Wer oder Was ist Babylon?

    • Norbert Chmelar schrieb:

      Ich kann es nicht glauben, dass Gott der Allbarmherzige irgend ein Teil seiner Geschöpfe einfach auslöschen und vernichten wird, sondern durchs Gericht hindurch werden dann einst alle seine Geschöpfe wieder zurecht gebracht, sie werden sich alle vor Gott demütigen müssen, ihn verherrlichen und dann in wahrer Liebe zu IHM zurückkehren, IHN anbeten und vor ihm niederfallen. (Phil.2,10.11) ---> Dann wird »Gott sein alles in allem«(1.Kor.15,28), was auch das eigentliche Endziel (telos) der Heilsgeschichte ist!

      Und was soll Gott, dMn, mit denen tun, die gar nicht "in den Himmel" wollen? Meine Bekannte sagte zu mir, sie will in keinem Fall in den Himmel, sondern in die Hölle, "da geht nämlich die Luzi ab". Sie ist mit Abstand nicht die Einzige, die genauso denken.

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    • Stofi schrieb:

      Meine Bekannte sagte zu mir, sie will in keinem Fall in den Himmel, sondern in die Hölle, "da geht nämlich die Luzi ab". Sie ist mit Abstand nicht die Einzige, die genauso denken.
      Ja, aber das sind doch karikierte Sprüche. Man stellt sich vor, dass in der Hölle eine Party ist und im Himmel seliges Singen auf der Wolke ... Das sind Karikaturen, die die Leute in der Regel selbst nicht glauben.
      Es klingt eher so, als sage sie das, weil sie meint, Dich damit provozieren zu können. Es geht meist um Menschen bei diesen Auseinandersetzungen und Sprüchen, nicht wirklich um Gott.

      Genauso, wenn der sogenannte "Chef-Atheist" von Deutschland sein Vortragsprogramm "Heidenspaß statt Höllenqual" nennt, weil er meint, damit noch irgendeine klerikale Obrigkeit schocken zu können.
      Diese Karikaturen rühren letztlich aus der Religionsgeschichte selbst, weil die Kirche selbst diese Bilder konstruiert hat.

      Der Gedanke der Versöhnung und die Freiheit des Menschen müssen sich nicht ausschließen.
      Ich glaube auch an die Versöhnung. Aber wenn dort wirklich jemand, trotz der Offenbarung Gottes, nicht will, nicht sein will, dann wird er vergehen.

      Die meisten Richtungen meinen aber, die Entscheidung muss hier bereits vollumfänglich fallen und sie sehen nicht, dass dies gewisse Menschen noch nicht erkennen können und dass Sprüche, wie solche deiner Bekannten, oft eine frustrierte Häme sind.

      In einem der letzten Zeilen der Bibel heißt es: ... und wer da komme, der nehme das Wasser des Lebens umsonst ...

      Es mag dann vielleicht wirklich noch Menschen geben, die sagen: "Ich will hierin nicht existieren!" Dann sei es so.
      Ein Umzug in die "Hölle" wird es nicht geben, denn diese Hölle gibt es nicht.

      Da wir das aber nicht wissen, wie immer, ist es müßig, darüber zu streiten.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Die Aufklärung war menschlicher Protest gegen die WIDERGÖTTLICHEN Höllenqualen, mit der die alten Kirchen die Menschen bedrohten.
      In diesem Punkt griff die Reformation leider zu kurz, sodass Atheismus sich verbreiten konnte.

      STA und ZJ entdeckten, dass die Bibel, anders als die "platonischen" Kirchen, kein dauerhaftes Höllenfeuer lehrt.
    • freudenboten schrieb:

      STA und ZJ entdeckten, dass die Bibel, anders als die "platonischen" Kirchen, kein dauerhaftes Höllenfeuer lehrt.
      Das ist richtig, betreffend dieser einen theologischen Komponente. Was aber daraus ansonsten gemacht wurde, sehe ich keineswegs als wegweisend.

      Es ist egal, ob man das ewige Höllenfeuer durch die Auslöschung (die zwangsläufig auch ewig ist) ersetzt.
      Die Psychologie der Bedrohnung bleibt erstmal die selbe.

      Es wird nicht mitgelesen (und aus der Realität heraus mit-betrachtet), dass es verschiedene Menschen, verschiedene Einsichtsfähigkeit, verschiedene Möglichkeiten gibt.
      Das führt dann dazu, dass man glaubt, Menschen werden auferstehen, um ihr Gerichtsurteil (samt Erklärung zur "Rechtfertigung Gottes") zu empfangen und dann ausgelöscht zu werden.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • freudenboten schrieb:

      Die Aufklärung war menschlicher Protest gegen die WIDERGÖTTLICHEN Höllenqualen, mit der die alten Kirchen die Menschen bedrohten
      Sicher auch, aber zunächst einmal war Aufklärung schlicht das Interesse des Menschen, sich selbst und die Welt zu verstehen - was lange unterdrückt wurde.
      Es war, ähnlich wie noch hier, dass die Betrachtung der Welt, der Natur und des Menschen keinesfalls zu anderen Schlüssen kommen darf, als es die Theologie vorgibt.
      Dann darf man natürlich niemanden forschen und nachdenken lassen.

      freudenboten schrieb:

      In diesem Punkt griff die Reformation leider zu kurz, sodass Atheismus sich verbreiten konnte.
      Wir wissen doch gar nicht, wer alles Atheist war, es aber nicht sagen konnte, weil das seinen Tod bedeutet hätte.

