DAS BUCH JOSUA – STUDIENANLEITUNG FÜR DAS 4. QUARTAL 2025: OKTOBER - NOVEMBER - DEZEMBER

  • Gliederung der Hope Sabbath School

    (zitiert aus der englischen Weltfeldausgabe ---> https://sabbath-school.adventech.io/en/2025-04/02/…-school-outline)

    • A) Das Land Kanaan ein zweites Mal erkunden
      1. Josua 2:1a Warum schickte Josua nur zwei statt zwölf Spione aus, um Kanaan, insbesondere Jericho, zu erkunden? (siehe auch Numeri 13:1-2,25-33 )
      2. Was geschah, als die Kinder Israels das letzte Mal im Acacia Grove lagerten? Numeri 25:1-3
      3. Wer ist dankbar, dass der HERR uns nicht verlässt, wenn wir stolpern und fallen?
    • Meine Antworten:

      1. Wenn es mehr als 2 Spione gewesen wären, wäre das Risiko für alle entdeckt und entlarvt zu werden zu groß geworden!
      2. Sie hurten mit den Frauen der Moabiter und dienten deren Götzen! „Israel schloss sich Baal-Peor an!” (4. Mose 25:1-3 – KJV)
      3. Jeder Christ sollte da dankbar für sein!


    • B) Barmherzigkeit und Gnade für Rahab und ihre Familie
      1. Was können wir aus der Geschichte in Josua 2:1-13 über Rahab lernen ?
      2. Wer erwies Rahab Barmherzigkeit und Gnade als Antwort auf ihr Glaubensbekenntnis und ihre Bitte? Josua 2:14-21, 6:17, Psalm 116:5, Lukas 6:36
      3. Welche Bedeutung hat die scharlachrote Schnur, die Rahab in ihr Fenster hängte? ( Exodus 12:7,13, Römer 10:13 )
      4. Welche bemerkenswerte Offenbarung wird über Rahabs Leben nach ihrer Befreiung aus Jericho gegeben? Josua 6:25, Matthäus 1:5 (Urgroßmutter von König David!)
      5. Welche Ermutigung finden Sie in der Geschichte von Rahab?
    • Meine Antworten:

      1. Rahab war eine gerechte Frau, versteckte Israels Spione, und schützte diese durch eine Notlüge gegenüber ihren Landsleuten, weil sie JAHWE als den wahren und lebendigen Gott anerkannte!
      2. Die Spione und Gott selbst erwiesen ihr Gnade und Barmherzigkeit, weil Rahab die Spione nicht ausgeliefert, sondern versteckt hatte.
      3. Es sollte das Zeichen der Verschonung werden!
      4. Sie lebte mitten in Israel! (Josua 6:25 – NASB) Dann sollte Rahab die Frau von Salmon werden und damit in der Tat Urgroßmutter von König David! Damit wurde eine Hure (!) Teil des Stammbaumes von Jesus (siehe Matthäus 1:5)
      5. Dass sich unter den Heiden der Nationen (jenseits von Israel) auch gottesfürchtige Menschen finden lassen!


    • C) Täuschung durch die Gibeoniter
      1. Josua 9:3-13 Was denken Sie über das betrügerische Verhalten der Gibeoniter? Welche alternative Vorgehensweise hätten sie wählen können?
      2. Obwohl auch Rahab Täuschung anwandte ( Josua 2:3-6 ), worin unterschied sich ihr Verhalten von dem der Gibeoniter?
      3. Welche schwerwiegenden Fehler machten Josua und die Ältesten Israels bei ihren Verhandlungen mit den Gibeonitern? Josua 9:14-15,19
    • Meine Antworten:
      1. Weil die Gibeoniter Angst um ihr Leben hatten, wandten sie eine betrügerische List an! Das kann ich nicht verurteilen, aus deren Situation heraus. Vielleicht hätten die Gibeoniter aber einfach nur ehrlich sein sollen und sich wie Rahab auch dem Gott der Hebräer freiwillig anschließen sollen, ohne betrpbetrügerische List. Dann hätte Josua sicher auch ohne förmlichen Eides-Bund ihr Leben verschont!
      2. Rahabs Täuschung mit einer Notlüge gegenüber den Soldaten des kanaantischen Königs von Jericho war notwendig zum Schutz der jüdischen Spione und sie war ehrlich und bezeugte ihren aufrichtigen Jahwe-Glauben, während die Gibeoniter ja eine List und vorsätzliche Lüge angewandt hatten!
      3. Sie fragten nicht den Herrn um Rat. (Josua 9:14 – NASB)
  • Studienanleitung Standardausgabe: Josua|4. Quartal 2025

    (Studienanleitung Standardausgabe für Dienstag, 7.10.2025, 2. Jahrestag des Hamas-Terrorüberfalls)


    2. Lektion: Überrascht durch Gnade


    III.) Neue Loyalität – die Dienstags-Lektion


    Lies Josua 2,12–21 und 2. Mose 12,13.22–23. Wie helfen uns die Verse im 2. Buch Mose, die Übereinkunft zwischen den Kundschaftern und Rahab zu verstehen?


    Rahabs Abmachung ist eindeutig: Leben für Leben und Güte für Güte. Das Wort „cḥesed“ ( Jos 2,12 ), „liebevolle Güte“, hat eine Bedeutungstiefe, die in anderen Sprachen schwer mit einem Wort auszudrücken ist. Es bezieht sich in erster Linie auf bundestreue Loyalität, aber es trägt auch die Vorstellung von Treue, Barmherzigkeit, Wohlwollen und Freundlichkeit in sich.

    Die Worte Rahabs erinnern auch an 5. Mose 7,12 , wo Jahwe schwor, seine cḥesed gegenüber Israel zu bewahren: „Und wenn ihr diese Rechte hört und sie haltet und danach tut, so wird der HERR, dein Gott, auch halten den Bund und die Barmherzigkeit [_cḥesed_], wie er deinen Vätern geschworen hat“.

    Interessanterweise wird im selben Kapitel ( 5 Mo 7 ) der Bann (cerem) über die Kanaaniter ausgesprochen. Hier haben wir Rahab, eine Kanaaniterin, die unter dem Bann steht, und doch beansprucht sie durch ihren aufkeimenden Glauben die Verheißungen, die den Israeliten gegeben wurden. Dadurch wird sie gerettet.

    Das erste Bild, das einem unweigerlich im Zusammenhang mit dem Gespräch der Kundschafter mit Rahab in den Sinn kommt, ist das Passafest beim Auszug aus Ägypten. Dort mussten die Israeliten zu ihrem Schutz in ihren Häusern bleiben und die Türpfosten und den Türsturz ihrer Häuser mit dem Blut des Opferlamms markieren.

    „Dann aber soll das Blut euer Zeichen sein an den Häusern, in denen ihr seid: Wo ich das Blut sehe, will ich an euch vorübergehen, und die Plage soll euch nicht widerfahren, die das Verderben bringt, wenn ich Ägyptenland schlage“ ( 2 Mo 12,13 ; siehe auch 2 Mo 12,22–23 ).

    „Durch den Gehorsam sollten die Israeliten ihren Glauben unter Beweis stellen. Ebenso sollten alle, die darauf hoffen, durch das Verdienst des Blutes unseres Heilandes gerettet zu sein, erkennen, dass sie selbst etwas dazu beitragen müssen, um sich ihre Erlösung zu sichern. Zwar kann uns nur Christus von der Strafe, welche die Übertretung nach sich zieht, befreien, aber wir sollen uns von der Sünde ab und dem Gehorsam zuwenden. Der Mensch wird durch den Glauben gerettet, nicht durch seine Werke. Aber sein Glaube muss sich durch seine Werke zeigen“ (WAB 257).

    In diesem Fall war das Blut ein Zeichen, das die Israeliten vor dem Vernichtungsengel Gottes rettete. Wie Gott das Leben der Israeliten während der letzten Plage in Ägypten verschonte, sollten die Israeliten Rahab und ihre Familie retten, wenn die Zerstörung Jericho erreichte.

    ...

    (zitiert aus -----> https://sabbath-school.adventech.io/de/2025-04/02/…-loyalit%C3%A4t)

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    Abkürzung:

    WAB = Wie alles begann (Textausgabe 2017; vormals: Patriarchen und Propheten; original: Patriarchs and Prophets), ein Buch von Ellen Gould White, Erstausgabe 1890.

  • Gesprächsfragen SabbatschulWiki

    (zitiert aus ----> https://sabbath-school.adventech.io/de/2025-04/02/…sabbatschulwiki)


    Josua 2,12-21

    • Fragen zum Text:
      1. Welche biblischen Assoziationen weckt diese Geschichte? ( 2 Mo 12,13.22-23; Apg 9,25 )
      2. Wie kam Rahab zu diesem roten Seil? (V6: Flachs auf dem Dach, evtl. Textilherstellung?)
      3. Wer hatte die Idee, dieses Seil als Zeichen zu verwenden?
    • Fragen zur Botschaft:
      1. Das Josuabuch gehört zu den schwierigsten der Bibel (Bann über die Kanaaniter usw., Projektionen zur heutigen Situation im Nahen Osten). Inwiefern leistet die Rahabgeschichte einen Beitrag zum Verständnis?
      2. Inwiefern hätte das Schicksal Rahabs auch das anderer Kanaaniter sein können?


    • Meine Antworten zu Fragen zum Text:

      1. Das Seil als Zeichen – als »ein Zeichen der Verschonung« analog zum Zeichen des Passahlammblutes. // Auch Paulus wurde von einer Stadtmauer (in Damaskus) herabgelassen, um seinen Verfolgern zu entkommen.
      2. Ja, durchaus denkbar dass Rahab mit den Flachsstängeln daraus ein rotes Seil gemacht hatte und sie (nicht nur als Hure, sondern) auch in der Textilherstellung arbeitete ...
      3. Die Idee das Seil als Zeichen zu verwenden hatten die beiden israelitischen Spione laut Josua 2:18.


