Der Aberglaube in der Christlichen Welt.

  • Als ›christlicher Aberglaube‹ bezeichnet man Vorstellungen und Praktiken, die christliche Symbole, Gebete oder Heilige mit magischen Erwartungen verbinden. Dazu gehören etwa der Glaube, ein bestimmtes Gebet wirke automatisch gegen Krankheit, ein Kreuz schütze unabhängig von der persönlichen Überzeugung vor Unheil oder eine Reliquie besitze aus sich selbst heraus besondere Kräfte. Auch Bräuche wie das Segnen von Gegenständen, Schutzamulette mit christlichen Zeichen oder die Deutung bestimmter Ereignisse als göttliche Vorzeichen können in diese Nähe geraten.

    Dabei ist die Grenze zwischen christlichem Glauben, Volksfrömmigkeit und Aberglauben nicht eindeutig. Religiöse Rituale sollen im christlichen Verständnis in erster Linie Ausdruck des Vertrauens auf Gott sein. Aberglaube beginnt dort, wo ein Ritual wie eine technische Handlung behandelt wird: Wer es korrekt ausführt, erwartet ein bestimmtes Ergebnis. Das Gebet wird dann nicht mehr als Beziehung zu Gott verstanden, sondern als Mittel, um Glück, Heilung oder Schutz zu erzwingen.

    Historisch lässt sich christlicher Aberglaube auch als Versuch verstehen, Unsicherheit zu bewältigen. In Zeiten von Krankheit, Krieg oder Naturkatastrophen boten magische Deutungen scheinbare Kontrolle. Die Kirche bekämpfte manche dieser Praktiken, übernahm jedoch zugleich bestimmte Bräuche und deutete sie christlich um. Dadurch entstand eine religiöse Alltagskultur, in der kirchliche Lehre und ältere Volksvorstellungen miteinander verbunden waren.

    Zur Diskussion steht deshalb, ob ›christlicher Aberglaube‹ ausschließlich als Irrtum zu bewerten ist. Einerseits kann er Menschen abhängig machen, Angst verstärken und den kritischen Blick auf die Wirklichkeit behindern. Andererseits erfüllen Rituale und Symbole eine soziale und emotionale Funktion: Sie stiften Gemeinschaft, geben Hoffnung und helfen, Krisen zu verarbeiten. Entscheidend scheint daher die Frage zu sein, ob ein Ritual den Menschen zu verantwortlichem Handeln ermutigt oder ihm lediglich die Illusion vermittelt, das Schicksal magisch kontrollieren zu können.

    Diskussionsfragen:

    • Wo verläuft die Grenze zwischen religiösem Vertrauen und Aberglauben?
    • Sind Segnungen, Reliquien oder Schutzsymbole Ausdruck von Glauben oder bereits magische Praktiken?
    • Kann Aberglaube auch eine positive psychologische oder gemeinschaftliche Funktion haben?
    • Sollte Religion magische Vorstellungen grundsätzlich zurückweisen oder ihre kulturelle Bedeutung anerkennen?

    Ein interessanter Link des Schweizer Bibelkreis hierzu: Aberglaube (.pdf)

    » Béni soit l’Éternel, mon rocher, Qui exerce mes mains au combat, Mes doigts à la bataille. «
    ‭Psaumes 144:1 [Segond 1910]

    » Grand es-Tu, Seigneur, et digne de toute louange ; grande est Ta puissance, et infinie Ta sagesse. «
    ›Dans cet esprit, battons-nous !‹

    Einmal editiert, zuletzt von Katechon (22. September 2026 um 19:25)

  • Zum Thema Aberglaube - würde das bei uns nicht auch darunter fallen?

    Und als die Männer jenes Ortes ihn erkannten, schickten sie in jene ganze Gegend und brachten alle Leidenden zu ihm; und sie baten ihn, dass sie nur die Quaste seines Gewandes anrühren dürften; und so viele ihn anrührten, wurden völlig geheilt. (Mt 14,35-36)

    Und wo irgend er eintrat in Dörfer oder in Städte oder in Gehöfte, legten sie die Kranken auf den Märkten hin und baten ihn, dass sie nur die Quaste seines Gewandes anrühren dürften; und so viele irgend ihn anrührten, wurden geheilt. (Mk 6,56)

    Und die ganze Volksmenge suchte ihn anzurühren, denn es ging Kraft von ihm aus und heilte alle. (Lk 6,19)

    so dass sie auch die Kranken auf die Straßen hinaustrugen und auf Betten und Lager legten, damit, wenn Petrus käme, auch nur sein Schatten einen von ihnen überschatten möge. (Apg 5,15)

    Was meint Ihr dazu?

