Endzeitberechnungen usw.

  • Hallo zusammen,

    anscheinend gibt es ein großes Interesse daran sich mit Endzeitprophezeiungen und Berechnungen zu befassen. Bitte nicht andere Themen mit dieser Spezialdisziplin belasten,

    Danke

  • Hast Du überhaupt einen kleinen Schimmer wie die STA entstanden und welche Kämpfe die Gläubigen in den Anfangsjahren ausgetragen wurden??? Von Freikirchlichen Gläubigen in einem Land der "Freiheit"!!!

    Die STA waren Anfangs – nach der Großen Enttäuschung des 22. Oktober 1844 als Jesus Christus nicht am Jom Kippur-Versöhnungstag wiedergekommen war, wie Samuel S. Snow noch am 12. August 1844 erwartet hatte und wo 100.000 auf die Wiederkunft Jesu – vergeblich – gewartet hatten – nur einige wenige Dutzend – etwa 50 Personen – der enttäuschten Milleriten (die in den Jahren 1831 – 1843/1844 als erste Adventbewegung eine Erweckungsbewegung in den USA 🇺🇸 begründet hatten!) die ...

    Wie sich die STA mit dem Wort Gottes beschäftigen!

    ... weiterhin in Gottes Wort – der Bibel – eine Lösung dafür suchten, warum Jesus Christus nicht an jenem Dienstag, dem 22. Oktober 1844 wiedergekommen ist! Schon einen Tag später, am Mittwoch, 23. Oktober 1844 soll angeblich der Adventpionier Hiram Edson (* 1. Januar 1806 in Gorham (Maine); † 16. Juli 1888) im Maisfeld eine göttliche Vision erhalten haben, wonach das Heiligtum in das Jesus Christus am 22.10.1844 kommen sollte, nicht die Erde war, wie William Miller, Samuel Snow und Joseph Bates und die anderen Milleriten gemeint hatten, sondern das himmlische Heiligtum gewesen sei! Mit seinem Freund Owen Russell Loomis Crosier (2. Februar 1820 – 15. September 1912) besuchten sie Dr. Franklin B. Hahn (1809-1866) und studierten zusammen den Hebräerbrief; Mr. Edson meinte: „Das Datum – 22. Oktober 1844 war richtig, an den prophetischen Berechnungen war nichts falsch! – Nur hatten wir uns hinsichtlich des Heiligtums geirrt, das nicht die Erde war, sondern das himmlische Heiligtum, das Jesus am 22.10.1844 betreten hat! Nun dient er seit 1844 dort als unser himmlischer Hohepriester!” Später entwickelten Hiram Edson, Owen Crosier und Dr. Hahn dann noch die etwas seltsam erscheinende Lehre vom himmlischen Untersuchungsgericht (= einem himmlischen Vorwiederkunftsgericht) seit 22.10.1844 und von einer Reinigung eines himmlischen Heiligtums (= eine klare Irrlehre, da im Himmel seit dem Sturz Luzifers/Satans aus demselben es im Himmel bei Gott nichts Unreines mehr gab und daher dort im Himmel auch nichts zu reinigen ist!) ----> das kam daher, dass in der englischen King James Bibel bei Daniel 8,14 das falsch aus dem hebräischen Urtext übersetzte Wort "cleansed" (= "gereinigt") stand!

    Dann hatte die junge Ellen Gould Harmon (* 1827), die spätere Ellen G. White, seit Dezember 1844 zahlreiche angebliche "göttliche Visionen" und schon bald hatte sie in der zweiten Adventbewegung (1844 – 1860) den Rang einer von Gott berufenen Prophetin innerhalb der kleinen Herde der Adventpioniere. In einer Vision von 1847 bestätigte sie die Vision Hiram Edsons im Maisfeld vom 23.10.1844!

    Der Adventpionier Joseph Bates (1792 – 1872) war seit 1845 auf Schriften der Siebenten-Tags-Baptisten aus dem Jahr 1653 gestoßen und war von der Sabbatheiligung überzeugt! Bates brachte dann im Frühjahr 1845 eine Schrift für den Sabbat heraus. Nach anfänglichem Widerstand von James und Ellen White (die im August 1846 geheiratet hatten) wurden beide von Joseph Bates überzeugt (Bates wurde daraufhin zum führenden Verfechter der Sabbatlehre und veröffentlichte im August 1846 seine eigene berühmte Schrift (The Seventh Day Sabbath, a Perpetual Sign), die unter anderem James und Ellen White überzeugte.) und so hielt dann die kleine Herde der Übrigen der zweiten Adventbewegung ab Herbst 1846 gemeinsam nur noch den Sabbat. Die christliche Sonntagsfeier wurde als das "MALZEICHEN DES TIERES" (Offb 16,2 / Offb 19,20) und päpstliches Machtinstrument verworfen. Somit wurde Mr. Bates zum Propheten der Sabbat-Wahrheit.

    Und so organisierte sich dann die 2. Adventbewegung ab dem 1. Oktober 1860 als eine Vereinigung und übernahm dann als die dritte Adventbewegung in ihrem Namen – Seventh Day Adventist = Siebenten-Tags Adventisten die beiden Grundsätze ihres Glaubens:

    1. Die baldige Wiederkunft Jesu – also den Advent und
    2. Den Sabbat.

    3 Jahre später nahm man dann als Siebenten-Tags Adventisten den Kirchenstatus an durch Beschluss der Generalkonferenz in Battle Creek am 21. Mai 1863! Nun war man zu einer protestantischen Freikirche geworden.

    Ja, Bogi hatte Recht! Diese Kämpfe die Gläubigen in den Anfangsjahren ausgetragen hatten, gab es von Anfang an! (Sehr gut wird das jeden Samstag um 18:44 Uhr auf YOUTUBE in der (mittlerweile 29 Folgen umfassenden ) Serie über die Adventgeschichte (----> https://youtube.com/@adventgeschichte?si=Xqb26dBY60wKX_Qk) dargestellt. Besonders hart umkämpft waren 1888 auf der STA-Generalkonferenz in Minneapolis die Ansichten von Jones & Waggoner!

    Auf der Generalkonferenz der Siebenten-Tags-Adventisten (STA) 1888 in Minneapolis forderten die Prediger E. J. Waggoner und A. T. Jones eine theologische Wende. Sie rückten Jesus Christus und die Rechtfertigung aus dem Glauben in den Mittelpunkt, was von der damaligen Kirchenleitung heftig bekämpft, aber von Ellen G. White unterstützt wurde. (Siehe dazu auch einen Artikel in "Adventisten Heute" aus dem Jahr 2013 zum 125jährigen Jubiläum der GK von 1888 ----> https://advent-verlag.de/1888-und-wir-a…-heute-oktober/)

  • Zitat

    Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen. 36 Doch jenen Tag und jene Stunde kennt niemand, auch nicht die Engel im Himmel, nicht einmal der Sohn, sondern nur der Vater.

