DIE KORINTHERBRIEFE – STUDIENANLEITUNG 3. QUARTAL 2026

  • DIE KORINTHERBRIEFE – STUDIENANLEITUNG 3. QUARTAL 2026

    (Studienanleitung Standardausgabe für den morgigen Sabbat, am Samstag 11. Juli 2026)


    2. Lektion: Die Botschaft vom Kreuz


    VII.) Fragen zum Bibelgespräch – die Sabbat-Lektion


    Fragen für ein Gespräch: (ein Auszug)


    1. Im Garten Gethsemane sagte Jesus: „Mein Vater, ist’s möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber“ (Mt 26,39). Was sagt dieses Gebet aus über den immensen Preis, den Jesus am Kreuz zahlte?

    Meine Antwort: Das war ein schlimmer innerer Kampf des Gottessohnes und Messias, der als Mensch hier im Garten Gethsemane furchtbar litt und einen intensiven inneren Kampf durchmachte mit Angst, Furcht und Zittern, das auch körperliche Auswirkungen hatte, weil unser Herr Blut schwitzte (Lukas 22,44) , was die ungeheure körperliche und seelische Anspannung des Jesus von Nazareth deutlich machte! Wie muss hier der Vater im Himmel mit seinem geliebten Sohn mitgelitten haben, der sich seinen eingeborenen Sohn vom Herzen gerissen hatte, damit die Menschheit gerettet werden konnte! Gibt es einen höheren Preis als diesen?


    2. Paulus sagte: „Die göttliche Torheit ist weiser, als die Menschen sind“ (1 Kor 1,25). Inwiefern unterscheidet sich die Weisheit Gottes völlig von menschlicher Weisheit?

    Meine Antwort: Insofern als Gottes Weisheit und Gottes Wege viel höher sind als unsere Wege!

    Zitat

    „Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR, sondern so hoch der Himmel über der Erde ist, so viel höher sind meine Wege als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.“
    Jesaja 55, 8-9


    3. Die Botschaft eines gekreuzigten Christus war ein Stolperstein für die Juden und Torheit für die Griechen. Welche biblischen Themen, die wir heute verkündigen, können denselben Effekt bei einem modernen Publikum erzielen und warum?

    Meine Antwort: Die Kreuzigung des Christus ist auch heute noch Anstoß für den modernen Menschen, weil dieser nicht die Einsicht hat, dass ein solch gewaltsamer und schrecklicher Tod etwas mit Erlösung zu tun haben könne! Soll man ihnen das verdenken, wenn selbst moderne Theologen heute mit der Botschaft vom Kreuz nichts mehr anfangen können? Auch wenn wir Christen mit der baldigen Wiederkunft von Jesus argumentieren und mit den sich offensichtlich mehrenden Endzeitzeichen heute, erhalten wir oft Kopfschütteln! Dann wird gesagt dass es solche Zeichen (Kriege/ Seuchen/ Erdbeben etc.) immer schon gegeben habe und dass eine Wiederkunft von Jesus eine reine Illusion sei. Ebenfalls wird bezweifelt, dass ein Toter Mensch wieder auferstehen könne, obwohl wir im NT eindeutige Zeugenberichte davon haben, dass Jesus von Nazareth 3 Menschen auferweckt hatte und dass der Auferstandene von 500 Zeugen auf einmal gesehen wurde! (1. Korintherbrief, Kapitel 15, Vers 6). Auch mit einer angeblichen Dreieinigkeit Gottes kann der moderne Mensch nichts anfangen und sagt dann „Wie kann drei Einer sein? Was ist das für eine unlogische Aussage!”


    4. ...

  • DIE KORINTHERBRIEFE – STUDIENANLEITUNG 3. QUARTAL 2026

    (Studienanleitung Standardausgabe für den heutigen Sabbat, am Samstag, 11. Juli 2026)


    2. Lektion: Die Botschaft vom Kreuz


    VIII.) LEHRERTEIL


    TEIL I: ÜBERSICHT

    Schlüsseltext: 1. Korinther 1,18 Studienschwerpunkt: 1. Korinther 1,17-31

    Einführung

    Wenn man sich inmitten eines Waldbrands einer hoch aufragenden Flammenwand gegenübersieht, wäre der erste Gedanke wahrscheinlich nicht, noch mehr Feuer in die ohnehin schon extrem gefährliche Situation zu bringen. So töricht diese Maßnahme erscheinen mag, Feuerwehrleute tun oft genau das. Ein Feuer benötigt zum Weiterbrennen Sauerstoff und Brennstoff, zum Beispiel trockene Vegetation oder brennbares Material. Wenn man den Sauerstoff oder die Brennstoffzufuhr unterbrechen kann, lässt sich das Feuer unter Kontrolle bringen. Feuerwehrleute legen daher häufig ein sogenanntes Gegenfeuer an, um ein Feuer zu stoppen oder umzulenken.

    Feuer mit Feuer zu bekämpfen, scheint unvernünftig oder sogar töricht, wenn man mit einer sich schnell ausbreitenden Feuerwand konfrontiert ist, die rasch auf eine Stadt oder Ortschaft zusteuert. Wenn diese Strategie jedoch sorgfältig und richtig umgesetzt wird, kann sie den Unterschied zwischen Leben und Tod durch Feuer ausmachen.

    In gleicher Weise widersprach die Verherrlichung des Opfers Christi am Kreuz durch Paulus dem damaligen Empfinden. In der Einleitung zu seinem ersten Brief an die Gemeinde in Korinth betont Paulus den gegenkulturellen Charakter der christlichen Botschaft vom Kreuz. Das ist für die meisten von uns, die in einem westlichen oder christlichen Umfeld leben, schwer zu verstehen. Wir sind zumeist in einer Welt aufgewachsen, in der Kreuze auf Kirchen oder an anderen öffentlichen Orten ein Symbol für das Christentum und die Botschaft der Erlösung waren.

    Für die meisten Menschen, die im 1. Jahrhundert n. Chr. in der griechisch-römischen Welt lebten, bedeutete das Kreuz jedoch einen grausamen Tod, eine schwere Strafe und absolute Schande. Entgegen der damals vorherrschenden Meinung lehrte Paulus jedoch, dass das Evangelium Jesu Christi für diejenigen, die es annehmen, Gottes Kraft sei ( 1 Kor 1,18 ).

    ...

    TEIL II: KOMMENTAR

    1. Hintergrund

    In der Zeit des Neuen Testaments betonte das hellenistische Konzept von Weisheit (Sophia) Intelligenz und theoretisches Wissen stärker als praktische Fähigkeiten. Ein Philosoph war ein „Liebhaber der Weisheit“, jemand, der Wissen über die natürliche Welt und das menschliche Leben hatte und verbreitete. Man konnte die Wahrheit in ein allgemeines System einordnen, das dabei half, die Welt zu erklären. Zu jener Zeit gab es eine ganze Reihe unterschiedlicher griechischer Philosophieschulen mit unterschiedlichen Schwerpunkten, aber alle konzentrierten sich auf Beobachtung, Vernunft, Logik und intellektuelle Argumente, auch wenn ihnen ethische Fragen nicht fremd waren.

    Es sind sechs große griechisch-römische Philosophieschulen zu unterscheiden, darunter die Schule des Pythagoras, die Schule des Platon und seiner Nachfolger, die peripatetische Schule des Aristoteles, die Schule des Epikur (die Unerschütterlichkeit als Ideal betonte), die Schule der Kyniker (die Einfachheit und Freiheit von gesellschaftlichen Konventionen betonte) und die Schule der Stoiker, die zur Zeit der Ereignisse des Neuen Testaments als römischer Stoizismus (oder Spätstoizismus) bekannt war und zur einflussreichsten philosophischen Schule jener Zeit wurde (siehe John T. Fitzgerald, „Greco-Roman Philosophical Schools“, in: The World of the New Testament, Joel B. Green und Lee Martin McDonald, Hg., Grand Rapids, Michigan 2013, S. 135-148).

    Im Alten Testament beschränkt sich Weisheit nicht auf Wissen oder die Integration von Wissen in ein einheitliches System, sondern sie beschreibt vielmehr die Fähigkeit eines Menschen, Wissen, das in Beziehung zu Gott steht, richtig anzuwenden. Dieses Wissen ist auch gottgegeben und führt zu ethischen (das heißt „guten“, in Anlehnung an die Sprache der Schöpfung) Entscheidungen. In 2. Mose 31,1-5 werden drei Schlüsselbegriffe zur Beschreibung von Weisheit verwendet (chokmah, ‚Weisheit‘, tebunah, „Verstand“ und da‘ at, „Wissen“), um die von Gott gegebene Fähigkeit zu beschreiben, die der Künstler Bezalel zur Herstellung der Stiftshütte und ihrer Geräte brauchte. Die Verwendung dieser Begriffe in diesem speziellen Zusammenhang hilft uns zu verstehen, dass Weisheit im Alten Testament praktisch ist und über das rein Intellektuelle hinausgeht.

    Die Autoren des Alten Testaments stellen große Fragen zur Gerechtigkeit Gottes und darüber, wie Menschen wahre Weisheit erlangen können, obwohl sie sich bewusst sind, dass nicht alle unsere Fragen und unsere Suche nach Weisheit zu klaren Antworten führen werden (z. B. Spr 20,24; Hiob 28,20-21 ). Die Weisheitsliteratur im Alten Testament umfasst die Bücher Hiob, Sprüche, Prediger und ausgewählte Weisheitspsalmen (z. B. Ps 37; 49; 73 )

    Die Entdeckung eines bedeutenden Korpus an Weisheitsliteratur, der das Wissen in den Schriften der Gemeinschaft von Khirbet Qumran aus dem 1. Jahrhundert v. Chr. (auch bekannt als die Schriftrollen vom Toten Meer) macht deutlich, unterstreicht die Tatsache, dass Diskussionen über Weisheit ein wichtiger Bestandteil der intellektuellen und philosophischen Debatten in den jüdischen Gemeinden vor der Ankunft des Messias in Palästina waren (siehe J. I. Kampen, „Wisdom Literature at Qumran“, in: Dictionary of New Testament Background: A Compendium of Contemporary Biblical Scholarship, CA Evans und Stanley E. Porter, Hg., Downers Grove, Illinois 2000, S. 1263-1268).

    2. Torheit und Weisheit

    Nach seiner Begrüßung, seinem Dank und seiner Ermahnung zur Einheit widmete sich Paulus in seinem Brief an die junge Gemeinde in Korinth zunächst den Themen Torheit und Weisheit. 1. Korinther 1,18-31 ist ein rhetorischer Höhepunkt des Neuen Testaments. Die These von Paulus an die Korinther besagt, dass das Evangelium für manche eine Torheit ist, während es für andere Gottes rettende Kraft darstellt ( 1 Kor 1,18 ). Dieses Paradoxon ist bedeutsam. Wie es nahelegt – und wie Paulus in späteren Kapiteln hervorhebt –, ist die Schwachheit der Menschheit in Wirklichkeit eine Gelegenheit für Gott, seine Stärke zu zeigen.

