DIE BEIDEN BRIEFE DES APOSTEL PETRUS

  • Christel nein, das ist nicht irreführend zu beklagen. Sonst wäre ja wahllosem Synkretismus das Tor geöffnet.

    In all diesem muss man immer schauen, ob man noch im Sinne Gottes wirkt. Was den Biblizisten gilt, gilt anderen auch: Gott ist nicht die Bibel.

    Zu sagen, da ist sowieso alles vermischt und deshalb können wir da maßlos mit weitermachen und einrichten, was wir wollen, ist auch eine Form von Biblizismus.

  • Starangel, "Ein Bischof muss ohne Tadel sein: der Mann einer einzigen Frau" das ist zu allererst mal eine Begrenzung, denn damals war es durchaus üblich mehrerr Frauen "zu besitzen".
    Zudem stammt der Brief nicht von Paulus, als dieser unterwegs war um Gemeinden zu Gründen, da gab es das Amt des "Bischofs" noch nicht.

    Ich finde die Anforderungen für jemanden, der Jesus Christus Lehren für Schaffung Reiches Gottes an die Gemeideangehörigen weitergeben will als sehr einleuchtend.

    Zitat

    1. Tim 31 Das ist gewisslich wahr: Wenn jemand ein Bischofsamt[1] erstrebt, begehrt er eine hohe Aufgabe. 2 Ein Bischof aber soll untadelig sein, Mann einer einzigen Frau, nüchtern, besonnen, würdig, gastfrei, geschickt im Lehren, 3 kein Säufer, nicht gewalttätig, sondern gütig, nicht streitsüchtig, nicht geldgierig, 4 einer, der seinem eigenen Haus gut vorsteht und gehorsame Kinder hat, in aller Ehrbarkeit. 5 Denn wenn jemand seinem eigenen Haus nicht vorzustehen weiß, wie soll er für die Gemeinde Gottes sorgen?

    Zudem stammt der Brief nicht von Paulus, als dieser unterwegs war um Gemeinden zu Gründen, da gab es das Amt des "Bischofs" noch nicht.

    Das Wort Bischof steht aber auch in der Apg und dem Petrusbrief, im Neuen Testament.Der Kanon wurde ja von wem schon wieder zusammengestellt?;) Von Pflichtzölibat unter Bischöfen, wird nirgends gelehrt.Oder irre ich mich und Duu kannst uns zeigen wo Jesus dies gelehrt haben soll?

    Zitat

    Phil 1,1 Paulus und Timotheus, Knechte Christi Jesu, an alle Heiligen in Christus Jesus in Philippi samt den Bischöfen und Diakonen

    Tit 1,7 Denn ein Bischof soll untadelig sein als ein Haushalter Gottes, nicht eigensinnig, nicht jähzornig, kein Säufer, nicht gewalttätig, nicht schändlichen Gewinn suchen;

    Ebenso, ist allgemein bekannt, dass Jesus ermahnte niemanden auf Erden VATER zu nennen. Und wenn der Papst als höchster Bischof von Rom auf dem Stuhl Petri sitzt, dann kann man auch fragen, warum soll der nicht heiraten dürfen, wenn doch Petrus selber eine Schwiegermutter hatte?

    Der Zölibat ist im Neuen Testament also ein Ideal, aber längst keine Verpflichtung.

    Pflichtzölibat für Bischöfe würde genaugenommen den biblisch festgehaltenen Voraussetzungen für einen kompetenten Bischof widersprechen (der Name Bischof leitet sich vom griechischen Wort "episkopos", übersetzt Aufseher, Schiedsrichter ab))

  • Paulus lobt seine Freiheit, die er ohne Familie hat... Mit Familie wäre sein Missionswerk kaum möglich gewesen.

    ... und in dem einen Neuen Testament sind Frauen Diakoninnen und Apostlinnen, da reden Frauen prophetisch
    und gleichzeitig steht da, dass die Frauen schweigen sollen.

    Paulus stellt die Galater vor die Wahl die Thora (Gesetz) oder Christus.