    Den Tag der Wiederkunft Jesu kannten außer dem Vater, alle die es vermochten mit der Bibel zu rechnen, oder nicht?

  • Wer redet denn immer von Vernichtung? Überlassen wir das doch Am besten Gott, er wird schon wissen wer Gerichtet werden muss.

    Außerdem geht es hier nicht immer nur um den einzelnen.

    Aber wenn du dich zu Groß Babylon dszuzählst ist es dein Problem

  • Nach der Lehre Deiner Organisation gehören wir hier alle gemeinsam zu "Groß Babylon". Und dass wir deshalb vernichtet werden, das können wir auf jw.org lesen, es sei denn wird lassen uns von Dir retten.

    Da ich dies für absoluten Blödsinn halte, habe ich kein Problem!


    Eine Zukunft des ewigen Lebens mit Dir hier auf Erden unter der theokratischen Leitung von WTG-Funktionären, die wahrscheinlich ähnlich wie die Mullah's im Iran herrschen werden, erscheint mir zudem alles andere als verlockend.

    Aber sag mal Robo, willst Du deshalb nicht in den Himmel, weil Du ein leibhaftes ewiges Leben und ein Leben im Himmel ausschließt?

  • Mit seinem Freund Owen Russell Loomis Crosier (2. Februar 1820 – 15. September 1912) besuchten sie Dr. Franklin B. Hahn (1809-1866) und studierten zusammen den Hebräerbrief; Mr. Edson meinte: „Das Datum – 22. Oktober 1844 war richtig, an den prophetischen Berechnungen war nichts falsch!

    Nur mal zum Verständnis: Die Apostel, insbesondere Paulus glaubten, dass Jesus noch zu ihren Lebzeiten wiederkommen würde.
    Nun hat Paulus zwar nicht den Hebräerbrief geschrieben, aber es war wohl jemand aus seiner Zeit, vielleicht ein Schüler von ihm?

    Wie passt es nun zusammen, dass man aus dem Hebräerbrief die Wiederkunft Jesu berechnen können soll?

  • Wie passt es nun zusammen, dass man aus dem Hebräerbrief die Wiederkunft Jesu berechnen können soll?

    Nein, die Adventpioniere haben aus dem Hebräerbrief nicht auf die Wiederkunft Jesu geschlossen, wohl aber sah besonders Mr. Hiram Edson in dem Ereignis vom 22. Oktober 1844 (wobei er Millers und Snows prophetische Berechnungen [457 v.Chr. (Esr 7,7 iVm. Dan 9,25) + 2.300 Jahre (Dan 8,14) = 1844 n.Chr.] nach wie vor für biblisch richtig und unwiderlegbar hielt!) dass Jesus das Heiligtum im Himmel betreten habe um das Heiligtum dort zu reinigen (analog in dem Sinne wie der irdische Hohepriester auf Erden am Jom Kippur-Tag ("Versöhnungstag") das Zeltheiligtum gereinigt hatte – siehe 3. Mose 16!) und so habe dann Jesus Christus an jenem 22.10.1844 den zweiten Teil seines Versöhnungsdienstes (Teil 1/2 vom Versöhnungsdienst: Jesu Erlösungstod am Kreuz! / Teil 2/2 vom Versöhnungsdienst: Reinigung des himmlischen Heiligtums + Hohepriesterdienst im Himmel + ein himmlisches Voruntersuchungsgericht!) als unser himmlischer Hohepriester angefangen!

    Edson, Crosier und Dr. Hahn waren am 23.10.1844 durch die Betrachtung des Hebräerbriefes in der Stube von Franklin B. Hahn auf diese Auslegung gekommen als sie diese Verse betrachtet hatten:

    • Hebr.4,14: „Weil wir denn einen großen Hohenpriester haben, Jesus, den Sohn Gottes, der die Himmel durchschritten hat ...” ===> In der Zeit vom Mitternachtsruf 1843 bis zum 22. Okt.1844.
    • Hebr.6,19f.: „...in das Innere hinter dem Vorhang. 20 Dahinein* ist Jesus als Vorläufer für uns gegangen, er, der Hoherpriester geworden ist in Ewigkeit...” ===> * Hinein am 22. Okt.1844.
    • Hebr.8,1f.: „Wir haben einen solchen Hohenpriester, der sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones der Majestät im Himmel 2 und ist ein Diener am Heiligtum* und am wahrhaftigen Zelt” ===> * Den Dienst als Hoherpriester habe Christus erst seit dem 22.10.1844 aufgenommen. Eben im himmlischen Heiligtum seit 1844.
    • Hebr.9,11–14: „Christus aber ist gekommen als Hoherpriester ... durch das größere und vollkommenere Zelt [und] 12 ist ... durch sein eigenes Blut ein für alle Mal* in das Heiligtum eingegangen und 14 um wie viel mehr wird dann das Blut Christi, der sich selbst als Opfer ohne Fehl durch den ewigen Geist Gott dargebracht hat, unser Gewissen reinigen** von den toten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott!”  ===> * dieses „eine Mal” sei am 22.10.1844 gewesen, als Jesus Christus das Heiligtum ** gereinigt (= das "cleansed" aus Daniel 8,14!) habe!
    • Hebr.9,23+26: „So also mussten die Abbilder der himmlischen Dinge gereinigt* werden; 26 ... Nun aber, am Ende der Zeiten**, ist er ein für alle Mal erschienen***, um durch sein eigenes Opfer*² die Sünde aufzuheben.” ===> * erneut das gereinigt (= "cleansed" aus Dan 8,14!) und ** laut Miller habe die Endzeit 1798 begonnen (mit der Verhaftung von Papst Pius VI. durch französische Revolutionstruppen) und das **Ende der Zeiten sei mit dem 22. Oktober 1844 eingeleitet worden, das zugleich auch der Beginn des himmlischen Untersuchungsgerichts (siehe Daniel 7,10 iVm. Offenbarung 14,7) gewesen sei. Und ***erschienen ist Jesus (zwar nicht auf Erden, wie William Miller und die frühen Adventisten = Milleriten gemeint hatten, für die das „Heiligtum” aus Daniel 8,14 „die Erde” war!) am Dienstag, 22. Oktober 1844 im Allerheiligsten des Himmels! -----> diese Vision soll Hiram Edson am Mittwoch 23. Oktober 1844 in einem Maisfeld gehabt haben. = Das Datum vom Beginn der zweiten Adventbewegung der Adventpioniere und der "kleinen Herde der Übrigen" ...

