Meine Erfahrungen mit Siebenten-Tags-Adventisten

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    • Meine Erfahrungen mit Siebenten-Tags-Adventisten

      Hallo liebe Forumsmitglieder,

      ich habe zu Adventisten vor gut eineinhalb Jahren zum Ersten Mal Kontakt bekommen. Für mich als evangelischen Christen war einiges von dem das ich da kennenlernte ausgesprochen verblüffend. Aber darum, um Details, geht es jetzt nicht in meinem Forumsbeitrag. Was ich persönlich erlebte in dieser Zeit war unter anderem, dass STA mitunter ausgesprochen, nun, nennen wir es „ungut“ reagieren, angesichts Kritik an ihren Glaubensgrundsätzen und ihrer Gemeinschaft. Lasst mich deshalb hier voranstellen, dass dies keine Kritik sondern eine Frage, eine ernsthafte Frage, ist.

      Um diese zu stellen, muss ich ein wenig erklären.

      Mein Kontakt zu den STA begann als ich mich mit einer Frau anfreundete die ich schon lange, aber nicht wirklich gut kannte. Wir verliebten uns, wurden ein Paar, ich verließ meine Frau, zog von zu Hause aus. Ehebruch. Zweifellos. Wie das im Sinne der Bibel zu bewerten ist, daran habe ich keinen Zweifel. Aber ob „richtig“ oder „falsch“, das geschieht. Wie ich selbst festgestellt habe. In meinem Fall war es zumindest richtig mich von meiner Frau zu trennen, wie ich jetzt weiß, denn es geht uns beiden nun viel besser als zuvor.

      Was mich jetzt zu dieser Frage veranlasst, ist vielmehr was dann geschah. Diese Frau, sie ist Engländerin, das war sicher auch einer der Gründe für mein Verhalten, ich bin ein wenig anglophil, war zunächst, wie sie das selbst bezeichnete, ausgesprochen „enthusiastisch“, ich sehr zurückhaltend, bis ich schließlich dachte ich hätte die Frau meines Lebens gefunden. Ein paar Monate später war sie wieder einmal bei einem sogenannten „Hope4you“ Seminar der STA, sie ist dort seit ihrer Scheidung regelmäßig. Was mich überraschte war, dass sie mir danach erzählte, dass dort bei diesem Seminar jemand war der „genau ihr Typ“ sei, ich mir aber keine „Sorgen“ machen brauche, da dort „nur wenig Gelegenheit zu privatem Kontakt“ sei. „Merkwürdig, warum sagt sie das?“, dachte ich damals noch. Mit eben diesem Mann hatte sie sich dort eine Stunde lang über uns unterhalten. Das muss ein einschneidendes Erlebnis gewesen sein für sie. Denn jetzt hatte sie plötzlich große Angst, unter anderem dass meine damalige Frau ihr beruflich schaden könnte. Das klang gar nicht nach ihr.

      In den folgenden Monaten quälte sie mich immer mehr, mit weiteren unsäglichen Bemerkungen, mit ihrem Verhalten, mit einer absoluten und dabei ausgesprochen grotesken (weil es eh nicht mehr zu übersehen war) Geheimhaltung unserer Beziehung, so dass ich diese Beziehung, eben weil es eine solche am Ende gar nicht mehr war, schließlich beendete. Das war zweifellos in ihrem Sinn, sie war nur zu feige gewesen es mir zu sagen. Ich war ziemlich zerstört, denn ich dachte, nach allem was sie mir in der Zeit vor diesem Seminar geschrieben, gesagt hatte, sie liebte mich, und so ich hatte sehr viel eingesetzt für diese Beziehung.

      Was mich dann wirklich entsetzte war, dass sie, nachdem sie 2 Wochen später wieder bei diesem Seminar gewesen war, mich dann einfach austauschte. Sie hatte dort diesen Mann, der schon drei Monate zuvor „genau ihr Typ“ gewesen war, wieder getroffen, und weitere 2 Wochen später saß der auf dem Platz neben ihr in der Kirche der Adventgemeinde hier. Und nicht nur dort. Offenbar bot er ihr mehr als ich, er ist auch STA, arbeitet auch für die STA, an einer großen Schule der STA in Österreich. Das gefällt ihr zweifellos, sie trifft dort auf viele andere STA. Und das Problem des Ehebruches, und somit die Notwendigkeit der Geheimhaltung, gibt es jetzt auch nicht mehr für sie. Soweit kann ich das alles durchaus nachvollziehen.

      Dies alles war vor einem Jahr ein sehr intensives Erlebnis für mich. Inzwischen ist es nur mehr Vergangenheit, aber eine sehr interessante. Was mich wirklich interessieren würde ist was die Menschen in diesem Forum auf diese Frage antworten werden:

      Kann es sein, dass man STA nicht ganz zu unrecht nachsagt sie seien mitunter legalistisch?

