Paulus - ein Zeuge Jesu Christi

  • Hier noch Beispiele zur Erinnerung an den "Ton" von Paulus, 1. Korinther 7,25 "Was aber die Unverheirateten betrifft, so habe ich kein Gebot vom Herrn. Ich gebe euch nur einen Rat als einer, den der Herr durch sein Erbarmen vertrauenswürdig gemacht hat."


    Oder Philemon 1: 8 "Obwohl ich durch Christus volle Freiheit habe, dir zu befehlen, was du tun sollst, 9 ziehe ich es um der Liebe willen vor, dich zu bitten." - 14 "Aber ohne deine Zustimmung wollte ich nichts tun. Deine gute Tat soll nicht erzwungen, sondern freiwillig sein."

    Da gebietet nicht einer...

  • Der 2. Brief des Paulus an die Korinther –

    TEIL 3: Die Strafe für den Übeltäter (2,5-11)

    Die nächsten 7 Verse

    Die Bibelverse

    Mahnung zur Milde

    2 Kor 2,5Wenn aber einer Betrübnis verursacht hat, hat er nicht mich betrübt, sondern mehr oder weniger - um nicht zu übertreiben - euch alle.
    2 Kor 2,6Die Strafe, die dem Schuldigen von der Mehrheit auferlegt wurde, soll genügen.
    2 Kor 2,7Jetzt sollt ihr lieber verzeihen und trösten, damit der Mann nicht von allzu großer Traurigkeit überwältigt wird.
    2 Kor 2,8Darum bitte ich euch, ihm gegenüber Liebe walten zu lassen.
    2 Kor 2,9Gerade deswegen habe ich euch ja auch geschrieben, weil ich wissen wollte, ob ihr wirklich in allen Stücken gehorsam seid.
    2 Kor 2,10Wem ihr aber verzeiht, dem verzeihe auch ich. Denn auch ich habe, wenn hier etwas zu verzeihen war, im Angesicht Christi um euretwillen verziehen,
    2 Kor 2,11damit wir nicht vom Satan überlistet werden; wir kennen seine Absichten nur zu gut.

    Auslegung:

    ▶️2.Kor.2,5: Wer in der Gemeinde von Korinth für ein Betrübnis gesorgt hat, der hat nicht Paulus betrübt, sondern alle Glieder der korinthischen Gemeinde.

    ▶️2.Kor.2,6: Man sah offensichtlich für ein Kirchenmitglied das für Ärgernis sorgte in der 'Kirchenordnung von Korinth' eine Strafe vor, die von der Mehrheit der Gemeindeglieder beschlossen werden musste.

    ▶️2.Kor.2,7: Man solle aber nun („jetzt” nach dem vermutlich die Strafe vollzogen war (?)) „verzeihen und trösten”, damit der 'Bestrafte' nicht vollends in Traurigkeit versinkt!

    ▶️2.Kor.2,8: Paulus bittet daher die Gemeinde, „ihm gegenüber Liebe walten zu lassen.”

    ▶️2.Kor.2,9: Der eigentliche Grund warum Paulus einen 2. Brief nach Korinth geschrieben hatte, war, zu erfahren, ob die Korinther die Liebe über alles stellen würden!

    ▶️2.Kor.2,10: „Wem ihr aber verzeiht, dem verzeihe auch ich.” stellt der Apostel fest. „Denn auch ich habe, wenn hier etwas zu verzeihen war, im Angesicht Christi um euretwillen verziehen.” Auch Paulus hat um der Korinther Willen, denen, die ihn in Korinth kritisiert hatten, verziehen. ----> Das sollte auch für uns heutige Christen gelten: Nicht nachtragend zu sein und anderen, die an uns schuldig geworden sind, von Herzen zu vergeben!

    ▶️2.Kor.2,11: Denn es ist der Satan, „der ständige Verkläger unserer Brüder” (Offb 12,10 / Sach.3,1), der will, dass Menschen unversöhnlich bleiben!

