Meine Bitte
Ich hätte gerne ein altes Sabbathschulheft über die Psalmen, möglichst gedruckt. Wenn jemand eines abgeben mag, würde es mich freuen. Porto könnte ich zahlen, binnen maximal 14 Tagen überweisen.
Wer mehr als das Nötigste wissen möchte, kann unten die Vorgeschichte zu dieser Bitte lesen.
Vorgeschichte
Ich war 45 Jahre mit Reinhard eng befreundet, er war älter als ich und von Geburt an behindert. Ich hatte, ohne Kontakt zu einer Religionsgemeinschaft gehabt zu haben, die auch keine Geburtstage feiert, die Neigung meinen Geburtstag nicht zu feiern, da ich meine Existenz nicht als persönlichen Verdienst ansehe. Reinhard hat mich zigmal überredet, meinen Geburtstag bei und mit ihm zu feiern, und natürlich habe ich fast alle seine Geburtstage mit ihm verbracht. Das illustriert nur an einem Beispiel, unsere Kontakte. Wir haben einander geholfen und auch oft lange Gespräche geführt.
Als Reinhards Sohn Anfang Juli 2025 aus der recht großen Wohnung seines Vaters auszog, habe ich Reinhard monatelang geholfen: für ihn eingekauft, aber auch Folgen zunehmender körperlicher Schwächen beseitigt. Reinhard begann Probleme zu haben, die Toilette zu besuchen. Ende 2025 war verabredet, dass ich gegen 13 Uhr zu ihm komme, um einen Handwerker zu empfangen, der Teile von Reinhards Rollstuhl reparieren / erneuern sollte. Zuvor gab es ein langes Hin und Her, Reinhard wollte die Reparatur mehrmals absagen und stimmte erst zu, als ich ihm sagte, er bräuchte gar nicht in Erscheinung zu treten. Ich würde das für ihn erledigen. Als ich an diesem Tag wieder zu Reinhard kam, fand ich ihn allerdings auf dem Teppich im Wohnzimmer. Die genauen Details möchte ich nicht schildern, um seine Würde zu wahren. Ich bekam einen Schock und etwas Ähnliches wie einen Asthmaanfall. Dann rief ich einen Notarzt, einen Rettungswagen der Feuerwehr. Reinhard sah nach diesem Vorfall ein, dass er pflegerische Hilfe bräuchte. Es war inzwischen Freitagnachmittag. Ich schaffte es noch am selben Tag die Leiterinnen zweier Pflegedienste heranzuholen und zusammen mit Reinhard eine davon zu überzeugen, schon ab dem nächsten Tag die Pflege zu übernehmen. Irgendwann hatte ich auch eine Vorsorgevollmacht übernommen und auch seinen Sohn davon überzeugt und darin eingetragen. In der Folge habe ich alle Außenkontakte und Kommunikationen mit respektive zu Pflegedienst, Sozialamt, Krankenkasse usw. usf. übernommen. Etwa einen Monat nach dem Beginn der Pflege gab es einen Vorfall, der zum Glück Anlass dazu gab bzw. dazu benutzt werden konnte, Reinhard für Untersuchungen ins Krankenhaus zu bringen. Dort wurde festgestellt, dass er inoperablen Darmkrebs hatte, der teilweise auch in die Leber gestreut hatte. Reinhard brachte ich dann später noch in eine andere Klink, die als zweite Meinung seinen Zustand untersuchte. Danach bekam er eine anderen Pflegedienst und eine SAPV (Spezialisierte ambulante Palaltivversorgung). . Reinhard war hilflos bettlägerig, man musste ihn füttern und ihm Getränke mit einer einem großen Trinkschlauch aus biegsamen Kunststoff hinhalten. Ich wurde zum Spezialisten für spätabendlich gekochten Grießbrei mit vielen verschiedenen wechselnden Zutaten. Ich war eine ganze Weile jede Woche mindestens zwei ganze Tage bei Reinhard, oft von Vormittag bis 24 Uhr. Nach einigen Monaten habe ich das auf einen Tag in der Woche und Besuche ab dem Nachmittag reduziert.
Das sind freilich nur wenige Beispiele und Details der ganzen Vorgänge und Geschehnisse. Am 18. März rief mich Reinhards Sohn um 5:03 Uhr recht aufgelöst an. Ich sagte ihm, dass ich zu ihnen käme. Als ich ihn noch einmal anrief, erfuhr ich, dass Reinhard verstorben ist. Ich habe mich noch um die Auswahl eine Beerdigungsinstituts und einen ersten Besuch dort und um Informationen über Friedhöfe gekümmert. Reinhard hatte mich schon kurz vor seinem Tod gebeten, Informationen über eine mögliche Beerdigung einzuholen. Reinhard wird am 5. Mai beerdigt.
Gegen Ende dieser Zeit habe ich wiederholt eine Lesung von Psalmenauszügen via Audible gehört, die ich dort vor Jahren erworben habe. Das Gemeindekaffee einer mir bekannten methodistische Gemeinde in fußläufiger Entfernung zu Reinhards Wohnung, hatte ich noch als Reinhard lebte ein- oder zweimal am späten Nachmittag besucht, um mal etwas anderes zu sehen als Reinhards Elend. Nun habe ich mich in dieser methodistischen Gemeinde zu einer Kleingruppe angemeldet, welche sieben Wochen lang die Psalmen behandelt und sich einmal in der Woche trifft. Da ich die Studienhefte der STA von früher schätze, als ich oft zu Gast in Gottesdiensten und in der Sabbathschule der ehemaligen STA-Gemeinde in Berlin-Mariendorf war, würde ich gerne Studienhefte der STA zu den Psalmen bekommen.
Vermutlich ist es etwas abwegig, das alles so lange zu schildern. Ich habe mehr Fehler in meinem Leben gemacht und mehr Schwächen als ihr Haare an den Zehen habt, wie der Zwergenkönig in Tolkins kleinem Hobbit vielleicht sagen könnte.