    Der restliche Abschnitt enthält eine Reihe von Gegensätzen zwischen Weisheit und Torheit, Gott und der Welt, stark und schwach. Das Kreuz, ein Instrument grausamer römischer Folter und Tod, ist zu dem Mittel geworden, durch das Gott die Erlösung erwirkt hat. Diese Argumentation, die allen Predigten von Paulus und der frühen christlichen Kirche zugrunde liegt, muss vielen neu bekehrten nichtjüdischen Gläubigen gegenkulturell und paradox vorgekommen sein. Das „Wort vom Kreuz“ ( 1 Kor 1,18 ) ist eine Kurzform für die Botschaft vom Tod und der Auferstehung Jesu Christi, die denen Erlösung schenkt, die dieses Wort hören und daran glauben. Wir bekommen einen Eindruck davon, wie töricht diese Botschaft auf ein griechisch-römisches Publikum gewirkt haben muss: Wie könnte denn Gott die Menschen (und die Welt) durch den Tod eines gekreuzigten, verurteilten Straftäters retten? Die Juden empfanden diese Botschaft jedoch als „Ärgernis“ oder griechischen Skandalon, wie in 1. Korinther 1,23 erwähnt wird. Dieser Stolperstein oder diese Torheit bezieht sich metaphorisch auf ein Hindernis für den eigenen Glauben.

    3. Die Gute Nachricht vom Kreuz

    Gleich zu Beginn argumentiert Paulus, dass die Botschaft vom Kreuz Gottes Kraft für die ist, die gerettet werden. Das Kreuz bietet Gläubigen den Schlüssel zum Verständnis von Gottes Weisheit, die sich darin äußert, dass Gott denen Erlösung bietet, die Gerechtigkeit weder verdienen noch sie jemals erlangen können. Das Kreuz ist auch mehr als ein Zeichen oder Symbol, obwohl die Juden es nicht als solches anerkennen, wo sie sich doch nach wundersamen Zeichen sehnen ( Mt 12,38-39; Mk 8,11-12 ; auch 1 Kor 1,22 ). Der Wunsch, Zeichen und Wunder zu sehen, spiegelt eine grundlegende geistliche Blindheit und vielleicht sogar eine Verhärtung des Herzens derjenigen wider, die diese „fordern“ (und nicht „darum bitten“). Das Evangelium vom gekreuzigten und auferstandenen Christus ruft weder bei Juden noch bei Griechen Glauben hervor, sondern wird für sie vielmehr zu einem „Stolperstein” bzw. einer ‚Torheit‘. Paulus fasst diese Tatsache in 1. Korinther 1,25 zusammen: „Denn die göttliche Torheit ist weiser, als die Menschen sind, und die göttliche Schwachheit ist stärker, als die Menschen sind.“

    Diese Aussage führt Paulus zur wichtigen nächsten Feststellung: Gottes Auswahl, die die Gemeinde in Korinth bildet, beruhte nicht auf ihrer Weisheit, ihrer Macht und ihrem Einfluss, sondern allein auf Gottes Souveränität ( 1 Kor 1,26-29 ). Gott trifft seine Wahl niemals auf menschliche Leistungen, Macht oder Einfluss, sondern als Antwort, dass wir im Glauben die Hand Jesu ergreifen. Manchmal können wir die ganze Hand ergreifen, und manchmal schaffen wir es gerade noch, uns an der Spitze seiner kleinen Finger festzuhalten – aber seid versichert, wir können darauf vertrauen, dass wir uns im Zentrum von Gottes Gnade befinden. Dieses Wissen bewahrt uns laut Paulus auch davor, uns unserer eigenen „Glaubensleistungen“ zu rühmen. „Wer sich rühmt, der rühme sich des Herm!” ( 1 Kor 1,31 , in Anlehnung an Jer 9,22-23 ). Interessanterweise (und vielleicht bereits in der Personifizierung der Weisheit in Sprüche 8 im Alten Testament vorweggenommen) ist Jesus Christus die personifizierte Weisheit Gottes, seine Gerechtigkeit, Heiligung und Erlösung ( 1 Kor 1,30 ).

    TEIL III: ANWENDUNG

    Weisheit und Torheit sind im ersten Kapitel des Paulusbriefes an die Gemeinde in Korinth eng miteinander verbunden. Paulus hilft seinen Lesern zu verstehen, dass „menschliche Weisheit nicht zu einer wahren, rettenden Erkenntnis Gottes führen kann, die nur durch die Torheit des Evangeliums zugänglich ist (V. 21)“

    ...

    (aus ---> https://sabbath-school.adventech.io/de/2026-03/02/09-lehrerteil)

  • DIE KORINTHERBRIEFE – STUDIENANLEITUNG 3. QUARTAL 2026

    (Studienanleitung Standardausgabe für den heutigen Sabbat, am Samstag, 11. Juli 2026)


    3. Lektion: Einheit in Christus*


    LESEN SIE FÜR DAS STUDIUM DIESER WOCHE

    1. Korinther 1, 12–17 ; 1. Korinther 1, 10; 3,1–4; Philipper 2,5–8; 2. Korinther 11,23–28; Kolosser 1,24


    Zitat

    MERKTEXT

    Ich ermahne euch aber, Brüder und Schwestern, im Namen unseres Herrn Jesus Christus, dass ihr alle mit einer Stimme redet; und lasst keine Spaltungen unter euch sein, sondern haltet aneinander fest in einem Sinn und in einer Meinung. ( 1 Kor 1,10 )


    Wer die Tierwelt beobachtet, weiß, dass manche Tiere in Rudeln, Herden oder Gruppen unterschiedlicher Größe leben. Von Wölfen (natürlicherweise) über Delfine hin zu Wanderameisen halten diese Tiere zusammen. Schimpansen sind besonders für ihre engen sozialen Bindungen bekannt und leben manchmal in Gruppen von 15 bis 150 Artgenossen. Diese Beziehungen sind jedoch nicht immer harmonisch und manchmal kämpfen die Schimpansen untereinander.

    Bei Menschen verhält es sich ähnlich; Sie tendieren nicht nur dazu, in Gruppen zu leben, sondern sie bekämpfen sich manchmal auch untereinander. Und das ist sogar in unseren Gemeinden Realität! Es bilden sich Grüppchen, oft um einen charismatischen Anführer herum. Und manchmal kommt eine Clique nicht mit den anderen aus.

    Hast du das schon einmal in deiner Gemeinde erlebt?

    Wenn ja, dann hast du eine Vorstellung von dem Problem, mit dem Paulus in Korinth konfrontiert war und gegenüberstand. Diese Woche werfen wir einen Blick auf 1. Korinther 1 bis 4 , wo der Apostel Paulus das Problem der Streitigkeiten in der Gemeinde behandelt und schreibt, wie diese überwunden werden können, nämlich durch die Einheit in Christus.


    Hauptthemen

    In der frühen Kirche war eine der größten Bedrohungen für die Einheit nicht Verfolgung, sondern Stolz. Zwei Hauptthemen zu diesem Aspekt finden sich in den Textstellen dieser Woche. Sie lassen sich kurz wie folgt zusammenfassen:

    1. Die Gefahr des Personenkults: In 1. Korinther spricht Paulus darüber, wie sich die Gläubigen aufgrund ihrer Loyalität gegenüber verschiedenen Führern spalteten und Personenkulte um Paulus, Apollos und Kephas bildeten. Diese Fraktionen machten begabte Führer zu einer Quelle der Spaltung und lenkten die Gemeinde von ihrem wahren Fundament ab: Christus.

    2. Die Kraft christusähnlichen Dienens: Im Gegensatz dazu bietet Philipper 2,1-8 das Gegenmittel: christusähnliche Demut, Paulus fordert die Gläubigen auf, egoistische Ambitionen aufzugeben und nicht auf ihre eigenen Interessen zu schauen, sondern auf die Interessen anderer. Er bezieht sich auf Jesus, der, obwohl er dem Vater gleich war, die Gestalt eines Dieners annahm, sich selbst erniedrigte und bis zum Tod gehorsam war. Das ist das wahre Vorbild für Einheit: aufopfernde Liebe.

    All diese Bibelstellen rufen die Gemeinde dazu auf, Stolz und Machtkämpfe abzulehnen und stattdessen, dem Beispiel Christi zu folgen, durch dienstbereite Demut nach Einheit zu streben.


    * Studiere diese Lektion zur Vorbereitung auf Sabbat, den 18. Juli.


    (zitiert aus ----> https://sabbath-school.adventech.io/de/2026-03/03/…eit-in-christus und aus ----> https://sabbath-school.adventech.io/de/2026-03/03/09-lehrerteil)


    Ergänzende EGW-Notizen

    Spoiler anzeigen

    Ich appelliere an unsere Gemeinde, Kritik und Verleumdung einzustellen und sich im Gebet ernsthaft an Gott zu wenden, um ihn um Hilfe zu bitten, damit er den Irrenden beistehen kann. Lasst sie sich untereinander und mit Christus verbinden. Lasst sie das 17. Johannesevangelium studieren und lernen, wie man betet und wie man das Gebet Christi lebt. Er ist der Tröster. Er wird in ihren Herzen wohnen und sie mit Freude erfüllen. Seine Worte werden ihnen wie das Brot des Lebens sein, und in der so gewonnenen Kraft werden sie einen Charakter entwickeln, der Gott Ehre macht. Vollkommene christliche Gemeinschaft wird unter ihnen herrschen. In ihrem Leben wird die Frucht sichtbar werden, die stets aus dem Gehorsam gegenüber der Wahrheit erwächst.
    Lasst uns das Gebet Christi zum Maßstab unseres Lebens machen, damit wir einen Charakter formen, der der Welt die Kraft der Gnade Gottes offenbart. Lasst uns weniger über Kleinigkeiten reden und uns stattdessen eingehender damit auseinandersetzen, was das Gebet Christi für diejenigen bedeutet, die an seinen Namen glauben. Wir sollen für die Einheit beten und dann so leben, dass Gott unsere Gebete erhören kann.
    Vollkommene Einheit – eine so enge Verbindung wie die zwischen Vater und Sohn – ist der Schlüssel zum Erfolg derer, die Gott dienen.
    Die vollständige Vereinigung mit Christus und untereinander ist für die Vollkommenheit der Gläubigen unerlässlich. Christi Gegenwart im Herzen der Gläubigen durch den Glauben ist ihre Kraft, ihr Leben. Sie bewirkt die Vereinigung mit Gott: „Du in mir.“ Die Vereinigung mit Gott durch Christus macht die Gemeinde vollkommen.
    Wer anderen durch Selbstverleugnung und Selbstaufopferung dienen will, dem werden Charaktereigenschaften zuteil, die ihn vor Gott empfehlen und Weisheit, wahre Geduld, Nachsicht, Güte und Mitgefühl entwickeln. Dies sichert ihm den ersten Platz im Reich Gottes.
    Nichts kann die vollkommene Einheit der Gemeinde vollenden außer der christlichen Nachsicht. Satan kann Zwietracht säen; Christus allein kann die Widersprüchlichen vereinen. Wenn ihr als einzelne Mitarbeiter der Gemeinde Gott über alles liebt und euren Nächsten wie euch selbst, dann wird es keine mühsamen Bemühungen mehr um Einheit geben, sondern Einheit in Christus. Niemand wird mehr lästern oder andere verleumden. Die Gemeindemitglieder werden Liebe und Einheit pflegen und wie eine große Familie zusammenhalten. Dann werden wir der Welt Zeugnis ablegen und bezeugen, dass Gott seinen Sohn in die Welt gesandt hat. Christus hat gesagt: „Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr einander liebt.“ (Christus widerspiegeln, S. 200)

    (zitiert aus der englischen Weltfeldausgabe der Studienanleitung ----> https://sabbath-school.adventech.io/en/2026-03/03/01)

  • 3. Lektion: Einheit in Christus |DIE KORINTHERBRIEFE| 3. Quartal


    LESEN SIE FÜR DAS STUDIUM DIESER WOCHE VOM 11. JULI BIS 18. JULI 2026

    1. Korinther 1, 12–17 ; 1. Korinther 1, 10; 3,1–4; Philipper 2,5–8; 2. Korinther 11,23–28; Kolosser 1,24

    Meine persönliche Auslegung der 6 Bibeltexte für diese Woche der 3. Lektion:



    HFA

    I.) 1. Korinther 1:12-17

    12 Es soll einige bei euch geben, die sagen: »Wir gehören zu Paulus«, während andere erklären: »Wir halten uns an Apollos!« Die Nächsten meinen: »Nur was Petrus sagt, ist richtig!«, und die letzte Gruppe behauptet schließlich: »Wir gehören allein zu Christus!« 13 Was soll das? Wollt ihr etwa Christus zerteilen? Bin denn ich, Paulus, für euch gekreuzigt worden? Oder wurdet ihr auf meinen Namen getauft? 14 Ich danke Gott dafür, dass ich außer Krispus und Gajus niemanden von euch getauft habe. 15 Sonst würdet ihr vielleicht noch behaupten, ich hätte euch getauft, damit ihr mir nachfolgt! 16 Da fällt mir ein, dass ich auch Stephanas getauft habe und alle, die in seinem Haus leben. Aber sonst erinnere ich mich an niemanden. 17 Christus hat mich nicht beauftragt, die Menschen zu taufen, sondern die rettende Botschaft zu verkünden. Und wenn ich das tue, dann versuche ich nicht, meine Zuhörer durch menschliche Weisheit und Redegewandtheit zu beeindrucken. Denn sonst wäre die Botschaft, dass Christus am Kreuz für uns starb, ihrer Kraft beraubt.


