Der Wille des Vaters gilt für ALLE Christen

  • Starangel gegenüber Gott findet keine Diffamierung hier statt, außer durch dich.

    Wir lesen hier die Bibel und nehmen sie ernst. Dass dir das, was die Bibel schildert, nicht passt, ist deine Sache, ändert aber nichts.

    Was du hier erzählst von Jesus, kommt nicht aus der Bibel. Dann musst du dir was anderes suchen.

    Ich hatte so eine Frau in der Diakonenausbildung, die sagte bei der Erzählung von Genesis 3: "Nein, das kann nicht sein! Da haben die sich vertan!" (wirklich, das war ihr ernst).

    Darauf ist zu antworten: Dann mag das nichts für dich sein! Dann bist du dazu nicht geschickt!

    Wir sind hier nicht im Kindergarten. Die Bibel ist keine Kindergeschichte, sondern zeigt ganz tief und ehrlich die Wahrheit des menschlichen Lebens und dieser Welt auf.

    Und vorab, bevor das wieder kommt: es ist mir egal, wie alt und erfahren du bist. Das hat nichts zu sagen. Besagte Frau war auch Mitte 40. Und ich kenne noch wesentlich ältere, die reden angesichts der Bibel wie kleine Kinder.

    Nein, das wird nicht "noch erlaubt sein". Es ist keine Lesart der Bibel. Ganz einfach. Und du verteidigst damit auch nicht Gott. Gott braucht deine Verteidigung nicht, der steht mit Wort und Tat schon für sich selbst.

    Da ist alles ganz klar und offenbar, was er warum getan hat, das steht da ganz klar drin. Und was er für uns getan hat, ist ebenfalls ganz klar und offenbar.

  • Christel Jesus riet klar davon ab, bezogen auf 3 Mose 24. 19 20 Auge um Auge, wo jemand so verletzt werden musste, wie jener tat. Angemessene Entschädigung war in jenem Zus.hang nicht gegeben.

    Willst Du Jesus Mangel am Textverständnis von der oben erwähnten mosaischen Gesetzesforderung unterstellen?

    Der am Sabbat lediglich Holz auflesende Mann musste gleichentags gesteinigt werden.

    Denn Jesus fragte die Schriftgelehrten. Die ihn Steinigen wollten, weil er am Sabbat heilte.

    Ist es erlaubt am Sabbat Gutes oder Böses zu tun Leben retten oder zu töten? Mk 3,4

    Ich kann Renato nicht erreichen.Aber ich nehme an , dass er auf den warmherzigen weisen jüdischen Rabbiner Hillel hinwies.

    Der hielt wohl von den zu Gewalt aufrufenden Gesetzen in der Torah such nichts (Wie Jesus fast zeitgleich. ( Mt 22,40. Mt 7.12 Talmud Sabbat 31 e? erklärte, die ganze Tora gilt als erfüllt. Wenn man niemandem antut was man selber nicht will.

    LG Stella

  • Willst Du Jesus Mangel am Textverständnis von der oben erwähnten mosaischen Gesetzesforderung unterstellen?

    Nein!

    Ich unterstelle Dir ein falsches Bibelverständnis und ein falsches Jesusverständnis, sofern überhaupt etwas von dem, was Du so zusammen schreibst, ernstzunehmen ist.

    Was ich schrieb, war zwar auch nicht ernst gemeint, aber vom Gesetz her ist es nun mal korrekt, dass Steinigen, also Steine aufheben und werfen, genauso Arbeit ist wie Holz aufheben. - Aber dazu hatte sich Jesus nicht geäußert.