      Kann es sein, dass so eine Glaubensgemeinschaft, aufgrund ihrer Geschichte, aufgrund ihrer Besonderheiten, aufgrund gewisser Widersprüchlichkeiten die zwangsläufig entstehen wenn Menschen sich in einer Wahrheit wähnen die nur sie besitzen, und somit „die Welt“, eben die Welt in der sie leben, als von Haus aus böse betrachten, aufgrund des ständigen Druckes ein möglichst perfekter Christ zu sein, und dabei dann doch immer wieder zu versagen, manche ihrer Mitglieder verändert, so dass diese selbstgerecht und beinahe schon autistisch Schaden anrichten, ohne das überhaupt zu bemerken?

      Kann es sein, dass das Leben, dass das Aufwachsen in so einer Gemeinschaft tatsächlich zu Legalismus, zu Werkgerechtigkeit führt? Zu eben jener Werkgerechtigkeit die Luther damals dazu veranlasste seine Kritik zu üben? Mir erscheint es so. Denn genau jene Art von Heuchelei erlebte ich hier nun selbst: Diese Frau von der ich schrieb war Sex durchaus nicht abgeneigt, ganz im Gegenteil, buchstäblich vom ersten Tag unserer Beziehung an, was ich anfangs eher als unangemessen empfand. Später schrieb sie mir aber, was ihre neue Beziehung betraf, und die war ja diesmal ein Adventist, fände sie man sollte mit „einem Freund nicht gleich in’s Bett springen“. Dabei hatte sie in dem Jahr seit ihrer Scheidung mit erstaunlich vielen Männern „herumgeschlafen“, wie sie es selbst ausdrückte. Etwas über das ich damals wie heute nicht urteile. Nur war es nun wohl angebracht linientreue STA zu sein. Zumindest so zu tun. Und dieser Österreicher, zweifellos auch solch ein „linientreuer“ STA, fand es offenbar angebracht, nachdem er meiner Partnerin richtig schön Angst gemacht hatte, das dann auch gleich zu nutzen. So offensichtlich hatte ich Doppelmoral noch nie erlebt.

      Kann es sein, dass so ein Leben in einer fundamentalistischen Gemeinschaft, und mit fundamentalistisch meine ich jetzt das „Wörtlichnehmen“ der Bibel, dazu führt, dass bei all der Wörtlichnehmerei der Sinn und die Botschaft eines Buches verlorengeht? Denn obwohl es zweifellos Ehebruch war was ich tat, habe ich meine Frau zwar verlassen, ihr zunächst auch sehr wehgetan damit, aber betrogen habe ich sie dabei nicht, ich sagte es ihr sofort. Offen und ehrlich. Und ich habe die Konsequenzen gezogen. Diese Engländerin aber, die, wie sie später sagte, solche Gewissensbisse hatte wegen des Ehebruches, fand nichts dabei sich diese Beziehung zu mir noch, für den Notfall, offenzuhalten, sie schrieb, dass sie so sehr unter der Trennung leide, und nicht wisse ob es richtig war, unsere Trennung – bis sie sicher sein konnte, dass es mit dem Österreicher geklappt hatte. Dann schrieb sie mir, „Der Mann der mit einer verheirateten Frau ins Kino geht“ (das tue ich mitunter), „entspräche nicht ihrer Vorstellung von dem Mann der sie liebt“. Dabei vergessend, dass sie, just an dem Tag als unsere Beziehung begann, das auch tat. Und nicht nur ins Kino. Ich fühlte mich jedenfalls, ich erinnere mich gut, ich fühlte mich, obwohl ich ja mit dieser Frau nicht „gesetzlich“ verheiratet war, betrogen wie noch nie zuvor in meinem Leben.

      Ich sehe hier gewisse Widersprüche. Und eine ganze Menge Heuchelei. Und eben auch Legalismus, denn dem „Gesetz“ nach war ja alles o.k. Ein Verhalten das, wie ich es sehe, eben auf dieser Unmöglichkeit beruht einerseits in einer Gemeinschaft zu leben die sich nicht nur „in der Wahrheit“ sieht, sondern die Wahrheit selbst zu sein beansprucht, und eben das, vollständig in dieser Gemeinschaft leben, tut diese Frau noch mehr als der Durchschnitt der STA, ihr Vater ist Prediger der STA in England, und so sie sie vollständig und nur in dieser Welt aufgewachsen, und anderseits doch irgendwann einmal Kontakt mit „der Welt“ zu bekommen. Und dazu ein ständiger verzweifelter Kampf gegen so manche Realität, die nur schwer zu negieren ist. Ich glaube der medizinische Fachausdruck für das was dann mitunter geschieht ist Schizophrenie. So sieht das jedenfalls für mich als „Außenstehenden“ aus. Ist das, von „innerhalb“ betrachtet anders?

      Und um Einem vorzubeugen, denn ich weiß wie sehr STA dazu neigen überall Gott ins Spiel zu bringen, diese Frau betrachtete mich zunächst als „ihr von Gott geschickt“: Ich meine jetzt nicht die theologischen Aspekte meiner Fragen. Denn inzwischen bin ich dieser Frau nicht mehr böse, ich betrachte das vielmehr als aufschlussreiche Erfahrung aus der ich vieles gelernt habe. Über mich, über Menschen überhaupt, über meinen Glauben - und auch über Freikirchen. Es war ein schwieriger Weg, aber nunmehr ist dies keine emotionale Angelegenheit mehr für mich, ich sehe diese Frau und diese Geschichte mit ganz anderen Augen als das vor einem Jahr noch möglich war, manchmal tut sie mir beinahe leid, und ich glaube manches wäre so nicht geschehen wenn sie nicht STA wäre.