    • Meine Antworten zu Fragen zur Botschaft:
      1. Ja, viele humanistisch eingestellte Christen unseres 21. Jahrhunderts kritisieren Stellen wie z.B. Josua 6:21 („Mit ihren Schwertern vernichteten sie alles Leben darin: Männer und Frauen, Kinder und Greise, Rinder, Schafe und Esel.” – Hoffnung für alle ) und dass Josua die Kanaaniter ausrotten solle, was man als zu brutal und mit dem Verständnis von Heute nicht mehr rechtfertigen könne. // Ja, auch manche heutige rechtsradikale Politiker in Israel, die in der Regierung Benjamin Netanjahu sitzen, berufen sich bei ihrem Gaza-Israel-Krieg, der heute am 7. Oktober 2025 seit genau 2 Jahren, seit dem 7. Oktober 2023 tobt, für ihr Vorgehen auf diese alten Geschichten aus dem AT! „Die Hamas mit Stumpf und Stil ausrotten, so wie es damals Josua mit den Kanaanitern tat!” sagen Vertreter der zwei rechtsradikalen Parteien die in Benjamin Netanjahus Regierung sitzen. // Wenn andere Menschen der 7 kanaanitischen Stämme auch so (vorbildlich) gehandelt hätten wie Rahab, dann hätten diese nicht getötet werden müssen!
      2. Nun wie soeben oben unter 1. angeführt, hätten die anderen insgesamt 7 Stämme der Kanaaniter auch so wie Rahab reagieren können, ihren gräulichen Götzen Baal und Moloch, deren Priester Kinderopfer verlangten (!) , abschwören sollen und den allmächtig-en und einzigen Gott, den Gott der Hebräer, Jahwe hätten sie annehmen können ...
  • die Übereinkunft zwischen den Kundschaftern und Rahab


    Rahabs Abmachung ist eindeutig: Leben für Leben und Güte für Güte. Das Wort „cḥesed“ (Jos 2,12), „liebevolle Güte“, hat eine Bedeutungstiefe, die in anderen Sprachen schwer mit einem Wort auszudrücken ist. Es bezieht sich in erster Linie auf bundestreue Loyalität, aber es trägt auch die Vorstellung von Treue, Barmherzigkeit, Wohlwollen und Freundlichkeit in sich.

    Die Worte Rahabs erinnern auch an 5. Mose 7,12 , wo Jahwe schwor, seine cḥesed gegenüber Israel zu bewahren: „Und wenn ihr diese Rechte hört und sie haltet und danach tut, so wird der HERR, dein Gott, auch halten den Bund und die Barmherzigkeit [_cḥesed_], wie er deinen Vätern geschworen hat“.

    Auslegungen im Christentum:

    Seit dem → 1. Clemensbrief (1Clem 12) werden im Anschluss an Hebr 11,31 und Jak 2,25 im Westen und besonders im Osten (außer bei Origenes) der Glaube und die Gastfreundschaft der Rahab herausgehoben und den Gläubigen als Vorbild vor Augen gestellt. Darüber wird Rahab die Gabe der Prophetie zugeschrieben (1Clem 12,8).

    Auch die Interpretation des „Roten“ bzw. des roten Seils (Jos 2,18) als Vorausdeutung auf das Blut Christi und die damit verbundene Erlösung ist seit 1Clem 12,8 zu greifen. Dabei werden in typologischer Auslegung Verbindungslinien zum Passageschehen Ex 12,7 gezogen, das sich im neutestamentlichen Passa erfüllt (Justin, Dialogus cum Tryphone 111,4; Bibliothek der Kirchenväter).

    Seit Justin (Dial. 111,4) werden vielfach Rahabs Herkunft, ihre Sündhaftigkeit als Hure und in der Konsequenz auch ihre Bekehrung betont und in einen christlichen Deutehorizont gestellt. Rahab verkörpert das sündhafte Heidentum, das sich bekehrt und erlöst wird. Seit Irenäus von Lyon (Adversus haereses IV,20,12; Bibliothek der Kirchenväter) wird ihre Geschichte zur Auslegung der paulinischen Aussage, dass die ungläubige Frau durch den gläubigen Mann geheiligt werde (1Kor 7,14b), herangezogen. Mit ihrem Sündenbekenntnis nimmt Rahab die Rolle des Zöllners aus Lk 18,10-14 vorweg, der ebenso gerechtfertigt von dannen gehen kann (Adv. haer. IV,20,12; IV,36,8). Sie wird zum Beispiel für Mt 21,31: „Zöllner und Dirnen gelangen eher in das Reich Gottes als ihr.“ Vom Motiv der Hure und speziell ihrer Wandlung werden Verbindungslinien bis zu Hos 1,2 sowie zur liebenden und bereuenden Sünderin Lk 7,37-50 gezogen. Dabei wird die ekklesiologische Deutung der Rahabfigur zunehmend ausdifferenziert, oft genug in antijüdischer Stoßrichtung zur Begründung einer bevorzugten Berufung der Heiden(kirche) und der damit verbundenen Verwerfung der Juden. – Anm. von mir: diese antijüdische Vorstellung passt überhaupt nicht zum Bibeltext von Josua 2! Und ist daher ganz entschieden abzulehnen und zu verwerfen! Aber auch im Kampf gegen innerchristliche Schismata erhält die Erzählung eine Funktion: Cyprian von Karthago (De Catholicae Ecclesiae Unitate 8; Epistula 96,4; Bibliothek der Kirchenväter) deutet in seiner Auslegung von Jos 2,18 das Haus der Rahab wie die Arche Noahs und das Haus des Passalammes (Ex 12,46) in antischismatischer Stoßrichtung auf die eine Kirche, außerhalb derer kein Heil ist.

    Zum ersten Mal führt Hippolyt von Rom in seinem Kommentar zum Buch Daniel bei der Exegese von Dan 3 das Psalmwort „Ich gedenke Rahab und Babel“ (Ps 86,4 LXX) an. Rahab wird einerseits in Korrespondenz zu Babel als Synonym für Ägypten und damit für die Bedrängnis der Israeliten verstanden, andererseits wird auf Rahabs Errettung nach Jos 6,23.25 zurück gegriffen. Wie Rahab auf Grund ihres Glaubens gerettet wurde, so auch die Jünglinge im Feuerofen (Dan 3,17).


    (Aus -----> https://www.die-bibel.de/ressourcen/wib…nt/rahab-person)

  • Studienanleitung Standardausgabe: Josua|4. Quartal 2025

    (Studienanleitung Standardausgabe für Mittwoch, 8. Oktober 2025)


    2. Lektion: Überrascht durch Gnade


    IV.) Wertekonflikt – die Mittwochs-Lektion


    Lies Josua 9,1–20. Welche Gemeinsamkeiten und welche Unterschiede finden sich in den Berichten über Rahab und die Gibeoniter? Warum ist das von Bedeutung?


    Dieses Kapitel des Buches Josua beginnt mit der Mitteilung über die kanaanäischen Könige, die normalerweise über kleine Stadtstaaten herrschten. Sie beschlossen, eine Koalition gegen die Israeliten zu bilden. Im Gegensatz dazu entschieden sich die Bewohner von Gibeon, einen Bund mit Israel zu schließen.

    Um die Israeliten dazu zu verleiten, einen Bund mit ihnen einzugehen, greifen die Gibeoniter zu dem Trick, sich als Botschafter eines fremden Landes auszugeben. Laut 5. Mose 20,10–18 machte Gott einen Unterschied zwischen den Kanaanitern und den Menschen, die außerhalb des verheißenen Landes lebten.

    Das Wort, das mit „List“ übersetzt wird, kann eine positive Bedeutung im Sinne von Klugheit und Weisheit haben ( Spr 1,4; 8,5.12 ) oder negativ kriminelle Absicht implizieren ( 2 Mo 21,14; 1 Sam 23,22; Ps 83,4 ). Im Fall der Gibeoniter liegt ihrer hinterhältigen Aktion die weniger zerstörerische Absicht der Selbsterhaltung zugrunde.

    Die Rede der Gibeoniter ähnelt auffallend der von Rahab. Beide erkennen die Macht des Gottes Israels an und bestätigen, dass Israels Erfolg kein rein menschliches Werk ist. Im Gegensatz zu anderen Kanaanitern lehnen sie sich nicht gegen den Plan Jahwes auf, das Land den Israeliten zu überlassen. Sie räumen ein, dass Gott selbst diese Nationen vor Israel vertreibt. Die Nachrichten von der Befreiung aus Ägypten und den Siegen über Sihon und Og veranlassen sowohl Rahab als auch die Gibeoniter, ein Bündnis mit den Israeliten zu suchen. Anstatt jedoch ihre Bereitschaft, sich dem Gott Israels zu unterwerfen, offen zuzugeben, wie es Rahab tut, greifen die Gibeoniter zu einer List.

    Das mosaische Gesetz sah vor, den Willen Gottes in solchen Fällen zu erfragen ( 4 Mo 27,16–21 ). Josua hätte nach dem Willen des Herrn fragen sollen und so die Täuschung durch die Gibeoniter vermeiden können.

    Die grundlegende Pflicht eines theokratischen Führers – und jedes christlichen Führers – besteht darin, den Willen Gottes zu suchen ( 1 Chr 28,9; 2 Chr 15,2; 18,4; 20,4 ). Indem sie dies vernachlässigten, wurden die Israeliten gezwungen, entweder die grundlegenden Bedingungen für die Eroberung des Landes zu verletzen oder einen im Namen des Herrn geleisteten Eid zu brechen, der ebenso bindend war.

    ...