    Meine Auslegung: Warum erinnern mich diese ersten beiden Verse des Paulus unweigerlich an die Kirchengeschichte? Man könnte diese Verse 12 – 13 geradezu als prophetische Aussagen in Bezug auf eine Jahrhunderte lange Kirchengeschichte deuten! »Nur was Petrus sagt, ist richtig!« – so könnte es die Katholische Kirche sehen, die im Petrusamt des Papstes die Einheit in Christus sieht und darauf besteht, dass nur das was die Nachfolger des Apostels Petrus, also die Päpste und das katholische Lehramt sagen, die richtige Sicht hinsichtlich der Bibel und der Traditionen der Kirche ist!

    Ja, leider müssen wir heute fast 2.000 Jahre nach Christus betrüblich feststellen und den Vers aus 1. Kor 1:13 bejahen: „Ja, in der Tat! Christus ist zerteilt! Seine Kirche ist in 40.000 Richtungen zerfallen! Herr erbarme Dich!”

    Paulus betont, dass die Gemeinde Jesu, also die christliche Kirche (griech. = Εκκλησία = Ekklesía) nur auf Jesus Christus (bzw. laut Matth. 28,19 auf den dreieinen Gott!) getauft wurde! Deswegen hat auch Paulus nur 3 Personen getauft: Krispus und Gajus und Stephanas (1. Kor 1:14+16), damit die Korinther nicht behaupten können sie seien auf Paulus getauft worden! Denn Paulus wurde von Christus nicht zum Taufen berufen, sondern um die rettende Botschaft zu verkünden – und zwar die Botschaft, dass Christus am Kreuz für uns starb! (1. Korinther 1:17) A m e n


    LUTH1912

    II.) 1. Korinther 1:10

    10 Ich ermahne euch aber, liebe Brüder, durch den Namen unseres Herrn Jesus Christus, dass ihr allzumal einerlei Rede führt und lasst nicht Spaltungen unter euch sein, sondern haltet fest aneinander in einem Sinne und in einerlei Meinung.


    Meine Auslegung: Der "fromme Wunsch" des Paulus! Ist er in der Gemeinde von Korinth erfüllt worden? Oder sind die Spaltungen und Streitereien weitergegangen? Wir wissen es nicht! Was wir aber wissen ist, dass es innerhalb der Kirchengeschichte immer wieder zu Spaltungen gekommen ist, die den symbolischen Leib Christi, seine Kirche, zerteilt und gespalten haben (z.B.1054: Orthodoxe Kirche/ 1530: Protestantische Kirche(n)/ 1534: Anglikanische Kirche/ 1870: Altkatholische Kirche)



    HFA

    III.) 1. Korinther 3:1-4

    1 Liebe Brüder und Schwestern! Ich konnte allerdings zu euch nicht wie zu Menschen reden, die sich vom Geist Gottes leiten lassen und im Glauben erwachsen sind. Ihr wart noch wie kleine Kinder, die ihren eigenen Wünschen folgen. 2 Darum habe ich euch nur Milch und keine feste Nahrung gegeben, denn die hättet ihr gar nicht vertragen. Selbst jetzt vertragt ihr diese Nahrung noch nicht; 3 denn ihr lebt immer noch so, als würdet ihr Christus nicht kennen. Beweisen Eifersucht und Streit unter euch nicht, dass ihr immer noch von eurer selbstsüchtigen Natur bestimmt werdet und wie alle anderen Menschen denkt und lebt? 4 Wenn die einen unter euch sagen: »Wir gehören zu Paulus!«, und andere: »Wir halten uns an Apollos!«, dann benehmt ihr euch, als hätte Christus euch nicht zu neuen Menschen gemacht.


    Meine Auslegung: Paulus nennt die Christen in Korinth „kleine Kinder im Glauben” die nur (theologische) Milch aber noch keine keine feste Nahrung vertragen! (1. Kor 3:2) Da offensichtlich Eifersucht und Streit unter der Gemeinde in Korinth herrschen, tadelt Paulus die Korinther sehr, weil sie immer noch von ihrer „selbstsüchtigen Natur bestimmt werden”! Den neuen Menschen in Christus merke man bei ihnen nicht, komme bei ihnen nicht vor. Mit diesem Tadel beginnt der Apostel das dritte Kapitel seines Briefes.



    LUTH1545

    IV.) Philipper 2:5-8

    5 Ein jeglicher sei gesinnt, wie Jesus Christus auch war: 6 welcher, ob er wohl in göttlicher Gestalt war, hielt er's nicht für einen Raub, Gott gleich [zu] sein, 7 sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward gleich wie ein anderer Mensch und an Gebärden als ein Mensch erfunden; 8 er erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz.


    Meine Auslegung: Dies ist der großartige "CHRISTUS-HYMNUS" des Philipperbriefes, ein frühchristliches Glaubensbekenntnis, das – wie uns Bibelforscher versichern – bereits um 33 n.Chr. entstanden sei und welches Paulus um 60 n.Chr. aufgegriffen habe als er aus dem Gefängnis in Rom seinen Brief an die Gemeinde im griechischen Philippi schrieb!

    Wir Christen sollen die Gesinnung von Jesus von Nazareth annehmen (Vers 5), der als der ewige Gott der ER war – »Gott gleich ... in göttlicher Gestalt« (Phil 2,6) – sich demütigte („sich selbst entäußerte”) und erniedrigte und Knechtsgestalt annahm um Mensch zu werden um für uns Menschen den Erlösertod am Kreuz zu sterben! A m e n


    HFA

    V.) 2. Korinther 11:23-28

    23 Sie sind Diener von Christus? Was ich jetzt entgegne, kann wirklich nur noch ein Narr sagen: Ich habe Christus weit mehr gedient und viel mehr auf mich genommen als sie. Ich bin öfter im Gefängnis gewesen und ausgepeitscht worden. Viele Male hatte ich den Tod vor Augen. 24 Fünfmal habe ich von den Juden die neununddreißig Schläge erhalten. 25 Dreimal wurde ich von den Römern mit Stöcken geschlagen, und einmal hat man mich gesteinigt. Dreimal habe ich Schiffbruch erlitten; Einmal trieb ich sogar einen Tag und eine ganze Nacht hilflos auf dem Meer. 26 Auf meinen vielen Reisen bin ich immer wieder in Gefahr geraten durch reißende Flüsse und durch Räuber. Ich wurde von meinem eigenen Volk ebenso bedroht wie von den Nichtjuden. In den Städten wurde ich verfolgt, in der Wüste und auf dem Meer bangte ich um mein Leben. Und wie oft wollten mich Leute verraten, die sich als Christen ausgaben! 27 Mein Leben war voller Mühe und Plage, oft habe ich Nächte durchwacht. Ich kenne Hunger und Durst. Ich musste häufig ohne Essen auskommen und war schutzlos der Kälte ausgesetzt. 28 Aber das ist noch längst nicht alles. Tag für Tag lässt mich die Sorge um alle Gemeinden nicht los.


    Meine Auslegung: Paulus schildert uns hier in diesem 11. Kapitel des 2. Korintherbriefes all das Üble und Böse das ihm auf seinen vielen Missionsreisen widerfahren ist: Er wurde gesteinigt, ausgepeitscht, ins Gefängnis geworfen, hat Schiffbruch erlitten etc. Und trotz all dieser Beschwernisse ist bei Paulus immer die Sorge um die von ihm gegründeten Gemeinden im Vordergrund gestanden! Amen.


    LUTH1912

    VI.) Kolosser 1:24

    24 Nun freue ich mich in den Leiden, die ich für euch leide, und erstatte an meinem Fleisch, was noch mangelt an den Trübsalen Christi, seinem Leibe zugut, welcher ist die Gemeinde.


    Meine Auslegung: Für uns Christen des 21. Jahrhunderts klingt diese Aussage, dass sich Paulus seiner Leiden freut sehr seltsam! „Was ich auch immer für euch erleiden muss, nehme ich gern auf mich; Ich freue mich sogar darüber.” übersetzt die HFA. Wenn wir heute Leid erfahren, freut uns das bestimmt nicht, sondern wir Christen leiden darunter und bitten im Gebet Gott, dass er die Leiden von uns nehme. Oder nicht?

  • DIE KORINTHERBRIEFE – STUDIENANLEITUNG 3. QUARTAL 2026

    (Studienanleitung Standardausgabe für den 6. Sonntag nach Trinitatis, am Sonntag, 12. Juli 2026)


    3. Lektion: Einheit in Christus


    I.) Das Problem der Grüppchenbildung in der Gemeinde–Sonntag


    Der Aufruf von Paulus: „Lasst keine Spaltungen unter euch sein, sondern haltet aneinander fest in einem Sinn und in einer Meinung“ ( 1 Kor 1,10 ), dominiert die ersten vier Kapitel des 1. Korintherbriefes. Tatsächlich sind sich die meisten Gelehrten einig, dass Einheit das übergreifende Thema ist, das alle Teile des Briefes miteinander verbindet.


    Lies 1. Korinther 1,12–17. Inwiefern helfen uns diese Verse zu verstehen, wie absurd es ist, Cliquen um lokale Führungskräfte zu bilden? Wie lautet die Lösung von Paulus?


    Paulus verwendet starke Worte, um den Mangel an Einheit unter den Gemeindemitgliedern in Korinth darzustellen. Er verwendet die griechischen Begriffe schisma („Spaltung“, 1 Kor 1,10 ) und eris („Streit“, 1 Kor 1,11 ). Mit dem Substantiv schisma (ebenso wie das Verb schizō, „spalten“) werden an anderer Stelle im Neuen Testament Meinungsverschiedenheiten beschrieben, die zu Splittergruppen führen. Das Substantiv eris („Streit“) erscheint häufig in Aufzählungen von Lastern, die von Christen nicht praktiziert werden sollten.