      *² Jesu Opferdienst sei ein zweigeteilter Opferdienst gewesen (was so von anderen Kirchen rigoros abgelehnt wird!): 1. Am Karfreitag, 3. April 33 und 2. Ab "Himmels-Dienstag", 22. Oktober 1844 wenn im himmlischen Untersuchungsgericht [Dan.7,10c) / Offb.14,7c)] bzw. Vorwiederkunftsgericht die Sünden für die Gerechten Heiligen endgültig ausgetilgt werden! (falls ich die STA-Theologie so richtig intepretiert haben sollte!)

    Die englische King James Version – Bibel übersetzte Daniel 8,14 so:

    Zitat

    And he said unto me, Unto two thousand and three hundred days; then shall the sanctuary be cleansed.

    Deutsche Übersetzung: Und er sprach zu mir: Bis zweitausenddreihundert Tage vergangen sind; dann wird das Heiligtum gereinigt werden.


    So verbanden die 3 Adventpioniere (Crosier / Edson / Dr. Hahn) durch die Verbindung des "cleansed" aus Daniel 8,14 mit dem Hebräerbief ihre enttäuschten Hoffnungen der Wiederkunft Jesu auf der Erde mit dem Eintreten Jesu in das himmlische Heiligtum das der Heiland dann gleichzeitig am 22.10.1844 mit seinem Blut gereinigt habe! (Was man wohl nur symbolisch gesehen hatte, da es ja eigentlich im Himmel konkret nichts zu reinigen gab!)

  • Ach so. Ok.
    So wie du es zuerst geschrieben hattest, hörte es sich halt an, als hätten sie im Hebräerbrief die Bestätigung für die Richtigkeit ihrer Berechnungen gefunden.

  • So wie du es zuerst geschrieben hattest, hörte es sich halt an, als hätten sie im Hebräerbrief die Bestätigung für die Richtigkeit ihrer Berechnungen gefunden.

    Nun, wie ich in meinem letzten Beitrag auf Seite 230 unter NR. #4.600 geschrieben habe, hielt Hiram Edson unbeirrbar an der Richtigkeit der Miller'schen biblischen Berechnung fest!

    Zitat

    457 v. Chr. (Esra 7,7 / Daniel 9,25) + 2.300 Jahre (Daniel 8,14) = 1844 n. Chr.


    Als Mr. Edson mit seinem Freund Owen Crosier am Mittwoch, 23. Oktober 1844 bei Dr. Franklin B. Hahn war – einen Tag nach der erwarteten Wiederkunft Jesu vom 22.10.1844, die ausgeblieben war und so zum „Tag der Großen Enttäuschung“ (Englisch: Great Disappointment) wurde – meinte Mr. Hahn: „Wir haben uns im Datum geirrt!” – „Nein, das Datum (siehe die Schaubilder unten!) war richtig!” entgegnete Edson. „Das Heiligtum (Dan.8,14) ist die Erde!” meinte Crosier. „Was, wen wir das Heiligtum falsch gedeutet haben?” sagte Edson. – „Was und wo ist dann das Heiligtum?” fragte Crosier; „Im Himmel! So wie die Jünger Jesu bei Jesu Tod enttäuscht waren, weil sie die Aufrichtung des Königreichs erwartet haben, so wurden auch wir enttäuscht, da wir dachten die Erde sei das Heiligtum aus Daniel 8,14! Aber es war in Wirklichkeit das Heiligtum im Himmel! Nach Jesu Tod wurde Jesus unser Hohepriester und das Werk der Erlösung verlagerte sich von der Erde in den Himmel, in das himmlische Heiligtum!” gab Hiram Edson als Antwort! „Das macht Sinn, angesichts dessen was in Hebräer 8 steht ...” meinte Dr. Hahn. [----> den genauen Dialog findet man in dieser Episode vom Film "TELL THE WORLD" ----> https://hopetv.de/sendungen/die-…nttaeuschung-36 – Einstellen auf – 13:13 Minuten]


    Schaubilder zur Berechnung der 2300 Tage = 2300 Jahre aus Daniel 8:14:


    500px-2300days.jpg

    Millers Interpretation des 2300-Tage-Prophezeiungszeitraums und dessen Beziehung zur 70-Wochen-Prophezeiung

    500px-Ezrachonology.jpg

    Der Erlass Artaxerxes’ I. von Persien im siebten Jahr seiner Herrschaft (457 v. Chr.), wie im Buch Esra aufgezeichnet , markiert den Beginn von 70 „Wochen“. Die Regierungszeiten der Könige wurden von Neujahr zu Neujahr nach einem „Antrittsjahr“ gezählt. Das persische Neujahr begann im Monat Nisan (März/April), das jüdische im Monat Tischri (September/Oktober).500px-TwentySevenAD.jpg

    Das Ende der 70 „Wochen“ umfasste die Taufe Jesu im Jahr 27 n. Chr. und seine Kreuzigung im Jahr 31 n. Chr. (Anmerkung von mir: Jesu Taufe war gemäss Lk. 3,1 aber Anno Domini 29 n.Chr. (also nicht 27 n.Chr.!) und das Jahr der Kreuzigung war 33 n.Chr. [konkret am Freitag (14. Nisan), 3. April 33!] also nicht 31 n.Chr.!)

    Miller stellte drei Dinge in Bezug auf diesen Text fest: [ 11 ]

    1. dass die 2.300 symbolischen Tage 2.300 reale Jahre darstellten, wie in Hesekiel 4,6 [ 12 ] und Numeri 14,34 belegt ist; [ 13 ]
    2. dass das Heiligtum die Erde oder die Kirche repräsentiert; und
    3. unter Bezugnahme auf 2 Petrus 3,7, [ 14 ] dass die 2300 Jahre mit der Verbrennung der Erde beim Zweiten Kommen endeten.

    Miller verknüpfte die Vision der 2300 Tage mit der Prophezeiung der siebzig Wochen in Daniel 9, wo ein Anfangsdatum angegeben ist. Er schlussfolgerte, dass die 70 Wochen (oder 70 Wochen bzw. 490 Tage) die ersten 490 Jahre der 2300 Jahre darstellten. Diese 490 Jahre sollten mit dem Befehl zum Wiederaufbau Jerusalems beginnen . Die Bibel verzeichnet vier Dekrete bezüglich Jerusalems nach der babylonischen Gefangenschaft :

    1. 536 v. Chr .: Erlass von Kyros zum Wiederaufbau des Tempels. [ 15 ]
    2. 519 v. Chr .: Erlass von Darius I. zur Fertigstellung des Tempels. [ 16 ]
    3. 457 v. Chr .: Dekret von Artaxerxes I. von Persien . [ 17 ]
    4. 444 v. Chr .: Dekret des Artaxerxes an Nehemia , die Mauer in Jerusalem fertigzustellen. [ 18 ]

