Ausschluss aus der Adventgemeinde und die Folgen

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    • philoalexandrinus schrieb:

      Es wird doch noch erlaubt, ja notwendig sein, auf Willkürakte in Sachen Gemeindezucht und Ausshluss hinzuweisen : Die taxative, teils auch repräsentative Liste der Gründe für derartige Massnahmen wird - nun - sehr einseitig gehandhabt .
      Ich sehe dass aus kürzlich beobachteten und miterlebten Erfahrungen noch weiter. Da wurde von einer alleinerziehenden Glaubensschwester verlangt vor der versammelten Gemeinde ihre Schuld zu bekennen, erst dann darf sie kleine Aufgaben in der Gemeinde übernehmen, die sie so gerne und mit viel Herzblut machen würde. Ich finde so ein Verhalten von Prediger und Gemeindeleitung nahe an sektiererischen Neurosen. Da ist ja das Beichtkammerl der RK noch human dagegen. Der von Philo sehr eindeutig erwähnte Tatsache, dass offensichtlich andere Sünden außerhalb der Wahrnehmung einer Gemeindeleitung bedenkenlos stattfinden können zeigt, dass es offensichtlich eine schwere Schlagseite in Richtung verklemmter Auslegung von Sexualität gibt, erst neulich wurde mir im Bekanntenkreis glaubhaft erzählt dass ein Prediger ständig nach Informationen über den Lebenswandel einer mit einem getauften Mitglied verheirateten Person fordert, weil sie nicht wissen ob sie dieses Glied sonst in die Gemeinde aufnehmen können. ,Heuchlerisch und krankhaft finde ich das. Ein abgrundtiefes Zerrbild von dem was Jesus uns vorlebte. Diakonie, Hilfe in schwierigen Lebenslagen, ja unbedingt, aber keine Gemeinderegerichte hier auf Erden. Jeder Christ hat Anspruch auf Respekt vor sein Privates, Respekt vor der persönlichen Art wie er seinen Glauben lebt Vergebung kann, darf auch im Stillen geschehen, nicht unbedingt auf offener Bühne des Podiums.
      mit lieben Grüßen
      conradi
    • Hi

      Es hat zwar nur bedingt mit diesem Thema zu tun, aber ich bin ja selbst Diakon und mache Seelsorge. Ich versuche immer nach folgenden Grundsätzen Seelsorgen zu betreiben:

      1. Ich biete eine Dienstleistung an, die man in Anspruch nehmen kann oder auch nicht.
      2. Ich bin nicht dazu da, einen Vortrag zu halten was gut oder schlecht ist und ich hüte mich ein Urteil gegenüber dem betreuenden Geschwister zu fällen.
      3. Meine Aufgabe ist es, die Probleme ernst zu nehmen, zu unterstützen, zuzuhören (ganz wichtig!) und für die betroffene Person zu beten
      4. Ich erzähle die Probleme/Anliegen nicht weiter; falls ein Problem/Anliegen sehr gross ist, frage ich, ob ich es einem Priester anvertrauen darf, damit er mitbeten kann
      5. Ich masse mir nicht an, dem Geschwister zu sagen, wie es richtig ist. Bei Nachfragen versuche ich mit der Bibel und vor allem dem Lebenswandel Jesu zu antworten.
      6. Bei Bedarf und auf Wunsch versuche ich mögliche Wege und deren Konsequenzen aufzuzeige
      7. Ich bin kein Psychologe, Berufsberater oder sonstiger Spezialist, bei Problemen, die ich lösen kann, verweise ich an Spezialisten.

