Die Versuchung im Vater Unser

  • Zum Vater Unser

    Der Papst hatte im Dezember 2017 mit der Kritik an dem Satz: „führe uns nicht in Versuchung“ eine Welle der Diskussion losgetreten, weil er meinte, dass nicht Gott in Versuchung führt, sondern Satan. Damals sagte er, dass die Übersetzung schlecht sei und es eher heißen sollte: „führe uns in der Versuchung“.

    Es gibt tatsächlich einen Vers in der Bibel, der diese Behauptung stützt, denn in Jakobus 1: 13-14 (Luther Bibelübersetzung 1534) heißt es: „Niemand sage, wenn er versucht wird, dass er von Gott versucht werde. Denn Gott ist nicht ein Versucher zum Bösen. Er versucht niemand, sondern ein jeglicher wird versucht, wenn er von seiner eigenen Lust gereizt und gelockt wird.“

    Aber wie ist es dann zu verstehen, dass die richtige Übersetzung tatsächlich „führe uns nicht in Versuchung“ besagt? Nun, das Vater Unser ist an unseren himmlischen Vater gerichtet. Er ist der Allerhöchste, sein Wille geschieht, und nicht Satans Wille. Satan muss sich unterordnen.

    Wenn wir zu unserem himmlischen Vater beten, dann müssen wir auch Gottes Autorität anerkennen. Letztendlich unterliegt alles unserem himmlischen Vater. Das, was uns in Versuchung führt, ist das Böse in uns selbst. Das wird deutlich, wenn man den Satz im Vater Unser vollendet: „sondern erlöse uns von dem Übel“ und Jakobus 1: 13 dazu liest.

    Der Papst hatte seine Kritik an dem Vers nicht wiederholt. Das kann er auch nicht, denn wenn man „führe uns in der Versuchung“ übersetzen würde, ist es erstens nicht richtig und zweitens würde man damit dem Satan eine Position über unserem himmlischen Vater zugestehen.

    Amen

    William Tyndale 1526, Martin Luther 1534, Johannes 1:1 Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.

  • Das Papstwort hat in der Weltfeldusgabe / Teachers Edition auch zu einem massiven antiktholischen Verriss (aus Südamerika) geführt Mein RKK Schulfreud fragte mich um eine STA - Stellungnahme, nun, ich gab ihm - meine, dies narh Studium, Befragen Hochkompetenter, Korrespondenz - -


    Das Vaterunser formuliert Bitten ("Dein Reich komme - - "). Dann Befehle. (" -gib uns heute"). Dann die strikteste Form einer Ablehnung mit "MH" und em Konjunktiv des Aorists, wie sie auch etwa in Paulusbriefen zu finden ist, eben dieses "Und führe uns nicht" .


    Nur sollten wir bedenken, dss Jesus dies so nie gesagt hat - er hart ja nicht Koninegrieschsch gesprochen - - -und ein Top - Hebraistiker is mir nihct zur Verfügung. Nur ein US - Amerikaner hat auf dieer Schiene eine andere Bedeutung gesehen - - - -


    Mn sollte sich mehr mit den Wünschen und Bitten und Anordnungen des "Vaterunser" beschäftigen - - -

    Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -

    Leider kann ich nicht mit der alleinerziehenden Mutter aufwarten - -

  • Es gibt tatsächlich einen Vers in der Bibel, der diese Behauptung stützt, denn in Jakobus 1: 13-14 (Luther Bibelübersetzung 1534) heißt es: „Niemand sage, wenn er versucht wird, dass er von Gott versucht werde. Denn Gott ist nicht ein Versucher zum Bösen. Er versucht niemand, sondern ein jeglicher wird versucht, wenn er von seiner eigenen Lust gereizt und gelockt wird.“

    Aber wie ist es dann zu verstehen, dass die richtige Übersetzung tatsächlich „führe uns nicht in Versuchung“ besagt? Nun, das Vater Unser ist an unseren himmlischen Vater gerichtet. Er ist der Allerhöchste, sein Wille geschieht, und nicht Satans Wille. Satan muss sich unterordnen.

    Für mich war das Vater Unser nie ein Gebet in Form von BITTEN, sondern eher ein Reminder dafür was Jesus Christus im Auftrag des wahren Gottes über dies und das lehrte.