    Das Dekret des Artaxerxes ermächtigte Esra, Gesetze zu erlassen und Magistrate und Richter für den wiederhergestellten jüdischen Staat einzusetzen. Es stellte ihm außerdem unbegrenzte Mittel zur Verfügung, um in Jerusalem alles wiederaufzubauen, was er wollte. [ 19 ]

    Miller schlussfolgerte, dass 457 v. Chr. der Beginn der 2300-Tage-Prophezeiung (bzw. 2300-Jahre-Prophezeiung) war, was bedeutete, dass sie um 1843/44 n. Chr. enden würde (457 v. Chr. + 2300 Jahre = 1843 n. Chr.). Demnach würde auch die Wiederkunft Christi um diese Zeit stattfinden. [ 11 ]

    Miller nahm an, dass die „Reinigung des Heiligtums“ die Reinigung der Erde durch Feuer bei Christi Wiederkunft symbolisierte . Mithilfe des sogenannten Tag-Jahr-Prinzips interpretierte Miller, wie auch andere, einen prophetischen „Tag“ nicht als 24-Stunden-Zeitraum, sondern als Kalenderjahr . Miller war überzeugt, dass der 2300-Tage-Zeitraum 457 v. Chr. begann, dem Datum des Dekrets von Artaxerxes I. von Persien zum Wiederaufbau Jerusalems. Diese Interpretation führte Miller zu der Annahme – und, auf Drängen seiner Anhänger [ 20 ] , zu der Vorhersage – , dass Christus um das Jahr 1843 wiederkommen würde. Miller grenzte den Zeitraum auf das jüdische Jahr 5604 ein und erklärte: „Kurz gesagt, meine Prinzipien besagen, dass Jesus Christus irgendwann zwischen dem 21. März 1843 und dem 21. März 1844 auf diese Erde zurückkehren, sie reinigen und mit allen Heiligen in Besitz nehmen wird.“ [ 21 ] Der 21. März 1844 verlief ohne Zwischenfälle, doch die Mehrheit der Milleriten hielt an ihrem Glauben fest.

    Nach weiteren Diskussionen und Studien wählte Miller kurzzeitig ein neues Datum – den 18. April 1844 –, basierend auf dem karaitisch-jüdischen Kalender (im Gegensatz zum rabbinischen Kalender ). [ 22 ] Wie das vorherige Datum verstrich auch der 18. April ohne Christi Wiederkunft. Im Advent Herald vom 24. April schrieb Joshua Himes , die gesamte „erwartete und veröffentlichte Zeit“ sei verstrichen, und räumte ein, man habe sich „im genauen Zeitpunkt des Endes der prophetischen Periode geirrt“. Josiah Litch vermutete, die Adventisten hätten sich wahrscheinlich „nur hinsichtlich des Ereignisses, das ihr Ende markierte, geirrt“. Miller veröffentlichte einen Brief „An die Gläubigen der Wiederkunft Christi“, in dem er schrieb: „Ich bekenne meinen Irrtum und meine Enttäuschung; dennoch glaube ich weiterhin, dass der Tag des Herrn nahe ist, ja, vor der Tür steht.“ [ 23 ]

    Im August 1844 präsentierte Samuel S. Snow auf einer Zeltversammlung in Exeter , New Hampshire, eine neue Auslegung, die als „Botschaft des siebten Monats“ oder „wahrer Mitternachtsruf“ bekannt wurde. In einer komplexen, auf biblischer Typologie basierenden Diskussion legte Snow seine Schlussfolgerung dar (die weiterhin auf der 2300-Tage-Prophezeiung in Daniel 8,14 beruhte), dass Christus am „zehnten Tag des siebten Monats des Jahres 1844“ wiederkehren würde. [ 24 ] Mithilfe des Kalenders der Karaiten bestimmte er dieses Datum auf den 22. Oktober 1844. Diese „Botschaft des siebten Monats“ verbreitete sich unter der Bevölkerung „mit einer für die Milleriten beispiellosen Geschwindigkeit“.

    22. Oktober 1844

    Der 22. Oktober verlief ohne Zwischenfälle, was bei vielen Milleriten Enttäuschung auslöste. [ 25 ] Henry Emmons, ein Millerit, schrieb später:

    Zitat

    Ich wartete den ganzen Dienstag [22. Oktober], und der liebe Jesus kam nicht; – ich wartete den ganzen Mittwochvormittag und fühlte mich körperlich so wohl wie immer, aber nach 12 Uhr wurde mir schwindelig, und noch vor Einbruch der Dunkelheit brauchte ich jemanden, der mir in mein Zimmer half, da meine Kräfte mich sehr schnell verließen, und ich lag zwei Tage lang schmerzlos da – krank vor Enttäuschung. [ 26 ]

    Auswirkungen

    330px-Millerite_1843_chart_2.jpg

    Eine prophetische Tabelle aus dem Jahr 1843, die verschiedene Interpretationen der Prophezeiung veranschaulicht und das Jahr 1843 ergibt.

    Die Milleriten mussten mit ihren enttäuschten Erwartungen sowie erheblicher Kritik und sogar Gewalt aus der Bevölkerung fertigwerden. Viele Anhänger hatten in Erwartung der Wiederkunft Christi ihren Besitz aufgegeben. (Anm. von mir: So auch Adventpionier Joseph Bates, ein ehemaliger Schiffskapitän!)

    ...

    Die dritte große Milleriten-Gruppe nach der großen Enttäuschung behauptete, ... dass der 22. Oktober das korrekte Datum sei. Anstatt jedoch anzunehmen, dass Christus unsichtbar zurückgekehrt sei, kamen sie zu dem Schluss, dass das Ereignis vom 22. Oktober 1844 ein ganz anderes gewesen sei. Die Theologie dieser dritten Gruppe scheint ihren Ursprung bereits am 23. Oktober 1844 zu haben – dem Tag nach der großen Enttäuschung. An diesem Tag, während einer Gebetsstunde mit einer Gruppe von Adventisten, war Hiram Edson überzeugt, dass „Licht gegeben“ und ihre „Enttäuschung erklärt“ werden würde. [ 38 ]

    Edsons Erfahrung veranlasste ihn zu einem ausführlichen Studium des Themas mit O.R.L. Crosier und F.B. Hahn. Sie kamen zu dem Schluss, dass Millers Annahme, das Heiligtum repräsentiere die Erde, falsch war. „Das in Daniel 8,14 zu reinigende Heiligtum war nicht die Erde oder die Kirche, sondern das Heiligtum im Himmel.“ [ 39 ] Daher markierte der 22. Oktober nicht die Wiederkunft Christi, sondern ein himmlisches Ereignis. Aus dieser dritten Gruppe ging die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten hervor , und diese Interpretation der Großen Enttäuschung bildet die Grundlage für die adventistische Lehre vom göttlichen Untersuchungsgericht vor der Wiederkunft Christi . Ihre Auslegungen wurden Anfang 1845 in der Zeitschrift „ Day Dawn“ veröffentlicht .

