DAS BUCH JOSUA – STUDIENANLEITUNG FÜR DAS 4. QUARTAL 2025: OKTOBER - NOVEMBER - DEZEMBER

  • Gesprächsfragen SabbatschulWiki

    (zitiert aus -----> https://sabbath-school.adventech.io/de/2025-04/11/…sabbatschulwiki)


    DIENSTAG – Von der Vergangenheit heimgesucht

    Jos 22,13-15 , 4. Mose 25

    • Fragen zum Text:
      1. Welche Rolle spielte Pinhas in 4. Mose 25 und Josua 22 ?
      2. Was befähigte Pinhas besonders für diese Aufgabe?
      3. Wie ging Pinhas vor? Warum Fragen in beschuldigender Form? (Klarer Vorwurf)
    • Fragen zur Botschaft:

      1. Wie begann man das Problem zu klären?
      2. Wie sind „offensichtliche Situationen/Handlungen“ zu bewerten?
      3. Wie wird Versöhnung möglich? Gibt es da Voraussetzungen?


    • Meine Antworten zu Fragen zum Text:

      1. In 4. Mose 25 war er es, Pinhas, der den Zorn Jahwes von Israel abwandte! Wir lesen die Verse 6b – 12: „Da kam ein Israelit mit einer midianitischen Frau ins Lager. Vor aller Augen brachte er sie zu den Zelten seiner Sippe. 7 Als Pinhas, der Sohn von Eleasar und Enkel des Priesters Aaron, das sah, stand er auf, verließ die versammelte Menge und nahm sich eine Lanze. 8 Er folgte den beiden in den hinteren Teil des Zeltes, in dem sie verschwunden waren; Dort stieß er ihnen die Lanze durch den Unterleib. Da griff die Seuche nicht mehr weiter um sich, die unter den Israeliten ausgebrochen war. 9 24.000 Menschen waren bereits tot. 10 Der Herr sprach zu Mose: 11 »Pinhas, der Sohn von Eleasar und Enkel des Priesters Aaron, hat meine Strafe von den Israeliten abgewendet. Er hat sich mit aller Kraft für mich eingesetzt und so verhindert, dass ich die Israeliten in meinem Zorn vernichte. 12 Darum richtet ihm aus: Ich will einen Bund mit ihm schließen und ihm meinen Frieden gewähren.” (HFA) – und in Josua 22 war Pinhas, der Sohn von Eleasar und Enkel des Priesters Aaron Teil der Delegation zum Jordan zu dem Altar den die Stämme Ruben und Gad errichtet hatten.
      2. Als Enkel des 1. Hohenpriesters Aaron und da Pinhas nach dem Tode seines Vaters Eleasar damit der zukünftige Hohepriester Israels werden sollte, war Pinhas besonders dafür geeignet mMn. in Sachen »Bedeutung des Altars« für Israel theologische Antworten zu geben.
      3. Pinhas stellte die Oststämme zur Rede (Jos 22,15) und warnte die Brüderstämme davor dem Gott Israels die Treue zu brechen. „Warum wendet ihr euch vom Herrn ab? Was für einen Altar habt ihr euch da gebaut? Wollt ihr euch damit etwa gegen den Herrn auflehnen?” (Jos 22,16) stellte Pinhas bohrende Fragen! Warum er gleich mit Vorwürfen begann, kann ich nicht beantworten.


    • Meine Antworten zu Fragen zur Botschaft:
      1. In dem man "Gewissensfragen" an die Vertreter der 2½ Oststämme richtete!
      2. Verstehe die Frage nicht (?) // ---> es war ja offensichtlich nicht so, dass die Anführer der Stämme Ruben und Gad aus dem Ostjordanland vom EWIGEN Gott Jehowa abfallen wollten!
      3. Die 9½ Stämme die das ganze Gebiet westlich des Jordans bis zum Mittelmeer erobert hatten, mit Hilfe der 2½ Stämme Ruben, Gad und dem halben Stamm Manasse, der das Land Baschan östlich des Jordans besiedelt hatte, räumten die "Irritationen" aus und konnten so versöhnt gemeinsam dann ihren Gott Jahwe loben! ›... um uns und euch daran zu erinnern, dass wir gemeinsam dem HERRN dienen sollen.‹ (Josua 22,28) Versöhnung wird dann möglich wenn man "Irritationen" ausräumt und sich gegenseitig seine Schuld vergibt! Dazu ist eine Voraussetzung selbst "Sündenerkenntnis" zu haben!
  • Studienanleitung Standardausgabe: Josua | 4. Quartal 2025

    (Studienanleitung Standardausgabe für Mittwoch, 10. Dezember 2025 – dem Tag der Menschenrechte)


    11. Lektion: In dem Land leben


    IV.) Eine freundliche Antwort – die Mittwochs-Lektion


    Lies Josua 22,21–29 vor dem Hintergrund von Sprüche 15,1. Was können wir aus der Antwort der östlichen Stämme lernen?


    Die Antwort des Beschuldigten ist ebenso direkt und kraftvoll wie die Anklage. Sie bildet sowohl thematisch als auch strukturell das Herzstück des Kapitels. Bisher haben die Stämme nicht auf die Anschuldigungen reagiert, sondern stillschweigend den Vorwürfen zugehört. Angesichts der Tragweite der Anschuldigungen ist ihre Geduld vorbildlich, da sie die wahre Bedeutung des Sprichworts zeigen: „Eine freundliche Antwort besänftigt den Zorn, kränkende Worte erregen ihn“ (Spr 15,1 NLB).