  • Ich würde diesen Teil im Zusammenhang mit dem zuvor Gesagten lesen. Paulus hatte seine Reisepläne u.a. auch deshalb geändert, weil er mit einigen oder einem Gemeindemitglied ein Problem hatte. Offensichtlich ging er nicht davon aus, dass sich das im Gespräch lösen ließe. Ich sehe die Verse 2,3-5 in diesem Zusammenhang. - Dass Paulus nun deswegen nicht kommt, dürfte wiederum bei anderen für Frust gesorgt haben.

    Die Gemeinde hatte also, was zu klären. Paulus empfiehlt dies in Milde zu tun.

    Ich gehe nicht davon aus, dass es in dieser jungen Gemeinde bereits so etwas wie eine feste Kirchenordnung gab. Es bedarf Zeit bis sich so etwas entwickelt. Eine solche Ordnung hätte außerdem die vielen Ratschläge des Paulus, die wir bereits aus 1. Korinther kennen, überflüssig gemacht.

  • Der 2. Brief des Paulus an die Korinther –

    TEIL 4: Titus’ Abwesenheit (2,12.13)

    Die nächsten 2 Verse aus Kapitel 2:

    Die BibelverseDas Wirken des Apostels als Siegeszug Christi
    2 Kor 2,12Als ich dann nach Troas kam, um das Evangelium Christi zu verkünden, und mir der Herr eine Tür öffnete,
    2 Kor 2,13hatte mein Geist dennoch keine Ruhe, weil ich meinen Bruder Titus nicht fand. So nahm ich Abschied und reiste nach Mazedonien.

    Auslegung:

    ▶️2 Kor.2,13–14: Als Paulus (laut Apg. 20 etwa im Jahr 55 n.Chr.) „nach Troas kam, um das Evangelium Christi zu verkünden” – denn der Herr hatte ihm eine Tür dahin geöffnet – war der Apostel sehr beunruhigt, weil er dort in Troas in Kleinasien seinen Helfer Titus nicht fand; so reiste er nach einer Woche (siehe Apg. 20:6) von dort ab und reiste nach Mazedonien, also nach Griechen- land.

  • Der 2. Brief des Paulus an die Korinther

    Teile 5–13: Das Wesen des Dienstes (2,14 – 6,10)

    TEIL 5: Verkündigung des Evangeliums in Mazedonien (2. Kor. 2 : 14 – 17)

    Die BibelverseDas Wirken des Apostels als Siegeszug Christi
    2 Kor 2,14Dank sei Gott, der uns stets im Siegeszug Christi mitführt und durch uns den Duft der Erkenntnis Christi an allen Orten verbreitet.
    2 Kor 2,15Denn wir sind Christi Wohlgeruch für Gott unter denen, die gerettet werden, wie unter denen, die verloren gehen.
    2 Kor 2,16Den einen sind wir Todesgeruch, der Tod bringt; den anderen Lebensduft, der Leben verheißt. Wer aber ist dazu fähig?
    2 Kor 2,17Wir sind jedenfalls nicht wie die vielen anderen, die mit dem Wort Gottes ein Geschäft machen. Wir verkünden es aufrichtig und in Christus, von Gott her und vor Gott.

    Auslegung:

    ▶️ 2 Kor 2,14: Paulus lobt "den Siegeszug Christi" und dankt für „den Duft der Erkenntnis Christi [der] an allen Orten verbreitet” wird.

    ▶️ 2 Kor 2,15: So wie der Weihrauch im Jeru- salemer Tempel durch den Hohepriester verbreitet wurde, so ähnlich wirkt sich wohl auch „Christi Wohlgeruch für Gott” aus; sowohl für die „die gerettet werden, wie unter denen, die verloren gehen.” ----> will Paulus damit zum Ausdruck bringen, dass selbst den Verlorenen in der Gehenna („Hölle”) jener „Wohlgeruch” noch „in die Nase steigen” könnte? Es aber dann für diese "Verlorenen" dann zu spät für eine Bekehrung ist?

