BRIEFE AN DIE PHILIPPER UND KOLOSSER – STUDIENANLEITUNG 1. QUARTAL 2026

  • Hier das neue Heft der Studienanleitung Standardausgabe für das 1. Quartal 2026 – Monate • Januar • Februar • März 2026:

    Inhalt: Die Briefe von Paulus an die Philipper & Kolosser



    Einführung

    Himmel und Erde vereint

    Denke an die schwierigste Aufgabe, die du je hattest. War sie so schwer? Waren es die Erwartungen oder die für die Arbeit vorgesehene Zeit - oder beides? Was ist deine Einstellung zur Aufgabe? Oder waren es vielleicht die Menschen, mit denen du zusammengearbeitet hast? Oder schien es einfach unmöglich, die Aufgabe überhaupt zu schaffen?

    Denke über den Zweck des Erlösungsplans nach: Himmel und Erde vereinen. Das klingt unmöglich? Menschlich gesehen ist es das sicher. Dennoch gab Jesus den Aposteln kurz vor seiner Himmelfahrt eine scheinbar unmögliche Aufgabe: „Darum gehet hin und lehret alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende“ (Mt 28,19-20).

    Jesus sandte Paulus zu den Heiden, um diese scheinbar unmögliche Aufgabe zu erfüllen: „... um ihre Augen aufzutun, dass sie sich bekehren von der Finsternis zum Licht und von der Gewalt des Satans zu Gott. So werden sie Vergebung der Sünden empfangen und das Erbteil mit denen, die geheiligt sind durch den Glauben an mich“ (Apg 26,18).

    Manche würden vielleicht die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, wenn sie so eine Aufgabe bekämen. Wir sollten jedoch das Versprechen nicht übersehen, dass Jesus in beiden Fällen gab. Den Aposteln sagte er: „Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende“ (Mt 28,20). Und zu Paulus: „Denn dazu bin ich dir erschienen, um dich zu wählen zum Diener und zum Zeugen für das, was du gesehen hast und wie ich dir erscheinen will“ (Apg 26,16).

    Kurz gesagt: Jesus gibt menschlich unmögliche Aufgaben, damit wir uns bei ihrer Erfüllung auf ihn statt auf uns verlassen. Er gibt uns nie eine Aufgabe ohne die Kraft dazu, sie zu meistern. „Der menschliche Wille wird — wenn er mit dem Willen Gottes übereinstimmt - allmächtig. Denn was der Herr auch immer von uns zu tun erwartet, wird durch seine Kraft möglich So enthält jede Aufgabe zugleich auch die Befähigung dafür“ (Ellen G. White, Gleichnisse Christi, S. 333.)

    Ursprünglich war das Evangelium zu der Zeit, als Paulus an die Kolosser schrieb, bereits „in der ganzen Schöpfung unter dem Himmel gepredigt worden“ (Kol 1,23 EB). Natürlich haben es nicht alle angenommen. Aber wenn wir uns den Auftrag Jesu für die Apostel (Mt 28,18-20) und für Paulus genau ansehen, stellen wir fest, dass Jesus nie versprochen hat, dass alle Jünger werden oder sich bekehren würden. Das Evangelium soll gepredigt werden „in der ganzen Welt zum Zeugnis für alle Völker, und dann wird das Ende kommen“ (Mt 24,14, Hervorhebung hinzugefügt). Wie sieht dieses Zeugnis aus? Wie genau soll das geschehen?

    In diesem Quartal werden wir die Briefe von Paulus an die Philipper und die Kolosser betrachten. Sie haben wichtige Gemeinsamkeiten. Vor allem aber offenbaren sie Christus, den Einzigen, der in der Lage ist, Himmel und Erde zu vereinen. Er ist die Leiter, die Jakob sah, die von der Erde bis in den Himmel reichte (1 Mo 28,12; vgl. Joh 1,51). Als Menschensohn und Gottessohn erlöst Christus uns von der Sünde und tritt für uns ein.

    Beim Studium dieser Briefe werden wir diese beiden Aspekte Jesu wahrnehmen. Wir werden einige der erhabensten Aussagen über die Göttlichkeit Christi betrachten, die es gibt, und sehen, wie er alles aufgab, um uns zu retten. Wir werden erleben, wie Paulus vom Gefängnis aus mit Problemen einer Gemeinde kämpfte, die er gegründet hatte (Philippi), und einer, die er nie besucht hatte (Kolossä). Das Netzwerk, das Paulus in der damaligen „Weltkirche“ knüpfte, ermöglichte es ihm, selbst aus einem römischen Gefängnis heraus auf Herausforderungen zu reagieren. Er wusste, dass seine Zeit knapp war, und das alles, um die Kirche einander und dem Himmel näher zu bringen. Dabei zeigt er uns, wie Gottes Kirche heute mit dem Himmel zusammenarbeiten kann, um den Endzeitauftrag aus Offenbarung 14 zu erfüllen, den wir als die „Dreiengelsbotschaft“ kennen.

    Clinton Wahlen, Ph.D., ist stellvertretender Direktor des Biblical Research Institute der Generalkonferenz. Er ist Experte für Neues Testament, Hermeneutik und Adventgeschichte. Er hat in Deutschland, Neuseeland, Russland, Großbritannien und auf den Philippinen gelebt und gearbeitet. Er und seine Frau Gina haben zwei erwachsene Kinder, eine Schwiegertochter und zwei Enkelkinder.


    Read

    1 Verfolgt, aber nicht verlassen — 2025 Dec 27 - 2026 Jan 02

    2 Gründe für Danksagung und Gebet — 2026 Jan 03 - Jan 09

    3 Leben und Tod — 2026 Jan 10 - Jan 16

    4 Einheit durch Demut — 2026 Jan 17 - Jan 23

    5 Wie Lichter in der Nacht leuchten — 2026 Jan 24 - Jan 30

    6 Vertrauen auf Christus allein — 2026 Jan 31 - Feb 06

    7 Himmlische Staatsbürgerschaft — 2026 Feb 07 - Feb 13

    8 Die Vorrangstellung Christi — 2026 Feb 14 - Feb 20

    9 Versöhnung und Hoffnung — 2026 Feb 21 - Feb 27

    10 Vollkommen in Christus — 2026 Feb 28 - Mar 06

    11 Mit Christus leben — 2026 Mar 07 - Mar 13

    12 Miteinander leben — 2026 Mar 14 - Mar 20

    13 Den ganzen Willen Gottes tun — 2026 Mar 21 - Mar 27


    (zitiert aus ----> https://sabbath-school.adventech.io/de/2026-01)

  • Studienanleitung zu Philipper/Kolosser-Briefe |1. Quartal 2026

    (Studienanleitung Standardausgabe für den heutigen Weihnachts-Sabbat, am Samstag, 27.12.2025)


    1. Lektion: Verfolgt, aber nicht verlassen


    LESEN SIE FÜR DAS STUDIUM DIESER WOCHE

    Epheser 3,1; 2. Korinther 4,7–12; Apostelgeschichte 9,16; Philemon 15–16; Kolosser 4,9; Philipper 1,1–3; Kolosser 1,1–2


    Zitat

    MERKTEXT

    Freut euch im Herrn allezeit! Wiederum will ich sagen: Freut euch! ( Phil 4,4 EB)


    Ein adventistischer Pastor, der aufgrund falscher Anschuldigungen inhaftiert wurde, verbrachte fast zwei Jahre hinter Gittern. Obwohl er anfangs sehr irritiert war, erkannte er schließlich, dass das Gefängnis von Gott gegebenes Missionsfeld war. Als seine Mitgefangenen erfuhren, dass er Pastor war, baten sie ihn zu predigen. Das tat er und verteilte außerdem Literatur. Er taufte sogar Gefangene und hielt Abendmahlsgottesdienste ab. „Manchmal“, gab er zu, „war es schwierig, im Gefängnis Dienst zu tun, aber ich verspürte auch Freude, besonders wenn ich erlebte, wie Gebete erhört wurden und das Leben sich veränderte.“

    Paulus schrieb die Briefe an die Philipper und Kolosser aus dem Gefängnis ( siehe Phil 1,7; Kol 4,3 ). Nachdem Paulus und Silas in Philippi zu Unrecht angeklagt worden waren, wurden sie vom Gefängniswärter sogar mit „Füßen im Block“ fixiert ( Apg 16,24 EB ). „Um Mitternacht beteten Paulus und Silas und sangen Gott Loblieder. Die anderen Gefangenen hörten ihnen zu“ ( Apg 16,25 BB ). Paulus und Silas wussten wahrhaftig, wie man sich „allezeit freut“.

    Diese Woche beschäftigen wir uns mit den Umständen, denen Paulus ausgesetzt war. Er erkannte einen übergeordneten Zweck in dem, was ihm widerfuhr, und vielleicht können wir von ihm lernen, wenn wir – was unvermeidbar ist – unsere eigenen Prüfungen durchleben.


    * Studiere diese Lektion zur Vorbereitung auf Sabbat, den 3. Januar 2026.


    (zitiert aus ----> https://sabbath-school.adventech.io/de/2026-01/01/…nicht-verlassen)

  • Überblick über die Hope-Sabbathschule

    (zitiert aus ----> https://sabbath-school.adventech.io/en/2026-01/01/…-school-outline)


    Verfolgt, aber nicht verlassen

    Willkommen zur Hope Sabbath School – einer interaktiven Vertiefungsreihe zum Wort Gottes. Wir beginnen eine neue Reihe über die inspirierten Briefe aus dem Gefängnis: Philipper und Kolosser. Das heutige Thema: Verfolgt, aber nicht verlassen.

    Lied mit Bibeltext: Freut euch allezeit – 1. Thessalonicher 5,16-18, Philipper 4,6

    • Paulus, ein Gefangener in Rom – Teil 1/2
      1. Apostelgeschichte 28,16.30 Wie lange stand der Apostel Paulus in Rom unter Hausarrest?
      2. Welche inspirierten Briefe schrieb Paulus während seiner Gefangenschaft in Rom? Philipper 1,1-7, Kolosser 1,1-2, 4,2-3 (diese beiden inspirierten Briefe stehen im Mittelpunkt unserer Betrachtung in dieser Reihe).
      3. Welche anderen inspirierten Briefe schrieb Paulus während seiner ersten Gefangenschaft in Rom? (Epheserbrief, Philemonbrief)
      4. Warum bezeichnete sich Paulus als „Gefangener Jesu Christi“ und nicht als „Gefangener Roms“? (Epheser 3,1; Philemon 1)


    • Meine Antworten:
      1. Zwei Jahre lang war Paulus laut dem biblischen Zeugnis aus Apg. 28 in Rom von 60 – 62.
      2. Den Philipperbrief, den Kolosserbrief und den Epheserbrief und wohl auch den privaten Brief an Philemon.
      3. Wie gesagt neben Philipper– und Kolosserbrief auch den Epheserbrief + Philemonbrief.
      4. Er war der „Gefangene Jesu Christi“ weil er als Missionar und Evangelist für die Heiden zuständig war; „Aus diesem Grund bin ich Paulus, der Gefangene Jesu Christi für euch Heiden” (Epheser 3:1 – KJV) sagte Paulus selbst in seinem Brief an die Epheser. Faktisch war Paulus, der sich ja in seinem Prozess vor dem römischen Statthalter Festus und vor König Agrippa in Cäsarea auf den Kaiser berufen hatte (Apg.25,11) natürlich auch „Gefangener Roms“! Gefangen von 60 bis 62 n.Chr. »im Namen des Cäsar ("Kaiser") Nero« ...
  • Studienanleitung zu Philipper/Kolosser-Briefe |1. Quartal 2026

    (Studienanleitung Standardausgabe für den heutigen 1. Sonntag nach dem Christfest am 28.12.2025)


    1. Lektion: Verfolgt, aber nicht verlassen


    I.) Paulus, ein Gefangener Jesu Christi – die Sonntags-Lektion


    Die Briefe an die Philipper und Kolosser werden Gefangenschaftsbriefe genannt, weil sie von Paulus im Gefängnis geschrieben wurden (die anderen sind die Briefe an die Epheser und an Philemon). Die meisten Kommentatoren sind der Meinung, dass die Briefe ca. 60 bis 62 nach Christus geschrieben wurden, während Paulus in Rom in seiner 1. Gefangenschaft war (siehe Apg 28,16 ).


    Lies Epheser 3,1 und Philemon 1. Welche Bedeutung hat die Art und Weise, wie Paulus seine Gefangenschaft beschreibt?


    Paulus widmete sein Leben dem Dienst für Jesus Christus. Wenn dieser Dienst eingesperrt ist, ist er [auch dann] bereit dazu. Er beschrieb sich selbst als „Gesandter in Ketten“ ( Eph 6,20 EB). Paulus unternahm Missionsreisen, gründete Gemeinden und bildete Arbeiter für den Herrn aus. Er mochte sich gefragt haben: „Warum bin ich hier, wenn ich ohne diese Ketten so viel mehr tun könnte?“ Paulus war auch später [Anmerkung von mir: in den Jahren 64 – 65 n.Chr.] inhaftiert, als er den zweiten Brief an Timotheus schrieb, der als Pastoralbrief galt. Somit schrieb er mindestens fünf Bücher des Neuen Testaments, während er im Gefängnis war.