    Der Eröffnungssatz der Verteidigung ist eine Aneinanderreihung göttlicher Namen, die Israels Gott zugeordnet werden: El, Elohim, Jahwe ( Jos 22,22 ). Sie werden wiederholt, wobei sie an Kraft gewinnen und zu einem feierlichen Eid werden, um die Zweifel und falschen Anschuldigungen zu zerstreuen, die beinahe zu einem Bürgerkrieg in Israel geführt hätten. Die Antwortenden sind fest davon überzeugt, dass Gott die Situation vollständig kennt und versteht, und sie hoffen, dass die anwesende Delegation zu demselben Schluss kommen wird. Die zweieinhalb Stämme erkennen auch ihre Rechenschaftspflicht gegenüber Gott an, indem sie ihn aufrufen, Vergeltung zu üben (vgl. 5 Mo 18,19; 1 Sam 20,16 ), falls sie tatsächlich schuldig sind.

    Es folgt eine überraschende Offenbarung, die gegenwärtig die Grundlage der Anklage als unbegründet erweist (ein Altar kann nicht nur als Opferstätte dienen) und andererseits die wahre Motivation. Angst vor der Trennung von Israel und nicht Glaubensabfall war der wahre Grund für das Handeln der Stämme. Somit ist der Bau des Altars kein Beweis für Glaubensabfall, wie angenommen wurde. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall: Sie handelten aus Furcht vor dem Herrn, genau wie die Stämme westlich des Jordan. Die wahre Grundlage der Einheit Israels ist nicht die Geographie oder der physische Umfang des Erbes, sondern seine geistliche Loyalität gegenüber den Anforderungen Gottes.

    Die aufrichtige Sorge der Stämme auf der Westseite des Flusses zeigt sich auch in ihrer authentischen Freude, als die Unschuld der Stämme auf der Ostseite festgestellt ist. Anstatt sich durch die Argumente ihrer Brüder besiegt zu fühlen, zeigen sie echte Freude darüber, dass sich ihre Verdächtigungen als falsch erwiesen haben. Dadurch wurde ein Bürgerkrieg in Israel vermieden und die Einheit der Nation gewahrt.

    ...

    (zitiert aus -----> https://sabbath-school.adventech.io/de/2025-04/11/…ndliche-antwort)

  • Gesprächsfragen SabbatschulWiki

    (zitiert aus -----> https://sabbath-school.adventech.io/de/2025-04/11/…sabbatschulwiki)


    MITTWOCH – Eine freundliche Antwort

    Jos 22:21-29

    • Fragen zum Text:
      1. Was zeigt dies über den Glauben der Oststämme?
      2. Was sagt V. 27 über die Ziele dieses Altarbaus? Was wollten sie absichern?
      3. Wieviel Vertrauen zeigen die Oststämme gegen Israel? V. 25
    • Fragen zur Botschaft:

      1. Wie wichtig sind Zeugen/Denkmäler/Erinnerungen/ und auch Fakten?
      2. Wie wichtig war/ist eine „sanfte Antwort“?
      3. Was kann in einer Situation gut/richtig antworten?


    • Meine Antworten zu Fragen zum Text:

      1. Sie hielten treu zum Gott des Volkes Israel, zu ihrem Gott JAHWEH! Und bekennen: »Gott, der Herr, ist der einzige und wahre Gott!« (Jos 22:22 – HFA)
      2. Es sollte „als Denkmal für uns und für euch und die Generationen nach uns” errichtet werden. Die Oststämme wollten damit absichern, dass die folgenden Generationen diesen Altar als "Verbindungsglied" zu den Stämmen westlich des Jordans ansehen sollten und als Zeugnis für den gemeinsamen Glauben an Jahwe, den Gott der Hebräer!
      3. Sie befürchteten dass weil der Jordan zur Grenze zwischen Israel und den Stämmen Ruben und Gad geworden war, die Weststämme ihre (also Ruben + Gads) Nachkommen von der Furcht des HERRN abwenden könnten!


    • Meine Antworten zu Fragen zur Botschaft:
      1. Man sieht ja hier an dieser Geschichte aus dem Buche Josua im AT wie wichtig ein solcher "Gottes-Altar" als Denkmal für die Stämme der Israeliten war! // Zeugen der Auferstehung von Jesus Christus in den Evangelien sind auch sehr wichtig zur Bestätigung unseres christlichen Glaubens. Weil wir uns auch auf die historischen Fakten aus dem Alten Testament verlassen können, wird dadurch nur unsere Treue zur Bibel als Heiliger Schrift bestärkt! Ja die Bibel enthält wirkliche "Gottes-Erinnerungen"!
      2. Sehr wichtig, so wie es der MERKTEXT für diese Woche aus Sprüche 15,1 uns sagt: »Eine sanfte Antwort wendet Grimm ab, aber ein kränkendes Wort erregt Zorn.«  (Elberfelder Bibel)
      3. Ein freundliches Wort. Eine nette Geste, ein Geist der Liebe und der Besonnenheit. (2. Timotheus 1,7)
  • Studienanleitung Standardausgabe: Josua | 4. Quartal 2025

    (Studienanleitung Standardausgabe für Donnerstag, 11. Dezember 2025)


    11. Lektion: In dem Land leben


    V.) Konfliktlösung – die Donnerstags-Lektion


    Lies Josua 22,30–34. Inwiefern gibt uns der Vorfall Einsicht in Konfliktlösung und Möglichkeiten, die Einheit der Kirche zu sichern? (Vgl. Ps 133; Joh 17,20–23; 1 Ptr 3,8–9)


    Der Bericht in Josua 22 enthält mehrere Kommunikationsprinzipien, die auf alltägliche menschliche Beziehungen in Familie, Kirche und Gesellschaft angewendet werden können.