    (zitiert aus ----> https://sabbath-school.adventech.io/de/2025-04/02/…y-wertekonflikt)


    Ergänzende EGW-Hinweise

    Spoiler anzeigen

    Von Sichem kehrten die Israeliten in ihr Lager in Gilgal zurück. Hier wurden sie bald darauf von einer fremden Abordnung besucht, die einen Vertrag mit ihnen schließen wollte. Die Gesandten behaupteten, sie kämen aus einem fernen Land, und ihr Aussehen schien dies zu bestätigen. Ihre Kleidung war alt und abgetragen, ihre Sandalen geflickt, ihr Proviant schimmelig, und die Schläuche, die sie als Weinschläuche verwendeten, waren zerrissen und zusammengebunden, als wären sie unterwegs hastig repariert worden. ...
    Diese Vorstellungen setzten sich durch. ... „Und Josua schloss Frieden mit ihnen und schloss einen Bund mit ihnen, sie am Leben zu lassen; und die Fürsten der Gemeinde schworen ihnen.“ So kam der Vertrag zustande. ...
    Doch es wäre den Gibeonitern besser ergangen, wenn sie ehrlich mit Israel umgegangen wären. Während ihre Unterwerfung unter Jehova ihnen das Leben sicherte, brachte ihnen ihre Täuschung nur Schande und Knechtschaft ein. Gott hatte dafür gesorgt, dass alle, die dem Heidentum abschworen und sich Israel anschlossen, an den Segnungen des Bundes teilhaben sollten. Sie wurden unter dem Begriff „der Fremde, der unter euch weilt“ zusammengefasst, und mit wenigen Ausnahmen sollte diese Gruppe die gleichen Gunstbeweise und Privilegien wie Israel genießen. Die Anweisung des Herrn lautete: „Wenn ein Fremder bei dir in eurem Land weilt, sollt ihr ihn nicht bedrängen. Sondern der Fremde, der bei euch wohnt, soll euch wie ein Einheimischer gelten, und du sollst ihn lieben wie dich selbst“ ( 3. Mose 19:33, 34 ). …
    Auf dieser Grundlage hätten die Gibeoniter aufgenommen werden können, wenn sie nicht der Täuschung erlegen wären. Für diese Bürger einer „königlichen Stadt“, „deren Männer alle mächtig waren“, war es keine geringe Demütigung, über Generationen hinweg zu Holzhauern und Wasserträgern gemacht zu werden. Doch sie hatten das Gewand der Armut zu Täuschungszwecken angenommen und es wurde ihnen als Zeichen ewiger Knechtschaft angeheftet. So sollte ihr unterwürfiger Zustand über alle ihre Generationen hinweg Gottes Hass auf die Lüge bezeugen. – Konflikt und Mut , S. 122.

    Die Unterwerfung Gibeons unter die Israeliten erfüllte die Könige von Kanaan mit Bestürzung. Sofort wurden Schritte unternommen, um sich an denen zu rächen, die mit den Invasoren Frieden geschlossen hatten. Unter der Führung von Adonisedek, dem König von Jerusalem, schlossen fünf der kanaanitischen Könige einen Bund gegen Gibeon. Sie marschierten schnell vor. Die Gibeoniter waren auf eine Verteidigung nicht vorbereitet und schickten eine Botschaft an Josua nach Gilgal: „Löse deine Hand nicht von deinen Knechten; komm eilends zu uns herauf und rette uns und hilf uns; denn alle Könige der Amoriter, die im Gebirge wohnen, haben sich gegen uns versammelt.“ Die Gefahr bedrohte nicht nur die Bevölkerung von Gibeon, sondern auch Israel. Diese Stadt beherrschte die Pässe nach Zentral- und Südpalästina und musste gehalten werden, wenn das Land erobert werden sollte.
    Josua schickte sich an, Gibeon sofort zu entsetzen. Die Bewohner der belagerten Stadt hatten befürchtet, er würde ihre Bitte wegen ihres Betrugs zurückweisen. Doch da sie sich der Herrschaft Israels unterworfen und die Anbetung Gottes angenommen hatten, fühlte er sich verpflichtet, sie zu beschützen. Diesmal handelte er nicht ohne göttlichen Rat, und der Herr ermutigte ihn in seinem Vorhaben. „Fürchte dich nicht vor ihnen“, lautete die göttliche Botschaft, „denn ich habe sie in deine Hand gegeben; keiner von ihnen soll dir standhalten.“ „So zog Josua von Gilgal hinauf, er und alles Kriegsvolk mit ihm und alle tapferen Helden.“ – Patriarchen und Propheten , S. 507.

    (zitiert aus der englischen Weltfeldausgabe ----> https://sabbath-school.adventech.io/en/2025-04/02/…flicting-values)

  • Gesprächsfragen SabbatschulWiki

    (zitiert aus ----> https://sabbath-school.adventech.io/de/2025-04/02/…sabbatschulwiki)


    Josua 9,3-15

    • Fragen zum Text:
      1. Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede siehst du zwischen der Geschichte von Rahab und der Gibeoniter?
      2. Warum hätten die Israeliten hier den Mund des HERRN befragen müssen? (Man kann ja nicht für alles den Mund des HERRN befragen!?)
      3. In welches Dilemma kamen Josua und die Obersten?
      4. Was hätte der HERR ihnen mutmaßlich gesagt, wenn sie ihn befragt hätten? Wären die Gibeoniter dann deiner Meinung nach umgekommen?
    • Fragen zur Botschaft:

      1. In welchen Situationen sollten wir „den Mund des HERRN befragen“ – und wie machen wir das?
      2. Inwiefern muss ich alles mit Gott absprechen oder kann ich auch nach bestem Wissen handeln?
      3. Könnte es auch hier so sein wie bei Rahab, dass der Weg – die List – nicht gut ist, das Ansinnen aber schon?


    • Meine Antworten zu Fragen zum Text:

      1. Gemeinsamkeiten: Beide, Rahabs und die Gibeoniter erkannten die Macht Jahwes, des Gottes der Hebräer, an. Beide verwendeten eine Lüge.// Unterschiede: Die Gibeoniter wandten eine List gegenüber den Israeliten an,während Rahabs es ehrlich meinte mit ihrem Glauben an den HERRN!
      2. Weil dies immer gut ist vor einer wichtigen Entscheidung, den HERRN zu befragen.
      3. Nach dem Josua und die Ältesten der Israeliten per Eid einen Bund mit den Gibeonitern geschlossen haben und dann nach 3 Tagen erfuhren, dass sie getäuscht worden waren, hätten sie, wenn sie die Gibeoniter nun bekriegt hätten, womöglich den Zorn des HERRN erregt, weil sie dann den Eid gebrochen hätten ... „Wir haben ihnen bei dem HERRN, dem Gott Israels, geschworen, und nun können wir sie nicht antasten.” (Josua 9,19 ELB) rechtfertigten sich Israels Fürsten gegenüber dem Volk.
      4. Gott der HERR hätte sie wohl gewarnt, den Aussagen der Gibeoniter nicht zu glauben.


    • Meine Antworten zu Fragen zur Botschaft:
      • Bei wichtigen "Lebendentscheidungen" zum Beispiel. Da wir im Gegensatz von vor mehrmals 3.400 Jahren heute nicht mehr direkt die Stimme des HERRN vernehmen können (wie noch Josua und die Israeliten!) sollten wir dazu das Wort Gottes in der Heiligen Schrift "befragen" ...
      • Es schadet wohl nie wenn wir durch die Bibel unsere Anliegen „mit Gott besprechen”; aber da uns der HERR auch ein Gewissen gegeben hat, kann ich selbstverständlich als "mündiger Christ" nach bestem Wissen und Gewissen entscheiden! Denn ein evangelischer Christ ist nur seinem Herrn Jesus Christus und seinem Gewissen verpflichtet! Und »das ist gewisslich wahr
      • Bei Rahab war ja die Lüge keine List, sondern diese klare Notlüge gegenüber ihren Landsleuten und den Soldaten vom König von Jericho bewahrte die israelitischen Spione vor Entdeckung und rettet ihnen so ihr Leben, da die gottesfürchtige Rahab JAHWEH als den wahren und wahrhaftigen Gott erkannt hatte! Somit war ihr Ansinnen, trotz Notlüge, absolut gut!
  • Studienanleitung Standardausgabe: Josua|4. Quartal 2025

    (Studienanleitung Standardausgabe für Donnerstag, 9. Oktober 2025)


    2. Lektion: Überrascht durch Gnade


    V.) Überraschende Gnade – die Donnerstags-Lektion


    Lies Josua 9,21–27. Wie verband Josuas Lösung Gerechtigkeit mit Gnade?


    Selbst wenn das Volk Israel die Gibeoniter hätte angreifen wollen, hätten sie es aufgrund des von den Anführern der Gemeinde geschworenen Eides nicht tun dürfen. Die israelitischen Führer handeln nach dem Prinzip, dass ein Eid, solange er nichts Unrechtes oder Kriminelles beinhaltet ( Ri 11,29–40 ), bindend ist, auch wenn er zu persönlichen Nachteilen führt.

    Im Alten Testament wird die Vorsicht vor dem Schwören eines Eides und das Halten eines Eides als Tugend der Frommen angesehen ( Ps 15,4; 24,4; Pred 5,2.6 ). Da der Eid im Namen des HERRN, des Gottes Israels, abgelegt wurde, konnte der Führer ihn nicht widerrufen.

    Mit dem feierlichen Eid, den die Führer Israels geleistet hatten, war das Schicksal Israels untrennbar mit dem der Gibeoniter verbunden. Tatsächlich wurden die Gibeoniter durch ihre Beauftragung als Holzhauer und Wasserträger für das Haus Gottes ( Jos 9,23 ) Teil der gottesdienstlichen Gemeinschaft Israels. Die israelitischen Führer wollten die Gibeoniter zu Knechten „für ganz Israel machen“ ( Jos 9,21 NeÜ). Josuas Antwort verwandelte den Fluch hingegen in einen potenziellen Segen für die Gibeoniter (vgl. 2 Sam 6,11 ).