    In keinem der Gefängnisbriefe erwähnte Paulus genau, wo er inhaftiert war; Deshalb halten manche Ephesus oder Cäsarea für mögliche Orte. Die Bibel gibt jedoch keine Hinweise darauf, dass Paulus jemals in Ephesus inhaftiert gewesen wäre. Cäsarea könnte plausibler sein, jedoch bestand zu diesem Zeitpunkt keine offensichtliche Lebensgefahr für Paulus. Diese bestand jedoch endgültig, als der Brief an die Philipper geschrieben wurde (siehe Phil 1,20; 2,17 ).

    Dieser Brief gibt uns einige andere Hinweise darauf, wo Paulus sich zum Zeitpunkt seiner Gefangenschaft befand.. Zunächst wird ein Prätorium erwähnt. Dies kann sich auf die Residenz eines Provinzgouverneurs beziehen, wie die in Jerusalem, wo Jesus von Pilatus verhört wurde ( Mt 27,27; Joh 18,33 ), oder die in Cäsarea, wo Paulus inhaftiert war ( Apg 23,35 ). Doch Paulus verwendet diesen Begriff eindeutig nicht für einen Ort, sondern in Bezug auf Menschen. Er sagt, dass die Soldaten „der ganzen kaiserlichen Garde“ mit dem Evangelium vertraut wurden ( Phil 1,13 NGÜ). In Rom waren dies ca. 14.000 Elitesoldaten, die den Kaiser beschützen und seine Gefangenen bewachten.

    Zweitens sendet Paulus auch Grüße von den Gläubigen „aus dem Haus des Kaisers“ ( Phil 4,22 ). Dies deutete darauf hin, dass Paulus in Rom gefangen war und Kontakt zu Menschen hatte, die im kaiserlichen Haushalt dienten. [Anmerkung von mir: Genauso sehe ich das auch!]

    ...

    (zitiert aus -----> https://sabbath-school.adventech.io/de/2026-01/01/…er-jesu-christi)

  • Überblick über die Hope-Sabbathschule

    (zitiert aus ----> https://sabbath-school.adventech.io/en/2026-01/01/…-school-outline)

    Verfolgt, aber nicht verlassen


    • Paulus, ein Gefangener in Rom – Teil 2/2


      1. Wie nutzte Paulus seine Zeit im Gefängnis als „Botschafter in Ketten“? (Epheser 6,20; Philipper 1,12-13)
      2. Welche anderen Schwierigkeiten hatte Paulus erlebt, die ihn auf diese Zeit der Gefangenschaft in Rom vorbereiteten? 2. Korinther 4,7-12
      3. Was können wir von Paulus darüber lernen, wie wir mit Not und Verfolgung umgehen sollen? 2. Korinther 6,3-7
      4. Warum ist die in Hebräer 13,5 aufgezeichnete Verheißung des HERRN heute für Ihr Leben bedeutsam?


    • Meine Antworten:
      1. Er schrieb hier freimütig drei Briefe; an die Philipper, an die Kolosser und an die Epheser. Seine Gefangenschaft in Rom habe „zur Förderung des Evangeliums beigetragen” wie Paulus in Philipper 1:12 es selbst gesagt hatte. Und „in der ganzen Prätorianergarde” (Philipper 1:13 – NASB) ist sein Schicksal bekannt gewesen, sodass anzunehmen ist, dass er auch unter der Prätorianergarde im Kaiserpalast Anhänger für Christus in Rom gewinnen konnte! Denn er durfte sich in diesen zwei Jahren von 60 bis 62 n. Chr. ja auch relativ unbehelligt in Rom und im Kaiserpalast aufhalten. Und laut Apg. 28 war es dem Paulus auch erlaubt, hoch angesehene jüdische Führer aus Rom zu empfangen.
      2. Paulus bekennt, dass seine Kraft (= die außerordentliche Kraft, die in uns wirkt) göttlicher Natur ist und von dem Heiligen Geist kommt! Die Apostel sind zwar vom Tode bedroht und sind tagtäglichen Schwierigkeiten ausgesetzt, aber das Leben des auferstandenen Jesus das ist auch im Leben der Apostel bemerkbar und spürbar! Den Korinthern aber hat die Frohe Botschaft des Evangeliums das ihnen Paulus 50–52 n.Chr verkündet hatte – Paulus missionierte in Korinth während seiner zweiten Missionsreise, genauer gesagt zwischen etwa 50 und 52 n. Chr. – „neues Leben gebracht”! A m e n
      3. Auch in Verfolgung und grossen Bedrängnissen soll man „Diener Gottes” bleiben und große Geduld [bewahren], „in Bedrängnissen, Nöten, Ängsten, in Schlägen, Gefängnissen, Aufständen, Mühen, Wachen und Fasten; durch Reinheit, Erkenntnis, Langmut, Freundlichkeit, den Heiligen Geist, ungeheuchelte Liebe, durch das Wort der Wahrheit, durch die Kraft Gottes, und durch die Waffenrüstung [Gottes] der Gerechtigkeit zur Rechten und zur Linken.” (2 Korinther 6:4-7 – KJV)
      4. Weil ich als Christ frei sein will von der Geldgier! Denn man soll zufrieden sein mit dem, was man hat und soll daher nicht – wie Jesus es in seiner Bergpredigt bereits gesagt hatte – Gott und dem Mammon dienen!


    Gesprächsfragen SabbatschulWiki

    (zitiert aus -----> https://sabbath-school.adventech.io/de/2026-01/01/…sabbatschulwiki )

    Paulus, ein Gefangener Jesu Christi

    • Epheser, Philipper, Kolosser und Philemon sind Briefe, die Paulus aus dem Gefängnis, also aus der Gefangenschaft, in Rom ca. 60-62 n.Chr. geschrieben hat.
    • Meine Anmerkung: Ja, so sehe ich das auch und befinde mich damit in großer Übereinstimmung mit zahlreichen Bibelauslegern.
    • Woran wird deutlich, dass Paulus die Briefe aus der Gefangenschaft schreibt?
      1. vgl. Philemon 1; Eph 3,1; 4,1; 6,20; Phil 1,13; 4,22; Kol 4,3; 4,18
      2. zeitgleich entstand auch der 2. Thimotheusbrief (ein Pastoralbrief), jedoch spricht Paulus darin bereits offen über sein baldiges Sterben, während er in Philipper und Kolosser die Empfänger ermutigt und zur Freude aufruft.
    • Meine Antworten zu "Woran wird deutlich, dass Paulus die Briefe aus der Gefangenschaft schreibt?"
      • Es gibt zahlreiche Hinweise dafür im Philipperbrief, so z.B. Phil.1,13 (Bewacher werden erwähnt – s.u.) und Phil. 1:20 (wo Paulus von „meiner Gefangenschaft” (HFA) spricht).
        1. Hier diese 8 Bibelstellen, die in den sogen. "Gefangenschaftbriefen" des Paulus für dessen Gefangenschaft sprechen:
          1. In Philemon 1,1 sagt Paulus, dass er „der Gebundene Christi Jesu” ist.
          2. In Epheser 3:1 sagt er: „Derhalben ich, Paulus, der Gefangene Christi Jesu”
          3. In Epheser 4,1 dann: „Ihr wisst, dass ich für den Herrn im Gefängnis bin. Als sein Gefangener ...” (HFA)
          4. In Epheser 6,20 spricht Paulus davon, dass er „Auch hier im Gefängnis” sich befindet; mit „hier” meint Paulus mit Sicherheit Rom.
          5. In Philipper 1:13 (HFA) spricht Paulus von „meinen Bewachern” und auch davon „dass ich ... deswegen [wegen seinem Christus-Zeugnis!] eingesperrt bin”
          6. Hier ist in Philipper 4,22 die Rede von „Heiligen ... von des Kaisers Hause.” also von „gläubigen Christen”, denn diese werden im neutestamentlichen Sprachgebrauch "Heilige" genannt (!), und das deutet darauf hin, dass der Prozess gegen Paulus im Kaiserpalast des Nero stattgefunden hatte, da Paulus sich ja in der Berufungsinstanz des Kaisers in Rom befand (was wir aus Apostelgeschichte 25,11 „Ich rufe den Kaiser an!” erfahren haben!)
          7. In Kolosser 4:3 schreibt Paulus von der „Botschaft von Christus, für die ich hier im Gefängnis sitze.” (HFA)
          8. In Kolosser 4,18 schreibt Paulus von „Ketten!” (LUTH1912) und die HFA spricht davon, dass Paulus sagt, „dass ich im Gefängnis bin!” weshalb die Kolosser auch in ihren Gebeten an den Gefangenen Paulus in Rom denken sollen.
        2. In den Briefen des Paulus aus dem Gefängnis in Rom als Paulus in der Zeit von 60 - 62 Philipperbrief und Kolosserbrief geschrieben hatte, konnte der Apostel noch davon ausgehen, in einem fairen Prozess vor Kaiser Nero freigesprochen zu werden! Denn im Philipperbrief kommen immer wieder sehr positive Aussagen vor, welche auf des Paulus baldige Freilassung hin gedeutet werden! ----> Daher kann hier diese Aussage unter 2. aus der SabbatschulWiki nicht stimmen, wonach auch der 2. Thimotheusbrief zeitgleich entstanden sein solle wie Philipper- und Kolosserbrief! Nein, die Intension des 2. Thimotheusbrief ist bereits auf Pauli baldigen Tod im Jahre 65 n.Chr. hin angelegt und dieser der letzte und 13. Brief des Apostels Paulus gilt als dessen theologisches Testament! 65 herrschte in Rom bereits die Neronitische Willkürherrschaft = 666 (Offb.13,18) und nicht mehr wie noch 3 Jahre vorher das Römische Recht! Denn der Brand Roms 64 n.Chr. brachte dem nun tyrannisch gewordenen Kaiser Nero den Vorwand gegen die Christen vorzugehen, weichen Nero den Brand in die Schuhe geschoben hatte. Und so begann 64 n.Chr. eine vierjährige grausame Christenverfolgung des Kaisers Nero, die schließlich Paulus 65 seine Enthauptung eingebracht hatte. Höchstwahrscheinlich hat als er den 2. Timotheusbrief schrieb, Paulus bereits sein Todesurteil vorliegen gehabt! Daher gehe ich mit vielen Bibelgelehrten davon aus, dass es in den Jahren 64 / 65 eine zweite Gefangenschaft des Paulus in Rom gegeben hatte, die dann 65 zu seinem Tod geführt hat.
  • Studienanleitung zu Philipper/Kolosser-Briefe |1. Quartal 2026

    (Studienanleitung Standardausgabe für Montag, 29. Dezember 2025)


    1. Lektion: Verfolgt, aber nicht verlassen


    II.) Paulus in Ketten – die Montags-Lektion


    Während seines Aufenthalts in Mazedonien erwähnte Paulus mehrere Inhaftierungen ( 2 Kor 6,5; 11,23; 7,5 ). Der erste dokumentierte Fall ereignete sich in Philippi ( Apg 16,16–24 ). Später wurde Paulus kurzzeitig in Jerusalem inhaftiert, bevor er in das Gefängnis nach Cäsarea verlegt wurde. An anderer Stelle spricht Paulus davon, „in meinen Fesseln“ zu sein ( Phlm 10.13 SLT). Obwohl er in Rom unter Hausarrest stand, war er an einen römischen Elitesoldaten gekettet. Ignatius, ein Christ aus dem frühen 2. Jahrhundert, der ebenso gefesselt war, schrieb, dass die Soldaten sich wie „wilde Tiere“ benehmen, „die noch schlimmer werden, wenn man sie gut behandelt“ (Michael W. Holmes, Hg., The Apostolic Fathers – zu deutsch: Die Apostolischen Väter , Grand Rapids, MI 2007, S. 231).


    Lies 2. Korinther 4,7–12. Was in diesem Abschnitt zeigt, wie Paulus die Prüfungen ertragen konnte, denen er ausgesetzt war? Was scheint der Fokus seines Lebens gewesen zu sein?


    Egal, wie schwer das Leben war: Paulus konnte eine positive Seite sehen, und das gab ihm Mut, der Belastung standzuhalten. Trotz aller Angriffe Satans wusste Paulus, dass er nicht verlassen war.


    Lies 2. Korinther 6,3–7. Welche geistlichen Ressourcen standen Paulus zur Verfügung, die ihm halfen, diese Schwierigkeiten zu ertragen?


