Meine Erfahrungen mit Siebenten-Tags-Adventisten

    • Ich kenne und verstehe Deine Situation sehr gut, DonDomi, Du hast ja tatsächlich schon sehr viel geschrieben, hier in diesem Forum.
      Ich stimme Dir auch völlig zu, wir sind gar nicht so gegenteiliger Meinung. Aber Du wirst akzeptieren müssen, dass die STA an sich hier anderer Meinung sind. Das hier ist es was Jugendliche eingetrichtert bekommen, bei den STA. Jetzt. Nicht etwa vor hundert Jahren. Das ist die Realität.
      bielefeld.adventist.eu/site_da…artner_Adventist_sein.pdf


      LG,

      Earnan
    • Earnan schrieb:

      Aber Du wirst akzeptieren müssen, dass die STA an sich hier anderer Meinung sind. Das hier ist es was Jugendliche eingetrichtert bekommen, bei den STA. Jetzt. Nicht etwa vor hundert Jahren. Das ist die Realität.
      bielefeld.adventist.eu/site_da…artner_Adventist_sein.pdf
      LG,
      Earnan


      Also ich möchte hier deiner, Earnan, Wortwahl widersprechen.
      Die Jugendlichen bekommen diese Meinung der STA nicht "eingetrichtert". Was ist so verkehrt daran, den Jugendlichen in einer Jugendstunde aufzuzeigen (bzw. selbst erarbeiten zu lassen), welche Folgen es u.U. haben kann, wenn sie eine Partnerschaft mit einem Nicht-STA eingehen ?
      Sollen / Müssen sie auch das Leid, den Schmerz, durchmachen, den du durchgemacht hast ? Oder kann man nicht versuchen, sie davor zu bewahren ?
      Zumindest kann man ihnen doch mögliche Folgen ihrer Entscheidung darlegen.
    • Die Scheidungsrate liegen heutzutage bei hohen Zahlen, auch bei Adventisten. Der Hauptgrund ist die Unverständlichkeit zwischen beiden Partnern. Man klammert sich zu sehr an Differenzen zwischen beiden, an unterschiedlichen Interessen und Gewohnheiten. Diese bilden mit der Zeit die Distanz und führen letztendlich zur Scheidung. Aus diesem Grund hat man eine voreheliche Beratung beschlossen, bestehende aus mehreren Lektionen, die mit dem Pastor gemeinsam gemacht werden. Hier werden die Fragen besprochen, ob die zwei Personen zueinander passen und wie sie ihre gemeinsame Problemstellen miteinander bewältigen können. So versucht man, eine Katastrophe frühzeitig zu verhindern. Ich denke, aus dem Grund der hohen Scheidungsrate hat man in der Gemeinde ein solches Verbot aufgestellt. Man möchte damit den Menschen vor sich selbst (vor seiner möglicherweise falschen Entscheidung) beschützen. Und zwei Menschen, die einen unterschiedlichen Glauben haben (selbst in nur der Frage des Sabbats), kann sich mit der Zeit zu einer großen Kluft zwischen Ehepartnern bilden. Hier möchte ich allerdings betonen, läge es in meiner Macht, würde ich an die Problemlösung anders herangehen, als ein Eheverbot zu machen.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Hallo Stephan, hallo all ihr Anderen,

      ich will nicht aufdringlich sein, hier in diesem Forum, aber nachdem ihr hier auf meine Beiträge schreibt, werdet ihr sicher nichts dagegen haben wenn ich antworte. Sich ständig Kritik anhören zu müssen, von Nicht-STA, in einem STA-Forum, das nervt auf die Dauer, das verstehe ich.

      Was ich grundsätzlich von solchen religiös motivierten Eheverboten halte, dürfte klar sein. Das ist jetzt aber nichts mehr das mich persönlich betrifft, oder jemals betreffen wird, denn sollte ich je wieder Gefahr laufen mich in eine Frau zu verlieben und dann erfahren, dass sie in
      einer Freikirche ist, gleich welcher, werde ich die Flucht ergreifen. Noch einmal tue ich mir das nicht an. Meine grundsätzliche Meinung zu diesem Thema hat vielmehr mit meinem Glauben, mit meinem Verständnis christlichen Glaubens, und, damit eng verbunden, auch mit meinem Verständnis von Menschlichkeit zu tun.

