DIE PSALMEN – DIE STUDIENANLEITUNG IM NEUEN JAHR 2024 – In 13 Lektionen

  • Das Thema des Gerichts Gottes wirft eine wichtige Frage auf: Wie kann das Volk Gottes in der Zeit des Gerichts Frieden mit Gott und Erlösungsgewissheit haben? Lies Psalm 94,14; 105,7–10; Daniel 7,22.

    Erlösungsgewissheit gibt es wohl nur für ein Individuum - nicht für ein Volk und nicht wegen der Zugehörigkeit zu einem Volk. So eine falsche Erlösungsgewissheit (wir sind Kinder Abrahams) musste Jesus schon bei den Pharisäern ablehnen.

    Liebe Grüße, Heimo

  • 3. Lektion 2024: Der Herr regiert - Woche 3

    V.) Deine Zeugnisse sind sehr zuverlässig

    (---> siehe in der Studienanleitung Standard-ausgabe am Donnerstag, 18. Januar 2024)


    MERKVERS: Psalm 119,105

    105 Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege. (Lutherbibel 1912)


    Lies Psalm 19,8; 93,5; 119,165; 1,2.6; 18,31 und 25,10. Welcher Gedanke verbindet sie alle?


    Die Vormachtstellung des Herrn in der Welt als souveräner Schöpfer, König und Richter hat theologische Implikationen für die Zuverlässigkeit seiner Zeugnisse. Die Zeugnisse (hebr. edut, „Erlass“, „Gesetz“) beziehen sich auf die Gesamtheit der Gesetze und Verordnungen, mit denen der Herr das religiöse und soziale Leben seines Volkes regelt (2 Mo 32,15). Sie sind „sehr zuverlässig“ (Ps 93,5 EB) und spiegeln die Stabilität und Beständigkeit von Gottes Thron und der Welt, die Gott erschaffen hat und aufrechterhält, wider (Ps 93,1–2). Das hebräische Wort, das mit „sehr zuverlässig“ übersetzt wird (das Wort amen leitet sich von diesem Wort ab), vermittelt die Vorstellung von Verlässlichkeit, Treue und Festigkeit (2 Sam 7,16; 1 Chr 17,23). Gottes Gesetze sind unabänderlich und unzerstörbar.

    Gott verbürgt sich für die Integrität seiner Verheißungen und Gebote. Gottes Treue ist sowohl beruhigend, weil sie den unveränder-lichen Charakter seiner Herrschaft garantiert, als auch anspruchsvoll, weil sie vom Volk Vertrauen und Gehorsam gegenüber Gott verlangt.

    Gleichzeitig wird das Fehlen von Gerechtigkeit in der Welt poetisch als Erschütterung der Grundfesten der Erde beschrieben (Ps 18,8; Jes 24,18–21). Gottes Gesetz weist den Menschen den Weg zu einem gerechten Leben, das dem Gericht Gottes standhalten kann. Die Gerechten werden also nicht erschüttert werden, weil sie fest in Gottes Gesetz verwurzelt sind, das ihnen Stabilität und Sicherheit gibt, und weil ihre Herzen fest im Herrn stehen (hebr. kun, bedeutet auch „fest sein“, „sicher sein“) (Ps 112,1.6–7). Diejenigen, die Gottes Gesetz halten, werden durch nichts zum Straucheln gebracht (Ps 119,165), was Gottes Schutz und Führung im Leben zeigt (Ps 1,2–3.6).

    Gottes Wort wird als Leuchte für die Füße des Psalmisten dargestellt und schützt ihn so vor den verborgenen Schlingen der Feinde (Ps 119,105.110). Der große Friede, den derjenige genießt, der Gottes Gesetz liebt (Ps 119,165), resultiert offensichtlich nicht aus einer völligen Abwesenheit von Schwierigkeiten (Ps 119,161). Er ergibt sich vielmehr aus dem Verbleiben in Gottes Gegenwart und einer gesunden Beziehung zu ihm.

    ...

    (zitiert aus ----> https://sabbath-school.adventech.io/de/2024-01/03/…uverl%C3%A4ssig)

  • 3. Lektion 2024: Der Herr regiert - Woche 3

    VI.) Weiterführendes Studium

    (---> siehe in der Studienanleitung Standardaus-gabe für den morgigen Freitag, 19. Januar 2024)


    MERKTEXT: Psalm 103,8-9

    8 Barmherzig und gnädig ist der HERR, geduldig und von großer Güte. 9 Er wird nicht für immer hadern noch ewig zornig bleiben.

    (Lutherbibel 1912)


    Weiterführendes Studium

    Lies Psalm 86,5.15 und von Ellen White in Schritte zu Christus „Gottes Liebe zum Menschen“, S. 6–16. Wie hilft uns die Wahrheit, dass Gott Liebe ist, die verschiedenen Beschreibungen Gottes und seiner Taten in den Psalmen besser zu verstehen?

    Das Studium dieser Woche konzentriert sich auf einige Schlüsselbeschreibungen Gottes und seines Handelns, die die Welt begründen und ihr Festigkeit und Sicherheit verleihen. Die Psalmisten berufen sich auf Gott, der Schöpfer, König, Richter, Bundeserlöser und Gesetzgeber ist. Die Rollen, die Gott in der Welt einnimmt, spiegeln sich auch in verschiedenen anderen ­Namen und Titeln Gottes wider, darunter Hirte (Ps 23,1; 80,2), Fels des Heils (Ps 95,1) und Vater (Ps 68,6; 89,27). In der Welt können wir sicher und geborgen sein, selbst in den Wirren des Großen Kampfes, denn Gott ist souverän und treu in allem, was er tut und sagt. Obwohl diese theologischen Themen keineswegs erschöpfend sind, lassen sie doch erahnen, auf welch unterschiedliche Weise Gott sich in den Psalmen offenbart.

    Beim weiteren Studium der Psalmen ist es wichtig, die Psalmen im Licht von Gottes Wesen der Liebe und Gnade und seines Planes zur Rettung und Wiederherstellung der Welt zu lesen. „Je mehr wir über den Charakter Gottes im Lichte des Kreuzes nachdenken, umso besser erkennen wir, wie eng die Gnade, die Zärtlichkeit und die Vergebungsbereitschaft mit der Unparteilichkeit und Gerechtigkeit verwoben sind. Und desto deutlicher werden wir die unzähligen Beweise seiner Liebe erkennen – eine Liebe, die grenzen-los ist und an liebevollem Erbarmen das sehn-suchtsvolle Mitgefühl einer Mutter für ihr eigen-sinniges Kind übertrifft“ (SC 16). In den Psalmen ruft das Volk auch dann noch zu Gott, wenn es wegen seiner Rebellion mit dem Gericht Gottes konfrontiert ist, weil es weiß, dass Gottes Zorn nur für eine bestimmte Zeit gilt, seine Barmherzigkeit aber ewig währt (Ps 103,8–9).


    (zitiert aus ----> https://sabbath-school.adventech.io/de/2024-01/03/…hrendes-studium)

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    Abkürzung:

    • SC: Steps to Christ ("Der Bessere Weg", früher: "Der Weg zu Christus")
  • 3. Lektion 2024: Der Herr regiert - Woche 3

    VII.) Fragen für das Bibelgespräch

    (---> siehe in der Studienanleitung Standardaus-gabe für den morgigen Sabbat, 20. Januar 2024)


    MERKTEXT: Psalm 106,35-42

    35 Stattdessen vermischten sie sich mit ihnen und übernahmen deren schreckliche Bräuche: 36 Sie beteten die Götter der Kanaaniter an, die ihnen schließlich zum Verhängnis wurden. 37 Ihre eigenen Söhne und Töchter opferten sie den Dämonen. 38 Sie vergossen unschuldiges Blut und entweihten das Land, indem sie ihre Kinder zu Ehren der Götzen Kanaans schlachteten. 39 Durch ihre bösen Taten wurden sie unrein in Gottes Augen – mit ihrem Treiben brachen sie ihm die Treue. 40 Da geriet der Herr in Zorn über Israel und verabscheute sein eigenes Volk. 41 Er gab sie in die Hand fremder Völker; sie wurden beherrscht von denen, die sie hassten. 42 Ihre Feinde unterdrückten sie, ihrer Gewalt musste Israel sich beugen. (Hoffnung für Alle)


    Fragen für ein Gespräch


    Fragen für ein Gespräch (Ein Auszug)


    1. ...


    2. (a) Wie sollte der Glaube an Gott als Schöpfer unser Verständnis von uns selbst und unsere Beziehung zum Rest der Schöpfung prägen?

    (b) Was geschieht, wenn die Menschen von dieser Wahrheit abweichen (Ps 106,35–42)?

    Meine Antwort: 2a) Die Psalmen und andere Texte der Bibel machen klar, dass Gott unser guter Schöpfer ist und wir Menschen seine Geschöpfe! Als "Gottes Beauftragte" sollen wir die gute Schöpfung Gottes bewahren! (siehe Genesis 2,15)

    2b) Wie der Psalm 106 drastisch beschreibt, gibt es dann die schlimmsten Menschenrechts-verletzungen! In dem die Israeliten ihre Söhne und Töchter den gräulichen Götzen der Kanaaniter opferten (Ps. 106,37), vergossen sie viel unschuldiges Blut! (Ps. 106,38); daraufhin gab Jahwe sein Volk in die Hände der Heiden! (Ps. 106,41f.)


