Wer oder Was ist Babylon?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Man muss die damalige historische Situation beachten!

      Stofi schrieb:

      Dass die Bezeichnung "der ehrenwerte Tag der Sonne" dir unbekannt ist, verwundert mich grade, da du sonst eine Übersicht über die rkk Aussagen hast. Versuch also noch ein bisschen zu stöbern ;)
      Liebe Stofi!
      Mir ist bekannt, dass der Kaiser Konstantin, der angeblich sich noch auf dem Totenbett hat taufen lassen, im Jahre 321 ein Sonntags-Gesetz herausgegeben hat, wo er vom Sonntag als vom „ehrenwerte Tag der Sonne" geschrieben hatte (---> siehe unten Deinen von mir zitierten Beitrag!) - also überhaupt kein christlicher Bezug zur Auferstehung Jesu Christi! ----> Aber da die Christen mindestens vorher schon seit 200 Jahren auch schon den Sonntag als Auferstehungstag Jesu gehalten haben (was uns Kirchenhistoriker so eindeutig nachgewiesen haben!) - wohl auch neben dem Sabbat, wollte Konstantin mit seinem Sonntags-Gesetz "zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen"; er wollte damit die Loyalität der Christen für den Römischen Staat erreichen, die ja noch von 303 - 313, zehn Jahre lang blutigst vom heidnischen Rom verfolgt wurden!
      ===> Man kann daher rein historisch feststellen, dass die Christenheit dem Kaiser Konstantin durch das Mailänder Religions-Edikt von 313 n.Chr. das Ende der Christenverfolgungen zu verdanken hat! Konstantin hat übrigens nicht nur für die Christen die Religionsfreiheit eingeführt, sondern für sämtliche Glaubensrichtungen, die es damals im Römischen Weltreich gab!
      Dass dann die Kirche versucht hat auch die Heiden, die am Sonntag noch "die Ehrwürdige Sonne" geheiligt und verehrt hatten, gerade an ihrem Tag zum Gottesdienst einzuladen, kann man doch auf eine Art verstehen. Leider kenne ich mich kirchengeschichtlich zu wenig aus, daher weiß ich nicht ab wann die "Sonnenanbeter" nicht mehr am Sonntag die Sonne angebetet haben, sondern nur noch am Sonntag an die Auferstehung Jesu gedacht haben. Denn im Jahre 381 n.Chr. wurde ja das Christentum als Staatsreligion im Römischen Reich eingeführt und dann wurde wohl auch der heidnische "Sonnenanbetungs-Kult" von staatlicher Seite verboten.
      Man kann leicht aus heutiger Sicht sagen, dass mit Konstantin schon Babylon , also Vermischung in der Kirche Einzug gehalten hat, aber können wir uns denn überhaupt anmaßen darüber ein so vernichtendes Urteil zu fällen? Müssen wir nicht die Situation des Jahres 313 berücksichtigen - Ende der Christenverfolgung! - Aufatmen der Christen, die nun ungestört und unverfolgt ihre Gottesdienste am Sabbat und Sonntag abhalten konnten.
      Dass der Sabbat dann 364 verboten wurde und man im Konzil in Laodicea den Christen geboten hatte am Sabbat-Tag zu arbeiten - womit faktisch das 4. Gebot abgeschafft war (---> siehe die Prophezeiung aus Daniel.7,25!) - lag am zunehmenden Antisemitismus innerhalb der Christenheit, der v.a. durch die Aussage, „d i e ... Juden haben Jesus getötet!” leider immer mehr Zustimmung erfahren hatte. Besonders die Kirchenväter Augustinus und Chrysostomos waren schlimme antijüdischen Hetzer im 4. Jahrhundert!

      Liebe Stofi, dem was Du hier anschließend geschrieben hast, kann ich im Wesentlichen zustimmen:

      Stofi schrieb:

      ".........Zum Anderen wurde gleichzeitig ein Gesetz erlassen, welches den Siebenten Tag auf den ersten Tag der Woche verlegte; der Sabbat wurde in den Sonntag verändert, der von nun an der erste Tag der Woche und der „Tag des Herrn“ genannt wurde. Anfangs betrachtete man ihn nur als einen Tag der Erholung und hielt den Sabbat noch immer heilig. Die aus den Heiden gewonnenen Christen lehrte man bei den Gottesdiensten nicht Apollo, den Sonnengott, sondern "Christus", das Weltlicht, zu verherrlichen. Dadurch wurde die heidnische Bedeutung des „ehrwürdigen Tages der Sonne“ in eine christliche umgedeutet und den zuströmenden Heiden auf diese Weise der Zugang zum Christentum erleichtert.

