Ausschluss aus der Adventgemeinde und die Folgen

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      „schwerwiegendes sündhaftes Verhalten, das der Sache Gottes schadet” ***

      HeimoW schrieb:

      Öffentlich und gratis zugänglich ist nur die internationale Version des Gemeindehandbuches:

      seventh-day-adventist-church-manual_2015_updated.pdf


      In der Deutschen Ausgabe 2012 (S 73.ff) heißt es unter anderem:
      "Bei schwerwiegendem sündhaftem Verhalten müssen korrigierende Maßnahmen ergriffen werden. Das kann durch Beschluss der Mitgliederversammlung auf zweierlei Weise geschehen:
      1. durch das Einräumen einer Klärungsfrist als Ausdruck der Missbilligung,
      2. durch den Entzug der Mitgliedschaft."
      ...

      Die Klärungsfrist hat zwei Ziele:
      1. Sie ermöglicht der Gemeinde, deutlich zum Ausdruck zu bringen, dass sie schwerwiegendes sündhaftes Verhalten, das der Sache Gottes schadet,*** nicht gutheißt.

      *** Was versteht man darunter ?
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      Bogi111 schrieb:

      „Das Wort Gottes gibt keinem Menschen die Erlaubnis, sein Urteil gegen das Urteil der Kirche zu richten, und es ist ihm auch nicht gestattet, seine Meinung gegen die Meinung der Kirche zu richten.“ - 3T 428

      .Diese Aussage würde ich mit meiner Erfahrung mit Vorsicht betrachten!!!!Habe ich doch einiges Erlebt, das mit Gottes Geist nicht Einklang stand!Keine Gemeinde ist Unfehlbar!!!
      Natürlich können die Menschen Fehler machen.

      Aber was ist dann der rechtmässige Weg der Klarstellung und Fehlerbeseitigung? Etwa das Posaunen in aller Öffentlichkeit?

      1) Du kannst die Situation bei der Vereinigung schildern. Genauer gesagt wäre das sogar Aufgabe der Gemeindemitglieder, von denen du darüber erfahren hast. Sie tragen vor Gott die Verantwortung dafür. Du nicht.

      2) Du kannst für die Gemeinde und auch für alle Führungspositionen beten, die die Situation irgendwie positiv beeinflussen könnten.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)

      Beitrag von philoalexandrinus ()

      Dieser Beitrag wurde von HeimoW aus folgendem Grund gelöscht: Wir diskutieren hier keine konkreten Fälle. Und das, wie man am Verlauf erkennen kann, mit gutem Grund. ().
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      Jacob der Suchende schrieb:

      Glaubst du, du bist mit Ausübung deiner Kritik von Gott oder von deiner Gemeinde authorisiert?
      Von der Gemeinde vielleicht nicht,
      aber - Gott sei dafür gedankt - es ist nicht dasselbe
      und es ist unglaublich befreiend zu erkennen, dass die Gemeinde nicht Gott ist.

      Waren Luther und andere, die den ihnen von Gott gegebenen Geist genutzt haben, authorisiert, die Konzilien und Dogmen zu kritisieren? Aus Sicht der Kirche sicher nicht.

      Bedauernswert, wer das nicht lernt.
      Er hat mir eine Zunge gegeben, wie sie Jünger haben,
      dass ich wisse, mit den Müden zu rechter Zeit zu reden.
      Alle Morgen weckt er mir das Ohr, dass ich höre, wie Jünger hören.
      (Jesaja 50,4)
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      philoalexandrinus schrieb:

      Es wird doch noch erlaubt, ja notwendig sein, auf Willkürakte in Sachen Gemeindezucht und Ausshluss hinzuweisen : Die taxative, teils auch repräsentative Liste der Gründe für derartige Massnahmen wird - nun - sehr einseitig gehandhabt .
      Ich sehe dass aus kürzlich beobachteten und miterlebten Erfahrungen noch weiter. Da wurde von einer alleinerziehenden Glaubensschwester verlangt vor der versammelten Gemeinde ihre Schuld zu bekennen, erst dann darf sie kleine Aufgaben in der Gemeinde übernehmen, die sie so gerne und mit viel Herzblut machen würde. Ich finde so ein Verhalten von Prediger und Gemeindeleitung nahe an sektiererischen Neurosen. Da ist ja das Beichtkammerl der RK noch human dagegen. Der von Philo sehr eindeutig erwähnte Tatsache, dass offensichtlich andere Sünden außerhalb der Wahrnehmung einer Gemeindeleitung bedenkenlos stattfinden können zeigt, dass es offensichtlich eine schwere Schlagseite in Richtung verklemmter Auslegung von Sexualität gibt, erst neulich wurde mir im Bekanntenkreis glaubhaft erzählt dass ein Prediger ständig nach Informationen über den Lebenswandel einer mit einem getauften Mitglied verheirateten Person fordert, weil sie nicht wissen ob sie dieses Glied sonst in die Gemeinde aufnehmen können. ,Heuchlerisch und krankhaft finde ich das. Ein abgrundtiefes Zerrbild von dem was Jesus uns vorlebte. Diakonie, Hilfe in schwierigen Lebenslagen, ja unbedingt, aber keine Gemeinderegerichte hier auf Erden. Jeder Christ hat Anspruch auf Respekt vor sein Privates, Respekt vor der persönlichen Art wie er seinen Glauben lebt Vergebung kann, darf auch im Stillen geschehen, nicht unbedingt auf offener Bühne des Podiums.
      mit lieben Grüßen
      conradi
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      Hi

      Es hat zwar nur bedingt mit diesem Thema zu tun, aber ich bin ja selbst Diakon und mache Seelsorge. Ich versuche immer nach folgenden Grundsätzen Seelsorgen zu betreiben:

      1. Ich biete eine Dienstleistung an, die man in Anspruch nehmen kann oder auch nicht.
      2. Ich bin nicht dazu da, einen Vortrag zu halten was gut oder schlecht ist und ich hüte mich ein Urteil gegenüber dem betreuenden Geschwister zu fällen.
      3. Meine Aufgabe ist es, die Probleme ernst zu nehmen, zu unterstützen, zuzuhören (ganz wichtig!) und für die betroffene Person zu beten
      4. Ich erzähle die Probleme/Anliegen nicht weiter; falls ein Problem/Anliegen sehr gross ist, frage ich, ob ich es einem Priester anvertrauen darf, damit er mitbeten kann
      5. Ich masse mir nicht an, dem Geschwister zu sagen, wie es richtig ist. Bei Nachfragen versuche ich mit der Bibel und vor allem dem Lebenswandel Jesu zu antworten.
      6. Bei Bedarf und auf Wunsch versuche ich mögliche Wege und deren Konsequenzen aufzuzeige
      7. Ich bin kein Psychologe, Berufsberater oder sonstiger Spezialist, bei Problemen, die ich lösen kann, verweise ich an Spezialisten.

      Das sind in etwa die Dinge, an die ich mich zu halten versuche. Ich persönlich würde nie wegen Sünden ein Ausschlussverfahren in die Wege leiten.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
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      Jacob der Suchende schrieb:

      Glaubst du, du bist mit Ausübung deiner Kritik von Gott oder von deiner Gemeinde authorisiert?
      Kritik,, "Verklagen der Brüder" - -

      Dass ich jahrzehntelang die halsbrecherische Treppe vor dem Altenheim "Stefaniei" erfolglos - beanstanded habe, und zwar bei den Zuständigen, - hätte mir höchstens bei einem Gerichtsverfahren ( "und sie , ich erinnere sie an die gehobene Diligenzpflicht ihres Berufes !" ) geholfen. Dass einer aus einer anderen Gemeinde, welche ihm daraufhin "Redeverbot" verordnete, ein schwer missverständliches Interview zur Gesamtgemeinde gegeben hat - er war eben nicht autorisiert, für die Gemeine oesterreichweit oder weltweit zu sprechen - , macht auch mich zum Betroffenen und gäbe mir Handhabe, dagegen einzuschreiten. Ich bin nur nicht autorisiert, gegen ihn ein "Gemeindverfahren" einzuleiten, wohl aber könnte ich andere Betroffene auffordern, mit mir gemeinsam eine Sammelklage gegen ihn einzubringen - - - - .
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
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      DonDomi schrieb:

      Das sind in etwa die Dinge, an die ich mich zu halten versuche. Ich persönlich würde nie wegen Sünden ein Ausschlussverfahren in die Wege leiten.
      Was macht man, wenn sich jemand anmaßt Kinder zu unterrichten. In diesem Zusammenhang massiv geistlich missbraucht, unpädagogische Strafen im Zusammenhang mit Bibelworten gebraucht und noch dazu offensichtlich Leuten mitten ins Gesicht lügt, um organisatorische Ziele zu erreichen?

      Wir haben mit Matthäus 18 versucht zu korrigieren.
      Zurechtweisung und Gebet in der Gemeinde
      15 Sündigt aber dein Bruder, so geh hin und weise ihn zurecht zwischen dir und ihm allein. Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder gewonnen.
      16 Hört er nicht auf dich, so nimm noch einen oder zwei zu dir, damit jede Sache durch zweier oder dreier Zeugen Mund bestätigt werde.
      17 Hört er auf die nicht, so sage es der Gemeinde. Hört er auch auf die Gemeinde nicht, so sei er für dich wie ein Heide und Zöllner.

      Was ist passiert? Die Person hat sich entschuldigt und ihr Unwesen weiter betrieben. Allerdings nicht mehr im Rahmen einer "Gemeindeschule". Eine Chrakteränderung, echte Einsicht oder ein Umdenken, das habe ich nicht erlebt. Formelles Abhandeln , formelle Bekenntnisse ohne Änderung der Missstände hilft auch nichts.Persönlichkeitsstarke Blender gibt es überall.

      Es gibt aber auch andere "Fälle", Umdenken, ein Bewusstwerden....echte Reue, echte Versöhnung.....gute korrigierende Seelsorge durch Freundschaften.....
      und mal im Ernst, es tut einer Gemeinschaft gut Regeln zu haben, aber wenn
      man einen Verein verlässt dessen Mitglieder sich nicht gegen starke beeinflussende, aber fehlgeleitete Persönlichkeiten wehren können, dann ist das vielleicht einfach nur gesund.

      Das Heil kommt nicht von einer "Kirche", das Heil kommt von Christus!

      Man darf einfach nicht vergessen, dass jede "Kirche" vor Ort aus unterschiedlichen Personen besteht und das
      man nicht von wenigen Fällen auf die Mehrheit schließen darf und kann.
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
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      Pfingstrosen schrieb:

      DonDomi schrieb:

      Das sind in etwa die Dinge, an die ich mich zu halten versuche. Ich persönlich würde nie wegen Sünden ein Ausschlussverfahren in die Wege leiten.
      Was macht man, wenn sich jemand anmaßt Kinder zu unterrichten. In diesem Zusammenhang massiv geistlich missbraucht, unpädagogische Strafen im Zusammenhang mit Bibelworten gebraucht und noch dazu offensichtlich Leuten mitten ins Gesicht lügt, um organisatorische Ziele zu erreichen?
      Wir haben mit Matthäus 18 versucht zu korrigieren.
      Zurechtweisung und Gebet in der Gemeinde
      15 Sündigt aber dein Bruder, so geh hin und weise ihn zurecht zwischen dir und ihm allein. Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder gewonnen.
      16 Hört er nicht auf dich, so nimm noch einen oder zwei zu dir, damit jede Sache durch zweier oder dreier Zeugen Mund bestätigt werde.
      17 Hört er auf die nicht, so sage es der Gemeinde. Hört er auch auf die Gemeinde nicht, so sei er für dich wie ein Heide und Zöllner.