    3. (a) Was war falsch an den Götzen der Völker in biblischer Zeit (Ps 115,4–8)? (b) Was ist mit den modernen Götzen? (c) Warum sind sie genauso gefährlich für unser Leben mit dem Herrn?

    Meine Antwort: 3a) Diese "heidnischen Götter" waren aber gar kein "wahrer Gott" (Joh.17,3/ 1. Joh.5,20), sondern nur von den Menschen angefertigte GÖTZEN-STATUEN, „Götzen aus Silber und Gold, von Menschenhänden gemacht.” (Psalm 115,4)

    3b) Auch "moderne Götzen" – ganz egal ob es "das Auto", "der Fußball", "TV-Stars", "Idole", "Popsänger/innen", "die Arbeit", "das Geld", "der Reichtum" oder was sonst auch immer ist, können die »innere (geistige) Leere des Menschen« nicht füllen bzw. wirklichen Sinn stiften! Nur Gott der Barmherzige und Gnadenvolle Gott, der in Jesus Christus sein menschliches Antlitz gezeigt hatte, ist in der Lage uns echten Sinn und Erfüllung zu geben!

    3c) Die unter 3b) genannten "modernen Götzen" sind so gefährlich, weil sie vom eigentlichen Sinn des Lebens, der nur in Gott gefunden werden kann, ablenken! Wenn andere Dinge als DER EWIGE im Leben wichtiger sind als Gottes Sohn Jesus Christus dann kann das nur in die Irre führen und am Ende "furchtbare Konsequenzen" für einen Menschen bringen. Schon Martin Luther warnte im "Großen Katechismus": „An was Du im Leben dein Herz hängst, das ist Dein Gott!” (siehe auch: Psalm 62,11)


    4. ...

  • 3. Lektion 2024: Der Herr regiert - Woche 3

    VIII.) DER LEHRERTEIL

    (---> siehe in der Studienanleitung am Sabbat, 20.1.24)


    Lehrerteil


    SCHLÜSSELTEXT: Psalm 93,1

    1 Der HERR ist König und herrlich geschmückt; der HERR ist geschmückt und umgürtet mit Kraft. Er hat den Erdkreis gegründet, daß er nicht wankt. (Lutherbibel 1912)


    TEIL II: KOMMENTAR

    Gott als Schöpfer

    Psalm 8 lässt sich in zwei Hauptgedanken unterteilen: Gott ist der Schöpfer (Ps 8,3–5) und der Mensch ist die Krönung seiner Schöpfung (V. 6–9). Diese Begriffe werden am Anfang und am Ende des Psalms von derselben Zeile flankiert, die als „inclusio“ bezeichnet wird: „HERR, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name in allen Landen“ (V. 2.10).

    Wir können die Bedeutung der Schöpfung in den Lehren der Heiligen Schrift nicht hoch genug schätzen. Jesaja benutzt das Argument von Gott als Schöpfer, um dem Götzenglauben die Grundlage zu entziehen (Jes 40,12–31). In ähnlicher Weise verwendet der Psalmist dieselbe Argumentation, um JHWH als Herrscher des Himmels anzuerkennen und den Götzendienst zu verwerfen (Ps 115,1–8; 95,3–5.7; 96,5). Das Fundament des Reiches Gottes ist die Schöpfung. Dieses Fundament sollte der Grund für unsere Anbetung Gottes sein (Ps 100,3–5). Die Schöpfung ist auch der Grund für den Sabbat (1 Mo 2,1–3; 2 Mo 20,8–11), und der siebte Tag ist ein Gedenken an die Macht Gottes. Vor diesem Hintergrund verstehen wir besser, warum die Botschaft in Offenbarung 14,7 lautet: „Und betet an den, der gemacht hat Himmel und Erde und Meer und die Wasserquellen!“ Die Verkündigung dieser Botschaft ist in der heutigen Zeit aktueller denn je – in einer Zeit, in der der Feind ein relativ neues ätiologisches Paradigma des Lebens geschaffen hat: die Evolution.

    Gott als König

    Gott schuf das Universum, deshalb gehört es ihm. Daher ist er sein König. „Der HERR ist König … Von Anbeginn steht dein Thron fest; du bist ewig“ (Ps 93,1–2).

    Psalm 97 fasst die Botschaft von Gottes Königtum gut zusammen:

    1. Gott regiert (Ps 97,1). Viele Psalmen preisen Gott als König (Ps 47; 93; 95–99).
    2. Dramatische Elemente wie Wolken, Finsternis, Feuer, Blitze, die Erde, Berge und der Himmel umgeben Gott (Ps 97,2–6). Diese meteorologischen Phänomene und geologischen Prachtstücke zeigen die Größe des Königs der Könige, der unsere Ehrfurcht und Verehrung weckt.
    3. Die Schändlichkeit des Götzendienstes wird, im Gegensatz zur Überlegenheit der Anbetung Gottes, verurteilt (V. 7).
    4. Gottes Kinder preisen ihn und freuen sich über die gerechten Urteile seiner Regierung (V. 8–9).
    5. Die Liebe zu Gott inspiriert die Gläubigen dazu, das Böse zu hassen (V. 10 EB). Der Herr bewahrt und befreit sein Volk aus der Hand der Bösen. Diese Gründe sind genug, um sich zu freuen und ihm zu danken (V. 11–12).

    Gott als König ist für seine Kinder die Quelle des Friedens und der Zuversicht. „Die Stärke des Königs ist, dass er das Recht liebt. Du hast bestimmt, was richtig ist, du schaffest Recht und Gerechtigkeit in Jakob“ (Ps 99,4). Weil Gott der König über die ganze Erde ist, sollten wir uns freuen und ihm „mit Einsicht“ lobsingen (Ps 47,8 SLT; siehe auch V. 2–7).

    Gott als Richter

    Gott ist Richter, weil er König ist. Im alten Israel fällte der Herrscher die Urteile in Gerichtsprozessen und Rechtsangelegenheiten (siehe David: 2 Sam 14,1–23; Salomo: 2 Kön 3,16–28). Die Vorstellung von einem König als Richter war den Menschen damals also sehr vertraut. Wenn sie den Psalmisten zuhörten, wie sie ihre Melodien über den Herrn als Richter sangen, konnten sie das Konzept problemlos verstehen.

    In Psalm 75 heißt es, dass Gott, unser Richter, „gerecht richten“ wird (Ps 75,3 EB). Wir brauchen also sein Wirken als Richter nicht zu fürchten, es sei denn, wir stehen auf der Seite des Bösen. „Denn er kommt, denn er kommt, zu richten das Erdreich. Er wird den Erdkreis richten mit Gerechtigkeit und die Völker mit seiner Wahrheit“ (Ps 96,13).

    Der Zweck von Gottes Gericht ist es, die einen (die Bösen, Ps 75,5–6) zu erniedrigen und die anderen (die Treuen, Ps 75,2–3) zu erhöhen (Ps 75,8). Dasselbe Prinzip findet im Untersuchungsgericht von Daniel 7 Anwendung: Gott bestraft das kleine Horn (Dan 7,26) und rechtfertigt sein Volk (V. 22).

    Die Gott Treuen feiern das Gericht Gottes (Ps 75,10), nicht weil sie sich über die ­Vernichtung der Bösen freuen, sondern weil Gott seinen Verheißungen treu ist und die Unschuldigen rettet (siehe Offb 19,2). Am Ende von Psalm 75 finden wir diese Vorstellung von göttlicher Treue und Befreiung: „Alle Hörner der Gottlosen will ich abhauen. Es sollen erhöht sein die Hörner des Gerechten“ (Ps 75,11 EB).

    Der Gott des Bundes

    Im Nahen Osten der Antike war ein Bund eine Vereinbarung zwischen einem mächtigen König und seinem Vasallen. In dieser Vereinbarung wurde festgelegt, was der ­Vasall tun musste, um unter dem Schutz seines Herrschers zu bleiben. Das Alte Testament machte sich diesen damaligen bildlichen Ausdruck zu eigen und wandte ihn auf die Beziehung zwischen dem König des Himmels und seinen Nachfolgern an. „In einem altorientalischen Vertrag machte der Großkönig dem Vasallen zwei Versprechen: Erstens würde er ihn angreifen, wenn er sich gegen ihn auflehnt, und zweitens würde er jedem loyalen Vasallen, der angegriffen wird, zu Hilfe kommen“ (Tremper Longman III und Raymond B. Dillard, An Introduction to the Old Testament, Grand Rapids, Michigan 2006, S. 260). Wenn der Gläubige dieses Konzept versteht, wächst seine Zuversicht, weil er dadurch lernt, dass er sich auf die Gewissheit von Gottes Schutz verlassen kann.