    Alles zitiert aus ----> https://en.wikipedia.org/wiki/Great_Disappointment

  • Norbert Chmelar ist gut!
    Wegen mir brauchst du dir keine solche Mühe machen.
    Das mich das nicht besonders interessiert weisst du ja. ;)

    Ich bin nur beim "Überfliegen" über den Hebräerbrief gestolpert und dachte, häh, was haben die mit diesem berechnet.

  • Ja klar, im Hebräer-Brief kommen ja – ganz im Gegensatz zu den prophetisch – apokalyptischen Büchern Daniel und Offenbarung – gar keine prophetische Zahlenangaben vor; laut dem Adventpionier Dr. Franklin B. Hahn handele der Hebräerbrief vom Hohepriester-Dienst Jesu in einem himmlischen Heiligtum. Wegen der Great Disappointment kamen Hahn, Owen R. L. Crosier (1820 – 1912) und Hiram Edson überein, dass dieser Heiligtumsdienst Jesu Christi nach den 2300 Jahren von Daniel 8,14 an jenem Dienstag, 22. Oktober 1844 im Himmels-Heiligtum begonnen habe. Später kam dann die Vorstellung von einem himmlischen Untersuchungsgericht bis zur Wiederkunft Jesu hinzu; also die adventistische Heiligtumslehre ...

    -----> kritische Anmerkung von mir: Warum aber solle denn unser Herr Jesus Christus nach seiner Himmelfahrt (und nach Pfingsten, als an einem Sonntag (!), am 24. Mai 33 die Christliche Kirche durch den Heiligen Geist ins Leben gerufen wurde!) 1811 Jahre lang (33 – 1844) kein himmlischer Hohepriester gewesen sein? Hat unser Herr und Heiland nicht bereits seit Christi Himmelfahrt bzw. seit dem heiligen Pfingstfeste, also schon seit 33 n. Chr. seinen Vermittlerdienst als unser himmlischer Hoherpriester im himmlischen Heiligtum angetreten?

    Oder aber die Adventgläubigen waren/sind folgender Meinungen:

    • Jesus sei nach der Himmelfahrt (die an einem Donnerstag, 40 Tage nach der Auferstehung [die am Sonntag, 5. April 33 war!] an Ostern, am 14. Mai Anno Domini 33 n. Chr. war!) 1810 Jahre lang nur zur Rechten Gottes des allmächtigen Vaters gesessen (wie es im Apostolischen Glaubensbekenntnis heißt.) und habe sich von den Engeln anbeten lassen.
    • oder: Jesus konnte das himmlische Heiligtum deswegen noch nicht gleich nach Christi Himmelfahrt betreten, weil sich Satan noch im Himmel aufgehalten habe.
    • oder: Jesus Christus habe 1810 Jahre lang – von 33 – 1843 – in der ersten Abteilung des Himmels-Heiligtums, also im Heiligtum seinen Dienst verrichtet. [Exkurs: Dort im Heiligtum habe Jesus uns die himmlischen Wohnungen (Johannes 14,2–3) eingerichtet in dieser Zeit. // Dann habe er vom 21. auf den 22. Oktober 1844 das Heiligtum im Himmel verschlossen und sei am 22.10.1844 in die himmlische Abteilung des Allerheiligsten getreten (siehe Offb 11,19a), um dessen himmlische Reinigung durchzuführen. – Wie man sich dies aber – einen verunreinigten Himmel (?) – genau vorstellen muss, ist mir nicht ganz klar!

    Fazit: Ich als Nicht-Adventist halte aufgrund von Daniel 7,10* in Verbindung mit Offenbarung 14,7* generell ein himmlisches Voruntersuchungsgericht für möglich und denkbar! Nur ob man dieses mit dem falschen Datum der Prophetie aus Daniel 8,14 verknüpfen muss – also mit dem 22. Oktober 1844 – , das erscheint doch eher fraglich! Wenn es dieses Vorwiederkunftsgericht im Himmel wirklich geben sollte, so hat dieses doch nicht erst am 22.10.1844 angefangen, sondern spätestens schon nach Pfingsten 33. Denn schon seit fast 2000 Jahren versieht Jesus Christus m.E. seinen Dienst als Priester im Himmel, als unser himmlischer Hohepriester (der für uns beim Vater eintritt und uns täglich alle unsere Sünden vergibt!)! Hier im Himmel versieht Jesus Christus verschiedene Aufgaben:

    1. Jesus richtet seinen Gläubigen ihre himmlischen Wohnungen ein (Joh 14,2f.) – also für uns!
    2. Jesus vertritt uns als Hohepriester und Vermittler beim Vater! (1 Tim 2,5)
    3. Jesus sendet uns seinen und des Vaters Heiligen Geist!
    4. Jesus sitzt neben dem Vater – zur Rechten des Vaters – auf seinem himmlischen Thron und lässt sich von den Engeln anbeten!
    5. Jesus am Kreuz von Golgatha vergossenes heiliges Blut wird bei jedem Abendmahl im Himmel für uns zur Vergebung der Sünden wirksam!
    6. Jesus empfängt im Himmels-Paradies jede verstorbene Geistseele seiner Gläubigen! (Phil 1,23)
    7. Jesus bereitet sich auf seine baldige Wiederkunft vor und erwartet den Schall der Posaune!

    *

    Zitat

    * Das Gericht wurde gehalten und die Bücher wurden aufgetan.

    — Daniel 7,10 — [LUTH2017] —

    *

    Zitat

    * Denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen.

    — Offenbarung 14,7 — [LUTH/ELB/EINÜ]

  • Aha und das waren also die Kämpfe von denen Bogi schrieb?

    Kämpfe hört sich halt positiver an, als Streitereien. ;)

  • Hiram Edson (* 1. Januar 1806 in Gorham (Maine); † 16. Juli 1888) – Deutsche Wikipedia-Seite

    Das Geburtsdatum und das Todesdatum sind wohl falsch, denn laut diesem Grabstein ---->

    wurde der Adventpionier Hiram Edson 75 Jahre alt (* 30. Dez. 1806; — † 8. Jan. 1882) !

    -----> offensichtlich war die deutsche Wikipedia-Seite hier falsch! (Ich hab wie anhand des obigen Grabsteins bewiesen und anhand der *englischen Wikipedia-Seite* den dt. Artikel bereits korrigiert! — Aber:

    [Sichtung ausstehend]

    Siehe -----> https://de.wikipedia.org/w/index.php?ti…444182&diff=cur

    Bild von Hiram Edson (*1806 — † 1882):

    ------> siehe *englische Wikipedia-Seite* -----> https://en.wikipedia.org/wiki/Hiram_Edson

  • Hiram Edsons Freund Owen Crosier hat ein interessantes Glaubensleben hinter sich!

