Wer oder Was ist Babylon?

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    • Junker schrieb:

      philoalexandrinus schrieb:

      - - - Wenn ich den Kommentar von Dr. H. E. Gattmann hernehme : Da soll derjenige - wie im US - Recht zu anderen Delikten - dann an den Pranger gestellt werden ? Per Internet ? Oder wie ?
      Was Du von Gattmann hier schilderst klingt nach angedachter Unbeholfenheit dieser GK-Ideen. Das sollte man abwarten und in der Praxis sehen wie das so läuft - wenn es überhaupt so läuft, was ich mit bestem Willen nicht glaube. Wie soll das international gehen?
      So, und ich beschaffe mir jetzt aus den USA das Original - Proposal und sehe selbst, wei zutreffebnd der Kommentar von Gattmann ist.

      Und bitte : Ich bin nicht auf der Nudelsuppe dahergeschwommen : Als Mandatar hatte ich selbst einmal eine ungeheure- wenn auch im nationalen und internationalen Kreis sehr bescheidenen Machtfülle - so habe ich über Untetrrichtsminister - Sekretär der RKK Bischofskonferenz - NR -Abgeordneten ein Gesetzestext, dieser sehr zum Schaden des gesamten STA - Programmangebots - aus einem Bundesgesetz herausgeboxt. Aber ich habe darauf streng geachtet, meine Macht nicht zu missbrauchen - und mehrmals die Vertrauensfrage an das Plenum gestellt ; ich habe auch die Interessen der Minoritäten, welche nicht für mich gestimmt haben, , sie beachtend, wahrgenommen - - aber ich bin nicht in der GK und ihren (jetzigen) policies.. .
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -

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    • Bogi111 schrieb:

      philoalexandrinus schrieb:

      Situation in Oesterreich . Wir sind stramm konservativ.
      In Villach habe ich dieses Jahr eine aufgeschlossene Gemeinde erlebt. Obwohl ich in meiner Meinung nicht zurückhaltend war,hatte man mir am zweiten Sabbat eine Gesprächsgruppe übertragen!!!
      Da hättest Du in die Gemeinde einige Kilometer weiter westlich gehen sollen.

      Übrigens : Villach = Kärnten. Kärnten = wie ein Punschkrapferl : Aussen rosarot, innen braun - und gut alkoholdurchtränkt. Der eigentümliche Konservativismus, in seiner Haltung echt reaktionär - der betrifft die STA ! Schaue ich mir da Photos aus Gemeindekreisen - über meinem Schreibtisch - aus den Dreissiger Jahren an - welcher Sinkflug !

      Junker schrieb:

      philoalexandrinus schrieb:

      - - - Wenn ich den Kommentar von Dr. H. E. Gattmann hernehme : Da soll derjenige - wie im US - Recht zu anderen Delikten - dann an den Pranger gestellt werden ? Per Internet ? Oder wie ?
      Was Du von Gattmann hier schilderst klingt nach angedachter Unbeholfenheit dieser GK-Ideen. Das sollte man abwarten und in der Praxis sehen wie das so läuft - wenn es überhaupt so läuft, was ich mit bestem Willen nicht glaube. Wie soll das international gehen?
      Solche vereinzelten Heucheleien, die Du hier aufzeigst, sind wirklich zum Kopfschütteln, aber ich sage: Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein. Vergeben und beten ist mehr als sich immer nur wundern und ärgern.

      Hass erregt Zänkereien, aber Liebe deckt alle Vergehen zu. (Sprüche 10,12)

      Liebe Grüße, Junker
      So, und ich beschaffe mir das Proposal, in einigen Wochen zur Abstimmung kommend, aus den USA - im Original !
      Und wenn in einer heiklen Ehe / Scheidung - - Geschichte hierorts auf einmal die Härte des Balkan - von einer Ehefrau von dort stimuliert - exekutiert wird, wozu ein bereits 1945 aus Kronstadt emigrierter Prediger den Kopf schüttelt - das hätte man anders lösen können ! - dann wird es ungemütlich.
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -

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    • jüngerjesu schrieb:

      @Junker
      Es gibt einige Formen der Auseinandersetzung, die heute im Adventismus zu sehen sind, die mit nichts zu rechtfertigen sind (persönlich, respektlos, stolz, parteiisch, unehrlich, unsachlich, uneinsichtig also: lieblos), weil sie auf einem völlig unchristlichen Geist beruhen und Feindschaft und nutzlose Spaltungen verursachen.
      Ich denke ich habe dies deutlicher als viele hier zum Ausdruck gebracht, aber man kann mich natürlich missverstehen. Deine Meinung ist 100 Realität. !!