    In diesem Zusammenhang wird JHWH im Buch der Psalmen als Krieger dargestellt. Psalm 7 ist ein Gebet vor der Schlacht, in dem der Psalmist um Gottes Eingreifen zugunsten seines Volkes bittet (Ps 7,2–3). Der Psalmist beansprucht auch Gottes Schutz und bittet um die Vernichtung der Feinde Gottes (V. 5–10). Gott ist die Verteidigung des Psalmisten (V. 11), was an eine Burg oder einen Schild erinnert. Gott, der göttliche ­Krieger, wird als Träger eines Schwertes, eines Bogens und von Pfeilen dargestellt – „töd­lichen Waffen“ (V. 13–14). Er hat eine Falle für seine Feinde vorbereitet (V. 16).

    Der Gott des Gesetzes

    Weil Gott ein gerechter Herrscher ist, „gedenkt [er] ewiglich an seinen Bund, an das Wort, das er verheißen hat“ (Ps 105,8). Die Grundlage des Bundes ist das Gesetz Gottes. Daher ist es kein Zufall, dass eines der Hauptthemen im Buch der Psalmen die Gebote des Herrn sind (siehe Ps 1). Der längste Psalm, der gleichzeitig das längste Kapitel der Bibel ist, Psalm 119, befasst sich sogar ausschließlich mit der Thora, dem Gesetz.

    Die Sicht der Psalmisten auf das Gesetz Gottes unterscheidet sich von der heute in vielen Kreisen vorherrschenden Vorstellung, wonach das göttliche Gesetz eine Reihe starrer Vorschriften ist, die man strikt befolgen muss, oder dass man harte Strafen erleidet, wenn man gegen eines der Gebote verstößt. David sagt über das Gesetz, dass das Zeugnis des Herrn die Seele erquickt und die Unverständigen weise macht; das Gesetz erfreut das Herz und erleuchtet die Augen (Ps 19,8–11). Wie viele von uns können dasselbe von den Bestimmungen und Gesetzen unserer Länder behaupten? In der Bundesbeziehung sind die Gebote Richtlinien, die unser Verständnis erhellen und uns eine tiefe Beziehung zu unserem Schöpfer, König und Richter ermöglichen.

    In der Thora geht es mehr um die Idee der „Lehre“ als um „Vorschriften“. Das ist der Grund, warum die Psalmen Gottes Satzungen als unvergleichlich wertvolle Schätze, die „begehrenswerter sind als Gold, ja viel gediegenes Gold, und süßer als Honig und Wabenhonig“ (Ps 19,11 EB), beschreiben. Unter dem Bund Gottes zu stehen bedeutet, eine enge Beziehung zur Gottheit zu haben.


    TEIL III: ANWENDUNG

    Es ist faszinierend zu erkennen, wie eng die fünf theologischen Themen, die wir in dieser Woche untersucht haben, miteinander verbunden sind. Diese thematische Reihe beginnt mit der Aussage, dass Gott der Schöpfer ist, und stützt sich darauf. Diese grundlegende Wahrheit zu leugnen bedeutet, Gottes Recht als Herrscher dieser Welt und souveräner Richter über jeden Menschen zu verwerfen. Wenn Gott nicht der Richter aller wäre, könnte jeder tun, was er oder sie für richtig hielte. Es gäbe kein ewiges Gesetz, dem man gehorchen müsste. Es gäbe keine Absolutheit. Leider werden wir jeden Tag mit dieser Philosophie überflutet. Sogar einige Christen fallen dieser gefährlichen Sophisterei zum Opfer. Aus diesem Grunde ist unsere Lektion in dieser Woche sehr wichtig für unsere Familien, unsere Jugend und die Mitglieder unserer Kirche.

    Wenn wir Gott als unseren Schöpfer anerkennen, werden wir seine Herrschaft in unserem Leben und sein Recht akzeptieren, uns zu leiten und wenn nötig zu tadeln. Schließlich ist er unser Richter. Unser Schöpfer möchte mit uns in einer liebevollen Bundesbeziehung stehen. Die Bibel verspricht uns, dass es eine angenehme und tröstliche Erfahrung sein wird, ihm zu gehorchen und mit ihm zu leben.

    Ein Detail, das wir in dieser Studienanleitung nur leicht gestreift, aber nicht weiter vertieft haben, ist die Kultivierung einer Haltung des Lobpreises und der Freude. Bitte eine/-n Anwesende/-n, die untenstehenden Verse laut vorzulesen. Alternativ kann auch die gesamte Gruppe den Psalm gemeinsam lesen. Ermutige die Gesprächsteilnehmer, das gleiche geistliche Leben anzustreben wie der Psalmist:

    Wir sollten unsere Gebete zu unserem König und Richter mehr mit Lobpreis als mit ­Bitten und Klagen füllen. Außerdem wird unsere tägliche Mühsal leichter zu ertragen und unser Glaubensleben glücklicher sein, wenn wir in einer Bundesbeziehung mit dem Gott des Himmels stehen.

    (zitiert aus ---> https://sabbath-school.adventech.io/de/2024-01/03/09-lehrerteil)

  • 4. Lektion 2024: Der Herr hört und errettet

    (---> siehe in der Studienanleitung für die Woche vom 20.1. bis zum Sabbat, 27.1.2024*)


    LIES FÜR DAS STUDIUM DIESER WOCHE

    Psalm 139,1–18; 121; 17,8; Matthäus 23,37; 1. Korinther 10,1–4; Hebräer 4,15–16


    Zitat

    MERKTEXT

    Wenn die Gerechten schreien, so hört der HERR und errettet sie aus all ihrer Not. (Ps 34,18)


    Immer wieder betonen die Psalmen die Wahrheit, dass der souveräne Herr, der das Universum geschaffen hat und erhält, sich auch als persönlicher Gott offenbart, der eine Beziehung zu seinem Volk aufbaut und aufrechterhält.

    Gott ist seinem Volk und seiner Schöpfung nahe, sowohl im Himmel als auch auf der Erde (Ps 73,23.25). Obwohl er „seinen Thron im Himmel errichtet“ hat (Ps 103,19) und „auf den Wolken einherfährt“ (Ps 68,5), ist er auch „nahe allen, die ihn anrufen, allen, die ihn mit Ernst anrufen“ (Ps 145,18). Die Psalmen halten unerschütterlich die Wahrheit aufrecht, dass der Herr der lebendige Gott ist, der für diejenigen eintritt, die ihn anrufen (Ps 55,17–23). Die Psalmen sind gerade deshalb so bedeutsam, weil sie von dem lebendigen Gott, der Gebete erhört und beantwortet, veranlasst und an ihn gerichtet sind.

    Wir sollten uns daran erinnern, dass die richtige Antwort auf die Nähe Gottes in einem Leben des Glaubens an ihn und im Gehorsam gegenüber seinen Geboten besteht. Nichts anderes als dieser Glaube und Gehorsam wird für ihn annehmbar sein, wie die Geschichte Israels oft gezeigt hat.


    * Studiere diese Lektion zur Vorbereitung auf Sabbat, den 27. Januar.


    (zitiert aus -----> https://sabbath-school.adventech.io/de/2024-01/04/…rt-und-errettet)

  • 4. Lektion 2024: Der Herr hört und errettet

    I.) Es war dir mein Gebein nicht verborgen

    (---> siehe in der Studienanleitung Standard-ausgabe am Sonntag, 21. Januar 2024)


    MERKVERS: Psalm 139,15

    15 Schon als ich im Verborgenen Gestalt annahm, unsichtbar noch, kunstvoll gebildet im Leib meiner Mutter, da war ich dir dennoch nicht verborgen. (Hoffnung für Alle)


    Lies Psalm 139,1–18. Wie wird dort Gottes Macht (V. 1–6), Gegenwart (V. 7–12) und Güte (V. 13–19) poetisch beschrieben? Was sagt Gottes Größe über seine Verheißungen?


    Wolltest du schon einmal jemandem helfen, hattest aber nicht die Mittel dazu? Genauso haben manche Menschen versucht, dir zu helfen, aber sie ­haben deine Bedürfnisse nicht verstanden. Im Gegensatz zu den liebevollsten und wohlmeinendsten Menschen kennt Gott uns und unsere Umstände genau und hat auch die Mittel, uns zu helfen. Deshalb sind seine Verheißungen von Hilfe und Befreiung keine leeren Phrasen, sondern feste Zusicherungen.

    Gottes Wissen über den Psalmisten ist so groß und einzigartig, dass selbst der Mutterleib ihn nicht vor Gott verbergen konnte (Ps 139,13.15). Das göttliche Wissen bezieht sich auf die Zeit (Ps 139,2), das innere Wesen (V. 2.4) und den Raum (V. 3) – die gesamte Existenz des Psalmisten. Gottes wunderbares Wissen ist das Ergebnis seines Schöpferseins und seiner engen Vertrautheit mit den Menschen und zeigt sich in seiner Fürsorge für sie.

    Diese wunderbare Wahrheit, dass Gott uns ganz genau kennt, sollte uns nicht erschrecken, sondern uns in die Arme Jesu treiben und zu dem, was er am Kreuz für uns vollbracht hat. Denn durch den Glauben an Jesus haben wir seine Gerechtigkeit, „Gottes Gerechtigkeit“, erhalten (Röm 3,5.21).