    Lies Römer 1,29; 13,13; 1. Korinther 3,3; 2. Korinther 12,20; Galater 5,20. Welche anderen Sünden werden zusammen mit eris („Streit“, „Zwist“) aufgeführt? Was sagt uns das darüber, wie schlimm Streit ist?

    • Römer 1:29: Gemeinheit, Habgier, Bosheit, Neid, Mordlust, Hinterlist, Verlogenheit, Klatsch
    • Römer 13,13: Fressen und Saufen, Wollust und Unzucht = sexuelle Zügellosigkeit und Ausschweifungen (HFA), Hader und Neid, Eifersucht
    • 1. Korinther 3:3: Eifer und Zank und Zwietracht
    • 2. Korinther 12:20: Wutausbrüche und Intrigen! Verleumdungen und bösartiges Gerede, Hochmut und Unfrieden!
    • Galater 5:20: Götzenanbetung, Aberglaube, Feindseligkeit, Eifersucht, Wutausbrüche, hässliche Auseinandersetzungen, Hader, Eifersucht, Zorn, Zank, Zwietracht, Spaltungen

    Die Meinungsverschiedenheiten in der Gemeinde von Korinth traten sogar in Form von Rechtsstreitigkeiten untereinander zutage ( 1 Kor 6,1–3 ). „Euch zur Schande muss ich das sagen“, schrieb Paulus ihnen ( 1 Kor 6,5 ) über diese Rechtsstreitigkeiten zwischen Gemeindemitgliedern. Die Gemeindeglieder legen ihre Differenzen nicht einmal bei der Feier des Abendmahls beiseite ( 1 Kor 11,17–22 ).

    Das Problem der mangelnden Einheit unter den Gemeindemitgliedern ist so erschreckend und Paulus ist so besorgt darüber, dass dies das erste Thema ist, das er in seinem Brief an die Korinther anspricht.


    Lies 1. Korinther 1,12–27 noch einmal. Denke dann darüber nach, inwiefern diese Verse uns helfen zu verstehen, warum Cliquen für die Einheit der Gemeinde so gefährlich sind. ...


    (zitiert aus -----> https://sabbath-school.adventech.io/de/2026-03/03/…in-der-gemeinde)


    Ergänzende EGW-Notizen

    Spoiler anzeigen

    ...

    Diejenigen, die wahrhaft mit Gott verbunden sind, werden nicht im Streit miteinander leben. … Sein Geist, der in ihren Herzen herrscht, wird Harmonie, Liebe und Einheit schaffen. Das Gegenteil davon wirkt bei den Kindern Satans; bei ihnen herrscht ein ständiger Widerspruch. Streit, Neid und Eifersucht beherrschen sie. Das Kennzeichen des Christen ist die Sanftmut Christi. Wohlwollen, Güte, Barmherzigkeit und Liebe entspringen der unendlichen Weisheit, während das Gegenteil die unheilige Frucht eines Herzens ist, das nicht mit Jesus Christus im Einklang steht. … In der Einheit liegt Stärke. In der Spaltung Schwäche und Niederlage.
    Das überzeugendste Argument für die Mission Christi ist unsere vollkommene Einheit. … Im Verhältnis zu unserer Einheit mit Christus wächst unsere Kraft, Seelen zu retten. ... —Unsere hohe Berufung, S. 170.

    ...

    (Zitiert aus der englischen Weltfeldausgabe ----> https://sabbath-school.adventech.io/en/2026-03/03/…s-in-the-church)

  • Gesprächsfragen SabbatschulWiki

    (zitiert aus ----> https://sabbath-school.adventech.io/de/2026-03/03/…sabbatschulwiki)


    STARTFRAGE:

    • Einheit in Christus ist ein hohes Ideal. In der Realität haben wir manchmal Schwierigkeiten damit, es zu verwirklichen. Warum ist das so? Wie habt ihr das in der Vergangenheit erlebt?

    SONNTAG:

    1. Korinther 1,11–17

    • Fragen zum Text:
      1. Welches Problem trat damals in Korinth auf? Wie konnte es dazu kommen?
      2. Wie passiert so etwas heute, z. B. ein Personenkult in christlichen Kreisen?
      3. Wie findet man ein gesundes Maß zwischen Loyalität zu einem Leiter und dem Anliegen der Gemeinde?

    Römer 1,29 / Römer 13,13 / 1. Korinther 3,2,3 / 2. Korinther 12,20 / Galater 5,20

    • Fragen zum Text:
      1. In welchen Kontexten werden Streit und Hader hier gesetzt?
      2. Welche negativen Folgen hat Zerstrittenheit für eine Gemeinde?


    Meine Antwort zur STARTFRAGE:

    • Weil jedes Gemeindeglied einer Kirche ein Individuum ist und es viel zu viele Kirchen auf der Welt gibt, von der jede von sich behauptet „Nur Wir haben die echte Einheit mit Christus!” // Bei den jährlichen Gebetswochen der Evangelischen Allianz Anfang Januar erlebe ich eine echte Einheit in Christus oder auch wenn Ökumenische Bibelwochen durchgeführt werden ...

    Meine Antworten zu Korinther 1,11–17 und Fragen zum Text:

    1. Es gab Streit innerhalb der Gemeinde von Korinth, weil es verschiedene Gruppen („Grüppchen”) gab, die sich nur an die Worte von Apollos oder nur an die von Petrus oder nur an die von Paulus halten wollten. // Das konte nur deshalb auftreten, weil diese "Grüppchen-Bilder" nicht Jesus Christus im Mittelpunkt hatten!
    2. Leider ist das heute noch so, wenn bestimmte "charismatische Führer" auftauchen, die meinen „etwas besseres/besonderes zu sein”! Und die dann von den Gemeindegliedern absoluten Gehorsam verlangen!
    3. Es muss immer Jesus Christus allein im Mittelpunkt stehen! ----> Wenn der/die Gemeindeleiter zusammen mit der Kirchengemeinde sich in Demut Christus unterordnern, dann ist dies ein gesundes Maß im Verhältnis zwischen einem Leiter und dem Anliegen der Gemeinde!

    Meine Antworten zu Röm 1,29/Röm 13,13/1.Kor 3,2,3/2.Kor 12,20/Gal 5,20 und Fragen zum Text:

    1. Wer nicht durch den Heiligen Geist "wiedergeboren" ist, der steht wie hier die Gemeinden in Rom, in Korinth und die der Galater in Kleinasien in der Gefahr in den heidnischen Dingen wie Fressgelage und Saufereien, sexuelle Zügellosigkeit und Ausschweifungen (Römer 13,13) zurückzufallen und von ihrer selbstsüchtigen Natur bestimmt zu werden (1. Korinther 3:3) oder wieder zu Götzenanbetung und zu abergläubischem Vertrauen auf übersinnliche Kräfte (Galater 5:20) zurückzukehren!
    2. Eine Zerstrittenheit in einer Gemeinde hemmt wohl den Missionarischen Auftrag einer solchen! Statt anderen von Jesus Christus zu erzählen und eine aktive Missionsarbeit zu betreiben, werden bei einer zerstrittenen Gemeinde die Kräfte sinnlos vergeudet, wenn sich alles nur um einzelne "Sturköpfe" und "Streithansel" dreht ...!
  • DIE KORINTHERBRIEFE – STUDIENANLEITUNG 3. QUARTAL 2026

    (Studienanleitung Standardausgabe für Montag, am 13. Juli 2026)


    3. Lektion: Einheit in Christus


    II.) Auf Jesus ausgerichtet – die Montags-Lektion


    Lies 1. Korinther 1,10. Was meinte Paulus deiner Meinung nach mit „Haltet aneinander fest in einem Sinn und in einer Meinung“?


    Die Cliquenbildung bedeutete hier eine Verleugnung der Treue zu Christus ( 1 Kor 1,10 ). Gott hat uns „zur Gemeinschaft seines Sohnes Jesus Christus, unseres Herrn“ ( 1 Kor 1,9 ), berufen. Unser Herr ist Christus und auf ihn müssen wir uns ausrichten. Daher ist die Antwort auf die rhetorischen Fragen „Ist Christus etwa zerteilt? Wurde denn Paulus für euch gekreuzigt? Oder seid ihr auf den Namen des Paulus getauft?“ ( 1 Kor 1,13 ) ein klares „Nein!“. Christus ist nicht zerteilt.* Es ist Christus, der für uns gekreuzigt wurde. Wir wurden „auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“ getauft ( Mt 28,19 ).

    Paulus erwähnte, dass wir „der Leib Christi* und jeder Einzelne ein Glied“ sind ( 1 Kor 12,27 , Herv. d. Verf.). Obwohl der Leib viele Teile hat – jedes mit seiner Funktion –, ist er dennoch ein einziger Leib. Damit der Körper richtig funktioniert, muss jeder Teil seine Arbeit entsprechend seinen Fähigkeiten ausrichten. Diese Metapher zeigt, dass Paulus nach Einheit strebt, nicht nach Uniformität. Er sucht nach Einheit in der Vielfalt.** Mehr noch, er strebt nach Einheit trotz der Vielfalt.

    Allerdings müssen alle Gedanken und Meinungen Christus, unserem Herrn, untergeordnet werden. Die Tatsache, dass Christus unser Herr ist, ist für Paulus ein so wichtiges Konzept, dass er zu Beginn des 1. Korintherbriefes wiederholt darauf zurückgreift ( 1 Kor 1,2.7–10 ). Bevor Paulus sich auch mit dem Thema Cliquen und menschlicher Führer beschäftigt, betont er zunächst, dass wir alle Jesus als unseren Herrn haben. Die Kirche ist nicht auf menschliche Führer ausgerichtet.*** Christen sind auf Jesus ausgerichtet. :!:

    Die Betonung der Herrschaft Jesu in den ersten Versen des 1. Korintherbriefes hilft uns zu verstehen, was Paulus mit den Worten meinte: „Haltet aneinander fest in einem Sinn und in einer Meinung“ ( 1 Kor 1,10 ). Der griechische Begriff, der mit „aneinander festhalten“ übersetzt wird, stammt vom Verb katartizō, das andeutet, dass etwas in seinem ursprünglichen Zustand zurückversetzt werden muss.

    Wenn sich Cliquen um menschliche Führer bilden, müssen die Beziehungen innerhalb der Gemeinde in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzt werden, und das kann durch die Einheit in Christus und den damit verbundenen Tod des Egos geschehen.

    ...

    (zitiert aus ----> https://sabbath-school.adventech.io/de/2026-03/03/…us-ausgerichtet)

    * – leider ist aber heute im Jahr 2026 der Leib Christi, also seine Kirche, sehrwohl zerteilt! Aufge-spalten in 40.000 christliche Glaubensgemeinschaften!

    ** – »Einheit in der Vielfalt!« – das ist auch das Motto der Ökumenischen Bewegung!

    *** – Das ist richtig! Daher braucht es auch keinen Papst an der Spitze der Kirche!

  • Gesprächsfragen SabbatschulWiki

    (zitiert aus ----> https://sabbath-school.adventech.io/de/2026-03/03/…sabbatschulwiki)


    MONTAG:


    1. Korinther 1,10

    • Fragen zum Text:

      1. Was ist der Unterschied zwischen „Sinn“ und „Meinung“?
      2. „Einer Meinung sein“, ist das nicht undenkbar? (siehe auch Römer 14,1 )
      3. In welchen Dingen können oder sollten wir eines Sinnes oder einer Meinung sein?
      4. Was ist der Unterschied zwischen Einheit und Uniformität?
      5. Wie können wir gesunde Kleingruppenarbeit betreiben, die nicht zu Cliquen führt, sondern die Einheit stärkt?