      Das sind in etwa die Dinge, an die ich mich zu halten versuche. Ich persönlich würde nie wegen Sünden ein Ausschlussverfahren in die Wege leiten.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • Jacob der Suchende schrieb:

      Glaubst du, du bist mit Ausübung deiner Kritik von Gott oder von deiner Gemeinde authorisiert?
      Kritik,, "Verklagen der Brüder" - -

      Dass ich jahrzehntelang die halsbrecherische Treppe vor dem Altenheim "Stefaniei" erfolglos - beanstanded habe, und zwar bei den Zuständigen, - hätte mir höchstens bei einem Gerichtsverfahren ( "und sie , ich erinnere sie an die gehobene Diligenzpflicht ihres Berufes !" ) geholfen. Dass einer aus einer anderen Gemeinde, welche ihm daraufhin "Redeverbot" verordnete, ein schwer missverständliches Interview zur Gesamtgemeinde gegeben hat - er war eben nicht autorisiert, für die Gemeine oesterreichweit oder weltweit zu sprechen - , macht auch mich zum Betroffenen und gäbe mir Handhabe, dagegen einzuschreiten. Ich bin nur nicht autorisiert, gegen ihn ein "Gemeindverfahren" einzuleiten, wohl aber könnte ich andere Betroffene auffordern, mit mir gemeinsam eine Sammelklage gegen ihn einzubringen - - - - .
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
    • DonDomi schrieb:

      Das sind in etwa die Dinge, an die ich mich zu halten versuche. Ich persönlich würde nie wegen Sünden ein Ausschlussverfahren in die Wege leiten.
      Was macht man, wenn sich jemand anmaßt Kinder zu unterrichten. In diesem Zusammenhang massiv geistlich missbraucht, unpädagogische Strafen im Zusammenhang mit Bibelworten gebraucht und noch dazu offensichtlich Leuten mitten ins Gesicht lügt, um organisatorische Ziele zu erreichen?

      Wir haben mit Matthäus 18 versucht zu korrigieren.
      Zurechtweisung und Gebet in der Gemeinde
      15 Sündigt aber dein Bruder, so geh hin und weise ihn zurecht zwischen dir und ihm allein. Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder gewonnen.
      16 Hört er nicht auf dich, so nimm noch einen oder zwei zu dir, damit jede Sache durch zweier oder dreier Zeugen Mund bestätigt werde.
      17 Hört er auf die nicht, so sage es der Gemeinde. Hört er auch auf die Gemeinde nicht, so sei er für dich wie ein Heide und Zöllner.

      Was ist passiert? Die Person hat sich entschuldigt und ihr Unwesen weiter betrieben. Allerdings nicht mehr im Rahmen einer "Gemeindeschule". Eine Chrakteränderung, echte Einsicht oder ein Umdenken, das habe ich nicht erlebt. Formelles Abhandeln , formelle Bekenntnisse ohne Änderung der Missstände hilft auch nichts.Persönlichkeitsstarke Blender gibt es überall.

      Es gibt aber auch andere "Fälle", Umdenken, ein Bewusstwerden....echte Reue, echte Versöhnung.....gute korrigierende Seelsorge durch Freundschaften.....
      und mal im Ernst, es tut einer Gemeinschaft gut Regeln zu haben, aber wenn
      man einen Verein verlässt dessen Mitglieder sich nicht gegen starke beeinflussende, aber fehlgeleitete Persönlichkeiten wehren können, dann ist das vielleicht einfach nur gesund.

      Das Heil kommt nicht von einer "Kirche", das Heil kommt von Christus!

      Man darf einfach nicht vergessen, dass jede "Kirche" vor Ort aus unterschiedlichen Personen besteht und das
      man nicht von wenigen Fällen auf die Mehrheit schließen darf und kann.
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Pfingstrosen schrieb:

      DonDomi schrieb:

      Das sind in etwa die Dinge, an die ich mich zu halten versuche. Ich persönlich würde nie wegen Sünden ein Ausschlussverfahren in die Wege leiten.
      Was macht man, wenn sich jemand anmaßt Kinder zu unterrichten. In diesem Zusammenhang massiv geistlich missbraucht, unpädagogische Strafen im Zusammenhang mit Bibelworten gebraucht und noch dazu offensichtlich Leuten mitten ins Gesicht lügt, um organisatorische Ziele zu erreichen?
      Wir haben mit Matthäus 18 versucht zu korrigieren.
      Zurechtweisung und Gebet in der Gemeinde
      15 Sündigt aber dein Bruder, so geh hin und weise ihn zurecht zwischen dir und ihm allein. Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder gewonnen.
      16 Hört er nicht auf dich, so nimm noch einen oder zwei zu dir, damit jede Sache durch zweier oder dreier Zeugen Mund bestätigt werde.
      17 Hört er auf die nicht, so sage es der Gemeinde. Hört er auch auf die Gemeinde nicht, so sei er für dich wie ein Heide und Zöllner.

      Was ist passiert? Die Person hat sich entschuldigt und ihr Unwesen weiter betrieben. Allerdings nicht mehr im Rahmen einer "Gemeindeschule". Eine Chrakteränderung, echte Einsicht oder ein Umdenken, das habe ich nicht erlebt. Formelles Abhandeln , formelle Bekenntnisse ohne Änderung der Missstände hilft auch nichts.Persönlichkeitsstarke Blender gibt es überall.

      Es gibt aber auch andere "Fälle", Umdenken, ein Bewusstwerden....echte Reue, echte Versöhnung.....gute korrigierende Seelsorge durch Freundschaften.....
      und mal im Ernst, es tut einer Gemeinschaft gut Regeln zu haben, aber wenn
      man einen Verein verlässt dessen Mitglieder sich nicht gegen starke beeinflussende, aber fehlgeleitete Persönlichkeiten wehren können, dann ist das vielleicht einfach nur gesund.

      Das Heil kommt nicht von einer "Kirche", das Heil kommt von Christus!

      Man darf einfach nicht vergessen, dass jede "Kirche" vor Ort aus unterschiedlichen Personen besteht und das
      man nicht von wenigen Fällen auf die Mehrheit schließen darf und kann.
      Sicher darf und soll man sogar einer solchen Person, die Arbeit mit Kinder entziehen. Aber vielleicht ist diese Person perfekt geeignet um das Kirchengebäude in Schuss zu halten. Meine Art der Seelsorge schliesst nicht aus, dass man auch konsequent sein muss, wenn andere Gemeindemitglieder dadurch zu schaden kommen. Das hat aber nichts mit Seelsorge zu tun, sondern wie man den Frieden in der Gemeinde wahren kann ohne jemanden ausschliessen zu müssen.

      Aber ich bin kein Mitglied der STA und deswegen mische ich mich auch nicht ein, wie das bei der STA gehandhabt wird. Ich wollte nur zeigen nach welchen Kriterien ich versuche Seelsorge zu betreiben. Das heisst nicht, dass das Allgemeingültig ist und schon gar nicht, dass die STA das auch so machen muss.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • Stell dein "Licht" nicht unter den Scheffel....das ist doch richtig, was du machst und hat jetzt nichts mit Adventisten oder nicht Adventisten zu tun.
      Es gibt auch nicht ...die Adventisten....die Katholiken...die Protestanten...das ist uns doch allen klar, oder?

      Ich finde es problematisch, dass Gesundheits-und Lebensfragen bei den Adventisten zu sehr in den Mittelpunkt rücken können....nicht müssen, aber anderswo zum Beispiel kümmert man sich gar nicht darum....auch nicht gut.
      Das Maß, Augenmaß....am besten Gottes Augenmaß.....er will uns doch mit seinen Augen leiten......
      das ist eben wichtig.