    Wir mögen oft versucht sein, auf unsere Gelegenheiten, unsere Schwächen oder vergangene Fehler zu schauen – und werden mutlos. In solchen Momenten sollen wir uns an all die erstaunlichen Vorkehrungen erinnern, die Gott für unseren Erfolg im Kampf gegen das Böse getroffen hat. Eine der wichtigsten ist die Bibel selbst, „das Wort der Wahrheit“, denn wir können aus den Fehlern anderer lernen und ebenso davon, wie diese Menschen Erfolg hatten. Außerdem : Der Heilige Geist „macht erst wirksam, was der Erlöser der Welt vollbracht hat. Durch den Geist wird das Herz rein gemacht. Durch den Geist erhält der Gläubige Anteil an der göttlichen Natur. Christus hat seinen Geist als göttliche Kraft gegeben, um alle ererbten und anerzogenen Neigungen zum Bösen zu überwinden und seinen eigenen Charakter seiner Gemeinde einzuprägen.“ – Ellen G. White, Der Wunsch der Zeitalter, S. 671.

    ...

    (zitiert aus ----> https://sabbath-school.adventech.io/de/2026-01/01/…aulus-in-ketten und aus ----> https://sabbath-school.adventech.io/en/2026-01/01/…-paul-in-chains)


    Ergänzende EGW-Notizen

    Spoiler anzeigen

    ...

    Betrachten wir kurz Paulus' Schicksal. Gerade als die Arbeit des Apostels für die Stärkung der geprüften und verfolgten Gemeinde am dringendsten benötigt wurde, wurde ihm die Freiheit genommen und er wurde in Ketten gelegt. Doch dies war die Zeit, in der der Herr wirken sollte, und die errungenen Siege waren kostbar.
    Als Paulus scheinbar am wenigsten tun konnte, fand die Wahrheit Eingang in den Königspalast. Nicht Paulus' meisterhafte Predigten vor diesen einflussreichen Männern, sondern seine Fesseln erregten ihre Aufmerksamkeit. Durch seine Gefangenschaft wurde er zum Sieger für Christus. Die Geduld und Sanftmut, mit der er sich seiner langen und ungerechten Gefangenschaft unterwarf, veranlassten diese Männer, seinen Charakter zu prüfen. In seiner letzten Botschaft an seine Glaubensgeschwister fasst Paulus die Grüße dieser Heiligen im Kaiserhaus an die Heiligen in anderen Städten zusammen. – „Christus widerspiegeln“, S. 358.

    (zitiert aus der englischen Weltfeldausgabe ----> https://sabbath-school.adventech.io/en/2026-01/01/…-paul-in-chains)

  • 1. Lektion: Verfolgt, aber nicht verlassen

    Die Studi hat die Überschrift :" Allein, doch nicht verlassen!"

    Philipper 4,4

    4 Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch!

    Wer die Botschaft der Engel zu Geburt Jesus noch im Ohr hat...da geht es auch um Freude, aber auch... Luk.2

    10 Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird;

    Grundgedanke: Manchmal benutzt Gott auch Hindernisse und Widerstände, um das Evangelium von Jesus Christus zu verbreiten!

    Viele heute glauben das wäre ein Selbstläufer, wenn man es nur richtig verpackt!

    Wer könnte es besser machen als Jesus?

    Was lesen wir?

    Jerusalem, Jerusalem, die du tötest die Propheten und steinigst, die zu dir gesandt sind! Wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne ihre Küken versammelt unter ihre Flügel; und ihr habt nicht gewollt! (Lk 13,34)

    Welchen "Preis" bin ich bereit, für Jesus zu einzubringen? Welchen "Wert" hat meine Neugeburt/Rettung?

    Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Joh. 3,16

  • Studienanleitung zu Philipper/Kolosser-Briefe |1. Quartal 2026

    (Studienanleitung Standardausgabe für den Vorabend vom Altjahrabend, Dienstag, 30.12.2025)


    1. Lektion: Verfolgt, aber nicht verlassen


    III.) Paulus in Philippi – die Dienstags-Lektion


    Während der zweiten Missionsreise von Paulus, kurz nachdem Timotheus zum Team dazugestoßen war, verbietet der Heilige Geist ihnen, weiter durch Kleinasien zu ziehen ( Apg 16,6 ). In einer nächtlichen Vision sieht Paulus einen Mann, der ihn bittet: „Komm herüber nach Makedonien und hilf uns!“ ( Apg 16,9 ). Sie machen sich sofort auf den Weg zum nächsten in Richtung Makedonien gelegenen Hafen und Sie segeln von Troas über die Ägäis nach Neapolis auf den europäischen Kontinent. Doch statt dort zu evangelisieren, machen sich Paulus, Silas, Timotheus und Lukas, der sich ihnen in Troas angeschlossen hatte (wie durch das „wir“ in Apg 16,11 angezeigt wird), auf den Weg nach Philippi.

    In seiner Missionsarbeit dachte Paulus immer strategisch. Philippi war „die erste Stadt jenes Teiles von Mazedonien“ ( Apg 16,12 EB). Tatsächlich war sie eine der angesehensten Städte des Römischen Reiches und hatte den Status Ius Italicum inne – die höchste Auszeichnung, die einer Stadt verliehen werden konnte. Ihre Bürger genossen dieselben Privilegien wie Einwohner Italiens, einschließlich der Befreiung von der Grund- und Kopfsteuer. Wer in der Stadt geboren wurde, war automatisch römischer Bürger. Dabei war Philippi ein wichtiger Halt an der Via Egnatia, der Hauptverkehrs-straße, die Rom mit dem Osten verband. Dort eine kraftvolle christliche Präsenz zu etablieren, ermöglichte es ihnen, das Evangelium in vielen umliegenden Städten zu tragen, darunter Amphipolis, Apollonia, Thessaloniki und Beröa (siehe Apg 17,1.10 ).

    Interessanterweise war die Amtssprache im ersten Jahrhundert in Philippi Latein, was durch die überwiegende Anzahl lateinischer Inschriften belegt ist. In Philipper 4,15 spricht Paulus die Einwohner sogar mit dem lateinisch klingenden Namen Philippēsioi an, offenbar in Anerkennung ihres besonders römischen Status. Dennoch war Griechisch die Handelssprache dort sowie in den umliegenden Orten und damit wurde das Evangelium verbreitet. Lukas beschreibt, wie Paulus und sein Team sich anderen Menschen beim Gebet am Flussufer anschlossen, wo Lydia und ihr Haus sich bekehrten ( Apg 16,13–15 ). Als Geschäftsfrau („eine Purpurhändlerin“) war sie eine der wichtigsten finanziellen Unterstützerinnen des Dienstes von Paulus in Philippi. Die Zeit, die Paulus und Silas im Gefängnis verbrachten, führte zur Bekehrung eines weiteren ganzen Haushalts – dem des Gefängniswärters.

    Der Heilige Geist wusste, dass Philippi der ideale Brückenkopf für die Verbreitung des Evangeliums in Europa sein würde, obwohl auch Verfolgung zu erwarten war. So schlimm auch Verfolgung ist, kann sie unter bestimmten Umständen doch dazu beitragen, dass das Evangelium Menschen erreicht, die sonst vielleicht nicht erreicht worden wären.

    ...


    (zitiert aus -----> https://sabbath-school.adventech.io/de/2026-01/01/…lus-in-philippi)

  • Gesprächsfragen SabbatschulWiki

    (zitiert aus -----> https://sabbath-school.adventech.io/de/2026-01/01/…sabbatschulwiki )


    Paulus in Philippi ( Apg 16 )

    1. Infos zu Philippi => siehe Lektion
    2. Was erfahren wir über die Gründung der Gemeinde in Philippi?
    3. Was denkt ihr über diese Gemeinde mit diesen Gemeindegliedern (Lydia, Purpurhändlerin aus Thyatira, die ehemals besessene Magd, der Gefängnisaufseher & sein Haus, etc.)


    Meine Antworten:

    1. Siehe oben unter NR. 8 in der heutigen Dienstags-Lektion.
    2. Paulus wurde vom Heiligen Geist gewehrt weiter in der Provinz Galatien in Kleinasien zu lehren. -----> »der Heilige Geist verbietet ihnen, weiter durch Kleinasien zu ziehen ( Apg 16,6 )« steht in der heutigen Studienanleitung. Daher ging Paulus nach Philippi in Makedonien/Griechenland. An einem Fluss in Philippi wurden mit der Purpurhändlerin Lydia die erste christliche Gemeinde auf dem Europäischen Kontinent in Philippi gegründet.
    3. (a) Ohne diese Purpurhändlerin Lydia hätte es kein Christentum in Europa gegeben! // (b) Die ehemals besessene Magd sagte doch von sich selbst „Diese Menschen sind Knechte des höchsten Gottes, die euch den Weg des Heils verkündigen.” ( Apg 16,17 )  ----> Da dies ja doch eine sehr positive Aussage ist, verstehe ich hier den Bibeltext nicht, warum sich Paulus daran gestört hat? Vielleicht liegt es daran, dass wie "Hoffnung für alle" es übersetzt dieser Geist der Magd „dem Dämon” gleichzusetzen wäre. Nur warum kann dann aus dem Mund dieses angeblichen Dämons eine solch positive Aussage kommen? Ein nicht leicht zu verstehender (und verstörender!) Bibeltext ist das hier in Sachen der Magd ... // (c) der Gefängnisaufseher ist ein gutes Beispiel, wie man zum Glauben an den Herrn Jesus kommen kann; denn der Kerkermeister stellt die richtige Frage: „Was muss ich tun, dass ich gerettet werde?” (Apostelgeschichte 16,30)


    Überblick über die Hope-Sabbathschule

    (zitiert aus ----> https://sabbath-school.adventech.io/en/2026-01/01/…-school-outline)

    Verfolgt, aber nicht verlassen


    • Paulus' erster Besuch in Philippi

      1. Welches Wunder geschah auf Paulus’ zweiter Missionsreise und führte zu seinem ersten Besuch in Philippi? Apostelgeschichte 16,6–12
      2. Was war das Besondere an der Stadt Philippi?
      3. Wen traf Paulus kurz nach seiner Ankunft in Philippi? Apostelgeschichte 16,13-15
      4. Welches Leid erlitten Paulus und sein Begleiter Silas in Philippi? Apostelgeschichte 16,22-23 (siehe Apostelgeschichte 9,16 )


    • Meine Antworten:
      1. Das "seltsame" Wunder dass der Heilige Geist der Evangelisierung in der Landschaft Galatien Einhalt geboten hatte! :?:----> ein sehr verstörender Bibelbericht ist das hier in Apostelgeschichte 16:6!
      2. Daß Philippi eine römische Kolonie war und die Einwohner mit dem Status »Ius Italicum« – dem Römischen Bürgerrecht ausgestattet waren!
      3. Paulus traf dort am Fluss bei Philippi eine gottesfürchtige Frau und zwar Lydia aus Thyatira, eine Purpurhändlerin. (Apostelgeschichte 16:14)
      4. All dieses Leid erlitten Paulus und sein Begleiter Silas in Philippi:
        1. Ihnen wurden die Kleider zerrissen! (Apostelgeschichte 16:22a)
        2. Sie wurden mit Ruten geschlagen! (Apostelgeschichte 16:22b) – ASV))
        3. Ihnen wurden viele Schläge versetzt! (Apostelgeschichte 16:23a)
        4. Sie wurden ins Gefängnis geworfen (Apostelgeschichte 16:23b)
        5. Zusätzlich befestigte man ihre Füße im Block, was besonders schmerzhaft war und eigentlich ein Folterinstrument war, das zugleich der Fluchtverhinderung diente. ----> siehe Anm. der NGÜ zu Apg.16,24 (Apostelgeschichte 16:24 – ELB)
  • Die neue erste Studienanleitung Standardausgabe fürs Neue Jahr 2026 liegt vor! Es geht um die 2 Paulusbriefe:

    PHILIPPERBRIEF + KOLOSSERBRIEF

    Zitat

    Studienanleitung zu Philipper/Kolosser-Briefe |1. Quartal 2026

    (Studienanleitung Standardausgabe für den heutigen Weihnachts-Sabbat, am Samstag, 27.12.2025)


    1. Lektion: Verfolgt, aber nicht verlassen


    LESEN SIE FÜR DAS STUDIUM DIESER WOCHE = SA., 27.12.2025 – SA., 3.1.2026

    Epheser 3,1; 2. Korinther 4,7–12; Apostelgeschichte 9,16; Philemon 15–16; Kolosser 4,9; Philipper 1,1–3; Kolosser 1,1–2

    Hier meine persönlichen Auslegungen zu den 7 Bibelstellen dieser Woche nach Weihnachten 🎄!