    1. Wenn etwas schiefläuft oder schiefzulaufen scheint, ist es am besten, miteinander zu reden, statt unsere Beobachtungen zu unterdrücken, bis sie explodieren. Es ist gut, dass Gottes Volk nicht gleichgültig bleibt, wenn Probleme auftreten. Natürlich hätte der ganze Konflikt vermieden werden können, wenn die in Transjordanien ihre Absicht kommuniziert hätten, einen Altar zu bauen.
    2. Selbst wenn man von seinem Urteil überzeugt ist, sollte man keine voreiligen Schlüsse ziehen. Die Westjordan-Stämme waren schnell bereit, dem Gerücht zu glauben, das ihnen zu Ohren kam. Sie zogen den falschen Schluss, dass die Ostjordan-Stämme bereits von Gott abgefallen seien.
    3. Besprechen Sie die tatsächlichen oder vermeintlichen wahrgenommenen Probleme, bevor Sie aufgrund Ihrer Schlussfolgerungen handeln.
    4. Seid bereit, ein Opfer zu bringen, um Einheit zu erreichen. Die Westjordan-Stämme waren bereit, einen Teil ihres Gebietes abzugeben, um die anderen Stämme aufzunehmen, falls das Leben auf der anderen Seite des Jordan die Ursache für einen vermeintlichen Glaubensabfall gewesen wäre.
    5. Wenn man beschuldigt wird, ob zu Recht oder zu Unrecht, sollte man eine freundliche Antwort geben, die den Zorn abwendet. Eine Anklage mit einer Gegenanklage zu beantworten, führt niemals zum Frieden. Versucht zu verstehen, bevor ihr euch bemüht, verstanden zu werden.
    6. Freut euch und lobt Gott, wenn der Frieden wiederhergestellt ist. Es ist wunderbar zu sehen, dass die Israeliten echte Freude empfanden, als sie die wahre Motivation der zweieinhalb Stämme erfuhren. Sie waren nicht so stolz auf ihr Urteil, dass sie nicht zugeben konnten, sich geirrt zu haben.

    Wären die Ostjordanien-Stämme wirklich von Gott abgefallen, hätten die Israeliten die Anforderungen des Bundes angewendet. Einheit kann niemals ein Argument dafür sein, die Wahrheit zu verwässern oder biblische Prinzipien aufzugeben. Korrigierende Seelsorge sollte jedoch immer der letzte (und nicht der erste) Ausweg sein, nachdem Versuche zur Versöhnung und Pastoraler seelsorgerlichen Unterstützung, auf dem Wort Gottes basierende Hilfe gescheitert sind. Wie würden unsere Kirchen aussehen, wenn diese einfachen Prinzipien konsequent anders angewendet würden!


    (zitiert aus -----> https://sabbath-school.adventech.io/de/2025-04/11/…liktl%C3%B6sung)

  • DAS EINGANGS-STATEMENT FÜR DIE HEUTIGE (11.12.25) DONNERSTAGS-LEKTION:

    Zitat

    Lies Josua 22,30–34. Inwiefern gibt uns der Vorfall Einsicht in Konfliktlösung und Möglichkeiten, die Einheit der Kirche zu sichern? (Vgl. Ps 133; Joh 17,20–23; 1 Ptr 3,8–9)


    LUTH1912

    Josua 22,30-34

    30 Als aber Pinhas, der Priester, und die Fürsten der Gemeinde, die Obersten über tausend in Israel, die bei ihm waren, diese Worte hörten, die die Söhne Ruben, Gad und Manasse sagten, gefielen sie ihnen gut. 31 Und Pinhas, der Sohn Eleasars, der Priester, sprach zu den Söhnen Ruben, Gad und Manasse: Heute erkennen wir, dass der HERR unter uns ist, weil ihr euch nicht an dem HERRN versündigt habt mit dieser Tat. Nun habt ihr die Kinder Israel errettet aus der Hand des HERRN. 32 Da kehrten Pinhas, der Sohn Eleasars, der Priester, und die Obersten aus dem Land Gilead von den Söhnen Ruben und Gad ins Land Kanaan zu den Kindern Israel zurück und sagten's ihnen an. 33 Das gefiel den Kindern Israel gut, und sie lobten Gott und sagten, dass sie nicht mehr gegen sie zu Felde ziehen wollten, um das Land zu verderben, darin die Söhne Ruben und Gad wohnten. 34 Und die Söhne Ruben und Gad benannten den Altar; denn „Zeuge ist er zwischen uns, dass der HERR Gott ist“.

    Meine Auslegung: Schön dass sich die Ostjordanland-Stämme und die Westjordanland-Stämme wieder vertragen haben und dass das Missverständnis beseitigt werden konnte, weil man miteinander geredet hat! ----> Das sollten auch wir tun, wenn denn Konflikte am Horizont auftauchen sollten: miteinander reden! A m e n.


    HFA

    Psalm 133

    1 Ein Lied von David für Festbesucher, die nach Jerusalem hinaufziehen. Wie schön und angenehm ist es, wenn Brüder in Frieden zusammenleben! 2 Das ist so wohltuend wie das duftende Öl, mit dem der Priester Aaron gesalbt wurde und das vom Kopf herunterrann in seinem Bart, bis hin zum Halssaum seines Gewandes. 3 Es ist so wohltuend wie frischer Tau, der vom Berg Hermon auf die Berge Zions niederfällt. Ja, dort schenkt der Herr seinen Segen und sein Leben, das niemals aufhört.

    Meine Auslegung: »Siehe, wie fein und lieblich ist’s, wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen!« übersetzt die Lutherbibel 2017! Ja so sollten wir Christen auch in der Ökumenischen Bewegung vorgehen, so wie Du lieber Bogi das auch im ACK gemacht hast und wie Du das ja immer noch im "Rat der Religionen" in Neuwied weiterhin praktizierst. Es ist so wohltuend wie frischer Tau, auf den Bergen! Ja im Vers 3 spricht David von Zion als Sinnbild für die Ewigkeit so: »Denn dort verheißt der HERR Segen und Leben bis in Ewigkeit.« (LUTH2017) – H a l l e l u j a h !


    LUTH1912

    Johannes 17,20-23

    20 Ich bitte aber nicht allein für sie, sondern auch für die, die durch ihr Wort an mich glauben werden, 21 auf dass sie alle eins seien, gleich wie du, Vater, in mir und ich in dir; dass auch sie in uns seien, damit die Welt glaube, du hast mich gesandt. 22 Und ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast, dass sie eins seien, gleich wie wir eins sind, 23 ich in ihnen und du in mir, auf dass sie vollkommen eins seien und die Welt erkenne, dass du mich gesandt hast und liebst sie, gleich wie du mich liebst.