      Viele Grüße von mir, und jetzt bin ich wirklich gespannt was ich als Antworten auf meine Fragen lesen werde.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Earnan ()

    • Nicht alle sind so...

      Hallo Earnan,
      erst mal Willkommen im Forum! ;)
      ich möchte dir folgendes schreiben:
      Wir sind Menschen und dadurch nie unfehlbar! In jeder Gemeinde, egal welchen christlichen Hintergrunds, wird es gewisse Spannungen geben, weil wir einfach alle verschieden sind.Der Glaube soll aber einen, zusammenführen und dir helfen, mit Gott zu leben. Aber ich denke über die Frau, dass es so Frauen in jeder Konvession gibt, du halt "zufälligerweise" eine STA Frau kennengelernt hast. Für mich persönlich klingt es ein bisschen so,(ich möchte wirklich niemandem zu nahe treten oder verletzen!) als ob sie nymphomanisch veranlagt ist und ihr das wichtiger als der echte Glauben ist, denn "normal" ist ihr Verhalten sicher nicht, und dadurch ich finde es nicht gut, dass du von einer Frau auf die gesamte STA Gemeinde schließt, dass ist unfair, weil es ganz sicher viel mehr ehrliche und offene und glaubende Geschwister/Freunde/Mitglieder gibt, die sich nicht so verhalten, wie du es beschrieben hast. Und ich wünsche dir, dass du sie kennenlernst! :)
      Stephi
      Eph. 2:8 Denn aus Gnade seid ihr gerettet worden durch den Glauben, und das nicht aus euch; Gottes Gabe ist es!
    • @Earnan:

      und ich glaube manches wäre so nicht geschehen wenn sie nicht STA wäre.

      Wir müssen festhalten, dass du eine schlechte Erfahrung mit der Frau gemacht hast, aber nicht mit STA. Zweitens, ist das Verhalten der Frau keineswegs mit der Lehre der STA konform. Ich weiß nicht, wie die Pastoren und anderen auf solche Dinge reagiert haben/hätten, wenn sie die Fakten wußten/wüßten, aber grundsätzlich ist dies eine Unzucht-Tat und gilt als schwere Sünde. Für solche Sünden schließt man aus der Gemeinde aus. Und das gilt nicht nur in der Advent-Gemeinde, sondern auch in vielen vielen anderen.

      Weiter muss man differenzieren zwischen dem, was die Adventisten lehren und dem, wie die Menschen diese Lehren verinnerlichen und ausleben. Es stimmt, dass viele Adventisten in Werksgerechtigkeit verfallen. Sie konzentrieren sich zu sehr an dem Gesetz und den Regeln. Oft geifen sie auf E-White zurück und zitieren "stückweise". In Wirklichkeit, hat E-White vor Werksgerechtigkeit, Fanatismus und Heuchelei sehr gewarnt. Die allgemeine Lehre der Adventisten ist die Betonung auf die Gnade aus dem Glauben und die Nächstenliebe, was viele Adventisten wahrlich missverstehen.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Stephis Ausführungen schließe ich mich an. Beziehungsdramen und Krisen sind überall in der Welt zu sehen. Nicht der Beruf, das Hobby, Politik oder sonst was, ist das, worauf das Leben und die Gesellschaft steht. Satan hat es auf die Partnerschaft, auf die Ehe angelegt. Hier kann er den Menschen am tiefsten treffen und die schlimmsten Konsequenzen verursachen..... mit dem Bestreben einer (endgültigen) Trennung von Gott.

      Wir leben nicht im Paradies, also kann KEINER bei KEINEM diesen Anspruch erheben, "Paradiesisch" sein zu müssen, (obwohl es natürlich super schön wäre). Der Teufel versucht am meisten dort zu zerstören oder ein falsches Licht zu produzieren, wo man sich Gott am nächsten befindet. So verfolgt er nicht die "Heidenvölker", sondern die "Israeliten", also das Volk Gottes (bildlich gemeint).

      Auch die STAs sind Menschen, keine Engel. Und wie schon gesagt wurde, solche und noch viel schlimmere Ehedramen spielen sich überall ab und gerade bei den STAs.
      David, der Liebling Gottes, hat auch Ehebruch begangen und darüber hinaus auch noch gelogen, geschwindelt, geheim halten wollen, gemordet. Aber deswegen hat er nicht aufgehört Gottes Liebling zu sein!!....Er hat aus tiefstem Herzen bereut und sich bekehrt. Gott straft Seine Kinder nicht, Er ERZIEHT sie.

      Das, was Du erlebt hast, sind nichts anderes als natürliche Konsequenzen einer (oder mehrerer) Sünden. Und zu sündigen "steht nun mal jedem zu". Zum Zweiten: "Die Ideologie ist nicht dafür verantwortlich, was die Menschen aus ihr machen."