    ▶️ 2 Kor 2,16: der Vers 16 scheint es deutlich zu machen: Für die in der Höllen-Verdammnis sich Befindenden ist dies ein »Todesgeruch«! Den „ anderen („Geretteten”), aber „ein Lebensduft, der (ewiges) Leben verheißt!”

    Die abschließende Frage von Paulus „Wer aber ist dazu fähig?” verstehe ich nicht recht; was meint der Apostel damit genau?

    ▶️ 2 Kor 2,17*: Jedenfalls sind die Apostel keine Materialisten, „die mit dem Wort Gottes ein Geschäft machen”. Paulus und die anderen berufenen Apostel (Barnabas Justus, Timotheus, Silas, Titus u.a.) aber „verkünden es aufrichtig und in Christus, von Gott her und vor Gott.” ---> Für mich bedeutet das, dass „das Alte Testament (= »die "Heilige" Schrift« der Christen”, denn das Neue Testament gab es zu diesem Zeitpunkt ja noch gar nicht!) „im Sinne Christi” ausgelegt werden sollte, so wie es der Heiland am Ostertage es seinen Jüngern (in Lukas 24:25–27; 44–46) auch erklärt hatte.

    * Die Schlachter-Bibel übersetzt den Vers 17 so: 17 Denn wir sind nicht wie so viele, die das Wort Gottes verfälschen, sondern aus Lauterkeit, von Gott aus reden wir vor dem Angesicht Gottes in Christus.

  • 2. Kor 2,14 "Dank sei Gott, der uns stets im Triumphzug Christi mitführt"

    Paulus verwendet das Bild des Römischen Triumphzuges.

    Gott selbst ist der Triumphator und doch ist es der Triumphzug Christi, Hm? :verwirrt:
    Christus ist der "siegreiche Feldherr", der seinen Triumphzug begonnen hat und seine "Kriegsbeute" mit sich führt. So gesehen, könnte es sein, dass Paulus die Änderung seiner Reisepläne als Wille Gottes/Christi deutet.

    Vergleiche:

    Zitat

    Ein Triumph (lateinisch triumphus; auch Triumphzug) war im antiken Rom der feierliche Einzug eines siegreichen Feldherrn, der von seinen Soldaten zum Imperator ausgerufen worden war, in die Stadt Rom.
    [...]

    Der Zug zum Kapitol war gesäumt von Menschen, die den Sieger mit dem Jubelruf Io triump(h)e! feierten.[8] Voran schritten die Senatoren, Magistrate und Hornbläser (cornicines), dann Darstellungen des Sieges. Im Zug marschierten außer den siegreichen Truppen auch Kriegsgefangene mit (prominente Gefangene wie Vercingetorix wurden nach dem Triumphzug hingerichtet, die anderen in die Sklaverei verkauft); ferner wurden dem römischen Volk die Kriegsbeute, geschmückte Opfertiere und Ehrengaben wie goldene Kränze, das aurum coronarium, für den Feldherrn präsentiert. Der Triumphator fuhr am Ende des Zuges auf einer Quadriga, Liktoren mit lorbeerumwundenen Rutenbündeln (fasces) schritten ihm voran; er selbst war in seiner Kleidung dem Jupiter bzw. dem römischen König (aus der Zeit vor der Republik) ähnlich.
    https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%B6mischer_Triumph

    2. Kor 2,14 "und durch uns den Duft der Erkenntnis Christi an allen Orten verbreitet. Denn wir sind Christi Wohlgeruch für Gott".
    Interlinearübersetzung Ernst Dietzfebinger: "Christus und den Geruch - seiner Erkenntnis offenbarenden durch uns an jedem Ort; denn Christi Wohlgeruch sind wir - für Gott"

    "Duft der Erkenntnis Christi" - Christus erkennt man am Duft..., ihn am Duft zu erkennen, bedeutet eine bleibende Prägung durch Christus erhalten zu haben, mehr noch, wenn man diesen Duft selbst angenommen hat und daher verbreitet...