    Owen Russell Loomis Crosier

    (* 2.2.1820 in Canandaigua, New York; † 15.9.1912 in Grand Rapids, Michigan)

    Owen R. L. Crosier (1820 – 1912)

    Im Alter von 16 Jahren bekehrte er sich während einer methodistischen Erweckungsveranstaltung und wurde getauft. Schon in jungen Jahren lernte Owen den Arzt Franklin Hahn kennen und freundete sich mit dem Landwirt Hiram Edson an. Diese beiden nahmen Crosier bei sich auf, gaben ihm ein Zuhause, ermutigten ihn, sein Studium fortzusetzen, und boten ihm finanzielle Unterstützung an. So besuchte Owen die Genesee Academy und das Wesleyan Seminary in Lima, New York. Nach seinem Abschluss arbeitete er als Lehrer in verschiedenen Städten des Bundesstaates New York.

    Im Herbst 1843, als Crosier 23 Jahre alt war, nahm er die Botschaft der Milleriten an. Er war begeistert und begann sofort zu predigen. Nachdem sich die Wesleyanische Kirche von der Methodistenkirche getrennt hatte, erhielt Owen von ihr eine Predigtlizenz. Aufgrund seiner Predigten über die Prophezeiungen nahm Dr. Hahn, sein Mentor aus Jugendtagen, die adventistische Lehre an.

    Im Sommer 1844, im Alter von 24 Jahren, widmete sich Owen hauptberuflich dem Predigen. Zusammen mit Hiram Edson und Dr. Franklin Hahn begann er, eine Zeitschrift namens „ The Day Star“ herauszugeben

    ...

    ... den 22. Oktober 1844, die Nacht der Großen Enttäuschung ... und wartete auf die Wiederkunft Jesu. Er war mit Hiram Edson und einigen anderen zusammen.

    ... Sein Selbstvertrauen kehrte bald zurück, und er schlug vor, mit einigen Freunden (darunter Crosier) nahegelegene Adventisten (oder Milleriten) zu besuchen, um sie zu ermutigen. Am Morgen des 23. Oktober 1844 gingen sie durch Edsons Maisfeld, um dem Spott seiner Nachbarn zu entgehen, die die Botschaft der Adventisten nicht annehmen wollten. Auf diesem Maisfeld empfing Edson die göttliche Eingebung über das himmlische Heiligtum, die die Enttäuschung der Milleriten erklärte. Der Irrtum lag nicht im Datum, sondern im Ereignis selbst. Jesus hatte sein Wirken als Hohepriester im Allerheiligsten des Himmels begonnen.

    Sobald Edson das neue Licht empfangen hatte, setzten er und Crosier ihren Weg mit neuem Eifer und Tatendrang fort. Sie suchten so viele der enttäuschten Gläubigen wie möglich auf, um sie zu ermutigen. Crosier berichtete: „Als das Licht kam und zeigte, dass dies der Gegenstand der Prophezeiungen gewesen war, welch eine Freude war es für uns! Früh am Morgen ritt ich von Ort zu Ort, um die Menschen, die ich erreichen konnte, zu ermutigen.“

    Kurz darauf begannen Edson, Crosier und Hahn, die Reinigung des himmlischen Heiligtums eingehend zu erforschen. Sie wollten ihre Studie so schnell wie möglich veröffentlichen, um die enttäuschten Adventisten überall zu ermutigen. Crosier wurde ausgewählt, ihre Erkenntnisse niederzuschreiben, und veröffentlichte einen Artikel darüber in ihrer Zeitung „ Day-Dawn“ . Der Artikel erklärte, dass es im Himmel ein Heiligtum gab, das Christus, der himmlische Hohepriester, reinigen sollte.

    Joseph Bates und James White gehörten zu den Milleriten, die nach der Lektüre des Artikels von der Wahrheit über das himmlische Heiligtum überzeugt waren. Die drei Männer forschten weiter und verfassten am 7. Februar 1846 einen zweiten, ausführlicheren Artikel im „ Day Star“ , in dem sie das Thema vertieften. Bates schrieb dazu: „Zunächst möchte ich Ihnen jedoch den Artikel von O. R. L. Crosier im „ Day Star Extra“ vom 7. Februar 1846, Seite 37 bis 44 , wärmstens empfehlen . Lesen Sie ihn noch einmal. Meiner bescheidenen Meinung nach ist er allem anderen, was es zu diesem Thema gibt, überlegen.“

    Ellen White empfahl es. „Der Herr zeigte mir vor über einem Jahr in einer Vision, dass Bruder Crosier die wahre Erkenntnis über die Reinigung des Heiligtums usw. besaß und dass es sein Wille war, dass Bruder C. seine Ansichten niederschreiben sollte, die er uns im Day-Star Extra vom 7. Februar 1846 darlegte. Ich fühle mich voll und ganz befugt, dieses Extra jedem Gläubigen zu empfehlen .“ – Ein Wort an die kleine Herde , S. 12

    Die Entwicklung der Lehre vom himmlischen Heiligtum war Crosiers einziger Beitrag zu den Lehren des Adventismus. Diese Lehre war damals einzigartig für die Siebenten-Tags-Adventisten. Auch heute noch wird sie in christlichen Kirchen nicht allgemein gelehrt.*SL Der Erlösungsplan wird in den Gottesdiensten, die in der von Mose erbauten Stiftshütte abgehalten wurden, vollkommen veranschaulicht und wunderbar erklärt. ()

    Crosier und die anderen setzten ihr Studium und ihre Schriften über die Botschaft des Heiligtums in den folgenden Jahren fort. Um die März-Ausgabe 1845 des „ Day Star“ , in der Crosier einen weiteren Artikel veröffentlicht hatte, drucken zu lassen, verkaufte Hirams Frau ihr Silberbesteck, um die Schreibarbeiten zu finanzieren.

    Im Herbst 1845 verkündete Elder Bates die Botschaft vom Sabbat vor einer Gruppe in Edsons Haus. Crosier war anwesend, nahm die Botschaft an und hielt den Sabbat.

    Crosier studierte und schrieb weiter. Am 7. Februar 1846 veröffentlichte er eine weitere, ausführlichere Abhandlung über das Heiligtum, und im Dezember 1846 verfasste er einen weiteren Artikel, in dem er sich diesmal ebenfalls für den Sabbat aussprach . Der ja von der „kleinen Herde der Übigen” Adventpioniere ab Herbst 1846 angenommen wurde! – = Anmerkung von mir.

    Dies war Crosiers letzter Beitrag zur adventistischen Botschaft. Zu diesem Zeitpunkt war er 26 Jahre alt.

