Krankheit und Tod

  • Aus gegebenem Anlass beschäftige ich mich nun mit diesem Thema wobei der Tod eher Nebensache ist. Ihn fürchte ich persönlich nicht sehr mit der Ausnahme was meine Frau betrifft. Wie wird sie eventuell den Rest der Zeit alleine bewältigen?
    Mit meiner Krankheit deren Abklärung noch viele Untersuchungen und Zeit beanspruchen wird ehe man eine eindeutige Diagnose stellen kann sieht die Sache jedoch anders aus. Wenn sich der Verdacht aufgrund des Symptombildes (das auf ALS [Amyotrophe Lateralskelrose] hindeutet,] bestätigt steht mir ein langsamer aber stetiger Verfall bevor. Da muss ich zugeben bin ich nicht drauf vorbereitet, weiß nicht wie ich damit umgehen soll und bin voller Ungeduld auf die Diagnose. Es führt mich aber auch zu den Menschen die teils ihr Leben lang auf andere Menschen angewiesen sind und das akzeptieren müssen. Mit jenen habe ich mich gedanklich bisher kaum bis gar nicht auseinandergesetzt.
    Ist das Leben so noch lebenswert bzw. ist es Sünde, wenn man in so einem Fall seinem Leben selbst ein Ende setzt, soll man auf Wunder hoffen oder daran glauben, dass Jesus wie bei Mk. 2 den Gelähmten heilt, ist das Ganze hier lediglich eine Prüfung die ganz harmlos endet, soll man lernen Leid und den Verfall zu akzeptieren….das sind Fragen die ich mir momentan stelle. Richtig, hört sich so an als habe man sich nicht voller Vertrauen damit in Jesu Hände gegeben…ist auch wohl so und fällt mir bislang schwer.

    Für die Zukunft haben wir nichts zu befürchten, es sei denn, wir vergessen den Weg, den der Herr uns geführt und was er uns in der Vergangenheit gelehrt hat. (Ellen White, Life Sketches, 1915,)

  • So eine Diagnose oder auch schon der Verdacht daraufhin ist schwer zu verarbeiten. Ich kann dir persönlich nur viel Kraft dafür wünschen und im Gebet an dich denken.

    Eine deiner Fragen beschäftigt mich auch schon lange. Und ich habe dafür nur eine persönliche Meinung, die ich biblisch nicht begründen kann.

    st das Leben so noch lebenswert bzw. ist es Sünde, wenn man in so einem Fall seinem Leben selbst ein Ende setzt, soll man auf Wunder hoffen oder daran glauben,

    Wunder geschehen, aber auch bei mir? - sowas frage ich mich schon. Aber auch "Wann ist das Leben noch lebenswert?" und entspricht ein für mich empfundenes Leiden, das mein Leben ultimativ prägt und es für mich nicht mehr lebenswert macht, dem Willen Gottes, also dem, was er als lebenswert erachtet? Das kann immer nur eine eigene, persönliche Entscheidung sein, niemand darf und soll über andere das "lebenswert" entscheiden. Wobei...wenn ein Angehöriger an der Herz-Lungen-Maschine hängt und man selbst derjenige ist, der aufgefordert wird zu entscheiden, ob sie da jetzt den Strom abdrehen...auch schwer.

    Und da steht dieses für mich empfundene Dogma: "Nur Gott ist der Herr über das Leben", das ich aus der Bibel zu erkennen meine. Weder bei anderen (mit Ausnahmen - Selbstverteidigung z.B.), noch bei sich selbst soll man Hand anlegen um das Leben zu beenden.

    Ich kann den Widerspruch da für mich auch noch nicht auflösen...

  • Ist das Leben so noch lebenswert bzw. ist es Sünde, wenn man in so einem Fall seinem Leben selbst ein Ende setzt, soll man auf Wunder hoffen oder daran glauben, dass Jesus wie bei Mk. 2 den Gelähmten heilt, ist das Ganze hier lediglich eine Prüfung die ganz harmlos endet, soll man lernen Leid und den Verfall zu akzeptieren….das sind Fragen die ich mir momentan stelle.

    Lieber Atze, das tut mir leid, das von Dir zu hören!

    Wenn ich an unsere "Unterhaltungen" in der Vergangenheit denke, wie sind diese Themen doch so Zweitrangig geworden...