      Ich finde, wenn ein Nichtadventist etwas zu einer Besserung beitragen kann, warum sollte er sich nicht einmischen und seine Meinung sagen......würden alle das Gute miteinander austauschen, dann würde es in jedem Bereich überall besser laufen......
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    • Zitat auf Seite 11 in der Einleitung:
      Jesus Christus ist den schweren Weg nach Golgatha gegangen, damit den Menschen wahre Freiheit, ein Leben in Liebe zu Gott und Wertschätzung untereinander ermöglicht wird. Er ging diesen Weg nicht, um sie in neue Gefangenschaft zu bringen.
      Gottes Herz schlägt für jeden Verwundeten auf dieser Erde, und ganz besonders für die, die »in seinem Namen« unter religiösen Vorzeichen bedrängt, verbogen, beschuldigt, verklagt, bedroht, beraubt und verletzt wurden … für die die gute Nachricht des Evangeliums zu einer schlechten wurde.
      Der Herr ist gut in dessen Dienst wir stehn!” (Lied aus dem Evangelischen Gesangbuch)

      LIED: Der Herr ist gut, in dessen Dienst wir stehn = Melodie!
    • Bogi111 schrieb:

      Schade das Du Dich in der Anklagerolle wohl fühlst, ohne nachzufragen...
      Und das ist das Übel, was im Forum dauerhaft geschieht: es wird angeklagt oder Informationen preisgegeben, die eine Anklage provozieren.

      In deinem Fall: du hast permanent von deinem Konflikt mit der alten Gemeinde erzählt. Hast du gedacht, nur "Verbündete" zu finden? Hat nun jeder, der deine Ansicht diesbezüglich nicht teilt, "mehr den Verstand als das Herz"? Hat er nicht genug nachgefragt? Hat er falsche Personen befragt?

      Einer Anklage folgt eine Andere... Wohin führt das?

      Wozu das Ganze überhaupt?
      Haben wir fremde Probleme zu lösen?
      Müssen wir uns mit Fremdwissen auseinandersetzen, was Jahre zurückliegt?
      Schaffen wir mit unserem Halbwissen nicht noch mehr Zerstrittenheit in der Gemeinde (und auch im Forum)?

      Das ist einfach teuflisch!
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Wenn ich die Diskussion hier so betrachte, dann denke ich, dass die Bibel, wenn sie von Babylon spricht, also von kompletter Verwirrung zwischen Gläubigen und eventuell auch Ungläubigen, dass sie doch genau das gemeint haben könnte.

      Das Problem der Verwirrung, das ich hier sehe ist:

      -) Jeder hat eine eigene Meinung zum Thema Ausschluss und was das bedeutet.
      -) Jeder hat eigene Erfahrungen damit, wie das in seiner Gemeinde/Gemeinschaft gehandhabt wird.
      -) Jeder weiß genau wie falsch der andere es macht.
      -) Manche stehen hinter den offiziellen Vorgehensweisen ihrer Gemeinde/Gemeinschaft, andere missachten das total und erklären sich wortstark zu moralisch Erhabenen.
      -) Manche kritisieren wortreich ihre eigene Gemeinde, suchen sich für ihre Vorgehensweise Verbündete und gehen dann gemeinsam gegen Andersdenkende vor.
      -) Einige bilden sich ein die Bibel in Punkto Zugeörigkeit zur Gemeinde genauer auslegen zu können als andere und gewichten Jesu Wort gegen Gottes Wort.

      Babylon könnte man nicht treffender beschreiben, oder?

      Ich möchte mich inhaltlich in diese Verwirrung nicht einmischen, weil man zwangsweise nur nach unten gezogen wird.

      Mein Vorschlag ist, dass wir, jeder der sich an den Diskussionen beteiligen will, die offiziellen Ausschlusskriterien seiner Gemeinschaft in Schrift oder mit Links in ein eigenes Thema stellt und diese dann anhand von Fragen, die keine Anklagen sind, bespricht. Was es dazu bräuchte ist Disziplin in der Themenbetrachtung, abgewogene Worte, Respekt voreinander und ein bisserl Demut.

      Wir können hier NUR über theoretische Ausschlusskriterien diskutieren und niemals über Einzelfälle oder die erlebte Praxis einzelner. Jedes Mal, wenn wir meinen, dass wir einen Einzelfall anhand der Beschreibung eines EINZELNEN aburteilen können, sollten wir uns in die Finger beißen bevor wir in die Tasten hauen.