    Und Starangel, der angeblich so treue Christusnachfolger, der macht aus dem Neuen Testament ein Gesetzbuch und folgt diesem anstelle von Christus.

    Übrigens, katholisches Kirchenrecht ist und war immer änderbar. Das geht so weit, dass es innerhalb dieser Kirche unterschiedliche Rechtesatzungen gibt.

  • Wenn man der Kirche die Kontinuität abspricht und Ihr nur Irrlehren und Verbrechen unterstellt, dann gibt es so was wie Kirche gar nicht.

    Was ist "Kirche" - im biblischen Sinn?

    Warum sollte da eine "Kontinuität" ein wesentliches Kriterium sein?

    Ich denke nicht, dass hier jemand der ernstzunehmende Beiträge liefert der Kirche "nur Irrlehren und Verbrechen unterstellt". Leier gibt es die auch, aber wenn isch jemand auf Jesus Christus beruft und dabei anders handelt, dann ist das immer besonders Anstoß erregend. So wie, wenn jemand sich auf Christus beruft und die rkK heruntermacht.

    Liebe Grüße, Heimo

  • Es gibt auch eine Kontinuität in der christlichen Botschaft, unaufgebbare Punkte. Das bezieht sich aber nicht auf ein später installiertes Bischofsamt oder irgendwelche Rituale oder Kultpraktiken, die ebenfalls später installiert wurden und teilweise sehr stark die Frage aufwerfen, ob das im Sinne Jesu sein kann (dass er selbst es nicht eingeführt hat, ist offenkundig).

    Wenn dann die Gegenfrage gestellt wird: "Wer sagt dir denn, was Kirche ist und was vom Heiligen Geist kommt?", dann sagt man damit eindeutig, dass man diesen Zugang NUR durch den Klerus haben kann, entsprechend der Lehre "außerhalb der Kirche kein Heil!" und "Wo der Bischof ist, ist Christus!"

    Das würde bedeuten, bei den ganzen Morden, Inquisitionen und Sonderlehren war Christus, weil da der Bischof war. Man fragt also nicht: "War das im Sinne Jesu Christi?", sondern das war es, weil da die Kirche und der Bischof war...

    Das ist eine derartige, bodenlose Irrlehre, und übrigens schlicht eine Sektenlogik. Es ist dabei vollkommen egal, wie groß die Kirche ist und dass Sekten eigentlich viel kleiner sind. Dieses Gedankengut ist sektiererisch.

    Dieser ganze Denkvorgang stimmt ja schon nicht. Kontinuität ist schön und gut. Einheit ist schön und gut. Aber die Herleitung hakt.

  • Es gibt auch eine Kontinuität in der christlichen Botschaft, unaufgebbare Punkte.

    Dazu würde ich sagen, dass dies – laut Apostelgeschichte 2,42 – die »Lehre der Apostel« ist, welche die Lehre Jesu vom Reiche Gottes aufnimmt.

    Dazu zu zählen sind meines Erachtens als unaufgebbare Punkte:

    1. Jesu Lehre vom Königreich Gottes, wie in Jesu Bergpredigt!
    2. Jesu Lehre von der Buße und Umkehr (»METANOIA«).
    3. Jesu Lehre "Gutes zu tun!" und dem Bösen zu wehren!
    4. Die Lehre der 10 Gebote (= »Gottes Grundgesetz«!)
    5. Die Lehre von der Erlösung unserer Schuld durch den Tod Jesu Christi! (PS: In Apg.3,1 lesen wir von den Urchristen, dass diese sich jeden Freitag - als Erinnerung an den Todestag Jesu am Karfreitag - um 15:00 Uhr - zur Todesstunde Jesu versammelt hatten [„Petrus aber und Johannes gingen hinauf in den Tempel um die neunte Stunde, zur Gebetszeit.”])
    6. Die Lehre vom Sieg Jesu über den Tod durch seine Auferstehung! Hier wird man sich schon sehr bald auch am Sonntag zum Abhalten des Gedächtnis-Abendmahls und zur Predigt versammelt haben! (---> siehe Apg.20,7!)
    7. Die "Goldene Regel" Jesu („Was Du nicht willst, dass man dir tu - das füg auch keinem andern zu!”)
    8. Die Lehre, dass »Allen alle Güter« gemeinsam gehören! (Apg.2,44f.)
    9. Die Lehre vom Gebet und von der Danksagung und vom Lobe Gottes
    10. Die Lehre von den biblischen Sakramenten (Taufe + Abendmahl)
    11. Die Lehre von der Wiederkunft Jesu!
    12. Die Lehre vom Gericht und von der Weltvollendung!