    Gottes Gegenwart wird dadurch hervorgehoben, dass Gott bis in den „Scheol“ (EB; „Grab“) und die „Finsternis“ (Ps 139,8.11–12) reicht, Orte, die normalerweise nicht als Wohnort Gottes dargestellt werden (Ps 56,14). Seine Gegenwart wird ferner so beschrieben, dass er „Flügel der Morgenröte“ (­Osten) nimmt, um die „äußersten Enden des Meeres“ (Westen) zu erreichen (Ps 139,9 EB). Diese Bilder vermitteln die Wahrheit, dass es keinen Ort im Universum gibt, an dem wir für Gott unerreichbar wären. Obwohl Gott nicht Teil des Universums ist, wie manche glauben, ist er unserem Universum doch nahe, denn er hat es nicht nur erschaffen, sondern erhält es auch (siehe Hbr 1,3).

    Als derjenige, der alles über uns weiß, kann Gott uns helfen und uns ­wiederherstellen. Als der Psalmist von Neuem die Größe Gottes realisiert/begreift, bricht er in Jubel aus und vertraut Gott voll und ganz. Er begrüßt die göttliche Prüfung als das Mittel, das alles aus seinem Leben entfernen kann, was seine Beziehung zu Gott belastet.

    ...

    (zitiert aus ----> https://sabbath-school.adventech.io/de/2024-01/04/…nicht-verborgen)

  • 4. Lektion 2024: Der Herr hört und errettet

    II.) Zusicherung der Fürsorge Gottes

    (---> siehe in der Studienanleitung Standard-ausgabe am Montag, 22. Januar 2024)


    MERKTEXT: Psalm 121,7-8 **

    7 Der HERR behüte dich vor allem Übel, er behüte deine Seele; 8 der HERR behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit. (Lutherbibel 1545)


    Lies Psalm 40,2–4; 50,15; 55,23 und 121. Wie ist Gott in unsere täglichen Angelegenheiten involviert?


    Der Herr offenbart sich in der Bibel als der lebendige Gott, der für die eintritt, die ihn anrufen.

    Für den Psalmisten ist „der HERR immer bei mir“ (Ps 16,8 NLB). Deshalb vertraut er auf Gott und ruft ihn an (Ps 7,2; 9,11). Der Herr wird ihn auch dann erhören, wenn er aus der „Tiefe“ schreit (Ps 130,1–2), womit zum Ausdruck gebracht wird, dass sich kein Lebensumstand Gottes souveräner Herrschaft entzieht. Daher ist der Schrei des Psalmisten, wie drängend er auch sein mag, niemals ohne Hoffnung.

    Psalm 121 hingegen feiert die Macht des Schöpfers im Leben des gläubigen Menschen. Diese Macht umfasst:


    1.

    „Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen“ (Ps 121,3). Das Bild des „­Fußes“ beschreibt oft den Lebensweg eines Menschen (Ps 66,9; 119,105; Spr 3,23). Das hebräische Wort für „nicht gleiten lassen“ beschreibt die Sicherheit, die Gott der Welt (Ps 93,1) und Zion (Ps 125,1) gibt.


    2.

    Das Bild vom Herrn als Hüter Israels, der weder schläft noch schlummert, unterstreicht die ständige Wachsamkeit und Bereitschaft Gottes, für seine Kinder zu handeln (Ps 121,3–4).


    3.

    Der Herr ist „dein Schatten“ (Ps 121,5–6), was an die Wolkensäule zur Zeit des Auszugs aus Ägypten erinnert (2 Mo 13,21–22). In ähnlicher Weise bietet Gott seinem Volk physischen und geistlichen Schutz.


    4.

    Gott ist „über deiner rechten Hand“ (Ps 121,5). Die rechte Hand bezeichnet normalerweise die stärkere Hand einer Person, die Hand des Handelns (Ps 74,11; 89,14). Hier wird auf diese Weise Gottes Nähe und Gunst ausgedrückt (Ps 16,8; 109,31; 110,5).


    5.

    Gottes Schutz für sein Volk wird in Psalm 121,6–8 deutlich bestätigt. Gott wird seine Kinder vor allem Bösen bewahren. Weder „die Sonne“ noch „der Mond“ werden sie stechen. Gott wird ihren „Ausgang“ und „Eingang“ bewahren. Diese poetischen Bilder betonen die umfassende, unaufhörliche Fürsorge Gottes.


    Die Quintessenz? Der Psalmist vertraute auf die liebevolle Fürsorge Gottes. Das sollten wir auch tun.

    ...

    (zitiert aus ----> https://sabbath-school.adventech.io/de/2024-01/04/…BCrsorge-gottes)

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    ** Diese zwei Verse (7 + 8') aus Psalm 121 werden oft auch in den Kirchen als liturgischer "Segensspruch" am Ende eines Gottesdienstes verwendet und mit dem sich anschließenden dreifachen "Amen" singend beendet.

  • SO NEBENBEI; GERADE HEUTE NORBERT; MEIN HERZLICHSTER DANK FÜR DEIN BEMÜHEN ZUR SABBATSCHULE: BITTE NICHT LACHEN: SEITDEM ICH LESEN KANN, BEDEUTET SIE MIR SEHR VIEL _ _ _ _ _ _

    Nihil hic determino dictans : Conicio, conor, confero, tento, rogo, quero - -

    Leider kann ich nicht mit der alleinerziehenden Mutter aufwarten - -

  • 4. Lektion 2024: Der Herr hört und errettet

    III.) Der Herr ist eine Zuflucht in Zeiten der Not

    (---> siehe in der Studienanleitung Standard-ausgabe am Dienstag, 23. Januar 2024)


    MERKTEXT 1: Psalm 91,1-2

    91 Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt, 2 der spricht zu dem HERRN: Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe.

    (Lutherbibel 1545)


    MERVERS 2: Psalm 63,8

    8 Denn du hast mir immer geholfen; unter deinem Schutz bin ich geborgen, darum kann ich vor Freude singen. (Hoffnung für Alle)


    Lies Psalm 17,7–9; 31,2–4 und 91,2–7. Was tut der Psalmist in schwierigen Zeiten?


    Der Psalmist begegnet verschiedenen Arten von Schwierigkeiten und wendet sich in ihnen an Gott, der eine Zuflucht in jeder Not ist. Vertrauen ist die bewusste Entscheidung, die Herrschaft Gottes über das eigene Leben unter allen Umständen anzuerkennen. Wenn das Vertrauen in der Not nicht funktioniert, dann funktioniert es nirgends.

    Das Zeugnis des Psalmisten „Ich sage zum HERRN: Meine Zuflucht und meine Burg, mein Gott, ich vertraue auf ihn!“ (Ps 91,2 EB) entspringt seiner Erfahrung mit Gott in der Vergangenheit und dient nun dazu, seinen Glauben für die Zukunft zu stärken. Der Psalmist nennt Gott den Höchsten und den Allmächtigen (Ps 91,1–2) und erinnert sich an die überragende Größe seines Gottes.

    Der Psalmist spricht auch von der Sicherheit, die man bei Gott finden kann: „Schirm“ („Schutz“ oder „Versteck“), „Schatten“ (Ps 91,1), „Zuflucht“, „Burg“ (V. 2 SLT), „Flügel“, „Schild“, „Schutzwehr“ (V. 4 EB) und „Wohnung“ (V. 9 EB). Diese Bilder stehen in der Kultur des Psalmisten für sichere Zufluchtsorte. Man braucht nur an die unerträgliche Hitze der Sonne in diesem Teil der Welt zu denken, um den Schatten (oder die Jalousie) zu schätzen, oder sich an die Zeiten der Kriege in der Geschichte Israels zu erinnern, um die Sicherheit zu schätzen, die ein Schild oder eine Burg bietet.


    Lies Psalm 17,8 und Matthäus 23,37. Welches Bild wird hier verwendet und was sagt es aus?


    Eine der vertrautesten Metaphern ist „unter dem Schatten deiner Flügel“ (Ps 17,8; 57,2; 63,8). Diese Metapher vermittelt Trost und Sicherheit, indem sie den Schutz einer Vogelmutter impliziert. Der Herr wird mit einem ­Adler verglichen, der seine Jungen mit seinen Flügeln beschützt (2 Mo 19,4; 5 Mo 32,11), und mit einer Henne, die ihre Küken unter ihre Flügel nimmt (Mt 23,37).

    ...

    (zitiert aus ----> https://sabbath-school.adventech.io/de/2024-01/04/…-zeiten-der-not)

  • Das Zeugnis des Psalmisten „Ich sage zum HERRN: Meine Zuflucht und meine Burg, mein Gott, ich vertraue auf ihn!“ (Ps 91,2 EB) entspringt seiner Erfahrung mit Gott in der Vergangenheit und dient nun dazu, seinen Glauben für die Zukunft zu stärken. Der Psalmist nennt Gott den Höchsten und den Allmächtigen (Ps 91,1–2) und erinnert sich an die überragende Größe seines Gottes.