      Eben aufgrund der Erfahrungen die ich machte, stimme ich Euch allen jetzt generell zu, dass es „einfacher“ ist, wenn STA und all die anderen besonderen Glaubensgemeinschaften unter sich bleiben, auch in einer Ehe. Der Grund für diese Einsicht ist allerdings nicht mein Glaube, mein Verständnis der Botschaft Jesu Christi, das was ich in der Bibel lese, sondern schlicht und einfach die Einsicht, dass es zu nichts führt sich mit diesem Problem herumzuschlagen.

      Zu dem Wort Eintrichtern stehe ich, Stephan. Das ist jetzt das Problem das ich mit konstruktiver Kritik hier habe: Ich bin sicher, ich habe es in Ansätzen ja selbst erlebt, dass all das von „innen“ ganz anders aussieht als von außen. Ihr werdet das anders sehen, da kann ich schreiben was ich will. Ich tue es trotzdem:

      Ich war nicht dabei, bei dieser Jugendstunde, zu dessen Skript der Link führt den ich einfügte. Aber Wortwahl, Syntax, sowie Auswahl und Reihenfolge der Texte die ich hier in diesem Skript lese, lassen mich auf erhebliche Suggestion schließen. Zu den „2 wichtigen Einsichten“, kommen die Jugendlichen hier nicht selbst, sie bekommen sie fix und fertig serviert. Das ist bemerkenswert, denn „Einsehen“, das kann allenfalls eine Folge, aber nicht Gegenstand einer Unterrichtung von Menschen, die über eigene Urteilsfähigkeit verfügen, zu einem religiösen Thema sein. Und zu der „Gruppenarbeit“ am Ende: Das ist der übliche Gruppendruck, die „richtigen“ Antworten auf 3 Suggestivfragen zu geben. Mal ehrlich, was für Antworten, noch dazu in einer Gruppe, sind denn da zu erwarten, am Ende einer Stunde mit diesen Texten? Was wird hier wohl, wie Du schreibst, selbst erarbeitet worden sein?

      Vollkommen recht gebe ich Dir, dass es nicht wünschenswert ist, dass irgendjemand Schlimmes in einer Beziehung durchmacht, weil es eine „Mischbeziehung“ ist. Nur ist einer der Gründe warum es zu solchen Problemen kommt eben die Einstellung die ihr habt, die Einstellung die anhand solcher Texte offenbar wird. Glaubt Du wirklich, dass das Gottes Absicht ist? Ich nicht.

      Im Übrigen und abseits von allen pragmatischen Überlegungen zu dieser Problematik: Welche Chuzpe, diese Behauptung hier, „die Aussagen der Hl. Schrift … machen deutlich, dass eine Adventistin, will sie ihr Glaubensleben nicht ernsthaft gefährden, eine Ehe nur mit einem Adventisten eingehen sollte“. Das macht sie nicht, diese Aussage, die Bibel. Nicht ohne sehr, sehr viel Erfindungsgabe. Von Adventisten ist nicht die Rede in der Bibel, sondern allenfalls von Christen. Und die, gleich welcher Kirche angehörend, sind nicht Ungläubige im Sinne der Bibel. Aber da sind wir schon wieder bei diesem grundsätzlichen Problem: Das seht ihr, und verzeiht mir wenn ich jetzt hier diese „Reizworte“ verwende, aber eben diese Begriffe sind Teil des Problems, die „Gemeinde der Übrigen“, die als Einzige versteht was in der Bibel steht, mit dem „Geist der Weissagung“ an Eurer Seite, prinzipiell anders, ich weiß. Glaubt mir, eines der Dinge die ich in den beiden vergangenen Jahren gelernt habe ist, dass es völlig sinnlos ist über diese Dinge zu diskutieren. Wir hätten keine gemeinsame Basis von der ausgehend wir das tun könnten.

      Über weniger fundamentale Dinge zu diskutieren lohnt sich aber durchaus. Denn ich stimme Dir zu: Man kann und sollte versuchen Menschen vor Schmerz zu bewahren. Und das Leid, das eine gescheiterte Beziehung verursachen kann, ist immens, das hätte ich nicht gedacht. Immens, aber, wenn es denn doch passiert, auch hilfreich.

