Thomas von Aquin: 5 Gottesbeweise

    • Thomas von Aquin: 5 Gottesbeweise

      1. Die Bewegungen der Welt und aller Dinge in ihr lassen den Schluß auf ein erstes Bewegendes zu, das selbst nicht von etwas anderem in Bewegung gesbracht wurde (primum movens). Dieser unbewegte Beweger ist Gott.

      2. Da jedes Ding eine Ursache hat, von der es bewirkt wird, und jede Ursache selbst wieder auf einer Ursache beruht, muß es eine allererste Wirkursache geben (prima causa), von der letztlich alles ausgeht. Diese ist Gott.

      3. Da alles, was ist, nicht notwendig existiert, also u.U. auch nicht sein könnte, muß es etwas geben, dessen Dasein notwendig ist (ens per se necessarium). Dies lässt sich nur von Gott selbst sagen.

      4. Alle Dinge der Welt sind in abgestufter Weise unvollkommen, haben aber Anteil an etwas Vollkommenen, das sie spiegeln (ens perfectissimum). Das Perfekte ist Gott.

      5. Alle Vorgänge und Prozesse sind zielgerichtet; sie nähern sich immer mehr ihrem letzten und eigentlichen Ziel (telos). Wenn es dieses Ziel nicht gäbe, wäre die Welt ein ewiger, sinnloser Kreislauf. Wollen wir dieser Konsequenz entgehen, müssen wir Gott als letztes Ziel annehmen.

    • Gibt es eigentlich noch andere Gottesbeweise?

      Wie z.B.
      • Die Schöpfung = Das Werk des dreifaltigen Gottes! - Ein Gottesbeweis?
      • Die Sehnsucht des Menschen nach etwas Transzendentem! - Ein Gottesbeweis?
      • Die Bibel als "Beweis-Urkunde" für die Existenz Gottes! - Ein Gottesbeweis?
      • Sonstiges?
    • Norbert Chmelar schrieb:

      Gibt es eigentlich noch andere Gottesbeweise?
      Eine der stärksten Erfahrungen der Neuzeit, die für die Existenz des christlichen Gottes spricht, ist das Leben und Wirken von Ellen White. Viele Menschen, darunter viele Ärzte, haben erlebt, wie Ellen White unter diversen Umständen unerwartet Visionen bekam. Sie wurde in diesem Zustand, insbesondere von den Ärzten, genau beobachtet. Man hat viel darüber dokumentiert, und die Meinungen sind sehr einheitlich, dass es der göttliche Einfluss sein müsste, der sie in diesen Zustand brachte. Nicht weniger wichtig ist das in Visionen Gesehene, denn Ellen White wurden Dinge gezeigt, die erst Monate später stattfinden würden, oder Menschen mit ihren sehr konkreten sündhaften Praktiken. Diese Menschen waren sowohl aus dem Bekanntenkreis, als auch völlig Unbekannte. Die Unbekannten erkannte sie Tage oder Monate später zufällig auf den Versammlungen. In solchen Fällen sprach sie ihre Sünden oft "mit dem Zeigefinger" öffentlich an.

      Für mich persönlich ist das nicht nur einer der stärksten Erfahrungen/Beweise für die Existenz Gottes der Bibel, sondern auch für den wahrhaftigen, von Gott inspirierten prophetischen Dienst von Ellen White.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Jacob der Suchende schrieb:

      Eine der stärksten Erfahrungen der Neuzeit, die für die Existenz des christlichen Gottes spricht, ist das Leben und Wirken von Ellen White.
      In meine Augen ist das weder "Beweis" noch "Erfahrung". Eine Erfahrung ist etwas das ICH mit Gott erlebe nicht etwas vom Hörensagen.

      Norbert Chmelar schrieb:

      Es sind 400 Messianische Prophetien im Alten Testament, die auf den Messias Jesus Christus hinweisen!
      Auch das ist keinesfalls ein Beweis für Gott, denn die Erfüllung ist abhängig vom Verständnis, der Auslegung, der Prophezeiungen. Leicht daran zu erkennen, dass gläubige Juden die Messiasprophezeiungen nicht auf Jesus deuten.
      Liebe Grüße, Heimo
    • HeimoW schrieb:

      In meine Augen ist das weder "Beweis" noch "Erfahrung". Eine Erfahrung ist etwas das ICH mit Gott erlebe nicht etwas vom Hörensagen.
      Das mag für dich so sein.

      Für mich ist es so: wenn Hunderte von Menschen etwas gleich erfahren und darüber einheitlich berichten, dann kann ich mich auf ihre Berichte verlassen. Ihre Erfahrung wird meine Erfahrung, und auch ein Beweis für mich, dass es Gott gibt. Auf dieselbe Weise glaube ich mehreren Hunderten von Zeugen der Auferstehung Jesu, die ich persönlich nicht erlebt habe.
      Dir wird wenig vergeben, wenn du wenig liebst. Dir wird viel vergeben, wenn du viel liebst. (Lukas 7,47-50)
    • Jacob der Suchende schrieb:

      Für mich ist es so: wenn Hunderte von Menschen etwas gleich erfahren und darüber einheitlich berichten
      Wo sind diese "hunderte Menschen" die (unabhängig voneinander) so etwas berichten? Ich bezweifle dass so ein heikles und bedeutendes Thema wie "Gottesbeweise" für EGW-Hagiographie geeignet ist.