      Was du hier beschreibst, ist nicht nur im Adventistmus zu finden.
      Ja, da muss ich Dir Recht geben. Wir hatten neulich das 60 - jährige Maturatreffen. Was beklagten alle - und berechtigt, mit Beispielen, im Vergleich zu - - - Frage eines ganz Hochrangigen : Und wohin ????? soll ich meine Enkelin in welche welche Schule empfehlen ????)

      Und , der Geist, Dir als "Kleine Heuchelein" erscheinend, wird aber sehr aggressiv in die Gemeinden hineingetragen !
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
    • jüngerjesu schrieb:

      geben.

      Meine sehr ernste Frage dazu lautet:
      Wann lernen wir endlich unsere eigenen Pläne aufzugeben, tun Buße über falsche Haltungen und Vorstellungen.
      Gleichzeitig üben und lernen wir einzeln und in der Gebeststunde in demütiger Haltung nur noch auf Gott?


      Die Anmerkung von Jaques B. Dukhan, Professor of Hebrew and Old Testament Exegesis in Anrews in SS Uqrterly, Teachers Edition, Seite 295 II Quarter 12018 stellt die absolut falsche Suggestivfrage. 1. The Sabbath Commandment of the Decalogue is the only commandment that has been changed in traditional Christianity. . Why is the Sabbath the only commandment that has been and still is being challenged ?

      Da schaut es aber im RKK Katechismus anders aus !! Und wir haben das auch als STA immer auch bezüglich des 2. und 10. Gebotes herausgestrichen ! - So, was sind da meine eigenen Pläne, welche ich aufgeben soll ? (Was etwa in Gebetstagslesungen oder Sabbatschulanmerkungen so an Schlamperei dem Weltfeld angeboten wird - da ist Dughan lediglich das rezente Beispiel..)
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -

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    • Biblisch begründetes Gewissen ernstnehmen!

      Junker schrieb:

      Die Frage ging aber dahin, warum Glaubensvielfalt bzw. Polarisierung überhaupt zu Streit führen müssen, d. h. warum man nicht einfach in "einer" Glaubensgemeinschaft – ohne Spaltung - eine Glaubensvielfalt so (streitlos) stehen lassen kann wie sie ist? Und das ist vielleicht sogar die Kernfrage im ganzen derzeitigen STA-Konflikt: Warum lasst ihr uns nicht einfach unseren Weg in Liebe gehen und wollt uns jetzt unser biblisch begründetes Gewissen zuchtmeistern, ist dies nicht gegen die Freiheit die in Christus Jesus garantiert wurde?
      Eine derartige "Glaubensvielfalt" gibt es auch in unserer Evangelischen Kirche, sodass ab morgen an drei Abenden über die Bedeutung der Homosexualität diskutiert wird. (In der Schorndorfer Gemeinde)
      Diese "Homo-Frage" droht aber - zumindest in der Evangelisch-Methodistischen Kirche - kirchenspalterische Tendenzen zu entwickeln!
      Es sollte in der Tat niemand von oben herab [bei den STA die GK und deren "Disziplinierungs-Auuschüsse/Kommites"!] versuchen biblisch begründetes Gewissen zuchtmeistern zu wollen! Weil dies gegen "die Freiheit in Christus" (Gal 2,4/ Gal 5,1/ Phlm 8) ist!

      ===> Daher sollte man biblisch begründetes Gewissen ernstnehmen!

      Junker schrieb:

      Wäre die GK-Abstimmung pro Frauenordination ausgegangen hättet ihr ja auch kein Problem dies mitzutragen.
      Auch in diesem Fall gilt, das oben beschriebene! Die Meinung der Gegner beanspruchen ebensolchen "biblisch begründbaren Gewissensschutz"!