    1./7) — Epheser 3:1

    1 Weil ich, Paulus, euch Nichtjuden diese rettende Botschaft verkündete, bin ich nun im Gefängnis. Als Gefangener von Jesus Christus bete ich für euch. (HFA)

    Meine Auslegung (M.A.): So erging es dem Paulus als er 60 n.Chr. unter Kaiser Nero ins Gefängnis geworfen wurde, wo er sich im Streit mit den Schriftglehrten und Pharisäern in Jerusalem als römischer Bürger auf den Kaiser berufen hatte. Der römische Statthalter schickte ihn gefangen nach Rom. Dort blieb er 2 Jahre, von 60 – 62 und dieser noch rechtmäßig geführte Prozess endete mit einem Freispruch für Paulus. Ja, in dieser Zeit betrachtete sich der Apostel Paulus als »Gefangener von Jesus Christus«! Dort im Gefängnis in Rom betete er für die Epheser, denen er diesen Brief geschrieben hatte.


    2./7) — 2. Korinther 4:7-12

    7 Diese kostbaren Schätze tragen wir in uns, obwohl wir nur zerbrechliche Gefäße sind. So wird jeder erkennen, dass die außerordentliche Kraft, die in uns wirkt, von Gott kommt und nicht von uns selbst. 8 Die Schwierigkeiten bedrängen uns von allen Seiten, und doch werden wir nicht von ihnen überwältigt. Wir sind oft ratlos, aber wir verzweifeln nicht. 9 Von Menschen werden wir verfolgt, aber bei Gott finden wir Zuflucht. Wir werden zu Boden geschlagen, aber wir kommen dabei nicht um. 10 Tagtäglich erfahren wir am eigenen Leib etwas vom Sterben, das Jesus durchlitten hat. So wird an uns auch etwas vom Leben des auferstandenen Jesus sichtbar. 11 Weil wir zu Jesus gehören, sind wir unser Leben lang ständig dem Tod ausgeliefert; Aber an unserem sterblichen Leib wird auch immer wieder sein Leben sichtbar. 12 Uns bringt der Dienst für Jesus andauernd in Todesgefahr, euch dagegen hat er neues Leben gebracht. (HFA)

    M.A.: Paulus bekennt, dass seine Kraft (= die außerordentliche Kraft, die in uns wirkt) göttlicher Natur ist und von dem Heiligen Geist kommt! Die Apostel sind zwar vom Tode bedroht und sind tagtäglichen Schwierigkeiten ausgesetzt, aber das Leben des auferstandenen Jesus das ist auch im Leben der Apostel bemerkbar und spürbar! Den Korinthern aber hat die Frohe Botschaft des Evangeliums das ihnen Paulus 50–52 n.Chr verkündet hatte – Paulus missionierte in Korinth während seiner zweiten Missionsreise, genauer gesagt zwischen etwa 50 und 52 n. Chr. – „neues Leben gebracht”! A m e n


    3./7) — Apostelgeschichte 9:16

    16 »Dabei wird er erfahren, wie viel er um meinetwillen leiden muss.« (HFA)

    M.A.: Gott sagt dem Ananias, der nach dem Damaskus-Erlebnis des Paulus diesen taufen wird, voraus, dass Paulus als grosser "Heiden-Missionar" binnen 30 Jahren (vom Jahr 35 seiner Bekehrung in Damaskus bis zum Jahr 65 seiner Enthauptung in Rom) viel erleiden werden muss wegen dem Herrn Jesus Christus! Ja, der Christenglauben war seit den ersten Tagen an auch immer von Verfolgung geprägt, leider bis in unsere Tage, wenn wir nur nach NORDKOREA 🇰🇵 oder nach NORD–NIGERIA 🇳🇬 schauen! Und in vielen arabisch-islamischen Ländern dürfen Christen nicht offen ihren Glauben bekennen, denn das kann für diese im wahrsten Sinne des Wortes lebensgefährdend sein!


    4./7) — Philemon 1:15-16

    15 Vielleicht aber ist er darum eine Zeitlang von dir genommen, dass du ihn ewig wieder hättest, 16 nun nicht mehr wie ein Knecht, sondern mehr als ein Knecht: als einen lieben Bruder, sonderlich mir, wieviel mehr aber dir, beides, nach dem Fleisch und in dem Herrn. (LUTH1912)

    M.A. Hier gibt der Apostel Paulus dem Philemon in einem sehr persönlichen Brief (dem wohl intimsten Brief des ganzen NT!) einen sehr weisen Rat: Philemon soll seinen ihm entlaufenen Sklaven Onesimus in Liebe wieder aufnehmen, aber nicht mehr als einen Sklaven, sondern „als einen lieben Bruder” in dem Herrn Jesus! ==> Das ist meines Erachtens ein klarer Verweis darauf, dass Paulus im Herzen seines Wesens die römische Sklaverei abgelehnt hat!

    Exkurs: Auf diese Verse haben sich besonders die Gegner der Sklaverei im BRITISCHEN WELTREICH, wie ein William Wilberforce (1759–1833), ein britischer Parlamentsabgeordneter und zentrale Führer im Kampf gegen den transatlantischen Sklavenhandel und Sklaverei, der maßgeblich zum Slave Trade Act 1807 und dem Slavery Abolition Act 1833 beitrug, aber auch Ellen G . White und andere berufen.


    5./7) — Kolosser 4:9

    9 Mit ihm zusammen schicke ich Onesimus, der ja zu euch gehört. Auch ihn schätze ich als treuen und lieben Bruder. Beide werden euch alles erzählen, was hier geschehen ist. (HFA)

    M.A.: Paulus schreibt aus dem Gefängnis in Rom wo sich ganz offensichtlich in der Zeit um 62 n.C. auch Onesimus und Tychikus (Kol.4,7) aufgehalten haben müssen, als Freie und nicht im Gefängnis, dass er beide nach Kolossä schicken werde! So erfahren wir, von diesem Vers 9 dass Onesimus selbst ein Kolosser war und offensichtlich bei Philemon in Kolossä in der kleinasiatischen Landschaft Phrygien war. Der Ort liegt vier Kilometer nördlich von Honaz (Chonai), 20 km östlich von Denizli in der heutigen West-Türkei. Onesimus und Tychikus sollten wohl nach Kleinasien geschickt werden um als Berichterstatter der Ereignisse aus der WELTHAUPTSTADT ROM zu dienen.


    6./7) — Philipper 1:1-3

    1 Paulus und Timotheus, Knechte Jesu Christi, allen Heiligen in Christus Jesus zu Philippi samt den Bischöfen und Diakonen: 2 Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus! Dank und Fürbitte für die Gemeinde 3 Ich danke meinem Gott, sooft ich euer gedenke. (LUTH1912)

    M.A.: Paulus und Timotheus, der wohl den Brief an die Philipper in Griechenland mitverfasst haben wird, nennen die Gemeindeglieder in Philippi »Heilige«, was eine hohe Auszeichnung und Wertschätzung von Seiten des Paulus zum Ausdruck bringt! Offensichtlich hatte um 60 herum diese frühchristliche Gemeinde von Philippi schon eine feste Gemeinde- bzw. Kirchenstruktur, da Paulus ausdrücklich Bischöfe und Diakone erwähnt! Paulus nennt sich und Timotheus »Knechte Jesu Christi«; er entbietet seinen Dank und seine Fürbitte für die Philipper-Gemeinde, an die er, Paulus sich immer dankbar erinnert! Wird nicht auch in der Offenbarung des Johannes die Gemeinde von Philippi als eine der wenigen von den sieben Gemeinden ausschließlich gelobt?


    7./7) — Kolosser 1:1-2

    1 Paulus, ein Apostel Jesu Christi durch den Willen Gottes, und Bruder Timotheus 2 den Heiligen zu Kolossä und den gläubigen Brüdern in Christo: Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem HERRN Jesus Christus! (LUTH1545)

    M.A.: Auch die im kleinasiatischen Kolossä lebenden Christen nennt Paulus wie bereits bei den Philippern »die Heiligen«! Es sind „gläubige Brüder (und natürlich auch Schwestern!) in Christus”! Paulus selbst nennt sich »einen Apostel Jesu Christi« denn dieses Apostelamt entsprang dem heiligen Willen Gottes seit Ewigkeit! Mit dem oft in seinen Briefen sich wiederfindendem sogenannten "Friedensgruss" »Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem HERRN Jesus Christus!« eröffnet der Apostel Paulus seinen Brief an die Kolosser! A m e n

  • Zitat

    Zitat von Norbert Chmelar

    3./7) — Apostelgeschichte 9:16

    16 »Dabei wird er erfahren, wie viel er um meinetwillen leiden muss.« (HFA)

    M.A.: Gott sagt dem Ananias*, der nach dem Damaskus-Erlebnis des Paulus diesen taufen wird, voraus, dass Paulus als grosser "Heiden-Missionar" binnen 30 Jahren (vom Jahr 35 seiner Bekehrung in Damaskus bis zum Jahr 65 seiner Enthauptung in Rom) viel erleiden werden muss wegen dem Herrn Jesus Christus! Ja, der Christenglauben war seit den ersten Tagen an auch immer von Verfolgung geprägt, leider bis in unsere Tage, wenn wir nur nach NORDKOREA 🇰🇵 oder nach NORD–NIGERIA 🇳🇬 schauen! Und in vielen arabisch-islamischen Ländern dürfen Christen nicht offen ihren Glauben bekennen, denn das kann für diese im wahrsten Sinne des Wortes lebensgefährdend sein! * – oder auch Hananias genannt

    Der Vers Apg.9,16 im weiteren Kontext und Zusammenhang:

    Die Apostelgeschichte, Kapitel 9

    Zum nächsten Kapitel in der BibelDie Bekehrung des Saulus

    . Die entscheidenden 18 Verse der Bekehrungsgeschichte ...
    Die Bekehrung des Saulus
    Apg 9,1Saulus wütete immer noch mit Drohung und Mord gegen die Jünger des Herrn. Er ging zum Hohenpriester
    Apg 9,2und erbat sich von ihm Briefe an die Synagogen in Damaskus, um die Anhänger des (neuen) Weges, Männer und Frauen, die er dort finde, zu fesseln und nach Jerusalem zu bringen.
    Apg 9,3Unterwegs aber, als er sich bereits Damaskus näherte, geschah es, dass ihn plötzlich ein Licht vom Himmel umstrahlte.
    Apg 9,4Er stürzte zu Boden und hörte, wie eine Stimme zu ihm sagte: Saul, Saul, warum verfolgst du mich?
    Apg 9,5Er antwortete: Wer bist du, Herr? Dieser sagte: Ich bin Jesus, den du verfolgst.
    Apg 9,8Saulus erhob sich vom Boden. Als er aber die Augen öffnete, sah er nichts. Sie nahmen ihn bei der Hand und führten ihn nach Damaskus hinein.
    Apg 9,9Und er war drei Tage blind und er aß nicht und trank nicht.
    Apg 9,10In Damaskus lebte ein Jünger namens Hananias. Zu ihm sagte der Herr in einer Vision: Hananias! Er antwortete: Hier bin ich, Herr.
    Apg 9,11Der Herr sagte zu ihm: Steh auf und geh zur sogenannten Geraden Straße und frag im Haus des Judas nach einem Mann namens Saulus aus Tarsus. Er betet gerade
    Apg 9,12und hat in einer Vision gesehen, wie ein Mann namens Hananias hereinkommt und ihm die Hände auflegt, damit er wieder sieht.
    Apg 9,13Hananias antwortete: Herr, ich habe von vielen gehört, wie viel Böses dieser Mann deinen Heiligen in Jerusalem angetan hat.
    Apg 9,15Der Herr aber sprach zu ihm: Geh nur! Denn dieser Mann ist mein auserwähltes Werkzeug: Er soll meinen Namen vor Völker und Könige und die Söhne Israels tragen. :!::!::!:
    Apg 9,16Ich werde ihm auch zeigen, wie viel er für meinen Namen leiden muss. **
    Apg 9,17Da ging Hananias hin und trat in das Haus ein; er legte Saulus die Hände auf und sagte: Bruder Saul, der Herr hat mich gesandt, Jesus, der dir auf dem Weg hierher erschienen ist; du sollst wieder sehen und mit dem Heiligen Geist erfüllt werden.
    Apg 9,18Sofort fiel es wie Schuppen von seinen Augen und er sah wieder; er stand auf und ließ sich taufen.
    Apg 9,20und sogleich verkündete er Jesus in den Synagogen und sagte: Er ist der Sohn Gottes.
    Apg 9,21Alle, die es hörten, gerieten in Aufregung und sagten: Ist das nicht der Mann, der in Jerusalem alle vernichten wollte, die diesen Namen anrufen? Und ist er nicht auch hierher gekommen, um sie zu fesseln und vor die Hohenpriester zu führen?
    Apg 9,22Saulus aber trat um so kraftvoller auf und brachte die Juden in Damaskus in Verwirrung, weil er ihnen bewies, dass Jesus der Messias ist.

    ** – War das angekündigte 30jährige Leiden des Paulus welches der Jünger (H)Ananias von Gott angekündigt wurde nicht die göttliche »ausgleichende Gerechtigkeit« für die 2½jährige Verfolgung der Christengemeinden (siehe Vers 13)?