    So ist es auch mit den Worten: Und führe uns nicht in Versuchung. Jakobus hat dann ja auch erklärt, dass Gott, der Vater unseres Herrn Jesus niemanden zu bösem Tun versucht, und was auch sich zu merken ist, dass Gott selber auch nichts Böses tut.

    Zitat

    Jak 1,13 Niemand sage, wenn er versucht wird, dass er von Gott versucht werde. Denn Gott kann nicht versucht werden zum Bösen, und er selbst versucht niemand.

    (dies scheinen all jene, welche noch nicht erkannt haben, dass der himmlische Vater unseres Herrn Jesus allein wahrer, wahrhaftiger, gütiger, allgegenwärtiger Gott aller Menschen war ist und sein wird und er wie auch sein Wille insbesondere in den Evangelien durch seinen Sohn Jesus bekannt gemacht wurde.)

    Also lese ich hier; Du führst uns nicht in Versuchung sondern erlösest uns von dem Bösen (dies tat der himmlische Vater mittels entsprechenden aus einstiger Sündenknechtschaft erlösenden Verhaltensanleitungen, durch den Mund seines Sohnes Jesus)

    Man bedenke, dass Jesus ja insbesondere zu den Verlorenen Schafen des Hauses Israel gesandt wurde , um sie aus ihrer Verlorenheit zu retten, Verlorene sind nach Jesus Worten Sünder. Und einige seiner jüdischen Glaubensgeschwister liessen sich ja seitens hartherzigen AT-Gesetzeslehrern dazu versuchen, durch z.B. Steinigungen von Mitmenschen für dies und das zu eigentlichen Sündern zu werden.

    Lk 19,10 Denn der Menschensohn ist gekommen zu suchen und zu retten, was verloren ist.

    Gott versucht nicht zu Gebotsübertretungen und selber hält er sich wohl vollkommen daran, wie man ja mittels Jesus Christus Gottesoffenbarung klar erkennt.

    Im Weiteren weist Jesus ja auch darauf hin, dass das Reich Gottes, dem himmlischen Vater wohlverstanden!!! dann sich ausbreiten kann, wenn in zunehmendem Masse, sein Wille wie im Himmel so auf Erden, also theoretisch wie auch praktisch mit ganzem Herzen angewandt wird.

    (Dein Reich komme, Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden)

  • Für mich war das Vater Unser nie ein Gebet in Form von BITTEN,

    Für mich ist Bitten ein Zeichen von Demut und das Eingeständnis, ein besonderes Geschenk anzunehmen! Meine Sünden und Unzulänglichkeiten auszubreiten, um meine Schwachheit Jesus zu zeigen! Denn nur beim Schwachen kann seine Kraft wirksam sein, mir auch zu helfen meinem Feinde zu vergeben um Frieden zu haben!!!

    Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Joh. 3,16

  • Je nun, BOGI 111, aber das Vaterunser ist ja auch bezüglich der - koinegriechischen- .- Formulierungen differenzierend :

    Dreimal "Es möge - - " - zweimal "gib - vergib - -" , dann einmal (in der schärften Form) "führe nicht - - -!" - - dann wieder "befreie - - "

    - - - - - da hätte ich gerne Interpretationsvorschläge Hilfen für meine offenen FRagen zu diesen päzisen, differenzierten Formulierungen - - -

    Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -

    Leider kann ich nicht mit der alleinerziehenden Mutter aufwarten - -

  • Je nun, BOGI 111, aber das Vaterunser ist ja auch bezüglich der - koinegriechischen- .- Formulierungen differenzierend :

    Philo, man kann natürlich aus allem eine Dr. Arbeit machen, siehe...Vaterunser – Wikipedia

    Bleiben wir bei diesen paar Zeilen...

    Unser Vater im Himmel!                                            Müsste klar sein für den, der seinen Sohn kennt...
    Dein Name werde geheiligt. Glauben und Vertrauen ,Gehorsam, Demut und Dank.....
    Dein Reich komme. Nach Jesus Aussage ist er durch den HL. Geist bei uns , wir sind sein Volk!!!
    Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden. Er ist Schöpfer Erhalter und Richter! Sein Sohn der König und Erlöser!
    Unser tägliches Brot gib uns heute. Erinnerung an seine Zusage, die Vögel nicht säen aber ernten...
    Und vergib uns unsere Schuld,
    wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Wir sind unsere eigenen Richter, die das Maß der Vergebung selbst bestimmen!
    Und führe uns nicht in Versuchung,
    sondern erlöse uns von dem Bösen. Wer nicht hört muss es spüren...Frei machen von dem Bösen kann nur Gott!
    Denn dein ist das Reih und die Kraft und

    die Herrlichkeit in Ewigkeit. Zeugnis, erlebter Glaube und Dankbarkeit!!!!