    Ich spürte auch bei Dir eine Veränderung.

    In den 20 Jahren wo ich in der Gemeinde und in unserem Chor tätig war, war der Tod immer eine Thema und viele haben wir beerdigen müssen.

    Im Chor hat sich kaum einer die Fragen gestellt, werde ich bei Gott sein, aber einen Tod erster Klasse wünschten sich alle.

    Aus dem Schlaf nicht mehr aufzustehen.

    Ich wünsche Dir viel Kraft und Gottvertrauen, das er alles für Dich so führt, das es zum ewigen Leben führt!

    Gottes Segen Dir und Deiner Frau!

    Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Joh. 3,16

  • Lieber Atze,


    mein Mitfühlen und mein gebet für Dich in dieser deiner besonderen Situation.


    Ich bin nun alt genug, um jeden meiner Tage als Geschenk aus Gottes Hand dankbar anzunehmen - ja, wie lange noch ? - Und dass ich einfach eines Morgens nicht mehr aufwache ? Ja, schön wäre es, aber ?? Ich habe ein paar Dokumente unterschrtieben , mit denen ich das "Abschalten" angeordnet, begründet und dokumentiert habe. . So, aber jetzt : Trotz Patientenverfügung / Vorsorgevollmacht etc - Wer wird bei mir - gegebenenfalls - solches endlich anordnen ? Übermorgen, in ein paar Monaten oder - - -?


    Sei mit Gott befohlen, Atze !

    Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -

    Leider kann ich nicht mit der alleinerziehenden Mutter aufwarten - -

  • Lieber Atze,

    man kennt sich ja nicht persönlich. Deshalb hat mich deine Offenheit, zu berichten, dass eine zu befürchtende Diagnose sich bestätigen könnte, mich umso mehr bewegt und mir Tränen des Mitgefühls in die Augen getrieben. Wie sehr kann ich deine Gedanken verstehen.

    Oft habe ich mich gefragt, wie ich damit umgehen würde. wenn ich ebenfalls eine schwerwiegende Erkrankung erleiden sollte. Gegenwärtig kann ich das nicht eindeutig beantworten, sondern nur hoffen und darum bitten, dass, sollte es so kommen, ich festhalte. Glauben an unseren Schöpfer Yahweh zu haben in guten Zeiten ist nicht schwer. Aber wie sieht es in den schweren Zeiten aus? Umso wichtiger, so denke ich, ist es, bereits in guten Zeiten darum zu bitten, dass Yahweh weiterhin festes Vertrauen Ihm gegenüber schenken möge, an Ihm auch in den schweren Zeiten festzuhalten.

    Elia verzagte, nachdem er Wunder Yahwehs erleben durfte, weil Isebel nach seinem Leben trachtete. Mose aufgrund der Untreue des Volkes Israels, Hiob aufgrund der Unglücksfälle und seiner eigenen schweren Erkrankung. Das sind nur einige Beispiele. Viele treue Glaubensmenschen erlebten Situationen in ihrem Leben, wo sie der Lebensmut verlassen wollte und sich Verzagtheit aufgrund der Schwere der jeweiligen Lebenssituation breit machte. Aber wir dürfen auch erfahren, wie Gott in ihren Situationen wirkte.

    Lieber Atze, das Wissen um das Leid Anderer lässt natürlich nicht gleichgültig, aber trägt nicht immer zur Kräftigung des eigenen Glaubens bei insofern, da die eigene Situation einen fordert und man nun selbst schwer zu tragen hat. Das nimmt einen gefangen und da mögen Gedanken und Gefühle entstehen, mit den man vorher nicht rechnete.

    Unser liebender Vater weiß um das alles. Er kennt dich durch und durch. Er weiß, was du ertragen kannst. Lieber Atze, vertraue darauf, dass Er dich entsprechend führen wird! Er wird dich, sollte sich die Diagnose bestätigen, so führen, dass du immer wieder die Kraft und den Trost erhalten wirst, welche du benötigst. Er wird für dich sorgen – auch und gerade in den schweren Tagen. Vertraue darauf. Und, lieber Atze, es ist nicht gesagt, dass du diese potentielle Krankheit bis zum Exzess tragen musst, Er kann dich vorzeitig zur Ruhe legen. Er wird es so führen, wie es aushaltbar ist für dich - gerade in schweren Zeiten. Du wirst Ihn ganz besonders erfahren und es wird dein Vertrauen zu Ihm ungemein stärken!