    Es ist schon erstaunlich was die BEGEGNUNG MIT DEM HERRN in einem Menschen auszulösen vermag! Der fanatische Christenverfolger Saulus hört eine Himmelserscheinung! (Apg.9,3ff.) Saul hört die machtvolle STIMME DES AUFERSTANDENEN! »Saul, Saul, warum verfolgst du mich?« (Vers 4) und »Ich bin Jesus, den du verfolgst.« (Vers 5) = Worte die ins Herz des Verfolgers Saulus gestossen sind und die in ihm eine 180°Grad-Wende ausgelöst haben! Aber erst wird Paulus mit 3 Tagen Blindheit geschlagen! (Apg.9,9) 3 Tage in denen Saulus in Damaskus intensiv über sein bisheriges Leben und die Begegnung mit dem Herrn nachdenken sollte ...

    Der wichtige Vers 15 sagt uns dass der Tag an dem Saulus Anno Domini 35 n.Chr. den Herrn gehört hatte, bereits SEIT EWIGKEITEN DER EWIGKEITEN IN GOTTES HEILSPLAN VORGESEHEN war, denn der Herr sagt zu Ananias dass »dieser Mann Saulus aus Tarsus (Vers 11) mein auserwähltes Werkzeug ist!« Schon „vor aller Zeit und Ewigkeit” hat DER EWIGE diesen 9 n.Chr. in Tarsus in Kleinasien

    Tarsus auf dem Bild ganz rechts = die orangene Fläche! Dunkelblau = das Mittelmeer!

    geborenen Saulus als Heiden-Missionar auserkoren!

    Als nach 3 Tagen Ananias dem Paulus die Hände aufgelegt hatte, wurde er erfüllt mit dem Heiligen Geist und des Saulus' Bekehrung vom Saulus zum Paulus war vollendet! (Vers 17) Nach seiner Bekehrung folgte nun seine Taufe! (Vers 18) ----> so sollte es heute noch in einem jeden Christenleben die Reihenfolge sein:

    1. erst Bekehrung –
    2. dann Taufe –
    3. dann Verkündigung des Evangeliums!

      Amen!

    Von nun an war für weitere 3 Jahrzehnte bis zu des Paulus' Tod dies sein einziges Ziel für alle Menschen die ihm zuhören: Zu bekennen und zu bezeugen, »Jesus ist der Sohn Gottes!« (Vers 20)

    Nur durch dieses machtvolle Eingreifen von Jesus und des Heiligen Geistes wurde Paulus davon abgebracht in Damaskus weiterhin Christen zu verfolgen und nach Jerusalem vor das Gericht des Hohenpriester und des Sanhedrins [= Synhedrion des jüdischen Hohen Rats] zu bringen! (Vers 21) Ja, sogar durch die Macht des Heiligen Geistes hat Paulus den Juden in Damaskus bewiesen dass Jesus der Messias und Christus des HERRN ist! (Apostelgeschichte 9,22) Halleluja und Amen.

    Aussicht auf Hoffnungszeichen Gottes!: Gott gebe es, dass jedem aller bisher etwa seit Adam und Eva bislang gelebten 111 Milliarden Menschen ein solches »DAMASKUS-ERLEBNIS« zuteil werden möge! — A m e n

    MfG

    Norbert

  • Studienanleitung zu Philipper/Kolosser-Briefe |1. Quartal 2026

    (Studienanleitung Standardausgabe für den heutigen Altjahrabend/Silvester vom Mittwoch 31.12.2025)


    1. Lektion: Verfolgt, aber nicht verlassen


    IV.) Paulus und Kolossä – die Mittwochs-Lektion


    Wir haben keinen Hinweis darauf, dass Paulus jemals Kolossä besucht hat, was uns wiederum etwas über die Wirksamkeit seiner Missionsstrategie verrät. Epaphras, ein Bewohner von Kolossä ( Kol 4,12 ), brachte das Evangelium zuerst in diese Stadt ( Kol 1,7 ). Aber wie wurde er bekehrt? Höchstwahrscheinlich geschah dies Mitte der 50er-Jahre, als sich Paulus im nahe gelegenen Ephesus aufhielt und „alle, die in der Provinz Asia wohnten, das Wort des Herrn hörten“ ( Apg 19,10; vgl. 20,31 ).

    Das Buch Offenbarung bezeugt, wie weit sich das Evangelium in dieser Region verbreitete ( Offb 1,4 ). Die Wirksamkeit der von Paulus Bekehrten ist die plausibelste Erklärung für diesen Erfolg, einschließlich der Verbreitung nach Kolossä. Sie hörten die Botschaft zuerst in Ephesus, der wichtigsten Stadt Kleinasiens, die gleichzeitig eine bedeutende Hafenstadt war. Epaphras hörte Paulus in Ephesus predigen, wurde einer von dessen Mitarbeitern und trug das Evangelium in seine Heimatstadt Kolossä.

    Die Stadt selbst, etwa 15 Kilometer südöstlich von Laodizea gelegen, wird erst jetzt ausgegraben, daher wissen wir im Vergleich mit bekannten Städten der Region wenig über sie. Wir wissen jedoch, dass sie eine beträchtliche jüdische Bevölkerung hatte, nämlich „bis zu zehntausend Juden in diesem Teil von Phrygien“ (Arthur G. Patzia, New International Biblical Commentary: Ephesians, Colossians, Philemon, Peabody, MA 1990, Bd. 10, S. 3). In Kolossä geprägte Münzen zeigen, dass die Menschen dort wie in vielen römischen Städten eine Vielzahl von Göttern verehrten. Die heidnischen Praktiken und starken kulturellen Einflüsse stellen für die Christen dort offensichtlich enorme Herausforderungen dar, nicht nur beim Missionieren in der Stadt, sondern auch dabei, dem reinen Glauben des Evangeliums treu zu bleiben. Ein weiterer prominenter Christ in Kolossä war Philemon, der sich möglicherweise zur gleichen Zeit wie Epaphras bekehrte.


    Lies Philemon 15–16. Siehe auch Kolosser 4,9. Zu welcher Vorgehensweise im Umgang mit Onesimus drängte Paulus Philemon auf behutsame Art?


    Obwohl das römische Gesetz Paulus dazu verpflichtete, Onesimus an Philemon zurückzugeben, appellierte Paulus an Philemons Herz und Gewissen als Mitgläubiger und forderte ihn auf, Onesimus nicht als Sklaven, sondern als Bruder zu behandeln ( Phlm 16 ).

    So sehr wir die Idee der Sklaverei in jeder Form verabscheuen und uns wünschen, dass Paulus die Praxis verurteilt hätte – wie können wir uns mit dem arrangieren, was Paulus hier sagt? (Es ist interessant, dass Ellen White zur Zeit der Sklaverei in Amerika die Adventisten ausdrücklich dazu aufforderte, das Gesetz zu missachten, das die Rückgabe entlaufener Sklaven verlangte.)


    (zitiert aus ----> https://sabbath-school.adventech.io/de/2026-01/01/…nd-koloss%C3%A4)


    Ergänzende EGW-Notizen

    Spoiler anzeigen

    Umgeben von den Praktiken und Einflüssen des Heidentums, liefen die Gläubigen in Kolossä Gefahr, sich von der Einfachheit des Evangeliums abzuwenden. Paulus warnte sie davor und wies sie auf Christus als den einzigen sicheren Wegweiser hin. „Wie ihr nun Christus Jesus, den Herrn, angenommen habt, so lebt auch in ihm, verwurzelt und gegründet in ihm und gefestigt im Glauben, wie ihr gelehrt worden seid, und seid reich an Dankbarkeit.“
    Christus hatte vorausgesagt, dass Verführer auftreten würden, durch deren Einfluss die „Ungerechtigkeit“ überhandnehmen und die „Liebe vieler“ erkalten würde ( Matthäus 24,12 ). Er hatte die Jünger gewarnt, dass die Gemeinde durch dieses Übel stärker gefährdet sei als durch die Verfolgung ihrer Feinde. Immer wieder warnte Paulus die Gläubigen vor diesen falschen Lehrern. Vor dieser Gefahr mussten sie sich mehr als vor allen anderen hüten. Denn indem sie falsche Lehrer aufnahmen, öffneten sie die Tür für Irrtümer, durch die der Feind die geistliche Wahrnehmung trüben und das Vertrauen derer erschüttern würde, die neu zum Glauben an das Evangelium gefunden hatten.
    Christus war der Maßstab, an dem sie die dargebotenen Lehren prüfen sollten. Alles, was nicht mit seinen Lehren übereinstimmte, sollten sie ablehnen. Christus, gekreuzigt für die Sünde, Christus, auferstanden von den Toten, Christus, aufgefahren in den Himmel – dies war die Wissenschaft der Erlösung, die sie lernen und lehren sollten.
    Die Warnungen des Wortes Gottes vor den Gefahren, die die christliche Kirche umgeben, gelten auch uns heute. Wie in den Tagen der Apostel Menschen durch Tradition und Philosophie versuchten, den Glauben an die Heilige Schrift zu zerstören, so versucht heute der Feind der Gerechtigkeit durch die schmeichelhaften Ansichten der Bibelkritik, der Evolutionstheorie, des Spiritualismus, der Theosophie und des Pantheismus, Seelen auf verbotene Wege zu führen. Für viele ist die Bibel wie eine Lampe ohne Öl, weil sie ihren Verstand in Kanäle spekulativer Überzeugungen gelenkt haben, die Missverständnisse und Verwirrung stiften.
    Die Arbeit der historisch-kritischen Bibelwissenschaft, die durch Zergliederung, Spekulation und Rekonstruktion den Glauben an die Bibel als göttliche Offenbarung zerstört, beraubt Gottes Wort seiner Kraft, das menschliche Leben zu lenken, zu erheben und zu inspirieren. Durch Spiritualismus wird vielen Menschen beigebracht, dass Begierde das höchste Gesetz sei, Zügellosigkeit Freiheit bedeute und der Mensch nur sich selbst Rechenschaft schuldig sei. … Die Kraft eines höheren, reineren, edleren Lebens ist unser größtes Bedürfnis. – „Christus widerspiegeln“, S. 344.

    Der Brief an die Kolosser ist reich an wertvollen Lehren für alle, die Christus dienen. Er offenbart die Zielstrebigkeit und Erhabenheit des Strebens, die das Leben dessen prägen, der den Erlöser rechtmäßig repräsentiert. Indem er alles ablehnt, was ihn am Fortschritt hindern oder andere vom rechten Weg abbringen könnte, offenbart der Gläubige in seinem täglichen Leben Barmherzigkeit, Güte, Demut, Sanftmut, Geduld und die Liebe Christi. …
    In seinem Bestreben, Gottes Ideal zu erreichen, darf der Christ an nichts verzweifeln. Allen ist durch die Gnade und Kraft Christi die moralische und geistliche Vollkommenheit verheißen. Jesus ist die Quelle der Kraft, der Quell des Lebens. Er führt uns zu seinem Wort und schenkt uns vom Baum des Lebens Blätter zur Heilung sündenkranker Seelen. Er führt uns zum Thron Gottes und legt uns ein Gebet in den Mund, durch das wir in enge Verbindung mit ihm treten. Für uns setzte er die allmächtigen Kräfte des Himmels in Gang. Bei jedem Schritt berühren wir seine lebendige Kraft. – Erhebt ihn, S. 264.

    (zitiert aus der englischen Weltfeldausgabe der Studienanleitung ----> https://sabbath-school.adventech.io/en/2026-01/01/…ul-and-colossae)

  • Studienanleitung zu Philipper/Kolosser-Briefe |1. Quartal 2026

    (Studienanleitung Standardausgabe für das heutige Neujahrsfest vom Donnerstag 1. Januar 2026)


    1. Lektion: Verfolgt, aber nicht verlassen


    V.) Die Gemeinden in Philippi und Kolossä – Donnerstags-Lektion


    Lies Philipper 1,1–3 und Kolosser 1,1–2. Wie werden die Gemeinden in Philippi und Kolossä beschrieben und was bedeutet diese Beschreibung?


    Die typische Begrüßung von Paulus in seinen Briefen bezeichnet die Christen an diesen Orten als „Heilige“; sie sind also durch die Taufe als Gottes besonderes Volk ausgesondert worden, genauso wie das Volk Israel durch die Beschneidung ( 2 Mo 19,5–6; vgl. 1 Ptr 2,9–10 ) als „heiliges Volk“ ausgesondert worden war. (Dies hat absolut nichts mit der Praxis der römischen Kirche zu tun, Menschen als „Heilige“ heiligzusprechen.)

