Der Johannesprolog

  • Die Protagonisten führen in der historisch kritischen Exegese kein Eigenleben. Eine andere Form der Exegese darf sich nun mal aber nicht wissenschaftlich nennen.

    Was ist daran "wissenschaftlich"?

    Es ist ebenso eine Hypothese, wie die Annahme der Existenz und Authentizität der Protagonisten. Und nur weil sie modern ist, ist sie noch nicht "wissenschaftlich" oder richtiger.

    Liebe Grüße, Heimo

  • Eben, das habe ich auch angenommen. Dazu hast Du vile zu wenig Sprachleben - Spracherleben - -

    Dabei würde ich aber zu bedenken geben, dass wir im AT eine (sprachliche) Situation haben, die mit der des NT nicht zu vergleichen ist.

    • Der Entstehungszeitraum ist viel länger, damit geht auch eine Veränderung der Sprache einher
    • Wir haben keine "säkulare" Literatur in einem Ausmaß, das auch nur annähernd vergleichbar wäre mit dem was wir im Fall des NT (Griechisch) zur Verfügung haben. Ganz abgesehen von einer zeitlichen Zuordnung, zumal die Entstehungszeit der Bücher des AT ungeklärt ist

    Unsere Vorstellungen betreffend das Judentum des AT sind überwiegend abhängig von religiös geprägten oder bedingten Schriften, die auf das kultische abstellen, weniger auf das "Alltagsleben".

    Liebe Grüße, Heimo

  • Es ist ebenso eine Hypothese, wie die Annahme der Existenz und Authentizität der Protagonisten. Und nur weil sie modern ist, ist sie noch nicht "wissenschaftlich" oder richtiger.

    Ich bin ja selber kein Vertreter oder Anhänger der modernen selbst ernannten Bibelwissenschaft. Ich kenne mich nur ganz gut mit deren Thesen und Methoden aus. Ich finde, das sollte man auch. Nur wenn man sich auf die Bibelwissenschaft beruft, sollte man da immer vorsichtig sein, auf wen man sich einlässt. Was die Kirtik der Bibelkritik angeht, so orientiere ich mich da eher an Eta Linnemanns Werke.

  • Dazu hast Du vile zu wenig Sprachleben - Spracherleben - -

    Niemand hat ein Spracherleben bezüglich der althebräischen Sprache. Wenn irgendwelche Bibellehrer sprachliche Fähigkeiten demonstrieren, ist das nur bloßes Getue, was mit der antiken Realität gar nichts zu tun hat. Das soll nur das Publikum begeistern. Was seit den Masoreten über die hebräische Sprache gelehrt wird, das betrifft eine künstliche Liturgiesprache, weil es gar keine bis zum Mittelalter bestehende Überlieferung gab. Sie ist vor allem eine Rekonstruktion auf Basis des damals herrschenden Arabisch. Ich hatte das schon angedeutet. Man hielt dieses Vorgehen damals für notwendig, um die religiöse Identität zu bewahren und zu reproduzieren.

  • Eben, das habe ich auch angenommen. Dazu hast Du vile zu wenig Sprachleben - Spracherleben - -

    Es ist nicht ganz Thema, aber soll am Beispiel zeigen, wie wir zwischen den Stühlen stehen, dem Gesetz Gottes und Menschengesetz !

    Habe jetzt einen Wiederspruch wegen Erbsache von meiner Mutter.

    Habe ein Schriftstück aufgesetzt, das mein Sohn als Kaufmann überprüfen sollte.

    Er hat es mir überarbeitet zurückgeschickt. Ich war beeindruckt über die Formulierungen!

    Ich habe ihn angerufen und mich bedanken wollen. Er sagte nur bedanke Dich bei der KI!!!

    Er hätte einfach mein Schreiben kopiert und mitgeteilt, an wen der Brief geht, an Amstgericht!!!

    Soviel zur Wahrheit, richtiger Übersetzung und "Sprachleben!"

    So weit sind wir! Wem gehorche ich mehr?

    Unser Gesangsverein hat mittlerweile nur 37 Mitglieder davon 5 die aktiv Singen!

    In der Kasse haben wir über 11.000 € , über die wir nicht frei verfügen können weil es die Statuten nicht zulassen.

    Wir haben Geld, machen uns aber Gesetze, das wir das eigene Vermögen nicht freiheitlich ausgeben können...

    Wir sitzen stunden bei der Jahreshauptversammlung und können unsere Getränke selbst bezahlen.

    Wir haben Leute die sich strikt nach Recht und Gesetz orientieren, meine Vorschläge nach anderen Möglichkeiten zu suchen und zu gehen, werden als persönliche Angriffe bewertet, die Atmosphäre vergiftet und alles bleibt beim alten!!!

    Ob sich Gott, das bei seiner Schöpfung und der Freiheit die er dem Menschen gab, auch so gedacht hat???

    Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Joh. 3,16

  • Dazu hast Du vile zu wenig Sprachleben - Spracherleben - -

    Niemand hat ein Spracherleben bezüglich der althebräischen Sprache.

    Nun gut. Da gibt es den 92. Psalm , von Schubert vertont, in zwei Versionen : Die erste - in dem Hebräisch der Wiener Juden.

    Die zweite in einer Übersetzung des Moses Mendelssohn.

    Bereits die "hebräische" Version vermittlt mir ein Erleben - Sprache ist nämlich auch "Klang" - - -

    Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -

    Leider kann ich nicht mit der alleinerziehenden Mutter aufwarten - -

  • Junker Nicht Seele1986 hat damit angefangen, sondern wieder einmal unser Norbert...

    Aber dann kann man auch eine private Nachricht an Norbert senden, sonst geht es hier wieder los mit der Diskussion.

  • Bereits die "hebräische" Version vermittlt mir ein Erleben - Sprache ist nämlich auch "Klang" - - -

    Das sind lediglich Interpretationen die zwar ihre eigene Ästhetik haben mögen, aber man kann auch Sprache durch einen Dialekt komplett verhunzen.

    nun, verhunzt wir die Sprache eher durch das "Schönreden nach DIN - Norm", aber nicht durch die lebendige Buntheit des echten Dialektes. Aber dies hat mit unserem Thema nichts zu tun - "- lediglich Interpretationen - - "" (was soll das ??)

    Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -

    Leider kann ich nicht mit der alleinerziehenden Mutter aufwarten - -