    Meine Auslegung: Jesus Christus will dass alle Christen in einer Kirche zusammen kommen, »dass sie alle eins seien!« Im Heiligen Geist kann unser Herr Jesus, der ja jetzt lokal im Himmelsheiligtum seinen Dienst als himmlischer Hohepriester für uns ausübt, bei uns sein, in uns sein! Damit die Welt glaube, dass Gott der Vater Jesus Christus zum Heiland der Welt gesandt hat! Wenn Jesus laut Vers 23 sagt „dass sie vollkommen eins seien” so ist dieses Wort »vollkommen« für uns Christen . d e r . Auftrag uns für die Wiedervereinigung aller Christen in der einen "Unam sanctam catholicam et apostolicam Ecclesiam" (die eine, heilige, allgemeine (= katholische) und apostolische Kirche) mit vollem Engagement einzusetzen! A m e n.


    HFA

    1. Petrus 3,8-9

    8 Und noch etwas möchte ich euch sagen, und das gilt für alle: Haltet einmütig zusammen! Nehmt Anteil am Leben des anderen und liebt einander als Geschwister! Geht barmherzig miteinander um und seid nicht überheblich. 9 Vergeltet nicht Böses mit Bösem, droht nicht mit Vergeltung, wenn man euch beleidigt. Im Gegenteil: Bittet Gott um seinen Segen für den anderen. Denn ihr wisst ja, dass Gott auch euch dazu berufen hat, seinen Segen zu empfangen.

    Meine Auslegung: Wir   Christen sollen brüderlich zusammenhalten! (Siehe oben beim Psalm 133!) Die Anderen (auch wenn uns das manchmal sehr schwerfällt!) sollen wir lieben so wie es uns Christus schon in seinem Doppelgebot der Liebe gesagt hatte: »Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!« Barmerzigkeit ist unser Dienst! Nicht Überheblichkeit! Wir Christen dürfen „nicht Böses mit Bösem vergelten” (1. Petrus 3,9) daraus kommt nur Zorn, Ungerechtigkeit und Gewalt! Wir sollen segnen und ein Segen für Andere sein, dann werden auch wir gesegnet werden. Amen.

  • Gesprächsfragen SabbatschulWiki

    (zitiert aus -----> https://sabbath-school.adventech.io/de/2025-04/11/…sabbatschulwiki)


    DONNERSTAG – Konfliktlösung

    Jos 22 : 30-34

    • Fragen zum Text:
      1. Wie wichtig war hier (und ist überhaupt) zuerst einmal ZUHÖREN?
      2. War alles nur die Reaktion der „Weststämme“? (Freude UND DANK AN GOTT!)
      3. Wodurch wurde dieser Altar erst zum echten, gemeinsamen Zeichen? V34
    • Fragen zur Botschaft:

      1. Welche „Rolle“ lassen wir Gott in verschiedenen, schwierigen Situationen/Konflikten?
      2. Wie wichtig ist ein offenes miteinander Reden? Wie wichtig ist unsere echte Kommunikation?
      3. Was kann unsere Kommunikation behindern? Was kann helfen?


    • Meine Antworten zu Fragen zum Text:

      1. Sehr, sehr wichtig! Zuhören und nicht gleich zuschlagen hat sich hier bewährt!
      2. Die 9½ „Weststämme“ freuten sich, dass die 2½ „Oststämme” Ruben, Gad und ½ Manasse Gott JAHWEH treu geblieben waren und lobten daher Gott und freuten sich! Aber auch die „Oststämme” zeigten JAHWE ihr Lob, denn „die Rubeniter und Gaditer nannten den Altar »Zeuge«, weil er allen Stämmen im Westen und im Osten bezeugen sollte, dass der Herr Gott ist.” (Jos 22:34 – HFA) und sie lobten DEN EWGEN dadurch als sie sagten: «Zeuge ist er zwischen uns, daß der HERR Gott ist». (Vers 34 – LUTH1912)
      3. Gerade dadurch dass er Ost - und Weststämme im gleichen Bekenntnis »JAHWE IST UNSER GOTT! JAHWEH IST GOTT!« (siehe auch 1Kön 18,39) vereint hat! Man kann hier auch getrost diesen Psalm dazu zitieren: Ps 72,18 »Gelobt sei Gott, der HERR, der Gott Israels!« oder auch Ps 48,15 »Dieser ist Gott, unser Gott für immer und ewig. Er ist’s, der uns führet.« A m e n


    • Meine Antworten zu Fragen zur Botschaft:
      1. Oft dient uns Gott nur als eine Art "Lückenbüßer" ...
      2. Miteinander reden ist so was von wichtig, Gerade in einer Zeit in der in den sozialen Medien massenweise Fake News verbreitet werden! Miteinander reden verhindert Konflikte und Irritationen! ---> zeigte sich ja hier an diesem Konflikt mit dem Altar am Jordan!
      3. Dummheit und Sturheit kann unsere Kommunikation behindern! Helfen kann oft „eine Nacht drüber schlafen”; auch eine offene Gesinnung, Ehrlichkeit und gegenseitiges Verständnis kann helfen und immer auch das Gebet! A m e n
  • Studienanleitung Standardausgabe: Josua | 4. Quartal 2025

    (Studienanleitung Standardausgabe mit Lehrerteil für Freitag, 12.12.2025)


    11. Lektion: In dem Land leben


    VI.) Weiterführendes Studium – die Freitags-Lektion


    Weiterführendes Studium

    Lies Ellen White, „Die Aufteilung Kanaans“, S. 496-500 in "Wie alles begann".

    „Während es einerseits wichtig ist, keine Nachlässigkeit im Umgang mit Sünden aufkommen zu lassen, ist es andererseits ebenso wichtig, schroffe Verurteilungen und grundlose Verdächtigungen zu vermeiden ...