    Interessant ist auch die Parallele zwischen den Begrüßungen dieser beiden Episteln. Paulus spricht in Philippi von „Bischöfen und Diakonen“ ( Phil 1,1 ) und in Kolossä von „treuen Brüdern in Christus“ ( Kol 1,2 NL). Wenn das Neue Testament von „treuen Brüdern“ spricht, tun sie einen konkreten Dienst in der Gemeinde (siehe Eph 6,21; Kol 4,7; 1 Ptr 5,12 ). Es scheint auch, dass Paulus nicht nur die Gemeindemitglieder, sondern auch die Gemeindeleiter in diesen Städten anspricht. Der Hinweis auf Ämter, die an anderen Stellen genauer beschrieben werden (z. B. in 1 Tim 3,1–12; Tit 1,5–9 ), zeugt von der Existenz und Bedeutung von Organisation bereits von der frühesten Zeit der Kirche an.

    Mitarbeiter wie Timotheus und Epaphras auszubilden sowie die Leitung der Ortsgemeinden sicherzustellen, war für Paulus eine Priorität und unterstützte seine missionarischen Bemühungen. Anders ausgedrückt: Es gab einen strategischen Ansatz sowohl für die Verbreitung der Botschaft als auch für die Mitgliederbindung. Unsere adventistischen Pioniere folgten dem neutestamentlichen Modell der Gemeindestruktur, wie viele Artikel im Review and Herald aus den 1850er-Jahren zeigen. Tatsächlich schrieb James White: „Die göttliche Ordnung des Neuen Testaments reicht aus, um die Kirche Christi zu organisieren. Wenn mehr nötig gewesen wäre, hätte es durch Inspiration gegeben werden müssen“ („Gospel Order“, The Advent Review and Sabbath Herald, 6. Dezember 1853, S. 173). Schon lange bevor Paulus an diese Gemeinden schrieb, hatten die Apostel begonnen, Amtsträger für die Gemeinde in Jerusalem einzusetzen (siehe Apg 6,1–6; 11,30 ). „Der Gemeindeaufbau in Jerusalem sollte überall dort als Vorbild für die Organisation von Gemeinden dienen, wo Botschafter der Wahrheit Menschen für das Evangelium gewinnen würden“ (GNA 68–69).

    Es ist bekannt, dass Paulus manchmal Schreiber zum Verfassen seiner Briefe nutzte. An anderer Stelle wird Timotheus auch als Mitverfasser genannt (siehe z. B. 2 Kor 1,1; Phlm 1 ). Die Tatsache, dass Paulus weiterhin von „ich“ statt von „wir“ spricht, zeigt, dass seine Autorität auch hinter diesen Briefen steht.

    (zitiert aus -----> https://sabbath-school.adventech.io/de/2026-01/01/…nd-koloss%C3%A4)

    -------------------------------------------

    Abkürzungen:

    GNA = Gute Nachricht für alle (illustrierte Neuausgabe von WA)

    WA = Das Wirken der Apostel (original: Acts of the Apostles) – beides Bücher von Ellen G. White

  • Gesprächsfragen SabbatschulWiki

    (zitiert aus -----> https://sabbath-school.adventech.io/de/2026-01/01/…sabbatschulwiki )


    Die Gemeinden in Philippi und Kolossä

    1. Lesen: Phil 1,1-3; Kol 1,1-2
    2. Welche Gemeinsamkeiten sind euch aufgefallen?
    3. Wo erkennt ihr Unterschiede?
    4. An wen sind diese Briefe gerichtet?


    Meine Antworten:

    1. Wir lesen (1) – Philipper 1:1-3 : 1 Paulus und Timotheus, Knechte Jesu Christi, allen Heiligen in Christus Jesus zu Philippi samt den Bischöfen und Diakonen: 2 Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus! Dank und Fürbitte für die Gemeinde 3 Ich danke meinem Gott, sooft ich euer gedenke (LUTH1912) und (2) – Kolosser 1:1-2 : 1 Paulus, ein Apostel Jesu Christi durch den Willen Gottes, und Bruder Timotheus 2 den Heiligen zu Kolossä und den gläubigen Brüdern in Christus: Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater!
    2. In beiden Briefen werden die Briefempfänger in Philippi und Kolossä, also die Gläubigen als "Heilige" genannt. Und auch der Eingangsgruß »Gnade sei mit euch und Friede von Gott unserm Vater!« ist identisch.
    3. Im Kolosserbrief nennt sich Paulus »einen Apostel Jesu Christi« während er im Philipperbrief sich als »Knecht Jesu Christi« bezeichnet.
    4. Im Philipperbrief wird die Botschaft des Paulus (also die Frohe Botschaft vom Evangelium Jesu Christi!) nicht nur an die Heiligen gerichtet, sondern auch an die Vorsteher der Gemeinde zu Philippi, also an Bischöfe und Diakone; offensichtlich gab es bei den Philippern um 60 n.Chr. bereits eine feste Kirchenstruktur.


    Überblick über die Hope-Sabbathschule

    (zitiert aus -----> https://sabbath-school.adventech.io/en/2026-01/01/…-school-outline )


    • Paulus und die Stadt Kolossä

      1. Wann besuchte der Apostel Paulus Kolossä?
      2. Wo befand sich Colossä?
      3. Wer verkündete den Einwohnern von Kolossä als Erster die Botschaft des Evangeliums? Kolosser 1,1-8; 4,12-13
      4. Wo erfuhr Epaphras von Jesus? Apostelgeschichte 19,1.8-10 (möglicherweise während eines Besuchs in Ephesus)


    • Meine Antworten:
      1. Aus dem NT ist wohl nicht ersichtlich dass Paulus je in Kolossä gewesen wäre. (auch in der Apostelgeschichte wird davon meines Wissens nichts darüber berichtet.)
      2. Auf dieser Landkarte kann man es sehen:
      3. Dies war laut Kol. 1,7 offensichtlich Epaphras.
      4. Es könnte in der Tat in dem ca. 180 km entfernt von Kolossä gelegenem Ephesus gewesen sein als Epaphras in der Provinzhauptstadt zu Besuch war, dass er dort von Paulus erstmals etwas von Jesus erzählt bekommen hatte!
  • Studienanleitung zu Philipper/Kolosser-Briefe |1. Quartal 2026

    (Studienanleitung Standardausgabe für den heutigen 2. Tag des Jahres, vom Freitag, 2. Januar 2026)


    1. Lektion: Verfolgt, aber nicht verlassen


    VI.) Weiterführendes Studium – die Freitags-Lektion


    Weiterführendes Studium

    „Gott hat euch durch die Heiligung des Geistes und den Glauben an die Wahrheit zur Erlösung erwählt. Bleibt daher standhaft … Wenn ihr Gott treu dient, werdet ihr auf Vorurteile und Widerstand stoßen; aber lasst euch nicht provozieren, wenn ihr ungerechtfertigter Weise leidet. Vergeltet nicht. Haltet fest an eurer Integrität in Jesus Christus. Richtet euer Gesicht entschlossen himmelwärts. Lasst andere ihre eigenen Worte sprechen und ihren eigenen Weg gehen; und ihr aber sollt in der Sanftmut und Demut Christi voranschreiten. Verrichtet euer Werk mit festem Vorsatz, mit aller Kraft und Stärke und verlasst euch auf den Arm Gottes. Verrichtet eure Arbeit mit unerschütterlichem Entschluss, mit reinem Herzen, mit all eurer Kraft und Stärke, im Vertrauen auf Gottes Hilfe. Das wahre und erhabene Wesen eurer Arbeit werdet ihr vielleicht nie erkennen. Den Wert eures Seins könnt ihr nur an dem Leben messen, das euch zur Errettung gegeben wurde.“

    Für jeden, der in Christus heranwächst, wird es Zeiten des ernsthaften und lang anhaltenden Kampfes geben; Denn die Mächte der Finsternis sind entschlossen, den Weg des Fortschritts zu blockieren. Aber wenn wir zum Kreuz Christi blicken, um Gnade zu empfangen, können wir nicht scheitern. Das Versprechen des Erlösers lautet: „Ich will dich nicht verlassen und nicht von dir weichen.“ ‚Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende‘“ (Ellen White, The Youth's Instructor, 9. November 1899).


    (zitiert aus -----> https://sabbath-school.adventech.io/de/2026-01/01/…hrendes-studium und aus -----> https://sabbath-school.adventech.io/en/2026-01/01/…further-thought)

  • Gesprächsfragen SabbatschulWiki

    (zitiert aus -----> https://sabbath-school.adventech.io/de/2026-01/01/…sabbatschulwiki )


    Anwendung

    1. Lesen 2Kor 4,7-12
      1. Wie konnte Paulus diese Prüfungen ertragen?
      2. Was scheint der Fokus seines Lebens gewesen zu sein?
    2. Lesen 2Kor 6,3-10
      1. Welche Ressourcen stehen Paulus zur Verfügung?
      2. Was hat ihm geholfen, diese Schwierigkeiten zu überwinden?
    3. Paulus war mehrmals unschuldig inhaftiert.
      1. Wie reagiert ihr, wenn ihr unfair behandelt werdet?
      2. Gibt es für so eine Situation passende Verheißungen in der Schrift?
    4. Tertullian sagte: „Ein Same ist das Blut der Christen“.
      1. Wie können wir das Beste aus schwierigen Situationen machen, in denen wir uns befinden?
      2. Warum ist das nicht immer so leicht?
    5. Wenn Paulus die Philipper mehrmals ermutigte, sich allezeit zu freuen ( Phil 4,4 ).
      1. Wie sollen wir das tun ... und worüber?
      2. (Wie) Ist das möglich?


    Meine Antworten:

    1. 2. Korinther 4:7-12 (HFA): „7 Diese kostbaren Schätze tragen wir in uns, obwohl wir nur zerbrechliche Gefäße sind. So wird jeder erkennen, dass die außerordentliche Kraft, die in uns wirkt, von Gott kommt und nicht von uns selbst. 8 Die Schwierigkeiten bedrängen uns von allen Seiten, und doch werden wir nicht von ihnen überwältigt. Wir sind oft ratlos, aber wir verzweifeln nicht. 9 Von Menschen werden wir verfolgt, aber bei Gott finden wir Zuflucht. Wir werden zu Boden geschlagen, aber wir kommen dabei nicht um. 10 Tagtäglich erfahren wir am eigenen Leib etwas vom Sterben, das Jesus durchlitten hat. So wird an uns auch etwas vom Leben des auferstandenen Jesus sichtbar. 11 Weil wir zu Jesus gehören, sind wir unser Leben lang ständig dem Tod ausgeliefert; Aber an unserem sterblichen Leib wird auch immer wieder sein Leben sichtbar. 12 Uns bringt der Dienst für Jesus andauernd in Todesgefahr, euch dagegen hat er neues Leben gebracht.”
      1. In dem er auf die Kraft des Heiligen Geistes vertraute – Vers 7b (a) / Weil er bei Gott Zuflucht finden wird – Vers 9 (b) / Weil auch in seinem, des Paulus Leben, etwas vom Leben des auferstandenen Jesus sichtbar wird – Vers 10b (c)
      2. Für Paulus galt seit Damaskus stets nur Jesus Christus und IHN aks den Gekreuzigten und Auferstandenen zu verkündigen! Das Leben des auferstandenen Jesus Christus scheint der Fokus seines Lebens gewesen zu sein!
    2. 2. Korinther 6:3-10 (LUTH1912): „3 Und wir geben niemand irgend ein Ärgernis, auf daß unser Amt nicht verlästert werde; 4 sondern in allen Dingen beweisen wir uns als die Diener Gottes: in großer Geduld, in Trübsalen, in Nöten, in Ängsten, 5 in Schlägen, in Gefängnissen, in Aufruhren, in Arbeit, in Wachen, in Fasten, 6 in Keuschheit, in Erkenntnis, in Langmut, in Freundlichkeit, in dem Heiligen Geist, in ungefärbter Liebe, 7 in dem Wort der Wahrheit, in der Kraft Gottes, durch Waffen der Gerechtigkeit zur Rechten und zur Linken, 8 durch Ehre und Schande, durch böse Gerüchte und gute Gerüchte: als die Verführer, und doch wahrhaftig; 9 als die Unbekannten, und doch bekannt; als die Sterbenden, und siehe, wir leben; als die Gezüchtigten, und doch nicht ertötet; 10 als die Traurigen, aber allezeit fröhlich; als die Armen, aber die doch viele reich machen; als die nichts innehaben, und doch alles haben.”
      1. Die Macht des Heiligen Geistes die sich zeigt in Erkenntnis und in ungefärbter Liebe (Vers 6) / Eine weitere Ressource von Paulus war die Bibel (damals = der hebräische Thanach, das was wir Christen das 'Alte Testament' nennen) das Wort der Wahrheit (Vers 7)! Und dann noch die Waffenrüstung Gottes (die genauer in Epheser 6 beschrieben wird) – Vers 7.
      2. Wie bereits unter 1. oben ausgeführt, hat dem geholfen: (a) der Heilige Geist + (b) die Bibel + (c) die Waffenrüstung Gottes.
    3. Zu "Paulus war mehrmals unschuldig inhaftiert." – Ja, das war so! So zum Beispiel als er von 60 – 62, als er seine sogen. "Gefangenschaftsbriefe" an die Philipper und die Kolosser geschrieben hatte, auch zwei Jahre unschuldig in einer quasi "Untersuchungshaft" gefangen saß.
      1. Da kommt bei mir das Gefühl der Ungerechtigkeit auf, etwas was ich absolut nicht ausstehen kann, da ich ein "Gerechtigkeitsfanatiker" bin und mir die Gerechtigkeit sehr, sehr wichtig ist.
      2. Paulus schreibt ja oben in 2. Kor 4:8 und in 2. Kor 6:4 (HFA) daß „uns von allen Seiten, Schwierigkeiten bedrängen werden, wir aber dennoch nicht verzweifeln müssen”! Auch die neue Jahreslosung 2026 aus Offb 21,5 („Gott spricht: »Siehe, ich mache Alles neu!«”) ist solch eine biblische Verheißung in der Schrift!
    4. Zu dem was Tertullian sagte: „Ein Same ist das Blut der Christen“.
      1. In dem wir nicht müde werden weiterhin unser Vertrauen auf den Herrn Jesus Christus zu setzen und in dem wir in allen schlimmen Situationen nicht ablassen von einem inniglichem Gebet zu unserem himmlischen Vater!
      2. Weil das "Anfechtungen unseres Glaubens" sind!
    5. Zu des Paulus' Ermutigung an die Philipper sich allezeit zu freuen ( Phil 4,4 ).
      1. Wir können uns darüber freuen, dass
        • (a) Jesus Christus vor 2030 Jahren im Stall zu Bethlehem geboren wurde! Das was wir in diesen Tagen an Weihnachten 🎄 noch bis zum Dreikönigsfest am 6. Januar feiern! Dass in Jesus von Nazareth Gott Mensch geworden ist! Und so können wir uns freuen und in das Weihnachtslied einstimmen: »Gott wird Mensch – Dir Mensch zu Gute!« (EG 36: Fröhlich soll mein Herze springen) und »Heut schleust er wieder auff die Thür, zum schönen Paradeis, der Cherub steht nicht mehr darfür.|: Gott sey Lob, Ehr und Preis! :|« (EG 27: Lobt Gott, ihr Christen alle gleich)
        • (b) Jesus Christus unser Heiland für uns stellvertretend am Kreuz als unser Passahlamm gestorben ist und unsere Sünden auf sich genommen hat! Sein Tod ist unser Leben
        • (c) Jesus Christus durch seine Auferstehung an Ostern den Tod besiegt hat und auch uns einst das ewige Leben geben wird! A m e n.
        • (d) Jesus Christus bald wiederkommen wird und wir daher voller Freude und in hoffnungsvoller Erwartung »Maranatha!« ausrufen dürfen!
      2. Durch eine Herzensfreude! A m e n
  • Überblick über die Hope-Sabbathschule