      Liebe Grüße
    • Hallo Earnan,
      nun waren wir beide nicht in dieser Jugendstunde anwesend, können daher nur spekulieren, wie sie abgelaufen ist.
      Du schreibst: "Zu den „2 wichtigen Einsichten“, kommen die Jugendlichen hier nicht selbst, sie bekommen sie fix und fertig serviert."
      Wie gesagt, wir waren beide nicht dabei. Vielleicht diente das Skript ja auch nur dem Leiter der Stunde als "Arbeitspapier", um die Jugendlichen im Gespräch zu führen. Aber das wissen wir nicht.

      Du schreibst: "Sich ständig Kritik anhören zu müssen, von Nicht-STA, in einem STA-Forum, das nervt auf die Dauer, das verstehe ich."
      Also mich nervt das nicht.

      Du schreibst weiter: Welche Chuzpe, diese Behauptung hier, „die Aussagen der Hl. Schrift … machen deutlich, dass eine Adventistin, will sie ihr Glaubensleben nicht ernsthaft gefährden, eine Ehe nur mit einem Adventisten eingehen sollte“. Das macht sie nicht, diese Aussage, die Bibel. Nicht ohne sehr, sehr viel Erfindungsgabe."
      Natürlich sagt die Bibel nicht, dass STA nur STA heiraten dürfen. Damals gab es keine STA wie wir sie heute haben. Wenn ich aber den in der Präsentation angegebenen Text aus 5. Mose 7, 1-4 lese, dann kann ich daraus schon ablesen, dass ich meinen Ehepartner nicht aus einem anderen Volk nehmen sollte. Und diese Aussage kann ich für mich persönlich durchaus auch auf die Glaubensrichtung beziehen.
      Lass mal einen Moslem eine Christin heiraten.... Sofern das überhaupt geht und sie vorher nicht konvertieren muss. Da ist der Aufschrei auch groß. Oder eine Ehe zwischen einem/r Katholiken und einem evangelischen Partner/in. So ganz einfach ist das für die katholische Kirche auch nicht.
      Also diese Probleme nur auf die STA bzw. "anderen besonderen Glaubensgemeinschaften" zu beziehen, ist m.E. so nicht richtig.

      Schönen Gruß
    • Dürfen - nicht dürfen - unter Umständen dürfen - und wieder nicht dürfen..

      Die Bibel sagt und zeigt es unmißverständlich: wenn eine Ehe eine Glaubens-Mischehe ist... ist es IMMER!!! problematisch. GOtt möchte uns diese Probleme ersparen.... und uns vor Versuchung, vor Nachlässigkeit im Glauben, vor daraus resultierendem Verlust des ewigen Lebens BEWAHREN. DESHALB!!

      Und Jesus und Paulus gehen noch einen Schritt weiter:

      WEM es MÖGLICH ist --- der soll GAR NICHT ((mehr)) heiraten. ....patsch!!

      .
      :greet:


      Stofi empfiehlt:
      Das geistliche Babylon
    • @Stofi

      Stofi schrieb:

      Und Jesus und Paulus gehen noch einen Schritt weiter:

      WEM es MÖGLICH ist --- der soll GAR NICHT ((mehr)) heiraten. ....patsch!!
      .


      Stofi schrieb:

      @Sunlight
      ... Die Ehe (Partnerschaft) ist das "Wichtigste" in diesem Leben überhaupt...


      Stofi schrieb:

      ... Meinst Du Gott wollte, dass du bis ans Ende deiner Tage, bis du, k.A. 90 wirst, KEINEN MANN hast, nicht wieder heiraten darfst?? In Deinen besten Jahren allein bist, keinen Partner, keine Familie, nichts, ein Wrack der Gesellschaft, ein Wrack von einem Menschen, einfach eine Biomasse, dessen nur Hirn funktionieren muss??
      Wo Gott doch den Menschen als Mann UND Frau geschaffen hat. Wo eine Ehe die Erschaffung Gottes ist. Wenn Gott selber sagt: "es ist für den Menschen nicht gut, dass er allein sei" ... ? Meinst Du, Er hat einfach nur so verboten wieder zu heiraten? Damit man sich alleine so richtig abquält ? Als Strafe vllt.?
      Also ich persönlich glaube sowas nicht.