    Liebe Grüße, Heimo

  • Zum Thema Aberglaube - würde das bei uns nicht auch darunter fallen?

    Der Glaube versetzt Berge, heißt es. Wenn Du krank danieder liegst, gesund werden willst, fest daran glaubst, ist das ganz sicher keine Garantie zu genesen. Aber es ist wahrscheinlicher zu genesen wenn man glaubt und genesen will, als dass man den Kopf hängen lässt und sich aufgibt.

    Nein, der Glaube an Gott und an seine Hilfe zur Selbsthilfe durch Glaube und Wille, ist kein Aberglaube.

    » Béni soit l’Éternel, mon rocher, Qui exerce mes mains au combat, Mes doigts à la bataille. «
    ‭Psaumes 144:1 [Segond 1910]

    » Grand es-Tu, Seigneur, et digne de toute louange ; grande est Ta puissance, et infinie Ta sagesse. «
    ›Dans cet esprit, battons-nous !‹

  • Und als die Männer jenes Ortes ihn erkannten, schickten sie in jene ganze Gegend und brachten alle Leidenden zu ihm; und sie baten ihn, dass sie nur die Quaste seines Gewandes anrühren dürften; und so viele ihn anrührten, wurden völlig geheilt. (Mt 14,35-36)

    Ich denke nicht, dass das Aberglaube ist, sondern der Glaube an eine Person, an Ihn: als die Männer jenes Ortes ihn erkannten ...

    Allerdings gibt es durchaus unterschiedliche Heilungsgeschichten in den Evangelien:

    es gibt jene, die kommen voller Verzweiflung und in letzter Not zu ihm;

    es gibt jene, die wollen nur mal gucken (Zachäus), und er spricht sie an;

    es gibt jene, die fragten gar nicht nach ihm (der Kranke am Teich), sondern er geht zu ihnen;

    es gibt jene, die denken gar nicht an irgendeinen "richtigen Glauben", sondern die wollen einfach nur gesund werden und haben gehört, dass er Kranke heile, also gehen sie zu ihm ...

    Es gibt das alles. Und er hat niemals jemanden abgewiesen. Dieses "wenn du richtig glaubst, dann kannst du zu ihm kommen!" ist nicht richtig; dann wird auch der Glaube zu einer Leistung, zu etwas, was man vollbringen muss. Deshalb ist das "sola fide" manchmal auch extrem problematisch, wenn es falsch verstanden wird. Menschen können viel besser irgendwelche Regeln befolgen, das hilft ihnen; wie aber soll man einen Glauben leisten, so man ihn noch nicht hat?

    Ja, es gibt Menschen, die kommen einfach nur, weil ihnen die Gemeinschaft guttut, oder weil sie gesund werden wollen, oder weil sie denken, dass heilige Rituale gut sind (ohne das im Detail erklären zu können) ... Es gibt Leute, wie in der Apostelgeschichte beschrieben, die können gläubig sein, aber sind noch nicht "erfüllt vom Heiligen Geist", sondern sagen: "Wir haben noch nie gehört, dass es einen Heiligen Geist gibt."

    Natürlich muss man in einer Gemeinde aufklären, was rechter Glaube ist; aber man muss auch Barmherzigkeit mit den Menschen haben und wie sie gestrickt sind. Wir haben ganz einfältige Leute bei uns, die verstehen kaum etwas von diesen Dingen, über die wir hier sprechen, sondern die sagen einfach: "Ich glaube an Gott und an Jesus!" und dass ihnen das Abendmahl guttut, und sie kommen in die Gemeinschaft, weil sie ansonsten im Leben vollkommen einsam sind. Lasst sie alle kommen!