    Die spätere Geschichte Gibeons zeugt von den hohen religiösen Privilegien, die die Stadt genoss, sowie von ihrer Loyalität gegenüber dem Volk Gottes. Der von Israel geleistete Eid blieb über Generationen hinweg bestehen, sodass die Gibeoniten zu denen gehörten, die beim Wiederaufbau Jerusalems halfen, als die Israeliten aus der babylonischen Gefangenschaft zurückkehrten ( Neh 7,25 ). Ihre Handlungen werden ewige positive Folgen haben, aber nur durch Gottes Gnade.

    Was wäre möglicherweise geschehen, wenn die Gibeoniter ihre Identität preisgegeben hätten und wie Rahab um Gnade gebeten hätten? Wir wissen es nicht, aber wir können die Möglichkeit nicht ausschließen, dass auch eine Befragung des Willens Gottes zu einer Bewahrung der Gibeoniter vor der Vernichtung hätte führen können. Gottes letztes Ziel ist es nicht, Sünder zu bestrafen, sondern sie zur Umkehr zu bewegen und ihnen seine Barmherzigkeit zu erweisen (vgl. Hes 18,23; 33,11 ). Die List der Gibeoniter muss als ein Appell an Gottes Barmherzigkeit und an sein gütiges und gerechtes Wesen verstanden werden. Es war die Weigerung der Kanaaniter, Buße zu tun, und ihr Trotz gegenüber Gottes Absichten, die zu ihrer Vernichtung führten* ( 1 Mo 15,16 ). Gott ehrte die Gibeoniter, weil sie seine Vorherrschaft anerkannten und sich Frieden statt Rebellion wünschten. Er erkannte ihre Bereitschaft an, den Götzendienst aufzugeben und den einzigen wahren Gott zu verehren.

    (zitiert aus ----> https://sabbath-school.adventech.io/de/2025-04/02/…raschende-gnade)

    * – und weil sich die Kanaaniter weigerten ihre abscheulichen Kinderopfern einzustellen, die sie veranlassten die neugeborenen Babys ins Feuer 🔥 zu werfen um diese als ein Opfer für den gräulich-satanischen Götzen Moloch darzubringen! Das war meines Erachtens der eigentliche Grund warum die sieben kanaanitischen Stämme von Jahwe vernichtet wurden!

    Zu dieser ganzen Problematik siehe hier ----> https://www.evangelium21.net/media/3790/bef…den-kanaanitern diesen wegweisenden Artikel von Paul Coulte vom 3. Mai 2023 — 31 Min Lesedauer

  • Gesprächsfragen SabbatschulWiki

    (zitiert aus ----> https://sabbath-school.adventech.io/de/2025-04/02/…sabbatschulwiki)


    Josua 9,21-27

    • Fragen zum Text:
      1. Welche Lösung wird herbeigeführt?
      2. Ist diese Verfluchung der Gibeoniter in deinen Augen fair? Heißt das, dass Gott sie nicht retten wollte?
    • Fragen zum Abschluss:
      1. Was nehmt ihr heute aus diesen beiden Geschichten mit?
      2. Welche Anwendungen für euer Leben ergeben sich daraus?

    Weitere Fragen oder Ideen? - Du bist herzlich zur Mitarbeit eingeladen: https://wiki.sabbatschule.at


    • Meine Antworten zu Fragen zum Text:

      1. »Sie sollten am Leben bleiben und dem ganzen Volk als Holzfäller und Wasserträger dienen.« (Josua 9:21 - HFA) „Wir fürchteten um unser Leben.” (Josua 9:24b) - HFA) so begründeten die Gibeoniter ihr Tun.
      2. Nein, ich halte diesen Fluch des Josua nicht für fair! Nein, Gott war bereit auch die Gibeoniter zu retten, denn »Gott will ja, dass alle Menschen gerettet werden!« (1 Tim 2,4)


    • Meine Antworten zu Fragen zum Abschluss:
      1. Dass bei Gefahr für Leib und Leben (wenn zum Beispiel im III. Reich Christen Juden in ihren Häusern versteckt haben, wie z.B. Corri Ten Boom in Holland, und dann die SS oder GESTAPO kam und fragte: „Habt Ihr Juden versteckt?” und diese sagten: „Nein!” so ist in einem solchen Fall m.E. eine Notlüge – wie bei Rahab – erlaubt!) auch vom Gebot »Du sollst nicht lügen!« (9. biblische Gebot) abgewichen werden darf.
      2. Sollten wir in eine solche Lage kommen – was Gott verhüten möge! – so dürfen auch wir als Christen mit einer Notlüge reagieren, wenn wir deswegen das Leben Unschuldiger schützen.
  • Studienanleitung Standardausgabe: Josua|4. Quartal 2025

    (Studienanleitung Standardausgabe für den heutigen Freitag, 10.10.2025)


    2. Lektion: Überrascht durch Gnade


    VI.) Weiterführendes Studium – die Freitags-Lektion


    Weiterführendes Studium

    Lies Ellen White, „Die Überquerung des Jordan“, S. 463–464 in "Wie alles begann".


    Nach diesem Bericht über Rahab und die Kundschafter schweigt der Rest des Alten Testaments über Rahab, bis sie wieder im Stammbaum Jesu auftaucht. Es wird gesagt, dass sie die Frau von Salmon aus dem Stamm Juda, einem Vorfahren von Boas, wurde. Damit wurde sie die Schwiegermutter einer weiteren bemerkenswerten Frau, die im selben Stammbaum erwähnt wird, Ruth ( Mt 1,5; vgl. Rut 4,13.21 ). Durch ihren Glauben an Gott wird die Prostituierte von Jericho, die zur völligen Auslöschung verurteilt war, zu einem bedeutenden Glied in der königlichen Linie Davids und einer Vorfahrin des Messias. Das ist es, was Gott durch den Glauben erreichen kann, selbst wenn dieser nur so groß wie ein Senfkorn ist ( Mt 17,20; Lk 17,6 ).

    Rahabs „Bekehrung war kein Einzelfall der Gnade Gottes gegenüber Götzendienern, die seine göttliche Herrschaft anerkannten.

    Gott unterscheidet nicht nach Volkszugehörigkeit, Rasse oder Gesellschaftsschicht. Er ist der Schöpfer aller Menschen. Durch die Schöpfung gehören alle Menschen zu einer Familie, und alle sind eins durch die Erlösung. Christus kam, um jede Trennungsmauer niederzureißen, auch um jede Abteilung der Tempelvorhöfe zu öffnen, damit jeder Mensch freien Zugang zu Gott hat. Seine Liebe ist weit, tief und umfassend. Sie dringt überall hin. Sie entzieht Menschen, die durch Satans Täuschungen verführt worden sind, deren Einfluss und verschafft ihnen Zugang zu Gottes Thron, der vom Regenbogen der Verheißung umgeben ist. ‚Jetzt ist es nicht mehr wichtig, ob ihr Juden oder Griechen, Sklaven oder Freie … seid‘, stellte Paulus fest ( Galater 3,28 Hfa )“ (MUO 248–249).


    (zitiert aus ----> https://sabbath-school.adventech.io/de/2025-04/02/…hrendes-studium)

    -------------------------------------------------

    Abkürzungen:

    Hfa = Hoffnung für alle – Bibelübersetzung; ist eine der erfolgreichsten neueren deutschen Bibelübersetzungen, die in modernem Deutsch geschrieben ist und flüssig zu lesen ist.

    MUO = Macht und Ohnmacht (früher: Propheten und Könige; Original: Prophets and Kings [PK] 1917) – Buch von E. White – offensichtlich erst zwei Jahre nach ihrem Tod (EGW † 1915) veröffentlicht!

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    (Studienanleitung Standardausgabe für morgen am Sabbat, am Samstag, 11. Oktober 2025)


    2. Lektion: Überrascht durch Gnade


    VII.) Fragen zum Bibelgespräch


    Fragen für ein Gespräch: (ein Auszug)

    1. ...


    2. Sprecht über Rahab als Vorbild des Glaubens. Wie können wir die Offenheit von Menschen für Gott wertschätzen, auch wenn ihr Lebensstil weit vom biblischen Ideal entfernt ist? Wie ist es möglich, den Glauben anderer wertzuschätzen, ohne ihre Praktiken zu billigen?

    Meine Antwort: Auch wir Christen entsprechen doch nicht immer den biblischen Idealen! Daher gilt es barmherzig zu sein, so wie Jesus auch barmherzig war.