    Randbemerkung:
    "Odorem notitiae Christi manifestare - Den Duft der Erkenntnis Christi verbreiten“ (2 Kor 2,14) ist der Wahlspruch des Görlitzer Bischofs Wolfgang Ipolt. https://www.bistum-goerlitz.de/wappen-2/

    2 Kor 2,16: der Vers 16 scheint es deutlich zu machen: Für die in der Höllen-Verdammnis sich Befindenden ist dies ein »Todesgeruch«! Den „ anderen („Geretteten”), aber „ein Lebensduft, der (ewiges) Leben verheißt!”

    Die abschließende Frage von Paulus „Wer aber ist dazu fähig?” verstehe ich nicht recht; was meint der Apostel damit genau?

    Von Hölle steht in dem Bibeltext nichts!

    Da steht etwas von gerettet werden und verloren gehen, vom Leben und vom Tod.

    "Wer aber ist dazu fähig?"

    Dies erschließt sich, wenn man im Text weiterliest. Ich habe es grün markiert:

    17 Denn wir sind nicht wie die vielen anderen, die mit dem Wort Gottes Geschäfte machen. Wir verkünden es aufrichtig, von Gott her und vor Gott in Christus.

    3,1 Fangen wir schon wieder an, uns selbst zu empfehlen? Oder brauchen wir - wie gewisse Leute - Empfehlungsschreiben an euch oder von euch? 2 Unser Brief seid ihr; eingeschrieben in unsere Herzen und von allen Menschen erkannt und gelesen. 3 Unverkennbar seid ihr ein Brief Christi, ausgefertigt durch unseren Dienst, geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes, nicht auf Tafeln aus Stein, sondern - wie auf Tafeln - in Herzen von Fleisch. 

    4 Wir haben durch Christus so großes Vertrauen zu Gott. 5 Doch sind wir dazu nicht von uns aus fähig, als ob wir uns selbst etwas zuschreiben könnten; unsere Befähigung stammt vielmehr von Gott. 6 Er hat uns fähig gemacht, Diener des neuen Bundes zu sein, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe tötet, der Geist aber macht lebendig.

  • Es gibt Menschen, die setzen ihre Hoffnung auf den Tod und hoffen, dass mit ihrem individuellen Tod ihre Existenz für immer ausradiert ist. Die möchten nach dem Tod wie vor der Geburt auch, nicht existent sein. Der Grund liegt darin, dass die Toten geschützt sind, nicht mehr leiden müssen, keine Schmerzen und Sorgen und Noete mehr haben und nicht mehr all die kommenden Kriege und Katastrophen, all das noch kommende Elend miterleben müssen. Das Nichtsein ist für diese Menschen die optimale Lösung.

    Die Auferstehung würde für sie nur eine ewige Quälerei sein und Langweile. Sie haben Angst, dass sie nach ihrem Tod wieder Angst haben und leiden müssen.

    Und dann gibt es Menschen, die nichts dagegen haben, eine Auferstehung nach ihrem Tod zu erleben, aber sie fühlen sich nur in der Hölle wohl und zufrieden, weil sie auf Erden auch nichts anderes erlebt und erfahren haben. Sie fühlen sich zur dunklen, finsteren Seite hingezogen.

    Jemand, der heute schon im Reich Gottes angekommen ist, ist ein Fremdkörper in dieser Welt und gehört eigentlich gar nicht hierher. Solche Menschen finden ihre endgültige ewige Erfüllung, ihr Ziel tatsächlich in der Auferstehung zum ewigen Leben.

  • Der 2. Brief des Paulus an die Korinther

    Teile 5–13: Das Wesen des Dienstes (2,14 – 6,10)

    TEIL 6: Die Korinther als Empfehlungsbrief des Apostels (2. Kor.3,1–3)

    Die Bibelverse von 1. Korinther 3,1ff

    Der zweite Brief an die Korinther, Kapitel 3

    .
    Der Apostel und sein Dienst an der Gemeinde
    2 Kor 3,1Fangen wir schon wieder an, uns selbst zu empfehlen? Oder brauchen wir - wie gewisse Leute - Empfehlungsschreiben an euch oder von euch?
    2 Kor 3,2Unser Empfehlungsschreiben seid ihr; es ist eingeschrieben in unser Herz und alle Menschen können es lesen und verstehen.
    2 Kor 3,3Unverkennbar seid ihr ein Brief Christi, ausgefertigt durch unseren Dienst, geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes, nicht auf Tafeln aus Stein, sondern - wie auf Tafeln - in Herzen von Fleisch.