      Was ist passiert? Die Person hat sich entschuldigt und ihr Unwesen weiter betrieben. Allerdings nicht mehr im Rahmen einer "Gemeindeschule". Eine Chrakteränderung, echte Einsicht oder ein Umdenken, das habe ich nicht erlebt. Formelles Abhandeln , formelle Bekenntnisse ohne Änderung der Missstände hilft auch nichts.Persönlichkeitsstarke Blender gibt es überall.

      Es gibt aber auch andere "Fälle", Umdenken, ein Bewusstwerden....echte Reue, echte Versöhnung.....gute korrigierende Seelsorge durch Freundschaften.....
      und mal im Ernst, es tut einer Gemeinschaft gut Regeln zu haben, aber wenn
      man einen Verein verlässt dessen Mitglieder sich nicht gegen starke beeinflussende, aber fehlgeleitete Persönlichkeiten wehren können, dann ist das vielleicht einfach nur gesund.

      Das Heil kommt nicht von einer "Kirche", das Heil kommt von Christus!

      Man darf einfach nicht vergessen, dass jede "Kirche" vor Ort aus unterschiedlichen Personen besteht und das
      man nicht von wenigen Fällen auf die Mehrheit schließen darf und kann.
      Sicher darf und soll man sogar einer solchen Person, die Arbeit mit Kinder entziehen. Aber vielleicht ist diese Person perfekt geeignet um das Kirchengebäude in Schuss zu halten. Meine Art der Seelsorge schliesst nicht aus, dass man auch konsequent sein muss, wenn andere Gemeindemitglieder dadurch zu schaden kommen. Das hat aber nichts mit Seelsorge zu tun, sondern wie man den Frieden in der Gemeinde wahren kann ohne jemanden ausschliessen zu müssen.

      Aber ich bin kein Mitglied der STA und deswegen mische ich mich auch nicht ein, wie das bei der STA gehandhabt wird. Ich wollte nur zeigen nach welchen Kriterien ich versuche Seelsorge zu betreiben. Das heisst nicht, dass das Allgemeingültig ist und schon gar nicht, dass die STA das auch so machen muss.

      Liebe Grüsse
      DonDomi
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      Stell dein "Licht" nicht unter den Scheffel....das ist doch richtig, was du machst und hat jetzt nichts mit Adventisten oder nicht Adventisten zu tun.
      Es gibt auch nicht ...die Adventisten....die Katholiken...die Protestanten...das ist uns doch allen klar, oder?

      Ich finde es problematisch, dass Gesundheits-und Lebensfragen bei den Adventisten zu sehr in den Mittelpunkt rücken können....nicht müssen, aber anderswo zum Beispiel kümmert man sich gar nicht darum....auch nicht gut.
      Das Maß, Augenmaß....am besten Gottes Augenmaß.....er will uns doch mit seinen Augen leiten......
      das ist eben wichtig.

      Ich finde, wenn ein Nichtadventist etwas zu einer Besserung beitragen kann, warum sollte er sich nicht einmischen und seine Meinung sagen......würden alle das Gute miteinander austauschen, dann würde es in jedem Bereich überall besser laufen......
      Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!

      Beitrag von Bogi111 ()

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      Zitat auf Seite 11 in der Einleitung:
      Jesus Christus ist den schweren Weg nach Golgatha gegangen, damit den Menschen wahre Freiheit, ein Leben in Liebe zu Gott und Wertschätzung untereinander ermöglicht wird. Er ging diesen Weg nicht, um sie in neue Gefangenschaft zu bringen.
      Gottes Herz schlägt für jeden Verwundeten auf dieser Erde, und ganz besonders für die, die »in seinem Namen« unter religiösen Vorzeichen bedrängt, verbogen, beschuldigt, verklagt, bedroht, beraubt und verletzt wurden … für die die gute Nachricht des Evangeliums zu einer schlechten wurde.

      Beitrag von Pfingstrosen ()

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      Beitrag von freudenboten ()

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      Beitrag von DonDomi ()

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      Beitrag von Bogi111 ()

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      Beitrag von Sonnenschein ()

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