      Papst Johannes Paul II bezog dazu sehr offen und ehrlich Stellung und zeigt auf, wo der Sonntag seinen Ursprung hat:

      "Auf Grund einer wohlüberlegten pastoralen Eingebung sah sich nämlich die Kirche veranlasst, die Bezeichnung "Tag der Sonne" - ein Ausdruck, mit dem die Römer diesen Tag benannten und der noch in einigen modernen Sprachen aufscheint - für den Herrentag zu christianisieren; dadurch sollten die Gläubigen von Sitzungen des Sonnenkultes, wo die Sonne als Gott verehrt wurde, abgehalten und die Feier dieses Tages auf Christus, die wahre "Sonne" der Menschheit, ausgerichtet werden. Der hl. Justinus gebraucht, wenn er an die Heiden schreibt, die gängige Terminologie, um zu vermerken, dass die Christen ihre Versammlung "am Sonnentag" abhielten, aber der Bezug auf diesen Ausdruck gewinnt nun für die Gläubigen einen neuen, vollkommenen evangelischen Sinn." (Quelle: DIES DOMINI, 5. Juli 1998, Absatz 27)

      Dieser „Tag der Sonne“ der zum „Tag des Herrn“ gemacht wurde, fand nur langsam allgemeine Anerkennung. Anfangs wurden noch drei verschiedene Tage von den Christen als heilige Tage beobachtet: den Sonntag, den Samstag und den biblischen Sabbat. Anfang des vierten Jahrhunderts erließ Kaiser Konstantin jedoch im März 321 ein Gesetz auf dem Konzil von Nizea, welches die allgemeine Beobachtung des Sonntags als eines öffentlichen Festtages im ganzen Römischen Reich verordnete. Zudem verbot er neben dem Julianischen Kalender alle Kalender, die zu dieser Zeit noch angewandt wurden. Es waren mindestens drei Kalender in Gebrauch: Der seit 45 v. Chr. eingeführte Julianische Sonnenkalender (anfangs noch aus einer 8 Tage-Woche bestehend), der 8-Tagewoche Kalender der Römischen Republik und der Mond-Sonnenkalender der Juden und ersten Messias-Nachfolger. Das Gesetz befahl, dass alle Menschen den Tag der Sonne “verehren” sollten. Kaiser Konstantins Sonntagsgesetz enthielt folgenden Absatz:

      Am ehrwürdigen Tag der Sonne sollen die Stadtbeamten und das Volk, das in den Städten wohnt, ruhen, und alle Werkstätten geschlossen bleiben. Auf dem Lande jedoch mögen solche Personen, die in der Landwirtschaft tätig sind, ihrer Arbeit weiterhin frei und nach dem Gesetz nachgehen“ (aus: Codex Justanianus, lib. 3 tit. 12,3; zitiert in „History oft he Christian Church“, Phillip Schaff, D.D., 7 vol. ed., Vol. III, S. 380)

      Ganzer Artikel:
      Der Siebente-Tag Sabbat - Durch Rom verfälscht - Bibel-Offenbarung

      .
      Zum rotmarkiertem Satz: dieser stimmt eben so in seiner Pauschalität nicht! ---> Denn wie ich oben schon geschrieben hatte, hat zumindest die heidenchristliche Gemeinde den Sonntag bereits seit 55 n.Chr. auch als Gottesdienst-Tag gehalten und als Erinnerung an die Auferstehung (---> siehe Apg.20,7) - und im frühchristlichem Barnabas-Brief wird der Nachweis gebracht, dass der Sonntag als Herrentag Jesu Christi und Auferstehungstag bereits gefeiert wurde und zwar in der Zeit von ca. 70 - 100 n.Chr. Und bereits der Apostel Johannes bezeichnet um das Jahr 95 n.Chr. den Sonntag in Offenbarung 1,10 als "Tag des Herrn" (diese Meinung ist in der Christenheit aber umstritten!). Auch die irische Christenheit (was Dir jeder Kirchenhistoriker bestätigen wird!) hat noch bis zum 5./6. Jahrhundert - trotz des Verbots von 364! - parallel sowohl den Sabbat-Tag als auch den Sonntag heilig gehalten!
      Zum blau markierten Satz: Wenn hier von ... d r e i ... heiligen Tagen die Rede ist - also vom Sonntag, vom Samstag und vom biblischen Sabbat, so ist dies doch schon erstaunlich, weil von den adventistischen Theologen immer behauptet wird, dass der Samstag seit der Schöpfung immer stets der biblische Sabbat gewesen sei! Wenn es aber nicht gilt Sabbat = Samstag, dann steht fest, dass die Juden einen Lunar-Mondkalender hatten, wonach der 7. Tag nicht immer auf den Samstag gefallen wäre! Also das mit den drei Tagen ist doch sehr, sehr verwirrend! [WER KANN HIER FÜR AUFKLÄRUNG SORGEN?]

