In dem Brief an die Heiligen in Ephesus schreibt Paulus, Apostel Christi Jesu durch den Willen Gottes, in Kapitel 6 Vers 10-17 über die Waffenrüstung Gottes.
Paulus ruft Christen dazu auf stark im Herrn zu sein und die geistliche Waffenrüstung Gottes anzulegen, um gegen das Böse standzuhalten. Diese Waffenrüstung bestehe aus Wahrheit, Gerechtigkeit, Glauben, dem Evangelium, dem Heil und dem Wort Gottes. Nach Paulus darf die Verteidigung des Glaubens entschieden, aber nicht gewalttätig oder hasserfüllt geschehen. Christen sollen die Wahrheit bezeugen, Irrtum zurückweisen und ihren Glauben begründen … jedoch mit Liebe, Geduld und einem guten Gewissen.
Wie aber verfahren, wenn Liebe und Güte, das gute Gewissen, dem Christenmenschen als Schwäche ausgelegt werden und ihn als prädestiniertes Opfer dastehen lässt ?
Der christliche Glaube, die christliche Kirche, ist offen für jeden. Darf sie aber offen für alles sein? Ich bin der Auffassung: ›Wer nach allen Seiten offen ist, der kann nicht ganz dicht sein.‹
Fidei defensor - Verteidiger des Glaubens: Dieser Titel wurde 1521 König Heinrich VIII. von England von Papst Leo X. verliehen. Heinrich VIII. erhielt ihn, weil er in einer Schrift die katholische Lehre und die sieben Sakramente gegen Martin Luther verteidigt hatte. Heute scheint das Christentum weltweit bedroht und auf dem Rückzug zu sein.
Sind wir Christen zu zahm, zu weich, zu duldsam geworden?