    Genau dazu brauchen wir Gott, in einer sündigen und ungerechten Welt!

    Um hier auf der Erde nach den Geboten Gottes zu überleben, braucht es einer Burg, eines Felsens wie Jesus es ist.

    Einer Kraftquelle die nur ein Gespräch mit Gott möglich macht und eines Schutzes wie es der HL. Geist ist!

    Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Joh. 3,16

  • 4. Lektion 2024: Der Herr hört und errettet

    IV.) Verteidiger und Befreier

    (---> siehe in der Studienanleitung Standard-ausgabe am Mittwoch, 24. Januar 2024)


    MERKVERS: Psalm 114,7

    7 Vor dem HERRN bebte die Erde, vor dem Gott Jakobs! (Luther 1545)


    Lies 1. Korinther 10,1–4. Wie beschreibt Paulus den Auszug aus Ägypten? Welche geistliche Lektion will er damit vermitteln?

    Meine Antwort: Es war eine "echte Befreiung" weil Gott Jahwe die Israeliten durchs Rote Meer hindurchrettete; der HERR gab ihnen Himmels-brot ("Manna") und "lebendiges Wasser" aus dem "geistigen Felsen", der für Paulus Jesus Christus war!


    Lies Psalm 114. Wie wird hier die göttliche Befreiung des Volkes Israel aus Ägypten auf poetische Weise beschrieben?

    Meine Antwort: Weil für DEN EWIGEN „Juda sein Heiligtum, Israel sein Königreich wurde” (Ps.114,2) sei das Meer zurückgewichen und der Jordan stillgestanden (Ps.114,5).


    Welch poetische Darstellung von Gottes wundervoller Befreiung seiner Kinder aus der Knechtschaft Ägyptens findet sich in Psalm 114! Im gesamten Alten Testament und sogar im Neuen Testament wurde die Befreiung aus Ägypten als Symbol für Gottes Macht, sein Volk zu retten, gesehen. Paulus tut in diesen Versen im Korintherbrief genau das, indem er die ganze wahre Geschichte als Metapher, als Symbol für die Errettung in Jesus Christus sieht.

    Psalm 114 beschreibt auch die göttliche Befreiung durch Gottes Souveränität als Schöpfer über die Mächte der Natur, mit der er sein Volk während des Auszugs errettete. Das Meer, der Fluss Jordan und die Berge und Hügel stellen in poetischer Weise die natürlichen und menschlichen Mächte dar, die sich Israel auf dem Weg in das verheißene Land entgegenstellten (5 Mo 1,44; Jos 3,14–17). Gott ist jedoch der Souverän über sie alle.

    In der Tat ist der Weg zum himmlischen Jerusalem für viele Kinder Gottes zu allen Zeiten und an allen Orten mit Gefahren verbunden. Die Psalmen ermutigen Gottes Kinder, über die Berge hinaus auf den Schöpfer des Himmels und der Erde zu schauen (Ps 121,1).

    Der Geist von Psalm 114 wird von Jesu Beruhigung des Sturms und seiner Verkündigung erfasst, dass die Kirche nichts zu fürchten hat, weil er die Welt überwunden hat (Mt 8,23–27; Joh 16,33).

    Die großen Taten des Herrn für sein Volk sollten die ganze Erde dazu bringen, vor seiner Gegenwart zu erzittern (Ps 114,7). Das Zittern sollte als ­Anerkennung und Anbetung verstanden werden und nicht als Erschrecken (Ps 96,9; 99,1). Mit Gott an ihrer Seite haben die Gläubigen nichts zu befürchten.

    ...

    (zitiert aus -----> https://sabbath-school.adventech.io/de/2024-01/04/…er-und-befreier)

  • Welch poetische Darstellung von Gottes wundervoller Befreiung seiner Kinder aus der Knechtschaft Ägyptens findet sich in Psalm 114! Im gesamten Alten Testament und sogar im Neuen Testament wurde die Befreiung aus Ägypten als Symbol für Gottes Macht, sein Volk zu retten, gesehen. Paulus tut in diesen Versen im Korintherbrief genau das, indem er die ganze wahre Geschichte als Metapher, als Symbol für die Errettung in Jesus Christus sieht.

    Die Frage ist ob wir auch den tieferen Sinn Gottes Liebe in seiner Kraft und macht erkennen?

    Stellen wir einen Gott dar, vor dem der Mensch angst haben muss?

    Oder haben wir diesen Gott wie Mose und viele Glaubensväter und ganz besonders Paulus als Retter, aus der geistigen/geistliche Knechtschaft Satans selbst erlebt?

    Was bedeutet Mission, missionieren...?

    Ist das Einsetzen für Freiheit, Gerechtigkeit und Wahrheit der Wert, für den ich bereit bin Schmerz und Wiederstand auf mich zu nehmen, ja zu sterben, wie Jesus und Paulus...und andere Apostel und Propheten?

    Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Joh. 3,16

  • 4. Lektion 2024: Der Herr hört und errettet

    V.) Hilfe aus dem Heiligtum

    (---> siehe in der Studienanleitung Standard-ausgabe am Donnerstag, 25. Januar 2024)


    MERKVERS 1: Psalm 36,9

    9 Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Licht sehen wir das Licht.

    (Lutherbibel 1545)


    MERKVERS 2: Psalm 143,10

    10 Lehre mich, so zu leben, wie du es willst, denn du bist mein Gott! Führe mich durch deinen guten Geist, dann kann ich ungehindert meinen Weg gehen!

    (Hoffnung für Alle)


    Lies Psalm 3,5; 14,7; 20,2–4; 27,5; 36,9; 61,5 und 68,6.36. Woher kommt in diesen Versen Hilfe?


    Das Motiv der geistlichen und physischen Zuflucht und Hilfe taucht vor allem im Zusammenhang mit dem Heiligtum auf. Das Heiligtum ist ein Ort der Hilfe, der Sicherheit und der Erlösung. Das Heiligtum bietet den Bedrängten Zuflucht. Gott verteidigt die Waisen und Witwen und gibt seinem Volk Kraft aus seinem Heiligtum. Wenn „aus Zion, der Schönheit Vollendung“, Gott hervorstrahlt (Ps 50,2 EB), werden Gottes gerechte Urteile verkündet und der Segen des Herrn geht aus (Ps 84,5; 128,5; 134,3).

    Die Zuflucht im Heiligtum übertrifft die Sicherheit, die jeder andere Ort in der Welt bietet, denn im Heiligtum wohnt Gott in Person. Die Gegenwart Gottes, nicht nur der Tempel als festes Gebäude, bietet Sicherheit. Ebenso übertrifft der Berg Zion als der Berg, auf dem Gott wohnt, andere Berge, obwohl er an sich ein bescheidener Hügel war (Ps 68,16–17; Jes 2,2).

    „Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht könnte mit leiden mit unserer Schwachheit, sondern der versucht worden ist in allem wie wir, doch ohne Sünde. Darum lasst uns freimütig hinzu­treten zu dem Thron der Gnade, auf dass wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden und so Hilfe erfahren zur rechten Zeit“ (Hbr 4,15–16). Inwiefern weisen diese Verse Parallelen zu dem auf, was der Psalmist über das Heiligtum sagt?

    Die Heiligkeit von Gottes Heiligtum veranlasst den Psalmisten anzuerkennen, dass alle Menschen sündig sind und Gottes Gunst in keiner Weise verdient haben, und er sagt aus, dass die Befreiung allein auf Gottes Treue und Gnade beruht (Ps 143,2.9–12). Nichts in uns kann uns als Verdienst vor Gott angerechnet werden. Nur wenn Menschen durch Umkehr und Annahme von Gottes Gnade und Vergebung in einer rechten Beziehung zu Gott stehen, können sie Gottes Zusicherung der Befreiung in Anspruch nehmen. Der Gottesdienst im Heiligtum repräsentierte diese in Jesus gefundene Erlösung.


    (zitiert aus ----> https://sabbath-school.adventech.io/de/2024-01/04/…s-dem-heiligtum)

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    Anmerkung von mir zu den beiden Merkversen: Psalm 36,9 (LU1545) + Psalm 143,10 (HFA) können von uns Christen zweifelsohne auf Jesus (in dessen Licht wird das göttliche Licht sehen! Jesus ist die »die Quelle des Lebens« für uns!) – Psalm 36 – und den Heiligen Geist (der uns den richtigen Weg im Leben weist) – Psalm 143 – angewandt werden!

  • 4. Lektion 2024: Der Herr hört und errettet

    VI.) Weiterführendes Studium

    (---> siehe in der Studienanleitung Standard-ausgabe am Freitag, 26. Januar 2024)


    MERKTEXT: Psalm 91,11-12

    11 Denn er hat seinen Engeln befohlen über dir, daß sie dich behüten auf allen deinen Wegen, 12 daß sie dich auf Händen tragen und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest.

    (Lutherbibel 1545)


    Weiterführendes Studium

    Lies von Ellen White in Wie alles begann „Die Nacht des Ringens“, S. 176–183. Was können wir aus Jakobs Erfahrung über die Macht des eindringlichen Gebets und des uneingeschränkten Vertrauens in Gott lernen?