      Was glaubst Du jetzt, soll man (wieder) heiraten, oder nicht? ?( ?( ?(
      Liebe Grüße, Heimo
    • Ich bin folgender Meinung: komplizierte Lebensfragen sollen nur dienigen beantworten, die selber damit Erfahrung gemacht haben bzw. die den gleichen Weg schon mal gegangen sind, den sie raten.

      Das bedeutet:

      - nur wer es geschafft hat, aus dem Schwulzustand ein normaler Mensch zu werden, er soll berichten, dass es möglich ist und wie er das geschafft hat.

      - nur wer es geschafft hat, ohne eine Frau zu leben und sich nicht noch mal zu verheiraten, soll sagen, wie das geht.

      - nur wer es geschafft hat, die Frau, die er liebt, nicht zu heiraten, weil sie zu einer anderen Kirche gehört, soll sagen, wie er das schaffte und ob er bis heute mit dieser Entscheidung zufrieden ist.

      - und viele mehr...

      Theoretisch kann man viel sagen, aber wenn man das praktisch erlebt, ist das eine ganz andere Sache.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • @Stofi

      ...dann habe ich nach deinen Kriterien die volle Berechtigung hier zu schreiben. Ich bin überzeugt, dass ich noch mehr erfülle, als deine Kriterien verlangen.

      Es ist gut, dass du das erwähnst. Es ist vom Vorteil, dass wir jemanden haben, der uns nicht nur theoretisch - also was die Bibel sagt - sondern vielmehr praktisch sagen kann, wie was erreicht werden kann und warum. Vielleicht möchtest du uns von deinen praktischen Erfahrungen berichten. Wir wären dir dankbar.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Ok, dann fange ich mal an aus eigener Erfahrung zu berichten.

      Erstens einmal, Jakob, SIND homosexuelle Menschen (ich nehme an genau das meinst Du mit „Schwulzustand“) normale Menschen. Kann ich berichten, weil ich viele solche Menschen kenne. Erstaunlicherweise sind es zumeist sogar sehr sympathische, empathische normale Menschen. Was vielleicht daran liegt, welche Erfahrungen die wiederum selbst machen. Z. B. herabgewürdigt und lächerlich gemacht werden. Wie hier von Dir.

      Des weiteren kann ich berichten, wie ich um eine Antwort gekämpft habe, auf die Frage, damals, als ich diese STA-Geliebte hatte, was jetzt das Beste wäre, für sie. Denn des Problems, dass uns niemals ein STA-Prediger verheiraten würde, und schon gar nicht ihr eigener Vater, der sie das erste Mal traute, war mir sehr schnell bewusst geworden. Selbst wenn ich STA geworden wäre (was nicht lange gut gegangen wäre) hätte ja noch das Problem des Ehebruchs bestanden. Ich telefonierte mit einem Dutzend STA-Prediger, weit weg von hier, sicherheitshalber, die fanden es zumeist zwar toll, dass ich mir darüber Gedanken machte, aber schlauer war ich nachher auch nicht. Geholfen hat mir dann unser evangelischer Pfarrer hier. Der sagte mir nämlich, das mit der selbstlosen Liebe, so begann ich immer mein Problem zu erklären, sei ein großartiges Ziel, aber wir Menschen würden das nie wirklich hinkriegen. Nicht so wie es in Bibel steht. Keiner von uns. Wir sind Menschen. Er riet mir das zu tun was mein Herz mir sagt. Nicht das was andere Menschen sagen. Das war sehr tröstlich für mich.

      Ich würde gerne Stephan noch antworten:

      Du hast recht, wir wissen nicht, wie diese Jugendstunde ablief. Aber ich denke, wir können es uns beide in etwa vorstellen, angesichts dieses „Arbeitspapieres“.

      Was ich mit nervender Kritik meinte, war, dass ich eigentlich nicht hier in diesem Forum bin um Kritik zu üben, und ihr es nicht seid um Euch Kritik anzuhören.