    ein später installiertes Bischofsamt oder irgendwelche Rituale oder Kultpraktiken, die ebenfalls später installiert wurden und teilweise sehr stark die Frage aufwerfen, ob das im Sinne Jesu sein kann (dass er selbst es nicht eingeführt hat, ist offenkundig).

    Das war z.B. wie Hans Küng in seinem Buch "Unfehlbar?" (das ihn übrigens seine Lehrerlaubnis kostete 1979/1980!) meinte erst im 2. Jahrhundert der Fall, dass sich das Bischofsamt etabliert hatte mit den dreifachen Ämtern Diakon – Priester – Bischof. Aus dem dann die RKK das Weihesakrament entwickelt hatte und die Unterscheidung »Klerus – Laien« etablierte.

    Und auch die Transsubstantiations-Wandlungslehre wurde erst 1215 in die Kirche eingeführt!

    Das würde bedeuten, bei den ganzen Morden, Inquisitionen und Sonderlehren war Christus, weil da der Bischof war.

    Danke, das hast Du gut und richtig erkannt! Genau so argumentiert ja die Römisch-Katholische Kirche! Bis heute – l e i d e r !!!

  • Norbert, lies doch einfach im Internet nach, bevor Du Behauptungen aufstellst, die nicht stimmen:

    Das war z.B. wie Hans Küng in seinem Buch "Unfehlbar?" (das ihn übrigens seine Lehrerlaubnis kostete 1979/1980!)

    Unfehlbar? – Eine Anfrage erschien 1970)

    "Im Juli 1971 wurde ein Lehrverfahren wegen Unfehlbar? – Eine Anfrage eröffnet. Küng erhielt eine Fragenliste, die er nicht beantwortete."

    "1975 wurde Küng durch die Glaubenskongregation unter Auflagen gerügt.[10] Mit der erteilten Erklärung und Rüge bezüglich falscher Glaubenslehre in drei Punkten wurden die beiden seit fünf bzw. sieben Jahren laufenden Verfahren eingestellt. Weder wurde ein Widerruf verlangt noch erfolgte ein Entzug der Lehrerlaubnis, was ungewöhnlich war.[11]"

    Der Entzug der Lehrerlaubnis erfolgte erst im Dezember 1979 und dazwischen ist ganz viel passiert. Irgendwann hat es einfach gereicht.

    "Küng selbst sah darin vor allem eine Reaktion auf seine Kritik am Dogma der Unfehlbarkeit."

    Quelle und mehr dazu: https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_K%C3%BCng


    Hans Küng war ziemlich schwach in Sachen Selbstreflexion und Selbstkritik, aber großartig im kritisieren anderer Menschen und ein großartiger Selbstdarsteller.


    Küng hat auch ständig Joseph Ratzinger angegriffen, dabei hatte dieser mit dem Entzug von Küngs Lehrerlaubnis nichts zu tun:

    "Kardinal Ratzinger wurde am 25. November 1981 durch Papst Johannes Paul II. zum Präfekten ernannt."
    https://de.wikipedia.org/wiki/Benedikt_XVI.

  • Dazu zu zählen sind meines Erachtens als unaufgebbare Punkte:

    Die Lehre, dass »Allen alle Güter« gemeinsam gehören! (Apg.2,44f.)

    Das Christentum ist kein Kommunismus!

    "Und alle, die glaubten, waren an demselben Ort und hatten alles gemeinsam." Apg 2,44

    Das war auf eine überschaubare Gruppe begrenzt. So war es nicht in allen Gemeinden.