      Der Atheismus, der heute gemeinhin (vor allem von Seiten des "neuen Atheismus") den Aufklärern zugesagt wird, stimmt doch gar nicht.
      Die Aufklärer waren Religionskritiker und ja, teilweise auch Kritiker eines Gottes, wie er durch die Kirche propagiert wurde. Atheisten sehe ich da selten.
      Das ist das Problem, wenn man mit diesen Begriffen rumschmeißt, vor allem, wenn man sie auf Kollektive anwendet.

      Ebenso, wie "der Heide" damals oft nur "der Nicht-Christ" bedeutete, wird heute "der Atheist" verwendet, und das trifft so nicht zu.
      Es gibt, man mag es kaum glauben, auch noch was außerhalb von uns.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Ich höre von Hartlapp - was ich eh schon wusste - das das europäische Schulsystem von Luther initiiertund von den Jesuiten übernommen wurde. Zerstört wurde (Otto Gloeckel) und wird es durch die Linke mit "Chancengleichheit" und hierorts mit dem Versuch der "Mittelschule neu".

      Yvonne Seidel -Bogenhofen - dreht das um : Auf einmal ist die linkslinke Mittelschule neu biblisches Konzept !

      Lasst euch sagen : Beide Konzepte sind keineswegs "biblisch"! - Sind "Babylon"!


      Remedium : ( = Gegenmittel) : Alles an Hand der Bibel, aus der man sich rechtzeitig ein biblischens Gesamtbild schaffen muss - zuhause oder in der kleinen Gruppe prüfen !
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
    • freudenboten schrieb:

      Die Aufklärung war menschlicher Protest gegen die WIDERGÖTTLICHEN Höllenqualen, mit der die alten Kirchen die Menschen bedrohten.
      Die Aufklärung kam lange nach Luther - Reformation - Höllenangst :

      Frei zitiert ":Aufklärung ist die Befreiung des Menschen aus selbstverschuldeter Unwissenheit" - dazu gehört auch die Pest, welche man den Juden in die Schuhe schob, welche in Spanien bei Seuchen eher überlebten, weil sie sich an die Reinheitsgebte hielten - - Und in Deutschland hat derlinksliberale Pathologe Virchow die Kanalisation eingeführt und die Sozialverssicherung geschaffen - er war darin weiter als Obama mit seiner Obamacare.!!!
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
    • freudenboten schrieb:

      Weil die Reformation die Befreiung von Angst vor ewiger Hölle nicht leistete, hatte die "Aufklärung" noch ein menschliches Bedürfnis zu erfüllen und brachte auch Atheismus hervor.
      Nein, "die" Aufklärung hat keinen Atheismus hervorgebracht. Das ist doch unsinnig.
      Es gibt Atheisten. Fertig.
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • freudenboten schrieb:

      Was soll das? Keine Geschichte?
      Das könnte ich dich fragen, freudenboten.

      Du sprichst von Reformation und Aufklärung, als seien es Personen, die etwas tun.
      Die Aufklärung (und auch schon die Reformation) waren geschichtliche Umwälzungen, die etwas geöffnet haben.

      Im Zuge der Aufklärung wirst du dann mehr Menschen finden, die sich auch getrauen, sich Atheisten zu nennen, aber die Aufklärung hat den Atheismus nicht hervorgebracht.
      Wenn die theologische Dogmatik die einzige Lehre ist und daneben auch nichts existieren darf, dann sind Vergleiche nur sehr schwer auszumachen.
      Das Betrachtungs- und Auswahlfeld hat sich erweitert.

      Heute, da würde ich dir zustimmen, haben wir einen Materialismus, der sich auch pseudo-religiös gebärdet und einen Atheismus fast schon einfordert; natürlich würde das niemand sagen.
      Auf den Zug springen sicher viele auf, sofern sie sich öffentlich äußern, und haben noch nie wirklich tief darüber nachgedacht. Man "glaubt einfach nicht an Gott", hört man dann.
      Die Menschen der Aufklärung waren Religionskritiker und das waren sie vollkommen zurecht.

      Der wirklich konsequente Atheismus - nicht dieser neue Mode-Antitheismus und die dummen Witze und Spöttereien auf Kosten von Religionen -
      sondern der wirklich konsequente Atheismus aus philosophischer Weltbetrachtung, den findest du bei den wenigsten.
      Denn ja, solch eine Weltbetrachtung hat Konsequenzen. Was man meistens hört ist Gerede von Leuten, die die Materie noch nie wirklich durchdacht haben, sondern die einfach nur Floskeln eines Evolutionismus, eines Materialismus und einer Technik-Hörigkeit nachplappern, und sich dann aber den Buddha-Springbrunnen ins Wohnzimmer stellen.
      - Genauso, wie religiöse Leute leider oft nur den Lehrtext ihrer Kirchen nachsprechen ...

      Für dich mag diese Unterscheidung sich erübrigen und es sei einfach "der Atheismus"; ich sehe das schon verschieden, freudenboten.

      LG
      Liebe ist die Tochter der Erkenntnis.
      (Leonardo da Vinci)
    • Psalm 14/53
      "Die Toren sprechen in ihrem Herzen:
      Es ist kein Gott..."
      Atheismus ist keine originäre Ideologie. Er behauptet, wer immer den eigenen Verstand gebrauche, (AUFKLÄRUNG) müsse ohne Gott auskommen. Diese Idee wurde von einigen europäischen "Aufklärern" verbreitet. Es ist eine historische Reaktion auf den Gottesvertreter-Anspruch der griech./röm. Kirchen.