MUSIK AUS DEM NETZ: iTunes zu teuer? Jetzt kommen die Gratis-Dienste

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    • MUSIK AUS DEM NETZ: iTunes zu teuer? Jetzt kommen die Gratis-Dienste

      Es klingt fast zu schön, um wahr zu sein: Neue Musikdienste bieten Millionen Lieder kostenlos über das Internet an – werbefinanziert per sogenannter Streaming-Technologie. Diesen Montag startet ein deutscher Anbieter. Auch Platzhirsch Apple dürfte seinen iTunes-Laden noch in diesem Jahr umrüsten.

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      Das Kölner Startup-Unternehmen Simfy ([url]www.simfy.de)[/url] will den deutschen Musikmarkt aufmischen. An diesem Montag startet das Unternehmen seinen kostenlosen Musikstreaming-Dienst mit mehr als sechs Mio. Titeln. "Ein solches Angebot gibt es in Deutschland noch nicht", sagte Simfy-Mitgründer und Chef, Christoph Lange, WELT ONLINE.
      Im Gegensatz zum Kaufen und Herunterladen von Musikstücken können Nutzer beim Streaming Musik nur hören, wenn sie mit dem Internet verbunden sind. Simfy verfügt nach eigenen Angaben über 6,2 Mio. Musiktitel, die sich gezielt auswählen und anhören lassen. Mit Universal, Sony, Warner und EMI seien alle großen Musikmajors unter Vertrag. Finanziert wird der Dienst mit akustischer Werbung und Anzeigen auf der Website.

      Das Unternehmen hat 60 Mitarbeiter. Geldgeber sind unter anderem DuMont Venture und Early Bird.
      Zwar gibt es in Deutschland bereits zahlreiche Musik-Online-Shops, aber nur wenige Streaming-Dienste, bei denen im Gegensatz zu Internetradios gezielt nach Musik gesucht und diese dann abgespielt werden kann. In Deutschland sind vor allem noch die Holtzbrinck-Tochter Steereo, die Telekom-Tochter Musicload und Napster mit vergleichbaren Angeboten unterwegs. Allerdings verlangen sie dafür einen monatlichen Pauschalpreis zwischen drei und 15 Euro.
      Auch Simfy bietet eine Flatrate für knapp zehn Euro an. Dafür kann der Dienst mit einer eigens dafür entwickelten Software ohne Werbung auf Computer und auf Handys abgespielt werden. Für unterwegs gibt es sogar eine Offline-Option, so dass auch ohne Internet-Verbindung Musik gehört werden kann, die vorher in einen Zwischenspeicher geladen wurde.
      Deutsche Startups versuchen den Markt zu besetzen, bevor größere Konkurrenten hinzustoßen. Nachdem Apple das Unternehmen Lala im vergangenen Jahr gekauft hat, erwarten Beobachter einen Streaming-Dienst, der in Apples iTunes Store integriert wird.

      Auch das schwedische Unternehmen Spotify will seit einiger Zeit in Deutschland mit einer Flatrate loslegen, konnte sich aber bisher nicht mit der Verwertungsgesellschaft Gema einigen. Spotify zählt nach eigenen Angaben mehr als sieben Mio. Nutzer ins sechs europäischen Ländern. Aber 95 Prozent der Nutzer hören kostenlos Musik, nur fünf Prozent haben sich für den Premium-Dienst entschieden, bei dem wie bei Simfy ohne Werbeunterbrechung und auch auf dem iPhone ohne Internetverbindung Lieder abgespielt werden können. Vor allem wegen schneller und günstiger Internet-Verbindungen sowohl im Festnetz als auch im Mobilfunknetz werden die Streaming-Dienste zunehmend attraktiver, weil Nutzer zu jeder Zeit auf mehrere Mio. Titel zugreifen können.


      Quelle: WELT ONLINE

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