    • Meine Antworten zu Fragen zum Text:
      1. Sinn bezieht sich auf die Bedeutung, den Zweck oder die Essenz einer Sache, während eine Meinung eine persönliche, subjektive Ansicht oder ein subjektives Urteil über etwas ist. [1, 2, 3, 4, 5] – aus KI // In diesem Vers von 1. Kor 1,10 sind wohl bei Paulus "Sinn" und "Meinung" deckungsgleich!
      2. Doch das ist ganz undenkbar/unmöglich! Schon die ersten Christen waren nicht immer „Einer Meinung”, z.B. was die Speisevorschriften und andere zeremonielle Bestimmungen des jüdschen Zeremonialgesetzes aus dem AT betraf ... ----> siehe Apostelgeschichte Kapitel 15! Diese 4 levitischen Bestimmungen hat nämlich Paulus den von ihm gegründeten Gemeinden nicht auferlegt! ----> In keinem einzigen seiner Briefe werden sie auch nur ansatzweise erwähnt!
      3. Immer dann wenn es um Jesus Christus geht – und um das HEIL IN JESUS! ER muss immer im Mittelpunkt des Glaubens stehen, weder Maria, Heilige noch Päpste und dergleichen!
      4. Die Einheit gibt es nur mit und in Jesus Christus! Aber wie exakt nun der einzelne Christ/ die einzelne Christin ihren Glauben ausleben (z.B. halten sich idR die Adventisten an die ATlichen Speisegesetze und an das Schweinefleisch-Verbot, aber andere Christen anderer Kirchen halt nicht!) sollte denen selbst überlassen bleiben! Hier eine Uniformität vorzuschreiben, wäre nicht im Sinne des Paulus gewesen, der doch in Galater 1 gesagt und geschrieben hatte: „Zur Freiheit hat uns Christus befreit!” (Gal 5,1) A m e n !
      5. Es ist wohl nichts gegen solche Kleingruppen einzuwenden, z.B. wenn es in Hauskreisen oder Bibelgruppen um gemeinsames Bibellesen und Bibelauslegen geht! Wenn diese sich nicht komplett von der Gemeinde abschotten und auch für neue Personen offen bleiben, dann ist das die beste Gewähr dafür um Cliquen-Bildungen zu vermeiden!
  • DIE KORINTHERBRIEFE – STUDIENANLEITUNG 3. QUARTAL 2026

    (Studienanleitung Standardausgabe für Montag, am 13. Juli 2026)

    3. Lektion: Einheit in Christus

    II.) Auf Jesus ausgerichtet – die Montags-Lektion

    Lies 1. Korinther 1,10. Was meinte Paulus deiner Meinung nach mit „Haltet aneinander fest in einem Sinn und in einer Meinung“?DDR4

    Die Cliquenbildung bedeutete hier eine Verleugnung der Treue zu Christus ( 1 Kor 1,10 ). Gott hat uns „zur Gemeinschaft seines Sohnes Jesus Christus, unseres

    Wie kommt man bei diesem Bibeltext auf den Gedanken der Cliquenbildung? 🤔

    Paulus betont hier nicht die geistliche Einheit der weltweiten Gemeinde, sondern die lehrmäßige Einheit in der örtlichen Versammlung der Gläubigen. Diese lehrmäßige Einheit, die sich klar und vollständig auf die Schrift gründet, muss die Grundlage des gesamten Gemeindelebens sein.

    Unsere Kirche ist offen für alle, aber nicht für alles! Christian Führer, ev. Pfarrer 1943-2014

  • DIE KORINTHERBRIEFE – STUDIENANLEITUNG 3. QUARTAL 2026

    (Studienanleitung Standardausgabe für Dienstag, 14. Juli 2026, dem Französischen Nationalfeiertag)


    3. Lektion: Einheit in Christus


    III.) Weisheit und Reife – die Dienstags-Lektion


    Im Großen und Ganzen resultieren Cliquen aus einer zu hohen Meinung über menschliche Führer. Dies ist eine große Bedrohung für die Einheit der Gemeinde und die geistige Gesundheit der Mitglieder, denn eine verzerrte Sicht des christlichen Dienstes kann dazu führen, dass eine Gemeinde / eine Kirche bestimmten Führungskräften übermäßige Bedeutung beimisst, zum Nachteil anderer. Die Folge eines solchen Verhaltens ist eine Wettbewerbsatmosphäre, die die Gemeinde spalten kann. Mehr noch: Wenn wir menschliche Leiter als zentral für unsere christliche Identität betrachten, laufen wir Gefahr, Christus von seinem rechtmäßigen Platz in unserem Leben zu verdrängen.


    Lies 1. Korinther 3,1–4. Wie beschreibt Paulus hier die geistliche Unreife der Korinther? ----> siehe dazu meine Auslegung in NR. #44 unter III.) ...


    Paulus macht deutlich, dass geistliche Reife den Gläubigen dazu bringt, die Weisheit Gottes zu schätzen ( 1 Kor 2,6–7 ), die uns durch den Heiligen Geist zuteilwird ( 1 Kor 2,13 ) und die im Gegensatz zur Weisheit dieser Zeit ( 1 Kor 2,6 ), menschlicher Weisheit ( 1 Kor 2,13 ), steht. Die Weisheit Gottes wird am Kreuz Christi enthüllt ( 1 Kor 2,1–4 ). Genauer gesagt, sie offenbart sich in Christi Leiden, Tod und Auferstehung. Bevor Paulus auch seinen Aufruf zur Einheit wieder aufnimmt ( 1 Kor 3,1–17 ), möchte er, dass seine Leser die Notwendigkeit wahrer Weisheit und Reife in Christus anerkennen.

    Weise und reife Christen sind geistlich, nicht fleischlich gesinnte Menschen; sie sind nicht wie Kinder ( 1 Kor 3,1 ). Sie vergleichen Geistliches mit Geistlichem, denn „Geistliches [wird] durch Geistliches“ gedeutet ( 1 Kor 2,13–14 ELB ). Weise und reife Christen ernähren sich von fester Nahrung, nicht von Milch ( 1 Kor 3,2; vgl. Hbr 5,12 ). Der Gläubige, dem „man noch Milch geben muss, der ist unerfahren in dem Wort der Gerechtigkeit, denn er ist ein kleines Kind. Feste Speise aber ist für die Vollkommenen, die durch den Gebrauch geübte Sinne haben, Gutes und Böses zu unterscheiden“ ( Hbr 5,13–14 ). Weise und reife Christen sagen nicht „ich gehöre zu Paulus“ oder „ich zu Apollos“ ( 1 Kor 3,4 ), wenn sie sich auf verschiedene Menschen beziehen.

    Schließlich sind diese Menschen „Gottes Mitarbeiter“ wie sie ( 1 Kor 3,9 ). Wir als Gemeinde sind Gottes Acker und Tempel ( 1 Kor 3,9.16–17 ). Wir gehören alle durch Christus zu Gott ( 1 Kor 3,11 ).

    ...

    (zitiert aus -----> https://sabbath-school.adventech.io/de/2026-03/03/…sheit-und-reife)

  • Gesprächsfragen SabbatschulWiki

    (zitiert aus ----> https://sabbath-school.adventech.io/de/2026-03/03/…sabbatschulwiki)


    DIENSTAG:


    1. Korinther 3,1–4

    • Fragen zum Text:

      1. Worin zeigt sich hier geistliche Unreife?
      2. Was hat Unreife oder Unmündigkeit mit Fleischlichkeit zu tun?
      3. Wie kann man Menschen zu einer Mündigkeit verhelfen?
      4. Was hältst du von christlichen Influencern? Wo siehst du ihr Potenzial, wo eher Risiken?
      5. Hast du schon einmal erlebt, wie du von jemandem, den du sehr bewundert hast, enttäuscht wurdest? Welche Lehren hast du daraus gezogen?


    • Meine Antworten zu Fragen zum Text:
      1. In dem dass sie geistig „wie kleine Kinder” waren (1. Kor 3:1 – HFA) und keine feste (theologische) Nahrung vertragen haben! (1. Kor 3:2)
      2. In der biblischen Theologie wird Unmündigkeit (oder Unreife) mit Fleischlichkeit gleichgesetzt, wenn das Handeln nicht vom Geist Gottes oder der Vernunft, sondern von menschlichen, egoistischen Trieben bestimmt ist. Wer „fleischlich“ ist, bleibt in seiner Entwicklung stecken. Der „unmündige Mensch” ohne Heiligen Geist der wird immer noch von seiner selbstsüchtigen Natur bestimmt (1. Kor 3:3 – HFA) also in Fleischlichkeit gebunden!
      3. In dem man sie das Wort Gottes lehrt und um den Beistand des Heiligen Geistes bittet.
      4. Können nicht schaden. Die KI meint: Christliche Influencer bieten eine zeitgemäße Möglichkeit, Glauben und Werte direkt in den Alltag junger Menschen zu tragen. Sie senken die Hemmschwelle zur Auseinandersetzung mit Religion. Dennoch bergen sie Risiken, insbesondere durch die Verbreitung radikaler Weltbilder oder die Entstehung gefährlicher digitaler Abhängigkeiten.
      5. Ja, im privaten Bereich. Keine Lehre daraus gezogen, außer der, dass man sich nur auf Jesus Christus wirklich verlassen kann! Der Heiland enttäuscht uns nie!
  • DIE KORINTHERBRIEFE – STUDIENANLEITUNG 3. QUARTAL 2026

    (Studienanleitung Standardausgabe für Mittwoch, am 15. Juli 2026)


    3. Lektion: Einheit in Christus


    IV.) Dienen wie Christus – die Mittwochs-Lektion


    Lies 1. Korinther 4,1–2. Was lehren diese Verse über die korrekte Sichtweise, die man über menschliche Leiter haben soll? ----> Meine Antwort: Diese Leiter sollen zuverlässige »Diener von Christus und Boten, denen Gott die Verkündigung seiner Geheimnisse anvertraut hat« (1. Kor 4,1 – HFA) sein.


    In 1. Korinther 3,1–4 deutet Paulus an, dass Cliquenbildung das Ergebnis mangelhafter geistlicher Reife ist. Bevor er dieses Thema jedoch anspricht, bekräftigt er: „Wir aber haben Christi Sinn“ ( 1 Kor 2,16 ). Dieser Satz bezieht sich wahrscheinlich auf die Denk- und Handlungsweise Christi. Mit anderen Worten: Der Gläubige hat „Christi Sinn“, wenn er wie Christus denkt und handelt. Diese Gesinnung in allen Lebensbereichen in die Praxis umzusetzen, ist allerdings nicht so einfach, oder? In der griechisch-römischen Welt herrscht viel Konkurrenzkampf zwischen Politikern, Philosophen, Denkern und religiösen Führern. Das Verlangen nach kultureller Anerkennung führte dazu, dass die Gemeinde in Korinth weltlichen Maßstäben folgte. Dies könnte auch für die Gemeinde heute eine Gefahr darstellen.