    Leider dauerte es nicht lange danach, bis er vom Glauben abfiel. Bereits im darauffolgenden Jahr (1847) trennte sich Owen von den sabbathaltenden Adventisten und wandte sich fortan sowohl gegen die Sabbatheiligung als auch gegen die Heiligtumslehre.

    Die Gründe für seinen Weggang sind uns nicht bekannt, doch wissen wir, dass er sich Joseph Marsh*³ und der Adventgemeinde anschloss und dort als Evangelist tätig war. Diese gehörte einem Zweig der Milleriten an, der weder den Sabbat noch das Heiligtum anerkannte.*³ Am 10. Juli 1853 heiratete er Maria Polly Alger, die derselben Glaubensgemeinschaft angehörte. Nachdem er seine früheren Ansichten zum Thema „Geschlossene Tür“ und „Heiligtum“ verworfen hatte, veröffentlichte er von 1847 bis 1849 deren „Mängel“.**

    Owen Crosier starb am 15. September 1912 im Alter von 92 Jahren in Grand Rapids, Michigan, und wurde auf dem Oak Hill Cemetery in Grand Rapids, Michigan, beigesetzt.

    (zitiert aus -----> https://www.imsmessenger.org/january-2021/o…loomis-crosier/)

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    ★ – Dass es im Himmel ein Heiligtum gibt, wird uns Christen klar im Hebräerbrief gesagt, ebenso, dass Jesus Christus dort unser Hohepriester ist! Die christliche Kirche vertrat immer schon das dreifache Amt Christi als »König, Priester und Prophet«! // -----> Aber was man in diesem himmlischen Heiligtum zu reinigen habe (?) das konnte mir bis dato noch kein Adventist richtig plausibel erklären! ----> Diese „Reinigung des himmlischen Heiligtums” ist daher auch ein großer Schwachpunkt der adventistischen STA-Lehre vom Heiligtum! Man kann es verstehen, wenn man das Wort "cleansed" ("gereinigt") aus Daniel 8,14 hier beim Hebräerbrief mit einbeziehen will, das aber doch in der King James Bibel falsch übersetzt wurde! ===> „wiederherstellen” würde wohl hier die richtige Übersetzung aus dem Hebräischen lauten.

    *SL – Diese Lehre von der Reinigung des himmlischen Heiligtums 1844 ist daher auch eine eindeutige Sonderlehre der Siebenten-Tags-Adventisten, die so in keiner anderen christlichen Kirche zu finden ist!

    *² – Warum genau Crosier sich 1847 von der zweiten Adventbewegung abgewandt hatte, wissen wir in der Tat nicht; man kann hier nur spekulieren! Vielleicht war dem ehemaligen Methodisten C. die harte Polemik von Joseph Bates und Ellen White gegen die christliche Sonntagsfeier (»Malzeichen des Tieres«) zuwider und vielleicht sah C. auch die strenge Einhaltung des Sabbats als zu gesetzlich und übertrieben an? Und womöglich hatte er Zweifel bekommen, was denn nun genau im himmlischen Heiligtum zu reinigen gewesen wäre? Denn – und das wird wohl sein Gedanke gewesen sein – im Himmel in Gottes Gegenwart ist doch alles rein, was soll da noch zu reinigen gewesen sein!?!

    *³ – Joseph Marsh (* 6. Dezember 1802 in St. Albans; † 1863 in Tecumseh, Michigan) war ein US-amerikanischer adventistischer, antitrinitarischer Prediger und Herausgeber mehrerer theologischer Zeitschriften. (----> siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Marsh_(Prediger)) der zuerst bei der protestantischen Kirche der Christian Connection (der ursprünglich auch James White angehörte) war und sich dann den Milleriten anschloss. In den 1840er Jahren vertraten zunächst John Thomas und dann Benjamin Wilson und schließlich auch Marsh die Ansicht, dass die Juden ✡️ zur Erfüllung der göttlichen Verheißungen an Abraham in das Land zurückkehren müssten, bevor Christus wiederkommen könne, gemäß den Ansichten in Thomas’ Buch „Elpis Israel“. Das könnte womöglich auch Owen Crosier überzeugt haben. Zudem lehnte Marsh zugleich das Dogma der Trinität ab. ----> Vielleicht waren ja O.C. auch Zweifel an der Trinität gekommen.

    ** – Es wäre sicher interessant zu erfahren, welche „Mängel“ Owen R. L. Crosier hinsichtlich den Themen „Geschlossene Tür“ und „Heiligtum“ gesehen hatte, als er diese von 1847 bis 1849 veröffentlichte!? Weiß hierüber irgend jemand Bescheid? Falls ja, möge er oder sie es hier bitte mitteilen! Denn das würde mich sehr interessieren!


    Bild von Owen Crosier:

  • Was die offizielle Lehre der Kirche der Siebenten-Tags Adventisten ist:


    24. Christi Wirken im himmlischen Heiligtum :

    Es gibt ein Heiligtum im Himmel*¹, die wahre Stiftshütte, die der Herr selbst und nicht ein Mensch errichtet hat. Dort dient Christus für uns*² und macht den Gläubigen die Segnungen seines Sühnopfers zugänglich*³, das er ein für alle Mal am Kreuz*⁷ dargebracht hat. Er wurde mit seiner Himmelfahrt als unser Hohepriester eingesetzt*⁴ und begann seinen Fürbittdienst. Im Jahr 1844, am Ende der prophetischen Periode von 2300 Tagen*⁵, trat er in die zweite und letzte Phase seines Sühnedienstes*⁶ ein. Es handelt sich um ein Untersuchungsgericht, das Teil der endgültigen Vergebung aller Sünden*⁷ ist und durch die Reinigung des alten hebräischen Heiligtums am Versöhnungstag sinnbildlich dargestellt wurde. In diesem sinnbildlichen Gottesdienst wurde das Heiligtum mit dem Blut von Tieropfern gereinigt, die himmlischen Dinge aber werden durch das vollkommene Opfer des Blutes Jesu Christi*⁸ gereinigt. Das Untersuchungsgericht offenbart den himmlischen Wesenheiten, welche der Verstorbenen in Christus entschlafen sind und daher in ihm als würdig erachtet werden, an der ersten Auferstehung teilzuhaben. Es offenbart auch, wer unter den Lebenden in Christus bleibt, die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus bewahrt und somit bereit ist, in sein ewiges Reich entrückt zu werden. Dieses Urteil bestätigt Gottes Gerechtigkeit in der Rettung derer, die an Jesus glauben. Es verkündet, dass diejenigen, die Gott treu geblieben sind, das Reich empfangen werden. Die Vollendung dieses Dienstes Christi markiert das Ende der menschlichen Gnadenzeit unmittelbar vor dem Zweiten Kommen. (Hebr. 8,1–5; 4,14–16; 9,11–28; 10,19–22; 1,3; 2,16.17; Dan. 7,9–27; 8,13.14; 9,24–27; Num. 14,34*⁹; Ez. 4,6*⁹; Lev. 16; Offb. 14,6.7; 20,12; 14,12; 22,12.) [ 1 ]


    Meine Kommentierung zum 24. Glaubenspunkt "Himmlische Heiligtum":

    *¹ – Ja, das ist unbestritten so und wird uns klar durch den Hebräerbrief im NT belegt! ----> siehe die unten stehenden Bibelstellen und die von mir angegebenen 5 unter NR. #4.600.