    Amen.

    Das ist mein Verständnis vom Vater Unser....

    Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Joh. 3,16

  • Orientiert man sich an der Hiobsgeschichte, dann wird es verständlicher. Gott tut nicht selbst das Böse, aber er gestattet es dem Teufel, seinem Engel. Hiob hätte (durch die Übel, die ihm geschahen) auch abtrünnig werden und Gott fluchen können. Tat er aber nicht. Er blieb im Gespräch und Kampf mit Gott (das darf man!), und verfluchte sich selbst und sein Leben (das darf man; solche Momente gibt es).

    Man lese also: "Und lasse uns nicht in Versuchung geraten/fallen".

    Die Variante "und führe uns durch die Versuchung" ist auch sehr nachvollziehbar und angemessen in einem Gebet. Es steht halt da, im Vater unser, nicht.

  • BOGI 111, Ich erwarte keien Doktorarbeit, sondern eine stille Meditation zu den verschiedenen Formuliergen der "Bitten !" Und das Ergebnis des einen und des anderen zu seinen Meditationen - - -


    Die ersten drei Bitten stehen eben nur in der Wunschform - - -oder : Das tägliche Brot wird gefodert, ebenso die Vergebung - - - - -

    Das soind doch nicht nur Wortspiele im Gotteswort! - - -

    Da muss Jesus doch eine bestimmte Absicht verfolgen, wenn er die einzelnen "Bitten" so untercshiedlich nuancierend formuliert - - -

    - Ja, bleiben wir bei diesen paar Zeilen !

    Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -

    Leider kann ich nicht mit der alleinerziehenden Mutter aufwarten - -

    Einmal editiert, zuletzt von philoalexandrinus (21. Juli 2024 um 18:51)

  • Der Papst hatte im Dezember 2017 mit der Kritik an dem Satz: „führe uns nicht in Versuchung“ eine Welle der Diskussion losgetreten, weil er meinte, dass nicht Gott in Versuchung führt, sondern Satan. Damals sagte er, dass die Übersetzung schlecht sei und es eher heißen sollte: „führe uns in der Versuchung“.

    Es gibt tatsächlich einen Vers in der Bibel, der diese Behauptung stützt, denn in Jakobus 1: 13-14 (Luther Bibelübersetzung 1534) heißt es: „Niemand sage, wenn er versucht wird, dass er von Gott versucht werde. Denn Gott ist nicht ein Versucher zum Bösen. Er versucht niemand, sondern ein jeglicher wird versucht, wenn er von seiner eigenen Lust gereizt und gelockt wird.“

    Aber wie ist es dann zu verstehen, dass die richtige Übersetzung tatsächlich „führe uns nicht in Versuchung“ besagt? Nun, das Vater Unser ist an unseren himmlischen Vater gerichtet. Er ist der Allerhöchste, sein Wille geschieht, und nicht Satans Wille. Satan muss sich unterordnen.

    Mir ist diese Diskussion, um diesen Vers suspekt. Denn ein einfacher Blick in ein Griechisch-Wörterbuch zeigt, dass der Begriff πειρασμός (peirasmos) - je nach Kontext - unterschiedlich übersetzt werden kann, mit: > Prüfung, Erprobung; > Versuchung, Verlockung; > Anfechtung.

    Da Gott, nach Jakobus 1,13, niemanden zum Bösen versucht (im Sinn einer: Verlockung bzw. mit dem Ziel eines Zu-Fall-Bringens) - was ja logisch ist, denn sonst hätte Gott ja Gefallen am Bösen -, kann das Vaterunser diese Übersetzung mit Versuchung (iSv: Verlockung) nicht meinen. Es wäre daher vernünftig, πειρασμός, bei Mt 6,13, als Prüfung bzw. Erprobung zu verstehen oder sogar so zu übersetzen, wo der Mensch zeigen kann, ob er wirklich auf Gottes Seite steht und damit auch zum Guten hin bewährt/erzogen wird. Da aber so eine Prüfung in der Regel mit Kampf, Schmerzen oder Verlusten verbunden ist, ist dies natürlich nicht angenehm und es wäre grundsätzlich besser, dass es erst gar nicht dazu kommen muss (daher das Gebet in Mt 6,13), weil ohnehin offensichtlich wäre, dass wir fest auf Gottes Seite stehen.