    Die Weisheit, die die Rubeniter und ihre Gefährten an den Tag legen, ist nachahmenswert. Obwohl sie sich aufrichtig für die Sache des wahren Glaubens einsetzen wollten, wurden sie ungerechter-weise und hart gerügt. Trotzdem brachten sie keinen Groll zum Ausdruck. Höflich und geduldig hörten sie sich die Vorwürfe ihrer Brüder an, ehe sie versuchten, sich zu verteidigen. Dann erklärten sie ausführlich ihre Beweggründe und bewiesen ihre Unschuld. Auf diese Weise wurde das Problem, aus dem so ernste Folgen zu entstehen drohten, freundschaftlich gelöst. – Halleluja! (Anm. von mir)

    Auch unter einer falschen Anklage können es sich diejenigen, die im Recht sind, leisten, ruhig und rücksichtsvoll zu bleiben. Gott weiß alles, was Menschen missverstehen und verkehrt deuten. Darum dürfen wir unsere Sache getrost in seine Hände legen. Er wird jene, die ihr Vertrauen auf ihn setzen, so gewiß rechtfertigen, wie er Achans Schuld heimsuchte. Wer vom Geist des Herrn angetrieben wird, wird jene Liebe besitzen, die ‚langmütig und freundlich‘ ist ( 1 Kor 13,4a ).

    Gott will, dass unter seinem Volk Eintracht und brüderliche Liebe herrschen. Kurz vor seiner Kreuzigung betete Christus darum, dass seine Jünger eins seien, wie er mit dem Vater eins ist, damit die Welt glaubte, dass Gott ihn gesandt hat (vgl. Johannes 17,21b ). Dieses wunderbare, ergreifende Gebet wirkt weiter durch die Jahrhunderte bis in die Zeit. Denn seine Worte lauten: „Ich bitte aber nicht allein für sie, sondern auch für die, die durch ihr Wort an mich glauben werden.“ ( Johannes 17,20 ) Wir sollen zwar keinen einzigen Grundsatz der Wahrheit opfern, aber es sollte unser ständiges Ziel sein, diese Einheit zu erreichen“ (WAB 499-500).


    (zitiert aus ----> https://sabbath-school.adventech.io/de/2025-04/11/…hrendes-studium)

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    Abkürzung:

    WAB = Wie alles begann (Textausgabe 2017; vormals: Patriarchen und Propheten; original: Patriarchs and Prophets), ein Buch von Ellen Gould White, Erstausgabe 1890.

  • Überblick über die Hope-Sabbathschule

    (zitiert aus -----> https://sabbath-school.adventech.io/en/2025-04/11/…-school-outline)


    • Es entstehen Konflikte
      1. Welche Handlung der Stämme Transjordaniens führte zu Konflikten mit ihren Verwandten westlich des Jordans? Josua 22,9-12.13-19
      2. War dieser „große, beeindruckende Altar“ am Ostufer des Jordans ein Akt der Rebellion oder ein Denkmal wie der erste Altar, der errichtet wurde, als die Israeliten nach Kanaan zogen? (siehe Josua 4,1-7; 22,21-29 )
      3. Warum, glauben Sie, rufen die transjordanischen Führer zweimal „El, Elohim, Jahwe“ aus?
      4. Warum ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass „Er es weiß!“? (1. Samuel 16,7; Hebräer 4,12–13)
      5. Wie kann uns der Rat des Psalmisten helfen, wenn wir fälschlicherweise beschuldigt werden? Psalm 37,1-6
      6. Wie hätte dieser Konflikt vermieden werden können? Epheser 4,1-3, Philipper 2,1-4, Johannes 7,24, 1. Korinther 4,5 usw.
      7. Welche Lehren können wir aus dieser Geschichte für unser heutiges Leben ziehen? Sprüche 15,1; Lukas 6,36–38
      8. Erzähle von einer Situation in deiner Glaubensgemeinschaft, in der ein Konflikt entstand, der hätte vermieden werden können, wenn man sich die Zeit genommen hätte, aufmerksam zuzuhören. Jakobus 1,19
    • Eine friedliche Lösung finden

      1. Wie reagierten Pinehas und die Anführer westlich des Jordans, als sie die Aussage der transjordanischen Anführer hörten? Josua 22,30-33
      2. Warum ist es wichtig, ehrlich zu sein, wenn wir einen Fehler gemacht haben? 1 Petrus 5,5b
      3. Was halten Sie von dem Namen, den die transjordanischen Anführer diesem Altar gegeben haben? Josua 22,34
      4. Welche wichtige Lehre haben Sie aus dieser Geschichte über Konflikt und Lösung für Ihr heutiges Leben gezogen?


    • Meine Antworten zu "Es entstehen Konflikte":

      1. Weil die Stämme Ruben, Gad und der halbe Stamm Manasse „einen Altar, einen großen Altar ... bauten” (Josua 22:10 – NASB)
      2. Nein, wie die Geschichte zeigt, die in Josua 22 aufgeschrieben wurde, war der Altar kein Zeichen der Rebellion sondern ein Zeugnis dafür dass beide Teile des Volkes Israel diesseits und jenseits des Jordans zusammengehören! »Er ist ein Zeugnis zwischen uns und euch.« stellten die Vertreter der Stämme Transjordaniens fest! So gesehen war dieser Gottes-Altar ein echtes Denkmal!
      3. Die doppelte Bezeugung bestätigte damit nach dem Mosaischen Gesetz die absolute Wahrheit des Gesagten!
      4. Während der Mensch sieht, was vor Augen ist, sieht aber der HERR das Herz an.
      5. »Hoffe auf den HERRN und tue Gutes, bleibe im Lande und nähre dich redlich.« (Psalm 37,3 – Lutherbibel 2017) Denn „die Übeltäter und die, die Unrecht tun ... werden bald wie Gras verdorren und verwelken.” (Psalm 37,1–2)
      6. Wenn man von Anfang an »einig im Geist« (Philipper 2:2c) gewesen wäre und wenn die Stämme Ruben und Gad und der halbe Stamm Manasse von vorneherein den anderen 9½ Stämmen gesagt hätten, was sie vorhaben.
      7. Nicht vorzeitig zu richten und wann immer möglich eine sanfte Antwort zu geben, damit so Zorn und Groll vermieden werden!
      8. Mir fällt da konkret nichts ein; Jakobus gibt aber einen Rat, der in allen Situationen gelten sollte: „Seid langsam zum Zorn!” (Jakobus 1:19)