      Und weil das alles ungehört bleiben wird, wünsche ich nun weiter eine schöne Verwirrung.

    • Niemand sollte sich über einen Anderen erheben! Denn keiner von uns ist gut! Vor Gott sind wird alle verlorene Sünder, so sagt es klipp und klar der 14. Psalm in den Versen 1 + 3. Allein durch die Gnade des Herrn Jesus gelten wir als "gerecht(fertigt)"!
      Die Torheit der Menschen
      1 Von David, vorzusingen. Die Toren sprechen in ihrem Herzen: »Es ist kein Gott.« Sie taugen nichts; ihr Treiben ist ein Gräuel; da ist keiner, der Gutes tut.
      2 Der HERR schaut vom Himmel auf die Menschenkinder, dass er sehe, ob jemand klug sei und nach Gott frage.
      3 Aber sie sind alle abgewichen und allesamt verdorben; da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer.
      4 Will denn das keiner der Übeltäter begreifen, / die mein Volk fressen, dass sie sich nähren, aber den HERRN rufen sie nicht an?
      5 Da erschrecken sie sehr; denn Gott ist bei dem Geschlecht der Gerechten. [---> Nur durch den Gerechten Jesus Christus!]
      6 Ihr lasst den Rat des Armen zuschanden werden; aber der HERR ist seine Zuversicht.
      7 Ach dass die Hilfe aus Zion über Israel käme! / Wenn der HERR das Geschick seines Volkes wendet, freue sich Jakob und sei Israel fröhlich!
      Der Herr ist gut in dessen Dienst wir stehn!” (Lied aus dem Evangelischen Gesangbuch)

      LIED: Der Herr ist gut, in dessen Dienst wir stehn = Melodie!
    • Wenn man Gemeinde wie eine Familie betrachtet, dann gibt es überall eine Mischung aus Toleranz und Zurechtweisung. Man muss mal Kinder beobachten wie peinlich genau gerechtes Handeln eingefordert wird. Was dem einen erlaubt wird, das fordert auch der andere ein.
      Je mehr Beschränkungen es gibt, desto mehr Streit entsteht und ich finde ja , dass die Bibel nicht beschränkt, sondern zu voller Hingabe an Gott aufruft. Daraus entsteht Gehorsam und Vernunft.

      Wenn es wirr und durcheinander wird, dann scheint Gottes Geist nicht mehr in der Führung zu sein. da helfen auch keine Gemeindehandbücher.
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Pfingstrosen ()

    • Norbert Chmelar schrieb:

      Niemand sollte sich über einen Anderen erheben! Denn keiner von uns ist gut!
      Gestern haben wir beide ja ein bisserl über die Geschichte des Christentums "gesprochen". Wenn ich mir die Geschichte des Christentums ansehe, so empfinde ich, dass es zum größten Teil eine traurige und tragische Geschichte des (menschlichen) Versagens erzählt. Viele schreckliche Dinge sind in christlichen Gemeinden geschehen, sei es "im Namen Jesu" oder unter der Fahne des biblischen Glaubens.

      Was würde wohl geschehen, wenn wir unsere Gemeinden, unser Leben, das Leben unserer Mitmenschen nach den unvollkommenen Beispielen aus "unseren" Geschichten bewerten würden? Das Christentum nach dem ebenfalls menschlich-unvollkommen Beispielen?

      Im Buch der Offenbarung spricht Jesus die Probleme der Gemeinden an. Nach circa 60 Jahren der ersteren Gemeindegründungen rief Jesus die Gemeinden bereits zur Umkehr auf. Der Zustand war für Jesus wohl unerträglich, ja ekelerregend - Er war bereit, sie "auszuspucken". Ein Blick auf die Geschichte und man wäre versucht zu sagen: Es ist nicht besser geworden, dass was der Herr über die Gemeinden sagte, sagt Er auch heute.