    Zitat

    Es gab auch keinen unter ihnen, der Not litt. Denn alle, die Grundstücke oder Häuser besaßen, verkauften ihren Besitz, brachten den Erlös und legten ihn den Aposteln zu Füßen. Jedem wurde davon so viel zugeteilt, wie er nötig hatte. (Apg 4,34f.)

    Als das aufgebraucht war, litten sie dann wohl doch Not. Paulus sammelte in seinen Gemeinden für diese Leute und brachte das Geld nach Jerusalem.

    Und hier Norbert kommt des entscheidendste Punkt:

    Zitat

    1 Ein Mann namens Hananias aber und seine Frau Saphira verkauften zusammen ein Grundstück 2 und mit Einverständnis seiner Frau behielt er etwas von dem Erlös für sich. Er brachte nur einen Teil und legte ihn den Aposteln zu Füßen. 3 Da sagte Petrus: Hananias, warum hat der Satan dein Herz erfüllt, dass du den Heiligen Geist belügst und von dem Erlös des Grundstücks etwas für dich behältst? 4 Hätte es nicht dein Eigentum bleiben können und konntest du nicht auch nach dem Verkauf frei über den Erlös verfügen?

    Es gab wohl eine Gruppendynamik, aber keine Verpflichtung das Eigentum einzubringen.

    Es war immer ein Modell innerhalb der Kirche, aber nie für alle. Daher ist es merkwürdig, dass Du dies als unaufgebbaren Punkt gesetzt hast.
    Wenn Du Gütergemeinschaft möchtest, dann geh ins Kloster.

  • Wenn dann die Gegenfrage gestellt wird: "Wer sagt dir denn, was Kirche ist und was vom Heiligen Geist kommt?", dann sagt man damit eindeutig, dass man diesen Zugang NUR durch den Klerus haben kann, entsprechend der Lehre "außerhalb der Kirche kein Heil!" und "Wo der Bischof ist, ist Christus!"

    Seele, Du tust hier lediglich Deine Vorurteile kund und lässt heraushängen, dass Du mit Deiner Kirche das bessere Christentum vertrittst.

    Von den 2,5 Millarden Christen, gehören immerhin 1,4 Milliarden zur Katholischen Kirchen. Du sprichst somit der Mehrheit der Christen, das wahre Christsein ab.

    Dass man nur über den Klerus Zugang zum Heiligen Geist bekommt ist Unsinn!!!

  • Was ist "Kirche" - im biblischen Sinn?

    Warum sollte da eine "Kontinuität" ein wesentliches Kriterium sein?


    Christus ist das Haupt des e i n e n Leibes, der Leib Christi ist die Kirche:

    Zitat

    13 Durch den einen Geist wurden wir in der Taufe alle in einen einzigen Leib aufgenommen, Juden und Griechen, Sklaven und Freie; und alle wurden wir mit dem einen Geist getränkt. 14 Auch der Leib besteht nicht nur aus einem Glied, sondern aus vielen Gliedern.
    [...]

    27 Ihr aber seid der Leib Christi und jeder Einzelne ist ein Glied an ihm. 
    28 So hat Gott in der Kirche die einen erstens als Apostel eingesetzt, zweitens als Propheten, drittens als Lehrer; ferner verlieh er die Kraft, Machttaten zu wirken, sodann die Gaben, Krankheiten zu heilen, zu helfen, zu leiten, endlich die verschiedenen Arten von Zungenrede. 29 Sind etwa alle Apostel, alle Propheten, alle Lehrer? Haben alle die Kraft, Machttaten zu wirken? 30 Besitzen alle die Gabe, Krankheiten zu heilen? Reden alle in Zungen? Können alle übersetzen?

    https://www.bibleserver.com/EU/1.Korinther12

    Daher gibt es Kirche nur in der Einzahl.

    Nach dieser biblischen Definition ist die Kirche der Leib Christi. Es daher abwegig vor Kirche das Wort "christlich" zu setzen, so als wenn es noch andere nichtchtistliche Kirchen gäbe.