    Die Psalmen stärken unseren Glauben an Gott, der eine nie versagende Zuflucht für diejenigen ist, die ihr Leben in seine mächtigen Hände legen. „Gott wird Großes an denen tun, die ihm vertrauen. Der Grund, weshalb sein Volk, das ihn bekennt, keine größere Kraft besitzt, liegt darin, dass es so viel auf die eigene Klugheit baut und dem Herrn keine Gelegenheit gibt, seine Macht zu ihren Gunsten zu offenbaren. Er will seinen gläubigen Kindern in allen schwierigen Lagen helfen, wenn sie nur ihr volles Vertrauen auf ihn setzen und ihm treu gehorchen“ (WAB 472).

    Dennoch können manche Psalmen eine ernsthafte Herausforderung darstellen, wenn das, was sie versprechen, und unsere aktuelle Situation nicht im Einklang stehen. In solchen Momenten müssen wir einfach lernen, auf Gottes Güte zu vertrauen, die sich am mächtigsten am Kreuz offenbart hat.

    Manchmal können auch einige Psalmen dazu benutzt werden, falsche Hoffnungen zu wecken. Jesu Antwort auf Satans verfälschten Gebrauch von Psalm 91,11–12 zeigt, dass Gott zu vertrauen nicht damit verwechselt werden darf, Gott in Versuchung zu führen (Mt 4,5–7) oder von Gott anmaßend ­etwas zu verlangen, das seinem Willen widerspricht.

    „Die größten Siege der Gemeinde oder einzelner Christen werden weder aufgrund von Begabung oder Bildung noch mit Hilfe von Reichtum oder menschlichem Wohlwollen errungen. Es handelt sich vielmehr um Siege, die Gott denen verleiht, die sich mit ernstem, ringendem Glauben an den mächtigen Arm Gottes klammern“ (WAB 182–183).


    (zitiert aus -----> https://sabbath-school.adventech.io/de/2024-01/04/…hrendes-studium)

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    Abkürzung:

    WAB = Wie alles begann (Textausgabe 2017; vormals: Patriarchen und Propheten; original: Patriarchs and Prophets)

  • 4. Lektion 2024: Der Herr hört und errettet

    VII.) FRAGEN FÜR DIE BIBELGESPRÄCHSRUNDE

    (---> siehe in der Studienanleitung am heutigen Holocaust-Gedenktag, Sabbat, 27. Januar 2024)


    Fragen für ein Gespräch (Auszug)

    1. ...


    2. (a) Wie können wir unter allen Umständen uneingeschränktes Vertrauen in Gott entwickeln (z. B. Ps 91,14; 143,8.10; 145,18–20)? (b) Was kann uns veranlassen, dieses Vertrauen zu verlieren? (c) Warum ist das Vertrauen zu Gott in guten Zeiten entscheidend, um zu lernen, ihm auch in schlechten Zeiten zu vertrauen?

    Meine Antwort:

    2 (a) – In dem wir fest auf Gott den HEILIGEN GEIST vertrauen (*), der uns der Gemeinde Jesu seit Pfingsten ausgeteilt worden ist.

    (*) Psalm 143,10:

    10 ... »Du bist mein Gott! Führe mich durch deinen guten Geist, dann kann ich ungehindert meinen Weg gehen!«

    (2b) Krankheit, Armut, Verzweiflung, Verfolgung oder der Verlust und plötzliche Tod eines geliebten Menschen kann uns veranlassen das Vertrauen in Gott zu verlieren!

    (2c) Das gute Vertrauen aus "guten Zeiten" die für uns Christen »voller Segen« waren, sind ein Hoffnungszeichen und auch »eine Art Wegzehrung und Proviant« aus dem wir auch "in schlechten Zeiten" schöpfen können. Wir dürfen wissen: Ganz am Ende macht der Herr alles wieder gut! ➡ Darauf dürfen und sollen wir hoffen, auch wenn wir die vielen Hoffnungspsalmen in den 5 Büchern des Psalters lesen, so dient uns das als "christliche Erbauung"! Am Ende erwarten wir das "Ewige Leben" in unserer wahren Heimat im Himmel! (Philipper 3,20 / Philipper 1,23/ 2. Korinther 5,1 / Philipper 1,21!!!) A m e n.

  • 4. Lektion 2024: VIII.) DER LEHRERTEIL

    TEIL I: ÜBERSICHT

    Schlüsseltext: Psalm 34,17

    Das Buch der Psalmen ist ein Gebetsbuch. Unabhängig vom Thema – ... Lobpreis, Klage, ... messianische Hoffnung, ... Reich Gottes oder ... Erlösungsgeschichte – zeigen die Psalmisten ein starkes Vertrauen zu Gott. [Es] vertrauen die Psalmisten darauf, dass der Schöpfer ihnen beistehen wird.

    Letzte Woche haben wir uns mit der Vormacht-stellung Gottes befasst und damit, wie er als göttlicher Souverän in den Psalmen dargestellt wird: ... als unser Schöpfer, König und Richter. [Wir dürfen] darauf ... vertrauen, daß Gott seine Kinder aus jeder noch so schwierigen Situation befreien wird. ...

    TEIL II: KOMMENTAR

    Gott hört

    ... Mehrere Psalmen beginnen mit der Bitte, JHWH möge erhören: Psalm 4,2; 13,4; 17,1; 27,1; 28,2; 54,3; 55,3; 60,7; 61,3; 64,2; 86,1; 102,2; 108,7; 130,2; 140,7; 142,7 und 143,1. In diesen Liedern schreit der jeweilige Psalmist zu Gott, sein Herz ist voller Kummer: „HERR, Gott Zebaoth, höre mein Gebet; vernimm es, Gott Jakobs!“ (Ps 84,9...). [Sie] drängen ... darauf, erhört zu werden (Ps 30,11; 38,17; 39,13; 66,16; 69,14.17–18; 119,145.149). Sie schreien in der Gewissheit, daß „wenn die Gerechten schreien, so hört der HERR und errettet sie aus all ihrer Not“ (Ps 34,18).

    Manchmal bestätigen die Autoren der Psalmen, daß Gott ihre Klagen und Nöte gehört hat (Ps 22,25; 28,7; 31,23; 34,5; 40,2; 66,19; 116,1; 120,1): „Ich rufe zu Gott und schreie um Hilfe, zu Gott rufe ich, und er erhört mich“ (Ps 77,2). Die Erinnerung an Gottes Gebetserhörungen in der Vergangenheit stärkt die Psalmisten in der Gewissheit, daß er sie auch jetzt und in Zukunft erhören wird. [So] bekräftigen die Psalmisten wiederholt, daß der Herr ihre Gebete erhören wird (Ps 4,2; 6,9–10; 10,7; 17,6; 65,3). Sie versichern uns, daß Gott bereit ist, unsere Gebete ... zu erhören (Ps 5,4; 55,18). Die Erfahrung hat bewiesen, daß Gott ihren Schrei erhört, selbst wenn die Familie sie verlässt (Ps 106,44).

    „Hören, zuhören“ (hebr. šama‘) bedeutet mehr als eine Stimme wahrzunehmen ... Im Zusammenhang mit Gott ... bedeutet das Wort hören oder zuhören auch handeln. Das heißt, wir können darauf vertrauen, daß Gott auf die Gebete seines Volkes hin handeln wird. Als Israel in Ägypten versklavt war, „hörte“ der HERR (2 Mo 2,24) und rettete das Volk. ...

    Gott kümmert sich

    Im Buch der Psalmen wird Gott ... aber auch als gütiger und liebevoller Gott dargestellt, der sich um diejenigen kümmert, die an ihn glauben. ... Gott wird als liebevoller Hirte dargestellt, der sich um seine schutzlosen Schafe kümmert (Ps 23). Als ihr Hirte sorgt er für alles (Ps 23,1), für Ruhe, Nahrung und Wasser (V. 2), für Trost und Führung (V. 3), für seine Gegenwart im Tal des Todesschattens (V. 4), für Überfluss (V. 5) und für Güte und Barmherzigkeit (V. 6).

    ... Gott, unser Hüter, merkt stets auf die Bedürfnisse seiner Kinder (Ps 121,4). Er ist wie ein Vater, der sich seiner Kinder erbarmt (Ps 103,13) und er ist auch der Beschützer der Waisen. Doch Gottes Liebe und sein Schutz gehen sogar über die menschlichen, elterlichen Liebesbande hinaus: „Wenn selbst Vater und Mutter mich verlassen, wird doch der HERR mich aufnehmen“ (Ps 27,10 NLB).

    ...

    Gott ist unsere Zuflucht

    Die Bibel verwendet Adjektive nur sehr sparsam. [Daher] stützen sich die hebräischen Dichter stark auf Vergleiche, um ihre Ideen zu artikulieren, und verwenden eine breite Palette reicher Metaphern, ... beispielsweise ...: „Denn du bist mir eine Zuflucht geworden, ein starker Turm vor dem Feind“ (Ps 61,4 EB). Nehmen wir uns einen kurzen Moment Zeit, um die ... konkreten Bilder in diesen Vergleichen zu betrachten:

    Eine Zuflucht (Ps 61,4; 143,9): Dieses Bild suggeriert einen sicheren Ort inmitten des Krieges, eine Zuflucht vor Sturm und Hitze.

