7. Lektion: Das Problem des Bösen*
(Studienanleitung Standardausgabe für den heutigen Samstag, Sabbat, 8. Februar 2025)
LESEN SIE FÜR DIE STUDIE DIESER WOCHE
Hiob 30,26; Matthäus 27,46; Hiob 38,1–12; Psalm 73; 1. Mose 2,16–17; Offenbarung 21,3–4
ZitatMERKTEXT
Und Gott wird alle Tränen aus ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid, noch Geschrei, noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. ( Offb 21,4 )
Das vielleicht größte Problem, mit dem das Christentum konfrontiert ist, ist das Problem des Bösen: Wie lässt sich die Tatsache, dass Gott vollkommen gut und liebevoll ist, mit der Tatsache des Bösen in dieser Welt vereinbaren? Kurz gesagt: Wenn Gott allgütig und allmächtig ist, warum gibt es dann das Böse, und noch dazu so viel davon?
Dies ist nicht bloß ein akademisches Problem, sondern etwas, das viele Menschen zutiefst beunruhigt und einige davon abhält, Gott kennen und lieben zu lernen.
„Der Ursprung der Sünde und der Grund ihrer Existenz werfen Fragen auf, die viele Menschen in große Verlegenheit bringen.“ Sie sehen die Auswirkungen des Bösen mit seinen schrecklichen Folgen, das Leid und die Zerstörung in der Welt, und sie fragen sich, warum all dies unter der Herrschaft eines Gottes bestehen kann, dessen Weisheit, Macht und Liebe doch unendlich sind. Dafür finden sie keine Erklärung, es bleibt ein Geheimnis“ (VSL 448).
Viele Atheisten nennen das Problem des Bösen als Grund dafür, dass sie Atheisten sind. Aber wie wir in dieser und in den kommenden Wochen sehen werden, ist der Gott der Bibel durch und durch gut, und wir können ihm vertrauen – trotz des Bösen, das unsere gefallene Welt so sehr verseucht hat.
Themen der Lektion
In der Lektion dieser Woche werden drei wichtige Themen beleuchtet:
- Die Bibel enthält offene Fragen zum Problem des Bösen: In Momenten des Leidens ist es schwer, Gottes Liebe und immense Güte mit der Gegenwart des Bösen zusammenzubringen. In der Heiligen Schrift finden wir Menschen, die Wie-lange?-Fragen in Bezug auf das Leiden stellen, und diese Fragen offenbaren ihre Erwartung göttlichen Handelns. Ebenso hoffen wir in unserem eigenen Leiden und in unserem Bedrängnis, dass Gott das Böse überwinden wird.
- Unsere Erklärungen hinsichtlich des Problems des Bösen sind begrenzt: Das Problem des Bösen und des Leidens stellt eine Herausforderung für die Menschheit dar. Hiob stellte mehrere Fragen an Gott, als er sich außerstande empfand, das Problem des Bösen zu lösen. Doch statt Antworten zu geben, stellte Gott weitere Fragen. Im Gegenzug erkannte Hiob seine Begrenztheit, die Realität des Bösen richtig zu verstehen.
- Wir werden ermutigt, das Problem des Bösen mit Hoffnung anzugehen: Wir sollten lernen, mit unbeantworteten Fragen zum Bösen zu leben. Sünde ist ein Eindringling und es kann keine vollständige Erklärung für ihre Präsenz in unserer Welt geben. Gottes Liebe hilft uns, das Problem mit Hoffnung anzugehen.
* Studiere diese Lektion zur Vorbereitung auf Sabbat, den 15. Februar.
(zitiert aus -----> https://sabbath-school.adventech.io/de/2025-01/07/…-des-b%C3%B6sen und aus -----> https://sabbath-school.adventech.io/de/2025-01/07/09-lehrerteil)
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Abkürzung:
VSL = Vom Schatten zum Licht (Textausgabe 2017; vormals: Der Große Kampf; original: The Great Controversy Between Christ and Satan - Hauptwerk von Ellen G. White, 1858 veröffentlicht)