    Sollte es soweit kommen, dass du an der Krankheit verstirbst, dann wird Er selbstverständlich für deine Frau sorgen! Auch ihr wird Er all das schenken, was sie dann benötigt. Vertraue darauf. Und gerade schwere Zeiten tragen dazu bei, dass unser Vertrauen zu unserem wunderbaren Gott gestärkt und groß wird. Ich denke daher nicht, dass wir selbst unserem Leben ein Ende setzen sollten, sondern unser Vertrauen zum Ihm stärken lassen sollten, denn dann wird Er sich ganz besonders erweisen. Und dann lässt sich auch in den schweren Zeiten Yahweh loben und danken.

    Die Frage, wieso und warum Schweres auch gläubige Menschern trifft hatten zu allen Zeiten Gläubige. Die jeweiligen Antworten darauf haben wir nicht. Aber es heißt: schau auf das Ende der Ungerechten und der Gerechten. Ja, und dieses Ende, das Ziel der Gläubigen, die Hoffnung auf das, was einmal sein wird, und die Zuversicht auf den, der da kommen wird, nämlich Yahschua, und dass dann endlich unsere Erlösung vollendet sein wird – das soll uns und gerade dich jetzt ganz besonders stärken.

    Yahweh stärke deinen Glauben, tröste dich und halte dich in dieser Zuversicht, dass Er dich gut führen wird und dass am Ende unseres irdischen Lebens die wunderbare Gemeinschaft mit Ihm, Seinem Sohn und allen geretteten Menschen stehen wird.

    Ich grüße dich herzlich und werde dich in meine Gebete einschließen.

  • Lieber Atze,

    ich wünsche dir von Herzen, dass die Vermutung sich nicht bestätigt! Ganz viel Zuversicht und Hoffnung Dir in der ungewissen Zeit und ganz viel Kraft für alles, was auch kommen mag!

    Ich darf, glaube ich, sagen, wir beten alle für dich und denken an dich. Bei allen Diskussionen hier, habe ich das immer so wahrgenommen, wenn es jemandem schlecht ging oder jemand Leid durchmachen musste. Dann zählt jene Liebe und Andacht füreinander, die er uns allen geboten hat.

    Deine Gedanken sind verständlich. Daran ist nichts verwerflich. Man muss sich mit sowas auseinandersetzen, wenn solch eine Diagnose im Raum steht und man an seine geliebten Menschen denkt. Lass dir Zeit. Gott ist bei Dir. Er lässt seine Kinder nicht alleine in schweren Zeiten.

    Gottes Segen Dir!

  • Vielen lieben Dank für Eure Worte und Anteilnahme.
    Nachdem nun einige Zeit vergangen ist und der erste große Schock überwunden bin ich etwas ruhiger geworden, auch wenn die Hinweise sich verdichten, dass es sich tatsächlich um ALS handelt. Hier muss ich mich bei all jenen Bedanken, die momentan für mich beten. Das Wichtigste ist schließlich nicht nur eine eventuelle Wunderheilung Gottes, sondern, dass ich trotz der Krankheit in Frieden sein kann und nicht den Glauben an Gott und seine Führung verliere.
    Eine endgültige Diagnose steht noch aus wozu ich u.a. nach Deutschland gehe.

    Für die Zukunft haben wir nichts zu befürchten, es sei denn, wir vergessen den Weg, den der Herr uns geführt und was er uns in der Vergangenheit gelehrt hat. (Ellen White, Life Sketches, 1915,)

  • Lieber Atze, ich wünsche dir ganz besonders viel Kraft, das Schwere aushalten und an Jahwehs Hand festhalten zu können. Er möge dein Arzt sein, dich trösten, dir jeden Tag das schenken, was du benötigst und dich gewiss sein lassen, dass Er dich tragen wird! Wir haben auf so Vieles oft keine Antworten - aber trotz Kummer und Leid sollen wir Ihm vertrauen. Das ist sicher nicht leicht, aber es führt uns in eine besondere und tiefere Beziehung zu unserem himmlischen Vater. Denn gerade dann dürfen wir Seine Führung erfahren.

    Sicherlich nicht nur ich begleite dich im Gebet.

    Sei herzlich gegrüßt.