      Gott möge Dir einen tiefen Frieden schenken.

      .
      :greet:


      Stofi empfiehlt:
      Das geistliche Babylon.
    • hallo, mein Erlebnis ist keine Glaubensgemeinschaft, ich hatte beruflich mit Menschen zu tun, wo man auch das erwartet, was sie von einen verlangen bzw. beanstanden, wenn es nicht dem vorgesehenen Gesetz enspricht, wo es auch Strafen und Verfügungen gibt.
      Und so war mein erstes Erlebnis eine Weihnachtsfeier. Und es wurde immer lustiger, es wurde sehr viel getrunken, aufeinmal hatte ich andere Menschen vor mir, nicht solche wie sie im Alltag waren und auch nicht solche, wie ich sie mir vorstellte.
      Den meine Erwartung an sie war, war sehr hoch, ich erwartete das sie das erfüllen, was sie vom anderen verlangten. bzw. das Gesetz verlangt.( sehr viel getrunken, was ist viel, wen man selber keinen Alkohol trinkt)

      Ich war irgendwie enttäuscht von ihnen und erzählte es am nächsten Tag meinen Mann und er gab mir als Antwort:
      "Schau das sind halt auch nur Menschen"
      Im laufe der Zeit habe ich meine Empörung für mich so gesehen, das auch ich Gottesgestze übertreten habe, so wie ich es den anderen zugedacht habe.

      Heute weiß ich, ich sah sie nur mit meinen Augen, aus meinen Erwartungen heraus, ich hatte von diesen Menschen ein gewisses Bild, so müssen sie sein weil sie das und das sind.....
      Ein anderer hat es sicher anders empfunden.

      So wird auch von den Adventisten, das verlangt, was in den Großkirchen nicht gelebt wird und bei denen es gang und gebe ist und wo niemand fragt und darauf schaut welcher Religion sie angehören.
      So sagte Jesus schon in der Bergpredigt: "Gib was du erwartest" ich hatte hohe Erwartungen an sie, aber habe sie selber nicht erfüllt. Da hat jeder seine Lebenssituationen, seine Fehler und Schwächen, und sieht nur daraus sein gegenüber.

      Haben wir unsere Sünden bereinigt, haben wir uns mit den Herrn weiter entwickelt, sehen wir die gleichen Situationen ganz anders, und wir glauben, die haben sich verändert, nein, wir haben uns verändert.
    • Hallo Stephi, hallo ihr anderen,

      danke, für Eure Antworten. Das war gut. Und nötig, mir das zu schreiben. Denn das hatte ich tatsächlich ein wenig gemacht, von einer auf alle schließen. Und das ist natürlich dumm, töricht, und beleidigend. Ich entschuldige mich dafür.

      Ich merke jetzt, da ich mich wieder mit dieser Angelegenheit befasse, wie sehr verletzt ich war, vor einem Jahr. Dabei hatte ICH den größten Fehler gemacht dabei: Jemandem vertraut, grenzenlos, ohne diese Person wirklich zu kennen. Aber das hatte seinen Grund, so etwas kommt nicht von ungefähr. Und es ist so übel, so schmerzvoll, so zerstörend, wenn man über Monate hinweg mitansehen muss wie eine Liebe Stück für Stück abserviert wird, wenn ein Mensch der selbst die Eifersucht in Person war, für den man sein ganzes Leben über den Haufen geworfen hat dann sagt: Das geht Dich doch gar nichts an was ich mache. Und was ebenfalls falsch war: Man sollte jemanden nicht verlassen wegen, für, und mit Hilfe einer anderen Person. Das hatte mir es erleichtert - auf Kosten meiner Frau. Denn für die war es so umso schlimmer.

      Und den Ehepartner sollte man eigentlich, wenn es irgendwie geht, gar nicht verlassen. Mag vielleicht alles auch daran liegen, dass ich "geheiratet" wurde. Dabei sollte, darf man, ein Eheversprechen weder leichtfertig geben - noch brechen. Ich glaube viele Menschen sind einfach zu jung, um das alles zu überblicken.

      Um auf meinen Beitrag zurückzukommen: Ich weiß, ich habe es ja selbst erlebt, dass es großartige, bewunderswerte Menschen gibt bei den STA. Und jetzt erlebte ich, dass es eben auch das Gegenteil gibt. Und es stimmt: Das ist überall so. Ich bin halt an jemanden geraten, der ganz am unteren Ende dieser Skala steht.

      Trotzdem glaube ich, dass so eine Gemeinschaft, anders als meine, die evangelische Kirche, für manche ihrer Mitlgieder die Gefahr birgt beschädigt zu werden. Zu emotionalen Krüppeln zu werden.

      Aber ich muss dabei "die Kirche im Dorf lassen". Das stimmt schon. Ich stimme mit vielem nicht überein was die STA vertreten. Muss ich ja auch nicht. Es ist so ein banaler Spruch, dass alles auch sein Gutes hat. Aber das lerne ich immer mehr: Es stimmt! Ich wäre beinahe, und das ist nicht übertrieben, zu Grunde gegangen an der Geschichte mit dieser Frau. Ich bin noch nicht ganz so weit, ihr das alles von ganzem Herzen zu vergeben. Ich empfinde schon ziemliche Verachtung für sie. Das geht nicht einfach so, zu vergeben, das ist anstrengend und es dauert. Aber dann werde ich eines Tages feststellen, dass ich nichts wertvolles verloren, sondern sehr viel gewonnen habe. Und meinen Glauben hat all das sehr gestärkt, unglaublich gestärkt, das spüre ich jetzt schon.