    Eine Prüfung unseres Glaubens ist aber etwas ganz anderes, als jemanden zu einer Sünde zu verlocken. Gott gibt - so es notwendig ist - durchaus Glaubensprüfungen, damit ist aber keine Verlockung zur Sünde gemeint - wie in Jakobus 1,13, also mit dem Ziel in dieser Verlockung zu scheitern.

    Hier ein Auszug aus einer katholischen Seite (katholisch.de) dazu:
    Was ist "Versuchung"?

    Die Kritik an dieser Übersetzung dürfte sich in erster Linie an der Bedeutung des Begriffs "Versuchung" festmachen. Das zugrundeliegende griechische Wortfeld hat ein recht weites Bedeutungsspektrum. Die Grundbedeutung des Verbs πειράζειν ist "probieren, erproben, einer Prüfung unterziehen". Dies kann einfach "etwas versuchen, etwas anstreben" meinen (z.B. Apg 9,26) oder eine Erprobung in allgemeinem Sinn (2Kor 13,5: "Prüft euch selbst!"). Die Erprobung kann auch spezifischer sein, sei es, dass sie ohne böse Absicht erfolgt, wenn etwa Jesus mit seiner Frage den Glauben des Philippus prüft (Joh 6,6), sei es, dass sie auf ein mögliches Scheitern dessen zielt, der auf die Probe gestellt wird – etwa wenn Jesus in Streitgesprächen auf die Probe gestellt wird (z.B. Mt 16,1). Die stärkste negative Färbung findet sich bei der Frage nach der Erlaubtheit der Kaisersteuer (Mk 12,13-17), wo die Fragesteller mit gespielter Ehrerbietung auftreten und Jesus "mit einem Wort fangen" wollen (12,13). Hier bedeutet "auf die Probe stellen" so viel wie "eine Falle stellen". Dass man eine solche Absicht schlecht mit dem von Jesus verkündeten und im Gebet angesprochenen Gott verbinden kann, leuchtet ein.
    Allerdings muss der griechische Begriff, wie gesehen, nicht mit der übelwollenden Absicht verbunden sein, jemanden zu Fall zu bringen. Und dies zeigt sich gerade in der alttestamentlich-jüdischen Tradition. Sie kennt die Erprobung als Mittel göttlicher Erziehung.
    [...]
    Auch die Aussage in Jak 1,13f ("Niemand soll sagen: Ich werde von Gott versucht") schafft keine Eindeutigkeit. Hier scheint mit "versuchen" das Zu-Fall-bringen gemeint zu sein, nicht die Erprobung, die zuvor in 1,2f unter dem Begriff πειρασμός in positivem Sinn der Bewährung des Glaubens zur Sprache kam: Wenn die Glaubenden in mannigfache Versuchungen (πειρασμοὶ ποικίλοι) geraten, sollen sie das für lauter Freude erachten, weil die Prüfung (τὸ δοκίμιον) des Glaubens Geduld bewirkt. Ein solche Versuchung muss von anderer Art sein als diejenige, die von den "eigenen Begierden" ausgeht (Jak 1,14). Auch der Jakobusbrief verwendet das verhandelte Wortfeld also nicht einlinig. Deshalb ist es schon beim Blick allein auf dieses Schreiben schwierig, Jak 1,13f zum Interpretationsschlüssel der 6. Vaterunser-Bitte zu machen. Im Rahmen des biblischen Zeugnisses sehe ich keinen hinreichenden Grund, die sechste Vaterunser-Bitte anders zu übersetzen als "Führe uns nicht in Versuchung".

    2 Mal editiert, zuletzt von Junker (21. Juli 2024 um 23:37)

  • Man sollte sich mehr mit den Wünschen und Bitten ... des "Vaterunser" beschäftigen -

    Ja, - - und der wichtigste Wunsch und wichtigste Bitte ist doch gerade in dieser unserer Jetztzeit („Endzeit”) »das Maranatha-Gebet« -- „Dein Reich komme!” ...