    Auslegung:

    ▶️2.Kor.3,1: Mit einer rhetorischen Frage eröffnet Paulus das 3. Kapitel seines Briefes. Ein Stilmittel das der Apostel oft in seinen Briefen verwendet.

    ▶️2.Kor.3,2: Die Christen von Korinth selbst sind diese in Vers 1 erwähnte "Empfehlungsschreiben"! Dem Apostel Paulus sind die Korinther richtig „an's Herz gewachsen”.

    ▶️2.Kor.3,3: Durch des Paulus "Missions – und Bekenntnisdienst" in der korinthischen Gemeinde sind die Christen aus Korinth „ein Brief Christi” geworden, „ausgefertigt durch unseren Dienst, geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes”. ---> Der Heilige Geist (dessen Fest wir Christen heute und morgen feiern werden!) selbst war es, der – vermittelnd durch Paulus – die Korinther zu Christen gemacht hatte! (siehe dazu auch 1 Kor 12,3) „nicht auf Tafeln aus Stein, sondern - wie auf Tafeln - in Herzen von Fleisch.” ----> Mit den "Tafeln aus Stein" wollte Paulus wohl bestimmt einen Hinweis auf die in Stein gemeisselten 10 Gebote geben. Diese waren ja direkt von Jahwe stammend von Gottes Finger geschrieben worden (siehe 2. Mose 24,12; 31,18; 32,16; 5. Mose 4,13; 5,22; 9,10) und am Berge Sinai dem Volke laut verkündet worden (2. Mose 19; 20:1); nun soll all das durch den Heiligen Geist „in das Herz der Menschen” gelangen.

  • Lothar60, ich habe im Zusammenhang mit dem Glauben an die Auferstehung zwei "Arten von Menschen" beobachtet.

    Meistens hört man "man lebt nur einmal", was wohl heißen soll, man muss aus diesem Leben herausholen, was nur geht, möglichst viel von allem. Gern wird dabei die Kostbarkeit des einen Lebens betont und gemeint, wäre es anderes, dann verliere das Leben an Wert.

    Der Pfarrer meiner Kindheit sagte hingegen, "ich muss nicht alles haben, ich muss aus diesem Leben nicht alles herausholen..." So oder ähnlich hatte er sich in meiner Kindheit während eines Gottesdienstes geäußert. Das ist mir in Erinnerung geblieben.

    Ich denke, der Glaube an die Auferstehung macht gelassener! Das Leben verliert dabei nichts an seiner Kostbarkeit. Das Leben ist das Licht und wir erhoffen ja nicht ein Leben in Leiden, sondern ein erfüllendes geglücktes Leben.

  • Ich versuche 2. Korinther 3ff. so übersetzen, dass sich sein Sinn leichter erschließt. Ich hoffe, ich habe es richtig erfasst.

    1 Fangen wir schon wieder an, uns selbst zu empfehlen?

    Oder brauchen wir etwa, wie gewisse Leute, empfehlende Briefe an euch oder von euch?

    2 Ihr selbst seid ein in unsere Herzen hineingeschriebener Brief.

    Ein, von allen Menschen verstanden und gelesen werdender Brief. 3 Er offenbart, dass ihr ein, von uns ausgefertigter, Brief Christi seid, geschrieben mit dem Geist des lebendigen Gottes in Herzen von Fleisch.

    [Es bleibt ein Rest:]
    3 Geschrieben nicht mit Tinte, nicht auf Tafeln aus Stein, sondern wie auf Tafeln fleischener Herzen.