    *² – Ja, Jesus Christus ist unser Vermittler zum Vater im Himmel (siehe 1. Timotheus 2,5!) Und zwar der einzige Vermittler! Christus tritt hier im Himmels-Heiligtum seinen 2. Dienst als Priester („himmli-scher Hohepriester”) an!

    *³ – An und bei jedem heiligen Abendmahl!

    *⁴ – Also Christus ist seit seiner Himmelfahrt (A.D. 33) Hoherpriester geworden! Das ist richtig! Zu was also dann noch ein zusätzlicher Dienst ab 1844?

    *⁵ – zu den 2300 Tagen = prophetischen Tagen gibt es 7 diverse Auslegungen ----> 6 mögliche Auslegungen zu Daniel 8,14!

    *⁶ – Warum soll es überhaupt eine zweite und letzte Phase von Jesu Sühnedienstes gegeben haben, wenn doch laut *⁴ Jesus Christus schon seit 33 unser Hohepriester ist!? ----> Biblisch kann diese Zweiteilung meines Erachtens nicht eindeutig belegt werden! Lediglich die STA-Sonderlehre mit den 2300 Jahren aus Dan.8,14, die 1844 enden würden, könnte ein schwaches Indiz hierfür sein.

    *⁷ – Denn wenn das Kreuz ein für allemal das Sühneopfer für unsere Erlösung war, zu was dann noch eine besondere zweite und letzte Phase seines Sühnedienstes annehmen? ----> Siehe *⁶ ... Verdunkelt ein solcher nicht das einzigartige Kreuzesopfer von Golgatha (wie es so auch der einstige STA-Professor Desmond Ford 1980 vertreten hatte!)? ===> Denn die endgültige Vergebung aller Sünden die geschah doch an jenem Karfreitag des Jahres 33 nach Christus! Eben einzig und allein nur auf Golgatha! ----> Und das ist protestantische und christliche Grundsatz-lehre! A m e n !

    *⁸ – Dass das Blut Jesu Christi uns, die wir an Christus glauben, von aller Sünde reinigen (1. Joh. 1,7) wird, stimmt. Und wenn wir Christen im Heiligen Sakrament des Abendmahls Christus um die Vergebung unserer Sünden bitten, so wird ER, JESUS sein heiliges Blut im Allerheiligsten des Himmels Gott dem Vater darbringen und der Vater uns dadurch um Jesu willen alle Sünden vergeben. Inwiefern hierbei aber die himmlischen Dinge – was ist damit eigentlich gemeint, welche Dinge denn? – gereinigt werden müssten, erschließt sich mir . a b s o l u t. . nicht! Ist denn nicht im Himmel – in Gottes Gegenwart – a l l e s . h e i l I g, . g l ü c k s e l i g . u n d . r e i n ?

    *⁹ – Num. 14,34 und Ez. 4,6 sind in der Tat jene beiden Bibelstellen, welche die prophetische Regel wonach »ein Tag für ein Jahr« gelten soll, biblisch nachvollziehbar begründen! ----> Daher könn(t)en auch die 2300 Tage aus dem prophetischen Text von Daniel 8,14 als 2300 tatsächliche Jahre ausgelegt werden!


  • Das siehst du falsch und vielleicht auch einige von unseren Kreisen. Gott wird sicher nicht jeden einzelnen verurteilen der es nicht besser wusste. Vielmehr gobt er diesen eine zweite Chance währe Der 1000 Jahre. Außerdem denke ich viel mehr die falsche Religion als Institution. Also religionen die zu falschen taten animieren, die und diejenigen die gerade das tun was Jesus verurteilte diese wird es treffen.

  • Die 70 jahwochen haben sich im ersten Jahrhundert schon erfüllt und zwar bis 36 u.z. Als auch die nichtjuden den verheißenen heili Geist erhielten. Die berechnung mit 1844 ist daher fehlerhaft

  • Die 70 jahwochen haben sich im ersten Jahrhundert schon erfüllt und zwar bis 36 u.z.

    Ja, aber Daniel 9:24ff. hatte nicht nur eine prophetische Erfüllung sondern mehrere! Auch für die letzte 70. Jahrwoche aus Daniel 9:27 wird es eine zweite Erfüllung am Ende der Tage geben! ----> Für die letzte Jahrwoche = die letzten 7 Jahre der Weltgeschichte vor dem Kommen des Herrn Jesus in Macht und Herrlichkeit!

    Die Berechnung mit 1844 ist daher fehlerhaft

    Das war sie in jedem Falle, da William Miller 1843 noch nicht die Erkenntnisse des deutschen Alttestamentlers Professor Ernst-Wilhelm Hengstenberg (1802–1869) zur Verfügung hatte, der durch archäologische Nachweise belegt hatte, dass der Befehl zum Wiederaufbau Jerusalems durch den persischen König Artaxerxes (Daniel 9,25) im Jahr 455 vor Christus war!

    Das ergibt (aufgeteilt in die prophet. 69/70 Wochen+die prophet. 2300 Tage) diese 3 Berechnungen:

    1. 455 v.Chr. + 69 Jahrwochen = 483 Jahre = 29 n.Chr. ➡️ 29 = Taufe Jesu = Messias-Werdung!
    2. 455 v.Chr. + 70 Jahrwochen = 490 Jahre = 36 n.C. ➡️ 36 = Kornelius 1. Heidenchrist Eurasiens!
    3. 455 v.Chr. + 2.300 Tage = 2.300 Jahre = 1846 n.Chr. ➡️ 1846 = Sabbat wiederhergestellt!
  • Nein, das denke ich nicht. Es sind auch nicht nur einige aus Deinen Kreisen. Es ist genau umgekehrt: Einige in Deinen Kreisen sind tolerant.

    Aber nicht die Mehrheit und nicht Deine Organisation! Ihr müsst Menschen aus ihren Kirchen heraus missionieren, um deren Leben zu retten. Die Aufforderung lautet klar: "Geht hinaus aus ihr, mein Volk, dass ihr nicht teilhabt an ihren Sünden, und hinaus aus ihren Plagen, damit ihr sie nicht empfangt!" Off.18,4