    Lies Philipper 2,5–8. Inwiefern hilft uns dieser Text, den Ausdruck „Christi Sinn“ (1 Kor 2,16) zu verstehen? -----> Meine Antwort: Der Sinn von Christus war seine Demut und seine Erniedrigung (Phil 2,8) als der ER im Himmel „in göttlicher Gestalt war” (Phil 2:6) nun die Knechtsgestalt (Phil 2:7) als Mensch angenommen hatte! Ellen White schreibt: „Er war sich seiner Göttlichkeit vollkommen bewusst; doch er hatte seine königliche Krone und seine königlichen Gewänder abgelegt und die Gestalt eines Dieners angenommen.” (zitiert aus: Der Wunsch der Zeitalter, S. 644)


    Genau wie in Korinth kam es auch in der Gemeinde von Philippi zu Spaltungen ( Phil 2,1–4 ), vielleicht in geringerem Ausmaß. Philipper 2,1–8 lehrt uns: Christusähnliches Dienen erfordert, dass man sich selbst und selbstsüchtige Ambitionen verleugnet und stattdessen wie Jesus versucht, andere mehr zu segnen als sich selbst.

    Christusähnliches Dienen ist das, was Paulus mit dem Ausdruck „Diener Christi“ ( 1 Kor 4,1 ) meint. Dieser kann die Vorstellung vermitteln, dass der Mensch Christus als Assistent oder Untergebener dient. Es ist klar, dass eine korrekte Sichtweise menschlicher Führer auf dem Beispiel der Führung Christi beruht. Die Diener werden außerdem als „Verwalter“ dargestellt ( 1 Kor 4,1–2 ELB ). Ein Verwalter ist eine Person, der die Verwaltung des Eigentums einer anderen Person anvertraut wurde. Und was auch immer wir haben, es gehört ohnehin alles Christus.

    ...


    (zitiert aus ----> https://sabbath-school.adventech.io/de/2026-03/03/…en-wie-christus)

  • Gesprächsfragen SabbatschulWiki

    (zitiert aus ----> https://sabbath-school.adventech.io/de/2026-03/03/…sabbatschulwiki)


    MITTWOCH:


    1. Korinther 4,1–2 / Philipper 2,5–8 / 1. Korinther 2,16

    • Fragen zum Text:

      1. Wie können Leiter diesem Ideal gerecht werden?
      2. „Christi Sinn“ ( 1 Kor 2,16 ), was ist das?
      3. Man spricht manchmal von „Servant Leadership“ als Ideal, was verstehst du darunter?
        • a) Wie macht man das?
        • b) Welcher Zusammenhang besteht zum Thema „Einheit“?
      4. Damals bestand die Gefahr, nur auf Leiter zu hören. Wie erlebst du die Situation heute? Welchen Stand haben geistliche Leiter?
      5. Was unterscheidet die vollmächtige Leitung von ungesunden Formen (Kontrolle, Manipulation, Machtmissbrauch)?


    • Meine Antworten zu Fragen zum Text:
      1. Wenn die Leiter sich am Beispiel Jesu, an SEINER Demut ein Beispiel nehmen!
      2. Es ist der Geist der Demut und der Erniedrigung wie er im Leben Jesu sichtbar wurde.
      3. Unter „Servant Leadership“ (dienende Führung) versteht man eine Führungshaltung, bei der die Führungskraft nicht ihre eigene Macht, sondern die Entwicklung und das Wohlbefinden ihres Teams in den Mittelpunkt stellt. (Aus: KI)
        • a) Wie man das macht? In dem man z.B. alle anderen Gemeindeglieder anhört, wie sie die Dinge sehen. In dem der "Leader" = "Leiter(in) der Gemeinde" nicht seine (ihre) Meinung rücksichtslos durchsetzen will.
        • b) Indem Leitungskräfte der Gemeinde (Bischöfe/Dekane/Pfarrer/Pastoren) zuhören und auf Augenhöhe kommunizieren, entsteht eine tiefe Vertrauensbasis. Das stärkt das Zugehörigkeitsgefühl und lässt eine Gemeinschaft entstehen in der die gemeinsame Einheit der Gemeinde als symbolischer Leib Jesu Christi gestärkt werden kann!
      4. Es mag auch heute noch Gemeindeleiter geben, die nur ihre Meinung und ihre Linie im Glauben mit aller Macht und Gewalt durchsetzen wollen. Aber seit Martin Luther das Prinzip vom "Priestertum aller Gläubigen" 1520 eingeführt hatte, gilt zumindest in den protestanischen Kirchen der Christenheit heute kein Vorzug der Priester/Bischöfe gegenüber den Laien mehr! ----> Es bedarf keines besonderen Weihepriesters mehr, der als Mittler zwischen Gott und dem Menschen steht. Jeder Gläubige hat die Berechtigung, die Bibel zu lesen und Gott direkt anzusprechen. Zudem werden Leitungspersonen heute in den Evangelischen Kirchen durch die Synoden-Vertreter (die zum Beispiel in der Evangelischen Landeskirche Württembergs auch direkt gewählt werden und wohl auch bei der Adventisten-Kirche der STA ist das so!) bestimmt – durch demokratische Wahlen. Insofern ist dadurch deren Machtfülle von vorneherein bereits beschränkt!
      5. All das was ich in den vorherigen Punkten 1 – 4 bereits erwähnt habe. Wenn eine „vollmächtige Leitung” sich stets an Jesus Christus und seinem Wort der Bibel orientiert und offen ist für das Wirken des Heiligen Geistes dann kann der Manipulation und dem Machtmissbrauch der Nährboden entzogen werden! A m e n
  • DIE KORINTHERBRIEFE – STUDIENANLEITUNG 3. QUARTAL 2026

    (Studienanleitung Standardausgabe für Donnerstag, am 16. Juli 2026)


    3. Lektion: Einheit in Christus


    V.) Ein Lebensstil, der das Kreuz widerspiegelt–Donnerstags-Lekt.


    Die Tatsache, dass wir keine Cliquen bilden sollen, insbesondere nicht um menschliche Leiter herum, bedeutet nicht, dass wir unsere Leiter nicht unterstützen sollen. Wir sollen diejenigen wertschätzen und ihnen helfen, die in der Gemeindearbeit tätig sind. Gott beauftragt Menschen, seinen Dienst auf der Erde zu verrichten. Gemeindeleiter, die mit ihrem Lebensstil die durch das Kreuz repräsentierte Unterordnung widerspiegeln, sind es wert, dass man auf sie hört und ihnen folgt.

    Das ist so, weil nur das Kreuz die Macht hat, jede manipulative Form der Kontrolle zugunsten der Unterordnung unter Gottes Wort umzukehren. Christusähnliche Leiter schreiben den Erfolg ihres Dienstes allein Gott zu. In seinem irdischen Dienst hat sogar Jesus als Mensch Gott die Ehre zugeschrieben ( Joh 17,4 ).

    Laut Paulus muss der treue christliche Dienst auf dem basieren, was wir eine Theologie des Kreuzes nennen können. Das Kreuz ist Gottes Offenbarung seiner Weisheit und Rettermacht. Gleichzeitig entlarvt es auch menschliche Weisheit als Torheit. In 1. Korinther 4,1–13 macht Paulus deutlich, wie eine solche Theologie des Kreuzes aussieht. Erstes zeigt er, dass es Gott ist, der den Maßstab für christliche Führung setzt ( 1 Kor 4,1–5 ). Zweitens weist er darauf hin, dass Leiden das Kennzeichen wahren christlichen Dienstes ist ( 1 Kor 4,9.11–13 ). Dieser zweite Punkt verdient eine weitere Ausführung.


    Lies 2. Korinther 11,23–28 und Kolosser 1,24. Was lehren uns die Texte darüber, was es bedeutet, um Christi willen zu leiden? ----> siehe meine Auslegung unter NR. #44 bei V.) und VI.) ...


    Christliche Leiter treten in Jesu Fußstapfen, indem sie bereit sind, für ihre Mitbrüder und -schwestern zu leiden und, wenn nötig, für ihren Dienst zu sterben. Paulus bezeichnet sich selbst und Apollos als „wie zum Tode Verurteilte“ ( 1 Kor 4,9 ). Sie werden als Menschen dargestellt, die mit Nahrungs- und Wassermangel zu kämpfen haben und „nackt“, „geschlagen“ und ohne „sichere Stätte“ sind ( 1 Kor 4,11 ). Darüber hinaus wurden sie auch geschmäht, verfolgt, diffamiert und sind „wie der Abschaum der Menschheit, jedermanns Kehricht, bis heute“ geworden ( 1 Kor 4,12–13 ). Indem Paulus den Korinther ironisch als reich, herrschaftlich, weise und angesehen bezeichnet ( 1 Kor 4,8.10 ), zeigt er, dass Stolz in wahrer christlicher Führung keinen Platz haben darf, denn er ist die Wurzel der Spaltung in der Gemeinde ( 1 Kor 4,6 ).

    ...

    (zitiert aus ----> https://sabbath-school.adventech.io/de/2026-03/03/…z-widerspiegelt)


    Ergänzende EGW-Notizen

    Spoiler anzeigen

    Entfernt man das Kreuz vom Christen, ist es, als würde man die Sonne auslöschen, die den Tag erhellt, und Mond und Sterne vom Himmel verschwinden lassen. Das Kreuz Christi bringt uns Gott nahe und versöhnt Mensch und Gott. Der Vater blickt auf das Kreuz, auf das Leiden, das er seinem Sohn auferlegt hat, um die Menschheit aus hoffnungslosem Elend zu erlösen und den Menschen zu sich zu ziehen. Er blickt darauf mit der unerschütterlichen Barmherzigkeit väterlicher Liebe. Das Kreuz ist beinahe in Vergessenheit geraten, doch ohne das Kreuz gibt es keine Verbindung zum Vater, keine Einheit mit dem Lamm auf dem himmlischen Thron, keine willkommene Aufnahme der Verirrten, die zum verlassenen Pfad der Gerechtigkeit und Wahrheit zurückkehren wollen, keine Hoffnung für den Sünder am Tag des Gerichts. Ohne das Kreuz gibt es kein Mittel, die Macht unseres starken Feindes zu überwinden. Jede Hoffnung der Menschheit ruht auf dem Kreuz.
    Wenn der Sünder das Kreuz erreicht und zu dem aufblickt, der für seine Rettung starb, darf er sich in Fülle freuen, denn seine Sünden sind vergeben. Am Kreuz kniend, hat er den höchsten Punkt erreicht, den ein Mensch erreichen kann. Das Licht der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes offenbart sich im Angesicht Jesu Christi, und die Worte der Vergebung werden gesprochen: „Lebt, ihr schuldigen Sünder, lebt! Eure Reue ist angenommen, denn ich habe ein Lösegeld gefunden.“
    Durch das Kreuz erfahren wir, dass unser himmlischer Vater uns mit unendlicher und ewiger Liebe liebt und uns mit mehr als der sehnsüchtigen Zuneigung einer Mutter zu sich zieht. Können wir uns wundern, dass Paulus ausrief: „Es sei ferne von mir, mich zu rühmen, außer des Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus“? Es ist auch unser Vorrecht, uns des Kreuzes von Golgatha zu rühmen, unser Vorrecht, uns ganz dem hinzugeben, der sich für uns hingegeben hat. Dann werden wir mit dem Licht der Liebe, das von seinem Angesicht auf unseres scheint, hinausgehen, um es denen in der Dunkelheit widerzuspiegeln. – Unsere hohe Berufung, S. 46.

    ...

    (zitiert aus der englischen Weltfeldausgabe -----> https://sabbath-school.adventech.io/en/2026-03/03/…lects-the-cross)

  • Gesprächsfragen SabbatschulWiki

    (zitiert aus ----> https://sabbath-school.adventech.io/de/2026-03/03/…sabbatschulwiki)


    DONNERSTAG:


    1. Korinther 4,6–13 (ggf. 2. Korinther 11,23–28 / Kolosser 1,24–25 )

    • Fragen zum Text:

      1. Was machten Paulus und Apollos, um der Spaltung und Grüppchenbildung entgegenzuwirken?
      2. Inwiefern heben sie sich von Führungsidealen ab, die wir in der Welt um uns erleben?