    Wichtig sind mir diese Attribute, die tatsächlich näher bestimmen WIE die Kirche sein muss:

    Zitat

    und die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche.
    https://www.katholisch.de/artikel/6564-d…ubensbekenntnis

    Katholisch bedeutet, dass diese e i n e Kirche tatsächlich einen Raum für alle Christen und Gemeinden bieten muss. Daher dürfen "unaufgebbare Punkte" nicht zu eng gefasst sein, das heißt im Wesentlichen Einheit, ansonsten Freiheit.

    Ein unaufgebarer Punkt ist hier genannt, nämlich dass die Kirche in der Lehre der Apostel stehen muss. Dies sichert die Kontinuität mit den Anfängen. Das Große oder Nizäno-Konstantinopolitanische Glaubensbekenntnis nennt weitere Punkte.

    Festzuhalten ist zudem hieran:

    Zitat

    Als Grundvollzüge bezeichnet die Theologie, die sich in der Kontinuität zur Alten Kirche sieht (v. a. Römisch-Katholische Kirche, Evangelisch-Lutherische Kirchen, Orthodoxe Kirchen), die Hauptaufträge, die den Sinn und Zweck der Kirche als institutionelle Organisation der Gemeinde der christlichen Gläubigen begründen und legitimieren. Sie sind damit Wesensmerkmale der Kirche. Ohne eine Organisation der Gemeinde wäre ihre Ausführung nicht oder nur eingeschränkt möglich.

    Die katholische Tradition beschreibt drei Grundvollzüge:

    • Zeugnis (altgriechisch μαρτυρία martyría): Zeugnis, Verkündung und Verbreitung des Evangeliums
    • Liturgie (λειτουργία leiturgía): Gottesdienst, gemeinsames Gebet, insbesondere Feier der Eucharistie
    • Diakonie (διακονία diakonía): Dienst an den Menschen, zum Beispiel die Linderung von Not und Armut in der Welt.

    Sie nimmt darin die theologische Tradition des dreifachen Amtes Christi, nämlich seine Sendung als Prophet, Priester und Hirte, auf; an diesen Ämtern haben das ganze Volk Gottes und alle seine Glieder durch Taufe und Firmung Anteil.[1]

    Seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil wird in der römischen Kirche noch eine vierte Grunddimension der Kirche beschrieben, die Gemeinschaft (lateinisch commúnio/altgriechisch κοινωνία koinonía)[2], in der die christliche Gemeinde ebenfalls ihren Ausdruck findet.[3]
    https://de.wikipedia.org/wiki/Grundvollzug

    Neben den unaufgebbaren Punkten, die für die Kontinuität stehen, gibt es zahlreiche Variablen. Hier sind zwei genannt:

    Zitat



    Die weitaus meisten davon gehören der lateinischen oder Westkirche an. Dazu kommen weitere 23 Teilkirchen eigenen Rechts und mit eigenem Ritus, die so genannten katholischen Ostkirchen.
    https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%B6mi…holische_Kirche

    Auch die Gemeinschaften und Bewegungen zählen zu den Variablen wie Christsein innerhalb der einen Kirche gelebt wird.

    Dazu zählt beispielweise auch die Charismatische Erneuerung. Sie sind Teil der Katholischen Kirche. Im Protestantismus haben sie sich abgespalten und eigene Kirchen gebildet.

  • Zitat


    28 So hat Gott in der Kirche die einen erstens als Apostel eingesetzt, zweitens als Propheten, drittens als Lehrer; ferner verlieh er die Kraft, Machttaten zu wirken, sodann die Gaben, Krankheiten zu heilen, zu helfen, zu leiten, endlich die verschiedenen Arten von Zungenrede. 29 Sind etwa alle Apostel, alle Propheten, alle Lehrer? Haben alle die Kraft, Machttaten zu wirken? 30 Besitzen alle die Gabe, Krankheiten zu heilen? Reden alle in Zungen? Können alle übersetzen?

    https://www.bibleserver.com/EU/1.Korinther12

    Der letzte der Apostel war Johannes Zebedäus († um 105 n.Chr.). Wer waren die Propheten? Könnte man nicht hier Petrus Waldus, John Wycliff, Jan Hus und die 3 "großen" Reformatoren (Martin Luther – Ulrich Zwingli – Johannes Calvin), John Wesley, Nikolaus Ludwig von Zinzendorf, Philipp Spener, John Nelson Darby und Joseph Bates und Ellen Gould White nennen?