  • Ich las ja neulich in der Zeitschrift DER SPIEGEL vom 10. Maerz 2023 ein Interview mit der beliebten Physikern und mathematischen Philosophin Sabine Hossenfelder. Dort heißt es, dass bei dem Sterben und Tod eines Menschen zwar die Materie des Leichnams verfällt, aber die Informationen, die die betreffende Person ausmachen, seine Erinnerungen, Erfahrungen, Erlebnisse, Charakter - und Persönlichkeitsmerkmale nicht verschwinden oder gelöscht werden, sondern auch nach dem Tod erhalten bleiben, wenn ich richtig verstanden habe. Dies bedeutet, dass dies die Informationsgrundlage für die Auferstehung von den Toten sein könnte.

    Literatur: Hossenfelder, Sabine. Mehr als nur Atome.

    Zitat aus der Zeitschrift DER SPIEGEL s.o.:

    SPIEGEL: Nach Albert Einsteins Relativitätstheorie existieren Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gleichzeitig. Das klingt nach Ewigkeit.

    Hossenfelder: In der Tat bestehen physikalisch betrachtet keine Unterschiede zwischen den verschiedenen Zeiten. Im Prinzip bleiben also alle Informationen im Universum für immer erhalten. Alle unsere Erinnerungen, Gedanken, Erlebnisse – und die unserer Vorfahren – gehen nicht verloren. Wenn jemand stirbt, verteilen sich zwar die Atome im Raum; aber zumindest theoretisch sind sämtliche Informationen, die diesen Menschen ausgemacht haben, immer noch da.

    Der Quantenphysiker Hans-Peter Dürr, ein Schüler Werner Heisenbergs, sagte dazu: Das Geistige ist die treibende Kraft und das Leben selbst ist fundamentaler als bloße Materie.

    Eine bekannte Familie von mir litt unter der Erbkrankheit Morbus Huntington. Der Vater hatte diese Erkrankung und vererbte diese an zwei seiner Kinder von denen er 5 hatte. Ein Sohn hat nach der Diagnose Morbus Huntington Suizid begangen mit 35 Jahren, der andere Sohn starb mit 43 Jahren im Pflegeheim. Beide erkrankten Söhne hatten keine Kinder, so dass sich diese dominant durchschlagende Erbkrankheit nicht weiter ausbreiten konnte. Die Ursache liegt meines Erachtens in fehlerhaften Informationen, denn Morbus Huntington ist ein Gendefekt auf Chromosom 4. Für mich lassen sich alle Erkrankungen und auch der Tod auf "fehlerhafte Informationen" zurückführen. Ursprünglich vor dem Sündenfall waren Krankheiten und Tod nicht vorgesehen. Erst als der "Durcheinanderwerfer", der Satan, eingriff, kam es zum Verfall, zu Leid, Elend und Tod.

    3 Mal editiert, zuletzt von HeimoW (3. Februar 2024 um 11:34) aus folgendem Grund: Keine Videos in Textbeiträgen

  • Hallo
    Seit gestern steht nun zweifelsfrei fest, dass es sich um ALS handelt. Auch wenn man damit rechnen musste ist es dennoch etwas anderes wenn man vor vollendeten Tatsachen steht und mit so einer Diagnose mitten im Leben stehend nun plötzlich sein Ableben und bevorstehende 100%ige Handlungsunfähigkeit planen muss. Eine enorme Belastung für alle Familienmitglieder und Angehörige. Andere Probleme und Sorgen sind verflogen.
    Es bleibt um Kraft zu bitten und zu beten um das zu kompensieren sowie der Glaube und die Hoffnung, dass der Herr nichts über die Maßen unserer Kraft hinaus zulässt.

    Diesen Vers habe ich ebenfalls im Kopf.....ich hoffe ich werde ihn eines Tages verstehen können:

    Zitat von Röm 8, 28

    Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind.