    • Meine Antworten zu "Eine friedliche Lösung finden":
      1. Es gefiel ihnen. (Josua 22:30) Und sie erkennen, „dass der Herr unter uns ist, weil ihr nicht gegen den Herrn gesündigt habt!” (Josua 22:31)
      2. Weil dies immer ein Akt der Demut ist!
      3. Der Name "Zeuge" (auf Hebräisch »Ed« –KJV); denn, sagten sie, »er ist ein Zeugnis zwischen uns, dass Jehova Gott ist.« – daher finde ich den Namen dieses Altars gut! Denn man bekennt sich mit dem Stämmen die westlich des Jordans siedelten zum Namen des gemeinsamen EWIGEN GOTTES (»ICH BIN DER ICH BIN DA FÜR EUCH!«) A m e n!
      4. Daß es immer wichtig ist, vor wichtigen Entscheidungen, miteinander zu reden, und nicht voreilig Dinge zu tun, die man hinterher womöglich bereuen müsste!
  • Studienanleitung Standardausgabe: Josua | 4. Quartal 2025

    (Studienanleitung Standardausgabe für den morgigen Sabbat, am Samstag, 13. Dezember 2025)


    11. Lektion: In dem Land leben


    VII.) Fragen zum Bibelgespräch – die Sabbat-Lektion


    Fragen für ein Gespräch: (ein Auszug)


    1. Wie kann uns die Ermahnung von Paulus, andere höher zu achten als uns selbst (Phil 2,3), helfen, schlechte Gedanken über unsere Brüder und Schwestern zu vermeiden?

    Meine Antwort: Weil wir wissen, dass wir selbst immer wieder an anderen schuldig werden, und Sünder sind wie jene auch, verbietet sich jegliche Selbsterhöhung! Martin Luther sprach schon davon in seiner Auslegung zu den 10 Geboten, als er zum 8. Gebot sagte, „Wir sollen Gott fürchten und lieben, dass wir unsern Nächsten nicht belügen, verraten, verleumden oder ins Gerede bringen, sondern sollen ihn entschuldigen, Gutes von ihm reden und alles zum Besten kehren.”


    2. ...


    3. Sprecht darüber, wie wichtig es ist, sich die Meinung anderer anzuhören. Wie können wir eine Kultur des Zuhörens in unserer Kirche entwickeln (vgl. Jak 1,19)?

    Meine Antwort: Gerade durch die wöchentlichen "Bibelgesprächsrunden" in den Sabbat-Gottes-diensten der STA (die oft 45 Minuten dauern) kann man diese "Kultur des Zuhörens" lernen! Eine vorbildliche Einrichtung bei den Adventisten wie ich finde.


    4. ...

  • Norbert Chmelar 1. Wie kann uns die Ermahnung von Paulus, andere höher zu achten als uns selbst (Phil 2,3), helfen, schlechte Gedanken über unsere Brüder und Schwestern zu vermeiden?

    Die Frage ist schon falsch gestellt. Schlechte Gedanken kann keiner vermeiden, die kommen ohne Vorwarnung und sind einfach da. Der Umgang mit ihnen ist wichtig. Gehe ich den schlechten Gedanken nach oder blocke diese.

    Paulus nimmt jeden Gedanken gefangen 2. Kor. 10,5

    Was auch ein Einfallstor ist, sind die Augen. Hiob schließt mit ihnen in Kapitel 1,31 einen Bund.

    Unsere Kirche ist offen für alle, aber nicht für alles! Christian Führer, ev. Pfarrer 1943-2014

  • Paulus nimmt jeden Gedanken gefangen 2. Kor. 10,5

    Ja, und wie kann das dann ganz konkret im Leben bei uns aussehen?

    Hier drei neue moderne Übersetzungen zu dieser nicht leicht verständlichen Paulusstelle:

    • Hoffnung für Alle: „einfach alles zu vernichten, was sich stolz gegen Gott und seine Wahrheit erhebt. Alles menschliche Denken nehmen wir gefangen und unterstellen es Christus, dem es gehorchen muss.”
    • Gute Nachricht Bibel 2018: „und reiße den Hochmut nieder, der sich der wahren Gotteserkenntnis entgegenstellt. Jeden Gedanken, der sich gegen Gott auflehnt, nehme ich gefangen und unterstelle ihn dem Befehl von Christus.”
    • Neues Leben. Die Bibel: „Mit diesen Waffen zerschlagen wir all die hochtrabenden Argumente, die die Menschen davon abhalten, Gott zu erkennen. Mit diesen Waffen bezwingen wir ihre widerstrebenden Gedanken und lehren sie, Christus zu gehorchen.”

    Die Neues Leben Bibel (NLB) ist meiner Meinung nach noch am verstehbarsten!