    • Meine Antworten zu Fragen zum Text:
      1. Sie geben den Ratschlag: »Geht nicht über das hinaus, was in der Heiligen Schrift steht.« (1. Korinther 4:6) – Das was man das »Sola Scriptura-Prinzip« = »Allein die Schrift!« nennen könnte. Sie raten der „Gemeinde zu dienen und Jesu Botschaft ohne Abstriche zu verkünden.” (Kolosser 1:25 – HFA) Sie raten der Leitung der Korinther-Christen-Gemeinde darüber hinaus auch „nicht überheblich zu sein und nicht einen von uns gegen den anderen auszuspielen!” (1. Korinther 4:6b) – HFA)
      2. Sie wollten nicht stark sein und herrschen wie die Fürsten dieser Welt, sondern waren bereit auch Leiden und Verfolgung – um Christi Willen – auf sich zu nehmen!
  • DIE KORINTHERBRIEFE – STUDIENANLEITUNG 3. QUARTAL 2026

    (Studienanleitung Standardausgabe für Freitag, am 17. Juli 2026)


    3. Lektion: Einheit in Christus


    VI.) Weiterführendes Studium – Freitags–Lektion


    Weiterführendes Studium

    Ellen White, „Die Ausbildung der zwölf Jünger“, S. 17–21 in "Gute Nachricht für alle".

    „Die Einigkeit und Einheit der wahrheitsgläubigen Übrigen Gottes vermittelt der Welt die starke Überzeugung, dass sie die Wahrheit haben und das besondere, auserwählte Volk Gottes sind. Diese Einigkeit und Einheit beunruhigen den Feind und er ist entschlossen, sie zu unterbinden. 327).

    „Gott führt ein Volk heraus, das in vollkommener Einheit auf dem Podest der ewigen Wahrheit stehen soll. Christus gab sich der Welt hin, damit er ‚sich selbst ein Volk zum Eigentum [reinigte], das eifrig wäre zu guten Werken‘. Dieser Läuterungsprozess soll die Kirche von aller Ungerechtigkeit und dem Geist der Zwietracht und des Streits reinigen, damit sie aufbauen statt niederreißen und ihre Energie auf die große Arbeit, die vor ihr liegt, konzentrieren kann. Gott beabsichtigt, dass sein ganzes Volk zur Einheit des Glaubens gelangt.“ 17).


    (zitiert aus -----> https://sabbath-school.adventech.io/de/2026-03/03/…hrendes-studium)

  • Gesprächsfragen SabbatschulWiki

    (zitiert aus ----> https://sabbath-school.adventech.io/de/2026-03/03/…sabbatschulwiki)


    FREITAG:


    Abschlussfragen:

    „Die Einigkeit und Einheit der wahrheitsgläubigen Übrigen Gottes vermittelt der Welt die starke Überzeugung, dass sie die Wahrheit haben und das besondere, auserwählte Volk Gottes sind“ (Ellen White, 1T 327)

    1. Warum ist Einheit so attraktiv?
    2. Wie können wir zu mehr Einheit gelangen?


    Meine Antworten zu den Abschlussfragen:

    1. Weil es besser ist als ständig im Streit zu liegen! Weniger Stress: Einigkeit spart Energie. Wir müssen nicht lange diskutieren. Gemeinschaft: Gleiche Ziele verbinden. Wir fühlen uns weniger allein.
    2. Wenn jeder bereit ist den anderen höher zu achten als sich selbst. (Philipper 2,3) Paulus gibt der Gemeinde in Philippi diesen Rat aus Phil 2,2: „so macht meine Freude dadurch vollkommen, dass ihr eines Sinnes seid, gleiche Liebe habt, einmütig und einträchtig seid.” Das gemeinsame Gebet zum Heiligen Geist ist meiner Ansicht nach "Einheitsfördernd" ...


    ---------------------------------------------------

    Abkürzung:

    1T = Testimonies for the Church, volume 1-9, Band 1 – "Zeugnisse für die Gemeinde" Band 1 – Buch von Ellen G. White, veröffentlicht 1885, deutsche Ausgabe 1956

  • DIE KORINTHERBRIEFE – STUDIENANLEITUNG 3. QUARTAL 2026

    (Studienanleitung Standardausgabe für den morgigen Sabbat, am Samstag, 18. Juli 2026)


    3. Lektion: Einheit in Christus


    VII.) Fragen zum Bibelgespräch – die Sabbat-Lektion


    Fragen für ein Gespräch: (ein Auszug)


    1. Gegen Ende seines irdischen Dienstes betete Jesus um Einheit, „dass sie alle eins seien, … auf dass die Welt glaube, dass du mich gesandt hast“ (Joh 17,21–23). Warum ist die Einheit in Christus ein starkes Argument für die Wahrheit, dass Gott seinen Sohn gesandt hat, um die Welt zu retten? Warum ist fehlende Einheit in diesem Zusammenhang ein Hindernis für die Mission der Kirche?

    Meine Antwort: Die Einheit der Christen ist ein starkes Argument, weil sie die unsichtbare Liebe Gottes sichtbar macht. Wenn Menschen aus verschiedenen Kulturen in echter Liebe zusammenleben, beweist das die Kraft des Evangeliums. Nur eine göttliche Kraft kann Menschen so verbinden. Zudem lehrt die Bibel (besonders im Johannesevangelium), dass Gott in sich eine vollkommene Einheit ist: Gott, der Vater, und Jesus Christus, der Sohn, sind eins. Wenn die Nachfolger Jesu ebenfalls eine solche Einheit leben, spiegeln sie das Wesen Gottes wider. Die Einheit der Christen ist also wie ein Fenster, durch das die Welt den unsichtbaren Gott erkennen kann. //

    Wenn Kirchen gegeneinander arbeiten, verschwenden sie viel Kraft. Diese Energie fehlt dann für die eigentliche Mission. Wenn Christen sich untereinander streiten, können sie die Liebe und den Frieden Gottes nicht überzeugend bezeugen. Menschen außerhalb der Kirche verstehen die vielen verschiedenen Kirchen und Lehren nicht. Fehlende Einheit lenkt vom eigentlichen Kern des Glaubens ab.


    2. ...


    3. In 1. Korinther 4,16 fordert Paulus die Korinther auf, ihn nachzuahmen. Wärt ihr bereit, menschliche Leiter nachzuahmen? Worin besteht der Unterschied zwischen der Nachahmung eines Leiters und der unangemessenen und sogar gefährlichen Verherrlichung dieses Leiters?

    Meine Antwort: Wenn Gott einem ein solches Leiter-Amt in der Kirche anvertrauen sollte, warum nicht? Wenn ein Leiter aber kein „guter Hirte” sein sollte im Sinne des guten Hirten Jesus Christus (siehe Johannes-Evangelium, Kapitel 10) so ist dieser eine Gefahr für die gesamte Gemeinde! Wie viele Päpste im MA, die doch wie Petrus die Gemeinde stärken sollten (Lk 22,32 ) sind zu blutigen Tyrannen geworden und wollten nur in Macht und Prunk und „in Saus und Braus leben“ und herrschen!?

  • DIE KORINTHERBRIEFE – STUDIENANLEITUNG 3. QUARTAL 2026

    (Studienanleitung Standardausgabe für Sabbat, 18.7.2026)


    3. Lektion: Einheit in Christus


    VIII.) LEHRERTEIL


    TEIL I: ÜBERSICHT

    Schlüsseltext: 1. Korinther 1,10 | Studienschwerpunkt: 1. Korinther 1,10-17; 1. Korinther 3,18-23; Philipper 2,1-8

    Einführung

    In einer Kleinstadt tat sich eine Gruppe von Freiwilligen zusammen, um nach einem Sturm das Gemeinschaftszentrum wieder aufzubauen. Das Fundament war stabil und die Materialien waren gut. Sie hatten Ziegelsteine, Mörtel, Werkzeuge – alles, was sie brauchten.

    Kaum hatte die Arbeit begonnen, kam es schon zu Meinungsverschiedenheiten. Eine Gruppe bestand darauf: „Die Ziegelsteine sollten so gesetzt werden – das ist effizienter.“ Ein anderes Team argumentierte: „Nein, wir haben das schon immer so gemacht!“ ...

    Am Ende des Tages war aus dem, was eigentlich eine solide Mauer hätte werden sollen, ein Flickwerk geworden - einige Ziegel waren schief, andere fehlten, und die gesamte Konstruktion war instabil. Einen leichteren Stoß hätte sie umwerfen können. Ein alter Maurer kam vorbei und sagte kopfschüttelnd: „Ein Ziegelstein allein ist nur ein Stein. Aber Ziegelsteine im Verbund und durch Mörtel zusammengehalten, das ist eine Mauer. Das ist Stärke.“

    Genau wie diese Ziegelsteine kann die Gemeinde in Korinth – und auch heute – nur dann stark sein, wenn sie in Christus, dem Fundament, vereint ist. Spaltung schwächt den Leib. Aber wenn wir unseren Stolz beiseitelassen und dem dienstbereiten Vorbild Christi folgen, werden wir unerschütterlich.

    ...

    TEIL II: KOMMENTAR

    1. Hintergrund

    Sklaverei war in der Welt des NT eine dauerhafte Realität. Die im NT verwendete griech. Termino-logie unterscheidet sich nicht eindeutig zwischen „Diener“ (z. B. ein Angestellter unter einem Vorgesetzten ...) und „Sklave“. Die korrekte Übersetzung des griech. Begriffs doulos, „Diener, Sklave“, könnte entweder „Diener“ oder „Sklave“ lauten und hängt vom jeweiligen Kontext ab. Historiker schätzen, dass im 1. Jhdt. n. Chr. bis zu 12 Millionen Menschen im Römischen Reich versklavt waren – zwischen 16 und 20 % der Gesamtbevölkerung von mindestens 60 Millionen (siehe S. Scott Bartchy, „Slaves and Slavery in the Roman World“, in: The World of the New Testament, Joel B. Green/Lee Martin McDonald, Hg., Grand Rapids, Michigan 2013, S. 170).

    Sklaven waren oft geschätzte Mitglieder eines größeren Haushalts und hatten mitunter verantwortungsvolle Positionen im Haushalt inne. Im Gegensatz zur Sklaverei in Amerika waren im Römischen Reich weder Hautfarbe noch ethnische/rassische Herkunft ausschlaggebend für den Sklavenstatus innerhalb der Bevölkerung. Das römische Recht regelte die Behandlung von Sklaven sorgfältig, und viele Sklaven konnten damit rechnen, später im Leben durch ihre Besitzer freigelassen zu werden. Dennoch war die Sklaverei keine Wohlfahrtseinrichtung. Viele Sklaven litten schrecklich unter grausamen Herren und erlebten alle möglichen Formen der Misshandlung.

    Die Tatsache, daß mehrere Passagen des NT Begrifflichkeiten und Bilder verwenden, die mit Sklaverei in Verbindung stehen, deutet auf deren Bedeutung für die hin, die den kulturellen Hintergrund des NT verstehen wollen: „3 Schlüsselbegriffe im Vokabular von Paulus – ‚Erlösung‘, ‚Rechtfertigung‘ und ‚Versöhnung‘ – beziehen sich direkt auf den Prozess und die Folgen der Freilassung aus der Sklaverei“, bemerkt Bartchy an (siehe S. Scott Bartchy, „Slaves and Slavery in the Roman World“, in: The World of the New Testament, Joel B. Green/Lee Martin McDonald, Hg., Grand Rapids, Michigan 2013, S. 176). Mithilfe dieser Begriffe und Konzepte konnten die Leser wichtige theologische Konzepte verstehen, darunter auch das, das die Befreiung des Gläubigen von der Knechtschaft der Sünde und der Entfremdung von Gott beschreibt.