      Der braune Satz ist historisch falsch, denn das Sonntags-Gesetz wurde 4 Jahre vor dem Konzil von Nicea , welches 325 n.Chr. war beschlossen, hat also mit dem Nicäanischen Konzil nicht das geringste zu tun!

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • Norbert, dass irgendwelche Christen irgendwann angefangen haben den Sonntag zu halten, legitimiert den Sonntag keineswegs, wie du es hier aber unermüdlich tust. Auch gläubige Menschen vor den ersten Christen waren Gott untreu, genauso wie diese besagten Christen sich irgendwann auf den Irrweg begeben haben... und Gottes Geboten untreu wurden. Schon Adam und Eva taten, was Gott nicht wollte.
      Der Sonntag und alle anderen sog. christlichen Feste und Feiertage, die Gott nicht befohlen oder eingesetzt hat, sind nichts anderes, als verchristianiertes Heidentum. Ein heidnischer Feiertag wurde genommen, irgendein Ereignis aus der Bibel gesucht, dieses reinmontiert, und schon war ein "christlicher" Feiertag daraus. Genauso der Sonntag.... man hat einfach die Auferstehung als Grund genommen.

      Nochmal: das ist aber nicht das, was Gott will, was ER gebietet. Selbst das sollte ALLEIN als Argument zur Ausrichtung des eigenen Lebens reichen. Welches Argument soll da noch stärker, noch größer sein, als dass "es" Gottes Wille ist, als dass Gott geboten hat. Und sag mal, wo ist hier nur eine Andeutung einer Christenheit, die das, was Gott will, nicht tut, was ER aber definitiv nicht will, das tut sie bis zum Umfallen (.....Babylon ist auch um-gefallen :D )

      Vermischungen 2er Religionen ist ganz einfach Gott als Gräuel. Das Kreuz, Weihnachten, der Sonntag, Ostern, usw. existierten in der heidnischen Religion längst vor Christus. Und alles wurde in die Christenheit übernommen.

      .


      .
      :greet:


      Stofi empfiehlt:
      Das geistliche Babylon
    • Kreuz, Weihnachten, Sonntag, Ostern aus biblischen Gründen übernommen!

      Stofi schrieb:

      Vermischungen 2er Religionen ist ganz einfach Gott ein Gräuel. Das Kreuz, Weihnachten, der Sonntag, Ostern, usw. existierten in der heidnischen Religion längst vor Christus. Und alles wurde in die Christenheit übernommen.
      Aber doch nicht im Sinne des Heidentums (!!!), sondern im biblischen Sinne:
      • Das Kreuz als Siegeszeichen über den Tod ----> 1.Kor.1,18
      • Weihnachten als Geburtsfest Jesu , weil »Gott Mensch wurde« ----> Joh.1,1,14
      • Der Sonntag als Erinnerungstag an die Auferstehung Jesu vom Tode -----> 2Tim 2,8
      • Und der Sonntag als Tag an dem sich die Christenheit zum Abendmahl versammelt und um eine Predigt zu hören -----> Apg.20,7
      • Ostern als jährlicher Festtag zur Freude über die Auferstehung Jesu vom Tode und als Beginn der neuen Schöpfung ---> Ps. 118,24
      Ich kann daher nicht erkennen, warum es ein Fehler gewesen sein soll, dass die Christenheit diese Dinge in ihr Glaubensleben aufgenommen hat, nur weil diese Dinge früher auch heidnische Kulte/ Symbole gewesen sein sollen, was so auch nicht 100%ig stimmen muss! Mann kann doch daraus - beim besten Willen wirklich nicht! - eine Vermischung von Heidentum und Christentum - also »babylonische Verwirrung« konstatieren!
      Euch Adventisten und der Frau Ellen White ist es zu verdanken, dass ihr die Bedeutung des Sabbat-Gebotes und das Einhalten der 10 Gebote wieder in den Fokus gerückt habt seit 1863! Und ich setzte mich seit nunmehr 15 Jahren dafür ein, dass dies in der Evangelischen Kirche auch wieder so gesehen werden möge!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • Kreuz, Weihnachten und Ostern: Zeichen der Erlösung + Sieg über den Tod!