    (zitiert aus -----> https://sabbath-school.adventech.io/en/2026-01/01/…-school-outline )


    • Inspirierende Briefe aus dem Gefängnis

      1. Was bedeutet das Wort „inspiriert“? (2 Timotheus 3,16; 2 Petrus 1,20–21; 3,14–15)
      2. Wer überbrachte den Brief des Paulus an die Gläubigen in Philippi? (Philipper 2,25; 4,18)
      3. Was wissen wir über die beiden Begleiter des Paulus, die seinen Brief an die Gläubigen in Kolossä überbrachten? Kolosser 4,7-9 (siehe Philemon 5,16 )
      4. Was denkst du über die Art und Weise, wie Paulus diese Briefe beginnt? (Philipper 1,1–3; Kolosser 1,1–2)


    • Meine Antworten:
      1. „von Gott eingegeben” = theopneustos auf Griechisch (= das NTliche Koine-Griechisch)
      2. Epaphroditus, den Paulus „Bruder, Arbeitsgefährten und Mitstreiter” aber auch „meinen Boten und Helfer” (KJV) nennt bzw. „Bruder, Mitarbeiter und Mitstreiter” (ASV/NASB/NKJV) und „Boten und Diener” (ASV/NASB).
      3. Es waren Tychikus (Kol 4:7) und Onesimus (Kol 4:9); Tychikus wird als „geliebter Bruder und treuer Diener und Mitarbeiter im Herrn” beschrieben und Onesimus als „treuer und geliebter Bruder”. Aus dem Philemonbrief erfahren wir noch, dass dieser Onesimus ein seinem Herrn, dem Römer Philemon, entlaufener Sklave war.
      4. Das ist eine sehr schöne Anrede wie ich finde!: »Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater.« ( Kolosser 1:2b) + Philipper 1:2 ) bzw. »Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus!« ( Philipper 1:2 ) // Auch die Ansprache an die Gläubigen als »die Heiligen« zeigt von dem hohen Anspruch, den Paulus gegenüber den Christen in Philippi und Kolossä zum Ausdruck bringt.
  • Studienanleitung zu Philipper/Kolosser-Briefe |1. Quartal 2026

    (Studienanleitung Standardausgabe für den heutigen 3. Tag des Jahres, vom Sabbat, 3. Januar 2026)


    1. Lektion: Verfolgt, aber nicht verlassen


    VII.) Fragen zum Bibelgespräch – die Sabbat-Lektion


    Fragen für ein Gespräch: (ein Auszug)


    1. Paulus war mehrmals inhaftiert – jedes Mal ungerechtfertigt. Wie reagiert ihr, wenn ihr unfair behandelt werdet? Welche biblischen Verheißungen würdet ihr für derartige Zeiten vorschlagen?

    Meine Antwort: Siehe meine Antwort oben unter NR. #16 unter Punkt 3.

    Da kommt bei mir das Gefühl der Ungerechtigkeit auf, etwas was ich absolut nicht ausstehen kann, da ich ein "Gerechtigkeitsfanatiker" bin und mir die Gerechtigkeit sehr, sehr wichtig ist.

    Paulus schreibt ja oben in 2. Kor 4:8 und in 2. Kor 6:4 (HFA) daß „uns von allen Seiten, Schwierigkeiten bedrängen werden, wir aber dennoch nicht verzweifeln müssen”! Auch die neue Jahreslosung 2026 aus Offb 21,5 („Gott spricht: »Siehe, ich mache Alles neu!«”) ist solch eine biblische Verheißung in der Schrift!


    2. Über die Verfolgung der Christen sagte Tertullian, ein früher Kirchenvater: „Wir werden jedesmal zahlreicher, so oft wir von euch niedergemäht werden; ein Same ist das Blut der Christen“ (https://bkv.unifr.ch/de/works/cpl-3…kv/divisions/51; zuletzt aufgerufen 4.5.2025). Dennoch hat Verfolgung zu bestimmten Zeiten und an bestimmten Orten das Werk der Kirche erheblich behindert. Welche Möglichkeiten gibt es, die Menschen zu unterstützen, die wegen ihres Glaubens Verfolgung erleiden?

    Meine Antwort: Ja, gerade die grausame Verfolgung der Waldenser durch die römsche Papstkirche im 12. und 13. Jahrhundert hat die echte christliche Gemeinde nicht nur erheblich behindert sondern auch schwer geschädigt und dem christlichen Glauben schlimmsten Schaden zugefügt so wie es dann leider auch die Reformatoren gegen die "Wiedertäufer" getan haben oder wie die katholischen Französischen Könige die protest. Hugenotten 1572 brutal ermordet hatten! // Das Gebet für verfolgte Christen und konkrete Hilfen vor Ort (z.B. Bibeln dort einzuschmuggeln) oder auch die reale Aufnahme verfolgter Christen in Deutschland bzw. der EU könnten hier ganz konkret helfen.


    3. ...

  • Studienanleitung zu Philipper/Kolosser-Briefe |1. Quartal 2026

    (Studienanleitung Standardausgabe für den heutigen 3. Tag des Jahres, vom Sabbat, 3. Januar 2026)


    1. Lektion: Verfolgt, aber nicht verlassen


    VIII.) DER LEHRERTEIL


    TEIL I: ÜBERSICHT

    Schlüsseltext: Philipper 4,4 Studienschwerpunkt: Römer 8,12-39

    Paulus sah sich bei der Verkündigung der Erlösungsbotschaft Gottes mit vielen Herausforderungen und Schwierigkeiten konfrontiert. Abgesehen von Jesus haben nur wenige so viel Leid um des Evangeliums Willen erfahren wie Paulus.

    ... Zu seinen Schwierigkeiten gehören unter anderem Trübsal, Angst, Verfolgung, Hungersnot, Hunger, Durst, Blöße, das Schwert, Prügel, Obdachlosigkeit, Beleidigungen, Verleumdungen, Ratlosigkeit, Entbehrungen, Hiebe, Tumulte, Mühen, Schlaflosigkeit, Fasten, Züchtigungen, Schmerzen, Armut, Demütigungen, Steinigungen, Schiffbrüche, häufige Reisen, lebensbedrohliche Situationen in unterschiedlicher Form - sei es durch, Räuber (sowohl aus seinem eigenen Volk als auch von den Heiden), in der Stadt, in der Wüste, auf dem Meer usw. Außerdem musste Paulus mit Schwächen und Gebrechen umgehen, während er sich um die Belange der Gemeinden kümmerte, was nicht einfach war. Hinzu kommen noch seine Inhaftierungen (vgl. Röm 8,35; 1 Kor 4,11-13; 2 Kor 4,8-9; 6,4-5,9-10; 11,23-29; 12,10; Eph 4,1 ). Das Leben von Paulus war alles andere als einfach!

    Man muss tief Luft holen, um die obige Liste ohne Pause vorlesen zu können. In der Regel sind viele von uns wegen weitaus weniger entmutigt. Wenn schon die Liste der Schwierigkeiten von Paulus beeindruckend ist, dann ist seine unerschütterliche Zuversicht noch viel erstaunlicher. Er sagt: „Aber in dem allen überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat“ ( Röm 8,37 ).

    Hauptthemen

    1. Die Leiden von Paulus um des Evangeliums willen, insbesondere seine Inhaftierungen.
    2. Die Strategien von Paulus, um das Evangelium auch unter schwierigsten Umständen so effektiv wie möglich zu verkünden.

    TEIL II: KOMMENTAR

    Zur Illustration

    G. Curtis Jones berichtet von dem Missionsarzt Wilfred Grenfell (1865-1940). Als dieser gefragt wurde, warum er sich so engagiert für christliche Mission einsetze, antwortete Grenfell mit der folgenden Geschichte:

    „Eines Nachts war eine Frau mit schweren Verbrennungen in das Krankenhaus eingeliefert worden, wo ich als Arzt arbeitete ... Ihr Mann war betrunken nach Hause gekommen und hatte eine Petroleumlampe nach ihr geworfen. Die Polizei wurde gerufen, und schließlich brachten sie den halb nüchternen Ehemann. Der Richter beugte sich über das Bett und bestand darauf, daß die Patientin der Polizei genau erzählte, was geschehen war. Er machte ihr eindringlich klar, wie wichtig es sei, die ganze Wahrheit zu sagen, da sie nur noch kurze Zeit zu leben habe.“

    Die arme Seele wandte ihr Gesicht von einer Seite auf die andere und mied den Blickkontakt mit ihrem Ehemann, der am Fußende des Bettes stand. Schließlich ruhte ihr Blick auf seine starken Hände und wanderte über seine Arme und Schultern bis zu seinem Gesicht. Ihre Blicke treffen sich. Für einen kurzen Augenblick verblasste der leidvolle Gesichtsausdruck und ihr Angesicht leuchtete voller Liebe und Sanftmut. Sie sah den Richter an und sagte ruhig: „Sir, es war nur ein Unfall“, dann fiel sie auf ihr Kissen zurück und starb. Grenfell fügte hinzu: „Das war so wie Gott und Gott ist so. Seine Liebe sieht durch unsere Sünden hindurch.“ Curtis Jones beschreibt diese Liebe als eine „leidende Liebe“ (G. Curtis Jones, 1000 Illustrations for Preaching and Teaching, Nashville, Tennessee 1986, 5.55).