    Nehmen wir Dein anderes Beispiel:

    Zitat

    38 Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Auge für Auge und Zahn für Zahn. 39 Ich aber sage euch: Leistet dem, der euch etwas Böses antut, keinen Widerstand, sondern wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin! 40 Und wenn dich einer vor Gericht bringen will, um dir das Hemd wegzunehmen, dann lass ihm auch den Mantel! 41 Und wenn dich einer zwingen will, eine Meile mit ihm zu gehen, dann geh zwei mit ihm! 42 Wer dich bittet, dem gib, und wer von dir borgen will, den weise nicht ab! 43 Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen.[2] 44 Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen, 45 damit ihr Kinder eures Vaters im Himmel werdet; denn er lässt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten und er lässt regnen über Gerechte und Ungerechte. 46 Wenn ihr nämlich nur die liebt, die euch lieben, welchen Lohn könnt ihr dafür erwarten? Tun das nicht auch die Zöllner? 47 Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr damit Besonderes? Tun das nicht auch die Heiden? 48 Seid also vollkommen, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist!

    https://www.bibleserver.com/EU/Matth%C3%A4us5

    Du kennst das Gesetz? Entschädigung für erlittenes Unrecht!

    Du als authentischer Nachfolger Jesu wirst zukünftig darauf verzichten!

    Jesus ist nämlich nicht nur Ausleger des Gesetzes so wie Pharisäer oder Rabbiner, Jesus ist der Gesetzgeber.

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    Ach was schreibe ich da, da Du ja völlig sündlos bist, hast Du schon immer so gehandelt!

  • Das Talionsprinzip "Auge um Auge" war ein Ausgleichsgesetz und in seiner damaligen Zeit revolutionär, wo man ansonsten jemanden für eine Strieme totschlug (1Mo 4,23-24)

    Diese Gesetze entwickelten sich übrigens auch in der Tora selbst weiter und veränderten sich. Ihr Sinn war das geregelte Zusammenleben im Volk und ein Schutz gegen Zügellosigkeit. Menschen brauchen das.

    Was Gott eigentlich will, ist immer schon, auch im Alten Testament, gesagt: Wenn ihr mich und den Nächsten liebt, werdet ihr gut an ihnen handeln. Das ist der Maßstab. Gott ist aber weise genug, um zu wissen, dass Menschen so nunmal nicht sind.

    Es gab übrigens keine Polizei in der israelitischen Gemeinde. Gott befahl es dem Herzen an: "WENN ihr Einsicht habt und verständig seid, dann WERDET ihr so tun..."

    Jesus tut es genauso: bei euch aber soll es nicht so laufen, wie in der Welt.

    Die Welt braucht diese Dinge, sie ist nunmal so, aber ihr sollt anders sein! Daran werden sie erkennen, dass ihr meine Jünger seid.

    Gott wollte das mit seinem Volk Israel genauso. Sie sollten Zeichen Gottes in der Welt sein. Ebenso die Kirche.

    Der Unterschied ist: bei Israel waren gesellschaftliches und religiöses Recht zusammen. In der Gemeinde Jesu ist es geistliches Recht IN der Welt. Denn die Kirche ist keine Nationalität, sondern sie setzt sich zusammen aus Menschen aller Nationen zu einem geistlichen Reich in der Welt.

  • Es gab übrigens keine Polizei in der israelitischen Gemeinde. Gott befahl es dem Herzen an: "WENN ihr Einsicht habt und verständig seid, dann WERDET ihr so tun..."

    Es gab eine Zeit der Richter.

    Die Männer trafen sich am Stadttor, um zu beraten und Rechtsentscheidungen zu treffen.

    "Pilatus sagte zu ihnen: Nehmt ihr ihn doch und richtet ihn nach eurem Gesetz! Die Juden antworteten ihm: Uns ist es nicht gestattet, jemanden hinzurichten." Johannes 18,31

    Also wurden nicht nur von den Römern Urteile gefällt und vollsteckt, sondern auch von jüdischen Personen.

    Und dann gab es noch wilde Steinigungen durch eine aufgebrachte Menge, von denen auch Paulus berichtet.

  • Lies Römer 6, die hörten aufgrund der heilsamen Lehre damit suf der Sünde Knecht zu sein.

    Egal, wie oft du diese Stelle noch bringst, in der Bibel wird von keinem Menschen berichtet, dass er komplett die Sünden überwinden konnte.

    Die von dir aufgeführten Stellen, geben einen Idealzustand wieder, den bisher kein Mensch erreichen konnte.