    Euer Walter Veith, so kritisch man ihn auch sehen mag, sagte mal etwas sehr gutes in einem Vortrag: "Diese Gemeinde ist ein Hospital für Verlorene!"

    Ja, das sind wir, bzw. das sollen wir sein. Daher: ja, alles wichtig mit dem "rechten Glauben", aber bitte auch damit behutsam sein.

  • Unter Aberglaube kann man aber auch ›die Hasenpfote‹, das ›Heiligenbildchen‹, das Amulett oder Kruzifix, das manche um den Hals tragen, verstehen. Ich habe ein ›Nazar‹ … ohne daran zu glauben, sondern als Souvenir.

    Das Nazar ist ein kleines Glücks- und Schutzamulett gegen den bösen Blick – quasi ein persönlicher Bodyguard aus Glas. Ich bekam meines von einer Berberfrau im Atlasgebirge geschenkt, weil ich veranlasst hatte dass sich unser Sanitäter um eine Wunde am Fuß ihrer Tochter kümmerte. Das Mädchen war in den abgebrochen Boden einer Glasflasche getreten und hatte eine tiefe Wunde in der Ferse.

    Seitdem beschützt es mich hoffentlich sogar vor dem bösen Blick einer geheimnisvollen Dame von der Engelsburg am Tiber – sicher ist sicher!

    » Béni soit l’Éternel, mon rocher, Qui exerce mes mains au combat, Mes doigts à la bataille. «
    ‭Psaumes 144:1 [Segond 1910]

    » Grand es-Tu, Seigneur, et digne de toute louange ; grande est Ta puissance, et infinie Ta sagesse. «
    ›Dans cet esprit, battons-nous !‹

  • Nachtrag: Vielleicht fragt sich jemand, was Nordafrika bzw. Berber mit dem Christentum zu tun haben.

    Es gibt christliche Berber, die sich selbst häufig Amazigh oder Imazighen nennen. Die meisten Berber sind heute sunnitische Muslime, aber ein Teil ist christlich geworden – besonders in Marokko und Algerien. Außerdem war Nordafrika in der Spätantike stark christianisiert; wichtige Kirchenväter wie Augustinus von Hippo stammten aus dieser Region.

    » Béni soit l’Éternel, mon rocher, Qui exerce mes mains au combat, Mes doigts à la bataille. «
    ‭Psaumes 144:1 [Segond 1910]

    » Grand es-Tu, Seigneur, et digne de toute louange ; grande est Ta puissance, et infinie Ta sagesse. «
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  • Ich hatte 1944 Scharlach, eine meist tödliche Variante - ich habe überlebt. - - Dann die Genesung und die Vorschriften der Sanitätsbehörden : Alles, mit dem ich in Berührung gekommen sei, sei zu verbrennen - Dazu auch eine Bibel. - sehr harsche Kritik, wie man denn nur eine Bibel verbrennen könne - - -

    Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -

    Leider kann ich nicht mit der alleinerziehenden Mutter aufwarten - -

  • Seitdem beschützt es mich hoffentlich sogar vor dem bösen Blick einer geheimnisvollen Dame von der Engelsburg am Tiber – sicher ist sicher!

    Bist du langsam mal fertig mit diesem Kindergarten?

    Was meinst du denn, wer du bist? Hör mal auf, dich hier so aufzuspielen, sei respektvoll zu den Leuten hier oder lass sie in Ruhe, dann brauchst du auch keinen Talisman.

  • Guten Abend lieber Simon, auch Dir einen schönen guten Abend! Stell‘ Dir einfach vor wie ich Dir freundlich zuwinke … aber nur mit einem Finger … 😉

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    ‭Psaumes 144:1 [Segond 1910]

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  • Guten Abend lieber Simon, auch Dir einen schönen guten Abend! Stell‘ Dir einfach vor wie ich Dir freundlich zuwinke … aber nur mit einem Finger … 😉

    Wunderbar. So weiß zumindest jeder hier, was er von deiner Selbstdarstellung als Christenmensch und Soldat zu halten hat.

  • Wunderbar. So weiß zumindest jeder hier, was er von deiner Selbstdarstellung als Christenmensch und Soldat zu halten hat.