      Junker schrieb:

      Eine Spaltung wegen der Frauenordination wäre mMn lächerlich.
      Absolut!
    • freudenboten schrieb:




      Das vierteljährliche Bibelstudienheft der STA wird von der Gen. Conf. kontrolliert!
      soll ich noch auf weitere, in meine n Augen nicht zu verantwortende - Schlampereien - Fehlinfomationen in den SS - Anmerkungen hinweisen ? Da wir ein Socrates scholasticus nur bruchstückhaft zitiert - die Gesamtstelle ergibt leider ein ganz anderes Bild - - Da sind zwei Quartale mit einem Cluster voll Oberflächlichkeiten - die Studienhefte werde ich mir nachbeschaffen : Beispielsweise Paulus predigte nicht im Dionysos -Theater, sondern am Areopag ! - Paulus ist keineswegs von einer römischen Familie der Pauliner adoptiert worden - - Und die Missionsgeschichten ? , Jene vom jetzt bekehrten Chinesen, welcher ein Schwein heimlich aufschlitzte und die Würmer sich "wurln" sah - findet sich schon in einem Büchlein aus den Fünfziger Jahren, nur spielt die Geschichte um 1920 in Utah !.

      Das alles ist eine Zumutung den Gläubigen im Weltfeld gegenüber !
      Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -
    • Die (prophetische) Zeit für die Juden wieder neu gestartet!

      freudenboten schrieb:

      Jesus hat den Feind schon besiegt, Satan (nur noch) auf Erden "weiß, dass er wenig Zeit hat." (Offb. 12:12.)
      "Ja, Jesus siegt! Sein Sieg ist ewig ausgemacht!" (Blumhardt). Des Satans Tobens-Zeit seit dem Beginn des I. Weltkrieges - seit 1914 - wird hoffentlich bald vorbei sein.
      100 Jahre sind bereits überschritten...

      freudenboten schrieb:

      Sein Ende, auch der Zeitpunkt, ist vom allwissenden Vater im Himmel vorausbestimmt. Wir können ihn weder beschleunigen noch verzögern (Konditionalismus, E. White).
      Wir können uns nur SELBST beeilen, bereit zu sein für den Tag und die Stunde.
      Ja, nur der Vater - nicht einmal der Sohn (Mk 13,32) - weiß den Zeitpunkt der Wiederkunft Jesu! Jesus wird dann - in dem Moment, wenn er die letzte Posaune erschallen hört im Himmel - seinen himmlischen Thron verlassen und sich auf den Weg machen! Dieser Posaunenschall (Tag weiß nur der Vater!) ist das Signal für die Wiederkunft des Herrn, den man vermutlich nur im Himmel hören wird.

      freudenboten schrieb:

      Seit 1844 gilt "keine (prophetische) Zeit mehr" Offb. 10:6.
      Dies ist so nicht zu akzteptieren! Denn 1844 + 7 + 12 + 7 + 12 = 1882! 38 Jahre nach 1844 hat die (prophetische) Zeit für die Juden wieder neu gestartet. 1882 begann die erste große Masseneinwanderung der Juden ins "Gelobte Land" - nach Palästina. Die Rückkehr der Juden ist eine der Voraussetzungen für das zweite Kommen Jesu! ---> Bis 1948 sind ca. 600.000 Juden nach Israel eingewandert; und so hat am 14. Mai 1948 auch die prophetische Uhr Gottes wieder zu ticken begonnen! Und damit auch die eigentliche "letzte ENDZEIT". Es hat sich die prophetische Aussage des Herrn Jesus aus Markus 13,28.29 begonnen zu erfüllen: "28 An dem Feigenbaum aber lernt ein Gleichnis: Wenn seine Zweige saftig werden und Blätter treiben, so wisst ihr, dass der Sommer nahe ist.29 Ebenso auch, wenn ihr seht, dass dies geschieht, so wisst, dass er nahe vor der Tür ist." --->
      Der "Feigenbaum" steht in der biblischen Symbolsprache immer für Israel. 1948 sind Israels Zweige (die Juden aus aller Welt, die von 1882 - 1948 zurückgekehrt sind!) saftig geworden = Staatsgründung Israels am 14.5.1948. Seine Blätter (Ausdehnung des Landes!) sind am 7.6.1967 ausgetrieben, als Israels Armee im "Sechs-Tage-Krieg" vom 5.6. - 10.6.1967 Jerusalem erobert hatte (samt Sinai-Halbinsel + Westjordanland + Golanhöhen + Gaza! [Manch einer hat da bereits vom messianischen "GROSS-ISRAEL" geträumt!]).
      Ab dem 7.6.1967 läuft daher meines Erachtens die "allerletzte Phase der Endzeit" - die letzte Gnadenzeit, von der Jesus gesagt hatte, dass "Dieses Geschlecht nicht vergehen wird, bis dies alles geschieht." (Mk 13,30) ... Und dann - wenn dieses Geschlecht/diese Generation abgelaufen ist - wird Jesus wiederkommen. Maranatha!
    • jüngerjesu schrieb:

      Meine sehr ernste Frage dazu lautet:
      Wann lernen wir endlich unsere eigenen Pläne aufzugeben, tun Buße über falsche Haltungen und Vorstellungen.
      Gleichzeitig üben und lernen wir einzeln und in der Gebeststunde in demütiger Haltung nur noch auf Gott?
      Deine Frage ist sehr traurig, denn was bedeutet es, wenn "wir", d. h. in der Gemeinde im Großen und Ganzen, noch immer die eigenen Pläne über die von Christus stellen? Nun wird man mich vielleicht nicht mögen, aber ich glaube Du hast Recht! Es bedeutet, dass das was Christ-Sein bedeutet nicht so vermittelt wird wie es sein sollte, da doch fast alle (ich habe einmal eine kleine Umfrage in der Gemeinde dazu gemacht, über 90% hielten sie für zum ewigem Leben erlöst) denken sie seien erlöste Christen trotz ihres z. T. sehr mangelhaften Liebeszustandes. Was nützt es uns alles zu wissen über die Reisen den Paulus, wenn wir die Liebe zu Gott - die auch die Liebe zu unseren Nächsten bedingt, nicht oder nur mangelhaft in uns haben, also in Wort und Tat immer wieder vermissen lassen? Es ist so, dass Gott nicht immer das für uns tut, was wir tun müssen, auch in der Gemeinde. Gott weist hin, aber tun müssen wir es. Würde diese Ehrlichkeit über unseren Zustand in die Gemeinde einziehen, dann würden wir uns fast alle an die Brust schlagen und ganz anders mit Gott um Vergebung und Augensalbe ringen. Dann würde der Stolz verschwinden und die Heilung könnte schnell erfolgen. Und hier sprechen wir nicht über Werke, sondern über die Früchte des Geistes, über die Liebe. Das wird noch kommen, wann kann ich Dir natürlich nicht sagen.

      Herzliche Grüße, Junker
      "Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert." Albert Einstein
    • Ich empfinde es irgendwie befremdlich, wenn Gläubige - organisiert in den unterschiedlichsten Konfessionen - Spaltungen in der Christenheit verteufeln. Ja, sorry, warum seid ihr dann noch in eurer Kirche? Ach Schuld sind die anderen, die sich abgespalten haben...
      Ehrlich gesagt, ich finde es gut, dass sich jeder nach seiner Glaubensüberzeugung organisieren kann und da - wo er es für sich für nötig hält - auch klar abgrenzt. Ist das Spaltung?
      Was ich aber nicht gut finde: Gegenseitiges verbales bekriegen. Dialog, klare Kante und klare Positionen ja, aber bitte sachlich und anständig. Ist das Einheit?


      Junker schrieb:

      Die Frage von Babylonier ging aber dahin, warum Glaubensvielfalt bzw. Polarisierung überhaupt zu Streit führen müssen, d. h. warum man nicht einfach in "einer" Glaubensgemeinschaft – ohne Spaltung - eine Glaubensvielfalt so (streitlos) stehen lassen kann wie sie ist? Und das ist vielleicht sogar die Kernfrage im ganzen derzeitigen STA-Konflikt: Warum lasst ihr uns nicht einfach unseren Weg in Liebe gehen und wollt uns jetzt unser biblisch begründetes Gewissen zuchtmeistern, ist dies nicht gegen die Freiheit die in Christus Jesus garantiert wurde?
      Ich denke auch, dass dies die Kernfrage ist, quasi die "Mutter aller Probleme" :S
      Glaubensvielfalt gibt es immer nur innerhalb bestimmter - selbstdefinierter - Grenzen einer Glaubensgemeinschaft. Diese Glaubensvielfalt und die Grenzen gab es in der Adventgemeinde schon immer. Die Frauenordination ist laut weltweiter Mehrheit der Adventisten keine Frage der weltweiten Glaubensvielfalt, sondern eine Grenze (s. GK-Beschluss). Daher auch der Vereinheitlichungsversuch diesbezüglich: Wer Frauen ordiniert übertritt die Grenze, die die weltweite Gemeinde festgelegt hat. Er stellt sich damit außerhalb der weltweiten Gemeinde.
      Einige europäische und nordamerikanische Verbände sehen die Frauenordination nicht als unüberschreitbare Grenze an, sondern als (notwendige) Möglichkeit innerhalb der adventistischen Vielfalt. Diese Verbände konnten sich bis jetzt mehrheitlich nicht mit ihrer Auffassung durchsetzen.