  • Bei den Katholiken gibt es einen schönen, traditionellen Gruß:

    Laudetur Jesus Christus = Gelobt sei Jesus Christus, wird mit
    In aeternum, Amen. = In Ewigkeit, Amen. beantwortet.

    Ich habe es so gelernt, dass man das Vater Unser mit den Worten: "Gelobt sei Jesus Christus, in Ewigkeit, Amen." beendet.

    Wer den Sohn nicht ehrt, ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat.

    William Tyndale 1526, Martin Luther 1534, Johannes 1:1 Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.

  • Ja, - - und der wichtigste Wunsch und wichtigste Bitte ist doch gerade in dieser unserer Jetztzeit („Endzeit”) »das Maranatha-Gebet« -- „Dein Reich komme!” ...

    Was denkt sich eigentlich ein evangelischer Christ, lieber Norbert Du kennst ja Deine Geschwister, wenn er betet „Dein Reich komme”?

    Ist man sich im Klaren, dass Christus wirklich sichtbar wiederkommt und das Reich Gottes hier auf Erden auch aufgerichtet wird oder wie oder wann soll das nach evangelischem Glauben geschehen? Oder ist das nur eher so eine pro forma Gebetsaussage, mit der man wenig anfangen kann oder die einen wenig berührt?

  • Und führe uns nicht in Versuchung,
    sondern erlöse uns von dem Bösen. Wer nicht hört muss es spüren...Frei machen von dem Bösen kann nur Gott!
    Denn dein ist das Reih und die Kraft und

    die Herrlichkeit in Ewigkeit. Zeugnis, erlebter Glaube und Dankbarkeit!!!!

    Was hat Deiner Ansicht nach "sondern erlöse uns von dem Bösen" mit wer nicht hört muss es spüren zu tun?

    Frei machen von Verführungsversuchen durch Gottes Widersacher kann Gott nur, wer sich die hierfür hilfreichen Anleitungen= Worte Gottes in der Bibel mit ganzem Herzen zu eigen macht

    Zitat

    .Joh 8,31 Da sprach nun Jesus zu den Juden, die an ihn glaubten: Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger32 und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.

    Jesus Christus lehrte und lebte vor, wie man durch Gottestreue den Teufel in seine Schranken verweisen, immun gegenüber seinen Verführungen zu gottlosem Handeln werden kann. Jakobus lernte daraus und empfahl deshalb.

    Zitat

    Jak 4,7 So seid nun Gott untertan. Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch.

    Also alles was dem Teufel dient jemanden zu bösem Handeln, zum Verleumden, seelisch verletzen etc. anzustacheln, wie Neid, Eifersucht, Zorn, Unversöhnlichkeit (fleischliche Gesinnung wie es Paulus in Gal 5,19-21 nennt unrein machende Gedanken, wie Jesus solcherlei bezeichnet) sollte im Hinblick auf die Heiligung, dem erfolgreichen Widerstand seitens Teufel zu Bösem zu versuchen keinen Platz mehr im Tempel haben.

    Paulus regt an, den sündigen Menschen ausziehen um dadurch eine neue nurmehr Gott dienenden Kreatur in Christus zu werden, was sich dann durch nurmehr getätigte Gute Werke, und nurmehr geistliche Gesinnung zeigt.


    Zitat

    2Kor 5,17 Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.

    Das ist sicher vielen Christen bekannt, aber bei manchen scheint es -noch- daran zu manngeln nebst Leser auch getreulicher Umsetzer der vom Bösen erlösenden Verhaltensanweisungen in der Bibel zu sein und zu bleiben. Wer immer wieder mal sündigt hat den Bösen noch nicht wirklich überwunden.

  • Eine Prüfung unseres Glaubens ist aber etwas ganz anderes, als jemanden zu einer Sünde zu verlocken. Gott gibt - so es notwendig ist - durchaus Glaubensprüfungen, damit ist aber keine Verlockung zur Sünde gemeint - wie in Jakobus 1,13, also mit dem Ziel in dieser Verlockung zu scheitern.

    Da der Mensch einen freien Willen hat, lässt Gott einiges zu.....trotzdem ermahnt er jeden... und stellt sich uns manchmal in den Weg, durch was auch immer. Saulus hatte auch diese Begegnung.