    Sonst winkst ja Du immer mit dem erhobenen Zeigefinger. Da wollte ich es auch mal versuchen. Wenn Du aber gleich an den digitus imputus (*) denkst, dann weiß zumindest jetzt jeder hier, was für ferkelige Gedanken Du hegst.

    (*) Entschuldige bitte, dass ich Dir wieder mit Latein komme. Es ist ja zwischenzeitlich deutlich geworden, dass Deine theologischen Kenntnisse sub omnibus canonibus sind und es bei Latein, Griechisch und wohl auch Hebräisch stark mangelt.

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  • Sonst winkst ja Du immer mit dem erhobenen Zeigefinger. Da wollte ich es auch mal versuchen. Wenn Du aber gleich an den digitus imputus (*) denkst, dann weiß zumindest jetzt jeder hier, was für ferkelige Gedanken Du hegst.

    (*) Entschuldige bitte, dass ich Dir wieder mit Latein komme. Es ist ja zwischenzeitlich deutlich geworden, dass Deine theologischen Kenntnisse sub omnibus canonibus sind und es bei Latein, Griechisch und wohl auch Hebräisch stark mangelt.

    Wie gesagt:

    So weiß zumindest jeder hier, was er von deiner Selbstdarstellung als Christenmensch und Soldat zu halten hat.

  • Danke für das Kompliment !

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  • Ich hatte 1944 ascharach, eine mest tödliche Variante - ich habe überlebt. - - Dann die Genesung und die Vorschriften der SAnitätsbehörden : Alles, mit dem ich in Berührung gekommen sei, sei zu verbrennen - Dazu auch eine Bi bel. - sehr harcshe Kritik, wie man denn nur eine Bibel verbrennen könne - - -

    Eine Bibel zu verbrennen würde mir auch sehr schwer fallen. 😢

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    ‭Psaumes 144:1 [Segond 1910]

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  • Wer bei Gott Hlfe sucht, weil er an die Grenze der Machbarkeit gekommen ist, das finde ich genial.

    Schneller als gewünscht, in den Aberglauben abzufallen, ist die Möglichkeit als Christ. Von Gott enttäuscht, weil er helfen kann, wird Gott im Zentrum verdrängt und esoterische Möglichkeiten in die mitte geschoben und auch ausprobiert.

    Unsere Kirche ist offen für alle, aber nicht für alles! Christian Führer, ev. Pfarrer 1943-2014

  • Von Gott enttäuscht, weil er helfen kann, wird Gott im Zentrum verdrängt und esoterische Möglichkeiten in die mitte geschoben und auch ausprobiert.

    Ich bin ein erklärter Gegner von Denkverboten, dennoch bin ich davon überzeugt dass die Grundfeste der menschlichen Existenz nicht zerredet, perforiert, untertunnelt werden darf weil man damit zu vielen Menschen den Boden unter den Füßen wegreißt.

    Kann die Mehrheitsgesellschaft Gott aus dem Zentrum verdrängen? Ja. Medien und Technik ermöglichen es.

    Will die Mehrheitsgesellschaft Gott aus dem Zentrum verdrängen? Ja. Gottesfurcht und Glaube ist nicht mehr erwünscht

    Darf die Mehrheitsgesellschaft Gott aus dem Zentrum verdrängen? Ja. Man darf alles. Man hat Rechte.

    Muss die Mehrheitsgesellschaft Gott aus dem Zentrum verdrängen? Ja. Man muss die Wirkmacht demonstrieren

    Sollte die Mehrheitsgesellschaft Gott aus dem Zentrum verdrängen? Nein. Aber wie kann man sie davon abhalten?

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    ‭Psaumes 144:1 [Segond 1910]

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  • Was ist Aberglaube?

    Ich habe heute in unserer Stadt , in der VHS , an einer Demokratieveranstaltung teilgenommen...Dialog der Generationen. Da wurde viel über Erfahrungen gesprochen, aber kein Wort über Werte, Erfahrungen aus unserer Geschichte. Ohne Fleis kein Preis..Ich kann nur das verteilen was ich erarbeitet habe.. Hatte mich als Christ vorgestellt und Erfahrungszeugniss abgegeben..Habe wohl bei einigen ein schlechtes Gewissen ausgelöst..

    Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Joh. 3,16

  • Was ist Aberglaube?

    Ich habe heute in unserer Stadt , in der VHS , an einer Demokratieveranstaltung teilgenommen...Dialog der Generationen. Da wurde viel über Erfahrungen gesprochen, aber kein Wort über Werte, Erfahrungen aus unserer Geschichte. Ohne Fleis kein Preis..Ich kann nur das verteilen was ich erarbeitet habe.. Hatte mich als Christ vorgestellt und Erfahrungszeugniss abgegeben..Habe wohl bei einigen ein schlechtes Gewissen ausgelöst..

    Wer seine bblische Sichtweise, ohne davon 1 mm abweichend an andere weitergibt, wird anecken. Das war bei den Pharisäern so und ist bis heute so geblieben. Selbst wenn keiner etwas sagt, sind sie durchschaut. Wer will das heute? Keiner. Selbst unter Christen ist das so und in der Welt noch extremer.

    Unsere Kirche ist offen für alle, aber nicht für alles! Christian Führer, ev. Pfarrer 1943-2014

  • Wer seine biblische Sichtweise, ohne davon 1 mm abweichend an andere weitergibt, wird anecken.

    Über diesen Satz habe ich jetzt länger nachgedacht … und ich sehe den Adressaten noch nicht klar genug umrissen. Wer vertritt diese ›biblische Sichtweise‹, die man nicht abweichend von ihr an andere weitergibt. Korinther 16: 13-14.

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    ‭Psaumes 144:1 [Segond 1910]

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    ›Dans cet esprit, battons-nous !‹

  • Wer seine biblische Sichtweise, ohne davon 1 mm abweichend an andere weitergibt, wird anecken.

    Über diesen Satz habe ich jetzt länger nachgedacht … und ich sehe den Adressaten noch nicht klar genug umrissen. Wer vertritt diese ›biblische Sichtweise‹, die man nicht abweichend von ihr an andere weitergibt. Korinther 16: 13-14.

    Diese biblische Sichtweise vertreten gestandene Männer und Frauen Gottes. Sprich beim Verwandtenfeirr oder Gespräch mit Arbeitskollegen etc. Vom Kreuz Jesu und das jeder Vergebung seiner Sünden nötig hat. Da kommt Stimnung in die Bude. 👍

    Richard Wurmbrand ist ein extremes Paradebeispiel.

    Im Jahr 1945, das kommunistische Regime in Rumänien die Macht übernahm, beriefen die neuen Machthaber den sogenannten „Kongress der Kulte“ (einen Zusammenschluss religiöser Führer) ein. Viele Kirchenführer traten nacheinander an das Mikrofon, um den Kommunismus zu loben und zu erklären, dass Religion und der Sowjetkommunismus im Grunde dieselben Ideale teilten.

    Sabina Wurmbrand saß neben ihrem Mann im Publikum, sah sich das Geschehen an und sagte zu ihm:

    „Richard, steh auf und wisch diese Schande vom Angesicht Christi! Sie spucken ihm ins Gesicht.“

    Richard Wurmbrand antwortete ihr:

    „Wenn ich das tue, verlierst du deinen Ehemann.“

    Daraufhin erwiderte Sabina:

    „Ich will keinen Feigling als Ehemann.“

    Die Folgen dieser Entscheidung

    Nach diesen Worten seiner Frau trat Richard Wurmbrand an das Rednerpult. Statt das Regime zu preisen, predigte er vor den versammelten Kommunisten und Kirchenvertretern mutig, dass die Pflicht der Christen allein Jesus Christus und nicht einer atheistischen Partei gilt.

    Sein Mikrofon wurde zwar nach kurzer Zeit abgeschaltet, doch dieser Moment markierte den Beginn seines offenen Widerstands. Er wurde später verhaftet und verbrachte insgesamt 14 Jahre in kommunistischen Gefängnissen und Einzelhaft, wo er schwer gefoltert wurde. Seine Erfahrungen hielt er später in dem weltbekannten Buch „Gefoltert für Christus“ fest

    Unsere Kirche ist offen für alle, aber nicht für alles! Christian Führer, ev. Pfarrer 1943-2014