    Ob man mit dem, was die Frau getan hat, nun einverstanden ist oder nicht – und man könnte sehr wohl argumentieren, daß sie falsch gehandelt hat –, der Hauptpunkt ist beeindruckend. So wie die Liebe, die die Frau in Grenfells Geschichte gezeigt hat, ist auch Leiden ein Bestandteil der Liebe von Paulus

    Leidende Liebe

    In Röm 8,35 bringt Paulus seine tiefe Gewissheit, daß Christus ihn liebt - und uns alle ebenfalls -, mit einer rhetorischen Frage zum Ausdruck: ‚Wer will uns scheiden von der Liebe Christi?‘ Die zu erwartende Antwort ist ein lautstarkes: „Niemand!“ Wenn Gott „seinen eigenen Sohn nicht verschont hat“ ( Röm 8,32 ), warum sollte uns dann irgendein Bedrängnis von der Liebe Christi trennen? Gott zeigte seine Liebe, als er seinen einzigen Sohn gab und uns mit ihm alles schenkte ( Röm 8,32 ). Paulus brauchte keinen weiteren Beweis der Liebe Gottes. Wir auch nicht. Paulus ist so überzeugt von der Liebe Gottes, daß er sie immer wieder erwähnt ( Röm 8,37.39 ). Aus Liebe erlitt Jesus für uns freiwillig Leid und Tod ( Joh 13,1.34; 15,9.12 ). Umgekehrt war Paulus bereit, Leid und Tod für ihn zu ertragen. Tatsächlich kann nur die Liebe Christi unseren Glauben in Zeiten der Prüfung bewahren.

    In Röm 8,35 führt Paulus seine Schwierigkeiten in einer 7teiligen Liste auf: Trübsal, Angst, Verfolgung, Hunger, Blöße, Gefahr und Schwert. ... Wie bereits erwähnt, ist die Liste der Herausforderungen von Paulus sehr viel umfangreicher als diese Aufzählung. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte er alle diese Bedrängnisse erlebt, außer dem 7. Punkt, dem Schwert. Das Schwert würde seine letzte Prüfung werden, und er begegnete ihr mit außergewöhnlichem Mut. Sein unerschütterliches Vertrauen auf Christus ließ ihn dem Tod mit innerem Frieden begegnen. Im Augenblick des Todes „blickte [Paulus] in die Unendlichkeit, nicht mit Unsicherheit oder Furcht, sondern mit freudiger Hoffnung und sehnsüchtiger Erwartung, Als er an der Stelle seines Martyriums stand, sah er nicht das glänzende Schwert des Henkers oder den grün-bewachsenen Erdboden, der bald sein Blut aufnehmen würde; er blickte durch den ruhigen blauen Himmel jenes Sommertages hindurch zum Thron des Ewigen Kaisers. Seine Worte waren: O Herr, du bist mein Trost und mein Teil. Wann werde ich dich in meine Arme schließen? Wann werde ich dich mit eigenen Augen sehen, ohne einen trüben Schleier dazwischen?“ (Ellen White, The Story of Redemption – deutsch: Die Geschichte der Erlösung, 5. 317-318).

    Paulus war sich sicher: Wenn wir an den Leiden von Jesus teilhaben, werden wir auch „mit ihm zur Herrlichkeit erhoben werden“ ( Röm 8,17 ). Er hat den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet und den Glauben bewahrt. Er wusste, daß er bei der Auferstehung, wenn Christus wiederkommt, eine Krone der Gerechtigkeit erhalten würde (siehe 1 Kor 15,51-55; 2 Tim 4,7-8 ).

    Strategien von Paulus bei der Verkündigung des Evangeliums

    In Anbetracht der beschwerlichen Umstände, unter denen Paulus das Evangelium predigte, brauchte er kluge Strategien, um den Erfolg seiner Arbeit zu sichern.

    1. suchte er gezielt bedeutende Städte der antiken Welt aus, von denen er die Evangeliumsbotschaft leichter verbreiten konnte. So wurde zum Beispiel Korinth wegen seiner guten geographischen Lage gewählt. „Damit bot sich eine Gelegenheit für die Verbreitung des Evangeliums. Sobald es in Korinth etabliert war, konnte es leicht in allen Teilen der Welt weiterverbreitet werden“ (Ellen White, Sketches from the Life of Paul, S. 99). Paulus konzentrierte sich ebenso auf Philippi, weil es eines der „einflussreichsten urbanen Zentren auf seiner Route war.” (Craig S. Keener, Acts: An Exegetical Commentary, Bd. 3 (Grand Rapids, MI: Baker Academic, 2014), S. 2380, 2381).

    Gleichermaßen war Ephesus zur Zeit von Paulus mit rund 250.000 Einwohnern einer der größten Städte im Römischen Reich.

    2. nahm Paulus sich Zeit, um Menschen für den Dienst als Evangelisten auszubilden. Tatsächlich „betrachtete [er] es als einen Teil seiner Aufgabe, junge Männer zum Evangeliumsdienst auszubilden. Was Timotheus angeht, so machte er ihn nicht nur zu seinem Mitarbeiter, sondern auch zu seinem Mitautor (siehe 2 Kor 1,1; Phil 1,1; Kol 1,1; 1 Ths 1,1; 2 Ths 1,1; Phlm 1 ).

    3. verfolgte Paulus den Ansatz „Den Juden zuerst' ( Apg 13,46; Röm 1,16 ), wie Jesus ausdrücklich befohlen hatte ( Lk 24,47; Apg 1,8; 3,25-26 ). Diese Herangehensweise erklärt, warum Paulus seine missionarischen Bemühungen in einer neuen Stadt in der Synagoge begann ( Apg 9,20; 13,5.14.46; 14,1; 17,1-2.17, 18,4 ). In Bezug auf die Anweisung, daß die Jünger ihren Dienst in Jerusalem beginnen sollten, sagt Ellen White: „Wo immer das Volk Gottes lebt, in den überfüllten Städten, oder den Dörfern.“

    in abgelegenen Gegenden, gibt es ein Missionsfeld ... Als Erstes kommt die Arbeit in der Familie; Als Nächstes sollten sie versuchen, ihre Nachbarn für Christus zu gewinnen und ihnen die großen Wahrheiten dieser Zeit zu vermitteln“ (Ellen White, The Advent Review and Sabbath Herald, 22. Mai 1888, S. 1160).

    4. blieb Paulus mit den Gemeinden durch Briefe in Kontakt. Aufgrund seiner „Sorge um alle Gemeinden“ ( 2 Kor 11,28 EB) konnte er häufig nicht lange bei den Neubekehrten in den Städten, in denen er predigte, bleiben. Deshalb nutzt er Briefe als Möglichkeit, um mit den Gemeinden in Kontakt zu bleiben und ihnen Anweisungen zu geben. Die Briefe dienen auch dazu, die Lücke zu füllen, die seine physische Abwesenheit hinterließ ( 1 Kor 5,3; Phil 2,12 ).

    TEIL III: Anwendung

    ...

    Über die Jahrhunderte haben unzählige Menschen Leid erfahren und sind sogar gestorben, weil sie ihren missionarischen Dienst erfüllt haben. ... Wenn wir ... die damit verbundenen Leiden ertragen, gibt es nur eine Kraft, die wir erhalten können: die Liebe Christi.

    Viele Christen erkennen die Gefahren, die mit der Nachfolge Christi verbunden sind. ... Es ist eine mühevolle Aufgabe, aber wir vertrauen bei jedem Schritt der Führung Gottes. Auch wenn es in manchen Situationen lebensbedrohlich werden kann, lohnt es sich ( Offb 2,10 ).

    Paulus setzte in seinem missionarischen Dienst verschiedene Strategien ein, um seinen Erfolg zu sichern

    ... Paulus wusste jedoch, daß Strategien ... aber niemals die Rolle des Heiligen Geistes ersetzen können ( 1 Kor 12,1-11; Eph 4,1-6 ). Dies ... dürfen wir niemals vergessen.

    ...

    (zitiert aus ----> https://sabbath-school.adventech.io/de/2026-01/01/09-lehrerteil)

  • Studienanleitung zu Philipper/Kolosser-Briefe |1. Quartal 2026

    (Studienanleitung Standardausgabe für den heutigen 3. Tag des Jahres, vom Sabbat, 3. Januar 2026)


    2. Lektion: Gründe für Danksagung und Gebet*


    LESEN SIE FÜR DAS STUDIUM DIESER WOCHE

    Philipper 1,1–18; 1. Korinther 13,1–8; Jeremia 17,9; Kolosser 1,1–12; 1. Petrus 1,4; Psalm 119,105; Jesaja 30,21


    Zitat

    MERKTEXT

    Und ich bin darin guter Zuversicht, dass der in euch angefangen hat das gute Werk, das auch bis an den Tag Christi Jesu vollenden wird. ( Phil 1,6 )


    Paulus beginnt seine Briefe ganz bewusst mit Grußworten und Dank. „Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater! Wir danken Gott, dem Vater unseres Herrn Jesus Christus“ ( Kol 1,2–3 ).

    Wir haben wie Paulus viel, wofür wir dankbar sein können. Wir haben Gottes Gnade tiefgreifend erfahren, auf eine Weise, die selbst Engel nicht begreifen können. Das Gleiche gilt für Gottes Geschenk des Friedens, das Harmonie mit Gott beinhaltet sowie die Hoffnung, die aus Gottes Liebe fließt.

    Auf menschlicher Ebene können wir anderen Wertschätzungen zeigen und hoffen, dass die Menschen das, was wir für sie tun, zu schätzen wissen. Eltern beten, dass ihre Kinder Gott lieben und eines Tages, wenn schon nicht jetzt, die echten Opfer wertschätzen, die sie gebracht haben, um ihnen die bestmögliche Erziehung zu bieten. Aber als Menschen machen wir viele Fehler und lernen aus ihnen (oder sollten es zumindest). In dieser Woche werden wir die einleitenden Worte des Dankes und des Gebets von Paulus im Philipper- und Kolosserbrief betrachten, die unser Gebetsleben bereichern und stärken können.


    * Studiere diese Lektion zur Vorbereitung auf Sabbat, den 10. Januar.


    (zitiert aus -----> https://sabbath-school.adventech.io/de/2026-01/02/…agung-und-gebet)


    Ergänzende EGW-Notizen

    Spoiler anzeigen

    Ausdauer im Gebet ist eine Voraussetzung für den Empfang von Gottes Segen. Wir müssen stets beten, wenn wir im Glauben und in der Erfahrung wachsen wollen. Wir sollen „unablässig im Gebet sein“, „im Gebet ausharren und darin mit Danksagung wachen“ ( Römer 12,12; Kolosser 4,2 ). Petrus ermahnt die Gläubigen, „nüchtern und wachsam im Gebet“ zu sein (1. Petrus 4,7 ). Paulus schreibt: „In allem lasst eure Bitten durch Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden“ (Philipper 4,6 ). „Ihr aber, Geliebte“, sagt Judas, „betet im Heiligen Geist und bewahrt euch in der Liebe Gottes“ (Judas 20, 21) . Unaufhörliches Gebet ist die ununterbrochene Verbindung der Seele mit Gott, sodass Leben von Gott in unser Leben fließt und Reinheit und Heiligkeit aus unserem Leben zu Gott zurückkehren.
    Fleiß im Gebet ist notwendig; lasst euch durch nichts aufhalten. Bemüht euch mit aller Kraft, die Gemeinschaft zwischen Jesus und eurer Seele offen zu halten. Nutze jede Gelegenheit, an Orte zu gehen, wo gebetet wird. Diejenigen, die wirklich die Gemeinschaft mit Gott suchen, werden in den Gebetsversammlungen gesehen, treu in ihrer Pflicht und eifrig und bestrebt, alle Segnungen zu empfangen, die ihnen zuteilwerden können. Sie werden jede Gelegenheit nutzen, sich dort aufzuhalten, wo sie die Strahlen des Lichts vom Himmel empfangen können.
    Wir sollten im Familienkreis beten, und vor allem dürfen wir das stille Gebet nicht vernachlässigen, denn es ist das Leben der Seele. Es ist unmöglich für die Seele zu erblühen, wenn das Gebet vernachlässigt wird. Familien- oder öffentliches Gebet allein genügen nicht. In der Stille soll die Seele dem prüfenden Auge Gottes geöffnet werden. Das stille Gebet wird nur von dem Gott, der die Gebete erhört, erhört. Kein neugieriges Ohr soll die Last solcher Bitten aufnehmen. Im stillen Gebet ist die Seele frei von äußeren Einflüssen, frei von Aufregung. Ruhig und doch inbrünstig wird sie sich Gott zuwenden. Süß und beständig wird der Einfluss sein, der von Ihm ausgeht, der ins Verborgene sieht, dessen Ohr offen ist, das Gebet zu hören, das aus dem Herzen kommt. Durch ruhigen, einfachen Glauben findet die Seele Gemeinschaft mit Gott und empfängt göttliches Licht, das sie im Kampf gegen Satan stärkt und ihr Halt gibt. Gott ist unsere Zuflucht.
    Bete in deiner Stille und richte dein Herz bei all deinen täglichen Aufgaben immer wieder auf Gott. So wandelte Henoch mit Gott. Diese stillen Gebete steigen wie kostbarer Weihrauch vor dem Thron der Gnade auf. Satan kann den nicht besiegen, dessen Herz so auf Gott gerichtet ist. – Schritte zu Christus, S. 97, 98.

    (zitiert aus der englischen Weltfeldausgabe ----> https://sabbath-school.adventech.io/en/2026-01/02/01)