    Im nachfolgenden Text wird einmal betont, dass diese Befähigung so in die Herzen von Menschen zu schreiben, von Gott stammt.
    Zum anderen wird der Unterschied zwischen Buchstabe und Geist näher erläutert.

    Zitat


    6 Er hat uns fähig gemacht, Diener des neuen Bundes zu sein, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes.

    Der neue Bund ist durch das Wirken des Heiligen Geistes gekennzeichnet.

    --------------

    Anmerkung:

    Ca. 3/4 der Bibel besteht aus dem Alten Testament, fast 1/4 der Bibel ist die Thora, nur ca. 1/4 ist das Neue Testament. Insgesamt besteht die gesamte Bibel aus Buchstaben geschrieben mit Tinte auf Blättern aus Papier.

    Auswendiglernen oder geschicktes Kombinieren dieser Buchstaben machen keinen Christen. Christsein lässt sich so nicht erlernen.

    Christen sind ein Brief Christi, der in ihre Herzen eingeschrieben ist, durch den Heiligen Geist. Christen sind Christusträger. Christen sind Christopherus.

  • Der 2. Brief des Paulus an die Korinther

    Teile 5–13: Das Wesen des Dienstes (2,14 – 6,10)

    TEIL 7: Dienst am Buchstaben und Dienst im Geist (2. Kor.3,4–9)


    Die Bibelverse von 2 Kor 3,4–9Dienst am Buchstaben und Dienst im Geist
    2 Kor 3,4Wir haben durch Christus so großes Vertrauen zu Gott.
    2 Kor 3,5Doch sind wir dazu nicht von uns aus fähig, als ob wir uns selbst etwas zuschreiben könnten; unsere Befähigung stammt vielmehr von Gott.
    2 Kor 3,6Er hat uns fähig gemacht, Diener des Neuen Bundes zu sein, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe tötet, der Geist aber macht lebendig.
    2 Kor 3,7Wenn aber schon der Dienst, der zum Tod führt und dessen Buchstaben in Stein gemeißelt waren, so herrlich war, dass die Israeliten das Gesicht des Mose nicht anschauen konnten, weil es eine Herrlichkeit ausstrahlte, die doch vergänglich war,
    2 Kor 3,8wie sollte da der Dienst des Geistes nicht viel herrlicher sein?
    2 Kor 3,9Wenn schon der Dienst, der zur Verurteilung führt, herrlich war, so wird der Dienst, der zur Gerechtigkeit führt, noch viel herrlicher sein.

    Auslegung:

    ▶️Vers 4: Wir Christen vertrauen durch Jesus Christus Gott unserem himmlischen Vater!

    ▶️Vers 5: Aus eigener Vernunft oder Kraft geht das aber nicht, sondern nur durch Gott (und durch den Heiligen Geist, der seit Pfingsten 33 unter uns ist als »Stellvertreter des Sohnes Gottes« (auf Latein: VICARIUS FILII DEI)

    ▶️Vers 6: Wir Christen sind "Diener des Neuen Bundes", der aber laut Paulus ein Bund „nicht des Buchstabens, sondern des Geistes” ist. Denn der Buchstabe tötet, der Geist aber macht lebendig.

    ▶️Verse 7–8: Obwohl der alte Bund mit den 10 Geboten (dessen „Buchstaben in Stein gemeißelt waren” durch Gottes Finger – Vers 7b)!) schon „herrlich war” – und doch nennt ihn Paulus (für jüdische Ohren muss sich dies wie eine Blasphe-mie angehört haben !!!) einen „Dienst, der zum Tod führt” (Vers 7a)! – um wie viel mehr wird dann der NEUE BUND (= der Dienst des Geistes!) viel herrlicher sein! (Vers 8')

    ▶️Vers 9: Paulus nennt den Alten Bund, welchen der HERR am Sinai mit Israel geschlossen hatte, einen „Dienst, der zur Verurteilung führt”. Warum? Nun, weil wohl die Nichteinhaltung des Dekalogs aus Sicht der Juden zum (geistlichen?) Tode führt(e). Und doch war der Sinai-Bund und der Levitische Priesterdienst (vom Hohenpriester und von den Ältesten) „herrlich” (Vers 9a); so jedenfalls die Aussage des Apostel Paulus. Es werde aber „der Dienst, der zur Gerechtigkeit führt, noch viel herrlicher sein.” (Vers 9b); denn nur die Gerechtigkeit aus Glauben allein (Römer 3,22ff./ Galater 2,16/ Epheser 2,8/ Philipper 3,9)  vermag uns zu retten und geistlich gesehen „in den Himmel zu versetzen”.