    Christliche Lehrer waren meiner Meinung nach die "großen" Kirchenväter Origines, Irenäus von Lyon, Tertullian, Athanasius, und die 3 "großen" Kappadozier Basilius von Caesarea, sein Bruder Gregor von Nyssa und ihr Freund Gregor von Nazianz.

    Machttaten ("Wunder") und Heilung von Krankheiten (dito Wunder!) und Zungenrede war nur den NTlichen Aposteln gegeben. Mit deren Tod hörten diese Gaben des HERRN auf!

    Laut katholischer Auffassung waren die durch die Apostel per Handauflegung eingesetzten Bischöfe (z.B. Polykarp von Smyrna) Nachfolger der Apostel. Damit habe sich die sogenannte Apostolische Sukzession [= Nachfolge] etabliert, einschließlich der Nachfolge des Petrus als (erster) Bischof von Rom.

    Daher dürfen "unaufgebbare Punkte" nicht zu eng gefasst sein, das heißt im Wesentlichen Einheit, ansonsten Freiheit.

    Warum hat dann aber 1521 Papst Leo X. diesen vernünftigen Grundsatz gegenüber Martin Luther nicht verwirklicht und auch Clemens VII. (bürgerlich Giulio de’ Medici) hätte 1530 das Augsburger Bekenntnis der Lutheraner anerkennen können und es wäre zu keiner Kirchenspaltung gekommen. Jener Clemens VII. (Papst 1523 – 1534) war es auch der die Abspaltung der englischen Anglikaner unter Henry VIII. mitzuverantworten hatte!

    Zitat

    Die katholische Tradition beschreibt drei Grundvollzüge:

    • Zeugnis (altgriechisch μαρτυρία martyría): Zeugnis, Verkündung und Verbreitung des Evangeliums
    • Liturgie (λειτουργία leiturgía): Gottesdienst, gemeinsames Gebet, insbesondere Feier der Eucharistie
    • Diakonie (διακονία diakonía): Dienst an den Menschen, zum Beispiel die Linderung von Not und Armut in der Welt.

    Meiner Meinung nach sollten sich Zeugnis – Liturgie + Diakonie in der »eine(n), heilige(n), katholische(n) und apostolische(n) Kirche« an der Bibel orientieren, v.a. natürlich am Neuen Testament!

  • An keiner Stelle sagte ich, dass meine Kirche überlegen sei oder besser. Im Gegenteil kritisierte ich sie ebenfalls schon mehrfach, gemessen am Evangelium. Denn genau darum geht es. Dieses Moment der Selbstkritik und Korrektur ist wichtig. Sonst verabsolutiert man die eigene Institution.

    An keiner Stelle sprach ich Katholiken das Christsein ab, sondern ich kritisiere gewisse theologische bzw kirchliche Inhalte und Strukturen.

    Das gleiche tue ich bei der Evangelischen Kirche, bei Freikirchen, bei der Orthodoxen Kirche etc.

    Hintergrund ist nicht, dass ich so toll und so viel besser bin, sondern schlicht, dass ich gewisse Inhalte und Strukturen kritisiere und anfrage. Ebenso hebe ich auch Vorzüge und Stärken aus all diesen Kirchen hervor, wenn das thematisch gerade passt, wie hier ebenfalls schon mehrfach geschehen und nachlesbar für alle.

    Wenn man gewisse Inhalte und Strukturen nicht kritisieren kann, weil es ja "DIE Kirche" sei und man das nicht ändern kann und in Abrede gestellt wird, darüber befinden zu können, ohne dass die Kirche einem das sage, dann halte ich das für extrem problematisch. Ganz einfach.

  • Christus ist das Haupt des e i n e n Leibes, der Leib Christi ist die Kirche

    Nach dieser biblischen Definition ist die Kirche der Leib Christi.