      Liebe Grüße.
    • @Ernan

      Du hast da jetzt sehr viele Punkte angesprochen(Bibel, STA, Glaube -betreffend) und du hast vieles über deine Gefühle und dein Privatleben erzählt, das zeigt, dass es dir sehr wichtig ist.
      Mir kommt es auch einwenig so vor, als musstest du mal diese Sache von der Seele reden und ich denke mal, hier gibt es genug Leute die dafür ein offenes Ohr haben.

      Man sollte nicht vergessen, dass es auch bei den STA schwarze Schafe gibt, ein Mitglied der STA zu sein ist keine Garantie dafür, dass man auch in den "Himmel" kommt.
      Jeder Mensch ist selbst für sein Seelenheil verantwortlich, das kann seine Glaubensgemeinschaft nicht übernehmen.

      Mein Kontakt zu den STA begann als ich mich mit einer Frau anfreundete die ich schon lange, aber nicht wirklich gut kannte. Wir verliebten uns, wurden ein Paar, ich verließ meine Frau, zog von zu Hause aus. Ehebruch. Zweifellos. Wie das im Sinne der Bibel zu bewerten ist, daran habe ich keinen Zweifel. Aber ob „richtig“ oder „falsch“, das geschieht. Wie ich selbst festgestellt habe. In meinem Fall war es zumindest richtig mich von meiner Frau zu trennen, wie ich jetzt weiß, denn es geht uns beiden nun viel besser als zuvor.


      War es sie jetzt deine Ehefrau oder nicht, denn hier schreibst du folgendes:
      Ich fühlte mich jedenfalls, ich erinnere mich gut, ich fühlte mich, obwohl ich ja mit dieser Frau nicht „gesetzlich“ verheiratet war, betrogen wie noch nie zuvor in meinem Leben.

      Wie wart ihr denn verheiratet, kirchlich oder überhaupt nicht, denn dann muss man sich die Frage stellen, ob es sich hierbei wirklich um Ehebruch handelt.
      Aber selbst wenn es sich nicht um Ehebruch handelt, war es dann sicherlich Unzucht, auch dagegen spricht sich die Bibel aus.
      Auch wenn es einwenig hart klingt, aber eine Tochter eines STA-Predigers sollte das ganz genau wissen.

      Denn jetzt hatte sie plötzlich große Angst, unter anderem dass meine damalige Frau ihr beruflich schaden könnte. Das klang gar nicht nach ihr.

      Ich glaube, jetzt stehe ich auf der Leitung, um wie viele Frauen geht es hier? ?(



      Was mich dann wirklich entsetzte war, dass sie, nachdem sie 2 Wochen später wieder bei diesem Seminar gewesen war, mich dann einfach austauschte. Sie hatte dort diesen Mann, der schon drei Monate zuvor „genau ihr Typ“ gewesen war, wieder getroffen, und weitere 2 Wochen später saß der auf dem Platz neben ihr in der Kirche der Adventgemeinde hier. Und nicht nur dort. Offenbar bot er ihr mehr als ich, er ist auch STA, arbeitet auch für die STA, an einer großen Schule der STA in Österreich. Das gefällt ihr zweifellos, sie trifft dort auf viele andere STA. Und das Problem des Ehebruches, und somit die Notwendigkeit der Geheimhaltung, gibt es jetzt auch nicht mehr für sie. Soweit kann ich das alles durchaus nachvollziehen.


      Kann sein, dass ich eine veraltete Denkweise habe, aber bei einer echten Liebe sollte es nicht ums "mehr bieten" gehen, oder?
      Bei Christen sollte diese materialistische Orientierung auch zweitrangig sein, ist nur meine Meinung.

      Kann es sein, dass man STA nicht ganz zu unrecht nachsagt sie seien mitunter legalistisch?

      Meinst du Gesetzesgerechtigkeit? Wenn ja, dann würde dies nichts bringen, wenn man mit dem Herzen nicht bei Jesus ist.

      Übrigens kannst du auch sicherlich deine Kritik den STA gegenüber äußern, wir haben nichts zu verbergen; letztendlich ist es nichts anderes als ein Bibelgespräch und ich weiß, dass wir Gottes Wort allein befolgen wollen.
      Denn wie heißt es so schön in der Bibel?

      So bringt jeder gute Baum gute Früchte, der schlechte Baum aber bringt schlechte Früchte. Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte bringen, und ein schlechter Baum kann keine guten Früchte bringen. Jeder Baum, der keine gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Darum werdet ihr sie an ihren Früchten erkennen.