    Ein Turm (Ps 61,34): ... In Zeiten des Krieges oder der Verfolgung versteckte sich das Volk in einem Turm, wie es bei Gideon (Ri 8,17) und Abimelech (Ri 9,50–52) der Fall war.

    Psalm 18,2–3 enthält eine Sammlung weiterer Metaphern, die auf JHWH angewandt werden ...

    Stärke: Dieser Begriff spielt auf die Vorstellung von Unerschütterlichkeit an, Gott als unsere Stütze.

    Ein Felsen: Normalerweise bezog sich dieser Begriff in der hebräischen Sprache auf einen großen Stein auf einer Klippe, der Schutz vor Angriffen bot. Der Rest des Stammes Benjamin floh und versteckte sich am Felsen von Rimmon (Ri 20,47). So wurden sie vor der Vernichtung bewahrt.

    Eine Burg: Burgen waren kleine, gut zu verteidigende militärische Posten. ­Joschafat baute viele solcher Burgen im Land Juda, um sein Reich zu schützen (2 Chr 17,12).

    Ein Schild: Dieses Teil der Rüstung war die beste Verteidigung des Soldaten auf dem Schlachtfeld (siehe auch Ps 114,2).

    Eine Festung: Festungen waren Symbole der Sicherheit, Verteidigungsanlagen, die in den Bergen (Ri 6,2) oder in der Wüste (1 Sam 23,14.19) gebaut wurden.

    ... Gottes Wachsamkeit und Schutz für uns heute: ... Sicher ist, daß der Herr uns Tag für Tag inmitten der Gefahren dieser Welt unter seine Obhut nimmt.

    Gott ist unser Verteidiger

    Gott ist unser Verteidiger, unser Anwalt und unser Fürsprecher. Dieses Bild stammt ­offensichtlich aus dem Rechtsbereich (Hiob 5,4) und wird vor allem im Zusammenhang mit Witwen und Waisen verwendet. Das Buch Hiob und die Psalmen stellen Gott als den Verteidiger der Witwen und Waisen dar (Ps 68,6; hebr. dajan, was „Richter“ ­bedeutet). Dajan wird gepaart mit „mein Recht und meine Sache“ (Ps 9,5) oder parallel zu Gericht verwendet, wie in Ps 76,9, wo Gott als Verteidiger der Bedürftigen und Unterdrückten dargestellt wird (Ps 10,17–18; vgl. 5 Mo 10,18; Ps 10,14). Gott wird von den ­Armen gepriesen (Ps 74,21), „denn er hat nicht verachtet noch verschmäht das Elend des Armen und sein Antlitz vor ihm nicht verborgen; und da er zu ihm schrie, hörte er’s“ (Ps 22,25). JHWH verteidigt immer die Unterdrückten (Ps 72,4; 103,6; 146,7).

    Gott, unser Befreier

    Alle Begriffe ..., die wir betrachtet haben, beschreiben verschiedene ­Aspekte von Gottes aufmerksamer Fürsorge für seine Nachfolger. Daher wird der Herr unser Erlöser genannt. Viermal wird er im Buch der Psalmen als Befreier bezeichnet, und zwar wie folgt:

    1. Psalm 18,3 nennt Gott als Befreier im Zusammenhang mit den Kämpfen des Psalmisten gegen seine Feinde. Wie wir gesehen haben, stellt dieses Lied Gott als einen mächtigen Krieger dar.
    2. Psalm 40,18 spricht von der Befreiung von der Sünde. David erkennt die niederschmetternde Realität an: „Denn es haben mich umgeben Leiden ohne Zahl. Meine Sünden haben mich ereilt“ (Ps 40,13).
    3. Der Psalmist ruft seinen Befreier an (Ps 70,6), wenn er von denen angegriffen wird, die ihm nach dem Leben trachten und ihm Schaden zufügen wollen.
    4. In Psalm 144 bittet der Psalmist seinen Befreier (Ps 144,2), ihn vor denjenigen zu retten, „deren Mund Falsches redet und deren rechte Hand trügt“ (V. 8).

    Wie die Psalmen zeigen, will Gott uns von unseren Sünden, Ängsten und Problemen mit anderen Menschen befreien. Daher ist Jesus im wahrsten Sinne des Wortes unser Erlöser.

    Hilfe vom Heiligtum

    ... Die ... Psalmen ... geben uns auch tiefe Einblicke in das Werk Gottes bei der Erlösung der Menschheit. David sagt: „Ich rufe mit meiner Stimme zum HERRN, so erhört er mich von seinem heiligen Berge [seinem Heiligtum]“ (Ps 3,5) und „er hörte aus seinem Tempel meine Stimme“ (Ps 18,7 EB). Gottes Erlösungswerk und seine zärtliche Fürsorge beginnen also mit seinem Wirken für uns im himmlischen Heiligtum.

    Mehrere Schlüsselstellen im Buch der Psalmen lehren uns, daß Gott in seiner himmlischen Zentrale für die Menschen wirkt (siehe Ps 11,5–6; 20,3; 29,9; 33,13–14; 60,7; 68,36; 96,2–14; 102,21–22; 150,1–6). Nachdem er diese Stellen zusammen mit anderen alttestamentlichen Texten, die sich auf das Heiligtum beziehen, untersucht hat, stellt Elias Brasil de Souza fest: „Das himmlische Heiligtum wird auch als Ort der Anbetung, an dem himmlische Wesen JHWH anbeten, als Quelle der Hilfe und als Ort der Sühne, an dem Reinigung und Vergebung gewährt werden, dargestellt“ („The Heavenly Sanctuary/Temple Motif in the Hebrew Bible, Function and Relationship to the Earthly Counterparts“, Andrews University Dissertation 2005, S. 358).

    Unser Beschützer und Befreier hört uns ... und wirkt für uns. Wenn wir als Siebenten-Tags-Adventisten den Ausdruck „himmlisches Heiligtum“ hören, denken wir meist an den Versöhnungstag und das Vorwiederkunftsgericht. Natürlich ist das für die „gegenwärtige Wahrheit“ von zentraler Bedeutung. Gleichzeitig sollten wir uns bemühen, uns auf das Werk der Vergebung, der Verteidigung, der Fürsorge und des Schutzes zu konzentrieren, das unser Herr uns vom Allerheiligsten des himmlischen Heiligtums aus anbietet – sogar noch vor dem abschließenden Werk des Versöhnungstages. Die priesterliche Fürbitte Christi für uns ist von wesentlicher Bedeutung. Der ganze Himmel ist an der Erlösung von uns Sündern beteiligt.

    TEIL III: ANWENDUNG

    Die Psalmen sind ein Buch starker Emotionen, die vom Ekstatischen bis zum Elegischen, vom Komplexen bis zum Unkomplizierten reichen. Aber die Psalmen sind auch ein Buch mit tiefen theologischen Konzepten. Die biblischen Lehren, die wir in dieser Woche studiert haben, sind reich an Bildern und Metaphern und enthalten wunderbare Verheißungen, die wir in unseren täglichen Kämpfen in Anspruch nehmen können. Wenn wir die Bilder und Darstellungen der Psalmen lesen, sollten wir uns Zeit nehmen, über sie nachzudenken und unsere Vorstellungskraft einsetzen, um die in diesen tiefgründigen Wortbildern enthaltene Wahrheit besser zu verstehen.

    In dieser Woche ging es vor allem darum zu verstehen, daß der Herr des Himmels unser Verteidiger und Befreier ist ... Er kümmert sich um uns. „Von seinem festen Thron sieht er auf alle, die auf Erden wohnen“ (Ps 33,14). Mit barmherzigem und mitfühlendem Herzen prüft der Herr uns und unsere Familien; vom himmlischen Heiligtum aus wägt er unsere Werke ab – und all das mit unendlicher Liebe und Gerechtigkeit.

  • 5.Des Herrn Lied in fremdem Lande singen

    (---> siehe in der Studienanleitung für die Woche vom 27.1. bis zum Sabbat, 3.2.2024*)


    LIES FÜR DAS STUDIUM DIESER WOCHE

    Psalm 79,5–13; 88,4–13; 69,2–4; 22,2; 77; 73,1–20; 1. Petrus 1,17


    Zitat

    MERKTEXT

    Wie könnten wir des HERRN Lied singen in fremdem Lande? (Ps 137,4)


    Wir müssen nicht tief in das Buch der Psalmen eindringen, um zu entdecken, dass die Psalmen in einer unvollkommenen Welt zum Ausdruck gebracht wurden, einer Welt der Sünde, des Bösen, des Leidens und des Todes. Die beständige Schöpfung, die von dem souveränen Herrn und seinen gerechten Gesetzen geleitet wird, ist permanent vom Bösen bedroht. Da die Sünde die Welt mehr und mehr verdirbt, ist die Erde für das Volk Gottes zunehmend „fremdes Land“ geworden. Diese Realität stellt den Psalmisten vor ein Pro­blem: Wie kann man in einem fremden Land ein Leben des Glaubens führen?