    3. Wie erkennen wir heute Gottes Willen? Welche Rolle sollte die Bibel dabei spielen?

    Meine Antwort: Wir Christen erkennen heute Gottes Willen in seinem Wort, der Heiligen Schrift, die uns in der Zeit von ca. 1500 v.Chr. bis 100 n.Chr. durch den Heiligen Geist binnen 1.600 Jahren offenbart worden ist. Darin finden wir folgende Tatsachen über Gott:

    • J — Dass DER EWIGE unser allmächtiger SCHÖPFER und zugleich ERLÖSER ist!
    • A — Dass JAHWEH ein GOTT DER FREIHEIT ist und bleibt! So wie der GROSSE JEHOWAH sein Volk aus der Knechtschaft der Ägypter befreite und durch Josua (= „Jahwe rettet”) ins "Gelobte Land" führte, so werden wir analog dazu durch Jesus (= „Jahwe rettet”) von der Knechtschaft der Sünde befreit und in das Himmelreich des Paradieses geführt werden!
    • H — Gott gab zuerst DIE FREIHEIT und dann erst DAS GESETZ (der 10 Gebote); so war es seit allen Zeiten immer schon, im Paradies – „von allen Bäumen im Garten Eden dürft ihr essen!” (=FREIHEIT!) ... „nur nicht von dem einen nicht!” (= GESETZ) – und beim Exodus (zuerst BEFREIUNG aus dem Sklavenhaus ... dann GESETZ am Sinai!)
    • W — Gottes GNADE, LIEBE und BARMHERZIGKEIT ziehen sich vom AT bis zum NT wie ein roter Faden durch die ganze Bibel! — und schließlich:
    • E — GOTTES HEILSPLAN wird sich weder durch widrige Umstände, noch durch Satan oder Dämonen aufhalten lassen, sondern sich bis ins letzte Detail wahrheitsgemäß erfüllen und Jesus Christus wird dann als »KÖNIG – PRIESTER – und PROPHET« (!) GOTTES HEILSPLAN vollenden durch seine WIEDERKUNFT! – A m e n ! –
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    (Studienanleitung Standardausgabe für den heutigen Sabbat, am Samstag, 11. Oktober 2025)


    2. Lektion: Überrascht durch Gnade

    VIII.) LEHRERTEIL

    Teil I: ÜBERSICHT

    Schlüsseltext: Hebräer 11,31


    Viele Leser verbinden das Buch Josua mit Krieg, Zerstörung und Tod. Obwohl diese Elemente im Buch vorhanden sind, ist das nicht die ganze Geschichte. Die Vernichtung der Kanaaniter erfolgte erst nach einer langen Gnadenzeit ( 1 Mo 15,16 ). Die Ereignisse des Auszugs aus Ägypten dienen als bedeutendes Zeugnis der Souveränität Gottes und können als letzter Aufruf an die Bewohner Kanaans gesehen werden. Die Berichte über Rahab und die Gibeoniter zeigen, dass die meisten Kanaaniter sich dessen bewusst waren, was Gott getan hatte, aber nur wenige angemessen reagierten. Anstatt sich zu ergeben, entschieden sie sich für Widerstand ...

    Tatsächlich ist Josua ein Buch der Gnade und Barmherzigkeit.

    ...

    TEIL II: KOMMENTAR

    Der Glaube der zweiten Generation

    In Josua 2,1 steht die zweite Wüstengeneration Israels vor demselben Dilemma wie die erste. Die anschließende Aussendung der Kundschafter erinnert Israel daran, daß das Land, das Gott ihnen gibt, zuerst erobert werden muss. Diese Ironie war der Grund für die Frustration der ersten Wüstengeneration in Kadesch-Barnea ( 4 Mo 13-14 ) gewesen, nämlich daß das Land ein Geschenk ist, aber der Erwerb einen Preis hat. ... Wenn das Land ein Geschenk ist, warum muss Israel es dann durch Eroberung erwerben?

    Glaube, besser als Vertrauen verstanden, ist hier der Kern des Problems. In der Beziehung zu seinen Geschöpfen lässt Gott immer Raum für Vertrauen. In gewissem Sinn ist Vertrauen seit dem Sündenfall im Garten Eden das zentrale Thema. ... Es kann keine echte Beziehung ohne Vertrauen geben. Würde Israel auf Gott vertrauen, würde es die Kanaaniter auf übernatürliche Weise vertreiben ( 2 Mo 23,28 ). Der Mangel an Vertrauen, den die vorherige Generation gezeigt hatte, wird von Gott ausdrücklich als Grund für ihre Versagen bezeichnet, als er Mose fragt: „Wie lange wird mich dieses Volk noch verachten? Wie lange noch wollen sie mir nicht vertrauen trotz all der Wunder, die ich unter ihnen getan habe?“ ( 4 Mo 14,11 NLB).

    40 Jahre sind vergangen und eine neue Generation ist entstanden. Für die Jüngsten unter ihnen sind der letzte militärische Sieg gegen Og und Sihon und die wundersame Bewahrung ihres Lebens während der Wüstenwanderung bloße Erinnerungen an eine relativ ferne Vergangenheit. Jetzt befindet sich Israel wieder an einem Scheideweg und steht vor demselben Problem: Ohne Vertrauen gibt es kein Land.

    Laut Bericht werden 2 statt 12 Kundschafter ausgesandt. Es scheint keinen besonderen Grund für diese Änderung zu geben, aber sie könnte mit der Episode von Kadesch-Barnea zusammenhängen, in der 2 Kundschafter den ungläubigen 10 gegenübertreten mussten. Obwohl es einige Ähnlichkeiten zwischen den beiden Berichten über die Kundschafter gibt, sind die Unterschiede auffälliger. Erstens bringen die beiden Kundschafter dieses Mal keinen Beweis dafür mit, daß das Land gut ist. Zweitens wird kein großes Durchstreifen des Landes erwähnt. Dritte verbringen sie mehr Zeit mit Verstecken als mit Erkunden. Und letztendlich gibt es keinen Bericht über das Land hinsichtlich seiner allgemeinen Eigenschaften oder der Herausforderungen bei seiner Eroberung. Die Kundschafter erklären einfach: „Der HERR hat uns das ganze Land in unsere Hände gegeben“ ( Jos 2,24 ). Was gibt ihnen diese Zuversicht? Das Einzige, was sie haben, ist Rahabs Zusicherung. Die Kundschafter wiederholen Josua gegenüber im Wesentlichen, was Rahab ihnen gesagt hat: „Ich weiß, dass der HERR euch das Land gegeben hat; denn ein Schrecken vor euch ist über uns gefallen, und alle Bewohner des Landes sind vor euch feige geworden“ ( Jos 2,9 ). Rahabs Worte wiederum spiegeln die Worte von Josua und Kaleb in 4. Mose 14,8 wider: „Der HERR ... wird es uns geben“.

    Die erste Generation hatte kein Vertrauen, trotz allem, was sie gesehen hatte. Die neue Generation vertraut jedoch auf das, was sie von einer Hure hört. „Die Schlüsselfigur bei ihrer Flucht und ihrer Kenntnis des Landes und seiner Bewohner ist die Hure Rahab.” – Phyllis A. Bird, „The Harlot as Heroine: Narrative Art and Social Presupposition in Three Old Testament Texts“, Semeia 46 (1989), S. 127. Diese Dynamik zeigt, dass die Israeliten in 40 Jahren in der Wüste die wirksamste Fähigkeit entwickelten, die sie entwickeln konnten: Vertrauen auf Jahwe.

    Der Glaube Rahabs und der Gibeoniter

    GlaubenselementeRahabGibeoniter
    BasisHörenHören
    MittelLügeLüge
    ZielVerschont werdenVerschont werden
    Unmittelbares ErgebnisRettungRettung
    Langfristiges ErgebnisVolle StaatsbürgerschaftKnechtschaft

    Wie die obige Tabelle zeigt, besteht die erste Parallele zwischen Rahab und den Gibeonitern darin, daß ihr Glaube auf dem beruht, was sie gehört haben. Das Hören von den vergangenen Taten Gottes für sein Volk genügt, um bei ihnen eine positive Reaktion der Kapitulation hervorzurufen, während die meisten ihrer Landsleute es vorziehen, Widerstand zu leisten. An diesem Punkt ist ihr Glaube lobenswert und steht im Einklang mit dem, was Jesus in Johannes 20,29 sagt: „Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!“ Die Haltung von Rahab und den Gibeonitern unterscheidet sich bemerkenswert von der Haltung der ersten Wüstengeneration, die trotz allem, was sie gesehen hatte, nicht glaubten. Als sie davon hörten, war ihr „Herz verzagt' ( Jos 2,11 ). Dieser Ausdruck, der eine Redewendung für „den Mut verlieren“ oder „Angst haben“ ist, bezieht sich proleptisch auf die Kanaaniter im Lied des Mose ( 2 Mo 15,15 ), auf die Israeliten unter dem Einfluss der 10 Kundschafter ( 5 Mo 1,28 ), auf die Bewohner des Landes ( Jos 2,9 ) und seine Könige ( Jos 5,1 ) sowie auf die Israeliten im Ungehorsam ( Jos 7,5 ). Darüber hinaus zeigt Rahabs Wortwahl, daß sie die religiöse Natur des Krieges versteht ( Jos 2,10 ). Das Verb charam („völlig zerstören“), das in Rahabs Rede vorkommt, bezeichnet einen Gegenstand oder eine Person, die von Gott zur Zerstörung bestimmt ist. ...

    Die zweite Parallele handelt davon, wie Rahab und die Gibeoniter ihren Glauben durch unkonventionelle Mittel zeigen. Während Rahab lügt, um den Spion zu schützen, lügen die Gibeoniter, um ihre Haut zu retten. Ungeachtet der Motive für ihr Handeln sind sie gewiß, daß Gott sein Versprechen an Israel erfüllen wird. Obwohl wir von diesen Kanaanitern in moralischer Hinsicht nicht viel erwarten können, wird die Liste der Gibeoniter anders gesehen. Laut dem Erzähler handelt sie listig (armah), ähnlich dem hebräischen Begriff, der in 1. Mose 3 zur Beschreibung der Schlange verwendet wird. Anders als bei Rahab, die mit einer Lüge auf eine Situation reagierte, ist der Plan der Gibeoniter kalkuliert und gut koordiniert.

    Die dritte Parallele betrifft ihre Motivation. In beiden Fällen versuchen sie, von der kommenden Zerstörung verschont zu bleiben. In diesen ersten Schritten ist ihr Glaube egozentrisch und sucht nach Übergangslösungen für ihr Problem. In diesem Stadion kann ihr Glaube nicht über den Horizont hinausblicken. Er basiert auf Furcht und nicht auf Liebe ( Jos 2,9; 9,24 ). Der pragmatische Aspekt dieses Glaubens als Handel wird durch ihre Verwendung des Wortes deutlich. In seiner weltlichen Bedeutung bezieht es sich oft auf eine Kunsttransaktion. „Mehrfach ist ausdrücklich davon die Rede, dass das Tun des haesaed von dem Empfänger mit einem ähnlichen haesaed-Erweis beantwortet wird oder doch zumindest der Täter des haesaed die begründete Erwartung auf geeignete Rückerstattung hegt (H.-J. Zobel, „ʧʱʣ“, in Theologisches Wörterbuch zum Alten Testament, hg. von G. Johannes Botterweck, Helmer Ringgren, und Heinz-Josef Fabry, Stuttgart; Berlin; Köln; Mainz: Verlag W. Kohlhammer, 1982, S. 52).