    Kehren wir dann wirklich um, mit einem Neuanfang oder ändern wir nur unsere "Glaubensstrategie"???

    Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Joh. 3,16

  • Was hat Deiner Ansicht nach "sondern erlöse uns von dem Bösen" mit wer nicht hört muss es spüren zu tun?

    Renato, ich spreche aus Erfahrung meines Lebens! In jungen Jahren war ich stark und hätte nicht gedacht wie man in bestimmten Lebenssituationen, vom Kurs abkommen kann. Ich bin diesen Weg freiwillig gegangen und musste feststellen das ich Gottes Hilfe und Beistand durch Gemeinde und liebe Menschen brauche. Das es zum Glauben mehr gehört als nur die richtige Lehre . So gegen den Strom zu schwimmen wie Jesus, gegen die damalige Elite (Pharisäer u. Schriftgelehrte) des "Rechts und Gerechtigkeit" da bedarf es mehr als nur schöner Worte!

    Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Joh. 3,16

  • Was hat Deiner Ansicht nach "sondern erlöse uns von dem Bösen" mit wer nicht hört muss es spüren zu tun?

    So gegen den Strom zu schwimmen wie Jesus, gegen die damalige Elite (Pharisäer u. Schriftgelehrte) des "Rechts und Gerechtigkeit" da bedarf es mehr als nur schöner Worte!

    Ja, und wie ist es im Alltag unter "Weltmenschen" ? - Da sage /sagte ich schon mal Doppeldeutiges, unterschrieb halt, machte neben sachlichen Argumenten völlig überflüssig Stimmung - - warf wütend eine Handvoll Cents auf den Boden - - (ja, schlug mich auch mittels "Adventese" , diesem salbungsvollen Ton in allen Lebenslagen, herum statt eine klare Aneisung auszusprechen ) - - - - nur begegneten mir wesentlich mehr MEnschen in dem Korruptionsklüngel dieses meines Umfeldes hier -- als "Pharisäer ud Schriftgelehrte"!) - - Wer von den Jungen in meiner Gemeinde jetzt indas Berufsleben eintritt - - den beneide ich aber leider schon garnicht !!!!

    Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -

    Leider kann ich nicht mit der alleinerziehenden Mutter aufwarten - -

  • Ja, und wie ist es im Alltag unter "Weltmenschen" ? -

    Philo wer als Christ so sozialisiert wurde wie Du hier beschreibst, der hat echte Probleme mit dem "anderen" wie schon die Juden... Der hat leider von Christus nichts gelernt!

    Alles was ihr tut, das tut aus Liebe!!!

    Alles was ihr noch so anspruchsvolles tut und es ist nicht aus Liebe getan, ist es nichts Wert vor Gott!!!

    Warum hat es Saulus verstanden, der Verfolger der Christen???

    Warum konnte ER diese Liebesphilosophie so schön in 1.Kor.13 niederschreiben...und leben?

    Wem viel vergeben ,der kann viel Lieben!

    Wer schon immer gut war, der sieht nur die Fehler und Sünde der anderen....

    Deshalb ist Jesus Mensch geworden, um auch dieses menschliche Leid anzunehmen, um uns Sünder zu verstehen!

    Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Joh. 3,16

  • Philo wer als Christ so sozialisiert wurde wie Du hier beschreibst, der hat echte Probleme mit dem "anderen" wie schon die Juden... Der hat leider von Christus nichts gelernt!

    Alles was ihr tut, das tut aus Liebe!!!

    Nein, BOGI 111, mit den "Weltmenschen" bin ich - schon in der Mittelschule sie all Vorbilder der Mitmenschlichkeit ( - das passt mir besser als "LiebeLiebeLiebe" ) - erlebt habend - schon lange abgekommen von den doch seltsamen Negativkriterien des Bierkruges zum Sonntagsessen und des Kartenspieles beim Sonntgsnachmittagskaffee - - - aber ich darf wohl doch darauf nochmals hinweisen, dass trotz Korruptionsstaatsanwaltschaft und neuerlich Kommissionsbericht ich es mirehedem leisten konnte, in diesem Umfeld etwas einmal nicht zu unterschreiben oder bei einer Aktion nicht mitzumachen, zu intrevenieren, zum Telefon zu greifen - aber da doch sagen muss, ich htte diese Haltung öfter an den Tag legen müssen - sollen.