      Zusatz:

      • Das Kreuz von Golgatha vom Karfreitag versichert uns unsere Erlösung! (---> Röm.5,6+8)
      • Weihnachten zeigt uns, dass Gott in Jesus seine Menschheit nicht vergessen hat! (---> Luk.2,10-11)
      • Ostern und der Sonntag erinneren uns an den Sieg des Lebens über den Tod! (----> 1Kor 15,55+57)



      Liebe Stofi, da kann doch keine Christin/ kein Christ irgend etwas dagegen haben, geschweige denn einwenden!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Norbert Chmelar ()

    • Norbert Chmelar schrieb:

      Zusatz:

      • Das Kreuz von Golgatha vom Karfreitag versichert uns unsere Erlösung! (---> Röm.5,6+8)
      • Weihnachten zeigt uns, dass Gott in Jesus seine Menschheit nicht vergessen hat! (---> Luk.2,10-11)
      • Ostern und der Sonntag erinneren uns an den Sieg des Lebens über den Tod! (----> 1Kor 15,55+57)



      Liebe Stofi, da kann doch keine Christin/ kein Christ irgend etwas dagegen haben, geschweige denn einwenden!

      Norbert, du solltest doch langsam Stofis Blickwinkel kennen!? (Und woher sie den hat)
    • Wer ist der echte Antichrist?

      Bogi111 schrieb:

      Wer gegen Rom hetzt und den echten Antichristen nicht wahrnimmt, kann nicht im ernst Christus verkündigen...
      Wer lieber Bogi ist nach Deiner Auffassung der echte Antichrist? Ist es der erst kommende, wie er in Offb.17, 11 genannt wird, der achte »König«...?
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Bogi111 schrieb:

      Wer gegen Rom hetzt und den echten Antichristen nicht wahrnimmt, kann nicht im ernst Christus verkündigen...
      Wer lieber Bogi ist nach Deiner Auffassung der echte Antichrist?
      Auf die Antwort bin auch ich gespannt.
      M.E. kann DER Antichrist gem. Off 13 Vere 1 und 18 nur der ode ein Papst sein weil das Tier (aus dem Meer) nur Rom mit einer abgefallenen Kirche = Hure sein kann.

      Oder?
    • hnitschke schrieb:

      Norbert Chmelar schrieb:

      Bogi111 schrieb:

      Wer gegen Rom hetzt und den echten Antichristen nicht wahrnimmt, kann nicht im ernst Christus verkündigen...
      Wer lieber Bogi ist nach Deiner Auffassung der echte Antichrist?
      Auf die Antwort bin auch ich gespannt.M.E. kann DER Antichrist gem. Off 13 Vere 1 und 18 nur der ode ein Papst sein weil das Tier (aus dem Meer) nur Rom mit einer abgefallenen Kirche = Hure sein kann.

      Oder?

      Er verleugnet nicht den Vater und den Sohn!
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Wer lieber Bogi ist nach Deiner Auffassung der echte Antichrist?
      Lieber Norbert,so wie ich Jesus verstehe leben wir alle im Reiche Satans. Die Erde ist sein Herschaftsbereich.

      Nur die,die sich für Jesus entschieden haben,stehen unter seinem besonderen Schutz.

      So lange der Geist Gottes wirkt, hällt er Satan im Zaun und Klopf an der Herzen der Menschen und bittet um Aufnahme.

      Alles andere in welcher Staatsmacht, Organisation oder Religion ist zweirangig,es geht um das persönliche umsetzen

      der Nächstenliebe die Jesus vorgelebt und gepredigt hat.

      Wir sollten uns freimachen von Machtstrukturen der vergangenheit!

      Jesus Nachfolger stehen im Dienst der Benachteiligten,Schwachen und Elendenden....bauen an seinem Reich!!!