    Hier in diesen Versen lässt sich wieder besonders schön die dialektische Theologie des Paulus erkennen! A m e n

  • Ich denke, der Glaube an die Auferstehung macht gelassener! Das Leben verliert dabei nichts an seiner Kostbarkeit. Das Leben ist das Licht und wir erhoffen ja nicht ein Leben in Leiden, sondern ein erfüllendes geglücktes Leben.

    Der Glaube an die Auferstehung ist nur ein meiner Gelassenheit im Leben.

    Meine Erfahrung ist: Je mehr ich mich auf Gott im Alltag einlasse, seine Führung erlebe, das Herz mit allem füllen lasse, was gebraucht wird. Friede, Freude, Gelassenheit Güte, Barmherzigkeit mit mir selbst und im Umgang mit anderen, Geborgenheit trotz Angst und Unruhe vor nichthändelbaren Umständen, dann bin ich glücklich, danke und lobe den Herrn über seine praktische Hilfe, weil dieser Schatz mit nichts bezahlbar ist!

    Unsere Kirche ist offen für alle, aber nicht für alles! Christian Führer, ev. Pfarrer 1943-2014

  • Lothar60, ich habe im Zusammenhang mit dem Glauben an die Auferstehung zwei "Arten von Menschen" beobachtet.

    Meistens hört man "man lebt nur einmal", was wohl heißen soll, man muss aus diesem Leben herausholen, was nur geht, möglichst viel von allem. Gern wird dabei die Kostbarkeit des einen Lebens betont und gemeint, wäre es anderes, dann verliere das Leben an Wert.

    Der Pfarrer meiner Kindheit sagte hingegen, "ich muss nicht alles haben, ich muss aus diesem Leben nicht alles herausholen..." So oder ähnlich hatte er sich in meiner Kindheit während eines Gottesdienstes geäußert. Das ist mir in Erinnerung geblieben.

    Ich denke, der Glaube an die Auferstehung macht gelassener! Das Leben verliert dabei nichts an seiner Kostbarkeit. Das Leben ist das Licht und wir erhoffen ja nicht ein Leben in Leiden, sondern ein erfüllendes geglücktes Leben.

    Das hast du schön beschrieben, liebe Christel.

    Ich kenne einige Menschen, die in diesem Leben möglichst viel erleben wollen, um möglichst viel von der Welt kennengelernt zu haben, z.B. viele Länder bereisen. Das ist jetzt nicht unbedingt verkehrt, aber ich habe nicht den Eindruck, dass ich etwas verpasse.

    Der Glaube an die Auferstehung macht tatsächlich gelassener.

    1Johannes 4:16 Und wir haben die Liebe erkannt und geglaubt, die Gott zu uns hat. Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.

  • Alles Schöne auf der Erde genießen, kann man machen. Der Genuss und die Freude sind nur von kurzer Dauer, weil Gott uns die Ewigkeit ins Herz gelegt hat.

    Deshalb freue ich mich hier auf die Beziehung mit Jesus und noch mehr auf die neue Erde.

    Unsere Kirche ist offen für alle, aber nicht für alles! Christian Führer, ev. Pfarrer 1943-2014

  • Christen sind ein Brief Christi, der in ihre Herzen eingeschrieben ist, durch den Heiligen Geist.

    Christel das ist alles wahr! Nur wie viele Jahrhunderte hatte es gedauert das Christen so wie bei uns gestern in Neuwied, sich am Pfingstkirmes im Biergarten zum Gottesdienst getroffen haben. Wir habe es vor Jahren in der ACK beschlossen!