      Ich denke, man kann die Geschichte oder unsere Geschichten nicht als "Vorbild" für Gemeinde oder Gemeinschaft heranziehen. Wir Menschen sind gefallen, wo ist denn auch nur ein Mensch in dem das göttliche Ideal sichtbar wäre? Ja, wir gehen manchmal nicht fein mit unseren Geschwistern um, wir klagen andere wegen "ihrer" Sünden an, beurteilen in "schwere" und "kleine" Verfehlung, meinen ein Recht darauf zu haben, der Vergebung Grenzen zu setzen und unseren Geschwistern bei Problemen oder Konflikten (mit ihnen) am besten aus den Weg zu gehen, wir fühlen uns "vom Anderen" verletzt, wollen eine Runde Mitleid, Wir werden um Vergebung gebeten, vergeben nicht, erwarten uns "vom Anderen" Früchte, und wenn wir die Früchte "des Anderen" nicht gleich und sofort sehen, uns es damit nicht nach unseren "Schädel" geht, sagen wir vielleicht: Die Person meint das ja gar nicht ehrlich mit ihrer Bitte um Vergebung...

      Man erkennt das Vorbild der Gemeinde nicht, wenn wir unsere Geschichten betrachten - Was wenn wir unsere Geschichten an Jesus beurteilen?

      Glückselig, die Barmherzigen, denn ihnen wird Barmherzigkeit widerfahren.
      Es sei besser zu geben, als zu nehmen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von James Gabriel ()

    • Hi

      Eine Frage hätte ich doch noch zu der korrigierenden Seelsorge und einem anschliessenden Ausschlussverfahren: Was ist eigentlich der tiefere Sinn hinter diese Verfahrem resp. was will man damit bezwecken: Meiner Meinung nach hilft man ja niemandem, wenn man ihn von der Gemeinschaft ausschliesst. Also, was ist der wirkliche Grund hinter diesem Verfahren?

      Liebe Grüsse
      DonDomi
    • DonDomi schrieb:

      Hi

      Eine Frage hätte ich doch noch zu der korrigierenden Seelsorge und einem anschliessenden Ausschlussverfahren: Was ist eigentlich der tiefere Sinn hinter diese Verfahrem resp. was will man damit bezwecken: Meiner Meinung nach hilft man ja niemandem, wenn man ihn von der Gemeinschaft ausschliesst. Also, was ist der wirkliche Grund hinter diesem Verfahren?

      Naja, ich denke, das ist offensichtlich? Man will die Gemeinde "sauberhalten".
    • Bogi111 schrieb:

      Wie in jedem guten Staat,ohne "Polizei" gibt es Chaos....
      oder einer Familie,einer muß die "Hosen" anhaben und für Ordnung sorgen....
      Nun ja, in jeder Gemeinschaft gibt es Regeln, gibt es eine eigene Ethik. Sogar in kriminellen Organisationen gibt es das.
      Die Mafia hat einen eigenen ethischen Codex; ob man den für gut hält, ist eine andere Frage, aber sie haben einen (andere italientische Organisationen sind bekannt ;) ).

      Man muss sich dann halt fragen, ob man dort bleiben will.
      Es ist wenig sinnvoll zu rufen: "Warum legt ihr an MIR eure Regeln an?!" - Ja, wer bist denn Du, dass wir das bei Dir nicht tun sollten, wie bei jedem anderen?
      Der Appell an die Liebe? Ja, ist süß, aber ... Nein.
    • Seele1986 schrieb:

      Nun ja, in jeder Gemeinschaft gibt es Regeln, gibt es eine eigene Ethik.
      Und das ist gut so!

      Seele1986 schrieb:

      Sogar in kriminellen Organisationen gibt es das.
      Warum dieses Beispiel? Um ein Argument zu haben das Regeln unsinn sind?

      Gerade heute der Tataort hat gezeigt, wie wichtig ein Staat ist, der eine verantwortungsvolle Polizei hat.

      Es geht nicht um Bestrafung sondern um Schutz und FRIEDEN!