    Spannend ist auch die Aussage Jesu, dass sich die Jünger mehr darüber freuen sollen, dass ihre Namen im Himmel angeschrieben sind, als ihnen die Geister untertan sind. Ich würde das erweitern mit, als dass uns die Sünden untertan sind.

    Du und Renato seid mit dem sündlos sein auf dem Holzweg.

  • Und dann gab es noch wilde Steinigungen durch eine aufgebrachte Menge, von denen auch Paulus berichtet.

    Dazu gehörte die Steinigung des ersten christlichen Märtyrers vom Diakon Stephanus um 35 n.Chr. (Apostelgeschichte 7), der – weil die Todesstrafe im von den Römern seit 63 v.Chr. besetzten Palästina diesen vorbehalten blieb! – ein eindeutiger Lynchmord war! Aber die Römische Präfektur zog die Mörder nicht zur Rechenschaft (?), warum auch immer! Rom hätte die Mörder bestimmt alle gekreuzigt, denn 35 war der grausame Pontius Pilatus noch römischer Statthalter über Palästina! (bis er 36 wegen "schlimmer Grausamkeit" von Kaiser Tiberius abberufen und abgesetzt wurde!)

    "Pilatus sagte zu ihnen: Nehmt ihr ihn doch und richtet ihn nach eurem Gesetz! Die Juden antworteten ihm: Uns ist es nicht gestattet, jemanden hinzurichten." Johannes 18,31

    Also wurden nicht nur von den Römern Urteile gefällt und vollsteckt, sondern auch von jüdischen Personen.

    Aber diese jüdischen Personen (im Falle des Jesus von Nazareth der Hohe Rat, = die 70 Mitglieder des Sanhedrin (Synhedrion) an deren Spitze das geistliche Oberhaupt der Juden, der Hohepriester stand!) konnten seit 63 v.Chr. als besetztes und erobertes (unterdrücktes!) Land ihre Urteile/Todesurteile nicht mehr selbst vollstrecken! Insofern stimmte Dein o.g. Satz so nicht! Weswegen der korrupte Priesterkasten-Vorsteher und Hohepriester Kaiphas Jesus auch durch Pontius Pilatus zum Tode verurteilen lassen musste!

  • Norbert Chmelar die Römer interessierten inner-jüdische Angelegenheiten nicht, solange es keinen Aufstand gab.

    Und offensichtlich gab es intern Steinigungen und dergleichen, die Evangelien erzählen ja davon. Vielleicht nicht bis zum Tode, aber was damit ausgesagt werden soll, wenn die Leute da alle die Frau steinigen wollen, ist ja eindeutig: Du sollst nicht leben!

    Das ist schlimm, selbst wenn sie sie nicht wirklich zu Tode steinigen. Und die Lebensgefahr, wenn Menschen Steine nach dir schmeißen, ist generell da.

    Sowas passierte, auch Morde, und das war den Römern erstmal egal. Wenn sich Massen zusammenrotten, wie bei Jesus, DANN werden sie hellhörig.

    Was passiert denn, wenn hier in Berlin oder anderswo die Clans miteinander kämpfen? Da kommt teilweise schon lange keine Polizei mehr in diese Gebiete.

    Rom war mächtig, aber sie waren auch keine Götter. Juda war denen sowieso ein verhasstes Gebiet. Und wenn man Flavius Josephus Glauben schenkt, dann war Judäa eine Sündengrube sondergleichen. Dann versteht man auch besser diese Kritik Jesu damals.

    Auch scheint die Besatzung in dem Gebiet gar nicht so stark gewesen zu sein, wie man sich das immer vorstellt, dass da lauter römische Soldaten rumliefen. Nein, es gab da ein paar Posten mit Soldaten, die gar keinen Bock hatten, da zu sein. Nur, wenn es Tumult gab, wurden Truppen geschickt. Und wenn ein Pilatus zB einen Aufstand oder eine jüdische Sekte um einen Wanderprediger nicht schnell in den Griff bekam, dann hatte er sich vor dem Kaiser zu verantworten oder wurde sogar einen Kopf kürzer gemacht.

    So sah das aus.