    Gestern haben der Katholische, Evangelische, die Brüdergemeinde und die Neuapostolen, einen bunten Gottesdienst gestaltet. Der eröffnet wurde im Namen des Vaters, der Mutter, dem Sohn und HL. Geist...

    Dort wurde die Vielfallt, die Liebe, der HL. Geist und das Miteinander betont!

    Wann war das in Europa möglich und wo ist es heute noch in der Welt möglich so miteinander Gott anzubeten???

    Jede Generation muss diesen dreifaltigen Gott offen, mit ihrem Tun neu bekennen....ansonsten bleibt es nur auf dem Papier stehen....oder dümpelt es in einer "Glaubensfestung, gemeißelt als unfehlbares Dogma".

    Das den Weg zu Jesus erschwert und den Menschen einen falschen Gott predigt!

    Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Joh. 3,16

  • Gestern haben der Katholische, Evangelische, die Brüdergemeinde und die Neuapostolen, einen bunten Gottesdienst gestaltet. Der eröffnet wurde im Namen des Vaters, der Mutter, dem Sohn und HL. Geist...

    ??? »im Namen ... der Mutter« WAS SOLL DAS?

  • Seit vielen Jahren ist meine Feststellung, zu den STA kommt keine andere Konfession. Da muss überlegt werden, warum das so ist.

    Aus unserer Gemeinde sind viele, die andere Kirchen besuchen, ich auch!

    Fazit: Jeder soll andere Glaubensgemeinschaften besuchen und Freundschaften pflegen. Es tut gut auf beiden Seiten! 😁

    Unsere Kirche ist offen für alle, aber nicht für alles! Christian Führer, ev. Pfarrer 1943-2014

  • Dazu kann ich nichts sagen. Ich gehe normalerweise auch nur in meine Kirche, außer es gibt ökumenische Veranstaltungen oder einen Anlass aufgrund persönlicher Beziehungen.

    Ich habe lediglich festgestellt, dass bei ökumenischen Veranstaltungen die STA nicht mit einer offiziellen Vertretung dabei ist.

  • ??? »im Namen ... der Mutter« WAS SOLL DAS?

    Das scheint in Gottesdiensten schon vorzukommen, klingt fast wie eine Viereinigkeit:

    Schlussgebet

    Auferstandener, lebendiger Gott und Jesus,
    die heilige Maria Magdalena durfte dich sehen
    und als Erste den Jüngern die österliche Freude verkünden.
    [...]
    Segne uns im Namen des Vaters und der Mutter
    und im Namen unseres auferstandenen Bruders
    und im Namen der Heiligen Geistkraft. Amen.
    Katholische Kirche Dormagen-Nord

    Christel das ist alles wahr! Nur wie viele Jahrhunderte hatte es gedauert das Christen so wie bei uns gestern in Neuwied, sich am Pfingstkirmes im Biergarten zum Gottesdienst getroffen haben. Wir habe es vor Jahren in der ACK beschlossen!

    Gestern haben der Katholische, Evangelische, die Brüdergemeinde und die Neuapostolen, einen bunten Gottesdienst gestaltet. Der eröffnet wurde im Namen des Vaters, der Mutter, dem Sohn und HL. Geist...

    Aber wahrscheinlich noch ohne gemeinsame Eucharistie?

    2 Mal editiert, zuletzt von Junker (20. Mai 2024 um 21:39)

  • ohne gemeinsame Eucharistie

    Das Nein kommt ja bekanntlich immer von Rom, also vom Papst!

    Protestanten können eigentlich streng genommen nicht an einer kath. Kommunion teilnehmen, da Luther ja die reale Verwandlung von Brot + Wein in Leib + Blut Christi, also die sogen. Transsubstantiation als Irrlehre abgelehnt hat!

    ➡ Sobald Rom diese ja erst seit 1215 existieren-de Transsubstantiationslehre fallenlässt, feiern wir Evangelischen dann gerne mit unseren katholischen Schwestern und Brüdern ein gemeinsamesAbendmahl!