    Wie wir bereits gesehen haben, erkennen die Psalmisten Gottes souveräne Herrschaft und Macht sowie seine gerechten Urteile an. Sie wissen, dass Gott die ewige und nie versagende Zuflucht und Hilfe in Zeiten der Not ist. Aus diesem Grund sind die Psalmisten zuweilen verblüfft (wer ist das nicht?) über die scheinbare Abwesenheit Gottes und das Gedeihen des Bösen ­angesichts des souveränen und guten Herrn. Der paradoxe Charakter der Psalmen als Gebete zeigt sich in den Antworten der Psalmisten auf das scheinbare Schweigen Gottes. Mit anderen Worten: Die Psalmisten reagieren sowohl auf die wahrgenommene Abwesenheit Gottes als auch auf seine Gegenwart.


    Die Anwesenheit von Leid und Bösem in unserer Mitte wirft in den Köpfen vieler Menschen verwirrende Fragen über den Charakter Gottes auf. Warum hat Gott zugelassen, dass es Sünde gibt? Warum lässt er zu, dass Unschuldige leiden? Warum lässt er zu, dass Sünde und Leid fortbestehen? Warum gedeihen die Bösen? Sind Gottes Verheißungen in der Bibel nicht eingetroffen? Ist die Heilige Schrift lediglich ein schönes literarisches Meisterwerk – inspirierend, aber nicht göttlich inspiriert – für geistlich veranlagte Menschen? Oder schlimmer noch, sind die Bibel und ihre Verheißungen die Wahnvorstellungen frommer Geister, aber ohne jede Grundlage in der Realität, weil Gott, wie säkulare Denker behaupten, letztlich gar nicht existiert?

    Traurigerweise ist diese Denkweise heute in vielen Köpfen nur allzu verbreitet. Das Infragestellen des Handelns Gottes pflanzt die Saat des Unglaubens und der Skepsis in die Herzen der Menschen, vor allem der jungen Menschen. Wenn solche Fragen des Unglaubens in den Köpfen der Gläubigen auftauchen, führt das allzu oft dazu, dass „die Liebe in vielen erkalten“ wird (Mt 24,12).


    * Studiere diese Lektion zur Vorbereitung auf Sabbat, den 3. Februar.


    (zitiert aus ----> https://sabbath-school.adventech.io/de/2024-01/05/01 +

    aus ----> https://sabbath-school.adventech.io/de/2024-01/05/09-lehrerteil)

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    Markierungen von mir

  • 5.Des Herrn Lied in fremdem Lande singen

    I.) Die bösen Tage

    (---> siehe in der Studienanleitung Standard-ausgabe am Sonntag, 28. Januar 2024)


    MERKVERS: Psalm 79,9

    9 Hilf du uns, Gott, unser Helfer, um deines Namens Ehre willen; errette uns und vergib uns unsre Sünden um deines Namens willen! (Lutherbibel 1545)


    Lies Psalm 74,18–22 und 79,5–13. Was steht hier auf dem Spiel?


    Der Psalmist versucht, den großen Kampf zwischen Gott und den Mächten des Bösen zu erfassen, und er verweist auf Gottes unergründliche Geduld sowie auf seine unendliche Weisheit und Macht.

    Das Problem des Bösen ist in den Psalmen in erster Linie ein theologisches; es betrifft unweigerlich Fragen über Gott. So wird die Zerstörung ­Jerusalems und des Tempels prinzipiell als göttlicher Skandal betrachtet, weil sie den Heiden die Möglichkeit bot, Gott zu lästern. Gottes Erbe (das Volk Israel) ist das Zeichen seiner göttlichen Erwählung und seines Bundes (5 Mo 4,32–38; 32,8–9), der niemals scheitern wird. Das Konzept von Gottes Erbe enthält auch eine endzeitliche Dimension, denn eines Tages werden alle Völker Gottes Erbe sein und ihm dienen. Der Gedanke, dass die Völker Gottes Erbe überfallen haben, bedroht diese göttlichen Verheißungen.

    Keine Frage, der Psalmist erkennt an, dass die Sünden des Volkes die Bundesbeziehung des Volkes zu Gott beschädigt und all die Konsequenzen über das Volk gebracht haben (Ps 79,8–9). Das Überleben des Volkes hängt einzig und allein von Gottes gnädigem Eingreifen und der Wiederherstellung des Bundesbandes durch die Sühne der Sünde ab. Der Herr ist „Gott unseres Heils“, was die Treue Gottes zu seinen Bundesverheißungen ausdrückt (Ps 79,9 EB).

    Wichtiger als die Wiederherstellung des Glücks Israels ist jedoch die Verteidigung des Charakters Gottes in der Welt (Ps 79,9). Wenn die bösen Taten der Völker ungestraft bleiben, wird es den Anschein haben, als hätte Gott seine Macht verloren (Ps 74,18–23; 83,17–19; 106,47). Nur wenn Gott sein Volk errettet, wird sein Name gerechtfertigt und gepriesen.

    Damals wie heute gilt das gleiche Prinzip. Unsere Sünden, unser Rückfälligwerden, unsere Übel bringen nicht nur uns selbst in Verruf, sondern, schlimmer noch, den Gott, dessen Namen wir bekennen. Unser falsches Handeln kann sich auch auf unser Zeugnis und unseren Auftrag geistlich nachteilig auswirken. Wie viele Menschen haben sich durch die Handlungen derer, die den Namen Christi bekennen, von unserem Glauben abgewandt?

    ...

    (zitiert aus ----> https://sabbath-school.adventech.io/de/2024-01/05/…b%C3%B6sen-tage)

  • 5.Des Herrn Lied in fremdem Lande singen

    II.) An der Schwelle des Todes

    (---> siehe in der Studienanleitung Standard-ausgabe am Montag, 29. Januar 2024)


    MERKTEXT: Psalm 88,11-13

    11 Wirst du an den Toten Wunder tun, oder werden die Verstorbenen aufstehen und dir danken? SELA. 12 Wird man im Grabe erzählen deine Güte und deine Treue bei den Toten? 13 Werden denn deine Wunder in der Finsternis erkannt oder deine Gerechtigkeit im Lande des Vergessens? (Lutherbibel 1912)


    Lies Psalm 41,2–5; 88,4–13 und 102,3–5.11.23–24. Welche Erlebnisse beschreiben diese Verse? Inwiefern kannst du das, was hier gesagt wird, nachvollziehen?


    Diese Gebete um Errettung von Krankheit und Tod zeigen, dass Gottes Kinder nicht von den Leiden dieser Welt ausgenommen sind. Die Psalmen offenbaren die schrecklichen Bedrängnisse des Psalmisten. Er ist kraftlos, verdorrt wie Gras, kann nicht essen, abgesondert wie die Toten, liegt wie der Erschlagene im Grab, ist seinen Freunden zuwider, leidend und verzweifelt. Seine Haut klebt an seinen Knochen.

    Viele Psalmen nehmen an, dass Gott die Not wegen Israels Ungehorsam zugelassen hat. Der Psalmist ist sich bewusst, dass Sünde Krankheit verursachen kann; deshalb verweist er auf die Vergebung, die vor der Heilung kommt (Ps 41,4–5). Einige Psalmen, wie Psalm 88 und Psalm 102, erkennen jedoch an, dass das unschuldige Leiden des Volkes Gottes eine Tatsache im Leben ist, wenn auch noch so schwer zu verstehen.

    In Psalm 88 wird Gott angeklagt, den Psalmisten an den Rand des Todes gebracht zu haben (Ps 88,7–9). Man beachte jedoch, dass die Klage selbst bei den gewagtesten Beschwerden eindeutig ein Akt des Glaubens ist, denn wenn Gott in seiner Souveränität Schwierigkeiten zulässt, kann er das Wohl seines Kindes wiederherstellen.

    An der Schwelle zum Grab erinnert sich der Psalmist an Gottes Wunder, seine Güte, Treue und Gerechtigkeit (Ps 88,11–13). Trotz seines Gefühls, von Gott geschlagen zu sein, hält der Psalmist an Gott fest. Obwohl er leidet, leugnet er Gottes Liebe nicht und weiß, dass Gott seine einzige Rettung ist. Diese Aufrufe zeigen, dass der Psalmist nicht nur das Leiden kennt, sondern auch ein inniges Wissen um Gottes Gnade hat, und dass sich beides nicht notwendigerweise gegenseitig ausschließt.

    Kurz gesagt, dass Gott sowohl Leid zulässt als auch davon befreit, ist ein Beweis für seine absolute Souveränität. Die Gewissheit, dass Gott die Kon­trolle hat, gibt Hoffnung. Wenn wir Psalm 88 im Licht des Leidens Christi ­lesen, sind wir beeindruckt von der Tiefe seiner Liebe, durch die er bereit war, um der Menschheit willen die Schwelle des Todes zu überschreiten.

    ...

    (zitiert aus ----> https://sabbath-school.adventech.io/de/2024-01/05/…welle-des-todes)