    Die vierte und fünfte Parallele betreffen das Ergebnis ihrer Entscheidungen. Rahab erhält die Garantie, daß sie und ihre Familie verschont bleiben. Ähnlich wie bei den Israeliten zur Zeit der letzten Plage muss ein Zeichen angebracht werden: eine scharlachrote Schnur, die aus einem Fenster hängt, wahrscheinlich dort, wo Rahab die Kundschafter an einem Seil hinabgelassen hatte. Ihre Rettung ist jedoch letztlich eine göttliche Tat. Als die Mauern Jerichos einstürzten, muss Gott den Teil bewahrt haben, auf dem ihr Haus stand. Im Gegensatz dazu sind die Gibeoniter von nun an unantastbar. Es gelingt ihnen, den Schutz zu erlangen, den sie suchen, als in Josua 10 eine Koalition kanaanitischer Könige gegen Gibeon vorrückt, Die Verteidigung Gibeons löst einen großen Feldzug aus, bei dem viele Städte zerstört werden. Am Ende wird der hinterlistige Plan der Gibeoniter genutzt, um Gottes Absicht bei der Eroberung des Landes voranzutreiben. Die langfristigen Folgen sind jedoch unterschiedlich. Rahab wurde ein Ahnin des Messias und verschmolz mit Israel. Die Gibeoniter wurden ebenfalls eingegliedert, aber als Diener. Sie haben dauerhaften Schutz (vgl. 2 Sam 21 ), aber die Konsequenzen ihrer Pläne bleiben bestehen. „Weil sie jedoch für Betrug das Kleid der Armut angenommen hatten, haftete es ihnen nun als Zeichen dauernder Knechtschaft an“ (WAB 485).

    TEIL III: ANWENDUNG

    Die erstaunliche Gnade in unserem Leben

    Die Geschichte von Rahab und den Gibeonitern erinnert uns daran, daß die Israeliten und Kanaaniter mehr als nur ethnische Gruppen sind; Sie repräsentieren auch geistliche Zustände. Das Israel Gottes ist unabhängig von der ethnischen Zugehörigkeit in erster Linie eine geistliche Gemeinschaft. Alle Menschen sind eingeladen, Teil dieser Gemeinschaft zu sein. Niemand ist außerhalb der Reichweite Gottes. In diesem Sinne ist der paulinische Aufruf, alle Barrieren niederzureißen, keine Neuerung des Evangeliums ( Gal 3,28 ).

    ...

    (aus ----> https://sabbath-school.adventech.io/de/2025-04/02/09-lehrerteil)

  • Studienanleitung Standardausgabe: Josua|4.Quartal 2025

    (Studienanleitung Standardausgabe für den heutigen Sabbat, am Samstag, 11. Oktober 2025)


    3. Lektion: Denkmäler der Gnade*


    LESEN SIE FÜR DAS STUDIUM DIESER WOCHE

    Josua 3; 4. Mose 14,44; Lukas 18,18–27; Josua 4; Johannes 14,26; Hebräer 4,8–11


    Zitat

    MERKTEXT

    Denn der HERR, euer Gott, hat das Wasser des Jordan vor euch vertrocknen lassen, bis ihr hinübergezogen wart, wie der HERR, euer Gott, es mit dem Schilfmeer tat, das er vor uns vertrocknen ließ, bis wir hindurchgezogen waren, damit alle Völker der Erde erkennen sollen, wie stark die Hand des HERRN ist, damit ihr den HERRN, euren Gott, allezeit fürchtet. ( Jos 4,23–24 EB)


    Der Polizist gab ein Zeichen. John musste anhalten. Der Polizist forderte seinen Führerschein und in diesem Moment dämmerte es John, dass er seine Brieftasche mit dem Führerschein im Büro liegen gelassen hatte. John erklärte, was passiert war, und der Polizist fragte nach seinem Beruf. John antwortete, dass er Professor sei. Als der Polizist John einen Strafzettel ausstellte, sagte er ihm, er solle dies nicht als Strafe betrachten.

    „Es ist eine Studiengebühr“, sagte er. „Wenn Menschen etwas lernen wollen, zahlen sie Studiengebühren. Dies ist Ihre Studiengebühr, um zu lernen, Ihren Führerschein beim Fahren nicht zu vergessen. Einen schönen Tag noch, Herr Professor!“

    Wir Menschen neigen dazu, Dinge zu vergessen, die nicht ständig in unserem Blickfeld sind. Wir vergessen, Anrufe zu erwidern, auf E-Mails zu antworten, die Blumen zu gießen, Geburtstags-glückwünsche zu verschicken und so weiter. Wir könnten die Liste endlos verlängern. Unsere geistlichen Bedürfnisse zu vergessen, könnten jedoch schwerwiegendere Konsequenzen haben als lediglich eine Geldstrafe, weil es wortwörtlich um unser ewiges Schicksal geht. Wir wollen die Überquerung des Jordan durch die Hebräer betrachten und sehen, was wir aus ihren Erfahrungen lernen können.


    Mit der Rückkehr der Kundschafter ist Israel bereit, das verheißene Land zu betreten. Es gibt immer noch eine unüberwindbare Barriere, zumindest aus menschlicher Sicht: den Jordan während der Hochwassersaison. Doch nichts kann den lebendigen Gott Israels halten. Wieder einmal zeigt er seine Souveränität als Herr der ganzen Erde (und der Gewässer), seit Israel Ägypten verlassen hat, war das Problem nie Gottes Macht, Wunder zu wirken, sondern die Bereitschaft seines Volkes. Diese wird erneut auf die Probe gestellt, als das Volk angesprochen wird, sich zu heiligen. Wie ihre Vorfahren, die zum Ufer des Roten Meeres marschierten, packen die Israeliten ihre Sachen und verlassen das Lager ein letztes Mal, bevor sie schließlich Kanaan betraten.


    * Studiere diese Lektion zur Vorbereitung auf Sabbat, den 18. Oktober.


    (zitiert aus ----> https://sabbath-school.adventech.io/de/2025-04/03/…A4ler-der-gnade und aus ----> https://sabbath-school.adventech.io/de/2025-04/03/09-lehrerteil)


    Ergänzende EGW-Hinweise

    Spoiler anzeigen

    Wenn all unsere fehlgeleiteten Energien dem einen großen Ziel gewidmet wären – den reichen Gaben der Gnade Gottes in diesem Leben –, welche Zeugnisse von Gottes Barmherzigkeit und Gunst könnten wir in die Hallen der Erinnerung hängen! … Dann würden wir uns als bleibender Grundsatz angewöhnen, geistige Schätze ebenso ernsthaft und beharrlich anzuhäufen, wie weltliche Aspiranten für irdische und zeitliche Dinge arbeiten.

    Sie mögen mit dem gegenwärtigen Angebot durchaus unzufrieden sein, während der Herr einen Himmel voller Glückseligkeit und eine Schatzkammer voller guter und gnädiger Dinge hat, um die Bedürfnisse der Seele zu stillen. Heute wünschen wir uns mehr Gnade, heute wünschen wir uns eine Erneuerung der Liebe Gottes und Zeichen seiner Güte, und er wird dem wahren Sucher diese guten und himmlischen Schätze nicht vorenthalten. – Geist, Charakter und Persönlichkeit, Bd. 2 , S. 798, 799.


    Der Herr arbeitet unaufhörlich zum Wohle der Menschheit. Er teilt stets seine Gaben mit uns. Er erweckt die Kranken von ihren Lagern, er errettet die Menschen aus Gefahren, die sie nicht sehen, er beauftragt himmlische Engel, sie vor Unglück zu retten, sie vor der „Pest, die im Finstern wandelt“, und dem „Verderben, das am Mittag wütet“ ( Psalm 91,6 ) zu beschützen; doch ihre Herzen bleiben unbeeindruckt. Er hat ihnen alle Reichtümer des Himmels gegeben, um sie zu erlösen, und doch vergessen sie seine große Liebe. In ihrer Undankbarkeit verschließen sie ihre Herzen vor der Gnade Gottes. Wie die Heide in der Wüste wissen sie nicht, wann Gutes kommt, und ihre Seelen leben in den dürren Örtern der Wildnis.

    Es ist zu unserem eigenen Nutzen, jede Gabe Gottes in Erinnerung zu behalten. So wird unser Glaube gestärkt, um immer mehr zu beanspruchen und zu empfangen. Die kleinste Segnung, die wir selbst von Gott empfangen, ist für uns eine größere Ermutigung als alle Berichte, die wir über den Glauben und die Erfahrungen anderer lesen können. Die Seele, die auf die Gnade Gottes reagiert, wird wie ein bewässerter Garten sein. Ihre Gesundheit wird schnell sprießen; Sein Licht geht in der Dunkelheit auf, und die Herrlichkeit des Herrn erscheint über ihm. Lasst uns also an die Güte des Herrn und seine große Barmherzigkeit denken. Wie das Volk Israel wollen wir unsere Zeugnissteine aufstellen und die kostbare Geschichte dessen, was Gott für uns getan hat, darauf schreiben. Und wenn wir auf unserer Pilgerreise an seine Taten denken, wollen wir aus dankbarem Herzen erklären: „Was soll ich dem Herrn vergelten für all seine Wohltaten an mir? Ich will den Kelch des Heils nehmen und den Namen des Herrn anrufen. Ich will dem Herrn meine Gelübde erfüllen vor seinem ganzen Volk.“ Psalm 116,12–14 . – The Desire of Ages , S. 348.