      Ich weiß auch nicht, ob es sinnvoll ist hier über Bibelauslegungen zu diskutieren. Da werden wir kein Ende finden. Zumal ich ja auch kein Theologe bin. Ich werde jetzt auch nicht anfangen etwas für diese Antwort nachzuschlagen, aber soweit ich mich erinnere werden in dem Kapitel des 5. Buches Mose,das Du hier zitierst, alle Völker die zu diesem Zeitpunkt in dem den Israeliten versprochenen Land lebten angeführt, ein halbes Dutzend etwa, und deren völlige Vernichtung angeordnet. Mit Kind und Kegel. Völkermord, würde man das heute nennen. Falls das jemand von denen überleben sollte, sollten sich die Israeliten nicht mit den Überlebenden verheiraten. Das ganze jetzt mal salopp ausgedrückt. Und daraus schließt Du, dass STA sich nicht mit Andersgläubigen verheiraten sollten? Das wird jetzt hier der altbekannte Disput zwischen Fundamentalismus und Aufklärung, aber warum nicht: Was machst Du denn aus dem hier irgendwo in der Nähe stehenden Gesetz Ehebrecher zu steinigen? Was schließt Du daraus?

      Millionen Menschen haben sich seit vielen Jahrhunderten Gedanken über diese Problematik gemacht, und so gibt es bestimmt auch Millionen Meinungen darüber. Ich glaube nicht, dass ich die einzig richtige dazu habe, das ist sehr unwahrscheinlich, aber eine Meinung habe ich: Ich bin kein Israelit, ich bin kein Jude, ich bin Christ. Für mich steht all das was mitunter aus solchen Geschichten abgeleitet wird unter dem Vorbehalt der Menschlichkeit. Je länger ich jetzt darüber nachdenke, desto verständlicher wird mir, warum STA solche Vorbehalte gegenüber Aufklärung, Menschenrechten, Gleichberechtigung, und generell solchen für mich positiven Veränderungen in der Gesellschaft haben. Stellt man Teile der Bücher des alten Testamentes diesen Dingen gegenüber, ergeben sich erhebliche Widersprüche. Vor Widersprüchen braucht man keine Angst haben, Stephan, ich möchte Dich ja auch nicht „bekehren“, aber zur Kenntnis nehmen sollte man sie. Das würde nicht schaden. Niemandem.

      Viele Grüße
    • Erstens einmal, Jakob, SIND homosexuelle Menschen (ich nehme an genau das meinst Du mit „Schwulzustand“) normale Menschen. Kann ich berichten, weil ich viele solche Menschen kenne. Erstaunlicherweise sind es zumeist sogar sehr sympathische, empathische normale Menschen. Was vielleicht daran liegt, welche Erfahrungen die wiederum selbst machen. Z. B. herabgewürdigt und lächerlich gemacht werden. Wie hier von Dir.
      Es wurde von dir falsch verstanden, was ich gemeint habe. Mit "nicht normal" meinte ich lediglich die nicht normale sexuelle Neigung. Nicht normal, weil sie nicht dem üblichen Standart entspricht. Nicht normal soll aber keineswegs negativen Geschmack haben. Ich selber kenne einige homosexuelle Menschen, und gebe dir Recht, sie sind sehr liebe Menschen. Ich habe sie nie lächerlich gemacht, und möchte es auch jetzt und in Zukunft nicht tun.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Sorry, Jakob. Das war einer meiner berüchtigten "Schnellschüsse". Ich hatte das falsch verstanden. Ich weiß nicht warum, vermutlich ist das ebenso wie die sexuelle Ausrichtung dieser Menschen angeboren, ich fühle immerzu mit den Ausgegrenzten, den Unterdrückten, den unrecht Behandelten. Und dabei tue ich das selbst immer wieder: Unrecht. Früher, als Kind, war das ganz einfach, Recht von Unrecht zu unterscheiden, je älter ich werde, desto schwieriger wird das. Jetzt fange ich auch schon an damit, aber das fällt mir jetzt gerade ein: Wer das Reich Gottes nicht annimmt wie ein Kind, wird nicht hineinkommen. Denken wir Erwachsene zuviel nach, über Selbstverständliches, und machen deshalb so viele Fehler? Darüber sollte ich mal nachdenken.

      Liebe Grüße, Jakob