    Für die Zukunft haben wir nichts zu befürchten, es sei denn, wir vergessen den Weg, den der Herr uns geführt und was er uns in der Vergangenheit gelehrt hat. (Ellen White, Life Sketches, 1915,)

  • Sub specie aeternitatis - Im Angesicht der Ewigkeit - - Ja, da wird einiges so unwichtig und anderes noch als grosse Aufgabe vor einem - - Atze, mein Mitgefühl, meine Gebete -

    Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -

    Leider kann ich nicht mit der alleinerziehenden Mutter aufwarten - -

  • Hallo Atze,

    Ich bin hier ja eher stiller Mitleser, aber Deine Geschichte / Dein Schicksal berühren mich sehr. Ich wünsche Dir und Deiner Familie Kraft und dass Gott Euch Frieden schenke. Wir hier in der Familie haben vor 6 Jahren meinen Mann / den Vater meiner Kinder verloren. Wichtig fand ich in unserer relativ kurzen "Abschiedszeit", dass wir ehrlich blieben und unsere Furcht nicht versteckt haben. Es ist für alle ein schwerer Prozess, aber wir haben in Gott Trost, Kraft und Frieden gefunden.... das wünsche ich Euch auch...

  • Vielen Dank für Eure Gebete. Es ist die beste Medizin.
    Es ist mir in letzter Zeit wie noch nie zuvor aufgefallen wie die gesamte Erde ächzt und sich nach Erlösung sehnt. Es gibt keine Familie in der nicht irgendein Leid, körperlicher oder seelischer Natur herrscht. Die Natur ist entartet oder vergiftet, Hass, Neid, Ängste, Parteiungen wo man auch hinschaut. Ob nun todkrank oder nicht…ich habe Heimweh und sehne mich nach Frieden und der Aufrichtung des Reiches Gottes. Ich weiß, ich war bei Diskussionen selbst oft ein Stachel und hatte harte, ja vielleicht sogar teils herabwürdigende Worte. Dafür möchte ich an dieser Stelle bei allen Usern und Moderatoren aufrichtig um Vergebung bitten.
    Ich werde im Bezug dazu in letzter Zeit immer mehr an das Buch Joel und die Geschichte des Frühregens erinnert. Die Menschen kamen einfach zusammen obwohl sie wahrscheinlich genau wie heute gegensätzliche Meinungen und Ansichten hatten. Sie zerrissen ihre Herzen, weinten und bereuten gemeinsam in Versammlungen….das brachte den Frühregen. Ist es möglich, dass der Spätregen genau dann fällt wenn Gottes Gemeinde genau das wieder erfüllt? Ich meine ja, und ich denke und hoffe die Zeit ist nah wo es sich antitypisch erfüllt:

    Zitat von Joel 4,21

    Und ich werde sie von ihrem Blut reinigen, von dem ich sie nicht gereinigt hatte; und der Herr wird wohnen bleiben in Zion.

    Für die Zukunft haben wir nichts zu befürchten, es sei denn, wir vergessen den Weg, den der Herr uns geführt und was er uns in der Vergangenheit gelehrt hat. (Ellen White, Life Sketches, 1915,)

  • Ja, Atze, das ist auch meine Erfahrung. Es gibt viel Leid, viel zu viel auf dieser Welt und leider wollen/können wir es erst sehen, wenn wir selbst davon betroffen sind.

    Insofern nehme ich meine persönliche Leidenserfahrung als Auftrag Gottes, für andere Leidende da zu sein. Ich kann nichts an ihrem Leid ändern, aber ich kann da sein, mit aushalten, beten, zuhören und Trost zusprechen aus Gottes Wort. Und oft ist das genau, wonach sich von Leid Betroffene sehnen.

    Ich wünsche Dir, dass Gott Dein Sehnen stillt und Dir Frieden schenke...

  • Lieber Atze,

    Jesus ist DER Friedefürst. In seinen Mantel, ganz nah mit IHM zusammen, hülle er dich ein. Das ist Friede, höher als alle menschliche Vernunft. Genau diese absolute Geborgenheit habe ich im vergangenen Jahr mehrmals erbeten und immer bekommen. Es gibt nichts Schöneres darum zu bitten, weil dein himmlischer Vater nur darauf wartet, dir gutes zutun!

    Unsere Kirche ist offen für alle, aber nicht für alles! Christian Führer, ev. Pfarrer 1943-2014

  • Das habe ich heute Morgen geschickt bekommen...klingt aus der Sicht eines Christen einfach und vernünftig. " Zurücklehnen und nichts tun" ist in einer solchen Situation aber tatsächlich schwer.

    Für die Zukunft haben wir nichts zu befürchten, es sei denn, wir vergessen den Weg, den der Herr uns geführt und was er uns in der Vergangenheit gelehrt hat. (Ellen White, Life Sketches, 1915,)