      Warum gibt es diese beiden unterschiedlichen Auffassungen? Ich denke, dass unsere Kirche weltweit zum einen auf unterschiedlichen kirchenhistorischen Entwicklungsstufen steht und zum anderen sich innerhalb unterschiedlichster Kulturen behaupten muss.
      Die Adventisten in Europa und den USA haben sich seit über 100 Jahren etabliert. Während es sich anfangs um eine Bewegung handelte, sind es heute "Volkskirchen". Was meine ich damit? Eine Bewegung speist sich aus einen bewussten "Übertritt" und einem klaren, abgrenzenden Bekenntnis, während sich die zahlenmäßige Größe der "Volkskirche" aus den leiblichen Kindern der Mitglieder ergibt. Während sich die Bewegung aus einen Zufluss von Außen speist, lebt die "Volkskirche" zum größten Teil vom eigenen, biologischen Nachwuchs.

      Was hat das nun mit der heutigen Situation zu tun?
      Bewegungen haben in der Regel ein klares Profil, d.h. feste Grenze und eine einheitliche Identität, die nicht diskutiert wird, weil sie jedem klar ist.
      Volkskirchen haben in der Regel kein klares Profil mehr, d.h. eine größere Vielfalt. Die eigene Identität wird im Gegensatz zur Bewegung diskutiert.

      Die Adventgemeinde in z.B. Afrika hat eher den Charakter einer Bewegung (großer Zufluss, aber auch Abfluss), während sich die Adventgemeinden in den USA und Europa zu traditionellen Volkskirchen entwickeln, ohne nennenswerten Zufluss von Außen, aber fast konstanten Mitgliederzahlen.

      Es gab in der kirchenhistorischen Entwicklung irgendwann einen Punkt, an dem der ursprüngliche Missionsgedanke der Bewegung in ihrer kultuerellen Umgebung nicht mehr zündete und das Überleben der Gemeinschaft nur noch durch die eigene Reproduktion gesichert wurde. Es ist meines Erachtens nur eine Frage der Zeit, bis sich dieser Zustand auch in z.B. Afrika einstellt. Ich habe große Sorge, ob eine "Volkskirche" mit 35.000 Mitgliedern in Deutschland mittel- oder langfristig überleben kann. Eine Spaltung in "orthodox" und "progressiv" hat es in der allgemeinen Kirchengeschichte immer wieder gegeben. Einer Seite gelang meist der Neustart als Bewegung - nur welches adventistische Lager wäre es in Deutschland?

      Das Problem: Eine Bewegung lässt sich nicht verordnen oder produzieren. "Volkskirchen", die so tun wollen, als wären sie eine Bewegung, merkt man es relativ schnell an - Druck, Manipulation, geistlicher Missbrauch - übertünchte Gräber eben.
      Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?

      Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt!
    • @Bemo,
      um was geht es denn wirklich?
      Den Spaltungen gehen Streitereien voraus!
      Um was wird denn wirklich gestritten?
      Um's Geld!
      Habe ich recht, oder habe ich recht?

      Das schrieb sogar, vor etwa einem Jahr hier mal, einer von euch!
      "Es ging immer um's Geld!"
      Gerade bei den STA, wegen der Verpflichtung 10% abzuführen, müssen Unmengen Geld im Spiel sein!
    • Die Frauenordination ist kein "Glaubenspfeiler" im Adventglauben!

      Bemo schrieb:

      unterschiedlichsten Konfessionen - Spaltungen in der Christenheit
      Dialog, klare Kante und klare Positionen ja, aber bitte sachlich und anständig. Ist das Einheit?