  • Studienanleitung Standardausgabe: Josua | 4. Quartal 2025

    (Studienanleitung Standardausgabe für den heutigen Sabbat, am Samstag, 13. Dezember 2025)


    11. Lektion: In dem Land leben


    VIII.) DER LEHRERTEIL


    TEIL I: ÜBERSICHT

    Schlüsseltext: Sprüche 15,1

    Studienschwerpunkt: Josua 22; Epheser 6,7; Johannes 7,24; 4. Mose 25; Sprüche 15,1; 1. Petrus 3,8-9

    Ohne Gesetz und Land, keine Nation. Dies ist auch beim biblischen Israel der Fall, das Gottes Gesetz im 2. Buch Mose empfängt und im Buch Josua das Land erhält. Als Königreich von Priestern brauchte es jedoch auch eine starke Identität, die in seiner Berufung als auserwähltes Volk verwurzelt war, Gottes Vertreter auf der Erde zu sein. Eine solche Identität wäre ohne zwei Grundelemente nicht von Dauer: absolute Hingabe und Einheit, Genau darum geht es in Josua 22 . Zu diesem Zeitpunkt war das Land erobert und unter allen Stämmen zumindest teilweise aufgeteilt (denn es gab noch zu tun). Ungeachtet dessen musste Israel noch verstehen, was es bedeutete, Israel zu sein. Sein Bedürfnis, die eigene Identität zu begreifen, ist der Zweck der Schlussreden des Buches in Josua 22,1-8; 23 und 24,1-28 .

    Wie die Reden in den Kapiteln 23 und 24 waren auch Josuas Worte in Josua 22,2-8 an die Rubeniter, Gaditer und den halben Stamm Manasse, die jenseits des Jordans zogen, als Abschiedsrede gedacht. In dieser Rede enthüllt Josua den Weg zur völligen Hingabe, der mit Liebe beginnt und mit Dienst endet. Der Vorfall mit den transjordanischen Stämmen im zweiten Teil des Kapitels zeigt, dass individuelle oder gemeinschaftliche Hingabe an Gott ohne Einheit auch eine Bedrohung für Gottes Plan darstellt. Wenn Israel die kommenden Herausforderungen meistern will, darf es nicht vergessen, wer es in Bezug auf Gott und untereinander ist.

    TEIL II: KOMMENTAR

    Josua 22 enthält die letzte Erzählung des Buches. Ihr geht eine kurze Rede des geschätzten Anführers an die Stämme jenseits des Jordans voraus. Sie waren, nachdem sie Moses Befehl befolgt und ihren Brüdern bei der Eroberung geholfen hatten, nun so weit, wieder über den Jordan zurückzukehren. Josuas Rede betonte, dass die Stämme Transjordaniens trotz ihrer geographischen Trennung immer noch Teil Israels sein und entsprechend leben sollten. Seine Botschaft konzentrierte sich auf die Bedeutung der uneingeschränkten Hingabe an Jahwe im Rahmen des Bundes, die einen auf Liebe basierenden Dienst erfordert. Trotz der geographischen Trennung wurden die Stämme aufgerufen, in ihrer Hingabe an die Tora und deren Geber vereint zu bleiben. Die Errichtung eines Altars würde als Test sowohl ihrer Hingabe als auch ihrer Einheit dienen

    Von Liebe zum Dienst

    In Josua 22 nähert sich der Führer Israels dem Ende seiner Aufträge. Das Land ist aufgeteilt und Israel hat relative Kontrolle über das verbleibende zu erobernde Gebiet. Nun beginnt die Zeit des Abschieds. Da Josua überzeugt war, der Führer der transjordanischen Stämme nicht wiederzusehen (was sich schnell als Irrtum herausstellte), gab er ihnen letzte Anweisungen. In einer typischen Bundesstruktur lobte Josua sie dafür, dass sie alles befolgt hatten, was Mose und er angeordnet hatten, und dass sie ihren Brüdern während der Eroberung geholfen hatten ( Jos 22,2-3 ). Anschließend betonte er Gottes Treue in der Erfüllung seines Versprechens und sagte, es sei Zeit für sie, zur Ruhe zu kommen ( Jos 22,4 ). Vor ihrem Abschied fasste er den Kern der Tora (des Gesetzes) zusammen und erklärte den Weg zur vollständigen Hingabe in fünf Infinitivsätzen, die logisch von der Liebe zum Dienst fortschreiten:

    1. : „den HERRN, euren Gott, zu lieben“ ( Jos 22,5 EB). Liebe ist die Grundlage von Gottes Wesen und alles beginnt mit ihr. Dienst ohne Liebe ist Gesetzlichkeit. Ein solcher Dienst wäre eine Verzerrung der Tora und kann von Gott nicht akzeptiert werden. Neben dem Wandeln in den Geboten und ihren Befolgen ist die Liebe die Zusammenfassung des Gesetzes, wie Mose es bereits vor seinem Tod formulierte ( 5 Mo 10 ,1213.20; 11,1; 5 Mo 6,4-15; 13,4-5 ). Es besteht kein Widerspruch zwischen der alt- und neutestamentlichen Offenbarung Gottes. Er schuf den Menschen, um eine Beziehung mit ihm zu haben, die auf Liebe beruht, nicht auf Furcht. Wie Paulus in 1. Korinther 13,2 sagt: Ohne „Liebe“ sind wir „nichts, Unsere Liebe ist bereits eine Antwort, denn wir lieben Gott, weil er uns zuerst geliebt hat ( 1 Joh 4,19 ). Das Objekt unserer Liebe steht im Gleichgewicht zwischen der göttlichen Transzendenz des Schöpfers (Elohim) und der Immanenz unseres Herrn (Jahwe), der bei seinem Volk wohnt.
    2. : „auf allen seinen Wegen zu wandeln“ ( Jos 22,5 EB). Die Bibel verwendet oft die Metapher des „Wandelns“, um die Beziehung zwischen Gott und seinem Volk zu beschreiben . „Können zwei Menschen miteinander losgehen, ohne sich abgesprochen zu haben?“ ( Am 3,3 NLB). Darüber hinaus verdeutlicht es das Verhalten, das von denen erwartet wird, die sich für das Leben mit Gott entscheiden, wie in 3. Mose 26,23-24 (NLB) zu lesen ist: „Wenn ihr ... euch weiterhin gegen mich stellt, werde ich mich persönlich gegen euch stellen“.
    3. : „seine Gebote zu halten“ ( Jos 22,5 EB). Das Halten des Gesetzes als Ausdruck Gottes Willen ist die natürliche Folge eines dankbaren Herzens, das begreift, was Gott getan hat. In dieser Abfolge entwickelt sich die Liebe als Ausgangspunkt, als erster Funke, zu einer vertrauensvoll-en Beziehung, die in Gehorsam mündet. Deshalb sagt Johannes „seine Gebote sind nicht schwer“ ( 1 Joh 5,3 ). Wahrer Gehorsam entspringt eindeutig der Liebe, wie Jesu Worte an die Jünger zeigen: „Liebt ihr mich, so werdet ihr meine Gebote halten“ ( Joh 14,15 ). Die Einhaltung des Gesetzes würde Israel Leben bringen ( 3 Mo 18,5 ), nicht Leben im Sinn der Erlösung, sondern ein Leben in Fülle im Land. Durch das Einhalten der göttlichen Prinzipien könnte Israel eine gerechte und wohlhabende Gesellschaft aufbauen, deren Erfolg ein Zeugnis für die Welt sein würde.
    4. : „ihm anzuhängen“ ( Jos 22,5 EB), Das hebräische Verb dbq bedeutet sowohl wörtlich als auch metaphorisch „sich anklammern“ oder „beharren'“, Im übertragenen Sinn bezeichnet es einen Zustand der Treue, Zuneigung und Nähe. Das erste Vorkommen des Wortes beschreibt einen Mann, der sich in der Ehe an seine Frau bindet: „Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhangen, und sie werden sein ein Fleisch“ ( 1 Mo 2,24 ). Dieselbe Aufforderung, sich an Jahwe zu binden, ebenfalls eingeleitet durch den Appell, ihn zu lieben und ihm zu gehorchen, erscheint in 5. Mose 30,20 (NLB), wo Mose auch den Grund dafür nennt: „Denn er ist euer Leben.“ Israel sollte sich an Gott als seine einzige Hoffnung klammern wie ein Ertrinkender an einen Rettungsring. Das Bild verdeutlicht auch die Notwendigkeit von Beharrlichkeit und Ausdauer, um die Verbindung zu Gott in einem Land und einer Zeit aufrechtzuerhalten, in den unzähligen Ablenkungen um Aufmerksamkeit zu buhlen.
    5. Und schließlich: „ihm zu dienen mit eurem ganzen Herzen und mit eurer ganzen Seele“ ( Jos 22,5 EB), Der Ausdruck „Jahwe dienen“ kommt 56-mal im Alten Testament vor und bedeutet oft „anbeten” oder „den Bund treu halten“. Jahwe zu dienen war der Grund, der dem Pharao für Israels Auszug aus Ägypten genannt wurde: „Und sprich zu ihm: Der HERR, der Gott der Hebräer, hat mich zu dir gesandt und lässt dir sagen: Lass mein Volk ziehen, dass es mir diene in der Wüste“ ( 2 Mo 7,16; vgl. 12,31 ). Als Israel Ägypten verließ, wechselte es im Wesentlichen den Herrn, indem es den Dienst für Jahwe anstelle des Dienstes für den Pharao annahm. Indem es Gott diente, erfuhr es und erfüllte seine Aufgabe, alle Familien auf der Erde zu segnen, Gott für immer zu dienen. Daher finden Menschen ihre wahre Identität nur, wenn sie ihrem Schöpfer bereitwillig und mit Liebe dienen bis zum Tod. Doch wenn sie ihre egoistische Haltung aufgeben und sich dem Willen des Schöpfers unterordnen, finden sie wahren Sinn, Zufriedenheit und ein erfülltes Leben. Dieselbe Argumentation liegt Jesu Aussage in Lukas 9,24 (EB) zugrunde: „Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es retten.“

    Nach seiner Abschiedsrede segnete Josua die Transjordanien-Stämme und entließ sie in ihrem Erbteil ( Jos 22,6 ). Diese Worte sollten Josuas letzte Worte an sie sein, doch kurz darauf stellte die Episode am Altar ihre Entschlossenheit, Josuas Rat zu befolgen, auf die Probe. Der Mangel an Einheit sollte sich durch die gesamte Geschichte Israels ziehen. Bald nach Josuas Tod offenbarte ihr Versagen in Liebe, Lebenswandel, Gehorsam, Standhaftigkeit und Dienst einen Mangel an theologischer Einheit, wie im Buch der Richter deutlich wird, was schließlich zum Zerfall Israels führte. Am Ende des Buches hätte ein Bürgerkrieg die Benjaminiter beinahe ausgerottet ( Ri 20-21 ). Obwohl die vereinigte Monarchie zeitweise politische und geistliche Einheit brachte, hielt dieser Zustand nicht lange an. Nach dem Schisma zwischen den nördlichen und den südlichen Stämmen war Israel nie wieder eine gemeinsame Nation. Der Abfall vom Glauben erwies sich als eine Kraft des Zerfalls und der Uneinigkeit. Die Geschichte Israels zeigt, dass Einheit und absolute Hingabe voneinander abhängig sind.

    TEIL III: ANWENDUNG

    Dauerhafte Beziehung

    In der Bibel wird Gottes Beziehung zu seinem Volk oft mit einer Ehe verglichen: Gott als liebender Ehemann und Israel als untreue Ehefrau. Diese Metapher verdeutlicht die Vorstellung von Gottes unerschütterlicher Liebe im Gegensatz zum Ungehorsam Israels. Im Neuen Testament wird die Ankunft des verheißenen Messias mit einer Hochzeitszeremonie verglichen.

    ...

    Dauerhafte Einheit

    ... In unserer geistlichen Krankheit fällt es uns schwer, uns zu vereinen. Aus neutestamentlicher Sicht ist die Einheit in der Kirche ein Wunder, dass der Heilige Geist in Zusammenarbeit mit uns vollbringt ( Eph 5,2-15 ).

    ...

    (aus ----> https://sabbath-school.adventech.io/de/2025-04/11/09-lehrerteil)