      Matthäus 7,17-20
    • Hi Ernan:

      Auch wenn Du vielleicht extreme Erfahrungen gemacht hast, kann und muss ich Dir leider bestätigen, dass ich zur Zeit ähnliche Erfahrungen mache und es scheint mir, dass das Verhalten daher kommt, dass ein starker Druck von der Gemeinde, der Gemeinschaft herrscht, korrekt zu sein. Beziehungen mit Nichtadventisten werden teilweise als schlechten Einfluss auf den eigenen Bruder oder Schwester angesehen. Es ist aber glaub ich nicht nur für den Nichtadventisten hart sondern auch für den Adventisten in der Beziehung, der zwischen Liebe zum Partner und dem Druck der Gemeinschaft und somit dem Glauben hin und her gerissen wird. So erlebe ich es zumindest zur Zeit. In unserem Fall so ascheint es, ist die einzige Lösung dass ich oder meine Freundin konvertiert.

      Gruss
      DonDomi
    • Also ich kann keinen Druck diesbezüglich feststellen. Als ich meine Frau kennenlernte gabs damit keine Probleme. Ich habe sie auch hier in Deutschland in der o.g. Form so nicht erlebt. Womit ich nicht sagen will dass das überall so ist, ich war noch nie in einer extrem konservativen Gemeinde.
    • DonDomi schrieb:

      Hi Ernan:

      Auch wenn Du vielleicht extreme Erfahrungen gemacht hast, kann und muss ich Dir leider bestätigen, dass ich zur Zeit ähnliche Erfahrungen mache und es scheint mir, dass das Verhalten daher kommt, dass ein starker Druck von der Gemeinde, der Gemeinschaft herrscht, korrekt zu sein. Beziehungen mit Nichtadventisten werden teilweise als schlechten Einfluss auf den eigenen Bruder oder Schwester angesehen. Es ist aber glaub ich nicht nur für den Nichtadventisten hart sondern auch für den Adventisten in der Beziehung, der zwischen Liebe zum Partner und dem Druck der Gemeinschaft und somit dem Glauben hin und her gerissen wird. So erlebe ich es zumindest zur Zeit. In unserem Fall so ascheint es, ist die einzige Lösung dass ich oder meine Freundin konvertiert.

      Gruss
      DonDomi

      Es mag ja sein, dass man den Rat befolgen möchte: "Ziehen kein Joch mit Ungläubigen....". Denn das bringt früher oder später IMMER Probleme mit sich.

      Ansonsten muss man, wenn einer Gläubig ist, der anderen nicht, Kompromisse machen. Wenn Probleme kommen - und die kommen IMMER und in jeder Ehe/Partnerschaft - hat man nicht den Gleichen Weg der Lösung...der einer Betet Gott um Hilfe und Ausweg, der andere nicht,... die beiden können also nicht in EINEM SINNe, mit gleicher Überzeugung und gleichem Glauben gemeinsam zu Gott flehen....... usw, usw.

      Es ist nicht einfach so als Druck oder was abzutun. Denn die Geschwister machen sich schon Sorgen und Wollen eigentlich das Beste für die ihren (leider können das einige aber nicht so übermitteln). Man fühlt sich verantwortlich den Bruder/Schwester vor einem Fehltritt zu warnen.... auch das ist biblisch. Wenn man verliebt ist, ist man, bekanntlich blind und denkt, man hat die beste Entscheidung getroffen, "bei vollem Bewusstsein und mit klaren Augen".

      Aber die meisten Geschwister sagen ja eh nichts. Wenn Du so eine Erfahrung grade machst, dann vermute ich, dass es vielleicht nur eine Person ausgesprochen hat oder vielleicht 2? Die meisten wollen sich in Partnerschafts-Angelegenheiten nicht einmischen.

      Oder aber man hat selber schlechtes Gewissen oder ist man sich nicht so ganz sicher mit dem, was man tut, und schiebt das auf die Gemeinde..... was würde diese sagen, oder jene, was denken sie dann...?
      :greet:


      Stofi empfiehlt:
      Das geistliche Babylon.
    • Hi Stofi

      Jaja, es waren nur einer oder zwei, es waren mindest 2 Dutzend inkl. Pastor und allen die etwas zu sagen. Und wohlverstanden, auch wenn ich einen andern Glauben habe, so gibt es doch viele Punkte die ähnlich sind, wir teilen auch in dieser Hinsicht einige Gemeinsamkeiten. Probleme gibt es in jeder Beziehung, klar ist es einfacher, wenn beide die selbe Religion haben, das streitet auch niemand ab, aber dass es deswegen zu weniger Scheidungen kommt halte ich für ein Ammenmärchen.

      Gruss
      DonDomi
    • Ja, das sagte ich bereits: GRADE bei den STAs gibt es viel zu viele Scheidungen. Obwohl noch mehr eher total verzweifelte, unglückliche Ehen, die sich nicht wagen zu trennen....."weil man sowas nicht tut". verwirrtwegr

      Wenn Gott in Seinem Wort sagt, wir sollen kein Joch mit "Ungläubigen" ziehen, dann hat Er sich schon etwas dabei gedacht...nene, nicht gedacht, sondern ganz genau gewusst, dass es DESWEGEN zu sonst unnötigen Problemen kommt.