  • Lies Römer 6, die hörten aufgrund der heilsamen Lehre damit suf der Sünde Knecht zu sein.

    Egal, wie oft du diese Stelle noch bringst, in der Bibel wird von keinem Menschen berichtet, dass er komplett die Sünden überwinden konnte.

    Die von dir aufgeführten Stellen, geben einen Idealzustand wieder, den bisher kein Mensch erreichen konnte.

    Du und Renato seid mit dem sündlos sein auf dem Holzweg.

    In der Bibel konnten einleuchtenderweise auch nicht all jene Christen seit damsls erwähnt werden, die aus Liebe zu Jesus Christus 3-jähriger Aufopferung hierfür und desgleichen seiner Jünger und Apostel Paulus ein nurmehr gottgefälliges=sündloses Leben begonnen und beibehalten haben.;)

    Wir haben such die weitaus leichtere Ausgangslage...viele schafften es damals schon, trotz des damaligen Irrglauben. mosaische Tötungsgesetze seien göttlichen Ursprungs.

  • Starangel

    In der Bibel wird NIEMAND erwähnt der sündlos wurde. Da dies so etwas aussergewöhnliches ist, wäre das sicher erwähnt worden. Diejenigen, die du als sündlos bezeichnest, waren es nie, das ist einfach eine merkwürdige Interpretation von dir.

  • Dein insich biblisch geschhlossenes Thema passt für dich und deinesgleichen.

    Da blindsein für die Zugehörigkeit bei euch praktiziert wird, sieht keiner beim anderen Sünde. Es ist alles ok.

    Für mich ist es3 das Ass aus Satans Ärmel gezogen. Wer sich in Sündlosigkeit wälzt, rechnet nicht mit Satan. Genau das wird von ihm bis auf's Äußerste schamlos ausgenutzt. Leider wird das von euch allen total naiv unterschätzt.

    Unsere Kirche ist offen für alle, aber nicht für alles! Christian Führer, ev. Pfarrer 1943-2014

  • Für mich ist es3 das Ass aus Satans Ärmel gezogen. Wer sich in Sündlosigkeit wälzt, rechnet nicht mit Satan. Genau das wird von ihm bis auf's Äußerste schamlos ausgenutzt. Leider wird das von euch allen total naiv unterschätzt.

    Das ist jetzt wieder typisch....................und muß wirklich nicht sein.

  • Christel Gemäss Jesus wurden alle jene welche jeweils bei den gesetzlich geforderten Steinigungen SCHULDIG am Tod des Steinigungsopfers..

    Mit dem was er suf den Boden schrieb wies Jesus wohl darauf hin.

    Darum wohl zogen es die Anwesenden vor, unverrichteter Dinge davonzueilen, weil offenbar schon jeder mal an Steinigungen teilgenommen hatten.

    Jesus getreulichen Nachfolger weigerten sich garantiert, künftig an Steinigungen teilzunehmen...auch wenn die AT-Gesetzeslehrer sie aufforderte.

    Denn mit solchen todbringenden Gesetzeswerken konnte man bekanntlich bei Gott, dem Himmlischen Vater unmöglich als Gerechte bestehen., erkannte auch Paulus gem Gal 2.16.

  • Für mich ist es3 das Ass aus Satans Ärmel gezogen. Wer sich in Sündlosigkeit wälzt, rechnet nicht mit Satan. Genau das wird von ihm bis auf's Äußerste schamlos ausgenutzt. Leider wird das von euch allen total naiv unterschätzt.

    Das ist jetzt wieder typisch....................und muß wirklich nicht sein.

    Der effektivste Schutz vor negativer Beeinflussung durch Gottes Widersacher Satan war ist und bleibt..

    ...alle bisherige Bosheit und unrein machenden Gedanken, wie Neid,Hass,Eifersucht bereuen und abzulegen

    ...und von Jesus Christus. seinen Jüngern und Apostel Paulus nurmehr gottgefälliges Leben. geistliche Gesinnung zu lernen und beizubehslten.