    Ist das so? Woher leitest Du das ab.

    Der Leib ist doch - nach Paulus - die (lokale) Gemeinde (an eine solche schreibt er), in der viele Glieder zusammenwirken zum Wohl der Gemeinde, der Nächsten, wie auch anderer Gemeinden.

    Liebe Grüße, Heimo

  • Christus ist das Haupt des e i n e n Leibes, der Leib Christi ist die Kirche

    Nach dieser biblischen Definition ist die Kirche der Leib Christi.

    Ist das so? Woher leitest Du das ab.

    Der Leib ist doch - nach Paulus - die (lokale) Gemeinde (an eine solche schreibt er), in der viele Glieder zusammenwirken zum Wohl der Gemeinde, der Nächsten, wie auch anderer Gemeinden.

    Gegenfrage, woher leitest Du ab, dass Paulus mit Leib Christi ausschließlich "die (lokale) Gemeinde" meint?

    Zitat

    16 Ist der Kelch des Segens, über den wir den Segen sprechen, nicht Teilhabe am Blut Christi? Ist das Brot, das wir brechen, nicht Teilhabe am Leib Christi? 17 Ein Brot ist es. Darum sind wir viele ein Leib; denn wir alle haben teil an dem einen Brot.
    https://www.bibleserver.com/EU/1.Korinther10

    Zitat

    12 Denn wie der Leib einer ist, doch viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber, obgleich es viele sind, einen einzigen Leib bilden: So ist es auch mit Christus. 13 Durch den einen Geist wurden wir in der Taufe alle in einen einzigen Leib aufgenommen, Juden und Griechen, Sklaven und Freie; und alle wurden wir mit dem einen Geist getränkt.
    https://www.bibleserver.com/EU/1.Korinther12

    Zitat

    4 Denn wie wir an dem einen Leib viele Glieder haben, aber nicht alle Glieder dieselbe Aufgabe haben, 5 so sind wir, die vielen, ein Leib in Christus, als Einzelne aber sind wir Glieder, die zueinander gehören.
    https://www.bibleserver.com/EU/R%C3%B6mer12

    Paulus schreibt von einem Leib, einen einzigen Leib.

    "Durch den einen Geist wurden wir in der Taufe alle in einen einzigen Leib aufgenommen."

    Wie ist das bei Euch? Wird man durch die Taufe nur in die jeweilige lokale Ortsgemeinde aufgenommen? Ist man nur dort Christ?
    Wie viele Leiber hat Christus?

  • Zitat

    12 Denn wie der Leib einer ist, doch viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber, obgleich es viele sind, einen einzigen Leib bilden: So ist es auch mit Christus. 13 Durch den einen Geist wurden wir in der Taufe alle in einen einzigen Leib aufgenommen, Juden und Griechen, Sklaven und Freie; und alle wurden wir mit dem einen Geist getränkt.
    https://www.bibleserver.com/EU/1.Korinther12

    Zitat

    4 Denn wie wir an dem einen Leib viele Glieder haben, aber nicht alle Glieder dieselbe Aufgabe haben, 5 so sind wir, die vielen, ein Leib in Christus, als Einzelne aber sind wir Glieder, die zueinander gehören.
    https://www.bibleserver.com/EU/R%C3%B6mer12

    Paulus schreibt von einem Leib, einen einzigen Leib.

    "Durch den einen Geist wurden wir in der Taufe alle in einen einzigen Leib aufgenommen."

    A m e n !

    1.Korinther12:13 Durch den einen Geist wurden wir in der Taufe alle in einen einzigen Leib aufgenommenA m e n !

    Wir alle die wir in und durch Jesus Christus in der Taufe in SEINE KIRCHE aufgenommen wurden, in die »unam, sanctam, catholicam et apostolicam Ecclesiam« sind als TEIL DES LEIBES CHRISTI somit auch Teil der . e i n e n . Kirche von Christus! Das heißt die christliche Taufe (das zweite (nach der historischen Reihenfolge im NT) Sakrament verbindet alle Christen miteinander egal welcher Denomination oder Konfession!