    2. Personenkult – eine Gefahr für die Einheit

    Bedrohungen der Einheit gibt es in vielen verschiedenen Formen. Paulus beschäftigte sich bereits zu Beginn seines Briefes mit einigen davon. Lange vor der Zeit von Social-Media-Influencern, Sport-Superstars, Megakirchen-Pastoren, superreichen Milliardären oder charismatischen Weltführern folgten Menschen bereits ihrem bevorzugten geistlichen Leiter. Verschiedenen geistlichen Führern im Rahmen einer Kirchengemeinde zu folgen, kann jedoch zu Streitigkeiten und häufig zu Spaltungen führen. Diese Spaltungen können sich weiter in gegnerische Gruppen zersplittern, die sich gegenseitig bekämpfen. In der Gemeinde von Korinth gab es offensichtlich unterschiedliche Gruppen, die verschiedene Führer anhingen.

    In 1. Kor 1,12 werden mehrere Namen erwähnt. Einige behaupten, Anhänger des Apollos zu sein. Apollos war ein jüdischer Christ und stammte aus Alexandria, „ein beredter Mann und gelehrt in der Schrift' ( Apg 18,24 ). Er muss ein guter Redner und Prediger gewesen sein, der seine Zuhörer mit seiner Rhetorik und seiner Begeisterung für die Verkündigung Jesu beeindruckte ( Apg 18,25 ). Apollos hatte zum Aufbau der Gemeinde in Korinth beigetragen, als Paulus in Ephesus war ( Apg 19,1-2 ). Er schien jedoch bis dahin noch nichts von der Geistestaufe gehört zu haben ( Apg 18,25 ).

    Andere bekannten sich zu Kephas, was die aramäische Form des Namens Petrus ist. Petrus war der erste Apostel, der Nichtjuden predigte ( Apg 10 ), und er schien aufgrund seiner Führungsrolle unter den Aposteln von vielen als der wichtigste christliche Führer oder als Leitfigur der Bewegung angesehen zu werden. Andere behaupten, Paulus zu folgen. Obwohl alle diese Führer offenbar unterschiedliche Ansätze für ihre Mission verfolgten, ist es interessant festzustellen, daß sie sich außerordentlich bemühten, die Arbeit der anderen zu unterstützen und nicht zu kritisieren (siehe, wie Petrus Paulus in 2 Ptr 3,15 unterstützt und wie Paulus die Arbeit des Apollos in 1 Kor 3,4-7 gutheißt).

    Wir dürfen jedoch nicht vergessen, daß sie auch zu gegenseitiger kritischer Auseinandersetzung bereit waren, wenn es ein bestimmtes Thema erforderte. Ein gutes Beispiel dafür ist der Disput zwischen Paulus und Petrus über das wichtige Thema der Gemeinschaft mit nichtjüdischen Gläubigen und die Frage nach der Relevanz und Bedeutung zeremonieller Gesetze und der Gerechtigkeit durch den Glauben (siehe Gal 2,11-21 ). Trotz der starken Verbundenheit zwischen den verschiedenen Führern der frühchristlichen Kirche gelang es einigen Gläubigen, die Lehren dieser Führer gegeneinander auszuspielen, um Spaltungen zu verursachen

    Die von Paulus empfohlene Lösung findet sich in 1. Kor 3,18-23 . Paulus weist seine Leser in Korinth auf die Gefahr der Selbsttäuschung hin. Sie hielten sich für „weise“ und verstanden nicht, daß göttliche Weisheit für Unbekehrte wie Torheit erscheint. Er zitierte zwei Texte aus dem AT ( Hiob 5,13 und Ps 94,11 ), um seine Argumentation zu untermauern, und kommentierte anschließend die einzelnen Fraktionen. Anstatt sich auf die Debatte darüber einzulassen, wer theologisch fundierter oder ein würdigerer Influencer ist, betont Paulus, daß jedes Gemeindeglied Christus im Mittelpunkt seines geistlichen Lebens halten muss. Kein Führer, egal wie redegewandt oder gut er auch sein mag, darf den Platz einnehmen, der Christus zusteht. „Darum rühme Sich niemand eines Menschen“ ( 1 Kor 3,21 ), rät er, denn „ihr aber seid Christi, Christus aber ist Gottes“ ( 1 Kor 3,23 ). Unsere Identität und Heimat in Christus zu finden, hilft, Spaltungen zu vermeiden.

    3. Dienen wie Christus

    Die meisten von uns verstehen den Begriff „Diener, wie er im NT verwendet wird, nicht hinreichend. Phil 2,1-8 bietet ein eigentlich hilfreiches Modell des Dienens im Kontext der Einheit.

    Die semantische Kraft der vier Bedingungssätze mit „wenn“ in Phil 2,1 sollte als „Appell an die Gewissheit (‚da es ist‘) der geistlichen Wahrheiten basieren, die ... im christlichen Leben zum Ausdruck kommen“ („Philippians“, in: Andrews Bible Commentary, AM Rodriguez et al., Hg., Berrien Springs, Michigan 2022, S. 1730). Paulus spricht anschließend von seiner persönlichen Hoffnung und Freude, „daß ihr eines Sinnes seid, gleiche Liebe habt, einmütig und einträchtig seid“ ( Phil 2,2 ), was letztlich bedeutet, daß seine Leser nicht ihre eigenen Interessen verfolgen, sondern sich auf die Interessen anderer konzentrieren sollen ( Phil 2,4 ).

    Der nächste Abschnitt behandelt das Beispiel Jesu als Vorbild für die Gemeinde. Die Gemeindemitglieder sollen in ihren Beziehungen untereinander die völlige Hingabe Jesu nachahmen. Theologen verweisen auf diesen Abschnitt, um Christus vor seiner Menschwerdung ( Phil 2,6-7 ), während seines irdischen Lebens ( Phil 2,7-8 ) und seiner Erhöhung nach seiner Auferstehung ( Phil 2,9-11 ) zu beschreiben. Jesus war ein Doulos, ein Diener oder Sklave. Er „entäußerte sich selbst“ ( Phil 2,7 ) oder „verzichtete auf alles“ (NLB). Er entschied sich freiwillig dazu, seine Macht und seine göttlichen Eigenschaften nicht zu gebrauchen, damit er der „Diener Gottes” sein und diesen Planeten retten konnte, der sich in Rebellion bemerkbar machte. „Seid so unter euch gesinnt, wie es der Gemeinschaft in Christus Jesus entspricht“ ( Phil 2,5 ). Damit erinnert uns Paulus daran, daß auch wir Jesu Liebe im Umgang mit unseren Glaubensgeschwistern nachahmen sollen – so unvollkommen sie auch bei schwachen und sündigen Menschen sein mag.

    TEIL III: ANWENDUNG

    Einheit (oder deren Fehlen) war ein wichtiges Thema in der Gemeinde von Korinth und ist auch innerhalb der Adventgemeinden ein allgegenwärtiges Thema. ... Oftmals entstehen Konflikte aufgrund eines unterschiedlichen Verständnisses biblischer Wahrheit ...

    (zitiert aus ----> https://sabbath-school.adventech.io/de/2026-03/03/09-lehrerteil)

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    (Studienanleitung Standardausgabe für Sabbat, am Samstag, 18. Juli 2026)


    4. Lektion: Sünde in der Gemeinde* – die Sabbat-Lektion


    LESEN SIE FÜR DAS STUDIUM DIESER WOCHE

    1. Korinther 5,1-13; 2. Korinther 2,5-10; 1. Korinther 6,1-13; 1. Thessalonicher 4,1-8; 1. Korinther 6,19-7,9


    Zitat

    MERKTEXT

    Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch ist und den ihr von Gott habt, und dass ihr euch nicht selbst gehört? Denn ihr seid teuer erkauft; Darum preist Gott mit eurem Leibe. ( 1 Kor 6,19-20 )


    Unser Gehirn ist wie ein Schwamm. Was auch immer wir über unsere Sinne aufnehmen, bleibt darin. Wir sind uns des Großteils davon, was in uns eindringt, vielleicht nicht bewusst (wir könnten nicht klar denken, wenn wir uns an alles erinnern würden), aber es ist alles da und beeinflusst in gewissem Maße , was wir denken, fühlen und tun.

    Deshalb können wir, selbst als Christen, sehr leicht von all den schlechten Dingen um uns herum beeinflusst werden. Die christliche Kirche hatte von Anfang an mit diesem Problem zu kämpfen. Woher kam zum Beispiel die Sonntagsheiligung? Hat die Kirche sie einfach aus der Luft gegriffen? Natürlich nicht. Sie kamen aus der Kultur, die sie umgab.

    Wir können sehen, wie sich dieses Prinzip hier in Korinth entfaltet. Nach einem Appell gegen Fraktionsdenken ( 1 Kor 1-4 ) wendet sich Paulus nun Themen im Zusammenhang mit sexueller Unmoral, Gerichtsverfahren, Prostitution, Ehe und Singledasein zu ( 1 Kor 5-7 ). Die Maßstäbe der Welt beeinflussten die Korinther in großen Maßen. Das in 1. Korinther 1 bis 4 dargestellte Fraktionsdenken öffnete die Tür für das moralische Verhalten, das in den folgenden Kapiteln angeprangert wird. Wie versuchte Paulus, diese Sünde in der Gemeinde anzusprechen, und welche Lehren können wir aus dem ziehen, was er geschrieben hat?


    Hauptthemen

    Die Lektion dieser Woche beleuchtet drei wichtige Themen:

    1. Die Gefahren der Verharmlosung von Sünde. Oftmals trennen wir ethische und moralische Fragen von unserem Handeln und unseren Entscheidungen, indem wir entweder das Offensichtliche ignorieren oder unsere Überzeugungen unterdrücken, um unser Verhalten zu rechtfertigen. Paulus' Brief an die Korinther liefert ein gutes Beispiel für solches Verhalten und zeigt deutlich auf, wie man diese Situation lösen kann.

    2. Die biblische Grundlage für die Ehe: Das biblische Konzept der Ehe basiert auf der Schöpfungslehre und sollte die Grundlage für unsere Überlegungen zu diesem Thema bilden. Die in 1. Korinther 5,1 erwähnte inzestuöse Praxis und das Fehlen einer kritischen Reflexion über dieses Thema seitens der Gemeinde in Korinth erinnern uns an die Realität der Lücke zwischen Wissen und Handeln innerhalb der Gemeinde.

    3. Konfliktlösung: Konflikte zwischen Gemeindemitgliedern sollten innerhalb der Gemeinde und nicht vor weltlichen Gerichten gelöst werden. Das bietet die Möglichkeit für versöhnende Gerechtigkeit und unterstreicht die Überzeugung, dass die Gemeinde, der Leib Christi, in der Lage ist, schwierige Probleme selbst zu lösen.


    * Studiere diese Lektion zur Vorbereitung auf Sabbat, den 25. Juli.


    (zitiert aus ----> https://sabbath-school.adventech.io/de/2026-03/04/01 und aus ----> https://sabbath-school.adventech.io/de/2026-03/04/09-lehrerteil)