    (zitiert aus der englischen Weltfeldausgabe der Studienanleitung ----> https://sabbath-school.adventech.io/en/2025-04/03/01)

  • Doch die Gewissheit göttlicher Unterstützung hebt die menschliche Verantwortung nicht auf.

    Interessante Geschichten heute...die Hure (Prostituierte?) rettet durch Lügen ihr eigenes und das Leben ihrer Familie (Vater, Mutter, Brüder, Schwestern)

    Die Kundschafter (Spione) überleben und sagen Rahab ihre Verschonung zu. Gott hält sich an diese Vereinbarung.

    Alle in Jericho, aber auch die Gibeoniter wissen ganz genau Bescheid über alles, was das Volk Israel bei der Wüstenwanderung erlebt hat und wie Gott hier mit dem Volk war:

    Josua 2 / 10 Denn wir haben gehört, wie der Herr das Wasser des Schilfmeeres vor euch ausgetrocknet hat, als ihr aus Ägypten gezogen seid, und was ihr den beiden Königen der Amoriter, Sihon und Og, jenseits des Jordan, getan habt, an denen ihr den Bann vollstreckt habt. 11 Und als wir dies hörten, da wurde unser Herz verzagt, und es ist kein rechter Mut mehr in irgend jemand vor euch; denn der Herr, euer Gott, ist Gott oben im Himmel und unten auf Erden!

    Josua 9 / 24 Da antworteten sie Josua und sprachen: Es ist deinen Knechten als gewiß berichtet worden, daß der Herr, dein Gott, seinem Knecht Mose geboten hat, euch das ganze Land zu geben und alle Einwohner des Landes vor euch her zu vertilgen; da fürchteten wir sehr um unser Leben wegen euch und haben darum so gehandelt.

    Es wirkt so als wäre bei beiden, also Rahab und den Gibeonitern die Motivation zu ihren Handlungen die Furcht und Angst vor Gott zu sein. Berechtigt, weil es eben den Völkern, die sich Israel entgegengestellt haben, schlecht ergangen ist. Ist Furcht und Angst also ein guter Motivator zu Gott zu kommen? Weil man vor ihm Angst hat bzw. Angst davor, dass er einen vernichtet?

    Und sind diese Lügen, die Rahab und die Gibeoniter angewendet haben die korrekte Herangehensweise? Heiligt hier der Zweck die Mittel? Wann ist das Lügen ok, wann sollte man es nicht machen?


    Glaube und Werke haben Rahab gerettet:

    Hebräer 11,31 Durch Glauben ging Rahab, die Hure, nicht verloren mit den Ungläubigen, weil sie die Kundschafter mit Frieden aufgenommen hatte.

    Jakobus 2,25 Ist nicht ebenso auch die Hure Rahab durch Werke gerechtfertigt worden, da sie die Boten aufnahm und auf einem anderen Weg entließ?

  • Ist Furcht und Angst also ein guter Motivator zu Gott zu kommen?

    Besser ist es zu Gott zu kommen, weil ER die Liebe ist (1 Joh 4,8+16) und weil dies das Evangelium ist: „Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt dass ER seinen eingeborenen Sohn dahingab damit alle die an ihn glauben nicht verloren gehen sondern das ewige Leben haben.” (Johannes 3,16)

    Und doch lesen wir Christen in der Dreifachen Engelsbotschaft in Offb 14 auch „Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre; denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen!” (Vers 7); hier haben wir es aber so wie es die Übersetzung Das Buch (»Habt Ehrfurcht vor Gott und gebt ihm die Ehre!«) auch sagt vielmehr mit "Ehrfurcht" zu tun.

    Weil man vor ihm Angst hat bzw. Angst davor, dass er einen vernichtet?

    Das sollte niemals das Motiv sein um an Gott zu glauben! Bei den Gibeonitern war es aber wohl so, weswegen diese ja zu einer List griffen.

    Und sind diese Lügen, die Rahab und die Gibeoniter angewendet haben die korrekte Herangehensweise?

    Nein.

    Heiligt hier der Zweck die Mittel? Wann ist das Lügen ok, wann sollte man es nicht machen?

    Bei Rahab würde ich sagen ja; hier heiligte der Zweck die Mittel, denn Rahabs Lügen bewahrten ja den beiden jüdischen Spionen das Leben. Insofern würde ich sagen, dass im Falle von Rahab deren Notlüge moralisch gerechtfertigt war! Oder, wenn in der NS-Herrschaft Juden von Christen versteckt wurden, und die Verstecker die GESTAPO angelogen haben, so war deren Lüge absolut notwendig, um das Leben der versteckten Juden zu retten!

  • Studienanleitung Standardausgabe: Josua|4. Quartal 2025

    (Studienanleitung Standardausgabe für den heutigen 17. Sonntag nach Trinitatis, 12. Oktober 2025)


    3. Lektion: Denkmäler der Gnade – die Sonntags-Lektion


    I.) Die Überquerung des Jordan


    Lies Josua 3,1–5 und 4. Mose 14,41–44. Warum forderte Gott die Israeliten auf, sich auf das, was vor ihnen lag, besonders vorzubereiten?


    Dies ist das erste Mal, dass die Bundeslade im Buch Josua erwähnt wird. Bis zu diesem Punkt wird sie in den Berichten des Alten Testaments im Kontext des Heiligtums ( 2 Mo 40,21 ), auf Israels Reise vom Sinai ( 4 Mo 10,33–36 ) und beim erfolglosen ersten Versuch der Eroberung Kanaans ( 4 Mo 14,44 ) genannt. Sie war das heiligste Objekt im israelitischen Heiligtum und enthielt drei Gegenstände, die jeweils Israels besondere Beziehung zu Gott ausdrückten:

    1. die Tafeln mit den Zehn Geboten,
    2. den Stab Aarons, des Hohepriesters, und
    3. einen Krug Manna ( 2 Mo 16,33; Hbr 9,4 ).

    Die Bundeslade und die Vorbereitungen zum Überqueren des Jordan erinnern Israel daran, dass sie Kanaan nicht auf ihre eigene Weise und zu ihrer eigenen Zeit betraten. Die Eroberung würde nur dann erfolgreich sein, wenn das Volk Gottes Weg und Zeitplan befolgte. Gott wird als jemand beschrieben, der über den Cherubim thront, die die Bundeslade bedecken ( 2 Mo 25,22; 4 Mo 7,89 ). Seine Bewegungen werden mit den Bewegungen der Bundeslade gleichgesetzt, und so zieht er vor den Israeliten nach Kanaan als derjenige, der die Eroberung anführt.

    Der Begriff, der mit „heiligen“ ( Jos 3,5 ) oder „sich weihen“ übersetzt wird, bezieht sich auf einen Reinigungsprozess, ähnlich dem, was die Priester vor Beginn ihres Dienstes im Heiligtum taten ( 2 Mo 28,41; 29,1 ) und was das Volk Israel vor der Offenbarung Gottes am Sinai durchführte ( 2 Mo 19,10.14 ). Diese Weihe beinhaltet das Ablegen der Sünde und die Beseitigung aller rituellen Unreinheiten. Das gleiche Gebot erscheint in 4. Mose 11,18 im Zusammenhang mit einem neuen Wunder Gottes. Eine solche Vorbereitung war auch vor den Kämpfen im Krieg erforderlich ( 5 Mo 23,14 ). Bevor Gott für Israel in den Kampf ziehen kann, muss das Volk seine Treue ihm zeigen und ihm als Anführer vertrauen.

    Das Wunder der Überquerung des Jordan sollte den Israeliten beweisen, dass Gottes Versprechen, die Völker im Land zu vertreiben, vertrauenswürdig war. Wer einen trockenen Durchgang durch den Jordan ermöglichte, konnte ihnen auch das Land schenken.

    ...

    (zitiert aus ----> https://sabbath-school.adventech.io/de/2025-04/03/…rung-des-jordan)


    Ergänzende EGW-Hinweise

    Spoiler anzeigen

    Die Priester sollten dem Volk vorangehen und die Bundeslade mit Gottes Gesetz tragen. Als ihre Füße in den Jordan tauchten, brach das Wasser von oben ab, und die Priester zogen mit der Bundeslade, einem Symbol der göttlichen Gegenwart, weiter; das hebräische Heer folgte ihnen. Als die Priester den Jordan zur Hälfte überquert hatten, wurde ihnen befohlen, im Flussbett zu bleiben, bis das gesamte Heer Israels hinübergezogen war. Die damalige Generation der Israeliten war überzeugt, dass die Wasser des Jordan derselben Macht unterworfen waren, die ihre Väter vierzig Jahre zuvor am Roten Meer erlebt hatten. Viele von ihnen hatten das Rote Meer als Kinder durchquert. Nun überquerten sie den Jordan als kriegerische Männer, voll gerüstet für den Kampf.
    Nachdem das gesamte Heer Israels den Jordan überquert hatte, befahl Josua den Priestern, aus dem Fluss zu steigen. Sobald die Priester mit der Bundeslade aus dem Fluss stiegen und auf trockenem Land standen, strömte der Jordan wie zuvor und trat über alle Ufer. Dieses wunderbare Wunder, das den Israeliten zuteilwurde, stärkte ihren Glauben ungemein. Damit dieses Wunder nie in Vergessenheit geriet, befahl der Herr Josua, namhaften Männern aus jedem Stamm zu befehlen, Steine aus dem Flussbett aufzuheben – der Stelle, wo die Füße der Priester standen, als das hebräische Heer hinüberzog –, sie auf ihre Schultern zu nehmen und in Gilgal ein Denkmal zu errichten, um daran zu erinnern, dass Israel den Jordan trockenen Fußes überquert hatte. Nachdem die Priester den Jordan hinaufgestiegen waren, zog Gott seine mächtige Hand zurück, und das Wasser stürzte wie ein gewaltiger Wasserfall in sein eigenes Bett.
    Als alle Könige der Amoriter und die Könige der Kanaaniter hörten, dass der Herr den Jordan vor den Kindern Israels zurückgehalten hatte, zerschmolzen ihre Herzen vor Furcht. Die Israeliten hatten zwei Könige von Moab erschlagen, und ihre wundersame Überquerung des angeschwollenen und reißenden Jordans erfüllte sie mit größter Angst. Josua beschnitt daraufhin alle in der Wüste geborenen Menschen. :?:Nach dieser Zeremonie feierten sie das Passahfest in der Ebene von Jericho. „Und der Herr sprach zu Josua: Heute habe ich die Schmach Ägyptens von euch abgewälzt.“
    Heidenvölker hatten den Herrn und sein Volk geschmäht, weil die Hebräer das Land Kanaan nicht in Besitz genommen hatten, das sie bald nach dem Auszug aus Ägypten zu erben erwarteten. Ihre Feinde hatten triumphiert, weil sie so lange in der Wüste umhergeirrt waren, und sie erhoben sich stolz gegen Gott und erklärten, er könne sie nicht ins Land Kanaan führen. Sie hatten nun trockenen Fußes den Jordan überquert, und ihre Feinde konnten sie nicht länger schmähen.
    Das Manna hatte bis dahin noch gereicht, doch nun, da die Israeliten Kanaan in Besitz nehmen und von den Früchten des Landes essen wollten, brauchten sie es nicht mehr, und es hörte auf. – Die Geschichte der Erlösung, S. 176–178.