  • Gegenfrage, woher leitest Du ab, dass Paulus mit Leib Christi ausschließlich "die (lokale) Gemeinde" meint?

    Es ist einfach das nahelegende Verständnis, nachdem Paulus an eine Gemeinde schreibt und in der die verschiedenen Gaben, Aufgaben und (damit verglichen) die menschlichen Glieder sieht (nicht die Augen habt ihr hier, die Arme sind in Ephesus).

    Liebe Grüße, Heimo

  • Christel hast du in 1 Kor.12,13 versehentlich oder mit Absicht vergessen den Satz bis zum Punkt zu unterstreichen?🤔

    Zitat

    12 Denn wie der Leib einer ist, doch viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber, obgleich es viele sind, einen einzigen Leib bilden: So ist es auch mit Christus. 13 Durch den einen Geist wurden wir in der Taufe alle in einen einzigen Leib aufgenommen, Juden und Griechen, Sklaven und Freie; und alle wurden wir mit dem einen Geist getränkt.
    https://www.bibleserver.com/EU/1.Korinther12

    Das war Absicht, da es mir in meimner Argumentation auf " einen einzigen Leib" ankam.
    Weshalb fragst Du?

  • Gegenfrage, woher leitest Du ab, dass Paulus mit Leib Christi ausschließlich "die (lokale) Gemeinde" meint?

    Es ist einfach das nahelegende Verständnis, nachdem Paulus an eine Gemeinde schreibt und in der die verschiedenen Gaben, Aufgaben und (damit verglichen) die menschlichen Glieder sieht (nicht die Augen habt ihr hier, die Arme sind in Ephesus).

    Da es keine Rundschreiben waren, sondern Briefe an einzelne Gemeinden kann man dies meinen, zumal es anlässlich von Differenzen innerhalb der Gemeinde verfasst wurde.

    Tatsächlich ist es auch so, dass sich die Menschen innerhalb einer Gemeinde so wie ein Leib verhalten sollen.

    Aber das Bild „Leib Christi“ lässt mehrere Leiber nicht zu. Zur Illustration hatte ich ein paar weitere Textstellen ergänzt. Gerade diese Aussage "wurden wir in der Taufe alle in einen einzigen Leib aufgenommen" weist über die einzelne Gemeinde hinaus, denn mit "wir" nennt sich Paulus mit. Doch Paulus wurde nicht erst in Korinth getauft.

    Es gibt noch einen weiteren Hinweis auf ein Gemeinde übergreifendes Verständnis bezüglich "Leib Christi" bei Paulus:

    Paulus war vermutlich bereits in Syrien und Kilikien als Missionar erfolgreich. Er hielt es jedoch für notwendig im Einverständnis mit den Aposten zu handeln:

    Zitat

    1 Vierzehn Jahre später ging ich wieder nach Jerusalem hinauf, zusammen mit Barnabas; ich nahm auch Titus mit.[1] 2 Ich ging hinauf aufgrund einer Offenbarung, legte der Gemeinde und im Besonderen den Angesehenen das Evangelium vor, das ich unter den Völkern verkünde; ich wollte sicher sein, dass ich nicht ins Leere laufe oder gelaufen bin. https://www.bibleserver.com/EU/Galater2

    In Antiochia kam es zu einem Zwischenfall. Paulus regte sich auf, wobei es ihm gleichzeitig um das Evangelium und um die Einheit der Christen ging.

    Doch man legte Paulus weiter Steine in dem Weg, wie der Brief an die Galater zeigt. Paulus argumentierte und sammelte Geld für die Leute, die ihm Schwierigkeiten machten und brachte es auch noch selbst hin. In Jerusalem ließ er sich nötigen in den Tempel zu gehen, was zu seiner Gefangenschaft und schließlich zu seinem Tod führte. Letztlich ist Paulus für die Einheit der Kirche gestorben.

    Hätte er es sich, so als erfolgreicher Missionar, nicht einfacher machen können, indem er sich kategorisch von den Menschen, die ihm Schwierigkeiten machten, getrennt hätte?