    Und dass diese Situation für die heute neu in das Erwerbs / Berufsleben Einsteigenden - - schwerer geworden ist. Von ihren Eltern erlebe ich jetzt schon, dass diese simpel um Haltungen in ihrem Alltag kämpfn müsen, welche ehedem für mich im Rahmen einer Gesellschft, in der noch Werte galten, simpel selbstverständlich waren - - -

    Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -

    Leider kann ich nicht mit der alleinerziehenden Mutter aufwarten - -

  • Was denkt sich eigentlich ein evangelischer Christ, lieber Norbert Du kennst ja Deine Geschwister, wenn er betet „Dein Reich komme”?

    Wie so oft bei uns Evangelischen wird es auch hierzu wohl verschiedene Auffassungen geben;

    Im Glaubensbekenntnis steht ja: »von dort [also vom Himmel!] wird er [= Jesus Christus] kommen ...«; ----> soweit werden wohl alle Evangelischen die Passage »Dein Reich komme!« übereinstimmend verstehen.

    Ist man sich im Klaren, dass Christus wirklich sichtbar wiederkommt

    Nun, inwiefern das alle Evangelischen glauben, kann man nicht sagen; mancher evang. Theologe beruft sich hier wohl auf Jesu Aussage: „Das Reich ist mitten unter euch.” (Lukas 17,21) und auf Vers 20 („Als er [Jesus] aber von den Pharisäern gefragt wurde: Wann kommt das Reich Gottes?, antwortete er ihnen und sprach: Das Reich Gottes kommt nicht mit äußeren Zeichen;”) und wird eine sichtbare Wiederkunft Jesu ablehnen. Das Reich Gottes wird dann rein geistig in einem Christen gesehen, aber eben nicht real ...

    Ist man sich im Klaren, dass ... das Reich Gottes hier auf Erden auch aufgerichtet wird

    Auch hier gibt es bei den Evangelischen verschiedene Meinungen:

    1. Martin Luther lehnte (immer noch geprägt von der Augustinischen Theologie!) z.B. ein Messia- nisches Reich auf Erden als jüdisch-chiliastische Irrlehre ab.
    2. Johann Albrecht Bengel, einer der evang. pietistischen Glaubensväter Württembergs war 200 Jahre nach Luther dagegen klar für ein schon vielfach im AT prophezeites Messiansche Tausendjährige Friedensreich auf Erden und nahm Offenb.20,1–6 und Jesaja 2, Jesaja 11+ Jesaja 65 wörtlich!

    Meine Meinung: Wer als Christ seine Hoffnung darauf setzt, dass die jetzigen ungerechten Verhältnisse auf Erden nicht ewig so bleiben und wer will, daß »Gerechtigkeit und Frieden sich küssen« – so wie es der Psalm 85,11 aussagt, und wer will, daß »Schwerter zu Pflugscharen« werden (Jesaja 2,4/ Micha 4,3), der kann gar nicht anders, als die Bitte »Dein Reich komme!« aus dem Vaterunser als real eintreffende Veränderung hier auf Erden aufzufassen! Ja, ich bin daher vollkommen davon überzeugt, dass das Kommen vom Königreich Gottes hier auf Erden durch unseren Herrn Jesus Christus auch tatsächlich und . s i c h t b a r . aufgerichtet wird! A m e n

  • Nun, inwiefern das alle Evangelischen glauben, kann man nicht sagen; mancher evang. Theologe beruft sich hier wohl auf Jesu Aussage: „Das Reich ist mitten unter euch.” (Lukas 17,21) und auf Vers 20 („Als er [Jesus] aber von den Pharisäern gefragt wurde: Wann kommt das Reich Gottes?, antwortete er ihnen und sprach: Das Reich Gottes kommt nicht mit äußeren Zeichen;”) und wird eine sichtbare Wiederkunft Jesu ablehnen. Das Reich Gottes wird dann rein geistig in einem Christen gesehen, aber eben nicht real ...

    An dieses Verständnis vom inwendigen Reich Gottes - das im Menschen regiert bzw. aufgerichtet wird - habe ich gedacht. Darum auch meine Frage, wie man das aus evangelischer Sicht versteht. Aber offenbar gibt es dort auch unterschiedliche Ansichten dazu. Danke für Deine Erklärung.