem Man, benannt ist und der Name pars pro toto für dieses Volk steht.


    Offb. 20 der "gebundene" Satan entspricht dem Sündenbock in Lev. 16.

    Satan hat mit einem Bock überhaupt nichts zu tun. Dieser Zusammenhang kommt aus der künstlerischen Darstellung, die wiederum von der Offenbarung inspiriert ist. Es ist echt ein Skandal Satan zum Sündenbock zu erklären. Damit wird absolut das Opfer Jesu diskreditiert. Jesus hat das Gesetz erfüllt und ist des Gesetzes Abschluss. Es braucht keinen Satan der da noch eins drauf setzt.

  • Damit wird absolut das Opfer Jesu diskreditiert. Jesus hat das Gesetz erfüllt und ist des Gesetzes Abschluss. Es braucht keinen Satan der da noch eins drauf setzt.

    Das ist auch ein Problem für manche Adventisten..aus Satan wird Rom, Babylon, die Hure gemacht gemacht.....


    ...anstatt Jesus Liebestat zu leben und zu bezeugen....

    Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Joh. 3,16

  • Richtig. Danke für die Korrektur.

    Wieso "rein" ? Die Frau flieht ohne ersichtlichen Grund vom Himmel in die Wüste. Das sieht eher danach aus, als wenn sie freiwillig hinabgestiegen ist, denn im Himmel kommt der eben dort rausgeworfene Satan an sie wohl kaum heran. Die Wüstenwanderung Israels war quasi eine Strafe für ihren Unglauben mit dem Zweck, dass erst die Nächste Generation ins Gelobte Land komme. Außer Wüste sehe ich da keine Gemeinsamkeit. Noch nicht mal die Frau, weil das zwölfstämmige Volk eben nach Jakob/Israel, einem Man, benannt ist und der Name pars pro toto für dieses Volk steht.

    Satan hat mit einem Bock überhaupt nichts zu tun. Dieser Zusammenhang kommt aus der künstlerischen Darstellung, die wiederum von der Offenbarung inspiriert ist. Es ist echt ein Skandal Satan zum Sündenbock zu erklären. Damit wird absolut das Opfer Jesu diskreditiert. Jesus hat das Gesetz erfüllt und ist des Gesetzes Abschluss. Es braucht keinen Satan der da noch eins drauf setzt.

    Da hast Du etwas Wichtiges im Evangelium "weggelassen/unterschlagen":
    "...Und erlöse uns von ALLEM Bösen. "
    Gehört für Dich Lev. 16/Offb. 20 nicht zum Evangelium?

  • Gehört für Dich Lev. 16/Offb. 20 nicht zum Evangelium?

    Ich verstehe die Frage in dem Zusammenhang nicht. Levitikus ist Gesetz. Jesus hat es erfüllt. Er steht für alle Opfer. Er wurde in der Wüste versucht, musste außerhalb der Stadt leiden und sterben, ein Prophet gilt nichts in seinem Vaterland. Es gibt natürlich Motive und Symbole des AT in der Offenbarung, sie besteht im Wesentlichen daraus. Das Gesetz und die Rituale waren ein Schatten des Wahrhaftigen und dieses wiederum ist Christus.
    Die Passage aus dem Vater Unser bezieht sich nicht auf die Vernichtung des externen Bösen, sondern die Bewahrung des Inneren vor Einflussnahme durch das Böse. Nicht, dass nicht Leid und Drangsal käme, sondern das Leid und Drangsal uns nicht selber zu Bösen mache.

  • Römer 12,21 Laß dich nicht von dem Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit dem Guten.


    Den Sinn darf man nicht derart verdrehen, dass daraus Folgendes würde : "Lass dich nicht von bösen Menschen umbringen, sondern lass böse Menschen durch gute Menschen umbringen."

  • Das wäre die konsequente Hinein-Lesung, wenn du im Vater Unser die Rettung vor einem Externen Bösen hinein-liest.


    btw. : 2. Petrus 2,9 Der HERR weiß die Gottseligen aus der Versuchung zu erlösen, die Ungerechten aber zu behalten zum Tage des Gerichts, sie zu peinigen,


    "erlösen" = gr. ruomai (retten, bewahren, beschützen), wie im Vater Unser.

  • Das wäre die konsequente Hinein-Lesung, wenn du im Vater Unser die Rettung vor einem Externen Bösen hinein-liest.

    Ich denke auch, die Bitte im Vaterunser geht eher in die Richtung von Jesu Gebet für seine Jünger: Ich bitte nicht, dass du sie von dieser Welt nimmst, aber dass du sie bewahrst von dem Bösen.
    Zudem ist das Bewahrtwerden oder Erlöstsein von dem Bösen nicht immer zugleich das Ende allen Bösens; sondern bewahrt zu sein oder erlöst zu werden aus einem Übel, das geschieht vielfach auf der Welt und in einem Leben.


    Dass es sich auf das alltägliche Leben bezieht, geht in meinen Augen aus dem Text hervor:
    und lasse uns nicht in Versuchung gehe, sondern erlöse uns von dem Bösen - kai me eisenenkais hemas eis peirasmon alla rhusai hemas apo tou poneru


    Was die Vernichtung des Bösen letztlich angeht, wären andere Zeilen aussagekräftiger: Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden,
    und: Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.


    Aber man mag es auch so lesen wie freudenboten; ist ja nicht weiter schlimm eigentlich.

  • Es geht bei Jesu Bergrede/Mustergebet nicht nur ums "tägliche..." sondern "Trachet am ersten nach Gottes Herrschaft/Reich, also auch END-ERLÖSUNG.

    Freudenboten, glaubst Du wenn ich jeden Tag mit Jesus gehe, auch das Ziel erreiche?


    Was machst Du Dir einen Kopf um Morgen....Matth.6,25-
    Sorgt euch also nicht um das, was morgen sein wird! Denn der Tag morgen wird für sich selbst sorgen. Die Plagen von heute sind für heute genug!"


    Das Wort End-Lösung hatten wir schon bei den Nazis.....

    Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Joh. 3,16

  • Was ist für Dich die Botschaft der "Schlange" in Gen. 3?
    Die Botschaft ist EXTERN, obwohl die Schlange ein "Tier" war.

    Die Externen Faktoren gibt es natürlich. Es geht aber nicht darum, diesen aus dem Weg zu gehen oder sie zu eleminieren, sondern damit umzugehen. In der Anfangszeit meines Glaubenslebens dachte ich auch, dass ich mich als Eremit in die Wüste zurückziehen müsste, damit ich Gott dort unbeeinflusst dienen könne. Eine Auszeit kann mal ganz gut sein, aber das ist nicht die eigentliche Absicht von Gemeinde. Gottesdienst ist Dienst am Menschen, gelebte Liebe. Es ist unsere Aufgabe innerhalb dieser Welt und der verkehrten Geschlechte Zeugnis zu geben.