      Jacob der Suchende schrieb:

      Auf dieselbe Weise glaube ich mehreren Hunderten von Zeugen der Auferstehung Jesu, die ich persönlich nicht erlebt habe.
      Ja, du glaubst es, Dein gutes Recht - aber das ist keine Erfahrung und auch kein Beweis. Erfahrung ist das, was Du selbst mit Gott erlebst. Beweis ist, was Du unwiderlegbar begründen kannst.
      Liebe Grüße, Heimo
    • ...hege die Hoffnung, dass ...!

      HeimoW schrieb:

      Norbert Chmelar schrieb:

      Es sind 400 Messianische Prophetien im Alten Testament, die auf den Messias Jesus Christus hinweisen!
      Auch das ist keinesfalls ein Beweis für Gott, denn die Erfüllung ist abhängig vom Verständnis, der Auslegung, der Prophezeiungen. Leicht daran zu erkennen, dass gläubige Juden die Messiasprophezeiungen nicht auf Jesus deuten.
      Leider stimmt der letzte Satz! Bislang gäbe es in Israel erst ca. 20.000 Messianische Juden, die an Jesus als ihren Messias glauben! (Tendenz aber steigend!) ---> Aber ich hege die Hoffnung, dass sich beim "Spätregen"(---> siehe Joel 3: Stelle mit doppelt prophetischer Bedeutung!) irgendwann einmal ganz Israel bekehren wird!
    • Aber über das Haus David und über die Bewohner von Jerusalem gieße ich den Geist der Gnade und des Flehens aus, und sie werden auf mich blicken, den sie durchbohrt haben, und werden über ihn wehklagen, wie man über den einzigen Sohn wehklagt, und werden bitter über ihn weinen, wie man bitter über den Erstgeborenen weint.
      (Sach.12,10)
    • »Der grösste Gottesbeweis«?

      Ja, Stofi, ich danke Dir sehr für dieses bekannte Zitat!

      Übrigens Friedrich der Große sprach auch den bekannten Satz: "Jeder soll nach seiner eigenen Facon selig werden!" Der Alte Fritz, von dem nicht bekannt ist, ob er sehr gläubig war (Er war aber qua Amt auch oberster Herrscher/Bischof der Evangelischen Kirche in Preussen!), nahm aber grosszügig die verfolgten Hugenotten aus Frankreich in großer Zahl auf! Seine vielen Kriege - und der Raub Schlesiens von Österreichs Maria Theresia waren nun alles andere als "vorbildlich"! ---> sie begründeten leider den "preußischen Militarismus" , der bis in die beiden Weltkriege Auswirkungen hatte!

      Zu den Juden:
      Die alten Ägypter sind untergegangen, auch die Assyrer, die Babylonier auch, ebenso die Meder und Perser! Das hellenistische Grossreich des Griechen Alexanders des Grossen ist untergegangen, ebenso wie das Römische Weltreich und auch das "BRITISH EMPIRE"! ==> Alle sind sie untergegangen - nur die Juden haben alle diese WELTREICHE und den Holocaust eines Haman und eines Hitlers überlebt!
      Steht dahinter nicht das Walten eines liebenden allmächtigen Gottes?
      Ist die bleibende Existenz der Juden nicht »der grösste Gottesbeweis«?
    • Jacob der Suchende schrieb:

      Norbert Chmelar schrieb:

      Gibt es eigentlich noch andere Gottesbeweise?
      Eine der stärksten Erfahrungen der Neuzeit, die für die Existenz des christlichen Gottes spricht, ist das Leben und Wirken von Ellen White. Viele Menschen, darunter viele Ärzte, haben erlebt, wie Ellen White unter diversen Umständen unerwartet Visionen bekam. Sie wurde in diesem Zustand, insbesondere von den Ärzten, genau beobachtet. Man hat viel darüber dokumentiert, und die Meinungen sind sehr einheitlich, dass es der göttliche Einfluss sein müsste, der sie in diesen Zustand brachte. Nicht weniger wichtig ist das in Visionen Gesehene, denn Ellen White wurden Dinge gezeigt, die erst Monate später stattfinden würden, oder Menschen mit ihren sehr konkreten sündhaften Praktiken. Diese Menschen waren sowohl aus dem Bekanntenkreis, als auch völlig Unbekannte. Die Unbekannten erkannte sie Tage oder Monate später zufällig auf den Versammlungen. In solchen Fällen sprach sie ihre Sünden oft "mit dem Zeigefinger" öffentlich an.
      Für mich persönlich ist das nicht nur einer der stärksten Erfahrungen/Beweise für die Existenz Gottes der Bibel, sondern auch für den wahrhaftigen, von Gott inspirierten prophetischen Dienst von Ellen White.
      Der Dienst E. Whites war nicht mehr oder weniger von Gott berufen wie Augustinus, Luther, Kalvin, Wesley, Miller u. a.

      Ein jeder zu seiner Zeit. Wir können uns heute nicht zurücklehnen oder auf E. White verlassen. Erlösender Glaube gründet sich auf das Zeugnis Mose und Jesu und derer, die damit übereinstimmen.