      Junker schrieb:

      Die Frage von Babylonier ging aber dahin, warum Glaubensvielfalt bzw. Polarisierung überhaupt zu Streit führen müssen, d. h. warum man nicht einfach in "einer" Glaubensgemeinschaft – ohne Spaltung - eine Glaubensvielfalt so (streitlos) stehen lassen kann wie sie ist? Und das ist vielleicht sogar die Kernfrage

      Ich denke auch, dass dies die Kernfrage ist, quasi die "Mutter aller Probleme" :S

      Glaubensvielfalt gibt es immer nur innerhalb bestimmter - selbstdefinierter - Grenzen einer Glaubensgemeinschaft. Diese Glaubensvielfalt und die Grenzen gab es in der Adventgemeinde schon immer. Die Frauenordination ist laut weltweiter Mehrheit der Adventisten keine Frage der weltweiten Glaubensvielfalt, sondern eine Grenze (s. GK-Beschluss). Wer Frauen ordiniert übertritt die Grenze, die die weltweite Gemeinde festgelegt hat. Er stellt sich damit außerhalb der weltweiten Gemeinde.

      Einige europäische und nordamerikanische Verbände sehen die Frauenordination nicht als unüberschreitbare Grenze an, sondern als (notwendige) Möglichkeit innerhalb der adventistischen Vielfalt. Diese Verbände konnten sich bis jetzt mehrheitlich nicht mit ihrer Auffassung durchsetzen.

      Warum gibt es diese beiden unterschiedlichen Auffassungen? Ich denke, dass unsere Kirche weltweit zum einen auf unterschiedlichen kirchenhistorischen Entwicklungsstufen steht und zum anderen sich innerhalb unterschiedlichster Kulturen behaupten muss.
      Die Adventisten in Europa und den USA haben sich seit über 100 Jahren etabliert. Während es sich anfangs um eine Bewegung handelte, sind es heute "Volkskirchen".

      Volkskirchen haben in der Regel kein klares Profil mehr, d.h. eine größere Vielfalt.

      Die Adventgemeinde in z.B. Afrika hat eher den Charakter einer Bewegung (großer Zufluss, aber auch Abfluss), während sich die Adventgemeinden in den USA und Europa zu traditionellen Volkskirchen entwickeln, ohne nennenswerten Zufluss von Außen, aber fast konstanten Mitgliederzahlen.

      Ich habe große Sorge, ob eine "Volkskirche" mit 35.000 Mitgliedern in Deutschland mittel- oder langfristig überleben kann. Eine Spaltung in "orthodox" und "progressiv" hat es in der allgemeinen Kirchengeschichte immer wieder gegeben.

      "Volkskirchen", die so tun wollen, als wären sie eine Bewegung, merkt man es relativ schnell an - Druck, Manipulation, geistlicher Missbrauch - übertünchte Gräber eben.
      Also:
      1. Unterschiedliche Konfessionen und Spaltungen in der Christenheit hat es immer gegeben! Schon auf dem Apostelkonzil 48!
      2. Dialog, klare Kante und klare Positionen müssen/ sollten innerhalb der "Einheit in der Vielfalt" möglich sein!
      3. Glaubensvielfalt ist schon deshalb notwendig, weil wir verschiedene Individuen sind und jeder etwas anders glaubt als der andere! ---> Deshalb sagt man z.B. bei uns in Württemberg: "Da hat ein jeder sein eigenes "Gläuble"!" ---> Deswegen sind ja mMn. auch Glaubensbekenntnisse so wichtig! Also z.B. das »Apostolische Glaubensbekenntnis« oder das »Nicänische Glaubensbekenntnis«! Diese Bekenntnisse sind der Rahmen in welchem es Glaubensvielfalt geben kann. Bei den STA sind dies z.B. die 28 Glaubenspunkte! Da aber in diesen 28 Punkten keine Frauenordination vorkommt, kann diese somit gar keine Grenze sein! Somit muss ich hier Deiner These widersprechen! Wer die Frauenordination nicht als eine Frage der weltweiten Glaubensvielfalt ansehen will, der nimmt eine m.E. völlig "kropfunnötige" Spaltung der STA-Kirche billigend in Kauf! Ich kann daher die Meinung nicht teilen, dass wer an der Frauenordination festhält (wie USA + Europa) eine Grenze übertritt oder gar außerhalb der weltweiten Gemeinde stehen würde! Wer eine solche Position vertritt, der »überhöht« das Thema der Frauenordination in theologisch unzulässiger Weise und macht diese zu einem "Glaubenspfeiler" im Adventglauben, der die Frauenordination nicht ist und nie werden kann!
      4. Also "Volkskirchen" - Charakter billige ich den Adventisten nur für die USA zu, wo die STA-Kirche ja auch 1863 gegründet wurde und wo die Adventisten ja auch ihre meisten der 20 Millionen Mitglieder haben. Diese waren immerhin so bedeutend, dass sich Hillary Clinton in einer Extra-Video-Botschaft an diese gewandt hat im US-Präsidentschafts-Wahlkampf 2016!
      5. Ob man eine Glaubensgemeinschaft mit ca. 35.000 Mitgliedern in der BRD als Volkskirche bezeichnen kann? Also da kann man sicherlich auch die Meinung vertreten und sagen: „Nein, die STA-Kirche mit ihren 35.000 Mitgliedern ist keine Volkskirche! Sie ist Teil der evangelischen Freikirchen in Deutschland.” Was ja laut ihrem eigenen Selbstverständnis die Adventisten auch so sehen! 35.000 von 80 Millionen sind = 0,04375 % ! Volkskirche?
      6. Ja, leider haben die Volkskirchen kein klares Profil mehr! Die Katholische Kirche hat noch etwas mehr Profil als die Evangelische! Aber das liegt ja v.a. an der Person des jeweiligen Papstes! Wenn der nicht ,„den Laden zusammenhalten” würde, würd's auch in der RKK »drunter und drüber« gehen, wie bei den Protestanten. Am schlimmsten an christlichem Profil hat meine Kirche eingebüßt, wenn von höchster Stelle die Jungfrauengeburt abgestritten wird oder wenn ein Professor Lüdemann den Kernpunkt des christlichen Glaubens - die Auferstehung Jesu - abstreiten kann oder wenn das "Sühnopfer Jesu auf Golgatha" in seiner zentralen Bedeutung relativiert werden soll!
      7. Wer mit Druck, Manipulation und geistlichem Missbrauch reagiert - wie der Exekutiv-Ausschuß unter STA-Präsident Wilson - der kann nur falsch liegen und sich nicht auf den Heiligen Geist, geschweige denn auf den Geist Jesu berufen!
    • Bemo schrieb:

      Ehrlich gesagt, ich finde es gut, dass sich jeder nach seiner Glaubensüberzeugung organisieren kann und da - wo er es für sich für nötig hält - auch klar abgrenzt. Ist das Spaltung?
      Niemand hier dürfte den Wert der Glaubensfreiheit in Frage stellen, also dass sich "jeder nach seiner Glaubensüberzeugung organisieren kann", aber wir haben uns hier ja gefragt, ob Gott will, dass religiöse Spaltungen in seinem Volk stattfinden?
      Wo siehst Du in der Bibel, dass Gott Religionsspaltungen (wie immer Du sie auch begründest oder definierst) für sein Volk für wünschenswert hält oder siehst Du in den biblischen Aussagen eher das Gegenteil (1Kor 1,10; Eph 4,3.4; Joh 17,11)?

      Liebe Grüße, Junker
      "Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert." Albert Einstein
    • Joh 17,11 Und ich bin nicht mehr in der Welt; sie aber sind in der Welt, und ich komme zu dir. Heiliger Vater, erhalte sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, dass sie eins seien wie wir.

      1Kor 1,10 Ich ermahne euch aber, Brüder und Schwestern, im Namen unseres Herrn Jesus Christus, dass ihr alle mit einer Stimme redet; und lasst keine Spaltungen unter euch sein, sondern haltet aneinander fest in einem Sinn und in einer Meinung.

      Eph 4,3f. und seid darauf bedacht, zu wahren die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens:
      4 ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid zu einer Hoffnung eurer Berufung;

      Das sind alles Ideal-Vorstellungen der Bibel, die sich in der Kirchengeschichte leider nicht durchgehalten haben!
    • Diese Oberflächlichkeit ist der Anfang der "Ersetzungstheologie".
      Dem angeblichen "Ideal" des Gotteswortes kann (angeblich) kein Mensch entsprechen. Deswegen setzen "Wir" (Kirche) den Maßstab tiefer (menschlicher). So ließ sich auch die Bergpredigt in "Luft auflösen" und Kirche und Staat "vereinen".
      Kirchengeschichte (Pharisäer/Kirchenväter) schafft Traditionen, Gottes Wort schafft Reformationen.
      "Minimalkonsens" ist NICHT der Weg Jesu!
      Apostelgeschichte 15 war KEIN Minimalkonsens sondern echte Reformation.