    Seid Gott untertan, widersteht dem Teufel so flieht er von Euch. Jak 4 7

    (Steht auch in jüngerjesus Bibel)

  • Für mich ist es3 das Ass aus Satans Ärmel gezogen. Wer sich in Sündlosigkeit wälzt, rechnet nicht mit Satan. Genau das wird von ihm bis auf's Äußerste schamlos ausgenutzt. Leider wird das von euch allen total naiv unterschätzt.

    Das ist jetzt wieder typisch....................und muß wirklich nicht sein.

    Ich habe nur von der Realität geschrieben und unterschätze Satan nicht, sondern schildere nur seine Arbeitsweise.

    Unsere Kirche ist offen für alle, aber nicht für alles! Christian Führer, ev. Pfarrer 1943-2014

  • Folgendes möchte ich gerne mit Euch teilen.


    Da es immer wieder Diskussionen zum Thema Gebote/Gesetze für Christen gibt, habe ich mal der KI folgende Frage gestellt.
    Kurz gesagt, habe ich als Prompt verlangt, dass die KI perfekt Hebräisch und Altgriechisch beherrscht und 1000-mal die Bibel durchgelesen hat.
    Ebenso habe ich als Prompt vorgegeben, dass die KI rein aus biblischer Sichtweise antworten soll und keinesfalls aus irgendwelchen theologischen Richtungen oder Lehren.
    Also komplett neutral, nur die Bibel. Die Frage war dann, ob gläubige Nichtjuden die Gebote (Heidenchristen), u.a. Speisegebote/Sabbat etc., weiterhin halten müssen oder eben nicht.

    Hier die Antwort:

    Das ist eine sehr tiefgehende und ehrliche Frage. Wenn man tatsächlich in der Lage wäre, die hebräischen und griechischen Urtexte der Bibel vollständig zu verstehen – also ohne Filter durch spätere Übersetzungen, Dogmen oder Traditionen – dann müsste man seine Antwort ausschließlich auf den Text selbst gründen.

    Ich formuliere es ehrlich und konsequent nach reiner Textbasis, ohne Lehrmeinungen:

    Wenn man als Nichtjude an den Gott Israels glaubt und die ganze Bibel (Tanach und Neues Testament) in der Ursprache studiert hat, würde man bemerken, dass:

    • Die Gebote Gottes (z. B. im Pentateuch) als Ausdruck seines Willens und seiner „gerechten Ordnung“ dargestellt werden. Sie gelten für „alle, die sich Gott anschließen (vgl. 2. Mose 12,49; Jes 56,6–7).
    • Jesus und die Apostel hielten den Sabbat, die biblischen Feste und aßen nach den Speisegeboten. Nirgendwo im Urtext des NT wird ausdrücklich gesagt, dass diese aufgehoben wären.
    • Paulus wird in Übersetzungen oft so verstanden, als lehre er Auflösung des Gesetzes. Im griechischen Urtext (z. B. Römer 3,31; 7,12) betont er aber, dass das Gesetz „heilig, gerecht und gut“ sei.

    Wenn man also rein nach der Schrift ohne theologische Brille vorgeht, würde man als gläubiger Nichtjude wahrscheinlich zu dem Schluss kommen:

    • Ja, man sollte die Gebote halten, soweit man sie verstehen und praktisch anwenden kann.
    • Ja, der Sabbat (der siebte Tag) gehört dazu, weil er von Gott selbst geheiligt wurde, nicht nur für Israel, sondern „am siebten Tag der Schöpfung“ (1. Mose 2,3).
    • Auch die Speisegebote würden dann Gültigkeit behalten, weil sie im Text als Ausdruck von Reinheit und Unterscheidung zwischen Heiligem und Unheiligem gelten, nicht als bloß „zeremoniell-jüdisch“.

    Kurz gesagt – ja, wenn man völlig unbeeinflusst nur aus der Urtextbibel liest, würde man als gläubiger Nichtjude wahrscheinlich versuchen, auch Sabbat, Speisegebote und weitere göttliche Anweisungen zu befolgen – nicht als Mittel zur Rettung, sondern als Ausdruck des Gehorsams und der Liebe zu Gott.