      Das Argument: "es gibt immer und überall Probleme".....ist irgendwie platt. Nur weil es immer Probleme gibt, muss ich sie bewusst noch vorprogrammieren?? Gott weist, was besser ist, und es liegt an uns, ob wir Seinen Rat in die Mülltonne werfen oder befolgen.

      Es geht nicht um einige Gemeinsamkeiten im Glauben (auch Atheisten glauben!!), im praktischen Leben geht es besonders um das, was unterscheidet. Da hängt sich der Teufel drauf und macht daraus üble Sachen.

      Man lebt vielleicht ´ne Zeit lang aus Gemeinsamkeiten, scheitert aber oft an den Unterschieden.

      pupillenefwd
      .
      :greet:


      Stofi empfiehlt:
      Das geistliche Babylon.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Stofi ()

    • Hallo ihr lieben, da ergibt sich für mich die Frage, gibt es bei den Adventisten keine religiöse Mischehen, Adventistisch-Katholisch, Adventistisch-Evangelisch, und so weiter, ist das auch gar nicht gewünscht oder siegt der stärkere und der eine geht, hm,ist das in Gottewillen?

      Es gibt auch viele Ehen wo nur einer an Jesus glaubt, und da gibt es eine Bibelstelle, wo es heißt, wenn nur einer den Glauben hat ist aber auch der andere gesegnet,
      das heißt wenn einer an Jesus glaubt und sein Evangelium. Weiß jemand wo diese Stelle steht ?

      @stofi, an was für einen Unterschieden scheitert es, hm, Gemeinsamkeiten waren dann gut oder nicht gut,

      Muß man wirklich alles miteinander machen, aufeinander kleben und den anderen die Luft zum schnaufen nehmen. Ich kenne einige die ihr Leben lange nicht in den Griff bekommen haben, weil sie nicht gelernt haben in der Ehe auch einmal allein zu stehen und dann starb ein Partner und der zurück gebliebene wußte nichtmal wie man einen Zahlschein ausfüllt, geschweige einzahlt.

      Gott fragt sicher nicht an welcher Religion ist deine EHE gescheitert, sondern an welcher Sünde bist du gescheitert.
    • Zuerst eine kurze Antwort an Nebula: Ich kann Dich beruhigen, Nebula: Du stehst nicht auf der Leitung. Es ist eine recht „komplexe“ Geschichte, die mich zu meinen Fragen veranlasste. Ich sollte, und wollte eigentlich auch nicht so ins Detail gehen, aber als ich vorgestern Abend zu schreiben begann merkte ich, dass ich das was ich fragen und sagen wollte nicht konnte ohne ein wenig auszuholen. Und wenn ich jetzt sehe was ich da schrieb: Da blickt ja wirklich niemand durch.
      Das ist jetzt auch gar nicht so wichtig, aber um es kurz ein wenig verständlicher zu schreiben: Es ging bei all dem nur um EINE Frau. Und
      selbst das war schon eine zuviel :) .

      Ich war allerdings, als das mit dieser Frau begann, noch verheiratet. Mit einer anderen. ICH beging also Ehebruch. Na gut, ich weiß schon, auch dazu gehören immer 2. Diese andere Frau und meine Ehefrau kannten sich. Aber das, der Ehebruch, war meine Angelegenheit, meine Entscheidung, mein Problem, meine „Sünde“, oder was auch immer.

      Mit dieser STA war ich natürlich deshalb nicht verheiratet. Aber, anfangs, hatte wir durchaus gewisse Pläne…
      Und „Unzucht“ war es, so wie ich dieses Wort verstehe, nicht. Es war, eine Nacht lang, eine Affäre. Am nächsten Tag sagte ich es meiner Frau. Dass es jemanden anderen gibt. Dass ich gehe, dass ich sie verlasse. Das tat ich dann, ich zog so schnell wie möglich aus unserem Haus aus. Aber genug jetzt davon.

      Zu DonDomi's Beitrag: Ich verstehe sehr gut wie ihr beide euch fühlt. Ich habe das zwar so nicht erlebt, zum einen weil unsere Beziehung ja "offiziell" geheim war, zum anderen weil ich keinen Zweifel daran ließ, dass ich bereit wäre Adventist zu werden. Ihr zuliebe. Aber es gibt diesen Druck, kein Zweifel. Ich habe mal irgendwo als Begründung für den Zweifel an Beziehungen mit "Ungläubigen" gelesen, dass diese zumeist dazu führen, dass der/die STA seine Gemeinschaft verlässt - und nicht umgekehrt. Schon interessant.

      Und zu dem das ich jetzt sonst noch lese: Das ist etwas das mich erheblich irritiert: DonDomi schreibt von Konvertieren, ich nehme also an, dass er Christ ist. Ich selbst bin es, soviel weiß ich. Wie kommt ihr dann dazu in diesem Zusammenhang den Satz "Ziehe kein Joch mit Ungläubigen" zu zitieren? Ich werde nicht noch einmal den Fehler meines ursprünglichen Beitrages wiederholen, und alle über einen Kamm scheren, ich weiß, dass es hier sehr unterschiedliche Standpunkte innerhalb der STA gibt. Aber meine Meinung dazu: Zu denken, dass ALLE außer den STA Ungläubige seien, wäre eine ungeheuerliche Anmaßung. Und Dummheit.