    (zitiert aus der englischen Weltfeldausgabe ----> https://sabbath-school.adventech.io/en/2025-04/03/…sing-the-jordan)

  • Gesprächsfragen SabbatschulWiki

    Die Überquerung des Jordan und die Vorbereitung

    Josua 3,1–5 und 4. Mose 14,41–44

    Die Bundeslade zog vor den Israeliten her. Welche theologische Bedeutung hatte es für Israel, dass die Bundeslade (das heiligste Objekt, das unter anderem die Zehn Gebote enthielt) die Eroberung Kanaans anführte? – Meine Antwort: Weil die Bundeslade, einem Symbol der göttlichen Gegenwart entsprach (siehe auch oben NR. 57 was Ellen White dazu in "Die Geschichte der Erlösung" auf S. 176 schrieb.) ...

    1. Gott forderte das Volk auf, sich zu „heiligen“ oder zu „weihen“ ( Jos 3,5 ), was das Ablegen der Sünde und ritueller Unreinheiten beinhaltete. Warum war dieser Reinigungsprozess notwendig, bevor Gott für sie in den Kampf ziehen konnte?
    2. Die Bundeslade enthielt die Tafeln der Zehn Gebote, den Stab Aarons und einen Krug Manna. Wie repräsentierten diese drei Gegenstände Israels „besondere Beziehung zu Gott“?
    3. Die Quelle verweist auf den erfolglosen ersten Versuch der Eroberung Kanaans ( 4. Mose 14,44 ). Wie diente dieses Scheitern als mahnendes Beispiel dafür, dass Israel Kanaan nicht auf eigene Weise oder zu eigener Zeit betreten konnte?
    4. Das Gebot zur Weihe wurde auch vor Kämpfen im Krieg gefordert ( 5. Mose 23,14 ). Was lehrt uns das über die geistliche Vorbereitung, die jede erwartete Intervention Gottes vorausgehen sollte?
    5. Die Eroberung würde nur dann erfolgreich sein, wenn das Volk Gottes Weg und Zeitplan befolgte. In welchen Bereichen gibt es in unserem Leben die Gefahr, in denen wir versuchen, geistliche „Eroberungen“ auf unsere eigene Weise oder zu unserer eigenen Zeit zu erzielen?
    6. Die Weihe beinhaltete das Ablegen der Sünde und das Beseitigen ritueller Unreinheiten. Welche konkreten Schritte zur Reinigung können wir heute noch unternehmen, wenn wir darauf warten, dass Gott ein Wunder in unserer Mitte vollbringt (vgl. 4. Mose 11,18 )?
    7. Wir neigen dazu, Dinge zu vergessen, die nicht ständig in unserem Blickfeld sind. Wie können wir aktiv vermeiden, unsere geistigen Bedürfnisse zu vergessen, wenn die Konsequenzen unser „ewiges Schicksal“ betreffen?


    (zitiert aus ----> https://sabbath-school.adventech.io/de/2025-04/03/…sabbatschulwiki)


    Meine Antworten:

    1. Weil es wichtig war Gott zu begegnen! Dazu musste der Jude rituell "rein" sein!
    2. Da die Bundeslade (1) die Zehn Gebote enthält, also Gottes ewig gültiges MORALGESETZ, war es besonders die Nation Israel ✡️ als erste die dieses Moralgesetz aller Welt bezeugen sollte. // Der Stab Aarons (2) , war das Symbol des Hohenpriesters – und der Levit Aaron war der erste Hohepriester der Hebräer; dieser sollte Israels besondere Beziehung als "Priestervolk" Gottes symbolisieren. // Und der Krug Manna (3) sollte die Beziehung herstellen, dass Jahwe Israels "Nahrungsgeber" ist, der sein Volk stets ernährt, 40 Jahre in der Wüste und dann im Gelobten Land durch die guten Früchte des Landes, in dem Milch und Honig fließen sollte!
    3. Nur wenn JAHWEH selbst – angeführt durch die heilige Bundeslade – dem Volk voranziehen würde, war der Sieg der Israeliten über die 7 Stämme der Kanaaniter garantiert! Hier gilt der Spruch »Ohne mich könnt ihr nichts tun!« (Joh 15,5) – siehe auch: Hi 21,16 »Doch siehe, ihr Glück steht nicht in ihren Händen.«
    4. „Darum soll dein Lager heilig sein, dass nichts Schändliches unter dir gesehen werde” (Lutherbibel 1545 zu 5 Mose 23:14). Auch bei uns Christen sollte vor Besuch des heiligen Abendmahls die geistliche Vorbereitung durch Buße stehen.
    5. Wenn wir uns zu sehr mit Nebensächlichkeiten statt mit den Kernpunkten des Glaubens beschäftigen.
    6. Das sind rein "geistige" Dinge die wir brauchen um unsere Seele vor bösen Gedanken zu reinigen; dazu ist es m.E. unerlässlich, hierzu die Hilfe des Heiligen Geistes zu erflehen und in Anspruch zu nehmen.
    7. Das geht wohl nur mit Gebet!
  • Gliederung der Hope Sabbath School

    (zitiert aus ----> https://sabbath-school.adventech.io/en/2025-04/03/…-school-outline)


    Teil 3: Gedenkstätten der Gnade

    Willkommen zur Hope Sabbath School – einer interaktiven Vertiefung des Wortes Gottes. Wir setzen unsere Studienreihe zu den Glaubenslehren Josuas fort. Heutiges Thema: Gedenken an die Gnade.

    Bibellied: Sei stark und mutig – Deuteronomium 31:6*

    • Vorbereitungen für die Überquerung des Jordan

      1. Josua 3:1-5 Welche wesentlichen Vorbereitungen waren für die Kinder Israels vor der Überquerung des Jordan notwendig?
      2. Warum war es für die Kinder Israels wichtig zu wissen, dass die Gegenwart des Herrn ihnen vorausgehen würde? (Vergangenes Versagen: Numeri 14:40-45 )
      3. Wie können wir uns darauf vorbereiten, dass Gott auf wundersame Weise für uns, in uns und durch uns wirkt? Psalm 139:23-24, 1. Petrus 5:6 usw.


    • Meine Antworten:
      1. Wenn die Israeliten die Priester, die Leviten welche die Bundeslade des HERRN des Gottes Israels tragen, sehen, sollen sie sich aufmachen (Josua 3:3) und der Lade nachfolgen. (1) // Aber es sollte ein Abstand von etwa zweitausend Ellen = etwa 1000 bis 1200 Meter zwischen Bundeslade und Volk sein. – Vers 4 (2) // Und die Hebräer sollen sich heiligen – Josua 3:5 (3)
      2. Weil nur so der Sieg über die Kanaaniter garantiert war!
      3. Indem wir uns demütigen unter die gewaltige Hand Gottes! (1. Petrus 5:6)

    * 5. Mose 31:6

    6 Sei stark und mutig, fürchte dich nicht und erschrecke nicht vor ihnen; denn der HERR, dein Gott, ist es, der mit dir geht; er wird dich nicht im Stich lassen noch dich verlassen.

    (ASV = American Standard Version / KJV = King James Version)

  • Es wirkt so als wäre bei beiden, also Rahab und den Gibeonitern die Motivation zu ihren Handlungen die Furcht und Angst vor Gott zu sein. Berechtigt, weil es eben den Völkern, die sich Israel entgegengestellt haben, schlecht ergangen ist. Ist Furcht und Angst also ein guter Motivator zu Gott zu kommen? Weil man vor ihm Angst hat bzw. Angst davor, dass er einen vernichtet?

    Und sind diese Lügen, die Rahab und die Gibeoniter angewendet haben die korrekte Herangehensweise? Heiligt hier der Zweck die Mittel? Wann ist das Lügen ok, wann sollte man es nicht machen?

    Ja, Gottesfurcht ist - wie wir nicht nur hier sehen ein in der Heiligen Schrift akzeptiertes Motiv sich Gott zu unterordnen.

    Lügen sind vielfach in der Heiligen Schrift ein Mittel der Wahl, nicht nur hier, sondern z.B. auch bei David und Jonathan, der seien Vater - den König - belügt.


    Im "Gebot" geht es um "falsches Zeugnis", das war in Anbetracht dessen, dass es keine oder kaum "Sachbeweise" gab für die Rechtssprechung essentiell. Jesus seinerseits fordert "Wahrhaftigkeit" -wo da die Balance zu finden ist, muss jeder (möglichst geistgeführt) für sich selbst entscheiden.

    Liebe Grüße, Heimo