      Ich halte es auch für sehr gefährlich zu denken "Die Geschwister machen sich schon Sorgen und Wollen eigentlich das Beste für die ihren. Man fühlt sich verantwortlich den Bruder/Schwester vor einem Fehltritt zu warnen.... auch das ist biblisch".
      Menschen die auf dieser Grundlage "tätig" werden, richten zumeist Schaden an. Denn man kann noch so sehr das Beste wollen, man wird ALLES immer durch eine von eigenen Erfahrungen und Erlebnissen getrübte Linse sehen. Niemand weiß, was für den anderen das Beste ist. Mit Ausnahme Gottes. Und dessen Absichten bleiben auch nach einer lebenslangen Beschäftigung mit der Bibel manchmal rätselhaft. Ich würde mir, gerade nach dem was ich in lezter Zeit erlebte, nicht anmaßen besser als ein anderer Mensch zu wissen was für den das Beste ist. Das MUSS jeder für sich sebst herausfinden.

      Was zweifellos richtig ist, ist dass Liebe blind macht. In dem Zustand blickt man gar nicht mehr durch. Aber auch da ist Hilfe von außen gar nicht möglich. Was haben mich meine Freunde nicht gewarnt, angesichts diese Beziehung von der ich schrieb. Man hätte mich in eine geschlossene Anstalt einweisen müssen, und mit Elektroschocks behandeln. Das wäre vielleicht die einzige Chance gewesen.

      Was ich gelernt habe ist, dass alles seinen Sinn hat, und dass es keinen Sinn hat sich der Realität zu verschließen.
      Deshalb auch kein Rat von mir, DonDomi. Alles was ich sagen kann ist: Ich werde sicherlich niemals konvertieren - jemand anderem zuliebe. Man tut damit auch niemandem einen Gefallen.

      Liebe Grüße
    • ingeli schrieb:

      Hallo ihr lieben, da ergibt sich für mich die Frage, gibt es bei den Adventisten keine religiöse Mischehen, Adventistisch-Katholisch, Adventistisch-Evangelisch, und so weiter, ist das auch gar nicht gewünscht oder siegt der stärkere und der eine geht, hm,ist das in Gottewillen?


      Muß man wirklich alles miteinander machen, aufeinander kleben und den anderen die Luft zum schnaufen nehmen. Ich kenne einige die ihr Leben lange nicht in den Griff bekommen haben, weil sie nicht gelernt haben in der Ehe auch einmal allein zu stehen und dann starb ein Partner und der zurück gebliebene wußte nichtmal wie man einen Zahlschein ausfüllt, geschweige einzahlt.

      Gott fragt sicher nicht an welcher Religion ist deine EHE gescheitert, sondern an welcher Sünde bist du gescheitert.
      Ingeli, es geht nicht darum. dass man alles zusammen macht, aufeinander klebt. Das ist es nicht (ein anderes Thema). Es geht um die gleiche (gemeinsame) GESINNUNG. Das kann schon mal nicht klappen, wenn der eine STA ist und der Andere eine andere Glaubensrichtung vertritt. Spätestens, wenn Kinder kommen, stellen sich Kompromisse ein, weil es auch anders nicht geht.

      Die Erfahrung zeigt, dass in den meisten aller Fälle der sog. STA sich dem anderen Glauben anpasst, nicht umgekehrt. Ich kenne selber nur 1 (ein) Paar, das als verschieden gläubige geheiratet hat und der NichtSTA sich tatsächlich zu STA bekehrt hat. Alle anderen sind vom Adventismus "abgefallen".

      Und warum soll man sich das Risiko antun, wenn die Bibel uns eine ganz andere Richtlinie gibt?

      Die Ehe scheitert nicht nach Religion(-en), sondern nach der unterschiedlichen Gesinnung, der Praxis. Die früher oder später in Unliebe zum Nächsten eskaliert......ober aber der STA seinen Glauben verliert oder ihn so liberalisiert, dass er eh nichts mehr bringt.
      :greet:


      Stofi empfiehlt:
      Das geistliche Babylon.
    • Was ist gleiche unterschiedlicher Gesinnung ?
      Eigentlich muß bzw. müßte es ja besser werden in Ehen und Partnerschaften, wenn es auch nur von einen gelebt wird.
      Den komme ich mit den einen nicht aus, so komme ich auch mit den anderen nicht aus.Es ist ja sichtbar das Menschen immer wieder neue Ehen eingehen und immer wieder scheitern, weil sie sich selbst in Jesus nicht gefunden haben.
      Und die Suche wieder von neuen los geht. Entweder man hat eine gemeinsame Gesinnung im Herrn, und nimmt sich selber nicht so wichtig und spürt hinein was braucht mein Nächster, was kann ich ihm geben.

      Wenn das Ego kleiner wird, kann die unpersönliche Liebe wachsen, die nicht fordert sondern gibt. Der sich selber kennt, kann seinen Nächsten verstehen und lieben so wie er ist, auch mit seinen Fehlern und Schwächen,